ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 2834

Kommt 10.4 10.5 mit Sprachsteuerung und iApps-Integration?

Erste gewagte Prognosen.

Autor: kai - Datum: 02.03.2004

Leser mattin schickt uns in der momentanen "saure Gurken-Zeit" (was Apple angeht!) einen sehr interessanten Artikel, in dem angebliche erste Ausblicke auf 10.4 gegeben werden. D.h. 10.4 ist falsch, denn 10.4 wird nämlich laut Macnet V2 übersprungen und gleich auf 10.5 gewechselt, aber dann erst 2005! Soll mir recht sein, ich bin mit Panther hochzufrieden (ausser mit OpenGL-Performance - grrr!) und wenn wir mal keinen "jährlichen Obulus" zahlen müssen wird sich keiner beschweren (ausser Freds Nachfolger und die Aktionäre! ;-) 10.5 soll das System kräftig umkrempeln: Anwendungen werden jetzt ins System integriert (Internet Explorer anyone? Ach, halt, Apple ist ja kein Monopolist! ;-) und intelligente Sprachsteuerung hält Einzug, ganz im Sinne dessen, was man damals im Knowledge Navigator Visionsvideo "demonstriert" hat. Was das komplette Gerücht gleich mal ziemlich invalidiert, denn falls diese Sprachsteuerung ("Spratschstüerang") so toll "lokalisiert" ("lokalyssirrd") ist wie momentan die Sprachein- und -ausgabe kann Apple den nicht-englischsprechenden Markt ("nitscht-inglischksprätschenden Marrged") endgültig in die Tonne kloppen. Und ob man den ganzen Aufwand für alle hundert Sprachen treibt, in denen MacOS erscheint ist fraglich. Eine Textübersetzung macht ein kleines Team in ein paar Wochen, eine Sprachsteuerung zu lokalisieren ist ungleich komplexer.
Das mit der Sprachsteuerung wäre ja ein nettes Gimmick, aber erstens müsste der Computer dafür extrem viel Eigenintelligenz mitbringen und zweitens ist sowas fast ausschliesslich nur was für zuhause: Man stelle sich ein amerikanisches Grossraumbüro mit Cubicles vor in dem jeder mit seinem Computer spricht. Da wär's zum Callcenter nicht mehr weit, und der Lärmpegel und damit der Stressfaktor würde deutlich zunehmen.
Ach ja: Von Metadata ist dort auch wieder mal die Rede, und das ist ein Feature, das ich echt gut finden würde. Man stelle sich vor, dass die adoptierten BeOS-Entwickler ein datenbankgestütztes HFS auf die Beine stellen im Stile von BFS, das würde bei Apple und v.a. den ganzen iApps zigmal mehr Sinn ergeben als damals bei BeOS, dem die Anwendungen dafür gefehlt haben.

Kommentare

naja...

Von: dermattin | Datum: 02.03.2004 | #1
..vielleicht wird die lokalisierung, wie die sprachsteuerung unter OS9 damals, auch per hasselhoff effekt gelöst: wenn man "fodoschob" sagt, kommt "wollen sie wirklich ausschalten?" ;)

aber richtig: zur erleichterung, z.b. um etwas zu diktieren, ist es sicher unlokalisiert nicht tauglich. für spasssachen, wie systemsteuerung, lohnt sichs ein wenig. naja, solange bis die kollegen im hintergrund nicht "löschen, löschen" rufen :)

jau!

Von: FOX | Datum: 02.03.2004 | #2
genau so war das! der hammer. irgend ein affe hat dann immer was von shutdown und ausschalten geplärrt...

naja, witzig war es schon. aber von funktionieren wollen wir mal nicht redern.

also

Von: Bernhard Nahrgang | Datum: 02.03.2004 | #3
bevor die über die SprachEINGABE nachdenken sollten sie sich erstmal an eine vernünftige SprachAUSGABE machen.

Das sowas auch in anderen Sprachen geht kann man sich bei Apple gerne mal mit Speechissimo reinziehen.

integration von safari ala IE?

Von: ionas | Datum: 02.03.2004 | #4
wie ist das gemeint?
und apple ist monopolist - "quasi" monopolist.
aber es gibt halt nix alternatives.

ionas:

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 02.03.2004 | #5
Worin ist Apple Monopolist?

apple ist Monopolist

Von: cws | Datum: 03.03.2004 | #6
völlig klar, auf meinem Schreibtisch ist apple Monopolist.

Wenn es apple nicht gäbe würde mein Computerumsatz wahrscheinlich gegen Null gehen, ich will das, was es da noch geben soll nicht. Ich glaube nicht, dass es noch andere kaufbare Computer gibt.

@ Kai

Von: ionas | Datum: 03.03.2004 | #7
im verkauf ihrer software
im verkauf ihrer hardware

(das geschäftsmodel beinhaltet ein monopol im marktbereich des geschäftsmodels)

@ mullzk

Von: ionas | Datum: 03.03.2004 | #8
volle zustimmung!

