ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 2781

High Noon in Print City (3)

Mac-Zeitschriften-Showdown - Teil 3: Macwelt

Autor: wp - Datum: 07.02.2004

Rauchende Colts? Ach was, laue Läufe! Kalt sind längst die Kugeln der letzten Folge unserer Reihe von Pro-und-Contra-Stellungnahmen zu den Produkten des deutschsprachigen Mac-Zeitschriften-Marktes (hört sich gut an, das mit dem Markt, nicht wahr - aber bei uns auf dem Wochenmarkt gibt es auch nur fünf Stände ;-). Aber wer geglaubt hätte, das Zeitalter der Pistoleros sei auch bei den MacGuardians nun endgültig vorbei, der hat sich getäuscht. Und so haben sie sich erhoben, Roland und flo, die MacGuardistas und bewährten Plumeros (pluma: spanisch für Feder), denn die Macwelt steht zur Debatte. Und siehe da, kein Duell der nervösen Hände, sondern ein stilvolles Wetteifern nach den Regeln der Kunst: Die Herren gehen zehn Schritte, drehen sich auf das Signal hin um und geben ihre kritischen Anmerkungen ab, so wie Sie es für richtig halten. Eins, zwei, drei, ...

Macwelt Review

Macwelt: Contra
von Roland Müller

Macwelt - "Profi-Wissen für Mac & Publishing"
Und warum ich darauf Kontra gebe

Neulich vorm Zeitschriftenregal... Mein suchender Blick fliegt über die ausliegenden Computerzeitschriften. Ich suche die Handvoll Magazine, die sich dem Mac widmen, insbesondere die Macwelt, die ich mehr oder weniger regelmäßig (ca. jedes zweite Heft) und immerhin seit der allerersten Ausgabe lese. Komisch. Irgendwie scheint sie im Wust der ausliegenden PC-Magazine unterzugehen. Da! Eben habe ich sie entdeckt, halbverdeckt von (nein, den Titel nenne ich nicht). Hm, wieso hat das so lange gedauert? In mir keimt ein erster Verdacht: Vielleicht ist der Titel zu überladen, zu voll, das Design im Umfeld nicht durchsetzungsfähig genug? Trotzdem verlasse ich mit meiner Wochenendlektüre unterm Arm einigermaßen beruhigt den Laden.

2 : 1 für die Redaktion

Vor mir liegt das aktuelle Heft 02/04. Umfang 134 Seiten (inklusive Mantel), davon sind 92 Seiten redaktioneller Inhalt, also rund 68%. Damit kann man eingedenk der angespannten wirtschaftlichen Situation im Magazinmarkt leben. Der Preis hingegen, satte 5,40 Euro, da muss man die inhaltliche Messlatte schon ziemlich hoch legen. Zumal die maue (aber vermutlich umweltschonende?) Papierqualität diesen Preis nicht rechtfertigt.

Entgegen meinen sonstigen Gepflogenheiten steige ich nicht direkt auf eine der Titelheadlines ein, wegen der ich diesmal zugegriffen hatte ("Mac-Markt 2004" und "Noch geheim: Was Apple dieses Jahr vorhat"), sondern fange einfach mal vorne an.

Was mich grundsätzlich und gleich von Anfang an nervt, sind "Steifteile" im Heft wie beispielsweise diese Macwelt-CD gleich nach der Umschlagseite. Ich muss also erstmal das Heft lesefreundlich machen: Messer raus, die eingetütete CD möglichst nah am Bund abtrennen und beiseite legen (wie lange mag es her sein, dass ich das letzte Mal eine dieser Gratis-CDs durchgeschaut habe? Ein Jahr?). Besser. Jetzt kann ich das Heft auch mal umschlagen, ohne dass es CD-bedingt zurückschlägt.

Im Anfang war das Wort

Editorial. Sebastian Hirschs sehr gemessene Worte zum 20-jährigen Jubiläum des Mac. Ein bisserl sehr verhalten. Sehr distanziert und (mit Verlaub) "altersweise". Wo bleibt das Herzblut? Wo bleibt die Leidenschaft? Gleich daneben eine News-Spalte, die Diverses anteasert: Unter anderem ein G5-Festplatten-Montagevideo auf der Heft-CD (löblich!), ein Macwelt-Sonderheft Panther für Profis (sind wir das nicht alle?), die Ankündigung der Live-Berichterstattung von der Expo (hm, gut, ja...) und die Androhung von 5 kompletten Jahrgängen Macwelt (nur auf der Archiv-CD für Abonnenten). Weiter, nächste Doppelseite. Das Inhaltsverzeichnis macht noch einen sauber gegliederten und userfreundlichen Eindruck mit seinen fünf Rubriken - Titelthemen, Aktuell, Test & Technik, Publish, Praxis - daneben einspaltig ProduktFinder, TippFinder und MacweltRubriken. So weit, so gut. Warum direkt eine Seite weiter der Kommentar steht, will sich mir allerdings nicht erschließen. So etwas gehört eigentlich eher auf die letzte Seite, oder? Ach so, dort haust ja schon Stephan Selles "Michel" (und den liebe ich nun wirklich!).

Spekulatius

Danach (und damit dort, wo er hingehört) der Leitartikel zum Mac-Markt 2004. Mit kurzen, übersichtlichen Trend-Checks zu neuen Macs, Prozessoren, Betriebssystem etc.; gefällt mir, befriedigt mich aber nicht ganz eingedenk des vielsagenden Versprechens vom Titel "Noch geheim: Was Apple dieses Jahr vorhat". Denn vieles, was ich hier lese, ist mir längst bekannt. Als Spekulationen, die seit Wochen und Monaten durchs Web geistern. Jawohl, mir als Profi, der ich Profi-Wissen versprochen bekommen habe - denn irgendwo klitzeklein oben auf dem Heftcover steht als Positionierung der MacWelt "Profi-Wissen für Mac & Publishing". Also: dann her mit dem Profiwissen zu Apples noch geheimen Vorhaben! Im Ernst: Es sollte jedem Mac-User, Profi oder nicht, klar sein, dass Cupertino keine Geheimnisse ausplaudert. Warum also diesen Eindruck auf dem Titel erwecken?

