ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 2976

Muh, muh, muh, dann warten wir mal zu

Longhorn Roadmap

Autor: thyl - Datum: 14.05.2004

Eigentlich ja keine Mac-Meldung, aber es ist immer wieder faszinierend, einem Innovationsstau zuzugucken. Microsoft hat endlich eine Longhorn-Roadmap veröffentlicht. Der zufolge soll das nächste MS-Betriebssystem (deren next big thing, quasi) in einer Client-Version Mitte 2006 (lies: Dez. 2006) und die Server-Version 2007 (lies: 31.12.2007) erscheinen. Das erste grössere Update dann 2009.

Na ja, Konstanz ist auch eine Tugend. Jedenfalls stellt sich Longhorn weiterhin als ein technologische Sprung dar, so wie Apple ihn mit dem Wechsel von OS9 auf X vorgenommen hat. Genau wie damals bei Windows 95 steht zu erwarten, dass MS damit technologisch Apple wieder überholen dürfte, auch wenn es diesmal nicht so klar erkennbare, technisch überlegene Merkmale gibt wie bei Win95. Apple sollte darauf rechtzeitig reagieren, allerdings bezweifle ich, dass Apple nochmals einen Kraftakt wie bei MacOSX unternehmen kann (und muss), trotz des heftigen Einsatzes von OpenSource.

Kommentare

Ich wage zu bezweifeln...

Von: unixmaster | Datum: 14.05.2004 | #1
dass Longhorn dem OS X (oder schon XI) von 2007 so weit voraus sein wird, wie es der Autor suggeriert.
OS X hat eine ähliche Innovationsdynamik wie Linux, auch dank opensource.Es wird voraussichtlich so viele Gemeinsamkeiten haben wie 10.0 mit 10.3.
Die spannendsten Themen werden wohl der nahtlose Übergang zu IPv6 und die Frage des DRM/Palladium im Langhorn (und natürlich Apple's Antwort darauf) sein.

unxmst

IPv6 ist schon da!

Von: Hannes Gnad | Datum: 14.05.2004 | #2
IPv6 ist in Panther durchgängig und voll funktionsfähig integriert (dank Teilen von BSD 5.0), am Rande erwähnt ...

Der Fehlerteufel---

Von: DrWatson | Datum: 14.05.2004 | #3
Das "und neuem Lack" soll natürlich "unter neuem Lack" heißen.

Naja, mal sehen,

Von: raller | Datum: 14.05.2004 | #4
ob viele kleine Schritte nicht auch einen grossen Vorsprung erzielen können. Vor allem bei jetzt schon angekündigten 4 Jahren Vorsprung von Apple, wenn Longhorn wirklich 2006 kommt.
Das Problem bei Microsoft ist es dann, auch die Flickenteppiche aus dem Jahrzent vor Longhorn irgendwie mit rüberzuretten, damit Sie Softwaremässig nicht bei Null anfangen müssen.
Das wird schwer. Und Apple kann im Augenblick mit jedem Tag etwas weiter davonziehen, und ob Microsoft das mit einem Riesenschritt aufholen kann??
Mal sehen.....

Übrigens schön, wie das FUD und die Vaporware immer noch funktioniert! ;-)

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 14.05.2004 | #5
M$ sagt "Longhorn wird der Hit in Dosen" und alle akzeptieren's als Faktum und argumentieren entsprechend!

Über ungelegte Eier soll man nicht diskutieren...

Schlimmstenfalls ...

Von: oscar | Datum: 14.05.2004 | #6
entdeckt M$ die PPC-Plattform für sich, drängelt sich da rein und macht sich breit. Wie ein dickes Kind in einer zu kleinen Sandkiste - grausame Vorstellung.
Mit dem Kauf der Emulation VirtualPC haben sie sich wieder einmal Innovation gekauft, statt sich selbst etwas zu erarbeiten.
Und Longhorn wird dann bestimmt auch auf PPC laufen.
Apple könnte zwar zum Gegenschlag ausholen, aber das wäre zu spät - strategisch gesehen wäre die Verfügbarkeit von MacOS X für die Intel-Plattform im Sommer 2006 ganz günstig. Und bis dahin schön die innovativsten Ideen zurückhalten, damit M$ nicht abgucken kann.
Ich glaube, es wird spannend.

Aus meiner Sicht ...

Von: oscar | Datum: 14.05.2004 | #7
als Apple-User ist Microsoft eine Insellösung - zugegeben, eine große Insel - aber eben leider nicht kompatibel zum weltbesten Betriebssystem.

jo der Abschnitt ist sehr geil...

Von: dermattin | Datum: 14.05.2004 | #8
...man hat selten so einen Realitätsverlust gesehen. Bei trüben Wetter heitert der extrem auf :)

Naja,

Von: Stefan | Datum: 14.05.2004 | #9
>>>das auch, aber bei so einer grossen Verbreitung _kann_ man einfach nichts radikal ändern <<<

Sorry, aber die grosse Masse wird - wie immer - dieser Lemmingsoftware hinterher und mit ihr über die Hardware-Technische Klippe springen.

Sie lassen sich Zeit, na und?

Von: iCop | Datum: 14.05.2004 | #10
Solange Apple's Marktanteile trotz OS X und G5 weiter schrumpfen, kann sich M$ doch alle Zeit der Welt lassen, um ein innovatives Knaller-OS auf die Beine zu stellen. Entscheidend ist doch, was letztlich dabei herauskommt und es wird das beste, mit allen Superlativen behaftete OS aller Zeiten sein. Machen wir uns doch nichts vor, OS X ist doch jetzt schon ein veraltetes OS.
Alle Macianer sollten doch froh sein, dass es noch so lange bis zum Erscheinen von LONGHORN dauert, denn die Folgen werden für die Macszene dramatisch sein. Die User werden in Scharen switchen zu $M. :))

Take it easy

Intelgebrabbel

Von: Dave | Datum: 14.05.2004 | #11
ich bin dafür, dass jeder, der nochma mit dem OS X auf Intel portieren Quatsch anfängt, 5 Euro in eine Hilfskasse für Switcher einzahlt.
Oder wie wärs mit nem Hausrecht ala Vorschlaghammer???

Kann's echt nich mehr hör'n...

Aqua

Von: Tobi | Datum: 14.05.2004 | #12
Aqua ist vektorbasiert. Und das ist ja auch das geniale daran, weil man manche Sachen somit in Hardware Rendern lassen kann.

Besser als Panther?

Von: cochrane | Datum: 14.05.2004 | #13
Auch wenn ich nicht wirklich daran glaube, erwarte ich doch, dass Longhorn zumindest teilweise besser sein wird als Panther, oder zumindest gleich gut. Schließlich hat M$ doch jetzt 2 Jahre Zeit um alles zu kopieren.

