ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 2804

Ist Microsoft Office überbewertet?

We don´t link to microsoft.com

Autor: bh - Datum: 16.02.2004

In der Online-Ausgabe der österreichischen Tageszeitung "Der Standard" ist ein kritischer Beitrag zu Microsoft Office zu finden - erstaunt uns das? Wer schon ganz oben ist, bemüht sich selten, und so ist Microsofts Office-Paket aus meiner Sicht einfach bodenlos mittelmässig. Wie aber ein gewisser Pixelmeister aus Deutschland einmal weise sagte: "there is nothing more obscene than mediocrity". Vielleicht möchte jemand abstimmen, wie er M$ Office findet? Ja klar, aus Plattformsicht ist es total wichtig, dass es Microsoft gibt....wir tun Apple da jetzt überhaupt keinen guten Dienst....blablabla......wir sind übrigens nicht dazu da, um irgendwem einen Dienst zu tun. (Okay, abgesehen von "serving the community".) Wer braucht eine Alternative zu Microsoft Office, die tadellos mit allen gängigen Formaten umgehen kann? "Wieso ist das jetzt da drüben, wo es doch am Bildschirm noch so ausgesehen hat?" Diese Frage gehört mit Ragtime endgültig der Vergangenheit an, und abgesehen von seiner betörenden Funktionalität ist es - für nichtkommerzielle Anwender - gratis. Es gibt eine gewisse Lernphase, die man nicht überspringen kann, aber echtes WYSIWYG muß das wert sein. Layout-orientierte Textverarbeitung ist eine Freude, und es soll ja Leute geben, die ihre Briefe in XPress schreiben...

Kommentare

IBM arbeitet an Linux-Version für Microsoft Office

Von: Karl Schimanek | Datum: 16.02.2004 | #1
[Link]

M$ bekommt es wohl langsam mit der Angst zu tun :D

Briefe schreib ich mit....

Von: Fontelster | Datum: 16.02.2004 | #2
...XPress! Und zwar Version 3.3! Und das ist gut so!

RagTime

Von: overdoze | Datum: 16.02.2004 | #3
Ist der absolute Hammer...dabei noch im Funktionsumfang reicher als M$, zu Office absolut kompatibel und sehr einfach zu bedienen.

Und dabei noch kostenlos... :-)

Jeder der RagTime nicht auf dem Rechner hat sollte sich jetzt erstmal 5 Minuten in die Ecke stellen!

Also zu MS Office muss ich...

Von: jochen | Datum: 16.02.2004 | #4
mal sagen dass es etwas vergleichbares wie Excel meines Wissens nicht gibt.

Ich frage mich manchmal immer, ob diejenigen die immer pauschal über MS Office schimpfen, diese Applikation in voller Konsequenz angewendet haben.
Es geht hier nicht darum, ein paar Daten zu generieren und zu bearbeiten.
Bei MS Office sollte man sehen, dass es in Office z.B. auf der PC Seite eine sehr gute Zusammenarbeit zwischen Access und Excel gibt.
Ich weiss das, da wir bei uns in einem aufwendigen Versuchsaufbau Messdaten mit Access und Excel erfassen, weiterverarbeiten und darstellen. Etwas vergleichbares mit anderen Programmen wäre ungleich schwieriger.
Hier spielen auch Makros usw. eine Rolle.
Es kommt auch eine gewisse Historie ins Spiel, da beide Applikationen immer weiter entwickelt wurden und schon sehr früh ( 10 Jahre) beide bei uns genutzt wurden.
Excel hat auch seine Macken und ist nicht perfekt, aber in der Summe seiner Eigenschaften und Möglichkeiten geeigneter als andere mir bekannte Applikationen.
Einige der Poster hier kommen ja auch aus dem DTP Bereich oder studieren noch und da denke ich manchmal, dass es für diese User schwierig ist, einen Vergleich zwischen DTP Programmen und Programmen die in Labors, die Profit machen müssen, eingesetzt werden, zu ziehen.

