ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 298

Ungünstigere Einkaufskonditionen - für wen jetzt?

Rückvergütung ist Rückvergütung ist Rückvergütung

Autor: bh - Datum: 20.04.2002

Die Lage des Mac-Marktes bewegt die community immer wieder, und aktuell ist es ja die Initiative der Fachhändler, die durch die Medien geht. Spannend in diesem Zusammenhang, daß Apple ja Firmenkunden künftig mit e-commerce in einem eigenen AppleStore bedienen will. Wie sieht denn der größte Versender Cancom die Marktlage? In seinem Jahresbericht finden sich dazu einige Sätze: "Mit einem Marktanteil in unserem Kernmarkt von 17% haben wir in Deutschland die klar führende Position erreicht, wodurch wir künftig unsere Margen verbessern werden. ... Neben einem überregionalen Anbieter (GRAVIS, Anm.), der zum größten Teil Privatkunden bedient, existieren lediglich einige mittelgroße, nichtspezialisierte Apple-Center und etwa 300 kleine Apple points. Auf Grund der ungünstigen Einkaufskonditionen, der bei kleineren Unternehmen oft gegebenen Kapitalknappheit und der fehlenden kritischen Masse zum Einstieg ins e-business sehen wir hier keine vergleichbare Konkurrenz." In einer so kurzen Textpassage Gravis als unbedeutend abzutun, die AppleCenter als nichtspezialisiert hinzustellen und die ApplePoints als vernachlässigbae Größe zu zeigen, das ist schon gut. Besser finde ich, daß damit unsere Zahlen - noch circa 420 Apple-Händler in Deutschland - bestätigt wurden. Für die Kunden vermutlich lustig die angekündigte Margenerhöhung, die sicherlich nicht mit Preiserhöhung Hand in Hand gehen wird. Was meint Cancom aber mit den ungünstigeren Einkaufskonditionen bei Fachhändlern? Haben nicht die Fachhändler unter anderem bemängelt, daß Cancom von Apple besser behandelt würde? Wurde das bis jetzt nicht immer abgestritten? Nachtigall ick hör Dir trapsen...
Apple steht unter Druck und insbesondere Geschäftsführer Frank Steinhoff, der die Neuordnung der Vertriebskanäle (wie wir hoffen: fair) bis Sommer über die Bühne bringen will. Besonders die im Artikel der ComputerPartner bei der MacWelt geschilderten Umstände werden der Apple-Führung noch einiges aufzulösen geben.

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