ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 2894

MacOSX everywhere?

"Hannibal" disqualifiziert; oder ich ?

Autor: thyl - Datum: 02.04.2004

Nachdem die letzten beiden Tage lang und breit über die Initiative von IBM zur weiteren Verbreitung der PowerPC- Architektur, inkl. der Auswirkungen auf Apple, berichtet wurde (wir waren dabei! s.u.), kommt jetzt auf Arstechnica ein Artikel, in dem der renommierte "Hannibal" folgende Äußerung loslässt:
"it means that Apple will either have to lower their margins to compete with vendors of commodity POWER-based boxes (which will inevitably be able to boot OS X), or they'll morph into a software and media company".

Diese Aussage hat mich doch ziemlich überrascht. Natürlich ist es kein Problem, anhand der Quellen von Darwin den MacOSX Unterbau an verschiedene Rechner anzupassen. Bezeichnend ist allerdings, dass das wohl kein Schwein interessiert; außer dem intel-Port (verwendet den eigentlich jemand) gibt es meines Wissens keine zugängliche Version,z.B. für IBM Power 4 oder MIPS. Aber es sollte doch wohl eine der einfachsten Übungen für Apple sein, in den graphischen Teil des Betriebssystem Routinen einzubauen, die testen, ob hier gerade versucht wird, Aqua auf einem Nicht-Apple-Rechner zu starten, oder ob ein Original vorliegt. Vermutlich ist das sogar schon geschehen, da ansonsten mit einem Port zB auf die BeBox hätte gerechnet werden müssen, als man die Sourcen für das Betriebsystem freigab.

Frage an unsere kompetenten Leser: Gibt es Möglichkeiten, solche Schutzfunktionen zu umgehen, um MacOSX auf anderen POWERPC Rechnern laufen lassen zu können?

Kommentare

Pegasus etc.

Von: Mumuhamster | Datum: 02.04.2004 | #1
MacOS X läuft meines Erachtens auf diversen "Amiga-Derivaten" mit PowerPC G3- und G4-Prozessoren

Endlich leies Desktops?

Von: exi | Datum: 02.04.2004 | #2
Ich verstehe die Empörung nicht. Apples Hardware ist zu teuer. Das ist auch immer der erstgenannte Grund eines PC-Users, warum er nicht switchen will.
Was also spricht gegen Hardwarekonkurrenz? Vielleicht baut Apple dann endlich mal leise Desktops.

Klone

Von: Mumuhamster | Datum: 02.04.2004 | #3
Ergänzung: ich persönlich würde Klone sogar begrüßen, wenn sie gewisse von Apple vorgeschriebene Richtlinien beachten. Aber dazu wird Apple sich wohl nicht aufraffen. Einige "Klone" waren damals sogar fortschrittlicher als original-PowerMacs, z.b. Daystar Genesis mit quad-Prozessor, solche Konkurrenz wollte Aplle natürlich nicht haben...

Auf der Amiga One

Von: quarda | Datum: 02.04.2004 | #4
z.B. läuft OS X nur mit Mac on Linux. Mac on Linux gibts auch für den Mac. Ist ja auch praktisch: Linux als Betriebssystem und wenn man dann mal OS X braucht, muss man nicht neu booten.

Leise?

Von: Christian | Datum: 02.04.2004 | #5
Wieso "endlich leise Desktops"?

Die G5s in unserem Office kann man praktisch nicht hören. Natürlich noch nicht so leise, wie ein Cube - aber bei schnellen Desktops schon einsam an der Spitze.

Nix da

Von: yup | Datum: 02.04.2004 | #6
>>Ergänzung: ich persönlich würde Klone sogar begrüßen, wenn sie gewisse von Apple vorgeschriebene Richtlinien beachten. Aber dazu wird Apple sich wohl nicht aufraffen. Einige "Klone" waren damals sogar fortschrittlicher als original-PowerMacs, z.b. Daystar Genesis mit quad-Prozessor, solche Konkurrenz wollte Aplle natürlich nicht haben...
<<

Die Klone waren seinerzeit ein gugantisches Verlustgeschäft für Apple, da sie im Grunde jeden Klon mitsubventioniert haben. Ich denke nicht, daß die nochmal so blöd sein werden.