Was ich aber definitiv nicht erwarte, ist dass Longhorn an das Ende 2006 aktuelle Mac OS auch nur annähernd heranreicht.

Aqua und Vektoren??

Von: Bosskopp | Datum: 14.05.2004 | #14
Wo ist Aqua vektorbasiert??

@ Bosskopp

Von: James P. Sullivan | Datum: 14.05.2004 | #15
"Wo ist Aqua vektorbasiert??"

Aqua basiert auf Quartz (Extreme), und Quartz, soweit ich das weiß, auf PDF. Und PDF seinerseits ist ein Vektorformat mit Bitmapunterstützung. Wäre es kein Vektorformat, könnte man sich ein PDF-Text-File niemals bei einer Vergößerung jeweils der 200% antun...

(Sollte ich was verwechselt haben, bitte berichtigen)

@James P.Sullivan

Von: Ulrich | Datum: 14.05.2004 | #16
Du hast Recht. Und Aqua/Quartz ist noch weit mehr als nur Vektor orientiert. Das kann jeder leicht erkennen, der die (Entwicklungs-)Geschichte ausgehend von NeXTSteps Display PostScript bis hin zu Display PDF/Aqua/Quartz etwas genauer verfolgt hat. Diesen Vorsprung bei der GUI Schnittstelle wird auch Longwait nicht aufholen, zumal bis dahin noch viel Wasser die/den [Elbe][Rhein][Donau] (Bitte wählen ;-) hinuntergeflossen ist.

Ulrich

Fortschritt

Von: sanssecours | Datum: 14.05.2004 | #17
Longhorn ist Mac OS X ja wirklich weit überlegen, schließlich kann man damit sogar Dos-Programme von 1982 oder so ausführen. Wäre nett wenn sie den Support für Uralt-Software nochmals verbessern würden und vielleicht serienmäßigen Support für Programme auf Lochkarten einführen :-).

Ein Grund dass Longhorn so lange braucht...

Von: LoCal | Datum: 14.05.2004 | #18
... ist auch die abwärtskompatiblität. Es muss acuh noch so altes zeugs drauf laufen damit auch ja kein User auf seine uralt Applikation verzichten muss.
Apple war bei diesem Schritt schon konsequenter und hat mit Classic für die meisten user die goldene mitte gefunden.
Am besten hat mir in dieser Beziehung Be gefallen.. die haben nich lang gefackelt und alte Sachen mussten halt neukompiliert werden.

Naja.. was kümmert mich dullhorn.. ich hab OS X :D

WinFS

Von: Yemeth | Datum: 14.05.2004 | #19
Wenn das Dateisystem wenigstens funktionieren würde...

Die Idee ist nämlich, leider, genial:

Dateien könnten sich somit fast wie in iTunes verwalten lassen... z.B. Typen, Autoren etc.

Wäre wirklich eine feine sache, aber wenn schon Heise meldet, dass das vor 2009 nix mehr wird, dann ist vielleicht die Obstfirma schneller und besser!

@ Yemeth

Von: Soeren Kuklau | Datum: 14.05.2004 | #20
"Die Idee ist nämlich, leider, genial:

Dateien könnten sich somit fast wie in iTunes verwalten lassen... z.B. Typen, Autoren etc."

Entschuldige mal, aber diese Idee ist schon anderthalb Jahrzehnte alt. Apple hat das Anfang der 90er laengst erarbeitet und damals als unrealisierbar abgestempelt. Be Inc. hat es wenig spaeter in BeOS implementiert; genau das, was du beschreibst, funktionierte dort.

Projekte wie GNOME Storage ( [Link] ) erarbeitet uebrigens genau das, auf moderner Basis. "Genial" ist an dieser Idee hoechstens, dass Microsoft es mal wieder schafft, dies als ihr eigen darzustellen.

Man mag hoffen, wie man will ...

Von: johngo | Datum: 14.05.2004 | #21
... aber ein spätes Erscheinen von LongHorn wird Microsoft nicht schaden.

Im Gegenteil die Masse der Anwender erwirbt somit quasi die Zussage, das deren Soft- und Hardware lange Zeit kompatibel bleibt. Und auch ich empfinde diese Meldung für meine PC-Umgebung als positiv, da ich beruhigt in die PC-Umgebung investieren kann und mein Investment mehr meiner Firmenstrategie, als der Firmenstrategie von MS unterliegt.

Gruss

Innovation ? Wo ? Nur ne neue Gui + TCPA !

Von: helge s. | Datum: 14.05.2004 | #22
"Longhorn will include integrated recordable DVD capabilities and will work with every type of recordable DVD format. Digital media enthusiasts will be able to copy video from a digital camcorder directly to recordable DVD, bypassing the system's hard drive entirely, if desired."

Suuuper.
Irgendwie kommt mir das bekannt vor und nicht wirklich als Innovation.

Frage/Antwortfrage :

Hatt jemand schon mal von euch die Longhorn Alpha gesehen ?
Ich ja und zwar auf einer Lan da hatte jemand einen pc mit halt aboulut neuster Hardware (3ghz 2 gb ram) naja und was ich da gesehen habe (habe selbst dran "gearbeitet") lässt mich eher kalt.
Kalt deswegen weil es wie ein schwarzer Skin für XP mit einer netten
(wirklich nett animierten)
Uhr :-) und nem netten Explorer Skin
(für die die es nicht kennen das ist der Dateibrowser).
Aber ansonsten no me gustan nada.
Es ist lam (naja mindes req. 4 ghz dual systeme) und nicht sonderlich schön (bis auf die Uhr) und es ist halt M$ und das reicht schon um es nicht zu mögen.
Aber wer es sehen will muss nur mal beim Onkel Heinz nachschaun da sind Screenshots einer (angeblich) neueren Version die sichaber (vom Aussehen)
nicht von der Version unterscheidet die ich gesehen hab.

