ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 2812

Apple und die Bildung

Interview mit Jan Sperlich

Autor: wp - Datum: 19.02.2004

Während in Köln von heute bis Dienstag die Jecken toben, prägte noch letzte Woche ein ganz anderes Thema die Domstadt. Mit Bildung und Erziehung, speziell in Schule und Kindergarten, beschäftigten sich die Besucher der "didacta - die Bildungsmesse" (so der offizielle Titel). Immerhin mehr als 90.000 Messebesucher haben die Angebote der 811 Aussteller aus 14 Ländern begutachtet. Bildung ist also ein Thema für Deutschland - auch für Apple Deutschland? Aber ja, lautet die Antwort, ein erfolgreiches zumal. Vor ein paar Tagen schon haben die MacGuardians berichtet: In West-Europa konnte Apple seinen Anteil am Bildungsmarkt auf über 10 Prozent steigern. Und Jan Sperlich war mit der didacta zufrieden. Jan Sperlich? Nun ja, eben der "Education Sales Manager bei Apple Deutschland", wie es so schön im Management-Titel-Sprech heißt. Er ist dafür zuständig, dass möglichst viele Schüler und Studenten mit einem Mac arbeiten können - was gut für die Schüler und Studenten, aber wohl auch gut für Apple ist. Denn nicht nur meiner Meinung nach ist es wichtig, den Mac möglichst früh kennenzulernen, bevor die normative Kraft der Mehrheit die (gedankliche) Freiheit bei der Auswahl des richtigen Computers erstickt. Also: Jan Sperlich! Wir haben auf der didacta mit ihm gesprochen.

MacGuardians: Herr Sperlich, wie ist Ihr beruflicher Werdegang?

Jan Sperlich: Ich habe ein Betriebswirtschaftsstudium abgeschlossen und dann in Dublin International Business studiert. Dort, schon während des Studiums, habe ich bei Gateway 2000 gearbeitet. Danach leitete ich in Dublin die Direct Sales und Internet Sales Abteilung von Oracle für Österreich und war anschließend in Wien einige Jahre als Key Account Manager für den Bereich Public Services verantwortlich. Das schloss die Betreuung der in Wien ansässigen internationalen Organisationen mit ein und auch den Bildungsbereich. Vor knapp drei Jahren bin ich dann zu Apple gekommen.

MG: In den Ausstellerlisten der didacta war nicht Apple selbst, sondern die Apple Solution Experts Education (ASEE) eingetragen - also eine Reihe von Apple-Händlern. Da habe ich mich gefragt: Wie wichtig ist die didacta für Apple Deutschland?

JS: Apple ist zum dritten Mal hintereinander mit einem großen eigenen Stand auf der didacta. Das würden wir nicht machen, wenn uns diese Messe nicht wichtig wäre. Im Marketing für den Schulbereich sind langfristige Strategien gefragt - die sich auch lohnen: Vor zwei Jahren war unser Auftritt noch überraschend, diesmal ist einfach ein großes Interesse für unsere Produkte vorhanden, während Plattformdiskussionen von den Besuchern kaum geführt werden.

Was die ASEE angeht, so haben wir drei Jahre lang den Handelskanal über diese Fachhändler aufgebaut. Es handelt sich um ausgewählte zertifizierte Händler, die einen besonderen Schwerpunkt im Bildungsbereich haben. Sie wirken als Multiplikatoren, mit Beratern vor Ort. Dabei werden sie von unserem Education Team unterstützt, und bei einem ASEE-Händler kann man immer sicher sein, Experten für den Bildungsbereich vorzufinden. Auch ein Händler kann nicht vernünftig nur nebenher im Bildungsbereich arbeiten; diesen Bereich muss man ernst nehmen und langfristig denken, sonst wird man keinen Erfolg haben.

MG: Der Bildungsmarkt war für Apple immer ein wichtiger Absatzmarkt. Aus Amerika ist zu hören, dass Apples Marktanteile sinken und von anderen Herstellern übertroffen werden. Wie sieht die Entwicklung in Deutschland aus?

JS: Es gibt keine separaten Zahlen für Schule und Hochschule/Forschung. Aber bereichsübergreifend hat sich der Umsatz in den letzten drei Jahren mehr als verdoppelt, während der Marktanteil von ca. 4 auf ca. 8 Prozent gestiegen ist - in einem insgesamt sinkenden Markt.