OS X wird nicht auf ner BeBox laufen

Von: LoCal | Datum: 02.04.2004 | #7
Weil die BeBox nen 604e hatte!

Darum gehts aber nicht ;-)

Von: Carlo | Datum: 02.04.2004 | #8
Es geht nicht darum, dass andere Computerhersteller den Power verbauen und damit OS X dann darauf laufen könnte! Es geht vielmehr darum, dass andere Firmen um den inneren Kern des Power eine eigene Architektur aufbauen können, so wie es mit der X-Box von Microsoft jetzt schon gemacht wird. Dadurch wird eine Vereinheitlichung eines Prozessorkerns möglich, dem Firmen auf die verschiedensten Aufgaben eine eigene Struktur hinzufügen können. Das spart dann einige Prozessoren ein. Gamekonsolen, Router und was einem dazu sonst noch einfallen könnte, würden davon profitieren. Die Geräte könnten dann nämlich um einiges preiswerter und gleichzeitig leistungsfähiger produziert werden. Der Befehlssatz des inneren Kerns wird auch weiterhin IBMs Geheimnis bleiben. Nix mit OS X auf irgendeinem Teil. Soviel hab ich mal dazu rausgefunden und ich finde es schön, daß es so ist.

Geht net

Von: Karl Schimanek | Datum: 02.04.2004 | #9
Genauso wie es unmöglich ist BeOS auf G4s laufen zu lassen.

IBM kennt wahrscheinlich die Spezifikationen des Chipsatz, wird diese aber bestimmt nicht freigeben (können).

Clones sind erst dann gut, wenn Apple einen Weltmarktanteil von >10% hat.

Und dazu müsste sich Apple dann so positionieren wie IBM heute ;)

Nur dann geht's

jap hamster

Von: ionas | Datum: 02.04.2004 | #10
apple sollte endlich mit liscensing anfangen.

mac os liscensing und liscensing von fairplay (iTMS / ACC DRM) und liscensing von iPods (haben sie schon, siehe HP).

den notebook markt würde ich jedoch nicht freigeben, und den servermarkt auch nicht (xGrid, Cluster usw, Mac OS X Server)

@ Karl

Von: ionas | Datum: 02.04.2004 | #11
man könnte eben auch strike anforderungen an cloner legen an die die lizenzen gehen.

mindestens soviel mhz wie das kleinste modell das apple verkauft, bestimmte hardwarekomponenten, teurere preise für mac os x (das ja dann extra erworben werden muss, genauso wie iLife)

mit hardware die nicht auf den certified listen ist bootet mac os x erst gar nicht, das muss man relativ sicher einbauen.

dadurch kann apple viel steuern.
auch sollte es eben support z.b. für mac os x dann nur für teures geld geben, ausser man kauft eben ein original mac, usw.

man muss es eben auch rentabel machen :)

Clone wirds nicht geben

Von: Gerd | Datum: 02.04.2004 | #12
Beim lieben Hannibal ist wohl eher der Wunsch der Vater des Gedanken. Apple wäre schön blöd sich nochmals auf das Clone-Geschäft einzulassen.

Wie oben gesagt...

Von: RollingFlo | Datum: 02.04.2004 | #13
Es ist ja wohl was anderes, maconlinux laufen zu lassen oder OS X zu booten. Ich habe auch schon mol auf einem A1-g4 gesehen und zwar war ich überrascht, dass es doch ganz gut geht, aber das lag nur an meinen äußerst niedrigen Erwartungen. Später habe ich dann mal gelesen, es liefe auch "nativ", aber das war eine falsche Aussage (siehe oben).

Tja, ich sage mal so: wenn sich die PPC-Linux Leute dann eine OS X-Lizenz auch kaufen würden... nur sehe ich da schwarz. Nicht weil es schlechtere Menschen sind, sondern weil viele gegenüber kommerzieller Software generell kritisch eingestellt sind. Und dann gibt es die, die OS X zwar nutzen, aber nicht bezahlen wollen weil sie nicht die Loyalität der mac-Nutzer zu der einen Firma haben (wie auch?). Und überhaupt: OS X kaufen, um es dann in mol laufen zu lassen? Wer macht das schon?