Komischer Effekt anschließend. Irgendwie fällt bei mir die Aufmerksamkeit nach diesem ersten Artikel deutlich ab. Die klare Struktur des Inhaltsverzeichnisses scheint sich im weiteren Verlauf des Heftes zu verlieren. Der schmale farbige Rubriken-Kopfbalken schafft es nicht, die Heftgliederung optisch gegen die immer wieder dazwischen geschalteten Anzeigen, die den Ablauf "zerhacken", durchzusetzen. Das könnt ihr doch besser, Macwelt, oder?

Die Rubriken - gut gedacht aber ...

... schlecht gemacht? Teils, teils. Zur Rubrik "Aktuell" hier der Macwelt O-Ton aus deren redaktionellem Profil: "...die wichtigsten Meldungen über neue Hardware, Software und Updates. Hier stehen aktuelle Nachrichten, Hintergrundinformationen, Messeberichte und Trends aus der Macintosh- und Publishing-Szene." - "Die Macintosh- und Publishing-Szene"? Ist das ein Indiz? Und überhaupt: Wozu dieses umfängliche Eingehen auf "Publishing"? Das können andere deutlich besser, PAGE zum Beispiel.

Dito der O-Ton zu "Test & Technik": "... marktabdeckende Einzel- und Vergleichstests von Hard- und Softwareprodukten sowie ausführliche Kaufberatungen für professionelle Zielgruppen und Heimanwender. Ein monatlich aktualisierter Einkaufsführer mit über 60 Produkten enthält die jeweils besten Produkte aus einer Kategorie. Eine eigene Rubrik 'Technik' richtet sich mit Hintergrundartikeln und Know-how-Beiträgen speziell an Profis. Seit Ausgabe 5/2002 gilt Mac-OS X als Standard-Betriebssystem." Ich gebe zu, den monatlichen Einkaufsführer als Orientierung zu den "Best of..." des Mac-Marktes schaue ich mir regelmäßig an, die ein wenig inflationären Tests eigentlich nur, wenn ich mich gerade mit einer konkreten Anschaffung trage. Ansonsten recherchiere ich (wie die meisten Mac-User) eher schnell mal im Internet und nutze dort die Erfahrungen, die andere Anwender bereits vor mir gemacht haben.

An der Rubrik "Praxis" hingegen gibt es nichts zu bekritteln. Sie ist anwendernah, hilfreich gerade auch für neue Mac-User und eigentlich genau das, was man im Anwenderalltag von einem qualifizierten Magazin erwarten darf. Punkt.

Yesterday's Digital Life...

"Digital Life" heißt eine weitere, seit einer Weile neue Kategorie im Heft. Und die nervt mich dann doch. Und zwar gleich zweifach. Ad 1 wegen ihrer unklaren Integration im Heft und ihren Überschneidungen mit den vorgegebenen Rubriken. Ist das nun auch eine Rubrik oder nicht? Und ad 2 wegen ihrer zu kurz gegriffenen Umsetzung. Diesmal geht es um Digitalkameras, MP3-Player und eine weitere Folge des Final Cut Express Workshops (der, siehe ad 1, zugleich in der Rubrik Publish läuft). Ja was nun? Beide Hardware-Vergleichtests bewegen sich (im Gegensatz zum FCE-Workshop) zudem gerade mal auf der Oberfläche. Als ernsthaft Fotografierender orientiere ich mich hier eh bei den gängigen Foto-Fachzeitschriften oder noch fundierter bei dpreview.com. - Was meint das redaktionelle Profil dazu (O-Ton Macwelt): "...neue Rubrik richtet sich an technikbegeisterte Mac-Anwender, die neue Techniken früh aufnehmen und damit arbeiten. Themen sind: Digitale Musik, Video, Foto, Kommunikation und Vernetzung digitaler Endgeräte." Aha. Was soll dann ein Test von marktgängigen DigiCams? Oder dem (mit Verlaub) "alten Hut" MP3-Player? Beides für Early Adopters völlig uninteressant. Bei dem formulierten Anspruch erwarte ich mehr und anderes. Und - ja, auch! - Mac-taugliche Gadgets! Und meinetwegen mal einen Artikel darüber, wie man Lego Mindstorm Roboter via Mac steuert oder generell über Robotikbasteleien unter Mac OS X oder eine Besprechung von Mac-freundlicher Blogging-Software, etc. Dinge eben, die nicht längst schon Mainstream sind. Das "Digital Life" von morgen, nicht das von gestern!

Experiment Pay-Content

Bei all dem Cross-Referencing, das die Macwelt im Vorfeld betrieben hat, habe ich natürlich auch einen neugierigen Blick auf Macwelt Online geworfen und dort speziell auf den seit Mitte 2003 neuen Premium-Bereich. Sicher ein notwendiger Versuch, mit einem Pay-Content-Angebot den Kostenbringer Online-Auftritt zu refinanzieren. Ob das Experiment gelingt, wird sich weisen. Zuviele Magazine sind mit einem solchen Konzept bereits gescheitert. Und sei es am immer noch fehlenden Micropayment-Standard. Die Preise sind zudem nicht ohne. Das Macwelt Online Premium-Abonnement kostet:

  • monatlich (3,50 Euro/Monat, Abonnenten der Macwelt 2,50 Euro/Monat)
  • quartalsweise (9 Euro/Quartal, Abonnenten der Macwelt 7 Euro/Quartal)
  • jährlich (35 Euro/Jahr, Abonnenten der Macwelt 25 Euro/Jahr)

Und was wird dafür geboten? Nun, eine saubere und übersichtliche Gestaltung (meines Erachtens besser und klarer als die der Hefte!), ein persönlicher (konfigurierbarer) Newsticker, Premium-Content in Form von Vorab-Softwaretests, Hardware-Besprechungen, Problemlösungen, hin und wieder eine angenehm launige Kolumne, ein Tipp des Tages (öffnet man den, erhält man zugleich Zugriff auf die vorangegangenen Tipps) und ein ordentliches Download-Angebot (des Tages), in der Regel bestehend aus Shareware, die man sich natürlich auch via Versiontracker etc. ziehen könnte, ein PDF-Archiv, ein monatliches Sonderangebot (Buch in PDF-Form, verbilligte Software oder ähnliches) usw. Ist das zusätzliche 35 Euro pro Jahr wert? Ich denke noch darüber nach...