MG: Womit erklären Sie sich diesen Erfolg?

JS: Zunächst hat Apple in den Bildungsbereich investiert; im Bildungsbereich arbeiten mehr Leute als früher. Dabei handelt es sich um eine eigene Business Unit, die auf Europa-Ebene organisiert ist und der wir auch direkt unterstellt sind. Dann haben wir ein Händlernetzwerk aufgebaut, eben die Apple Solution Experts Education. Diese Händler werden von uns unterstützt und gecoacht, auf der inhaltlichen Ebene, aber auch im Vermarkten unserer Produkte. Und es gibt ein Lehrernetzwerk, nämlich die "Apple Distinguished Educators" (ADE). Unter dem Stichwort "Moderne Medien im Unterricht" arbeiten hier engagierte Lehrer als Multiplikatoren. Sie werden von uns zum Beispiel mit dem Digital Media Lab ausgestattet, also einem Koffer mit PowerBook, Camcorder und Digicam, und darin geschult, ihre Kolleginnen und Kolleginnen beim Einsatz insbesondere visueller Medien im Unterricht zu beraten.

Letztlich können diese Aktivitäten aber nur hilfreich sein, weil unsere Produktmessages stimmen. Zum einen ist das die Mobilität. Das mobile Klassenzimmer, also der Wireless Mobile Classroom, ist für die Schule eine ideale Lösung; es ist ja kein Wunder, dass es hier mittlerweile einige Nachahmer gibt. Dazu kommen dann noch die Qualitäten des iBook wie Stabilität und lange Batterielaufzeit und auch die Vielseitigkeit der iLife Suite. Und damit sind wir bei der zweiten Message: Apple liefert Werkzeuge zum Erwerb von Medienkompetenz. Sehen Sie, letztlich kommt es doch nicht darauf an, welche Computer die Schüler benutzen. Entscheidend ist das Ergebnis der Ausbildung, die Entwicklung von soft skills, das Training der Auffassungsgabe, die Schulung kreativer Kompetenz. Im Bereich der Nutzung von Medien - und dabei geht es um viel mehr als um die Bedienung von Software - liefert Apple die besten Werkzeuge. Und das mit dem Apple-typischen ease of use; weder Lehrer noch Schüler müssen die Zeit mit dem Lesen von Handbüchern verbringen.

Neben den Hauptbotschaften gibt es natürlich noch eine Reihe positiver Zusatzargumente. Wenn das Mobilkonzept aus irgendeinem Grund nicht durchsetzbar ist, können wir auf der Hardwareseite den eMac als Alternative anbieten. Auf der Softwareseite sind Features wie NetBoot hilfreich. Und für Schüler an Sonderschulen können auch die Bedienhilfen sehr hilfreich sein.

MG: Welche Rolle spielt Anwendungssoftware von Drittherstellern? Ein großer Teil der Software für den Schulunterricht läuft nur unter Windows-Systemen.

JS: Ja, das Problem existiert. Aber entscheidend ist die schon genannte "output"-Frage: Was soll beim Unterricht herauskommen? Was willst du mit der Software machen? Wir können den Lehrern zeigen, dass es im Zweifel immer auch auf dem Mac eine Lösung gibt. Auf unseren Webseiten gibt es dazu ein Verzeichnis, aber wir arbeiten auch mit externen Anbietern wie dem Hybridmedia Versand, der unter www.maclernsoftware.de über 1000 Produkte für das Lernen am Mac anbietet. Nicht zuletzt gibt es viele hervorragende Webapplikationen, die die Frage der Hardwareplattform immer uninteressanter machen.

MG: Wie sieht es im Hochschulbereich aus?

JS: In den Hochschulen hat uns der Wechsel zu OS X sehr viel gebracht. Die Unix-Basis macht das System für viele universitäre Nutzer zu einer bekannten Größe und auch sehr gut in bestehende Umgebungen integrierbar. Dazu kommt die Anbindung an die Open-Source-Welt; Sie glauben gar nicht, wie viele Linux-User mit einem PowerBook herumlaufen. Sogar X11-Software kann auf dem Mac genutzt werden. Wir haben viele neue Kunden gewinnen können, zum Beispiel in der Informatik und der Physik.