So oder so wird sich also für Apple nicht viel ändern. Weder werden die anderen PPCs den Macs gefährlich werden, noch hat Apple Chancen, viele neue OS X-Lizenzen zu verkaufen.
So unspektakulär sehe ich das.

Was allerdings Apple was bringen kann, ist die Tatsache, dass viele Programme portiert werden könnten und sich vielleicht einige Hersteller entschließen, PPC-Programme zu schreiben, wenn sie leicht an eine Vielzahl von Rechnern und Systemen anpassbar sind.

Weiss jemand....

Von: Sire.Ben | Datum: 02.04.2004 | #14
von euch wie schnell die Emulation von Mac on Linux ist? Lohnt es sich überhaupt Mac auf Linux mit dem Emulator laufen zu lassen oder ist die Performance gut?

@ RollingFlo

Von: ionas | Datum: 02.04.2004 | #15
Mit Loyalität hat das nichts zu tun!
Mac Nutzer kriegen ihr OS eben einfach dazu, und sie zahlen auch dafür! Sie können blos nicht kein OS kaufen - daher merkt man das nicht.

Bis auf ein par Zealots und Macheads sind die meisten Mac benutzer (die meisten sind nicht die leute die auf mac guardians oder mac rumors rumhängen) ganz normale menschen.

in meinem "bewusstsein" ist es so dass ich gerne für software bezahle die entweder

1. zur belustigung dient (entertainment software, z.b. games)

2. kommerziell eingesetzt wird (z.b. adobe, macromedia, alias und andere)

Ja, da ist wohl leider was dran

Von: Karl Schimanek | Datum: 02.04.2004 | #16
Man müsste halt mit den Clone-Herstellern vereinbaren, dass sie nur Rechner im Bundle verkaufen dürfen... ist aber auch nicht ohne...

Wen interessierts?

Von: Cyrus Mobasheri | Datum: 03.04.2004 | #17
Dann wird es eben massig Software geben die auf anderen Prozessoren läuft, die aber X11 benötigen, und wenn man nur die Gui ändern muss, dann werden das einige Firmen für weitere 3 Prozent Marktanteil gerne tun. Wenn erst mal alles andere Portiert wurde, ist es bei vielen Projekten sogar egal, ob die mit X11, oder Aqua laufen. Open GL ist Open Gl, und wieveil Spiele gibt es die Aqua nutzen. Es wird meines erachtens, ein haufen mehr Spiele für den Mac geben, wenn die PowerPCs verbreitet sind. Denn Spiele benötigen so gut wie nie Aqua, oder X11, sondern einfach Open Gl, und in Zukunft meinetwegen noch Open AL.

nö, nicht wirklich

Von: frank | Datum: 03.04.2004 | #18
nö, es läuft nur via MOL. Bei etwa 20% Peformanceverlust (laut dem Author Samuel Rhyd). Während Netz und USB kein Problem sind, unterstützt MOL Firewire nur indirekt bei Linux über den spb2, also als SCSI Gerät in der SCSI Emuation für IEEE1394. Das wiederum mögen Applikationen unter OSX, die mal nicht Brenner sonder vieleicht DV machen wollen, nicht so wirklich.
Bluetooth : Schweigen in er Luft.
Was die Kosten angeht sind AmigaOne und Genesis Pegasos hoffnungslos überteuert. Wer einen Mac haben will, liegt mit einem eMac günstiger.
Während Apple G5 herausbringt und weiter bringen wird, liegen diese beiden Hersteller immer noch mit dem G3 und G4 in der Wanne. Das Wasser wird langsam kalt...und Mittel um warmes Wasser nachzukaufen scheint es kaum zu geben.
Weiterhin : während Apple seit Jahrzenten in die Pleite stolpert, werden sie es wohl auch noch die nächsten Jahrzehnte tun. Bei den anderen Beiden könnte das schon tatsächlich morgen geschehen.
Tatsächlich sind beide Firmen auch nicht sehr kooperativ was openSource angeht. Der OpenBSD Pegasos Vorfall zeigt das deutlich. Der AmigaOne/MAI Teron läuft mir Linux Kernel jeder Sicherheitslücke geradezu hinterher. Beim Pegasos II siehts da besser aus, allerdings kann ich mich dem Eindruck nicht erwehren, dass das nur im Sinne "nützlicher Idioten" genutzt wird um die ohnehin rasende Verbretung (so umme 1000 Einheiten, weltweit) etwas zu verbessern. Aber, wenn man so eine Box braucht, und Linux auch machen möchte, ist der eMac wieder preiswerter.
Gerüchteweise sollen auf dem Pegasos tatsächlich OSX native mit einigen Tricks laufen. Die Abfrage irgendwelcher OF - Werte würde übrigens auch bei MOL auf diesen Boxen ein Problem sein, ists aber nicht. Das mit dem ROM ist etwas aus der Zeit des alten MacOS.
Mit den NewWorld Boxen hat sich das wohl geändert.
Ich glaube auch nicht, dass die Nutzer der o.g. Maschinen in den AppleHandel panthern um sich dereinste einen Tiger in den Rechner zu packeh. Die wollen daddeln mit den Boxen, mit AmigaOS4 und MoprhOS 1.4/5.
Völlig andere Zielgruppe, kein Markt. Als Clones unter OSX uninteressant. Als reine Linux Boxen zu teuer. Als AmigaOS-Aufguss zu teuer.
Gruss Frank