Hauptsache viel?

Zurück zur Printausgabe. Und nochmal ein paar Zahlen: 10 Software-Tests, 26 Hardware-Tests. Die schiere Menge täuscht darüber hinweg, dass es in der Regel der Fälle sehr kurze Ein- oder Zweispalter sind. Überhaupt: Technik, Technik, Technik. Besteht die Welt des Mac nur aus Technik? Wenig Hintergrundinformationen, kein Trend-Scouting, keine Reportagen aus neuen, heißen Softwarehäusern, keine Interviews, keine Buchrezensionen. Zumindest ist dafür keine Rubrik vorgesehen...

Die Macwelt des Jahres 2004 lässt mich insgesamt merkwürdig unbefriedigt zurück. Das war nicht immer so. Auch wenn ich zugeben muss, dass ich vielleicht vor Jahren aufgrund meiner Begeisterung darüber, dass es hierzulande endlich ein Pendant zur US-amerikanischen MACWORLD gab und ich mir deren (teures!) Abonnement sparen konnte, über den damals womöglich noch konservativeren, noch langweiligeren Look & Feel der Macwelt hinweg geschaut habe. Da hat sich seitdem doch einiges zum Besseren gewandelt. Aber noch nicht genug!

Mehr Herzblut bitte!

Ansonsten bleibt die Frage (siehe oben): Wo ist die Leidenschaft? Wo ist das Herzblut? Verbunden mit der Empfehlung, ein bisserl mehr an Kerngeschäft und Kernzielgruppe zu denken und nicht für jeden alles liefern zu wollen. Denn soviel scheint mir offensichtlich: Die Macwelt versucht vor allem die Breite der Mac-Themen abzudecken und überdehnt den Bogen dabei zu Lasten wünschenswerter Tiefe. Felder, die andere bereits qualifiziert bedienen, kann und darf sich die Macwelt durchaus schenken. Niemand muss das Rad ("Publishing"!) neu erfinden. Auch die Macwelt nicht. Größere Tiefe in der Berichterstattung hingegen ist etwas, mit dem man sich im Markt der Mac-Printmagazine gegen den Wettbewerb (und auch gegen die alternative Informationsquelle Internet!) deutlicher differenzieren könnte. Das vermisse ich im Mac-Printmarkt generell. Und bei der Macwelt ganz besonders. Einfach weil sie eigentlich von Herkunft und Resourcen her das Zeug dazu hätte. Und um das klarzustellen: missen möchte ich sie im eh engen Markt der Mac-Magazine nicht!

Subjektivissimo - mein Fazit

Mein ganz subjektives Fazit also: Die Macwelt will die eierlegende Wollmichsau unter den Mac-Printmagazinen sein. Und das ist weder zu schaffen noch im Sinne des Lesers. Weniger wäre hier wirklich mehr. Weniger Hardwaretests, dafür mehr Hintergrundinfos (auch qualifiziert technische!), Interviews, Buchbesprechungen, Reportagen (ich wiederhole mich!), visionäre Tools und Gadgets, eben einfach mehr Mac-"Welt" ! Dann klappt’s auch mit den (Markt-) Nachbarn ;-). Und ich könnte mich vielleicht zu einem Abonnement verführen lassen...

Nachtrag 1: Bei aller gebotenen Kritik, im Vergleich zur redaktionellen und Layout-Qualität der Mehrheit der PC-Magazine schneidet die Macwelt sehr gut ab, ebenso wie die anderen Player im kleinen Markt der Mac-Printmedien. Es ist eben alles relativ.

Nachtrag 2: Wieso eigentlich gab es im aktuellen Heft anlässlich des 20-jährigen Mac-Jubiläums nicht eine ausführliche Darstellung der Mac-Geschichte über diesen Zeitraum, vielleicht inklusive Würdigung der Tops und Flops der 20 Jahre? Hätte allemal mehr Sinn gemacht als eine Cross-Reference auf die eigene Online-Ausgabe. Wie spannend man das Thema hätte aufbereiten können, demonstrieren die aktuellen Hefte von MACWORLD oder MacAddict. Mit Links und Quellen hätten wir jederzeit gerne aushelfen können. ;-)

Nachtrag 3: Nachdem ich gerade diesen erschreckenden Artikel von Hermann Gfaller bei Telepolis gelesen habe, hoffe ich doch, dass Mac-Printmagazine im Umgang mit der Industrie gegenüber dem beschriebenen Trend zum Distanzverlust resistent waren, sind und auch bleiben. Es liegt bei uns als ihren Lesern, ihnen dabei den Rücken zu stärken. Oder in denselben zu treten!