MG: Welche Rolle spielt es, vielleicht insbesonders bei den Informatikern, dass unter MacOS X dank vieler Open-Source-Werkzeuge, aber auch dank Cocoa und Xcode viel einfacher und besser Software entwickelt werden kann? Ist das vielleicht auch ein Punkt für den Schulbereich - Sie haben ja eine Zeit lang auch den Bundeswettbewerb Informatik unterstützt.

JS: Nein, im Hochschulbereich ist wirklich die Unix-Basis das entscheidende erste Argument, Xcode oder Cocoa sind sicher gut, aber folgen in der Bedeutung eher dem ersten Argument. Im Schulbereich spielt die eingebaute Entwicklungsumgebung eher eine untergeordnete Rolle. Hier haben wir die genannten zentralen Botschaften, auf die wir uns konzentrieren müssen, wenn wir uns nicht verzetteln wollen.

MG: Ist nicht auch die Hardware ein wichtiges Argument für den Mac im Hochschulbereich, angesichts der Leistungsfähigkeit des G5, die ihn ja auch - Stichwort: Big-Mac-Cluster am Virginia Tech - für das wissenschaftliche Rechnen interessant macht?

JS: Ja, das Hardwareargument hat mit dem G5 an Bedeutung gewonnen. Wissenschaftler kommunizieren international, und so ist Virginia allgemein bekannt. Wir registrieren seitdem großes Interesse an G5-Cluster-Installationen, und es gibt auch schon einige Beschaffungen. Da geht es nicht um 1100 Rechner, aber in Deutschland sind derart große Rechencluster auch nicht so verbreitet. Der G5 spielt übrigens in Clustern seine Leistungsfähigkeit besonders überzeugend aus, und letztlich steht beim Hochleistungsrechnen Leistung vor CPU-Plattform.

MG: Wäre es nicht sinnvoll, auch in Deutschland oder zumindest in Europa eine ähnliche Referenzinstallation wie den Virginia Cluster zu haben, oder reicht dessen Bekanntheit aus?

JS: Doch, eine lokale Referenzinstallation wäre wichtig und wird auch angestrebt. Wir sind da mit den Kunden im Gespräch.

MG: A propos Installation: Nachdem die MacGuardians über das Aquarium Extreme Lab an der TU München berichtet haben (hier und hier), interessiert uns, ob es weitere solcher Pools geben wird.

JS: Es gibt weitere Bewerbungen. Unser Spielraum für solche Investitionen ist aber begrenzt, und so müssen wir genau schauen, ob es sich lohnt. Wichtig ist uns eine sehr enge Kooperation und eine möglichst große Multiplikatorwirkung der Hochschule. Dabei reden wir über Europa, so dass weitere Aquarium Labs zunächst eher in anderen europäischen Ländern entstehen könnten.

MG: Noch gar nicht erwähnt haben wir die Studiengänge oder Hochschulen in den kreativen Bereichen wie Grafik und Design. Dort studieren doch die Apple-Kunden von morgen (und heute). Wie wichtig ist Apple dieser Bereich?

JS: Natürlich ist uns dieser Bereich wichtig, und natürlich arbeiten wir mit den kreativen Studiengängen weiter zusammen - mit mehr Personal als früher. Es kommt sogar ein Segment dazu, nämlich Video, Film und Fernsehen. Hier kann Apple alle nötigen Werkzeuge hochintegriert liefern, und das auf guter Hardware. So konnten wir gerade hier viele neue Kunden für unsere Produkte gewinnen.

MG: An vielen Hochschulen gibt es Apple-Beratungszentren. Wie funktionieren die?

JS: Die Beratungszentren sind entstanden, als die Hochschulen den Support für OS 9 abbauten. Wir brauchten deshalb eine eigene Struktur, um Mac-User an den Hochschulen noch unterstützen zu können. In den Beratungszentren arbeiten fitte Leute, vom einzelnen Studenten bis zu Mitarbeitern aus Rechenzentren, die aus persönlichem Engagement heraus die Mac-Plattform hochhalten. Es gibt etwa 60 solcher Zentren in Deutschland, manche mehr, manche weniger aktiv. Wir führen ein jährliches Treffen durch, an dem diese Berater teilnehmen und bei denen wir u.a. Schulungen anbieten. Die Zentren sind also in unsere Arbeit eingebunden und werden von uns unterstützt. Sie sind für den Hochschulbereich etwa das, was das Lehrernetzwerk für den K12-Bereich darstellt.