Abwarten

Von: Macbox | Datum: 14.05.2004 | #23
Mac OS 10 erweitert sich jedes Jahr. von Jaguar auf Panther, und heute in einem Jahr werden wir wahrscheinlich 10.4 verwenden. Wie weit wird Mac im Jahre 2006 sein? Ich habe lieber mehrere kleine Schritte zu einem immer besseren Betriebssystem, als einen großn alle 6 Jahre. Wie gut Longhorn sein wird wird sich herausstellen und ist im Moment noch nicht eindeutig zu beurteilen. Doch wenn Mac an seinem Betriebssystem so konstant weiterarbeitet, wie es die letzten Jahre an OS 10 der fall war, wird uns zum erscheinen Langhirns ein OS 10?? oder 11?? ;-) bieten das jetzt noch gar nicht vorstellbar ist. Ich denke es wird sich bis zur nächsten Erweiterung OS 10.4 wieder einiges tun. Dann wird M$ wissen wie weit sie es mit Longhorn bringen werden, wenn sie es überhaupt in diesem Jahrzehnt noch bringen werden. Ich habe irgendwie so ein Gefühl, dass M$ Longhorn als Knüller präsentieren will, zu einem Zeitpunkt, an dem es allen voraus ist. Doch sie sehen immer, was Mac in einem jahr wieder erreicht hat und verschieben so das Datum des Erscheinens wieder und wieder um den "Knüller" noch entwickeln zu können, den sie brauchen um nicht wie die Deppen dazustehn. ;-)

nicht glaubhaft für mich

Von: Macbox | Datum: 14.05.2004 | #24
So ein Scheissdreck - meiner Meinung nach. aber wir werden es ja noch sehen, was dabei rauskommt. wahrscheinlich der gleiche müll wie xp, nur schneller, was nach 6 jahren kein wunder ist. und die angeblichen anforderungen von longhorn an die Hardware sind nicht nur jetzt, sondern auch 2006 für einen normalen Benutzer pervers.

Die können damit auch noch ganz auf die Nase fallen...

Von: Kabe | Datum: 14.05.2004 | #25
Es gab da 'mal eine recht erfolgreiche kalifornische Softwarefirma, die über Jahren an einem Nachfolger für Ihre eingeführten Betriebssystem gebaut hat, und dieses Betriebssystem sollte alles besser machen als das existierende.
Je näher der Entwicklungtermin rückte, desto mehr Features wurden "zunächst gestrichen", bis dann absehbar war, dass der Termin nicht zu halten war. Letztendlich gab es den großen Knall, die Firma Apple stampfte ihre mannjahrverschlingende Großentwicklung Copland komplett ein und kaufte NeXT, um auf dieser Basis OS X zu entwickeln.

Entwicklungen dieser Größenklasse sind hart zu steuernde Tanker, und es liegt nicht an der Zahl oder Qualifikation der Beteiligten, ob ein solcher Tanker sein Ziel erreicht. Gerade Softwareentwicklung skaliert in manchen Bereichen sehr schlecht: 9 Frauen können auch nicht in einem Monat ein Kind kriegen.

Es braucht auch Glück, die richtigen Karten und die richtigen Ziele. Wenn's dumm läuft, wird Longhorn eben ein Treck voller Rindviecher, die vor der nächsten Tränke in der Wüste verdursten.

Nicht dass wir uns da missverstehen: MS wird dann selbstverständlich das Gleiche tun wie Apple damals...

Kabe

:)

Von: dermattin | Datum: 14.05.2004 | #26
"MS wird dann selbstverständlich das Gleiche tun wie Apple damals..."

next kaufen? ;)

Ich finde komisch.....

Von: Gerald | Datum: 14.05.2004 | #27
.... das man jetzt schon sagen kann es wir überlegen sein. Das ganze ist erst in ca. 2 Jahren da.
Bis dahin werden die anderen auch nicht schlafen. Ob das in 2 Jahren auch wirklich dann alles noch Bahnbrechent ist.

hm... man könnte es ja auch mal umdrehen und sage Apple wird einen Computer und OS bringen was alles bis jetzt da gewessene in den Schatten stellt, in 10 Jaren.*g

Was mich betrift zuerst will ich das ding was so toll ist mal sehen

:)

Von: marc | Datum: 14.05.2004 | #28
>von: dermattin - am 14.05.04 um 18:18:35 Uhr
>"MS wird dann selbstverständlich das Gleiche
> tun wie Apple damals..."

>next kaufen? ;)

Nein. Be!

abba...

Von: dermattin | Datum: 14.05.2004 | #29
> Nein. Be!

den wichtigstens teil hat apple doch schon gekauft. den typen fürs neue dateisystem ;)

@ serendipity

Von: johngo | Datum: 15.05.2004 | #30
Eine 3D-Oberfläche "ist" eine Innovation ... auch wenn sie von manchen nicht als solche angesehen wird.

Gruss

@Serendipty

Von: cyrus mobasheri | Datum: 15.05.2004 | #31
bitte ein Link für diese 3D Oberfläche von Sun. Also das Video meine ich. danke. Ich glaube du könntest recht haben, mit deiner Vermutung. Ich kann mir nur nicht so recht vorstellen was es für Vorteile bringt.

Vorteile

Von: quarda | Datum: 15.05.2004 | #32
>>Ich kann mir nur nicht so recht vorstellen >>was es für Vorteile bringt.
Fenster umdrehen und auf die Rückseite einen Notizzettel kleben. Sowas machen die bei Sun z.B..

Re: vorteile

Von: Cyrus | Datum: 15.05.2004 | #33
Aber um eine Notiz mit einem fenster zu verknüpfen brauche ich nicht unbedingt eine 3D Oberfläche. Ein kleiner Button der die Notiz einblendet und die man bearbeiten kann würde doch vollkommen ausreichen oder nicht. Ich meine In MAC OS X kann man auch jeder DATEI mit einer Notiz versehen, ohne das man dafür eine 3D Umgebung braucht. Außerdem würde ich gerne wissen, was man sich Sinnvolles zu einem Fenster notieren kann. Wenn man soviele Fenster braucht, um mit einem OS zu recht zukommen, das man anfangen muss sich Notizen zu den Fenstern zu machen um nicht durcheinander zu kommen, dann ist die Gui meiner ansicht nach misslungen. Aber vielleicht fehlt mir auch nur etwas Fantasie, wenn mir also jemand den Nutzen erklären kann, wäre ich dankbar.

s/w

Von: Heico | Datum: 15.05.2004 | #34
Hi,

-------
OS9 war nicht s/w. meinst du evtl. OS7?
-------

hmm, - möglicherweise mein Fehler.
(aber hatte das MacOS9 nicht auch noch diese Fenster mit den sechs Linien ? - ich meine doch)

Bzgl. 3D-Oberfläche :
Wenn man sich die Sphere-Version für XP anschaut, halte ich die Sache schon für garnicht schlecht. Man erhält wesentlich mehr Platz. Wenn man an einem 'klassischen' Arbeitsplatz, also z.B. an der Werkbank, arbeitet - so hat man ja auch die verschiedenen Hilfsmittel um sich herum angeordnet. Nicht mehr oder weniger über- oder hintereinander.