Macwelt: Pro
von flo

Für mich ist die Macwelt so etwas wie die ARD der Mac-Zeitschriften. ARD schaue ich so unregelmäßig wie ich einen Blick in die Macwelt werfe, die ARD gab es auch schon irgendwie immer, und selbst wenn es einem beim Anblick der GEZ-Abbuchungen durch den Kopf schießt "Mann, was brauch ich das denn eigentlich?", fallen einem nach kurzer Zeit dann doch so manche Dinge ein, die man ziemlich missen würde. OK, zugegeben, der Vergleich hinkt an allen Ecken und Enden, aber zum einen steckt schon ein Körnchen Wahrheit drin, zum anderen liefert es mir einen guten Einstieg in das Argument, welches recht oft zu hören ist, ich aber als erstes widerlegen möchte:

Die Macwelt sei altbacken. Mag sein, dass sie das mal war. Ich erinnere mich (ich versuche es ;) an die Anfänge meiner Mac-Zeit, wo ich - natürlich! - zur Macwelt kam. Ich weiß nicht mehr recht wieso, aber ich war kein besonderer Fan. Im Laufe der Zeit hat sich aber (etwa im Gegensatz zur ARD? ;) einiges geändert. So finde ich beispielsweise das Layout sehr gelungen. Die Textspalten haben die perfekte Breite, die Schrift(größe) ist angenehm, die beiden "halben" Randspalten bieten einen guten Platz für Kurz-Infos und werden auch überaus gut genutzt, wie ich meine. Bilder werden nicht immer starr ins Raster gepackt, sondern sinnvoll und abwechslungsreich platziert - und selbst wenn sie sich im Raster befinden: Dieses Raster ist eben sehr gut gewählt und erzeugt ein sehr angenehmes Gesamtbild - für mich sogar noch einen Tick besser als das der MacLife.

Auch sprachlich finde ich den Stil der Macwelt inzwischen sehr ansprechend, was natürlich in noch stärkerem Maße als das Layout Ansichtssache ist. Von mir aus könnte es gerne noch mehr Richtung MacLife gehen, die ich das letzte Mal dafür schon gelobt hatte, aber das Zielpublikum ist eben auch ein anderes, daher geht das voll in Ordnung. Vor allem merkt man der Macwelt an, dass sie einem größeren Verlag entspringt als die "rebellische" MacLife - man hat anscheinend ein Lektorat. ;)

Ein weiteres (Vor)Urteil gegen die Macwelt (allerdings auch gegen fast alle Mac-Zeitschriften) ist deren allzu freundliche Gesinnung gegenüber Apple. Ich habe extra noch einmal einige Hefte des letzten Jahres quergelesen - und muss sagen, dass das in dieser Deutlichkeit nicht (mehr) der Fall ist. Klar lesen sich einige Einleitungen und Formulierungen wie Freudengeheul über den besten Mac/Computer aller Zeiten, aber hey! Ist der Mac nicht genau das? ;) Liest man sich die Berichte und Tests zu neuen Modellen aber einmal ganz durch, so findet sich schon auch so manche Kritik. Dazu fällt mir etwa der Test der Aluminium-PowerBooks ein (Heft 12/03), in dem das 12-Zoll-Modell ebenso wie das kleinere 15-Zoll-Modell nicht wirklich gut abschnitten und eins auf den Deckel bekamen. Auch der kleine G5 (10/03) wurde mit den Worten "im Grunde kaufen sich Mac-Fans momentan einfach nur einen etwas schnelleren G4" alles andere als in den Himmel gelobt. Wo man aber - um auch ein Gegenbeispiel zu nennen - vielleicht eine Apple zugeneigte Subjektivität erkennen kann: In Heft 02/04 wurden MP3-Player getestet, unter anderem auch der iRiver iHP-120. Im Verlauf des Textes wurden einige Vorzüge dieses Players genannt, gerade gegenüber dem iPod, letztendlich landete er aber doch nur auf Platz 2 hinter "der Heimmannschaft" - irgendwie war das nicht ganz nachvollziehbar. Nichtsdestotrotz sollte man diesen Test mal der ComputerBild schicken... ;)

Prinzipiell zu den Tests: Die sind schon lange nicht mehr so unqualifiziert, wie man ihnen gerne nachsagt - meines Erachtens. Um noch einmal den PowerBook-Test heranzuziehen: Dieser machte auf mich den Eindruck, dass da wirklich jemand mit den Geräten gearbeitet hat und nicht einfach nur drei Benchmarks darüberlaufen ließ. Die Testsuite (im Internet beschrieben) ist ausgewogen, so dass die Ergebnisse durchaus praxisrelevant sind. Im Falle des PowerMacs habe ich zum Beispiel nur bei der Macwelt gelesen - und ich habe so manchen Testbericht gelesen - wie laut ein G5 denn werden könnte (künstliche Unterbrechung des Luftstroms), neben den sonst üblichen gemessenen Werten unter Normalbedingungen.

Vom Aufbau her unterscheidet sich die Macwelt kaum von anderen Zeitschriften wie der MacLife oder anderen, wenn auch die Gewichtung etwas anders ist. Am Anfang gibt es die üblichen News, die jedoch weit mehr Platz einnehmen als etwa in der MacLife. Dort hatte ich gerade diese Kürzung an News positiv hervorgehoben. Jetzt werde ich auch den höheren Umfang in der Macwelt positiv bewerten. Schock schwere Not, wieso? Zum einen, weil ich die Bandbreite als größer empfinde - so fand ich in den letzten Ausgaben einige News, die mir trotz recht umfassender Internet-Leserei entgangen waren. Möglicherweise hat die Macwelt eine viel größere Streuung in ihrer Zielgruppe als etwa die MacLife, so dass auch die Nachrichten breiter gestreut sind. Zum anderen glaube ich, dass die Zielgruppe der Macwelt weniger "Internet-News-Junkies" enthält (wie ich einer bin und wahrscheinlich unter den Lesern der MacLife es einige sind, was deren Redaktion wiederum - zu Recht! - dazu bewogen hat, diese Sektion zu straffen). Mit demselben Anspruch räumt die Macwelt diesem Bereich aber eben mehr Platz ein - ebenfalls zu Recht.

Software- und Hardware-Tests/Vorstellungen gibt es wie in anderen Zeitschriften in unterschiedlicher Ausführlichkeit, wobei ich in Sachen Umfang (Anzahl der Vorstellungen) die MacLife etwas favorisiere (man verzeihe mir die häufigen Bezüge zur MacLife, aber sie ist die Mac-Zeitschrift, die ich am regelmäßigsten und längsten lese, mit weitem Abstand noch vor der Macwelt). Die Mischung finde ich alles in allem aber prima, sowohl was die Art der Software angeht (für mich als "Publisher" ist natürlich die gleichnamige Sektion sehr willkommen) als auch das Mischungsverhältnis von langen zu kurzen Artikeln. Sehr nützlich finde ich in der Randspalte den Hinweis auf "Alternativen". Bei Programmen aus Bereichen, die mir eher fern liegen, sehr hilfreich, um sich gegebenenfalls auch zu anderen, ähnlichen Programmen zu informieren. Das hat - imho - keine andere Zeitschrift in dieser Form.