äh, aber

Von: frank | Datum: 03.04.2004 | #19
vieleicht mit OSX Serv ?
Es ist einfach durchzurechnen ab welcher Menge die PPC Blades von IBM billiger sind als die G5 XServ.
Da könnte es sogar marktechnisch sinn machen. Grosse Cluster -> IBM, kleine Cluster -> Apple.
Zur der Zeit wo Virginia den BigMac machte, gabs die PPC Blades von IBM noch nicht.
Ich bin davon überzeugt das kommt : die IBM Boxen könnten ein Apple Label drübergepappt bekommen. Genauer der PPC970 Blade von IBM.
Gruss Frank

Stimme Frank großteils zu...

Von: RollingFlo | Datum: 03.04.2004 | #20
... auch mit den Servern.
Die Performance-Einbussen von MoL würde ich persönlich, von meiner subjektiven, nicht nachgemessenen Einschätzung her, aber deutlich höher einschätzen. Eher gegen 50%. Aber vielleicht wurde MoL mittlerweile auch verbessert?

Das Gerücht, dass man auf dem Pegasos OS X teilweise nativ laufen lassen kann/bald können wird, glaube ich erst, wenn ich es gesehen habe. Denn das gibt es schon von Anfang an. Ich würde ausserdem vermuten, dass Apple flugs mal was einführen könnte, um die Ausführung von OS X auf Nicht-Macs total zu verhindern, wenn sie denn wollten.

Noch ein Punkt: Das Amiga-Leute nur daddeln wollen, glaube ich nicht - da sind schon viele dabei, die ernsthaft arbeiten wollen, die aber keinen PC abkönnen und für Amiga halt immer noch ein Herz haben. Ich gehöre auch dazu - allerdings habe ich dann aufgrund des mittlerweile bedeutungslosen Marktanteils und v.a. aufgrund des dauerhaften Nichterscheinens von AmigaOS 4 keinen A-1 sondern den Mac gekauft, womitich restlos glücklich bin. Und ich sehe keine Chance, wie AOS 4 MacOS X auch nur annähernd das Wasser reichen könnte. Eine beta habe ich schon gesehen und vom Hocker haut mich das alles nicht. Und MorphOS ist ja noch mehr ein Untergrundding. Du brauchst Software für XY? Programmier' sie selber... ;)

Naja, schönes Wochenende an alle Macies, Amigianer, Pegasosler und was sonst noch Power-PCen tut. :D

no!

Von: myname | Datum: 03.04.2004 | #21
apple ist so gut weil die produkte funtionieren, und das tuen sie weil es ganz einfach standarts sind welche apple in ihren produkten einführen! deswegen finde ich clones scheisse. pc funzen einfach meist nicht richtig weil nichts aufeinander abgestimmt ist etc.

ich finde apple überhaupt nicht teuer, ich bin vor etwa 1,5 jahren zu appe gewechselt und es hat sich bis heute jeder euro gelohnt, DEFINITIV!

myname hat wohl eher recht...