Gruß, Heico

s/w = ...

Von: dermattin | Datum: 15.05.2004 | #35
OS9 sah in etwa so aus wie OS<9, aber halt grau in grau (mit bisserl pseudo 3d effekt). vielleicht meinst du das ja mit s/w :)

"Man erhält wesentlich mehr Platz."

Da macht Expose aber deutlich mehr Spass :)

"so hat man ja auch die verschiedenen Hilfsmittel um sich herum angeordnet."

Welche Hilfsmittel? Programme? Dokumente? Dafür ist das Dock und Expose doch erheblich schneller (Sorry, Mac Only [auch wenns unzureichende Kopien für XP gibt;)]) Ist ja alles ganz witzig, dieses 3D, aber man sieht sofort, dass es viel komplizierter und langsamer ist (und nicht weil der Vorführer sich so viel Zeit nimmt).

Ich halte es für Quatsch. Aber sollte es die Arbeit wider Erwarten erleichtern, hab ichs "ja schon immer gewusst" ;)

Maccies ohne Phantasie ...

Von: johngo | Datum: 15.05.2004 | #36
@ cyrus

Und wieder einmal bin ich verwundert, wie jemand seinen Alltag mit diesem "technischen Wunderwerk Computer" gestalten kann und dann auch keine Sekunde über die eigenen Anforderungen/Grenzen hinausdenken möchte. 3D Oberflächen bergen in sich ein Menge neue Möglichkeiten, die auch einige spezielle - ansonsten unmögliche - Vorteile bieten können (und wahrscheinlich irgendwann auch werden).

Also nur einmal zu den angesprochenen Etiketten, Anmerkungen, Korrekturzettel ... wie auch immer!

Stelle Dir eine Bilddatei vor, die Du umdrehen und von hinten anschauen kannst. Dieselbe stelltst Du nun gedanklich auf ca. 50% Transparenz. Nun kannst Du z. B. örtlich exakt Bildkorrekturen auftragen, die Du nicht umständlich auf einem Extrablatt beschreiben musst, sondern auf der Stelle markieren, skizzieren bzw. korrigieren kannst. Dazu entfällt auch die Verwaltung für eine zusätzliche Bilddatei und somit auch die Möglichkeit, die Korrektur zu verlegen oder zu übersehen. Du kannst Farbwerte einbinden und und und ... alles exakt dort, wo Du es haben möchtest, es aber auf der Frontseite ja nicht sichtbar sein darf.

Dies wäre eine sehr komfortabler, effektiver und sicherer Umgang in einem solchen Anforderungsgebiet. Eben ein Beispiel für ein "modernes Post-it"!

--------------

@ mattin

Der Begriff Innovation hat aber auch gar nichts mit dem Begriff "besser" zu tun! Wo hast Du nur diesen Unsinn her! ;)

Eine Innovation ist im Sinn des Computing ein "technische, organisatorische Neuerung"!

Und wie Du hier zuvor - am obigen Beispiel entnehmen kannst - gibt es sehr wohl Anwendungen, wo die Produktivität und der Komfort gesteigert werden kann.


Gruss

johngo

@Johngo

Von: Cyrus | Datum: 16.05.2004 | #37
hab ich nicht den selben Nutzen, wenn ich mehrere Bildebenen benutze, mit dem Vorteil, das nicht alles Spiegelverkehrt ist?
Ebenen die nicht zu sehen sein sollen blende ich halt aus. Das kann Photoshop schon heute. Vielleicht sollten Ebenen für Notizen Systemweit bei jedem Fenster existieren. Darüber kann man durchaus nachdenken. Aber brauche ich Wirklich einen 3D Desktop mit all dem Rechenaufwand der damit verbunden ist, wenn ich nur eine 2. Ebene brauche. Versteh mich nicht Falsch, ich bin immer für Verbesserungen. Aber bis her kann ich keine in einem 3D Desktop sehen. Wenn ich mehr Platz brauche finde ich Expose auch eine bessere Alternative. Selbst Virtual Desktops sind meiner ansicht nach eine Bessere Lösung. Denn was nützt es mir mehrere Fenster im Blick zu haben, wenn sie dafür Perspektivisch verzerrt sind. Um Text zu entziffern mag das ja geade noch angehen, aber Angenehm ist das sicher nicht. Und bei Photoshop retuschen ist das sicher Kontraproduktiv.

3D GUIs in Verbindung mit 3D monitoren sind sicher sinnvoll

Von: Cyrus | Datum: 16.05.2004 | #38
Es geht um die Sinnhaftigkeit von 3D oberflächen, wenn sie nur 2D dargestellt werden können. Ich bin 3 Dimensionalem Arbeiten alles andere als abgeneigt. Meine Diplomarbeit beschäftigt sich mit einem Möglichen 3D eingabegerät. Ich denke nur solange Dateistrukturen an sich 2 Dimensional sind, nützt eine 3D Ansicht recht wenig. Ich meine die GUI ist in manchen Punkten sogar der Konsole unterlegen, in der man nur eindimensional Buchstabe an Buchstabe reihen kann. Wenn wir mal mit 3D Brillen arbeiten die Stereoskopisches sehen ermöglichen, dann bin ich der erste der so eine 3D GUi verwendet, aber auf dem typischen 2D Monitor, da muss ich erst mal Konkret ein Beispiel höhren, wo mir da eine 3D GUI ein Vorteil bringt. Meine Vater hat ja jetzt schon probleme mit der Maus zurecht zu kommen. Alles ist auf 2D ausgerichtet. Die Maus, der Bildschirm, der Scanner, der Drucker. wenn sich das mal ändert, dann sehe ich auch einen Sinn.

@ cyrus

Von: johngo | Datum: 16.05.2004 | #39
Natürlich kann Photoshop dasselbe mit seiner Ebenentechnik. Und natürlich habe ich auch Photoshop im Einsatz. Aber viele meiner Kunden nicht ... und somit können sie ein solches Dokument weder erstellen oder - ein von mir erstelltes - anschauen.

Einfach immer einen Schritt "weiterdenken". Neue Features - auf Betriebssystemebene - haben eben den wichtigen Vorteil, das sie allen und programmunabhängig zur Verfügung stehen.

Gruss

@ cyrus

Von: johngo | Datum: 16.05.2004 | #40
Allgemein kann man sagen, das 3D-Oberflächen (wenn sie wirklich voll funktionsfähig umgesetzt werden und kein gefaktes 3D darstellen) der natürlichen Umgebung am nähesten kommen.