Einen vielleicht nicht gerade kaufentscheidenden, aber sehr unterhaltsamen Faktor hat die Macwelt in Person von Stephan Selle (alias "Michel"), der aus der "Konkursmasse" der im letzten Sommer verstorbenen MacProfiler (*schnüff*) zur Macwelt gewechselt ist. Seine Kolumnen sind einfach der Renner, ich könnte mich jedesmal kugeln. ;)

Was ich für gut gelungen halte, ist die Integration des Web-Angebots. Nun ist das Angeben von "Webcodes" (also Nummernkürzel, die zu einer bestimmten Webseite führen) sicher nicht die Innovation des Jahrzehnts (welche Zeitschrift nutzt das nicht?), aber ich finde, sie werden auch intelligent eingesetzt. So werden bei Tests beispielsweise ab und an die Teile der Testergebnisse aus dem Heft verbannt, die für das Geamtbild nicht allzu wichtig sind und wahrscheinlich nur wenige interessieren. Auch die Testbedingungen zu Hardwarebeurteilungen werden via Webcode ausgelagert - das könnte die c't öfters praktizieren, denn da könnte ich mittlerweile wahrscheinlich schon einen Großteil der Monitor-Testkriterien vortragen. ;)

Womit wir beim letzten - umstrittensten - Punkt angelangt wären: Das Premium-Angebot der Macwelt. Und möge man mich vierteilen und rädern, aber ich finde das nicht verwerflich, sondern - naja, zumindest mutig. ;) Denn dass sie sich den Unmut vieler User zuziehen würden, wenn man Teile des Internetangebots nur kostenpflichtig anbietet, das dürfte der Macwelt klar gewesen sein. Auch dass man sich gegen eine riesige Mehrheit behaupten muss, die Vergleichbares weiterhin umsonst anbietet, muss man nicht betonen. Ich selbst habe noch gegen Ende des letzten Jahres ein Konzept durchgelesen für ein kostenpflichtiges Angebot für Publisher (in ganz anderen Preisregionen als die 2,50 der Macwelt) - Pioniere bewegen sich immer auf dünnem Eis, vor allem wenn man sich anschickt, solche heilige Kühe wie das "Immer-und-Überall-Kostenlos-Internet" zu schlachten.

Ich möchte gar nicht so sehr auf die Ausführung des Konzepts eingehen - in vielen Bereichen scheint mir das noch etwas unausgegoren und insgesamt würde ich mir da noch mehr zusätzlichen Nutzen wünschen - aber schließlich bin ich ja auch Kunde und will damit prinzipbedingt schon immer mehr als aus wirtschaftlicher Sicht zumeist machbar. ;) Den größten Vorteil des Premium-Angebots sehe ich in dem frei verfügbaren PDF-Archiv, das die Artikel seit 1995 enthält - finde ich persönlich sogar besser gelöst als die CD-Lösung der c't.

Ich möchte vielmehr den Gegnern des Premium-Angebots vorhalten, dass hier geschrien wird, bevor es überhaupt weh tut. Denn das Angebot auf den Macwelt-Seiten ist immer noch sehr groß, Teile des Premium-Angebots (Vorab-Tests) kommen später eh in die Druckausgabe und gerade das Archiv ist anderswo auch nicht kostenlos. Nimmt man hinzu, dass es Verlagen in den letzten Jahren sicher nicht besonders gut ergangen ist (auch oder gerade solch großen wie der IDG), sollte man solchen Vorstößen durchaus Verständnis entgegen bringen. Zudem ja dem Nutzer nicht wirklich ein Schaden entsteht.

Ein Fazit? Die Macwelt ist eine solide Zeitschrift, die möglicherweise einen schlechteren Ruf hat als sie verdient. Denn das Layout ist hervorragend, die Tests sind ausgewogen und nachvollziehbar, die Mischung der Themen deckt einen weiten Bereich ab - und Michel ist unschlagbar. Vielleicht ist es der "weite Bereich" der der Zeitschrift zu schaffen macht - denn einem "Consumer" (wie auch immer sich dieser so genau definiert) würde ich vielleicht auch an erster Stelle die MacLife empfehlen. Andererseits: Mit der Macwelt macht man einfach nichts verkehrt - was sie der ARD ganz eindeutig voraus hat ;)

Kommentare

Fairer Test

Von: macixus | Datum: 07.02.2004 | #1
Ich war sehr gespannt auf euren Macwelt-Test und ein Review des "Premium"-Angebots und war schon - als "alter" Macwelt-Fan - drauf eingestellt, ein wenig dagegen "anstinken" zu müssen.

Aber:
nichts da. Alle Pros und Cons sauber dargestellt und begründet. Danke also fürs Arbeit sparen. ;-)

Man, ihr geht ja ganz schön in's Detail.

Von: Marvin | Datum: 08.02.2004 | #2
Bei mir hat sie schon versagt, das sie keinen "Inhalt" hat. Für das Abdrucken von Pressemeldungen (Test) will ich kein Geld ausgeben -- zumal das ja auch alles schon bekannt ist.

macmagazin

Von: kingkiss | Datum: 08.02.2004 | #3
ich finde die macwelt ist die langweiligste mac-zeitschrifft. die beste die es je gab war das macmagazin! das super heft wurde dann leider ins macup integriert und futsch war alles tolle. schade. das macmagazin habe ich immer beim zeitungshändler mit spannung erwartet. heute lese ich die alternative. die maclife. letztendlich steht ja in allen mac-zeitschriften das gleiche drin. kann sein, daß ich es etwas eindimensional sehe - aber das ist in diesem fall ok - tuhe ja keinem weh ;-)

web - premium-angebot

Von: leiki | Datum: 08.02.2004 | #4
Dass man heute ein Internet-Angebot nicht immer kostenlos machen kann, verstehe ich. Dass man aber auch bei langjährigen Abo-Käufern, die ja schliesslich die Macwelt und alles drum herum mit finazieren, Geld verlangt, finde ich eine Frechheit. Zumal bei dem Angebot, was sich im Heft und auf der CD wiederspiegelt.

