ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 2682

Das Ende einer Mär?

Ergebnisse der c't-Umfrage zum PC-Neukauf

Autor: flo - Datum: 05.01.2004

Alle Jahre wieder befragt unser lieber Onkel Heinz seine Leser nach ihren Kaufabsichten und ihrer Zufriedenheit mit dem bisherigen Computer. Auch wenn die Ergebnisse dieser Umfrage nur beschränkt repräsentativ sind - es sind nicht zu wenige Teilnehmer, vielmehr stellt die c't-Leserschaft nicht unbedingt einen tauglichen Querschnitt durch die PC-Userschaft dar - so sind die weit greifenden Auswertungen immer wieder lesenswert. Mithin ist dies eine der wenigen Analysen, die auch Mac-User mit einbezieht. Als erstes lohnt ein Blick auf die Verkaufszahlen laut Marktforschungsunternehmen IDC, die offiziell anerkannte Wasserstandsmarke - auch wenn man sich vor Augen halten muss, dass die von der IDC ermittelten Zahlen keineswegs unfehlbar oder gar vollständig sind. Wie im Verlauf des Artikels erwähnt, berücksichtigt die IDC scheinbar keine "Bastler", wovon es im PC-Lager halt doch sehr viele gibt (44%! c't-Leser sind eben Bastler ;). Nichtsdestotrotz ergibt sich auch so ein relativ positives Bild, denn nach Stückzahlen gemessen übertraf das letzte Jahr, insbesondere auch das letzte Quartal (Schätzung) das Boomjahr 2002 um rund 10 bis 11 Prozent. Insgesamt seien jedoch die Preise (im PC-Markt) so stark gesunken, dass der erzielte Umsatz immer noch deutlich hinterherhinkt. Eine Auswertung Apple betreffend gibt es hierzu leider nicht. Bei einer grafischen Darstellung der verkauften Stückzahlen sieht man auch deutlich, wo das große Geld liegt: bei den Servern. Die absoluten Stückzahlen verkaufter Computersysteme schwankt seit 2000 nämlich kaum, nur der Anteil der Serversysteme (was auch immer IDC darunter so genau zusammenfasst) nimmt stetig ab. Kein Wunder, dass Apple hier gerne ein paar Marktanteile hätte. Dass dies aber ohnehin schwierig ist, noch dazu in einem mehr oder minder stagnierenden Markt...

Interessant bei der Preisdiskussion sind folgende Aspekte: Während die Komponentenpreise teils drastisch sanken, blieben die "Volks-PCs" bei Aldi und Co. auf gleichem Niveau (ca. 1200 Euro). Immerhin, könnte man sagen, denn eine zeitlang stiegen die Preise gar (zur Euroeinführung beispielsweise). In Relation zu den Einzelpreisen ist jedoch auch im vergangenen Jahr der Aldi-PC so gesehen teurer geworden. Außer den Preisen für Systeme und Komponenten vergleicht die c't auch die Preise der tatsächlich gekauften Systeme (der Umfrageteilnehmer, versteht sich). Demnach gaben PC-User bei Desktops bis zu 20% weniger aus, bei Notebooks rund 5%. Mac-User legten bei letzteren eine Schippe drauf: 7% mehr. Wenn man sich anschaut, dass Apple mit den Preisen ein gutes Stück nach unten gerutscht ist, kann sich Apples Marketing auf die Schultern klopfen: Scheinbar ist es ihnen gelungen, viele Käufer zu einem höherwertigen Modell zu überreden; trotz insgesamt niedrigerer Preise gibt ein Mac-Käufer dann doch wieder mehr aus - und da sage noch einer, Psychologie spiele bei Werbung und Vertrieb keine Rolle ;) Bei Desktops sparen auch Apfelkäufer, wenn auch nur rund 10% - absolut zahlen unsereins aber immer noch fast doppelt so viel wie PC-Pendants. Es sei aber nochmals angemerkt, dass hierbei die Ausstattung nicht berücksichtigt ist, es handelt sich lediglich um den Durchschnittspreis der angeschafften Systeme.