Von: mcj | Datum: 03.04.2004 | #22
gibt ja allerhand zu lesen, zu denen mir zwei Sachen einfallen:

- Das Clonen ging damals nicht gut, weil keiner der clonierer eigenes Motherboard Design oder eigene OS Software entwickelt hat. Die Jungs haben sich einfach in Apples Regal bedient und die Komponenten (motherboards & co.) gekauft, wie sie sie brauchten -> Apple tut praktisch alles nur ein wenig mehr marktanteil zu bekommen. Dazu war PowerComputing echt dreist gegenüber Apple, so ich den Jungs auch den Stecker gezogen hätte.

Wie soll man denn dabei das mit den Richtlinien hinkriegen, den Aufwand mit der Zertifizierung etc. pp. ? Ist eine Pegasus-Plattform tatsächlich so reibungslos, dass man sie als Produkt unter die Leute bringen kann? Damals bei einem Clone (Motorola Basiert?) gab es ja auch schon Probleme mit dem manuellen Diskettenlaufwerk.

ich glaube, dass Clonen nichts bringt, und wenn man bedenkt, dass Apple sowieso nur das Design übernimmt und das ganze dann von OEMs nach Spezifikationen in Taisonstwo realisieren lässt, wo wäre dann der Vorteil eine andere Marke zu etablieren, die Mac OS X kompatibel ist? Wenn weitere Hersteller bereit sind Hardware für Mac OS X zu produzieren, dann können Sie das ebenso unter dem Apple Brand tun. Wenn Apple Mac OS X auch auf anderen Plattformen laufen soll, die Apple nicht kontrollieren kann, dann ist die ganze Reibungslosigkeit und der alles aus einer Hand vorteil futsch. Weiss nicht ob Apple darauf Bock hat. (und ich) Andersherum würde es Apple vermutlich nicht stören, wenn ein paar Tausende Mac OS X auf anderer Hardware zum Laufen kriegen.

@ionas: was genau soll Mac OS licensing bringen? Soll man zu verbilligten preisen die Retail-Box als VAR kaufen können?

Gruss, m.

nö, diese Dinger sind alle nicht reibungslos

Von: frank | Datum: 03.04.2004 | #23
der Pegasos kann die HW seitig vorhandene FireWire Schnittstelle mit seinem ureigenen OS, dem MorphOS, nicht bedienen (der Treiber fehlt..., das krude OpenSource Zeugs namens Linux kanns natürlich). Die Boxen wurden ausgeliefert mit einer fehlerhaften Installationsroutine....testet man sowas nicht dort ?
Auch die HW-Seitig vorhandene GigabitEthernetschnittstelle, naja, Linux kanns.
Wie auch immer, glaubt irgendjemand noch, dass wenn die Jungs soweit sind, dass AmigaOS richtig schön funzt, das wenn MorphOS die eigenen Hardware nutzen kann, irgendjemand noch was vom G4 wissen will ?
Die sind nicht soweit wenn Apple in allen Produkten (ausser den Pods ;-) ) den PP970/FX reinsemmelt. Die sitzen dann immer noch auf dem G4, 1.5GhHz,bestenfalls.
LinuxPPC server gibt es, die pSeries von IBM sind die bekanntesten, vieleicht. Auf diesen Kisten läuft natürlich auch AIX5L (l, wie linux, ist aber "nur" ein Kompatibilitätslayer, ähm, wo ist der eigentlich beim BSD artigen OSX geblieben ?) TerraSoft Solutions verkauft Apple Rechner mit vorinstallieren YellowDogLinux (aus gleichem Hause). Hemeris und einige andere bauen G4 Blades. Nicht unerfolgreich.
Ich glaube nicht, dass heute Leute wirklich noch auf zwangsbeatmeten 68K Amiga mit reingesemmelten PPC-Karten wirklich arbeiten. Aufm AmigaOne gibts ausser Linux (was aber, wie gesagt, Kernelmässig komplett verödet ist) nix was man einsetzen kann. MoprhOS auf dem Peggi ist sicher auch nicht schlecht, aber wie schon von RollingFlo gesagt, es gibt nicht viel....
Ich glaube das Mengen mithilfe der neuen PPC befeuerten XBox sowie der Sony PS/3 mit dem Cell aus der PPC-Familie was werden können. Wobei, ein Gedane, wie wäre OSX auf der PPC befeuerten MS-XBox ? Naja, wird nicht gehen, klar. Aber ein netter abstruser Gedanke, nicht wahr ?