Sehr gute Darstellung - danke!

Von: Michael Kummer | Datum: 08.02.2004 | #5
Sowohl Contra wie auch Pro fand ich sehr gut dargestellt. Ich habe Macwelt von Anfang an als Abo und lese sie immer noch gerne, obwohl ich täglich die einschlägigen Internetseiten auf dt und e abklappere. Sicher, das meiste weiss man schon, aber am Klo liest sich die Macwelt einfach besser als ein Computer...
mk

Die MacWelt...

Von: RollingFlo | Datum: 08.02.2004 | #6
...gibt vor, mehr zu sein, als sie ist, und das ist wohl das Schlimmste.

Gut, einiges kann man gebrauchen, aber vieles ist für die Katz. Selbst wenn man nicht die Macseiten absurft und auch keine anderen IT-Zeitschriften abonniert hat, helfen einem viele Artikel nicht weiter. Teilweise wird auch die Grenze zur Lächerlichkeit durchbrochen, wenn groß geworben wird "so sparen sie bares Geld" und am Ende wird empfohlen, doch einfach den günstigeren Drucker zu kaufen. Realsatire?

Einen Terminal-Lehrgang finde ich auch ganz wichtig, nur kommt dieser hier viel zu spät. Es ist wohl der zehnte, der dem Leser erklärt, was cd und ls bedeutet, aber warum man das Terminal für solch simple Sachen überhaupt benutzen soll? The power of Unix - hier findet man nichts dazu. Also doch Buch kaufen - somit sind diese Art Artikel gut gemeint und das war's dann auch.

Ein Bekannter von mir ist Abonnent und so konnte ich gestern schon die neue Ausgabe durchblättern. Wenigstens dieser "Halbdeckel" ist jetzt weg.
Hurra, eine Telefonbuch CD! ;) Naja, okay, es gibt schlimmeres, vermute ich...
Wie zu erwarten riesige Berichte zu SF und iLife. Kann ich hier irgendwas lesen, dass ich noch nicht weiß? Nein. Könnte der bisher uninformierte Maccie darauf seine Kaufentscheidung gründen? Hmm. Wenn es um 49€ geht wahrscheinlich schon, aber bei größeren Anschaffungen?
Das führt mich zum Test der deutschen Version von Photoshop CS. Der geht wohl in Ordnung, nur wird mir dieser Hype zuviel. Ich gebe zu - eine persönliche Sache.

Da hat man noch einen lusitgen Workshop für "Zeichnen in Photoshop". Also, ich weiß natürlich, dass viele Designer das wirklich so machen - und was bin ich froh, dass ich jetzt andersweitig tätig bin. ;) Denn jeder Normalmensch würde einfach Holzstifte nehmen und das ganze wäre dreimal schneller und einfacher. Nur dann könnte man ja in einem Computerheft nicht drüber schreiben...

Der Abschuss sind wohl die Leserbriefe, in deren Auswahl sich der krampfhafte Versuch widerspiegelt, uralte Debatten wieder anzuheizen. Das das auch anders geht, zeigt nicht nur c't, in der ich gerne die Leserbriefe lese, weil sie ofmals zusätzliche Informationen enthalten oder auch nur interessante Meinungen.

Also, manch Gutes, viel Überflüssiges und Vereinfachtes. Das Hauptproblem scheint zudem die fehlende Philosophie hinter dem Blatt zu sein.

Insgesamt ist die MacWelt meiner Meinung bei Euch zu gut weggekommen, sehe ich mr die anderen Shootouts an. Ja, ein Lektorat haben sie, aber null Charme und wenig Sinn.

Es hat Alles

Von: johnson | Datum: 08.02.2004 | #7
seine Vor und Nachteile... Ich kaufe mir jeden Monat 2 Mac Zeitschriften, MacWelt und MacLife, (sowie die ct) weil ich gerne durch 'richtige' Seiten blaettere. Mir ist da aufgefallen, dass
1. Die ct oftmals ausfuehrlichere Testberichte bringt als die Mac Magazine
2. MacLife und MacWelt Testberichte manchmal nicht mehr sind als Hardware-Feature-Beschreibungen sind, und dazu noch recht kurz
3. ich genau wie beschrieben auf die CD in in jedem Heft verzichten kann und immer noch nach einer Anlaufstelle fuer meine Kisten voller Heftbeilagen-CDs Ausschau halte
4. Man sich auch den Kleinanzeigen Teil langsam schenken sollte (Wer bezahlt eigentlich die Wunschpreise, die dort gefordert werden - laecherlich!)
5. Die Profi Tips eher Einsteiger Tips sind. Da ist mir Seite wie "MacOSXHints.com" nun wirklich lieber, DAS sind Profi Tips!
6. Ich lieber ein Sonderheft ueber FinalCutExpress oder andere Themen kaufen wuerde als auf Teil 3,4,5,6,10 der Reihe in den naechsten Ausgaben warten muss.
7. Ich auch lieber Geschichten und Hintergruende aus der Apple-Welt lesen wuerde, weil ich das immer spannend finde.
Na es faellt mir bestimmt noch mehr ein!Abgesehen davon moechte ich mein PowerBook nicht umbedingt mitnehmen auf das 'Stille Oertchen'!
Uebrigens, das mit der schlechten Rechtschreibung und den Tipfehlern in der MacLife finde ich auch heftig! Wenn ich hier einen Kommentar zusammenschreibe mit ein paar Fehlern, ist das ok, aber dafuer zahlt auch keiner was ;-)
So, noch einen schoenen Sonntag, ich gehe jetzt Macwelt lesen..... Johnson

Premium Angebot?