Das Jahr des Notebooks fand nicht nur bei Apple statt, sondern ist allgemeingültig. Im Consumerbereich legten die Notebookverkäufe weltweit um 122% zu, insgesamt liegen Notebooks bei rund 36% aller Systeme. Bei Apple ist man ja bekanntlicherweise schon der 50%-Hürde nahe, geht es nach den c't-Lesern wird diese im nächsten Jahr mal eben im Vorbeigehen geknackt: Beinahe 60% aller Mac-Neukäufe (Q4 2003 und geplante Käufe 2004) werden tragbar sein. Ob Steve Jobs solche Zahlen mitgeteilt bekommt?

Noch eine Zahl würde Jobs den Tag versüßen. 38%. 38% aller Mac-Neukäufer nämlich besaßen vorher einen PC, sind also Switcher. Nun ist wie gesagt die c't-Leserschaft nicht unbedingt repräsentativ für die Gesamtheit, aber Switcher darunter zu finden ist so gesehen eigentlich noch viel unwahrscheinlich, etwa eingedenk der hohen Rate an Selbstbastlern (44% aller PC-Neukäufer) und Gamern (Hauptgrund für PC-Aufrüstung/Neukauf). Erwähnenswert ist auch, dass im Gegensatz zu früheren Umfragen sich dieses Jahr ein klares Übergewicht der Switcher Richtung Mac feststellen lässt: 17% wechselten vom PC zum Mac, nur zwei Prozent in die Gegenrichtung (frühere Jahre zeigten meist ein prozentual ausgewogenes Bild). Nun weiß man natürlich nicht, inwieweit hinter diesen Zahlen patriotische Mac-User stecken, die diese Bilanz ein wenig verschönern wollten, aber wegdiskutieren lässt sich dieser starke Trend keineswegs.

Eine Mär jedoch lässt zum Abschluss möglicherweise aus dem Weg räumen - dass Macs länger hielten als PCs. Laut den Ergebnissen der c't-Umfrage sind die zu ersetzenden PC-Systeme gar älter als die entsprechenden Macs. Zwischen 33 und 35 Monaten, mithin also beinahe drei Jahre haben PCs auf dem Buckel, während die Macs der Kaufwilligen "nur" 28-29 Monate alt sind. In beiden Lagern werden die alten Maschinen zu großen Teilen weiterverwendet. Eines der alten Argumente, dass Macs länger im Einsatz sind, könnte hiermit zu den Akten gelegt werden, auch wenn natürlich wieder das Argument der Aussagekraft dieser Umfrage herangezogen werden kann.

Eines noch - was der kürzeren Laufzeit eines Macs vielleicht sogar noch einen positiven Anstrich verleihen kann: Das Verhältnis der CPU-Taktrate zwischen altem und neuem Rechner: Das liegt nämlich in beiden Welten ungefähr bei zwei, zu deutsch: Der neue Rechner ist rund doppelt so schnell getaktet wie der alte (und aufgemerkt: der alte Mac ist bei den Umfrageteilnehmern weniger alt!). Auch wieder eines der alten Totschlagargumente, der Mac entwickle sich viel langsamer als der PC. Mit dem G5, der in der Statistik der Neukäufe sehr oft auftaucht, kann vielleicht auch diesem alten Vorurteil so langsam das Lebenslicht ausgehaucht werden.

Alsdenn, Steve, tu mal morgen was für die Statistik ;)

Kommentare

Man muss schon genauer hinschauen...

Von: Statistiker | Datum: 05.01.2004 | #1
die Zahlen beziehen sich schliesslich nur auf die Teilnehmer der Umfrage und die sind wohl mehrheitlich c't Leser. Das bedeutet sie sind technisch versiert oder glauben es zumindest.

Zu der Widerlegung der Behauptung, dass Macs älter werden als PCs kann ich nur darauf verweisen, dass die Macianer an dieser Umfrage nur einen geringen Anteil haben, weswegen dieser Umfrage nicht wirklich viel Bedeutung beigemessen werden kann. Es ist eben nur eine bestimmte Gruppe, die hier befragt wird, keinesfalls eine repräsentative Auswahl.

das mit der mär

Von: mattin | Datum: 05.01.2004 | #2
ich denke, dass die macs in dieser umfrage früher getauscht werden, liegt an dem "extremen" leistungssprung, den apple mit dem G5 vollzogen hat. da überlegen sich vielleicht auch user, die sich "grad erst" einen mac gekauft haben, dann doch mal upzugraden.