MG: Es gibt auch Nutzerinitiativen wie z.B. mac@campus, die in Hamburg und Stuttgart aktiv sind. Können die auch in die Arbeit von Apple EDU einbezogen werden?

JS: Wir konzentrieren uns auf die Beratungszentren. Aber selbstverständlich sind wir offen für alle, die den Macintosh unterstützen wollen. Wer auf uns zukommt, wird bei uns sicher einen Ansprechpartner finden.

MG: Das ist ein Wort. Vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Wolfgang Pohl.

Kommentare

Marktanteil

Von: tads | Datum: 19.02.2004 | #1
"Aber bereichsübergreifend hat sich der Umsatz in den letzten drei Jahren mehr als verdoppelt, während der Marktanteil von ca. 4 auf ca. 8 Prozent gestiegen ist - in einem insgesamt sinkenden Markt."

Apple mit 8 Prozent Marktanteil in Deutschland? Echt? Oder hab ich das falsch verstanden?

Insgesamt super Interview, hab's sehr gern gelesen! :-)

nein nur in bildungsbereich

Von: kaos | Datum: 19.02.2004 | #2
wenn ich das richtig verstanden habe.
kaos

naja,

Von: mcj | Datum: 19.02.2004 | #3
also ich arbeite an der TU Berlin und muss sagen, dass Mac OS X zwar durch UNIX-Basis einigermassen beutzbar geworden ist, allerdings von Verbreitung kann hier keine Rede sein. dotnet geht hier ab wie eine Rakete und von Apple hört man hier GAR NICHTS!

Ausserdem: Wenn Apple weiterhin mit Pupsi Cola irgendwelche Teenie Spots abdreht und in Europa momentan die Awareness auf dem iTMS basiert, kann ich meinen Chef nur schwer erklären, warum ich nicht lieber ein IBM ThinkPad T40/41 haben will.

Und ... irgendwie lese ich der Presse immer etwas anderes. Zum Beispiel in der EE-Times:

[Link]

Der Artikel zitiert nur eine Studie des BMBF, falls hier irgendjemand Zweifel anmdelden möchte. Dekt sich im übrigen auch mit persönlichen Erfahrungen. Kenne noch viele aus dem Mac e.V. wo viele Lehrer sind: mac benutzer sind EXOTEN in Berliner Schulen!!!

Herrn Sperlich empfehle ich hierzu auch folgende Lektüre:

[Link]

und natürlich auch die Studie des BMBF:

[Link]

-> nettes Interview von den MacGuardians-Leuten, aber summa sumarum: im westen nichts neues.

Wenn ich das wieder höre, kann ich nur Kopfschütteln: Schon seit mehr als zehn Jahren nur das Gleiche von wegen wir werden uns anstrengen und alles wird jetzt besser.

genau! Apple Deutschland, alles klar!

-m.

habe ich das noch vergessen ...

Von: mcj | Datum: 19.02.2004 | #4
im Kurzen:

ich liebe den Mac, wenn die Firma Apple nicht wäre!

Feines Interview

Von: Duandan | Datum: 19.02.2004 | #5
Hi,

mir hat das Interview gut gefallen - leider ist mir auf meinem Schulweg noch kein Mac aufgefallen (und ich habe einen langen weg hinter mir ;). Selbst bei uns in der FH konnte ich noch keinen Mac finden :(.

Duandan

PS. Hoffe wenigstens mein Abschlussprojekt (oder wie auch immer man das seit Einführung des Bachelor nennt) auf dem Macintosh machen zu können und nicht auf einen PC (zur Not wohl Virtial PC) umsteigen zu müssen

Danke, war ein super Interview!

Von: Karl Schimanek | Datum: 19.02.2004 | #6
Mehr davon ;)

Der EDU-Markt ist der Schlüssel. Apple sollte den Preis der Geräte im EDU-Bereich um weitere 200€ senken... dafür dann halt die normalen Preise erhöhen!

mcj

Von: salco | Datum: 19.02.2004 | #7
Dein Chef entscheidet sich gegen Apple, weil sie in den USA die falschen Werbespots drehen? Und wenn Carly mal an Tieren getestetes MakeUp auflegt werden alle HP-Drucker abgeschafft, oder wie?