Von: timo | Datum: 08.02.2004 | #8
Ich frage mich, warum ich die Macwelt als Zeitschrift noch kaufe.
Lesen kann man das nicht mehr, da dort nur blah blah blah steht.
Ich bin auch Premium-Nutzer, aber wofür muss ich bezahlen?
Für die Dell-Werbung?
Wenigstens hat es sich gegen Jahresende etwas gebessert.
Die aktuelle Monatsprämie ist aber auch noch nicht online.
Wird wohl wieder 10 Euro-Gutschein für eine Bestellung sein.
Man kann doch mehr machen.
Wenigstens haben sie ein paar Leserbefragungen am start, aber ändern wird sich nichts.
Schade!
Wie wäre es mal mit Workshops, aber anders als im Heft.
Montag: GoLive/Dreamweaver
Dienstag: Acrobat/...
Mittwoch: Terminal und Co.
Donnerstag: iLife
Freitag: Programmieren/Office und Co.

Dazu eben noch die nötigen Beispiel-Files als Download.

Und sucht euch bitte mal andere Werbepartner,
ich weiß dafür ist PC-Welt zuständig.
Dell ist einfach uncool!

Letzter Teil?

Von: Michael | Datum: 08.02.2004 | #9
Eine allgemeine Frage zu dieser "Testreihe". Dies soll der letzte Teil sein. Wenn ich nichts verpasst habe, dann war Teil 1 macnews paper, Teil 2 die Maclife und hier der letzte Teil Macwelt. Und was ist mit der MacUP?

Webangebot und Zeitungsinhalt

Von: Donald Townsend | Datum: 08.02.2004 | #10
Ich möchte mich Albatross in der Beurteilung des Webangebots zumindest in großen Teilen anschließen. Vieles, was da als Bezahl-Content angeboten wird, gibt es an anderer Stelle umsonst. Früher nervte mich am Webangebot, dass es sehr oft den Inhalt des Magazins vorwegnahm. Als regelmäßiger Macwelt Newsletter Leser folgte ich vielen der dort verlinkten Artikel, die ich dann auch gerne las. Nach einiger Zeit fiel mir dann aber bei der Lektüre des Magazins auf, dass ich den Inhalt der dortigen Artikel oft aufs Wort genau schon einmal gelesen hatte.

Die Macwelt war für mich als User aus der PC Welt eine Einstiegshilfe. Viele der Grundlagen, die ich benötigte, um mit anfangs OS 9 und dann OSX zu arbeiten, konnte ich dort finden. Ich lese diese Zeitschrift auch heute noch als Abonnent, musst aber auch feststellen, dass sie mir heute weitaus weniger zu bieten hat, als in den ersten beiden Jahren.

Ich denke, in ihrem Mix, versucht dieses Magazin wirklich ein zu beites Spektrum an Leserschaft zu bedienen.

es geht weiter, keine sorge

Von: Bert | Datum: 08.02.2004 | #11
Keine sorge, es geht weiter: wir haben da noch die MacUP und dann haben wir vielleicht noch Lust auf andere empfehlenswerte printmedien...c´t oder so....page....oder wir hauen uns überhaupt querfeld durch die büsche und rezensieren hier zeitungen, magazine und spenden jenen lob, denen man nicht genug davon spenden kann: brand1, nzz folio und anderen....mal sehen. Aber die MacUP ist versprochen! Gruß, Bert

mehr!

Von: zuqbu | Datum: 08.02.2004 | #12
eure reihe darf sich weiterhin mit dem prädikat "wertvoll" schmücken :)

und wer vermisst nicht das macmag? :)

@Bert

Von: jamesp.Sullivan | Datum: 08.02.2004 | #13
ganz klar. nach der MacUp muss die page ran. die widmet sich zwar nicht gerade dem Mac an sich, würde mich aber trotzdem interessieren, wie sie in eurer Rezension so abscheidet.

PAGE geht klar

Von: Roland | Datum: 08.02.2004 | #14
Ich werde wohl den Pro-Part übernehmen – als PAGE-Abonnent seit der Nullnummer ;-)

Gähn.......

Von: Locutus.v.Borg | Datum: 08.02.2004 | #15
n/t

Ich hatte MacUp, Macwelt, Maclife, Macnews und die c´t im Abo...

Von: Elmar | Datum: 08.02.2004 | #16
und zwar alle gleichzeitig. Eine Zeitschrift mußte dran glauben und die Wahl war weniger eine Qual, als ich dachte: Macwelt wurde gekündigt. Ich habe nicht den Eindruck, daß mir seitdem etwas fehlt. Demnächst wird wohl die MacUp noch dran glauben müssen.

Alle bieten dasselbe

Von: Thorsten | Datum: 08.02.2004 | #17
Super Test.
Leider sind die Mac-Zeitschriften alle nicht so doll. Die Tests sind ok, wenn auch nicht überragend. Da sich alle +/- auf DigitalLife spezialisieren, ist der Inhalt meistens vergleichbar. MacUp finde ich persönlich besser, weil die Berichte im Gegensatz zur Macwelt ausgewogener und nicht so kurz sind.
Wo sind die Berichte über den Einsatz von Macs in Schulen? Wer schaut Apple Deutschland mal kräftig auf die Finger, wie sie sich engagieren? Meines Erachtens müssten die Einsatzgebiete der Macs besser herausgestellt werden, um mehr Werbung für die Plattform zu machen. (Richtet sich ja auch an potentielle Macwelt, MacUp, Macnews, Maclife-Kundschaft.) Mehr Einsatz für Bildungsprogramme: "Bundeszentrale für politische Bildung" berücksichtigt den Mac kaum. Warum? Brockhaus multimedial fehtl. Warum? usw. usw.
Einsatzgebiete gibt's viele!

Thorsten

Was will denn der vom Kollektiv schon wieder?...

Von: Fehler 11 | Datum: 09.02.2004 | #18
Mehr Sauerstoff ???