Das Jahr des Notebooks...

Von: Jan | Datum: 05.01.2004 | #3
...mag für manche ein netter Marketing-Gag gewesen zu sein, um der frustrierten Stammkundschaft die Wartezeit auf den G5 zu versüßen.

Dennoch werden auch weiterhin munter PowerBooks und iBooks gekauft (vielleicht, weil die Wahrscheinlichkeit ein neues PowerBook vor einem Dual G5 geliefert zu bekommen, bei ca. 75% liegt?!?).

Wie auch immer: Rein subjektiv war für mich als überzeugter Mac-Missionar das vergangene Jahr eindeutig "The Year Of The Notebook".

Von den bekehrten Neulingen (ganze Vier!) entschieden sich drei für portable Rechner, hierbei gab es ein 17" PowerBook und zwei iBooks.

Lediglich ein Lehrer wählte den günstigen eMac, auch mit der Begründung, dass beim Lärmpegel in dessen Werkunterricht das turbinenartige Geräusch der Schneekugel nicht mehr weiter ins Gewicht fiele.

Es gilt nun, auf das PowerBook G5 und neue Zahlen zu warten. Denn auch wenn IBM den 90-Nanometer-Prozess nicht rechtzeitig gebacken kriegen sollte, sattelt der Technikpädagoge vielleicht doch noch auf mobiles Gerät um: "Ach, die paar Kühlkörper passen noch problemlos in den Werkzeugkasten, halb so wild."

werterhalt

Von: mattin | Datum: 05.01.2004 | #4
also ich kann nur aus meiner persönlichen erfahrung sprechen. durch neuerlichen performancezuwächse bekommt man im verhältnis nicht mehr so viel für seinen "alten" mac. allerdings ist der ertrag im vergleich mit dem pc niveau immer noch um "welten" höher.

Ach Gott

Von: Jörn Daberkow | Datum: 05.01.2004 | #5
38% Switcher vom PC zum Mac? Lächerlich! Wenn das so ist, warum steigt dann der Marktanteil des Mac's nicht merklich an?

Und das Apple das Jahr des Notebook feiert, ist auch mehr als komisch. Fragt doch mal all die begeisterten iBook User, die so rundum zufrieden sind mit ihren Geräten... (So wie ich damals - man, was war das bloß für ein schlecht verarbeitetes nach Pappe klingendes Teil).

Und was den extremen Leistungssprung angeht: Für Mac Verhältnisse!

Allerdings muss ich sagen, dass ich letztens bei Gravis in Hamburg (OK, es war ein singleprozessor 1,8 GHz. Modell) einen ganz anderen Eindruck hatte. Die Kiste war - zumindest was die Oberfläche in 10.3 betraf einfach nur langsam. Ich war echt enttäuscht - und zwar im Wortsinn.

Echt jetzt. Apple muss noch viel tun, vor allem - und das war früher eine DER Apple Qualitäten - bei der Verarbeitungsqualität. Die ist für meinen Geschmack unter aller Sau.

Sorry (ja, ja. Jetzt werde ich wahrscheinlich gleich wieder einen "Troll of the day" oder so bekommen. Tja, Wahrheit tut manchmal weh...

Taktung

Von: groover | Datum: 05.01.2004 | #6
Bei den Notebooks bewegen sich die Leistungssprünge, was die reine Taktung angeht, immer noch in recht eng gesteckten Grenzen. Immerhin hätten wir die 1 Ghz-Grenze geknackt (wobei ich persönlich immer noch drauf warte ...). Da die Schritte aber im Vergleich zu den G5s (und der Dosen-Welt) lächerlich klein ausfallen, wird der Motorola-G4 wohl auch bei den iBooks bald ausgedient haben. Hoffe ich zumindest mal.

