ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 2728

SPIEGEL bekommt "Oscar des Unverstandes"

Nicht der erste Award dieser Klasse

Autor: bh - Datum: 18.01.2004

Es gibt Journalisten, die sind auf Realitätsentzug. Es gibt Zeitschriften, bei denen diese Haltung offensichtlich schon in der Jobbeschreibung steht. "Wenn Sie aktuelle Entwicklungen aufmerksam verfolgen, sind Sie wohl nichts für uns." Eine besondere Hartnäckigkeit beweist der SPIEGEL, wenn es darum geht, Apple schlecht zu schreiben oder Innovationen aus Cupertino zu verleugnen. Einen weiteren Beweis liefert Redakteur Holger Dambeck in diesem Beitrag. Hersteller von MP3-Playern haben eine seltsame Moral. Sie verkaufen millionenfach Geräte - dass man diese jedoch kaum noch auf legalem Weg mit Musik befüllen kann, schert sie wenig. Schließlich sind immer mehr Musik-CDs gegen das Kopieren geschützt und damit auch gegen das Umwandeln in MP3s. Hintergrund ist eine Abgabe von 25 Dollar auf mp3-Player in Kanada, gegen die einige Hersteller - unter ihnen auch Apple - nun gerichtlich vorgehen. Herr Dambeck ist also der Ansicht, dass man MP3-Player kaum mehr auf legalem Weg befüllen kann. Haben sich denn meine legal erworbenen CDs, die ich vor dem Aufkommen von Kopierschutz erworben habe, in Luft aufgelöst? Der iTunes Music Store, in dem bereits 30 Millionen Songs legal erworben wurden und für den Pepsi nun 100 Millionen Gutscheine verschenkt, der ist vermutlich auch eine Fata Morgana. Wir alle können sie sehen, aber SPIEGEL-Dambeck sieht nur flimmernde Wüste voll Sand (hoffentlich legal erworben!). Zum Thema Sand und Realitätsverweigerung gibt es ein passendes Zitat: "Als der Zirkus in Flammen stand, ist auch ein Vogel Strauß verbrannt; denn der gute Vogel tauchte, als sein Hinterteil schon rauchte, seinen Kopf standhaft in den Sand." (Der unvergleichliche Georg Kreisler in "Als der Zirkus in Flammen stand", sollte in keinem Haushalt fehlen.) Doch Dambeck treibt die Realitätsverweigerung auf die Spitze: würde Apple das mp3-Format sperren und nur mehr AAC verwenden, wäre die Abgabe nicht fällig. Doch das würde den weiteren Erfolg des Players in Frage stellen. Neben MP3 dudelt der iPod zwar auch kopiergeschützte Songs im AAC-Format, die Apple im eigenen Online-Shop iTunes verkauft. Als AAC-Player allein dürfte sich das Gerät kaum so gut verkaufen wie bisher. Schließlich benutzt kein anderer Musikanbieter außer Apple selbst dieses Format. Es ist nämlich nicht so, dass HP dieses perverse Format unterstützt oder auch die nicht ganz unbedeutende Firma REAL ebenfalls auf AAC setzt. Nein, in Dambecks Welt, wo Geräte aus Cupertino nur "dudeln" können, ist der iPod ein nutzloses Ding, das man legal nicht befüllen kann. Für diesen konsequent blinden Beitrag verleihen wir dem SPIEGEL und insbesondere Holger Dambeck den NIX-CHECKER-AWARD. Wer sein SPIEGEL-Abo kündigt und die Kündigung dem Satiremagazin "Titanic" schickt, kriegt nette Prämien.

Kommentare

... kleiner Nachtrag ...

Von: Mario Berluti | Datum: 18.01.2004 | #1
... ich glaube das mit der Verschwörung ist sicherlich nicht übertrieben ...

... warum sollte sonst der Spiegel unbeding ein Bild von Steve Jobs für diesen Beitrag verwenden ...

... warum den nicht von Michael Dull oder Fiorina oder wie die heißt, oder sonst irgend einen dieser vielen, schickeren, viel besseren (laut Computerbild) mp3-Playern ...

tschüssikowski
mario

Spieglein, Spieglein an der Wand ...