Ich glaube zwar, daß Du Deine Nörgelei auf Deinen Chef projezierst, aber es ist doch immer wieder erstaunlich, welche Gehirnverrenkungen man ausführen kann, um Apple ins schlechte Licht zu rücken.

Grafik Design

Von: Terrania | Datum: 19.02.2004 | #8
Da ist meiner Meinung echte Gefahr im Verzug. Ich war letzte Woche auf der Diplomanten-Ausstellung in Augsburg - und hey, zwar haben die Macs in ihrem Labor, aber die Diplomanten sind fast nur mit PC-Laptops und Dells unterwegs, vor allem bei Multimedia. Und sogar ein Stopmotion Trickfilm wurde von einer DVD abgespielt, die (mit Schwierrigkeiten, so der Brennmeister) auf einem DELL eingespielt wurde. (oder heißt es Diplomanden). Jedenfalls habe ich eines festgestellt: Während die Domaine Grafikdesign etc. vom Mac weggeht (schleichend ...) wenden sich Leute dem Mac zu, die vorher noch nicht mal dran gedacht haben (Jedenfalls ist das in meinem Bekanntenkreis so.) Und der Händler meines Vertrauens sagte mir heute, daß er vor allem an einen seiner Forschungskunden noch nie soviele Macs verkauft hat, wie in den letzten 6 Wochen. Fazit: Apple ist drauf und dran sein Kerngeschäft (Kreativ/2D) zu verlieren, während ein neuer Markt dazukommt. Bleibt abzuwarten, ob es kein Nullsummenspiel bleibt. Und sosehr ich iMob hasse: Auch ein paar große deutsche Verlage sind dabei zum PC zu migrieren ...

Bei uns stehen zwei...

Von: Knut | Datum: 19.02.2004 | #9
in der FH. Aber leider nur alte Blueberry iMacs, die auch so gut wie nie genutzt werden. Also mehr oder weniger zur zierde. Ich glaube, wir sind auch nur zwei Apple-User in meinem Semester, davon ich der einzige mir OSX. Und das in einem Studiengang der sich "Multimedia Production" nennt.

Apple, tu was! Manche meiner Profs sind hin und wieder ganz erstaunt, daß dieses oder jenes auch aufm Mac geht!

Und das da nix dran is

Von: Karl Schimanek | Datum: 19.02.2004 | #10
glaub ich nicht. Man sägt sich ja nicht den eigenen Ast ab ;)

@Terrania

Von: iMob | Datum: 19.02.2004 | #11
Du hasst mich genau so sehr oder wenig, wie ich dich hasse, alter Mann. Ich glaube sogar, irgendwas verbindet uns, ganz abgesehen davon, dass ich mindestens genau so ein alter Sack bin wie du. Ich glaube wir könnten gemütlich und ohne Stress das eine oder andere Bierchen zusammen trinken.
Vielleicht ergibt sich ja mal eine Gelegenheit?

.bei uns stehen ca. 100 Macs

Von: Gerhard sliwka | Datum: 19.02.2004 | #12
Ich arbeite als Lehrer an einer berufsbildenden Schule im Bereich Grafik/Druck/Gestaltung in Essen. Wir haben etwa 100 Macs der unterschiedlichsten Jahrgänge im Einsatz. Die meisten stehen in Klassenräumen von 10 bis 24 Einheiten, alle vernetzt. Die meisten haben einen schnellen Internet-Zugang. Etwa die Hälfte davon sind G4s bis zur neuesten Ausgabe. Gearbeitet wird mit OS9 und OSX. Demnächst wird weiter in Macs investiertund dadurch immer mehr mit OSX gearbeitet. Die Kollegen in der Abteilung arbeiten privat selbstverständlich auch mit Macs.
Wichtig bei der Anschaffung von Macs in Schulen ist, dass man die Verantwortlichen und Geldgeber von den Vorzügen dieser Basis überzeugt (problemlose Vernetzung, geringer administrativer Aufwand, qualitativ hochwertig, so gut wie keine Virenprobleme, Stabilität etc). Häufig erntet man da nur ein ungläubiges Staunen.
Sachlichen Argumenten kann sich doch niemand verschließen!?