Ja ja Monopol... blubb

Von: Kilian | Datum: 03.03.2004 | #9
Ja, und Mercedes ist Monopolist für Mercedes Wagen. Kein anderer darf denen da Konkurrenz machen.

So ein Blödsinn.

Spracherkennung

Von: Patrick | Datum: 03.03.2004 | #10
macht mit dem "Hintergrundgeräusche-Unterdrückungs"-Patent, dessen Technik im iSight ja sehr erfolgreich eingesetzt wird, durchaus einen Sinn. Die meisten Gehversuche damals gingen schief, weil die Befehle durch Geräusche, Hall, etc. verfälscht wurden (diese dämlichen Plaintalk-Mikros waren ja auch nicht unbedingt das Gelbe vom Ei). Ich denke, daß das mit dem iSight-Mikro wesentlich besser klappen dürfte. Hat das mal irgendwer getestet?

Zum Thema Integration: Safari ist de facto schon ins System integriert (WebKit) und ich sehe da eher Vor- denn Nachteile, wenn die Kernapplikation, in diesem Fall die HTML-Engine, ins System eingebunden ist, und von allen Programmen, die darauf zugreifen wollen, verwendet werden kann. In diesem Fall ist es doch echt dämlich, das Rad zigmal neu zu erfinden, oder?

@Patrick

Von: Agrajag | Datum: 03.03.2004 | #11
Safari ist doch nicht ins System integriert, nur weil es u.a. das WebKit benutzt. WebKit ist ein ganz normales Framework wie viele, viele andere auch. Dann müsste jedes Programm Bestandteil von OSX sein, da sie alle diverse Frameworks benutzen (AppKit, Foundation, Cocoa, Carbon usw.). Du kannst jederzeit Safari von der Platte putzen und nichts wird sich daran stören. Es ist ein Programm wie jedes andere auch.

Ich will ja nicht kindisch wirken...

Von: Different | Datum: 03.03.2004 | #12
...allerdings wurde der Link zu diesem Thema von mir eingesandt und mit einem schönen Artikel versehen.

Allerdings können die Guardians ja auch nicht immer alle Mails durcharbeiten...

Grüße,

Different

Leute

Von: Oliver :) | Datum: 03.03.2004 | #13
... ist der Artikel nicht schon vor mindestens zwei Wochen erschienen? Keep it fresh!

iSight und sprachsteuerung

Von: namename | Datum: 03.03.2004 | #14
teste gerade ein wenig. auf englisch.
bei meinem letzten "switch to mail" hat er anscheinend verstanden "tell me a joke" .. harr harr.

aber wenn man einigermassen deutlich spricht gehts. man muss auch nicht 5 centimeter davor hocken. 50-70 centimeter machens auch. allerdings habe ich zur zeit eher wenig hintergrundgeraeusche.

auf jedenfall kann er ziemlich gut "Get my mail" von "Get new mail" unterscheiden. ist ja schonmal ein gutes zeichen.

das problem ist imho, dass man zu fueh anfaengt zu quatschen und auch esc wieder zu fueh loslaesst - da muss ich noch etwas an meiner hand-mund-koordination arbeiten.

Ja, ganz toll

Von: roser | Datum: 03.03.2004 | #15
.. und das ganze Gebrabbel im Büro, daß man nicht mehr telefonieren kann. Super, toll.

Klasse!

Von: lime | Datum: 03.03.2004 | #16
Also ich mag die Sprachsteuerung schon jetzt, auch wenn sie meist eher Main Station versteht, als das, was ich meinte. Den Computer ganz über Sprache steuern zu können ist für mich eine richtige Weiterentwicklung. Wer weiß, woran die sonst noch werkeln...?

monopoly

Von: macnutzer1 | Datum: 03.03.2004 | #17
Ach, halt, Apple ist ja kein Monopolist! ;-)
Doch, clones werden ja verhindert. Schade eigentlich!

@Patrick

Von: Agrajag | Datum: 03.03.2004 | #18
Demnach wäre OmniWeb 5 ja auch Systembestandteil, sobald es das WebKit des Systems nutzen würde. Wie ist es dann mit Cocoa-Apps? Die benutzen alle AppKit, Foundation und Cocoa (und vieles mehr) -- das sind ebenfalls essentielle Bestandteile eines jeden Cocoa-Programmes. So wie Safari nicht ohne WebKit kann, so können Cocoa-Programme nicht ohne die genannten Frameworks. Sind Cocoa-Programme nun alle Systembestandteil? Nein. Exakt genau so verhält es sich auch mit Safari -- es ist ein stinknormales (Cocoa-) Programm.