Von: RoB*-) | Datum: 18.01.2004 | #2
... wer is' der größte Miesmacher im ganzen Land ?

Darin sind viele Deutsche besonders gut !

"Schließlich sind immer mehr Musik-CDs gegen das Kopieren geschützt und damit auch gegen das Umwandeln in MP3s."

Und Leute die nicht ein MP3-file auf ihrem Rechner haben und scheinbar auch selten CDs kaufen - oder sogar >rippen< - sollten sich nicht an solche Themen heranwagen !

Troll Magazin

Von: Xcode | Datum: 18.01.2004 | #3
Spiegel ist bloss ein Troll Magazin. Die sind doch nur Neidisch,wenn jemanden (z.B die Politik) Erfolgen vermelden kann.

Also ich habe keine Probleme

Von: salco | Datum: 18.01.2004 | #4
meinen iPod mit legal erworbenen Musikstücken zu füllen. Und dann nehme ich auch noch dieses unattraktive AAC-Format. Anscheinend wissen die Spiegel-Redakteuere gar nicht, daß man mit iTunes seine CD-Sammlung in mp3s und AACs rippen kann. Oder auf deren Festplatten befinden sich nur illegal erworbene mp3s.

Alles ganz einfach ...

Von: cws | Datum: 18.01.2004 | #5
Schon Friedrich Schiller wusste es: "Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens"

Öhmm... ich als Spiegel-Abonnent ...

Von: mojito2000 | Datum: 18.01.2004 | #6
sage mal so: der Spiegel ist eine Zeitschrift. Sie braucht Leser, und um diese zu bekommen, lärmende und kontroverse Schlagzeilen. Sie veröffentlicht Kracher wie diese Woche die Geschichte vom "Leichen-Hagen". Sie bringt in den anderen Rubriken Beiträge, worüber kontrovers diskutiert wird, und werden soll.
Seid doch froh, dass das Thema Apple dermassen oft auftaucht - solange wird auhch über diese "sterbende" Firma debattiert!

Spiegel ist ein heise-Forum ohne Forum - denn die Diskussion wird bei macnews, hier oder heise.de ausgefochten... wie wir sicher alle kennen...

Mailadressen beim Spiegel...

Von: Asterix | Datum: 18.01.2004 | #7
...sind meist Vorname_Nachmane@spiegel.de
Doof nur, falls es ein externer Autor ist...

Wenn man keine Ahnung hat ... ;)

Von: RoB*-) | Datum: 18.01.2004 | #8
Da fällt mir nu(h)r ein ...

[Link]

Danke AppleKing !

:-D

... salco ... du hast ja recht ...

Von: Mario Berluti | Datum: 18.01.2004 | #9
... hätte ich fast vergessen ...

... habe ja auch keine mp3s auf meinem iPod, sondern nur AACs ...

... gute Quali bei weniger Speicherplatz ...

... das ist ja dann schon "doppel-legal" ;-)

... danke Spiegel, dass du mich darauf aufmerksam gemacht hast!

ciao
mario

Spiegel onaniert wieder- der Orgasmus bleibt aus

Von: Thilo Ettelt | Datum: 18.01.2004 | #10
Hier ein ergänzender Artikel:

[Link]


Gruß, Thilo

Herzlich willkommen bei der M$...

Von: tomvos | Datum: 18.01.2004 | #11
FUD-Taktik. Die Nebelwerfer arbeiten auf vollen Touren. "MP3" muss durch permanente Wiederholung mit dem Wort "illegal" innerhalb eines Satzes den Menschen als etwas böses eingebleut werden. Und in ein paar Monaten (Jahren) kommt dann Microsoft mit TCPA und WMA, um die Welt vom Übel der illegalen MP3s zu befreien.

Ich kann mir nicht helfen, aber ich habe das Gefühl, dass nicht wenige Zeitschriften den Vorsprung, den Apple sich bei iTunes erarbeitet hat, durch gezielte Falsch- und Fehlinformation torpedieren. Und mir fällt beim besten Willen nur einer ein (nachdem Real auch den Weg ins Licht gefunden hat), der ein starkes Interesse daran hat, eine neue Technologie, die gerade eine kritische Marktmasse erreicht, auf sein eigenes System zu zwängen.

