ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 2949

Alles Tinte oder was?

Erstes Notizbuch mit Inkwell-Features

Autor: roland - Datum: 03.05.2004

Na endlich! Die Inkwell-Technologie ist ja schon seit einer ganzen Weile in Apples Mac OS X integriert. Mit InkBook gibt es nun auch eine erste Software, die etwas mit Apples Handschrifterkennung anfangen kann. Eine Art Notebook für Handschreiber. Ausgestattet mit den für derlei "Helferlein" typischen Features ist InkBook ein durchaus erfreulicher Neuzugang in der Fülle der Notizen- und Ideen-Verwalter, über die wir bereits mehrfach berichtet haben. Interessant ist die digitale Tintenschleuder dabei vermutlich vor allem für jene Mac-User, die eh ein Grafiktablett an ihren Mac angeschlossen haben und ihre Tastatur nur eher widerwillig benutzen: Art-Direktoren, Illustratoren etc.

Kommentare

Würde mich mal interessieren...

Von: Marcel_75@work | Datum: 03.05.2004 | #1
...inwieweit die Übertragung solcher Notizen in z.B. TextEdit auch bei deutschen Systemen funktioniert?

Denke mal, dass es da noch ne Menge Probleme gibt, da die Sprache nicht korrekt interpretiert wird, oder?

Wer testet es mal?

@marcel

Von: nico | Datum: 03.05.2004 | #2
ist ja keine spracherkennungssoftware, sondern solche fuer schrifterkennung. diese ist im verhaeltnis zur erstgenannten wesentlich einfacher gestrickt. hier kommen im deutschen lediglich umlaute und das "ß" hinzu...

@nico

Von: mbs | Datum: 03.05.2004 | #3
Nein, Schrifterkennung ohne Spracherkennung ist nicht möglich. InkWell verwendet auch extra benutzerbezogene Wörterbücher. Man muss hier unterscheiden zwischen Systemen, die echte Handschrift erkennen (wie Inkwell) und Stylus-PDAs, die ja nur spezielle Gesten für die einzelnen Buchstaben erkennen. Das letztgenannte ist einfach, das erstgenannte recht schwer.

Ab Mac OS X 10.3 hat Apple Unterstützung für Deutsch und Französisch hinzugefügt. Die Erkennungsqualität hält sich in Grenzen, ist aber wohl besser als beim Original-Newton... :-)

Bananensoftware?

Von: Christian | Datum: 03.05.2004 | #4
Finde das Notizbuch noch nicht sehr ausgereift. Aber mir macht's am Rechner (trotz Tablett) auch nicht so viel Spaß, von Hand zu schreiben -- wenn man denn schon eine Tastatur hat, mit der man viel schneller ist...

Spannend ist es wohl wirklich nur für Leute, die gerne Grobskizzen machen und dafür nicht jedesfall Photoshop aufmachen wollen. Dafür ist es aber eigentlich auch nicht geeignet, denn die Druckstärke scheint nicht ausgewertet zu werden.

@mbs

Von: nico | Datum: 03.05.2004 | #5
"Schrifterkennung ohne Spracherkennung ist nicht möglich"

halte ich ja fuer ein geruecht - was bitte schoen ist "ocr" - liegt jedem vernuenftigen scanner bei? moeglich, dass apples software hier tiefer geht, noetig ist es indes nicht.

halte einem nichtenglischsprechenden einen englischen text hin - und du wirst sehen (sofern er des lesen und schreibens kundig ist) - wie gut schrifterkennung ohne spracherkennung funktioniert...

Schrifterkennung von Maschienem Geschriebenem != handschrift

Von: Cyrus | Datum: 04.05.2004 | #6
Wer also eine Akademikerschrift hat, der braucht ein Programm das sehr interpretationsfähig ist, um die Bedeutung der Sauklaue zu erahnen, und wer da die Sprache nicht berherscht tut sich viel schwerer beim Interpretieren.