An den Medienhochschulen viele Macs

Von: struffsky | Datum: 19.02.2004 | #13
An meiner ehemaligen Hochschule, der Kunsthochschule für Medien Köln, sind die PCs die Ausnahme. SGIs werden weniger und Macs immer mehr.
Dazu gibt es Airport überall und die Karten für Studierende in der Ausleihe.
Herr Sperrlich lenkt schön ab wenn es ums Grafik-Design geht. Hier hat Apple einiges aufzuholen. Quark hätte man vor drei Jahren kaufen müssen und Quark 6 vernünftig voranbringen...
Was in der Video-NB dazugewonnen wird, geht in der Grafik flöten...

@Terrania

Von: MetalSnake | Datum: 19.02.2004 | #14
Ich hab grad mal nach der MAC Adresse in OS X gesucht ohne zu wissen was das ist (außer das es irgendwas mit Netzwerk zu tun hat) habe aber nach 30 Klicken aufgegeben weil ichs nicht finden konnte :(

Apple-Schulen Datenbank

Von: Felix Schaumburg | Datum: 19.02.2004 | #15
Hallo,

einen kleinen (aber sicherlich nicht vollständigen) Überblick über mit Apple arbeitende Schulen bekommt man übrigens bei [Link] :-)


Gruß,

Felix

@metalsnike

Von: ralph | Datum: 19.02.2004 | #16
es sind genau 4 klicks dafür nötig unter x :D

oben links auf apfel --> weitere info --> netzwerk

RALPH

Macs an (Hoch)schulen

Von: Gruffy | Datum: 20.02.2004 | #17
findet man natürlich in den klassischen Bereichen Design und Grafik, die ganzen Hochschulen für Gestaltung arbeiten zum Großteil mit Macs. An der normalen Uni findet man sie aber auch in ganz "artfremden" Bereichen, zum Beispiel bei den Biochemikern, Zellbiologen, usw. (ach ja, die Max-Planck-Institute gehören da auch dazu). Weiterhin sind sie auch in klassischen Fächern wie der Medizin zu finden, hier hauptsächlich in den Bereichen Radiologie und Endoskopie (wer hat schon mal eine endoskopische Untersuchung der Herzklappen mit iMovie geschnitten ?). Ab und zu findet man auch Lehrstühle der Architektur, die auf Vektorworks und somit auf Macs setzen. Im normalen Informatik-Bereich sind Macs aber absolute Exoten, ebenso BWL oder ähnlichen Fächern.
Ich denke auch, daß Apple nicht versuchen sollte, mit aller Macht in "artfremde" Bereiche der Hochschulen zu kommen, sondern den Mac dort zu präsentieren, wo er einen wirklichen Mehr-Wert bringt, sprich in den Bereichen, wo es auch um die Visualisierung (ich meine jetzt nicht irgendwelche Graphen) der Arbeiten geht
Die anderen fallen dann ganz von alleine um :-)

Ich freue mich ja...

Von: Oliver :) | Datum: 20.02.2004 | #18
...jedes Mal, wenn in Hamburg im Philturm wieder ein frischer Mac in einem Flur herumsteht, oder man beim Prof. den Quicksilver unter dem Tisch entdeckt. Neue *Rechnerpools* sind aber scheinbar primär beige, und das ist schade.
Was Apple in Deutschland wirklich braucht ist Aufmerksamkeit. Dazu reicht es aber nicht, wenn viele Händler gute oder sehr gute Arbeit machen, oder der Stern (heute) den iPod lobt (und sogar richtig schreibt).
Es braucht einen Flagshipstore, meinetwegen sogar in Berlin, und mehr Tamtam.
Apple muß in Deutschland sichtbarer werden, und das im besonderen Maße an den Hochschulen, wo Entscheidungsträger heranreifen.