Aber vielleicht bin ich paranoid, und es gibt keine von Microsoft gesponsorten Reporter ...

Immun gegen Realitäten

Von: Tixx | Datum: 18.01.2004 | #12
Bei solchen Artikeln wird klar, dass diese Zeitschrift Kompetenz nur simulieren kann. Spiegel-Leser wissen mehr? Armes Deutschland, wie lässt du dich manipulieren ... und kannst nichts dagegen unternehmen. Denn die Spiegel-Schreiberlinge geniessen Kritik-Immunität.

@Rob

Von: appleking | Datum: 18.01.2004 | #13
Gerngeschehen! Dies ist die beste Waffe gegen Trolle..

Auch sehr gut ist die Frage "und bringt's was?"

Bspw. auf folgenden Satz "Boah, heute habe ich ein geiles Casemodding* gemacht, habe meinen ganzen PC in einen Bierkasten eingebaut!"

AppleKing

*Casemodding ist wohl das schwulste was man mit einem PC machen kann.. :-)

Spiegel Online != Spiegel

Von: morabi | Datum: 18.01.2004 | #14
Hm, Spiegel Online ist wirklich manchmal zum Haareauswachsen, aber die Papierausgabe ist da doch um einiges besser. Ich bin gerne Abonnent und werde das auch sicherlich bleiben. Und Spiegel Online lese ich einfach nur noch äußerst selten.

Btw: die Abo-Kündigungsaktion von titanic ist ebenso unlustig wie Holger Dambeck kompetent...

@AppleKing ( à propos Casemodding*-)

Von: RoB*-) | Datum: 18.01.2004 | #15
:)

Beim G5 nimmt man einfach die "Seitentür" ab und guckt in den schönsten, aufgeräumtesten Computer der Welt ! [Link]

;)

Vergleichen Sie selbst [Link] (unten)!

Man kann auch legal MP3s runterladen:

Von: Dr.Waters | Datum: 19.01.2004 | #16
Tonspion.de

Oder wie bei MTN gerade gelesen

Von: Dr.Waters | Datum: 19.01.2004 | #17
Scheinbar hat das Label WarpRecords den Trend des Musik-Downloads aufgenommen und stellt nun auf Bleep.com sein gesamtes Archiv zur Verfügung. Dies beinhaltet auch Musik die nicht auf CD sondern auf Vinyl erschienen sind. Alle Songs liegen im MP3 Format vor mit einer durchschnittlichen Bitrate von 200kb/s und sind ohne Digital Rights Managemant, da man davon ausgeht, dass die meisten Kunden ehrlich sind und nicht wie Kriminelle behandelt werden sollten. Einzelne Titel gibt es ab 1,35 Euro, ein Doppelalbum kostet 11,99 Euro, bezahlt wird per Kreditkarte oder PayPal.

Wo ist das Problem?

Von: johngo | Datum: 19.01.2004 | #18
Apple sollte einfach einen iPod ohne MP3 für den günstigen Preis und einen mit MP3 (plus 25.- Dollar) anbieten. Und schon ist das Thema keines mehr. Der freie Markt entscheidet und Apple hat ein "Feature mehr", als die Konkurrenz.

Und wer Zuhause (gemeint sind die Maccies) schon eine mp3-Libary hat und unbedingt den günstigen ipod haben will, der kann diese per iTunes in AAC umwandeln.

Würde ich anstelle Apples so machen und die Anderen ruhig weiter klagen lassen.


Gruss

johngo

PS: Apple hat ca. 2 Millionen ipods verkauft und ca. 30 Millionen Songs. Ergo sind (pauschaliert) auf jedem ipod nur "15" AAC-Shop-Songs. Ca. 1-2 Alben? Ca. 70 MB?

Und was ist der Rest bis 5,10,15,20,40GB???

Aber eines stimmt:

Von: RollingFlo | Datum: 19.01.2004 | #19
Nicht das ich den Nonsens des Spiegels (Online) verteidigen wollte, aber mit Sicherheit würden sich MP3-player nicht so gut verkaufen, wenn es keine Raubkopien gäbe. Dasselbe gilt auch für CD und DVD-Brenner usw.
Raubkopien heizen der Technikentwicklung ein und ganze Industrien haben sich darum gebildet. Sind wir mal ehrlich: Sicher kann man seinen iPod legal befüllen und sicher gibt es auch die, die DivX legal benutzen, aber ohne die Raubkopierer *gäbe es* weder MP3-Player noch DivX.

