ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 2992

Weltverbesserer trifft auf Bestandsbewahrer

oder: Attac trifft auf IFPI

Autor: flo - Datum: 25.05.2004

In der taz findet sich heute ein sehr schönes Interview mit Gerd Gebhardt (IFPI) und Oliver Moldenhauer (Attac) zum Thema illegale Musikdownloads. Damit treffen schon zwei Extreme aufeinander, und genau das spiegelt sich in den Wortgefechten wider und macht den Reiz des Interviews aus, denn sonderlich viel Neues erfährt man freilich nicht. Jedoch, so ging es zumindest mir, lässt sich trotz der Kürze des Streitgesprächs (ich wette, die hätten sich noch seitenlang die Köpfe eingehauen) aus den jeweiligen Statements die Auffassung der Materie "Wie kann und darf man Musik nutzen" beider Seiten herauslesen und mancher Vergleich, den die beiden heranziehen, eröffnet wieder Einblicke aus anderer Perspektive. Nach dem Lesen dieses Interviews wird keiner seine Meinung ändern, aber vielleicht wird der eine oder andere neues Futter für Diskussionen haben. Daher: Lesebefehl!

Kommentare

Gebhardt ist der Betonkopf

Von: StevesBaby | Datum: 25.05.2004 | #1
Sorry, aber nach dem Interview ist doch ganz klar, wer der Betonkopf ist: Die Musikindustrie. Genau wie die SED Kampfzentrale alles versucht hat, um an der Macht zu bleiben, genauso verhält sich die Musikindustrie.

inhaltsloser kommentar von mir

Von: ionas | Datum: 25.05.2004 | #2
taz roolz! ;-]

LOL

Von: ionas | Datum: 25.05.2004 | #3
"Moldenhauer: Dieses Recht ist doch erst unter dem Druck der Industrie so entstanden.

Gebhardt: Wenn sich jemand strafbar macht, ist dann derjenige der Kriminelle, der darauf hinweist? Das kann doch nicht wahr sein! "

muhaha der gebhardt

"Gebhardt: Wir kriminalisieren überhaupt niemanden. Wenn sich jemand im Netz illegal verhält, dann kriminalisiert er sich selbst. Nicht weil wirs erfunden haben, sondern weil das rechtlich so definiert ist …"

naja er kann nichtmal deutsch - kriminalisieren != kriminell verhalten.

ausserdem hatters (um mal seinen sprachstil zu verwenden - oh jeh - so tief ist unsere machtelite schon gefallen) erfunden ;p.

Auch wenns schwer fällt zuzugeben...

Von: Gulaschpizza | Datum: 25.05.2004 | #4
...es ist was dran an dem, was der Gebhardt da sagt. (Sprachliche Mängel kann man außen vor lassen, wer hat schon einen perfekten Stil?). Wie sollen Künstler leben, wenn ihre CDs tausendfach kopiert werden? In Kanada ist P2P für private Zwecke erlaubt. Eine Band hat dort neulich eine Hitsingle gehabt und 1000 STück davon verkauft, die DLs der Single gehen in die Hunderttausende!!!

Ja ich weiß Jehova aber ich bin ein CD-Käufer, Mp3s sind doch bestenfalls geeignet um Alben daheim Probezuhören bevor man sie kauft.

das ist der preis........

Von: Locutus.v.Borg | Datum: 25.05.2004 | #5
den die wirtschaft für ihre konsum-erziehung bezahlt.
erst werden alle nur noch als konsumenten bezeichnet, aufgefordert zu konsumieren bis bis welt glüht, dann nehmen sie ihnen ihre kohle weg ( einsparungen, euroeinführung etc.) und dann wundern sie sich, warum die kids voll im konsumrausch sind!!!!
gebt den kids die kohle, dann kaufen sie auch!!!!!
oder hört auf, sie mit marken produkten, songs und scheiss irre zu machen!!!!



ach ja, ich finde es übrigens selbst bei einem medikament eine riesen schweinerei, das unternehmen sich diese sachen patentieren lassen. sie sollten es im sinne der humanität tun und nicht um sich ihre taschen voll-zu-stopfen.
wenn das nicht mehr so abliefe, kämen auch arme leute an besagte präparate......

Die Künstler könnten sehr wohl leben ...