Allein die räumliche Orientierung im 3D Raum bringt viele Vorteile. Bedenken sollte man dabei, das selbst ein klassischer Schreibtisch mit Papier und Stift eine 3dimensionale Umgebung ist, deren Vorteile man nutzt ... auch wenn man nur einmal etwas auf flaches Papier schreibt.

Gruss

@Johngo

Von: Cyrus | Datum: 16.05.2004 | #41
das habe ich doch vorgschlagen, Systemweit Ebenen für Fenster zu implementieren, auf denen man dann Notizen machen kann die man ein und ausblenden kann. Ich meinte nur das man dafür keine 3D Gui braucht.

@ johngo

Von: Cyrus | Datum: 16.05.2004 | #42
Aber in 3D oberflächen mit 2D eingabegeräten zu navigieren ist schlechter als wenn alles 2D ist. Denn wenn ich erst eine Modifiertaste auf meiner Maus drücken muss um mich Beispielsweise in der x,z ebene zu bewegen anstelle der x,y Ebene dann ist das nicht mehr sehr Intuitiv, denn in der Realität kann ich mich in allen Ebenen gleichzeitig bewegen, und nicht nur nacheinander. Wenn ich allerdings nur meinen Kopf drehen muss, mit einem 3D headset, zB. um alle Fenster Links von mir im Blick zu haben stimme ich dir zu allerdings ist das sicher kein ergonomisches Arbeiten, wenn ich die Ganze Zeit meinem Kopf nach links verdreht arbeite.

3D-Gui macht doch kein gutes OS aus

Von: Prudens | Datum: 16.05.2004 | #43
...das ist doch nur etwas für die Spinnerten. Möchte doch kein Schweinegeld für Hardware ausgeben müsssen, nur damit ein aufgeblähtes OS mit einer völlig unnützen 3D-Gui darauf laufen kann. Kompakt, schnell, sicher und intuitiv zu bedienen sollte es sein, ja, aber nicht überfrachtet mit Schnickschnack, den eh niemand braucht.

ich würde das nicht überbewerten...

Von: dermattin | Datum: 16.05.2004 | #44
"Du gehst von dem aus, was Du jetzt kennst. Aber welche Möglichkeiten wird es in 10 Jahren geben?"

Wie sah das OS VOR 10 Jahren aus? So wie heute. Wie vor 20 Jahren? So wie heute. Es gab schon immer tolle Versprechungen, durchgesetzt hat sich "nie" was. Warum? Weil es doch nicht so praktisch war. 3D ist wegen Expose und OSX ansich "völlig überflüssig".

Wenn man es sinnvoll einsetzen könnte, hätte Apple es schon längst gemacht. Immerhin haben sie sowas schonmal eingestampft. Ok, sicher sind die Computer erst in der heutigen Zeit in der Lage, das vernünftig und flächendeckend einzusetzen.

@johngo

"Natürlich kann Photoshop dasselbe mit seiner Ebenentechnik. Und natürlich habe ich auch Photoshop im Einsatz. Aber viele meiner Kunden nicht ... und somit können sie ein solches Dokument weder erstellen oder - ein von mir erstelltes - anschauen."

Also entweder die Kunden können/tun es, oder die Präsentation/Meetings laufen eh anders ab, weil die Kunden keine Ahnung von der Materie haben (Warum auch? Dafür werde ja ich bezahlt). Da wird nämlich viel ausgedruckt (auch so eine "veraltete Technik") und/oder ein paar Screens präsentiert. Kunden bearbeiten keine Bilder, Dokumente o.Ä., wäre ja noch schöner ;)

wer ist hier

Von: rumbarumbatäätäärräää | Datum: 16.05.2004 | #45
wer ist hier eigentlich für diese kleinkarrierte Trollzensur zuständig?
Echt armselig, wenn man andere Meinung nicht vertragen kann.
Aber wir MacUser sind ja so weltoffen.


kopfschüttel

Natürlich braucht nicht "jeder" 3D!

Von: johngo | Datum: 16.05.2004 | #46
@ Cyrus

Ja, um Ebenen zu verwalten, braucht man keine 3D-Umgebung. Aber in einer 3D-Umgebung sind Dinge möglich, die einem Ebenen nicht geben können.

Vielleicht sind ja Betriebssystem-Ebenen "The Next Step" zu einem 3D-Betriebssystem.

Aber ich möchte es noch einmal allgemein Begründen. Die 3D-Umgebung entspricht der natürlichen Situation. Eine Ebenenverwaltung (vor allem mit "regelbarer" transparenter Logik) eher nicht. Entwicklungen zu einer guten GUI sollte sich an der Wirklichkeit orientieren - sie nicht zu sehr ausschliessen.

Apple plant ja anscheinend transparent wegfadente Finderfenster ins System zu integrieren. Ich hätte lieber einen Desktop, wo sich etwas (3dimensional) wegklappen würde.

Mein Traum von einem Betriebssystem sieht folgendermassen aus: Ich würde gerne die analoge und die digitale Welt in einen Einklang bringen. Es wäre z. B. schön, wenn man im Rechner die Dokumente absolut identisch ordnen könnte, wie im realen Büro. Mit einer 3D-System-Umgebung macht man einen grossen Schritt hin zu dieser Vision.

Gruss

@ Prudens

Auch ich bin gegen ein aufgeblähtes Sytsem. Aber leider sind moderne System immer mehr so angelegt. Und das sehr häufig mit abertausenden von System-Dateien, die ich selbst viel weniger (wahrscheinlich nie) wie einen erweiterten Desktop - brauchen werde. OSX macht bei diese Entwicklung voll mit.


@ mattin

Hääh? In einer Präsentation werden Präsentationprogramme verwendet. In der Regel kein Photoshop!
Trotzdem werden auf, an oder zu den Dateien Notizen vermerkt. Sei doch nicht immer nur dagegen! ;)
Das, was ich hier beschrieben habe ist alltägliche Praxis - und das beschriebene Problem ebenso.

Gruss

johngo

eben

Von: dermattin | Datum: 16.05.2004 | #47
"Hääh? In einer Präsentation werden Präsentationprogramme verwendet. In der Regel kein Photoshop!"

sag ich doch :)

"Das, was ich hier beschrieben habe ist alltägliche Praxis - und das beschriebene Problem ebenso."

Ich hab diese Probleme nicht, von daher hast du wohl einen anderen Alltag ;)

Was bleibt den als Alternative?

Von: johngo | Datum: 16.05.2004 | #48
Man korrigiert auf einem Duplikat oder
man beschreibt seine Korrekturen mehr oder wenig umständlich.

Beides ist aufwändiger und kann zu mehr Fehlern führen.

Und das könnte man umgehen!