Ganz unabhängig von Apple und Spiegel.

wo der rest ist???

Von: Thomas Franz | Datum: 19.01.2004 | #20
ach jo...
zur Zeit sitze ich gerade vor meinem Mac und Kopiere "meine rechtlich einwandfrei erworbenen" CDs im tadelosen AAC format über iTunes extrem übersichtlich auf meinen iPod...
...und alles legal:-)

RollingFlo:

Von: Karl Schimanek | Datum: 19.01.2004 | #21
Amen ;)

Zu spät...

Von: Total Eclipse | Datum: 19.01.2004 | #22
Zu dumm, dass ich mein Abo schon vor geraumer Zeit gekündigt habe :-)

dieser pseudo redakteur..

Von: Joachim | Datum: 19.01.2004 | #23
...scheint seine feedback-email direkt in den trash verlinkt zu haben...
von mir kriegt er eigentlich jedesmal eine "checkst du nix oder bist du böse-email" nach so einem tendenziösen artikel. natürlich hält er es nicht für nötig zu antworten. eine schande für den journalismus!

immer das gleiche...

Von: martyx | Datum: 19.01.2004 | #24
wie das so ist, erst werden alternativen niedergemacht oder gar ins lächerliche gezogen. wenn dann der microsoftsche 'standard' endlich da ist und es keine bzw. kaum alternativen mehr gibt, wird gejammert was das zeug hält. wollen wir wetten?

Email

Von: tommy.de | Datum: 19.01.2004 | #25
Der Autor wird im Spiegel Online Impressum genannt, wird als mir großer Wahrscheinlichkeit kein externer sein: holger_dambeck@spiegel.de

Wer sich also gesittet beim Schreiberling bedanken möchte... ;-)

Morgens, halb zehn in D...

Von: tommy.de | Datum: 19.01.2004 | #26
Bin noch nicht tipp-fähig... Fehler finden und behalten... :o)

@Raubkopierer

Von: Exorzist | Datum: 19.01.2004 | #27
Da hat der Spiegel es doch tatsächlich wieder gewagt, die unpopuläre Wahrheit zu sagen und an der Trosse von Apple's Überlebensanker zu sägen.
Ein Aufschrei der Empörung und Hilfslosigkeit geht durch die Reihen der Sekte.

Wo sind wir eigentlich angelangt in diesem Land, wo freier Journalismus in die Verschwörerecke gestellt und gestandene Fachleute zu Trollen degradiert werden.
Besonders erschreckend ist der Mangel an Demokratieverständnis und die Ignoranz der freien Meinungsäußerung.

Wie wird hier eigentlich umgegangen mit einem Medium, dem gerade die Deutschen so viel zu verdanken haben. Der Spiegel steht für korrekte Berichterstattung und gnadenlose Aufklärung.

Die Mehrzahl der Leser hier haben doch noch nie einen Spiegel gelesen, liegt Leichtgewichten ja auch recht schwer in der Hand.

Also, nehmt euch nicht so wichtig, ihr Kleingeister, lasst die Kirche im Dorf!

@exorzist

Von: Frank Giese | Datum: 19.01.2004 | #28
Dass der Spiegel gemeinhin für seine korrekte Berichterstattung und gnadenlose Aufklärung berühmt ist, stellt einen Teil des Problems dar.
In den von mit fachlich beurteilbaren Artikeln zum Thema Design, Automobil und Technik stelle ich teilweise erschütternd schlechte Rechercheleistungen fest, die wiederum zu völlig falschen Rückschlüssen führen. Deshalb erlaube ich mir auch auf die Qualität der von mit nicht so ohne weiteres beurteilbaren Artikel zu schließen. Ergo ich glaube nicht alles was ich lese - daher ist mir der Spiegel auch nicht heilig.

Ich halte es eher für kleingeistig sich nur auf ein medium zu berufen.

