ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 2947

Verflixt und zugegoogelt!

Sind wir alle heimlich Linux-User?

Autor: roland - Datum: 30.04.2004

Wenn wir schon mal bei Google sind, dann ist vielleicht auch das noch interessant: In einem bereits am Sonntag erschienen Guardian-Artikel spekuliert John Naughton über die Rechenpower hinter der weltweit führenden Suchmaschine Google. Und in der Tat sind seine Überlegungen spektakulär:… Man stelle sich ein Linux-Cluster bestehend aus möglicherweise 100.000 Servern vor! Allein der Wartungsaufwand, das Aufspielen der bei Linux häufigen Patches, muss das Google-Personal ganz schön in Atem halten. Immerhin, mehr als die Hälfte der mehr als 1.000 Mitarbeiter (oder waren's 2000?) sind Techniker. Was ansonsten technisch hinter Google steckt, liegt im Vorfeld des laut Onkel Heinz bevorstehenden Google-Börsengangs zwar weitgehend im Dunkeln, aber bei kottke.org hat man sich vor kurzem bereits ein paar recht schlüssige Gedanken dazu gemacht. Für Windows-User mag das erschreckender sein als für unsereiner, ist doch Linux noch weit vor Mac OS X das traditionelle Schreckgespenst für Redmond. Während es immerhin starke verwandtschaftliche Beziehungen zwischen Linux und Apples Unix-basierten Mac OS X gibt. Hm, im übrigen wird die Google-Aktie sicher kein übles Investment sein…

Kommentare

Google the most important ...

Von: Terrania | Datum: 30.04.2004 | #1
company in a few years. So der Abschlußssatz. Ich fürchte der Mann hat Recht. Denn Informationen sind inzwischen das Wertvollste schlechthin. Man wird sehen.

Vorsicht!

Von: RollingFlo | Datum: 30.04.2004 | #2
Mit Aktienempfehlungen! ;D

Persönlich bin ich der Meinung das:
a) Google mal mit mehr Informationen rausrücken sollten, bevor sie Aktien verkaufen
b) sich die Konkurrenz mausert und Google nur Marktanteile verlieren kann. Von ganz oben geht es halt nur abwärts.
c) Google wahrscheinlich für mehr Einkommen sorgen wird müssen und dadurch weniger attraktiv werden könnte (Werbung usw.).

Mag schon sein, dass ich wieder mal eine lohnende Investition verpasse, aber ich bin skeptisch.

Sehe ich auch so...

Von: RollingFlo | Datum: 30.04.2004 | #3
... wobei Google ja mit dem G-Mail Zeuchs schon neue Geldquellen anzapft. Da wird ja dann "kontext-sensitive" Werbung in die Email eingeblendet! Also, man schreibt was über DVDs und bekommt eine Anzeige dazu eingeblendet. Super! Wer so blöd ist und seine Emails so missbrauchen lässt (und wer glaubt schon noch die Datenschutzbeteuerungen von google?), dem ist nicht mehr zu helfen und vom Umsonst-nehme-ich-alles Gedanken beherrscht - ich glaube kaum dass diese Klientel für die meisten liquiden Firmen von Interesse ist. Das hat sich ja bei den "Geld fürs surfen gegen Ertragen von Bannern" schon gezeigt, denn die Firmen gingen ja allesamt pleite!

Zudem: Probiert mal das neue Yahoo aus oder, noch besser, Metasuchen, die gleich nach Unterthemen sortieren. Die sind doch jetzt schon besser als Google. Und ich bin ganz sicher kein Yahoo-Fan!

Nun heißt das alles natürlich noch lange nicht, dass die Aktie keine (kurz- bis mittelfristig) gute Anlage sein wird. Schließlich standen auch schon mal Internet-Aktien ganz oben, obwohl die Unternehmen weder ein Konzept hatten noch irgendetwas anderes - ausser tiefroter Zahlen. Die Börse und die Logik...

Algorithmus.

Von: Dudenfreund | Datum: 30.04.2004 | #4
Algorithmus. So und nicht anders.

Ach, nimm Dir halt ´nen Keks :)

Von: Yep | Datum: 30.04.2004 | #5
nix text

Google-Spam

Von: Patrick | Datum: 01.05.2004 | #6
In der c't 09/2004 ist ein recht interessantes Interview mit ein paar Google-Oberen: da wird unter anderem auf das gerade in D sehr üble Google-Spamming (wohlwollend als "Suchmaschinenoptimierung" bezeichnet) eingegangen und wie bei Google momentan versucht wird, durch Algorithmus-Optimierung dieses Problem in den Griff zu bekommen. Grundsätzlich soll das Ranking nach wie vor automatisch erfolgen, eine Auslese von Hand ist einfach nicht machbar und nicht erwünscht.

anzahl computer im google-cluster

Von: daniel (MacGuardians) | Datum: 01.05.2004 | #7
moin!

leider ist der verlinkte artikel gerade nicht erreichbar, trotzdem ein kommentar zu den zahlen:

ich war neulich an einem vortrag von google, bei dem auch die architektur zur sprache kam. die genauen zahlen habe ich leider nicht mehr im kopf, aber 100'000 cpus waren es wohl doch nicht.
laut meinem buch über computer architektur bestand das google cluster ende 2000 aus um die 3200 pcs bzw. >6000 cpus und um die 12000 disks (mit einem speichervolumen von ~1petabyte = 1'000 terabytes.
google betreibt drei redundante soche cluster.

die zahlen werden sich in den letzten drei jahren wohl geändert haben, aber nicht um den faktor 15.

gruss
daniel

nachtrag

Von: daniel (MacGuardians) | Datum: 01.05.2004 | #8
kurz gegooglet und schon gefunden:

[Link]

der artikel enthält aktuelle zahlen (15'000 cpus) und einen überblick über die architektur.

gruss
daniel

Abwärts

Von: Brannigan | Datum: 01.05.2004 | #9
wenn das mit dem Google Spamming so weitergeht, dann passiert mit Google wohl genau das gleiche wie mit Altavista.

Google ist Raus... vivisimo.com!!!!

Von: tyskepit | Datum: 05.06.2004 | #10
Bei mir ist Google unten durch , unter bestimmten Stichwörtern (meist in zusammenhang mit einer Ortsangabe)bekomme ich nur noch Dreck, irgendso ein und derselbe Superschpammer. damit ist jetzt Schluß es gibt vivisimo.com