ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 29

Mustek: hieß "Support" nicht mal Unterstützung?

Tolle Produkte, mieser Service - oh ich lästiger Kunde

Autor: bh - Datum: 01.08.2002

Eine schöne Geschichte über einen Treiber: die Mustek Mini Sm@rt 2 ist eine tolle Kamera. Digicam so klein wie eine Kreditkarte, wirklich geiles Teil, das 1280 x 960 Bilder macht. Speicherplatz auf dem 40 Gramm leichten Ding sind 16 Mb - wie krieg ich die Bilder nun auf den Rechner rüber? Sorglos einfach mal so probieren: leider leider! Steckt man die Kamera einfach über USB an, mosert die Kiste was rum von wegen mangelnder Stromversorgung.
Gut, da muß ein Treiber her. Auf der Mustek Homepage steht leider nix von einem Treiber für Mac. Schnell Mustek angeschrieben und nett angefragt: habt ihr IRGENDEINEN Treiber für den Mac von IRGENDEINER eurer Kameras? Denn oft klappen die ja auch für andere Modelle, so schon erlebt bei Canon, da lief sogar eine Sony-Kamera mit dem Treiber. Wie reagiert Mustek?

"Sehr geehrter Damen und Herren,
die Kamera Mustek Smart Mini2 ist nicht für Mac.
Mit freundlichen Grüßen
Mustek Support"

Himmel, ja! Weiß ich doch, hab ich ja auch geschrieben - und deshalb nach einem Treiber für IRGENDEIN ANDERES MODELL gefragt. Nochmal an Mustek gewandt, ein fixes reply und die Frage wiederholt, einfach Mail nochmal lesen. Mustek zuckte kaum mit der Wimper, legte die Hand auf den Colt und schrieb:

"Sehr geehrter Herr,
Sie haben schon eine Antwort bekommen. Es gib keinen Treiber für Mac für die Kamera.
Mit freundlichen Grüßen
Mustek Support"

Mir fällt kein schöner bayrischer Fluch ein, zumindest keiner, den ich ohne Anwalt hier veröffentlichen sollte. Liest in dieser Support-Abteilung eigentlich mal jemand die Mails? Geht man auf den Kunden ein, der schließlich was gekauft hat? Nein, es reicht offenbar bei Mustek, diesen Mac-User wie einen hirnamputierten zu behandeln und ihm klarzumachen, daß er nur Anspruch auf EINE Antwort hat - mehr ist nicht drin. Offenbar ist es so: Antworten gratis, Zweitantworten und Wiederholungen auch gratis aber ungern, Antworten auf konkrete Fragen jedoch kostenpflichtig. Mustek zeigt vor, wie man es nicht macht - ein Lehrstück für andere Unternehmen?

Kommentare