Gruß

Frankg

Award für Microsoft :-)

Von: StevesBaby | Datum: 19.01.2004 | #29
Bei mir bekommt Microsoft einen Award. :-)

[Link]

@Exorzist #2

Von: sascha | Datum: 19.01.2004 | #30
1.) _welche_ Wahrheit hat der SPIEGEL (bzw. der Autor) gesagt?

2.) auf welchem Fachgebiet ist der Autor ein gestandener Fachmann?

3.) Ich habe den SPIEGEL schon sehr oft in der Hand gehalten, meist auch gelesen (wozu würde ich ihn sonst kaufen?) und teilweise auch interessanten Journalismus gefunden. Genauso oft findet man jedoch auch Fehlschläge wie den im MacGuardians-Artikel bemängelten Artikel über MP3-Player aus dem SPIEGEL-Online Portal.

4.) Wir von Dir als Kleingeister geschmähten können wohl geschlossen die meisten MP3-böse-Apple-untertützt-alle-Raubkopierer-Parolen des genannten Artikels mit leichtigkeit wiederlegen, _nutzen_ wir doch die bemängelte Technologie und kennen sie nicht nur vom "Hörensagen".

Ich habe...

Von: arne | Datum: 19.01.2004 | #31
...den speziellen Artikel zwar nicht gelesen. aber allgemein muss ich sagen:
Es ist schon seltsam, wenn man in der GLEICHEN ZEITSCHRIFT zwei Anzeigen findet:
Einmal von Sony, der Computerfirma, die einen Laptop abbildet mit angeschlossenem MP3-Player und geöffnetem IE, und der Aufforderung sich Musik aus dem Internet zu laden und auf dem Computer zu speichern.
Dann von Sony, dem Musikkonzern, der eine Kampagne mitverantwortet, die "Copy kills Music" heisst und ebendieses runterladen aus dem Internet kriminalisiert und sowohl Hardware sowie die musikalischen Datenträger mit Kopierschutzen versieht und damit die in der eigenen Computeranzeige propagierte Nutzung seiner Hardware verhindert.

Auch ist es ohne "kriminelle" Handlung meinerseits im Moment nicht möglich, meine gekaufte Kraftwerk "tour die france"-CD auf einen MP3-Player zu überspielen um diese beim Indoor-Cycling bei der Vorbereitung auf die neue Saison zu hören. Insofern scheint die Grundthese des Artikels eine gewisse Berechtigung zu haben.

Zum Runterladen aus dem iTunes Music-Store noch eine Wissensfrage, da ich keinen iPod besitze: Inwiefern ist eigentlich das AAC-Format nicht proprietär, wie hier schon mehrmals gelesen? Was ist der Unterschied zu WMA?

besten Dank, arne

Vita

Von: tommy.de | Datum: 19.01.2004 | #32
Zu 2) Der Autor ist Physiker (s. z.B. "Theorie der kondensierten Materie", Uni Leipzig), blickt auch auf eine Zeit bei Onkel Heinz zurück (s. z.B. [Link] oder [Link] oder [Link] , mit Foto), zwischendurch wohl auch auf eine Zeit als Werbetexter. Ob ihn das alles zum "Fachautoren" macht?

@arne

Von: mitleser | Datum: 19.01.2004 | #33
Die Vermarktung des Anzeigenplatzes im Sppiegel geschieht garantiert unabhängig von der Redaktion. Da ist also nix fischig. Eher das Gegenteil ist der Fall. Wird mal eine böse Story über eine Firma geschrieben (DaimlerChrysler etwa), dann verliert der Spiegel für einige Wochen eventuell diesen als Anzeigenkunden. Dieses Risiko wird jedoch eingeganten.

Der Spiegel ist ein sehr konservatives Blatt, denn alles, was neu ist wird erst mal torpediert (es sei denn sie kriegen die Meldungen exklusiv, siehe Harz-Konzept). Dabei hilft sicherlich auch der Schreibstil des Spiegels, der ja nun einmal ironisch sarkastisch daher kommt (schonmal gesehen die schwarzen Wolken über dem Spiegelgebäude in hamburg ;-) ) Allerdings stimmt die Feststellung: im technischen Bereich haben die keine Ahnung.

Aber aus den Meinungen hier kann ich aber keine Gegnerschaft der freien Presse ablesen. Eher das Gegenteil. Wir wollen eine besser recherchierende Presse.