Vielleicht hast Du aber auch keine Problem mit aufwändigen Korrekturen, wiel Du keine aufwändigen Arbeiten ausführst. ;)

Wenn ich Heute eine Retusche für ein Kundenprodukt ausführe, dann sind darauf sehr feine und sachbezogene Korrekturen! Und zwar im Dutzend!

Gruss

Oha...

Von: dermattin | Datum: 16.05.2004 | #49
"Man korrigiert auf einem Duplikat oder
man beschreibt seine Korrekturen mehr oder wenig umständlich"

Daran ändert sich auch nichts, wenn man das per 3D Oberfläche macht.

"Vielleicht hast Du aber auch keine Problem mit aufwändigen Korrekturen, wiel Du keine aufwändigen Arbeiten ausführst. ;)"

Zum einen gibt es doch genau dafür die Treffen, zum anderen arbeite ich perfekt :P

"Wenn ich Heute eine Retusche für ein Kundenprodukt ausführe, dann sind darauf sehr feine und sachbezogene Korrekturen! Und zwar im Dutzend!"

Und die soll dir der Kunde alle auf der Rückseite der Datei festhalten? Mit Worten? Mit Gekritzel? Oha :)

"Trotzdem werden auf, an oder zu den Dateien Notizen vermerkt. Sei doch nicht immer nur dagegen! ;)"

Ich bin nicht nur dagegen, nur ist dein Ansatz völlig unrealistisch, dass sich ein Kunde mit einer Datei geschäftigt. Die wollen Emails, Ausdrucke oder Faxe haben. Es ist ja nicht der Job des Kunden, sich mit dem Grafiker Lösungen auszudenken oder an Dokumenten zu schrauben.

Und für interaktive und virtuelle Korrekturtreffen gibts schon ewig Lösungen. 2D.

P.S. du schaffst es ja nicht einmal, dass sie Dir keine drecks Word Dateien schicken, wie sollen die so "Hightech" wie ein 3D System benutzen lernen? ;)

Oha oha ...

Von: johngo | Datum: 16.05.2004 | #50
Natürlich ändert sich etwas. Denn darüber schreiben wir doch die ganze Zeit.
Auf der Rückseite Notizen zu machen erspart das Duplikat.

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Du arbeitest perfekt? Was willst Du damit sagen? Das ich nicht perfekt arbeite? ;)

Falls Du es nicht verstanden hast. In der EBV korrigiert man im Dutzenden auf einer Bilddatei auch ohne das man je selbst einen Fehler gemacht hat. Du bist wohl eher ein Theoretiker? Oder was!?

Ich würde sogar sagen, das jemand, der "perfekt" arbeitet im Laufe seiner Karriere immer mehr (Bild-)Fehler zum korrigieren bekommt und jemand, der selbst nur Fehler produziert, eher an Arbeitslosigkeit leiden wird.

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Feine sachbezogene Korrekturanmerkungen. Ich bleibe bei dem Begriff. Es geht um die Anmerkungen - nicht um die Korrektur selbst!

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Faxe! Na klar! Warum bin ich nicht gleich darauf gekommen. EBV-Anweisungen macht man am besten auf Faxen.
Jetzt verstehe ich auch, warum Du in einer 3D-Oberfläche keinen Vorteil siehst.

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Und am Schluss erzählst Du was von interaktiven und virtuellen Korrekturtreffen.
Was hat das Bitteschön mit meinem Beispiel zu tun? Mir ging es nicht um die Interaktivität.

Es ging um neue erweiterte Möglichkeiten gegenüber einer 2D-GUI. Eine 3D-GUI ist nicht komplizierter zu bedienen sein, als eine 2dimensionale. Ich wüsste auch nicht im geringsten, wo diese überhaupt komplizierter sein könnte.

Gruss

Meine Güte...

Von: dermattin | Datum: 16.05.2004 | #51
Min Jott, nimm das mit dem "perfekt" nicht so ernst.

"Auf der Rückseite Notizen zu machen erspart das Duplikat."

Apfel-S aber auch.

"Du bist wohl eher ein Theoretiker? Oder was!?"

Vielleicht liegts daran, dass ich in Agenturen gearbeitet habe, bei denen sowas nicht vorkommt. Da gabs Meetings und/oder klare Aufgabenverteilungen.

"Faxe! Na klar! Warum bin ich nicht gleich darauf gekommen. EBV-Anweisungen macht man am besten auf Faxen."

Ist ein ganz normaler Vorgang. Man mailt dem Kunden etwas und er faxt es zurück mit einer _analogen_ Bemerkung.

so.., jetzt Mac-TV gucken.

Aqua und Vektor

Von: ionas | Datum: 16.05.2004 | #52
Soweit ich weiss sind nicht alle GUI Elemente Vektor.

Nochmal zu Aqua

Von: ionas | Datum: 16.05.2004 | #53
Ich bitte mal um belge dass Aqua vektorbasiert ist.

Natürlich kann Quartz Vektor, und könnte auch nur Vektor. Aber Aqua, das was im moment eingesetzt wird. Besteht aus Bitmaps, Bitmaps und nochmal Bitmaps.

@ Soeren Kuklau - FULLACK

Von: ionas | Datum: 16.05.2004 | #54
FULLACK
wie du es sagst,
so es ist (afaik/imho)

... ich habe das Gefühl ...

Von: johngo | Datum: 16.05.2004 | #55
... Du redest ausschliesslich von 3D oder sonst etwas???

EBV ist aber Heute noch zu mehr als 90% die digitale Bearbeitung von konventionellem Kontent. Und nach 20 Jahren in vielen Werbeagenturen habe ich es "noch nie" erlebt, das man ein Shooting so perfekt geplant hat, das es keiner Aufarbeitung und Fehlerbereinigung der Motive bedarf.

Ich würde die EBV-Lastigkeit heutiger Werbemotive auf annähernd 100% schätzen.

Und EBV-Korrekturen mit Faxen sind garantiert nicht normal ... wir haben es doch Heute schon mit Qualitätsverlusten durch billigere digitale Proofverfahren zu kämpfen. Denn nur wenige beherrschen die richtigen Simmulationen von Weisspunkt, Simmulation der Bedruckstoffe oder Punktzuwächsen.

... so oder so ... in jedem Fall unter meinem Level! ;) ;) ;)


unernste Grüsse ;)

ups ... gemeint war natürlich @ mattin

Von: johngo | Datum: 16.05.2004 | #56
...

@ dermattin

Von: ionas | Datum: 16.05.2004 | #57
achja?

> Nein. Be!

den wichtigstens teil hat apple doch schon gekauft. den typen fürs neue dateisystem ;)

haben die den typ gekauft der das BeFS gemacht hat?