Genug OT: Ich lese die Macwelt sei 1997 und bin schon oft genug kurz davor gewesen, das Abo zu kündigen, weil ich über das Gebotene so sehr erzürnt gewesen bin. Entweder steht garnix (Apples geheime Pläne) drin oder MÜLL <- !!! Jedes einzelene Pamphlet von Herrn S. Hirsch ist ein solcher Pfuhl des Misstrauens und des Unwohlwollens gegenüber der Mac-Plattform, dass man meinen könnte, er selbst sucht aus 2.000 positiven Leserbriefen die einzigen fünf heraus oder ER SELBST SCHREIBT SIE ALLE !!!

Und im Forum der kleinen Grünen nennt er sich wahlweise iMob oder El Vaubeh.

<oslo>Denk' mal drüber nach</oslo>

macwelt abbestellt => neu c't. macmagazin war am besten!!!!

Von: swissapple | Datum: 09.02.2004 | #19
für mich ist die c't die best recherchierte zeitschrift mit objektiven berichten!
macmagazin war optisch super, aber die macwelt hat ausser dem brenner-patch prog. NICHTS zu bieten!

seit macmagazin...

Von: Yian | Datum: 09.02.2004 | #20
...lese ich einfach keine MAC-magazine mehr. Mir reicht die ct und das www vollkommen.

Ich bin geheilt!

Von: der.gallo | Datum: 10.02.2004 | #21
Seit dem die Macwelt es verpeilte ein G5-Test zeitgemäß abzuliefern bin ich von diesem Schmutzblatt weg. Da will man uns erzählen was Apples Geheimnisse sind und ist nicht in der Lage ein G5 zu testen, der bereits einen Monat zuvor von zahlreichen PC-Blättern gecheckt wurde.
Sinnvolles, wie z.B. der Leistungsvergleich zu ältern Systemen, wo man sehen konnte wo man mit seiner Möhre steht, nahm man kurzfristig aus dem Programm. Anscheinend hatte da jemand etwas zuviel Arbeit mit der Pflege.

Neues Mac-Magazin gesichtet… ;-)

Von: Simone | Datum: 29.02.2004 | #22
Heute, am 29. Feb. 2004 habe ich ein neues Macmagazin gesichtet: iCreate (www.raptor.de glaube ich… ) Ist kein Aprilscherz (zu früh), ist es eine Halluzination? Seltsam alle mal…

Sorry, war offtopic, but I couldn´t not tell you… ;-)

Zu Hohe Erwartungen, schlechte Recherche!

Von: macmacmac | Datum: 05.03.2004 | #23
was apple nicht bietet sollen die Zeitschriften bieten, oder was?

Wer hört schon auf macguardians..

Realsatire: 802.11g-DSL-Router-Test

Von: Simone | Datum: 16.03.2004 | #24
Testsieger eine Schrottgurke für 100 Euronen :-(
Arbeiten die auch mit 10.3.x oder nur mit 9.x???
Qualitätstipp: Zyxel für 390 Euronen, fast doppelt so teuer wie die Airport Extreme Basisstation. Da schüttelt man sich vor Lachen.
Dritter Platz? Netgear INkompatibel mit Airport Extreme. Cool. Boah, legt ihn tiefer, ganz tief. Hilfe sage ich da nur. Echt arm.

Ein Xserve G5 Test wäre toll, aber mit c´t-Niveau. Nicht so ein Murks wie der letzte G5-Test.

Nee, Jaguar-Spezial Ende September :-((

Von: Ralf | Datum: 16.03.2004 | #25
>Einen Terminal-Lehrgang finde ich auch ganz
>wichtig, nur kommt dieser hier viel zu spät. Es
>ist wohl der zehnte, der dem Leser erklärt,
>was cd und ls bedeutet, aber warum man das
>Terminal für solch simple Sachen überhaupt
>benutzen soll?

Full ACK Rolling Flo. Unter aller Kanone der Terminal-Artikel. Und dann noch über 10 Folgen. Zum Einschnarchen.

Oder das Jaguar-Spezial Ende September, drei Wochen bevor Panther im Oktober kam. Entweder layouten die ewig dran oder tippen das an einer Lisa?

Die könnten mal einen Zahn zulegen…
… schneller und besser. Aber ob es was ändert?

MacWelt ade

Von: ecco | Datum: 16.03.2004 | #26
nach acht oder neun jahren macwelt-abo habe ich letzte woche endlich gekündigt. die letzten jahre hat mich eh nur noch die heft-cd gehalten. seit ich dsl-flat habe, brauche ich die cd auch nicht mehr.
inhaltlich gingen mir die "geheimen pläne von apple" artikel (u.ä.) nur noch auf die nerven, die sich jedes jahr wiederholten und entweder binsenweisheiten enthielten oder werbetexte waren.
jetzt lese ich stattdessen die c't und hole mir die sonstigen tipps von den einschlägigen webseiten (macosxhints, macintouch, etc).
das schönste an der macwelt war eigentlich, dass man zB. mitte november schon immer das januar-heft in der hand hielt :-)

Terminal-Kurs & die "geheimen pläne von apple"

Von: Daniel | Datum: 16.03.2004 | #27
Genau ecco! Yeap, its right! Die "geheimen pläne von apple" gibt es zum Glück nur einmal im Jahr.
Voll nervig, weil banal find ich auch die nimmer enden wollende simple Terminal-Serie von Volker Riebartsch. Hoffentlich bleibt uns das mal erspart. :-((

Terminal-Workshop verzichtbar… ;-((

Von: Winfried | Datum: 17.03.2004 | #28
@ Daniel, Ralf und ecco

Auf den Terminal-Workshop for Dummies in der Macwelt könnten die echt mal verzichten. Und was geistreicheres bringen. Ich kann man mein Verzeichnis auch ohne "cd" wechseln.
Aber es gibt Dinge, die kann man nur im Terminal und nicht im Finder, z.B.:

su root
prebinding_update -root / -force

usf.

Ciao ;-)