Zwei Seiten

Von: mkoehler | Datum: 19.01.2004 | #34
Ich lese den Spiegel - Print wie online Medium regelmässig. Meines Erachtens gibts da deutliche Unterschiede, da insbesondere die schlechten Artikel nur selten in die Printausgabe kommen. Ich schätze den Spiegel wegen seiner fachlichen und meist auch genauen Artikel in den Rubriken Politik, Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft.
In welcher Rubrik es jedoch arg an Sachverstand und diversifizierten Ansichten mangelt, ist die Online Rubrik, die man gemeinhin fast nur in der Online Ausgabe des Spiegel findet. Dort ist sehr viel äusserst einseitig, meist sehr Apple kritisch (alle, aber wirklich alle Screenshots die der Spiegel abdruckt sind Mac OS 9 Screenshots) und häufig schlicht weg falsch.

@mitleser

Von: arne | Datum: 19.01.2004 | #35
Die beiden gleichzeitig geschalteten Sonyanzeigen waren in einer anderen Zeitschrift.

Mir ging es auch nicht um einen Zusammenhang zwischen Anzeigenkunden und redaktionellem Teil, sondern um die Tatsache, daß von Firmen Hardware mit Features beworben werden und Möglichkeiten in Werbefotos dargestellt werden, die "softwareseitig" von den GLEICHEN Firmen kriminalisiert und durch Kopierschutzmechanismen verhindert werden. Insofern halte ich die Kritik des Spiegelartikels in Grenzen für berechtigt.

Andererseits ist dem Autor offenbar nicht bekannt, dass Apple in der Lage ist, zu seinen iPods legale Downloads anzubieten, was ihm vorzuwerfen ist.
Dies könnte allerdings daran liegen, dass dieser Service in Deutschland noch garnicht erhältlich ist, was zu der Situation führt, die der Autor beschreibt: Ein iPod lässt sich eigentlich hierzulande nur "illegal" bespielen...

Ausserdem nochmal eine Frage zur Schliessung meiner Bildungslücke: was ist der Vorteil von AAC gegenüber WMA? Meines Wissens ist es auch mit DRM ausgestattet. Und was macht es als Format von Apple gegenüber WMA weniger proprietär?
Was ist der Vorteil, ausser dass es nicht von Microsoft ist?

besten dank, arne

@ arne

Von: nico | Datum: 19.01.2004 | #36
"Inwiefern ist eigentlich das AAC-Format nicht proprietär, wie hier schon mehrmals gelesen? Was ist der Unterschied zu WMA?"

wma ist von microsoft und selbiges unternehmen moechte es gern als standard erheben. aac dagegen ist ein profil von mpeg4. also standardisiert.

zur kraftwerk-cd:

kopiergeschuetzte audio-cds wie auch dvds darf man doch nach wie vor privat kopieren, fuer neue zusammenstellungen etwa, oder?

@ Rob (Zum Thema G5)

Von: appleking | Datum: 19.01.2004 | #37
Was glaubst Du steht hier in meinem Zimmer rum? ;-)*


dual G5 2GHz (mit manchmal geöffneter Seitentür)

der n-tv artikel

Von: FOX | Datum: 19.01.2004 | #38
ist da schon "eine spur" objektiver..

[url]http://www.n-tv.de/5202145.html[/url]

@ Nico

Von: arne | Datum: 19.01.2004 | #39
"kopiergeschuetzte audio-cds wie auch dvds darf man doch nach wie vor privatkopieren, fuer neue zusammenstellungen etwa, oder?"

Ja, aber wie der Begriff "kopiergeschützt" schon suggeriert: ich bekomme die CD an meinem Mac nicht mal abgespielt, geschweige denn gerippt. das geht bis zum Absturz des Systems.
da ich mir solche CDs normalerweise grundsätzlich nicht kaufe, habe ich auch keine Ahnung von den zu verwendenden Tricks zur Umgehung des Schutzes.