(also ms den typ von apple gekauft die den von be gekauft haben?)

@ionas

Von: André | Datum: 17.05.2004 | #58
Ich weiß nicht, woher dieser Irrglaube kommt, aber die Icons unter OS X sind keinesfalls vectorbasiert. Das sind alles Pixelgrafiken. Hier findest du etwa einige direkt als PNG:

/System/Library/CoreServices/Dock.app/Contents/Resources/ (Bei der Dock.app musst du dir den Paketinhalt anzeigen lassen.)

Hier findest du paar .icns:

/System/Library/CoreServices/Systemicons.bundle/Contents/Resources/

Das sind auch Pixelgrafiken, meist drei in einer Datei in verschiedenen Größen, weil Pixelgrafiken nun mal nicht endlos skaliert werden können. Öffne die mal mit der Vorschau, dann wirst du's sehen.

Gruß, André

@Johngo

Von: Cyrus | Datum: 17.05.2004 | #59
Kann es sein das du bei deiner Simulation der Wirklichkeit an ein Holodeck ala Startrek denkst? Nun ich stimme dir zu, das deren Interface wirklich ein Fortschritt wäre. Aber ich glaube nicht das ein 3d Desktop ala looking glass, oder Sphere XP ein nötiger zwichenschritt ist. Mal von der Darstellung beim Holodeck abgesehen, die wir auch sicher in 10 Jahren noch nicht beherschen, ist für mich die Art wie dort mit dem Computer Komuniziert wird, der eigentliche Vorteil. Du sagst Computer." ich brauch einen Seziertisch. Nein etwas größer bitte, ja jetzt noch das Licht ein bischen abschwächen, und jetzt noch ein Medizinischer Stab. Gut Programm speichern und Data5.

So würde ich auch mal gerne eine 3D Szene bauen, oder die Simulationsparameter eingeben. Die Haubtschwierigkeit ist neben der Darstellung von Hologrammen aber die, das der Computer einen versteht, obwohl man völlig unpräzises zeug von sich gibt, wie etwa ein bischen heller. Ich Denke da ist Apple be schon auf dem richtigen Weg, mit ihrer Sprachsteuerung die im nächsten Major Release kommen soll. Dann sag ich Computer verschick den Makierten Text als E-Mail an Herr XY. Das empfinde ich als Natürliches Arbeiten. Und nicht das ich in Doom Manier mich auf den Weg zu einem Virtuellen Postamt begebe um Mails zu schicken.

Hast Du Dir nicht die Antwort eben selbst gegeben?

Von: johngo | Datum: 17.05.2004 | #60
Der Blinde schickt die Mail per Sprache ab und der Stumme steuert per 3D-Stick zum Postamt. So einfach ist das.

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Meine Statements für eine 3D-Umgebung schliessen ja eine Spracherkennung nicht aus. Im Gegenteil: Ich gehe davon aus, das neue Darstellunsgmöglichkeiten auch "immer" neue Steuerungsmöglichkeiten mit sich ziehen.

Das war in der Vergangenheit so und wird in Zukunft auch so sein. Und deshalb ist auch eine "Looking-Glass-Oberfläche" nicht ein unnötiger Zwischenschritt bis zum perfekten Holo-Deck, sondern "alles" ist ein notwendiger Zwischenschritt zum jeweils Next-Level für eine GUI. Und so stellt auch ein 2D-Desktop mit Schiebemaus nur einen Zwischenschritt dar.

Die vielen Animationen und Effekte in OSX zeigen doch deutlich auf, das die Hardware mittlerweile zu mehr fähig ist. Sie war es letztendlich, die die Entwicklung vom Grüntextmonitor, zum S/W Monitor, zum Farbmonitor etc. vorangetrieben hat.

Gruss

ionas..

Von: dermattin | Datum: 17.05.2004 | #61
Über Geschmäcker kann man streiten, aber das Dock ist dennoch überlegen [Link]

johngo

Von: dermattin | Datum: 17.05.2004 | #62
Ich glaube wir reden aneinander vorbei :)

Quartz & Vektor:

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 17.05.2004 | #63
Beweis: Quicktime-Player, die Rundung. Kann man plus Antialiasing skalieren bis der Arzt kommt!

Ja, was glaubt ihr eigentlich woher die ganzen Zoomereien und Verzerrungs-Spässe in Aqua kommen? Userswitching und so!In Flash ist auch nicht jedes Bild ein Vektor, trotzdem ist Flash = "Vektorformat"!

Allso....

Von: Gerald | Datum: 18.05.2004 | #64
ich denke das da eine weiterentwicklung der sprachsteuerung mehr bringen würde als 3 D.
ein programm oder eine datei zu starten per spracheingabe wär sicher schneller als sie erst mal im system zu suchen und dann starten.

ich möchte nicht jedesmal wen ich mich vor den pc sitze vorher eine 3 D Brille aufsetzen müßen.
und wen ich mir die bilder von dem link da oben ansehe, dann kann ich nur sagen das braucht mir zu viel platz.

@ Gerald

Von: johngo | Datum: 18.05.2004 | #65
Warum "entweder-oder"?

Spracheingabe und 3D. Schon findest Du sie per Spracheingabe schnell und siehst per 3D-Raum seine relative (z. B. sinngeordnete) Position.

Gruss

@Johngo

Von: cyrus mobasheri | Datum: 18.05.2004 | #66
werde doch bitte etwas konkreter was du meinst. Du hälst dich immer sehr algemein. Wie genau soll so eine sinngeordnete Position aussehen. Ich kenne nur Verzeichnissbäume die zweidimensional sind. Aber vielleicht meinst du gar keine Verzeichnissbäume. Sprich dich aus, damit wir dich verstehen können.

@ cyrus m.

Von: johngo | Datum: 18.05.2004 | #67
In diesem Fall meine ich die Möglichkeit der Datenablage in einem 3dimensionalen Raum welche der sinnhaften Nutzung in der realen Welt entspricht.

Ein Beispiel: Wir werden ja noch viele Jahr eine analoge und eine digitale Welt erleben, die sich aufeinander bezieht bzw. beziehen muss. Wenn nun (hier das Beispiel!) ein Archivar in 20 Reihen und 500 Feldern sein Akten ablegt, wäre es doch praktisch, das er den gleichen Aufbau im Rechner auch verwenden kann. Akten liegen im Computer "an der gleichen Stelle", wie in der Realität. Das bedeutet, er kann sich in der Daten-Verwaltung immer aufeinander beziehen. Er hat immer aus dem einen Medium die Kontrolle über das andere.