Jochen

office: nein; excel: ja

Von: Tschak | Datum: 16.02.2004 | #5
Das MS-Office ist als Gesamtpaket sicher Ragtime in den meisten Fällen unterlegen, wenn gleich man manche Sachen bei Ragtime schmerzlich vermißt die dort nur umständlich zu verwirklichen sind, die in Word aber sehr einfach zu realisieren sind (z.B. Kapitelüberschriften in Kopfzeilen, beliebige Durchnummerierungen, etc)
Aber Excel als Einzelanwendung ist unschlagbar und allen andere Tabellenprogrammen weit überlegen, auch wenn Excel in Einzelpunkten Schwächen aufweist ist es in der Summe doch erste Wahl.

@Jochen

Von: Tschak | Datum: 16.02.2004 | #6
Du hast Deinen Beitrag parallel zu mir geschrieben, ich stimme Dir voll zu (ich komme auch aus dem technischen Bereich). Allerdings was die Darstellung angeht ist es doch immer wieder ein Graus z.B. Exceldiagramme in einem Wordbericht vernünftig einzupassen etc. Gerade für technische Berichte ist, finde ich Ragtime eigentlich besser geeignet (allein die Beschriftungsmöglichkeiten von Diagrammen sind in Ragtime ausgereifter). Deshalb Excel als stand alone: JA. schon allein die VBA-Programmierbarkeit ist natuerlich genial, so einfach lassen sich nirgends eigene Tabellenfunktionen realisieren. Bedingte Formatierungen (sehr Hilfreich für übersichtlche Darstellungen) hab ich sonst auch noch nirgends gesehen. Solver…, wo gibts das sonst? und und und…
Im Paket bevorzuge ich Ragtime.

Kompatibel ???

Von: sdot | Datum: 16.02.2004 | #7
Na ja, von "absoluter" Kompatibilität zu Word kann wohl noch keine Rede sein. Jedenfalls nicht bei ein wenig komplexeren Dokumenten mit Kopf- und Fußzeile.

Was nichts weiter heißt, wenn man sich die Inter-Word-Kompatibilität zwischen verschiedenen Versionen oder Plattformen genauer anschaut...

Ansonsten: M$ Office für den Mac ist sicherlich ein mächtiges Programm, hat aber Macken, die nicht einfach hinzunehmen sind (Bilder werden nur in Bildschirmauflösung gedruckt, Abstürze von Word beim Sichern oder Drucken, langsam, fast nur zufälliges Auslösen von AutoText, keine langen Dateinamen, Seitenumbruch nicht immer WYSIWYG etc.).

Konseqenz: Ganz auf RagTime bzw. OpenOffice umsteigen und M$ Office-User höflich darauf aufmerksam machen, daß sie gefälligst keine proprietären Dateiformate verwenden sollen. Übrigens ist OpenOffice Calc sicherlich mindestens ebenso gut wie Excel.

naja,

Von: aquarius | Datum: 16.02.2004 | #8
habe hin und wieder mal mit ragtime experimentiert. für meine belange ist word dem jedoch nicht gewachsen. gerade wenn man an umfangreichen dokumenten mit mehreren leuten arbeitet und die kommentar- und korrekturfunktion intensiv nutzt, ist es nicht zu ersetzen. nervig ist die lahme löschfunktion bzw. die darstellung von korrekturen. auch seitenumbrüchen werden oft fehlerhaft dargestellt.

schließlich ist auch powerpoint ist in seiner funktionalität von keynote nicht zu schlagen, auch wenn die layouts, ob ihrer inflationären verbreitung, kaum zu ertragen sind.

fazit:
die konkurenz muss noch weiter an ihren hausaufgaben sitzen.

just my 2 cents

s

Mac OS X braucht Open Office und zwar als eigene Anwendung, basta.