Gähn

Von: MacZeit alias SteveBaby | Datum: 05.01.2004 | #7
gähn

Ja, so bin ich :-)

Second-Hand-Preise

Von: groover | Datum: 05.01.2004 | #8
Die Second-Hand-Preise, die man mit iBooks oder Powerbooks erzielen kann, sind allerdings extrem gefallen. Aber nicht wegen der enormen Leistungssprünge oder einer extrem verbesserten Ausstattung, sondern wegen der gesunkenen Neupreise.

Neben den positiven Eigenschaften, wie ...

Von: johngo | Datum: 05.01.2004 | #9
... schnellere Systeme und immer schickeres Design bei bezahlbarem Preis, sollten man aber auch einen wichtigen (negativen) Grund für die "anziehenden Verkäufe" nicht übersehen. Manch einer ist "gezwungen" vorzeitig technisch upzugraden, weil seine Applikation oder das aktuelle Betriebssystem auf seinem Rechner nicht mehr läuft bzw. Kunden das "mitziehen" dadurch voraussetzen.

Gruss

johngo

Ich hab's im Gefühl

Von: Jörn (Mac-TV.de) | Datum: 05.01.2004 | #10
Wer sich im letzten Halbjahr durch die Forumsbeiträge der PC-Websites oder von heise genagt hat, der hat sicher auch ein deutliches Gefühl dafür, dass sich die Stimmung für Apple deutlich bessert, gerade unter den PC-Leuten.

Microsoft ist sowas von unten durch, dass man es kaum noch steigern kann. Die Leute können Microsoft nicht mehr leiden und nicht mehr sehen. Der große Retter ist zwar nicht Steve, sondern Tux. Aber manche Leute wollen DVDs schauen, ein WLAN einrichten oder eine grosse kommerzielle Applikation benutzen -- und da wird der Mac plötzlich interessant.

Es ist klar, dass sich dies irgendwann auch auf die Verkaufszahlen auswirken muss. Jetzt muss Apple nur noch die "Abers" ausräumen: "Ja, aber zu teuer", "Ja, aber zu wenig Taktung", "Ja, aber ohne Monitor" usw. Die Leute SUCHEN eine Alternative, mal was Neues. Langsam kommt Bewegung in die Sache. Für Apple reichen ja schon ein paar Prozentpunkte. Das ist allemal drin.

Wo ich eine gute Chance sehe, ist: Open Source plus Apples Ease of Use und die ganzen Apps und Tools, die Linux noch fehlen. UNIX haben und trotzdem nicht auf das geile 54-MBit-WLAN verzichten müssen, das leuchtet den Freaks als Vorteil gegenüber Linux ein. OS X muss das beste Open-Source-OS der Welt sein, das findet seine Kundschaft.

Ein guter Artikel! Danke für die Mühe! Ich bedanke mich sehr.

38%

Von: Terrania | Datum: 05.01.2004 | #11
Ich würde diese Zahlen sehr vorsichtig geniessen. Denn die Umfrage ist, wie im Artikel erwähnt, überhaupt nicht repräsentativ. Ist aber wurscht. Ich kenne mittlerweile soviele PC-User, die mit ihren Kisten dermaßen unzufrieden sind, daß der Mac tatsächlich als Alternative wahrgenommen wird. Was die GUI betrifft: Vielleicht sollten sich die ewigen Nörgler mal diesen Artikel durchlesen:
[Link]
De Mann weiß wovon er spricht, und wegen einer langsamen GUI hat er sich auch nicht echauffiert. Allerdings: Wenn die GUI 4x so schnell ist, kann ich dann einen Wordtext 4x schneller auf einem Mac tippen, als auf einem PC??? Oder anders: Wenn die GUI so langsam ist: Ist dann CINEMA mit dem rendern schon seit 30 Minuten fertig, obwohl meine GUI das rendern noch anzeigt??? Wie schnell ist SCHNELL??? Selten so einen Bullshit gelesen, wie von unseren GUI-Spezialisten mit Kondensstreifen an den Tippfingern. Kopfschüttel.

Geschwindigkeitsrausch?