Ein Browser ist weit mehr als der HTML-Renderer. Der ist zwar essentiell (jedes von einem Programm genutzte Framework dürfte wohl essentiell sein), aber nur ein kleiner Teil des Browsers. Schau dir doch nur mal die z.T. gravierenden Unterschiede der Browser an, die Gecko bzw. benutzen.

Polite English

Von: Smartshitter | Datum: 03.03.2004 | #19
"you don't want to understand me, don't you?"

It's:

you don't want to understand me, _do_ you?

@patrick

Von: namename | Datum: 03.03.2004 | #20
der einzige ders nicht rafft bist du. sorry aber ist so!

webkit

Von: mullzk | Datum: 03.03.2004 | #21
der vorwurf, das webkit sei bereits ein schritt zur integration ist imho ziemlich absurd. das webkit ist ein api wie andere auch.

trotzdem bin ich nicht gerade ein freund davon, dass nun über kurz oder lang alle dieselbe rendering engine benutzen - ie-löcher in ms outlook lassen grüssen (auch wenn ich ins webkit deutlich mehr vertrauen habe)

und gleich nochmals webkit

Von: mullzk | Datum: 03.03.2004 | #22
sorry, der vorrige beitrag ging zu früh raus.....

ein problem gibts dann, wenn apps das webkit benötigen, die eigentlich gar nix mit html-zu tun haben - zB wenn plötzlich der finder dieses api braucht - und dann plötzlich löcher auftauchen, die man nicht mehr umgehen kann, oder fehlfunktionen im webkit das ganze system beeinträchtigen...

webkit ist ein gutes api, aber man sollte sich wie bei jedem api darauf achten, es nur dort einzusetzen, wo es sinn macht....

verhungert

Von: Radneuerfinder | Datum: 03.03.2004 | #23
Troy schrieb:

> Ozzy Osborne verhungert, weil ihn seine Mikrowelle nicht mehr versteht.

Tränen gelacht!

Wo ist das Problem?

Von: mattik | Datum: 03.03.2004 | #24
Wo ist das Problem mit Safari / WebKit? Es ist doch vollkommen ok, dass Apple eine Bibliothek mit HTML-Rendering-Funktionen (WebKit) anbietet. Und dass sie einen Browser anbieten, der die Funktionen der eigenen Bibliothek nutzt, ist auch fein - das ist schließlicht der Sinn von Bibnliotheken. Safari entfernen? Ab in den Papierkorb. WebKit entfernen? Auch kein Problem: Framework mit gleicher API bauen und WebKit ersetzen. Neenee, das ist alles gut so - ordentlich gemacht. Etwas brenzliger sieht es allerdings mit QuickTime aus...

Integration ?

Von: quarus | Datum: 03.03.2004 | #25
Mit dem schwammigen Begriff "Integrierte Anwendungen" ist hier sicher die Erweiterung vom "Dienste" Menü gemeint, oder ? Das ist doch ein laaaaaang gehegter Apple Traum, das jede Anwendung Teile einer anderen nutzt.
( etwa wie die KParts in KDE )
Oder was wird hier gemeint, denn aus dem Artikel werde ich nicht ganz schlau....Alles zu schwammig irgendwie.

Monopol:

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 04.03.2004 | #26
Nur weil Compaq irgendwann Anfang der 80er IBMs BIOS reverse-engineered hat macht das nicht automatisch Apple zu einem "Monopolisten"
Wer behauptet, dass Apple keine Konkurrenz hat der sollte mal dringend die Drogen absetzen und einen Blick auf Marktanteile werfen...

Apple ist eine Firma und der Mac ihr Produkt und sie sind logischerweise der einzige, der so ein Produkt anbietet und anbieten darf, weil sie's eben auch entwickelt haben. Wenn andere Hersteller "Zubehör" dafür anbieten: Schön. Ist bei BMW, VW, Sony etc genauso! Sind das auch alles "Monopolisten", ja?

'nuff said!

Webkit:

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 04.03.2004 | #27
Schlagt mich, aber nutzte Safari nicht schon von Anfang an, seit der Public Beta Webkit? ;-)
Hat Jobs nicht persönlich von Webkit gesprochen auf der Safari-Präsentation?

RE: Webkit:

Von: uli 07 | Datum: 05.03.2004 | #28
Safari benutzt gar nicht das Webkit - (so weit ich weiss) - ist ja auch für Drittanbieter gedacht.
z.B. SubEthaEdit benutzt es.
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Das Webcore/Webkit wurde auch erst später angeboten.
siehe z.B.
[Link]
Update:: Quoted from ADC: "In addition to providing the best web browser for Mac users, one of the goals of Safari is to provide a fast and efficient HTML rendering engine for Mac application developers. Apple is actively
preparing a Safari SDK that will be available later this year."
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Hier noch mal ein Link, zu den Safari Anfängen.
Der Safari Chefentwickler Don Melton stellt sich und Safari dem KHTML Leuten vor.
[Link]