Von: Derek | Datum: 16.02.2004 | #9
Ragtime ist doch nur im Textbereich ein Vergleich.
Ebenso bietet MS Office auf Mac den "Vorteil" das Access, die Datenbank Applikation fehlt.
Wenn dieses in open Office integriert würde und auf dem Mac nativ ohne X11 laufen würde wäre das Todesurteil von MS Office auf dem Mac gesprochen, und zwar nicht das MS es nicht mehr verkaufen würde, sondern es würde keienr mehr kaufen.
Ende.

Who is the best?

Von: montag abend | Datum: 17.02.2004 | #10
Seltsam nur, das OpenOffice und RagTime trotz der hohen Verfügbarkeit und trotz des "Umsonst-Einstiegs" sich nicht "verbreiten" wollen.

Muss man vielleicht noch ein Paar Dollar und Euro je Lizenz dazugeben, das sie sich durchsetzen? ;)

Excel?

Von: R-Bert99 | Datum: 17.02.2004 | #11
In der Tat war Excel für meine Begriffe lange Zeit das beste M$-Produkt. Mittlerweile ist es ein weiteres anfälliges Elend geworden, was einem zudem durch schlecht programmiert Wuschelbasic-Addins und Macros die Tränen in die Augen treibt.
Man schütze ein Mappe und schicke sie nach Frankreich, schon bekommen einige dort wegen der Verschlüsselung die Datei nicht mehr auf. Fleissig wechselnde Tastenbefehle für die gleiche Funktion bei Versionssprung sind kleine Nervtöter, an sprachunabhängige Tastaturbefehle ist wohl erst ab der Version 2007 zu denken.
Die "kritische Masse" bei der Größe der Datei gibt es nach wie vor und Vorsicht beim öffnen "alter" Dateien mit Makros.
Vermutlich setzen die Entwickler von Excel genauso wie bei anderen Office-Programmteilen das Programm selber höchstens als kariertes Papier ein. Bei produktivem Einsatz müßte denen doch ein Licht aufgehen!?

Vieles gilt leider auch für RagTime

Von: chris | Datum: 17.02.2004 | #12
leider gelten einige der Kritikpunkte ebenso für RagTime: lange Dateinamen gehen nicht, WYSIWYG passt zwar schon, doch kommt der Bildschirmaufbau manchmal einfach nicht nach, beim Office nerven Assistenten-bei RT die Teils schlechte Integration in OS X, Schortcut entsprechen nicht denen von X, …

Trotzdem kann RT viel, was mit dem Office nicht möglich ist und ich will es nicht missen. Was ich mich bei RT immer frage ist, ob man ein Carbon Programm eigentlich nach und nach auf Cocoa umstellen kann. RT mit einer Integration in X wie die Omnigroup Programme, das wärs doch.

Interessant ist die Vielfalt....