Gruss Frank

PowerPCs billiger, als Apple

Von: ut | Datum: 03.04.2004 | #24
Die PowerPC-Plattform war schon immer eine offene Plattform. Es gab zusätzlich mehrere Versuche, die Plattform weiter zu öffnen bzw. zu referenzieren, z.B. PReP und CHRP. (Im Gegensatz dazu wurde die IBM-x86-Plattform nie freigegeben oder lizensiert. Das BIOS, auf das IBM ein Copyright hatte, wurde von Phoenix einfach neu nachprogrammiert und dann die Architektur nachgebaut. Die verwendeten Komponenten incl. dem Prozessor waren eh jeweils das billiste, dass am Markt angeboten wurde.) Auch bei Motorola gibt es seit Jahren PPC-Refernz-Designes zum Download incl. Schaltplan Bestückungsliste.
Einen Hardware-Schutz, wie früher das Mac-ROM gibt es bei den Macs auch nicht mehr. Das ROM wurde mit den New-World-Rechnern (ab iMac) bedeutungslos. In den neuesten Macs, die kein Mac OS 9 mehr starten können, sind die letzten Rudimente des Mac-ROMs beseitigt (daher starten sie kein Mac OS 9). Mac OS X braucht nur die Firmware, diese ist ein offener Standard (IEEE 1275) und Teil der PowerPC-Refernzplattform.
In der Firmware gibt es einen Eintrag, der die Plattform benennt. Der Plattform-Eintrag könnte ein Hindernis sein. Das kann aber offensichtlich leicht umgangen werden kann. Mit XPostFacto lässt sich OS X auf Maschinen installieren, die nicht den richtigen Plattform-Eintrag haben. (Bei der Software-Aktualisierung wird der Plattform-Eintrag auch abgefragt. Software-Updates werden z. Zt. aber trotzdem an Macs verschickt, auf denen offiziell kein Mac OS X läuft.)

Es würde sicherlich nur ein geringes Problem sein, Mac OS X auf einem beliebigen PowerPC-Rechner laufen zu lassen. Mit einer Software ähnlich XPostFacto müsste das machbar sein.

Das Problem liegt aber ganz woanders. Es wird immer davon ausgegangen, dass PowerPCs, die nicht von Apple stammen billiger sind. Das ist aber nicht der Fall. Bislang waren Macs immer konkurrenzlos billig innerhalb des PowerPC-Segments. Teilweise um ein vielfaches. Einzig die Pegasos-Modelle kamen bis auf wenige Prozent ran (z.B. eine ATX-Kiste ohne Monitor zum Preis eines sonst vergleichbar ausgestatteten iMacs incl. Monitor).
Das wird sich erst ändern, wenn sich ein Hersteller findet, der entsprechend hohe Stückzahlen verkaufen kann. Also 500000 bis 1Mio Stück pro Jahr, besser mehr. Für dieses Modell würde sich dann auch eine entsprechend große Entwicklergemeinde finden, die die XPostFacto-ähnliche Software und die notwendingen Treiber programmiert bzw. anpasst, sodass Mac OS X drauf läuft.
Nur das liegt in weiter Ferne.

Prozessor nicht maßgeblich

Von: Motorola | Datum: 04.04.2004 | #25
Wer meint, der gleiche Prozessor würde zu Kompatibilität führen, kann ja seine 68k-Mac-Programme einmal auf einem Atari ST oder Commodore Amiga testen; oder AIX auf PPC 601/604-Macs; oder Mac OS auf einer IBM RS/6000; oder IRIX auf der Playstation oder Nintendo64; oder ...