Anderes Beispiel: Ein grosses Bauprojekt. Beteiligt sind hunderte von Facharbeitern. Vom Planer/Architekten, vom Heiszungsbauer bis hin zum Tapezierer. In einem dreidimensionalen Projektmanagement kann jeder seine Daten am virtuellen Bauprojekt besprechen, ablegen, anzeichnen etc. Eine GUI, die Standard-3D-Daten einlesen kann, könnte somit auch automatisch eine passende 3dimensionale Ablage erstellen.
Das Arbeiten im Computer entspricht somit weitestgehend dem Arbeiten in der realen Welt - hier - auf dem Bau.

Diese Gedanken gehen auf den Umstand zurück, das wir von Jahr zu Jahr immer mehr Daten im Computer ablegen werden. Parallel dazu werden wir aber noch sehr lange in der analogen Welt (die mit dem Fleisch und Blut) verweilen müssen. Allein schon aus menschlicher Sicht würde ich da eine "humane" Umgebung bevorzugen. Das betrifft dann in jedem Fall auch die Bereiche der Kommunikation. Meine Kinder (wieder ein Beispiel) bekommen ihre Daten in ihren virtuellen Kinderzimmern auf dem Schreibtisch abgelegt und sie können auf die Tür "Kids only" schreiben. Alles wie im richtigen Leben.

Das, was Heute schon in virtuellen Räumen im Netz, bei Konferenzen, in Unis etc, erprobt wird gehört imho nicht bestimmten Applikationen vorbehalten, sondern in das Betriebssystem integriert.

Ich hoffe, das war jetzt detailliert genug!

Gruss

johngo

Ok, das ist aber nicht das worum es in Longhorn geht

Von: cyrus mobasheri | Datum: 19.05.2004 | #68
In Longhorn soll man lediglich Fenster um die X und Y Achse drehen können. Deine Beispiele gehen weit darüber hinaus. Dennoch bin ich der Meinung das man gleichzeitig auch ein Dreidimensionales Eingabgegerät braucht. Eine Gui ohne Maus wäre auch nicht möglich gewesen. Außerdem glaube ich nicht das es Sinnvoll ist, wenn ich zwei mal durch die Ganze Lagerhalle laufen muss. Er einmal Virtuell 30 Sekunden, um nachzusehen ob der Film noch da ist, dann noch mal real 30 Sekunden, um den Film zu holen. Und die Suchfunktion wird wohl eh weiterhin Per Tastatur eingabe bedient. Den auf realistischeres Suchen kann ich gerne verzichten. Aber ich kann mir jetzt vorstellen in wiefern du meinst das es natürlicher wäre. Nur das man dadurch schneller arbeitet vage ich zu bezweifeln.
Es ist auch zu beobachten, das all die die gewohnt waren mit der Console zu arbeiten, auch weiterhin die selben Sachen mit der Console machen, und nur bei neuen Anwendungen, wie etwa Image Processing auch eine Gui verwenden. Aber selbst dort noch befehle gern im Textmodus eingeben. Bsp. Gimp. Die Gui wie wir sie heute haben, hat sich nicht wegen den Consolenbenutzern durchgesetzt, sondern wegen all denen die bis dahin noch keinen Computer hatten. Ich denke genauso werden viele lieber bei ihrem 2D Desktop bleiben. Manche werden weiterhin lieber die Konsole verwenden. Also ist die Chance des 3D Desktops die bisher Unbedarften. Und hier ist es eine Frage der Zeit, bis der 3D Desktop eingeführt wird. Dauert es zu lange, werden sich bereits zuviele an eine 2D Gui gewöhnt haben, als das es einen Markt für den 3D Desktop gäbe. Viel hängt auch von der Ausfühung ab. Wenn der erste Anbieter nicht ein sehr übereugendes Konzept anbietet, wird er Schiffsbruch erleiden. Die Nachahmer können dann Schludern, wenn der 3D Desktop etabliert ist.
Abschließend will ich sagen, ich glaube nicht das ein 3D Desktop effizienter zu bedienen ist. Das bedeutet nicht das er sich nicht durchsetzen kann, die Gui war auch weniger Effizient als die Konsole, in vielen bereichen, dafür aber intuitiver. Ich glaube schon das ein 3D desktop intuitiver sein wird, in einigen bereichen. das gilt allerdings nur im Zusammenhang mit einem dazu passenden 3D Eingabegerät und einem 3D Anzeige-device. (zB. 3D Brille)
Ich glaube nicht das Leute die bereits mit 2D Desktops arbeiten dauerhaft switchen werden, weil sie von der geringeren Effiziens abgeschreckt werden, und das höhere Maß an Intuitivität (<--weis nicht ob es das gibt) nicht wirklich schätzen werden können, da sie bisher auch zurecht gekommen sind. Das gilt aber nur für Anwendungen die es bis zu diesem Zeitpunkt schon gab. Bei neuartigen Anwendungen sieht das natürlich anders aus. Hier müssen sich auch die 2D-Veteranen neu zurecht finden, und sind über die höhere Intuitivität dankbar. Aber ich glaube nicht das wir jemals eine 3D Textverarbeitung sehen werden.

Naja ... eine 3D Textverarbeitung ...

Von: johngo | Datum: 19.05.2004 | #69
... macht natürlich wenig Sinn, denn wir schreiben ja auch in der realen Welt zweidimensional.

Doch noch schnell - auch abschliessend - möchte in anmerken, das der Weg zum 3dimensionalen Betriebssystem natürlich nicht mit einem Fingerschnipp stattfindet. Es ist eine evolutionäre Entwicklung. Die wird nicht leicht sein und sie wird auch mit Fehlentwicklungen daherkommen (vielleicht gerade der erste 3D-Ansatz in LongHorn).

Und man wird wohl kaum die Masse der Anwender mit 3D-Brillen vor einem Monitor sitzen sehen. Aber - und das ist bei einer richtigen Beurteilung wichtig - entwickelt sich ja nicht nur der Desktop.
So sind 3D-Monitore ohne Brille technisch schon funktionsfähig.

Ich bin der Überzeugung, das 3D in das Computing ebenso einfliesen wird wie irgendwann zuvor der Wechsel vom Lochstreifen zur Festplatte, der Zeileneditor zum Pixelmonitor oder die Grün/Schwarz-Matrix gegen die Millionen Farben-Darstellung.

Ein rein evolutionärer Prozess.

Gruss

@ Kai

Von: iFool | Datum: 19.05.2004 | #70
Klar ist Quartz Vektor, spätestens seit Extreme ist das implizit nötig.

Aber Aqua ist nicht Vektor.
Und die Frage ist ob/wann Apple hier anpackt.