Ich habe die CD nach einem Tip im Internet seinerzeit in Hongkong bestellt, um den Kopierschutz zu umgehen. War leider trotzdem drauf und reklamieren wollte ich in diesem Fall dann doch nicht... :)

Gruss, arne

@ appleking

Von: nico | Datum: 19.01.2004 | #40
"Casemodding ist wohl das schwulste was man mit einem PC machen kann"

weis zwar nicht was du meinst, koennte aber das hier sein:
[Link]

Der SPIEGEL als unabhängiges Nachrichtenmagazin

Von: Terrania | Datum: 19.01.2004 | #41
Niemand ist unabhängig. Das sollte man mal kapieren. In der Jounaille gibt es nur diese oder jene Einfärbung. Der SPIEGEL ist mitnichten objektiv, genauso wie alle anderen. Er gibt es nur vor, während die BILD Zeitung sich gar nicht drum bemüht. Die WAHRHEIT kann man bei uns sowieso NIRGENDS lesen, wer das glaubt, der sollte wieder spielen gehen. Ich mag den SPIEGEL. Allerdings schau ich nichts mehr durch die ROSA BRILLE an, seit ich ein paar SEEEHR alte Ausgaben des SPIEGEL mal durchgeblättern und -gelesen habe (ca. 20-25 Jahre alt). Glaubt mir Leute: Auch der SPIEGEL verzapft sowas von hahnebüchenen Schwachsinn, daß man zumindest drüber Schmunzeln kann, wenn man es aus der zeitlichen Distanz Revue passieren läßt. Und die anderen? Ach ja HITLER-Tagebücher, und was weiß ich noch alles. Und die Annahme, daß eine ANZEIGENABTEILUNG völlig unabhängig von der Redaktion sein soll: Nun, träumt weiter. Manche mehr, manche weniger, aber die Abhängigkeit ist GARANTIERT da. Und nur weil etwas auf SPIEGEL online steht, heißt leider nicht, daß es auch stimmt, oder gar richtig recherchiert ist. Auch beim SPIEGEL gibt es Brotzeitholer. In unserer "WerwirdSuperstar"-Zeit sollte man grundsätzlich ALLES hinterfragen.Denn es sind diese geistigen Tiefpunkte, die in unserem Land seit gut 10 Jahren langsam überhand nehmen. Tut irgendwie nicht gut.

mp3 in aac

Von: Fry | Datum: 19.01.2004 | #42
wie kann man mp3 in aac umwandeln und macht das sinn? soll ja um einiges komprimierter werden.

:-)

Von: Bert | Datum: 19.01.2004 | #43
@terrania: Danke! Ich brauche immer etwas mehr Worte, aber unterm Strich unterschreibe ich alles, was Du da oben gesagt hast. Herzliche Grüße, Bert

@Fry

Von: tomvos | Datum: 19.01.2004 | #44
Doppelte Umwandlung macht keinen Sinn. Die Klangqualität leidet zu stark unter der zweifachen "Verstümmelung". Falls du deine CDs neu rippst, solltest du AAC nehmen - deine bisherigen MP3s dagegen würde ich an deiner Stelle nicht umwandeln.

Thomas

Im Sadomaso-Keller der Musikindustrie

Von: Dunehopper | Datum: 20.01.2004 | #45
... heißt ein weitere Artikel von uns' Holgi. Der ist gar nicht schlecht und zeigt ein wenig Reue :-). Jedenfalls kaum falsches.

[Link]

Aktuelle Ausgabe derWirtschaftswoche :-(

Von: Thabo | Datum: 21.01.2004 | #46
Hallo,
ist zwar nicht ganz im korrekten Thema, aber mir fiel bei der Lektüre der aktuellen Ausgabe der Wirtschaftswoche auf, daß bei einem großen Artikel über die neuesten Trends beim Zusammensetzen von Clusters Apple total nicht erwähnt wurde. Dabei hätten sie doch ruhig über den großen Cluster bei Virginia Tech (oder ist das kein Cluster... Dann, sorry, habe ich mich geirrt...) etwas schreiben können. Als sie über die top-500 Liste schrieben, meinten sie, die ersten 10 auf der Liste seien alle mit Linux betrieben. Ist doch nicht ganz korrekt, oder?
Jedenfalls kommen in dem Artikel die Linux-Cluster sehr gut weg:-)
So, das war Vesöhnliches zum Schluss.

Gruß

Thabo