@mcj

Von: Gruffy | Datum: 20.02.2004 | #19
Du solltest beachten, daß Apple den gesamten EDU-Bereich meint, und deren Schwerpunkt in Deutschland ist halt (Higher) Education, sprich (Fach)hochschulen. Die Studie des BMBF sprich aber ausdrücklich nur von Schulen. Hier liegt Apple ganz klar hinten, mich überraschen sogar noch die 5%, ich hätte mit weniger gerechnet. Mehrere Bundesländer haben Rahmenverträge mit Kleinweich oder PC-Herstellern und empfehlen den Bildungsverantwortlichen in den Kreisen und Gemeinden, doch bitte PC-Hard- und Software einzusetzen, damit die Kommunikation funktioniert. In vielen Bereichen gibt es teilweise landesweit bestimmte Software zur Stundenplanung oder Schüler-/Notenverwaltung, da hier die Daten nach "oben" weitergemeldet werden müssen. Dadurch werden PCs im Verwaltungsbereich fast unumgänglich und warum soll man 2 Architekturen pflegen?
Die Schulen und Lehrer klagen doch durch die Bank, daß sie nicht genügend ausgebildetes Personal haben, um die 20 PCs, die sie letztes Jahr von der Firma XY spendiert bekommen haben (5 Jahre alte Rechner, mittlerweile abgeschrieben), sinnvoll einzusetzen. Da kommt dann eine Lehrerin auf die Idee: Mensch, machen wir doch eine Klassen-Zeitung! Toll, Word angeworfen, Texte geschrieben, die Bilder der Digital-Kamera noch eingesetzt, und (so jetzt kommts) einmal ausgedruckt (auf dem Tintenkleckser), 2 Schüler mit den Blättern zum Fotoladen um die Ecke geschickt, damit der die Seiten einscannt (!) und dann 26mal auf seinem Farblaserdrucker ausdruckt. Die Texte wurden teilweise noch nicht einmal gesichert (der Typ vom Fotoladen hat nur die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, weil er natürlich gefragt hat, warum er die Daten nicht auf Diskette oder so bekommen hat. Antwort des Schülers: es hat nicht alles auf eine Diskette gepasst :-).

Aber das BMBF ist sehr stolz darauf, daß sich 11 Schüler einen Rechner teilen (wie war das in Dänemark glaub ich, da sinds 2 Schüler pro Rechner)...

mac@campus

Von: niemand | Datum: 20.02.2004 | #20
mac@campus als Nutzerinitiative zu bezeichnen, ist sowas von falsch, aber das kann Wolfgang nicht wissen: der Drahtzieher hat früher ordentlich bei Apple für die "Vermittlung" von Mac-Verkäufen abkassiert. Zusätzlich kassierte er vom Händler auch noch Provision. Mittlerweile dürfte der Scheck aus Feldkirchen nicht mehr kommen, die Provision vom Händler wahrscheinlich schon noch. Er hat mit Macht versucht, sich im EDU-Bereich als "Vermittler" zu etablieren (und mit abzukassieren). Daher ist Apple EDU auf ihn und mac@campus nicht sehr gut zu sprechen (und daher auch die etwas ausweichende Antwort vom Sperlich).

morabi:

Von: Karl Schimanek | Datum: 20.02.2004 | #21
Zitat:"...dann würden wohl viele lieber zum in jeder Hinsicht "billigeren" PC greifen..."

So ein Quatsch. Wegen den paar Prozent... außerdem sind die Straßenpreise wohl fast identisch mit dem Apple EDU-Store ;)

Is genauso mit den Leuten, die in der Metro oder Mediamarkt einkaufen. Alle denken es wäre billiger, aber im Grunde genommen ist es genauso teuer :D

@gruffy

Von: mcj | Datum: 20.02.2004 | #22
tjaaa, stimmt schon, bzw, kann man wenig gegen sagen. Aber ich sehe das Problem wirklich ganz woanders: Wenn sich jemand ein IBM oder SONY Rechner kauft und dafür signifikant mehr Geld ausgibt als für Acer oder ein Supermarkt-Fabrikat, dann ist das unisono in Ordnung. Das sei eben eine professionelle Maschine, bessere Qualität, Konstruktion tralala hat eben seinen Preis. Wenn sich jemand einen Apple holt, dann ist das in der breiten Masse ein unverständliche Entscheidung: Spielzeugcomputer, zum Filmen und Musikhören, für Grafiker und ausserdem zu teuer.