Von: Mark Koch | Datum: 05.01.2004 | #12
Was soll das ganze gequassel? Ich nutze auf meinem Ibook 700 Panther, vorher 10.1 und 10.2 und finde das alles andere als langsam. Alles was besser ist als emac (also alles, aus meiner Sicht) ist dem weit überlegen in sachen Performance. Und für Spiele, Q3 läuft sehr flüssig, nicht nur für ein Book. Ich bin damit sehr zufrieden! Und eines weiß doch jeder: RAM, mehr RAM, noch mehr RAM!! :-D

Dieses schlecht machen finde ich echt unsportlich. Apple macht einen sehr guten Job. Mir ist es das einfach wert.

Grüße
Mark

PS: Ich habe noch viel Luft nach oben (vor der nächsten Neuanschaffung und dem dann zu erwartenden Performance-Schub: HABEN WILL G5 Dual). :-D

Spendenkonto erfragen Sie bitte per Mail.

PS: RAM

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 05.01.2004 | #13
Die Mac-Teilnehmer an der Umfrage haben im Schnitt 907 MB RAM in der Maschine stecken... Wenn man da noch all die einrechnet, die ein iBook haben und gar nicht mehr als 640MB (normalerweise) erreichen können... hossa. Ich finde, daraus kann man schon ableiten, welche "Sorte" von Mac-Usern da mitgemacht hat. Ich nehme auch mal an, dass die Mac-User sich auch noch deutlicher bei den Selbständigen finden, die insgesamt einen Anteil von 27,x Prozent hatten (die größte Gruppe vor den Studenten).

Ich finde die Ergebnisse gut,

Von: Karl Schimanek | Datum: 05.01.2004 | #14
wenn man bedenkt wieviel Hardcore-PC-User es auf Heise gibt...

Wiederverkaufswert und Haltbarkeit: Geht mal auf Ebay und schaut euch die Preise an, ich sag nur Powerbook G3... Und auf nem G3 300 läuft doch Panther wirklich gut, wer hat den XP auf ner vier Jahre alten Kiste am laufen ;)

Jörn Daberkow:"... ja, ja. Jetzt werde ich wahrscheinlich gleich wieder einen "Troll of the day" oder so bekommen. Tja, Wahrheit tut manchmal weh..."

Schon mal hier gepostet ;)

mattin:"...wie soll ein 0815 user, wie meine cousine oder tante (onkel usw.) switchen, wenn die überhaupt nicht wissen..."

Na weil du's ihnen hoffentlich sagst/ zeigst und schmackhaft machst ;)

Werbung

Von: Bodo | Datum: 05.01.2004 | #15
Zitat:
"und da sage noch einer, Psychologie spiele bei Werbung und Vertrieb keine Rolle ;)"

Hm, Werbung zielt doch ausschließlich darauf ab (oder warum sind gerade dort die besten Psychologen beschäftigt?)

Ich nehme aber an, dass es sich nur um einen rhetorischen Einwurf handelte;-)

keine chance

Von: mattin | Datum: 05.01.2004 | #16
>>Na weil du's ihnen hoffentlich sagst/ zeigst und schmackhaft machst ;)

die raffen das nicht, bzw interessieren sich nicht genug dafür, denn aldi hat doch pcs, also "was willst du?" :/

off topic: geruechtekueche2004

Von: nick | Datum: 05.01.2004 | #17
weshalb taucht die isight und ichatAV in den spekulationen nirgendwo auf?

es waere doch schoen hier einen leistungssprung, eine hoehere verbreitung und mehr funktionalitaet zu sehen, oder?!!

>"dass Macs länger hielten als PCs"

Von: Marvin | Datum: 05.01.2004 | #18
Naja, dass sie nunmehr nicht mehr solange eingesetzt werden _können_ liegt ja wohl an Steve, der den Suppport (Os 9) für alte Systeme zu Grabe getragen hat. Das ist dann halt der Nachteil, wenn die Software und die Hardware aus einem Haus kommen.

Mattin:

Von: Karl Schimanek | Datum: 05.01.2004 | #19
Bei mir zieht das eigentlich schon, hab immer schön bei Problemen geholfen und irgendwann kam dann der Mac zur Sprache, ohne gleich zu sagen, kauf dir n Mac! ;)

Später haben sie's dann von selber gesagt... ja, ja, Mac kaufen... Ich dann nur, muss jeder selber wissen :D

Zuckerbrot und Peitsche halt und irgendwann wird mein Support eingestellt, dann dürfen sie sich selber mit der Scheisse auseinandersetzen.