Re.: Prozessor nicht maßgeblich

Von: ut | Datum: 04.04.2004 | #26
@ Motorola
Das hat andere Gründe:
Das Mac OS brauchte das MacROM. Dieses haben nur Macs. Mac OS und damit 68k-Mac-Programme liefen aber auf Amiga mit der entsprechenden Emulation.
AIX ist kein quelloffenes System und daher nur schwer an PPC-Macs anpassbar. PPC-Macs und RS/6000 laufen aber beispielsweise mit der gleichen Linux-Distibution.
Playstation und Nintendo64 unterscheiden sich, bis auf den Prozessor, grundlegend von einer SGI-Workstation. Außerdem ist auch IRIX nicht im Quellcode verfügbar und daher kaum anpassbar. Übrigens gibt es mittlerweile ein PowerPC-Linux für den Gamecube.

Was bitte @ Frank

Von: ionas | Datum: 04.04.2004 | #27
Pegasos überteuert?

[Link]

Pegasos-II G3/600 MHz: EUR 346.90
Pegasos-II G4/1 GHz: EUR 578.90

ich weiss da feht hardware, aber wenn man z.b. kein monitor im system will gehts kaum anders als einen g4 oder sowas zu kaufen...
und das ist dann doch billiger.

OT:

Von: Karl Schimanek | Datum: 04.04.2004 | #28
In der aktuellen C't ist n Bericht über IBMs G5 Compiler (VisualAge 6).

Schnitt zwar nicht so gut ab, würde ich aber als typisch C't einordnen ;)

@ ionas

Von: ut | Datum: 04.04.2004 | #29
Das ist genau das, was ich sagte:
Pegasos-II G4/1 GHz: EUR 578.90
eMac 1G4/GHz EUR 795,00

Für die Differenz von 216,10€ bekommt man nicht die fehlenden Hardware:

Gehäuse mit Netzteil
Grafikkarte
Festplatte
CD-Laufwerk
Tastatur
Maus
RAM (muss man beim eMac auch erweitern)
Monitor

und Mac OS X nicht zu vergessen.

Der Pegasos ist ganz einfach deutlich teurer, als ein eMac. Und selbst um unter den EUR 1195 eines 1,25GHz PowerMac G4 zu bleiben, darf man nur die billigsten Komponenten verwenden.

Wo ist da das neue?

Von: cochrane | Datum: 04.04.2004 | #30
Also es gibt hier anscheinend zwei Möglichkeiten, von denen ich aber nicht weiß, welche richtig ist:
a) Jede PowerPC-Maschine kann Mac OS X (mit mehr oder weniger Anpassungen) booten, dann wäre das auch vor der Konferenz schon so gewesen
b) Es ist mehr als nur der Prozessor, sondernd eben auch das (zumindest teilweise) andere ROM, und das hat nicht jede PowerPC-Maschine.
Im einen Fall sagt Hannibal nix neues und im anderen irrt er sich. Die Aussage ist meiner Meinung nach sowohl auf die eine wie auch auf die andere Art irrelevant.

Hanms

Von: Karl Schimanek | Datum: 05.04.2004 | #31
gf

MacOS X läuft doch nativ auf dem Pegasos II board !

Von: macgaga | Datum: 13.10.2004 | #32
was man benötigt ist eigentlich eine Art "bootloader" und "MOL".

Da "MOL" ja kein Emulator ist (MOL emuliert nix) sondern eher eine Art "Virtual Machine" ähnlich wie die Classic Umgebung unter MacOS X, hält sich der Performanceverlust wohl in annehmbaren Grenzen.

mal hier vorbeischauen:

[Link]
[Link]

Ausserdem haben ja vor kurzem ein paar Freaks es geschafft sogar auf einer X-Box mit X86 Prozessor, die wohl eine völlig andere Systemarchitektur als ein Mac hat MacOS X zum laufen zu bekommen. Wenn man will (und Zeit hat!) geht alles !

[Link]

Bei mir läufts prima

Von: Klaus | Datum: 13.10.2004 | #33
Also ich habe hier MacOS 10.3.5 auf dem Pegasos G3 laufen und es läuft, wie es auf einem G3 laufen sollte. Den blöden eMac habe ich wieder verkauft.