Von: Raller | Datum: 17.02.2004 | #13
der Betrachtungen schon, aber es läuft eigentlich immer auf das Gleiche hinaus:
Es gibt Leute, die tatsächlich bestimmte Funktionen oder Features brauchen, und für diese gibt es halt ein Produkt, das gut für Sie läuft. 95% der anderen sind aber eigenlich schon mit dem Funktionsumfang von z.B.Textedit zufriedenzustellen. Was Apple halt fehlt ist auch eine Text / Office-IApp für die Laien zuhause,die grade genug Features hat, damit es nicht nach Textedit aussieht, aber supereinfach und konsistent arbeitet. ALLE, die aus irgendeinem Grund Spezialfeatures brauchen, müssen sich eh nach dem besten Programm umschauen und dafür zahlen, und dann ist es egal, ob von Microsaft oder Ragtime etc. Die wahre Kreativität obliegt nicht den Programmen, sondern dem Anwender, auch wenn die meisten User das anders sehen ( Wenn der Bauer nicht schwimmen kann, ist die Badehose schuld ). Deswegen gibt es ja auch so viele Effekte ohne Sinn und Verstand, einfach weil man mal diese tolle Funktion ausprobieren wollte, weil sie halt im Programm mit drin ist. Naja,aber diese Featurevielfalt ist halt auch nur eine weitere Variante von schneller,höher,weiter,besser.....
Genau wie sonst auch entscheidet die Benutzbarkeit und Anwenderfreundlichkeit über die Resultate, die erzielbar sind. Kleines Beispiel aus der Spiele-Ecke: Die meiste Zeit spiele ich mal so kurz nebenbei Mahjong oder Solitaire oder eines von den 1000 anderen kleinen Spielen, weil die richtigen Games zu komplex sind, zu lange laden, zu teuer sind, als das ich immer was neues kaufen würde. Klar liebe ich coole Grafiken,Sounds etc. Aber bei den meisten Spielen wird es doch irgendwann zäh, und dann lohnt der Aufwand nicht, um mal schnell ein bischen am Rechner zu daddeln - also doch schnell ne Runde Solitaire oder Bubble-Trouble oder Pop-Pop etc.
Dieses gilt auch für die richtigen Anwendungen: Kleine Briefe gehen super mit Text-Edit, solltet ihr mal probieren, für kleine Sachen reicht Iphoto perfekt, und Garageband ist absolut prima, um akustisch rumzuspielen. Und was man trotz des geringen Umfanges grade mit Garageband zaubern kann, beweist nur: Der User und nicht die Software......
Raller

Wer braucht ein MegaOffice?

Von: Christian Renz | Datum: 17.02.2004 | #14
Ich denke, MS Office ist als Entwicklungsplattform für Office-basierte Anwendungen unschlagbar. Habe selbst mal eine nette Datenbank realisiert, die automatisch Word- und Excel-Dokumente generiert etc. Aber die meisten (und gar Heimuser) brauchen so was nicht... Selbst in Firmen sind oft nicht die Ressourcen da, um solche Lösungen zu realisieren. Für meinen Heimgebrauch schreibe ich Briefe mit TextEdit und größere Sachen mit LaTeX.

Un' wat is' mit AppleWorks?

Von: Cocodemer | Datum: 17.02.2004 | #15
Wenn wir schon über "kleine" Office-Lösungen sprechen: taugt denn AppleWorks nichts? (Ich arbeite noch am PC und denke grad über einen Umstieg nach, deshalb kenn ich es nur vom Ansehen; aber kein Mensch spricht davon, obwohl es an Bord ist; das erinnert mich an MS Works, das auch kein Mensch benutzt.) Wie sieht's mit der Kompatibilität von DOC und XLS-Dateien aus, ohne die halt nun mal nichts geht?

AppleWorks

Von: HanBolo | Datum: 17.02.2004 | #16
Für die normalen Sachen: Also Briefen, auch Serien-, Bißchen Tabellenkalkulation usw. ist es völlig i. O. Mochte es schon als Claris Works. Alles, was ich für unseren Verein brauche, mache ich damit.
Es ist nur halt ein technisch (vom Unterbau her) veraltetes Programm. Ich weiß z. B. nicht, warum es im Hintergrund soviel CPU-Zeit verbraucht ...

Mein Tipp: Mellel

Von: Roman | Datum: 28.02.2004 | #17
Ich sage nur: Wenn es um Texte geht, gerade im akademischen Bereich, ist Mellel unschlagbar. Einfach mal bei [Link] schauen.

Komplette Office-Funktionalität muss man sich dann einfach zusammenbauen. Für Texte, Bücher etc. Mellel, für Präsentationen Keynote und OmniGraffle (beides ist in der Kombination PowerPoint weit überlegen). Für Datenbanken sowieso FileMaker und, na gut, für Tabellenkalkulationen gibt es zwar Mesa und einige andere Versuche, aber auch ich muss zugeben, dass man hier an Excel wirklich nicht vorbei kommt...

Grüße
Roman