Dann immer das Argument und wenn ich Probleme mit nem Mac habe, kann mir niemand helfen... und 90% der PC-User haben ja anscheinend auch keinen Plan... also was geht ab, man(n)??

Lustig find ich auch immer, wenn sie erzählen, musste System neu installieren. Dann stell ich mich immer blöd und Frag warum. Dann kommt eigentlich die Frage:"Und beim Mac" von selbst ;)

Man muss sich eigentlich nur wie ein trojanisches Pferd verhalten ;)

Hä?

Von: Karl Schimanek | Datum: 05.01.2004 | #20
Was hat denn bitte schön Haltbarkeit der Rechner mit OS9 zu tun??

und sie brennen nicht

Von: Marty | Datum: 05.01.2004 | #21
kaut Wiso im ZDF heute. iMac und die apple tastatur haben nicht gebrannt. Alle anderen Markenhersteller +Aldi haben alleine durch ne kerze gebrannt

@Terrania

Von: xl | Datum: 05.01.2004 | #22
>>Wenn die GUI so langsam ist: Ist dann CINEMA mit dem rendern schon seit 30 Minuten fertig, obwohl meine GUI das rendern noch anzeigt??? Wie schnell ist SCHNELL???<<

In diesem Fall heisst das, daß Du eine komplexe 3D Szene noch interaktiv bearbeiten (also rotieren uä.) kannst, während auf dem Mac der Beachball rotiert oder gar nix passiert.

xl

Von: mattin | Datum: 05.01.2004 | #23
>>In diesem Fall heisst das, daß Du eine komplexe 3D Szene noch interaktiv bearbeiten (also rotieren uä.) kannst, während auf dem Mac der Beachball rotiert oder gar nix passiert.

ist mir noch nie passiert

Das liegt aber nicht an Quartz!

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 05.01.2004 | #24
Sondern daran, dass OpenGL unter OS X im Immediate Mode nicht besonders performant ist!
Und an Maxon selbst liegt's schon auch ein gutes Stück, wenn andere Programme (Maya, Lightwave) in OpenGL deutlich schneller laufen! ;-)

LW läuft auf dem G5 in der G4-Version exakt doppelt so schnell wie auf dem G4 DP 1.42GHz - mit derselben Grafikkarte!
C4D ist in der G5-beta gerade mal ein Drittel schneller mit derselben Grafikkarte als ein G4 DP 1.42GHz...

OpenGL Mode?

Von: Karl Schimanek | Datum: 05.01.2004 | #25
Welchen Mode gibt's denn noch und warum wird dieser dann nicht verwendet?

Oder arbeitet man an einer Verbesserung des Immediate Mode?

Und wann kommt denn endlich OpenGL 2.0?

PCCCCCCC Speed

Von: cws | Datum: 05.01.2004 | #26
Jeder findet etwas, das wahrlich oder scheinbar schneller auf dem einen oder anderen Sytem läuft.
Mei Schlüsselerlebnis war heute DVD-Rippen und Kopieren (Nur zu technischen Versuchs- und Übungszwecken).

Ich habe ahnungslos von meinen ersten Versuchen berichtet. Dann wurde ich gefragt, ob der Film am nächsten Morgen OK war. Ich wusste nicht, was die meinen, den einen sehen einen Rippen war mein Massstab, was Erstaunen hervorrief.

Ich weis, es gibt viel schnellere PCs, aber die Aldikunden hatten es meist garnicht geschafft, weil irgendetwas geht immer nicht (Softwareprobleme)

Kalle:

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 05.01.2004 | #27
Den Vertex Array Mode. Der wird allerdings zumeist von Games verwendet, 3D-Anwendungen nehmen idR den Immediate Mode. Damit LW und Maya besser performen haben sie das wahrscheinlich teilweise durch Vertex Array gelöst, aber das ist nur so ne Vermutung von mir...