Das müsste nicht sein. Und das hat auch nichts mit den (ganz gut klingenden) Massnahmen zu tun, die die Apple EDU Gruppe durchführt. Das hat was damit zu tun, dass man in den letzten 12 Monaten von Apple nur iPod Werbung gesehen hat und auch sonst nur etwas von Digital Lifestyle hört. Dass Apple-User echte Kuriositäten darstellen, sieht man doch auch an den Artikeln von Spiegel Online oder dem heise Newticker. Die tun doch so, als ob alle Leute, die einen Apple haben irgendwie mit der Steinlaus von Loriot verwandt sind. "Und wieder eine lustige Geschichte aus dem Apple-Land" ... Hat sich von Euch Apple Fans schonmal jemand gefragt, warum der Thomas Hillenbrandt überhaupt auf den Trichter gekommen ist, bei jeder größeren Regung aus dem Apple Land uns mit seinem Spötter-Talent zu beglücken??

Ganz klar, Apple User sind in der Computerwelt kuriose Exoten und die Firma ist da ganz klar selbst schuld dran, mit:

- spez. Raod Shows, die eigentlich nur geschlossene Parties darstellen, anstatt auf Events zu gehen (ja, ja, ich weiss, jetzt waren Sie auf der Didacta), wo jeder ist, wie zum Beispiel die CeBit

- Miese Media Presence ... mal ehrlich, wieviel Umsatz macht der iPod und iTMS und wieviel Umsatz sollen die G5s machen: Und wie sieht die Relation im Werbebudget aus? ich finde es *viel* wichtiger zu verbreiten, was für eine abgefahrene G5-Maschine Apple gebaut hat als die "wegen der Pastellfarben etwas polarisierende" Darstellung des iPod mini. Hat von Euch jemand den Apple Technical Report zum G5 XServe gelesen? Das muss raus, statt iPod!!!

- Miese Channels in Germany: Jeder von Euch kennt die Geschichten, wo Apple die Computer bei Karstadt oder Mediamarkt platzieren wollte und irgendwelche Nepper Schlepper Bauernfänger Verkäufer dem Kunden vom Apple sogar abgeraten haben. Hallo? Ist das nicht ein echter Unfall?!? Was muss eigentlich noch alles schiefgehen? Die Apple Stores sind in Deutschland schon längst überfällig. (wenn es sie nicht zum Teil als Gravis Shops schon gibt)

Mit so einer verhunzten Awareness kann die Apple Edu Crew sich abstrampeln wie sie will. Ich bin überzeugt davon, dass sich in drei Jahren mit den von J. Sperlich vorgeschlagenen Instrumenten nicht bewegt haben wird. Allen, die das trotzdem ganz toll finden sei gesagt: Die Konkurrenz schläft nicht. Microsoft, HP, die Deutsche Telekom und Co. habe so viel mehr Geld, dass die in Apple wirklich kein Problem sehen werden.

gruss, Michael

PS: @salco: habe von meinem Chef ein T4 genehmigt gekriegt. bin der einzige Maccer hier, aber kein Problem, er vertraut mir dabei. Und: habe auch kein Problem mit dem iPod mini, habe sogar einem Freund gefragt, ob er mir einen aus USA mitbringt - vielleicht habe ich das Ding ja in zwei drei Wochen *freu*

Statistikfälscherei

Von: Hans | Datum: 23.02.2004 | #23
Herr Sperlich belügt sich doch selbst. Diese Steigerung ist doch nur reine Statistikfälscherei. Während es früher nur EDU-Rabatte für Schulen und Universitäten über ausgewählte Händler gab, gibt es jetzt EDU Rabatte auch für Schüler und Studenten über alle Händler.
Im EDU-Markt in Deutschland hat sich außer der Statistik leider nichts geändert.

MAC Adresse

Von: Marcus | Datum: 03.03.2004 | #24
Hallo.
Mac-Adresse hat erstmal nix mit MAC zu tun. Es ist vielmehr die weltweit eineindeutige 12-stellige hexadezimale Adresse der Netzwerkkarte in Deinem MAC/PC/was auch immer. Die ersten 6 Stellen geben den Hersteller an, der Rest ist Ordnungszahl.
Gruß
Marcus

iltre trezjeu

Von: nameillterb kdzi | Datum: 09.06.2004 | #25
suck off