Ich hab an Newtek mal ne längere Mail deswegen geschrieben, mal sehen, ob sie antworten! ;-)

OpenGL 2.0 ist erstmal nicht sooo wichtig.. Kommt alles noch, aber besser Zeit lassen und sauber statt Schnellschuss, sonst stehen wir ähnlich doof da wie M$, bei denen zu arge Hast auf einmal zu einem ungewollten DirectX-Split und einem "toten Ast" führte (war glaub ich DX8.0 -> 8.1: Ist zueinander IIRC nicht kompatibel!)

@mattin

Von: xl | Datum: 05.01.2004 | #28
Wenn Dir das noch nie passiert ist, dann hast Du vermutlich noch keine sonderlich grossen 3D-Modelle auf nem Mac bearbeitet. Die OpenGL Leistung ist leider wirklich unter aller Sau und zwar bei allen, mir bekannten 3D Apps (Cinema ist allerdings mit Abstand am schlechtesten). Wenn man da zum Vergleich mal auf einem ordentlichen PC arbeitet, erschrickt man fast wie flüssig das alles läuft (das liegt natürlich zum Teil auch an den Monster Graphikkarten die es da so gibt).

xl

Von: mattin | Datum: 06.01.2004 | #29
>>Wenn Dir das noch nie passiert ist, dann hast Du vermutlich noch keine sonderlich grossen 3D-Modelle auf nem Mac bearbeitet.

doch, habe ich. ich sage nicht, dass es dann sehr flüssig ist, aber einen beachball habe ich noch nie gesehen.

>>Wenn man da zum Vergleich mal auf einem ordentlichen PC arbeitet, erschrickt man fast wie flüssig das alles läuft (das liegt natürlich zum Teil auch an den Monster Graphikkarten die es da so gibt).

jo, ist aber von fall zu fall unterschiedlich. bei einem "uralt" (700 mhz) laptop ohne 3d unterstützung wars z.b. mal flüssiger (laden/bewegen) als bei mir (dual1000) und einem schnelleren pc (dual 1600 amd) mit mittelklasse graka.

dass in diesem bereich die pcs die nase vorn haben, und zwar deutlich, möchte ich gar nicht bestreiten.

speziell bei c4d hoffe ich auf die G5 version.

@xl

Von: Terrania | Datum: 06.01.2004 | #30
Cinema ist in der Beziehung beschi**. Die Anpassung an den Mac unter aller Kanone. Macht aber nichts. Was den Beachball angeht: Ich hatte ein ziemlich komplexes Rendering im Hintergrund laufen (6h oder so), bin nach dem Mittagessen zurückgekommen, und ein Kumpel hatte ein Problem mit FCP. Ich hatte es vergessen, daß das ausgeblendete Rendering lief, also FCP-Projekt aufgemacht, und ein paar checks und SFX ausprobiert. Irgendwie kam mir die Kiste langsam vor (KEIN BEACHBALL zu sehen), bis ich dann nach 10 Minuten gemerkt habe, daß das Rendering noch läuft. Der Kommentar meines Kumpels (PS-User): Da wäre meine Kiste schon lange abgekackt.
UND DAS ist Multitasking in OSX. Irgendwann wird auch OpenGL mal richtig funktionieren ..

84 mb datei ist aber wirklich ziemlich heftig :)

Von: mattin | Datum: 06.01.2004 | #31
mir ist noch keine c4d datei grösser als 10 mb aufgefallen, und sie waren schon extrem "vollgepackt". was hast du gespeichert? .dxf-se ?;)

im übrigen ist c4d auch auf dem pc deutlich unperformanter in der darstellung als maya und co.

Na ja ich sach doch komplex...

Von: xl | Datum: 07.01.2004 | #32
Das waren CAD Daten von Autos, die ich im OBJ Format bekommen habe, fünf davon in einer Szene und schon ist man bei 83 MB (dabei waren die Modelle schon "geputzt"). Auch die einzelnen Modelle konnte man in C4D nur noch sehr zäh bearbeiten.

Das ist aber noch gar nix, bei anderen Projekten haben die mir auch schon mal Modelle mit 230 MB geschickt, wo jede fuckin´Schraube modelliert war. Sowas braucht dann mit Softimage ca 2-3 Stunden zum importieren - C4D hängt sich beim Import einfach auf.