Von: Terrania | Datum: 25.05.2004 | #6
Wenn das System MI in seiner jetzigen Form ein Ende hätte. Der iTMS ist das beste Beispiel dafür. Immerhin wird da ja Geld umgesetzt. Es geht auch gar nicht darum, daß der ITMS Alleinstellungsmerkmal bleibt. Würde die MI anfangen richtig zu kopieren, würde sie auch richtig Geld im Netz verdienen. Ich KANN ja gar nicht in D was bezahltes runterladen (mit meinem Mac) und so nutzen wie im iTMS beispielsweise. Ob das nun 99 ct kostet oder 1 Euro 25 sei mal dahingestellt. Ich würd ja KAUFEN, wenn ich könnte. So rippe ich mir die Sachen von meinen kumpels und kauf hin und wieder eine CD die ich unbedingt haben will, weil sie rundum gut ist. Und dann geht hierzulande die Malaise schon weiter: Kopierschutz. Ich kann nicht mal meine EIGENEN neugekauften CDs rippen. Das ist doch hirnverbrannt. Im Übrigen: mp3 und aac sind mitnichten gleiche Qualität wie eine gute CD. Mithin würde also weiter das selbe Argument gelten, wie für Cassetten etc. Da liegt der MI-Fuzzi schon mal falsch. Wo er nicht falsch liegt ist bei den INDUSTRIELL gefertigten Schwarzpressungen aus Russland, China und Fernost. Aber Hand aufs Herz: DIE interessiert die ganze Diskussion über Kopierschutz etc. einen feuchten Scheissdreck. Im Grunde verarscht sich die MI selbst. Sie lügt sich in die Tasche, weil sie glaubt durch Gegensteuern was zu verändern. Leider ist die Realität anders. Das es immer Leute gibt, die am liebsten für LAU saugen - ok. Aber ich glaube nicht, daß die die CD gekauft hätten, wärs für LAU nicht gegangen. Ich kenne Typen die haben 100GB mp3s. Wozu? Die Musikberieselung kriegen sie aus dem Radio genauso.Und bei 100GB wage ich zu bezweifeln, daß das Musikhörer sind, sondern bloße Sammler, die einfach alles haben wollen, aber selten anhören. Wie auch? Mit ihrem ALDI-PC auf irgendwelchen 5-Mark-Boxen?

Gulasch

Von: Cassius | Datum: 25.05.2004 | #7
Vielleicht ist es gar nicht mal schlecht, wenn "Künstler" nicht von ihrer "Kunst" leben können. Denn dann machen nur noch die Kunst, denen wirklich etwas daran liegt, während all die geldgeilen Nichtskönner-Kübelböcks, denen es einzig und allein um Geld und Starrummel geht, unter den Tisch fallen. Wäre das etwa nicht schön?
Natürlich würde sich das Angebot dadurch deutlich verringern, aber man muß sich auch mal vor Augen halten, daß die wenigsten der "richtigen" Künstler als Profis angefangen haben, sondern meist eher aus Spaß an der Freude. Die Alexanders und Kübelböcks dieser Welt dagegen, die von vorneherein nur des Geldes und des Ruhms wegen anfangen, würden wohl viel weniger werden. Die richtigen Künstler, denen etwas an der Musik liegt, die sie schaffen, wird es dagegen immer geben.

Also was ist so schlimm daran, wenn Musiker durch Musik keine Reichtümer mehr anhäufen können?

künstler..

Von: dermattin | Datum: 25.05.2004 | #8
"Wie sollen Künstler leben, wenn ihre CDs tausendfach kopiert werden?"

Es werden ja die Sachen aus bestimmten Gründen kopiert. Z.B. weil sie nicht es wert sind, gekauft zu werden.

Die grossen Stars verdienen genug Kohle, ihre Firmen im Hintergrund noch mehr. Unabhängige Künstler, die keine Megaverträge haben, verdienen auch ihr Geld. Deren Werke werden nicht so oft kopiert, weil sie keinen Xten-mal-Cover scheiss bringen, weil sie was neues bringen, mit absicht gekauft werden.

Die MI ist das Problem, ihre Verträge, Ausbeutungen, Kahlschläge. Nicht der User. Der hat jetzt die Nase voll.

Geldquelle?

Von: Sascha77 | Datum: 25.05.2004 | #9
Was ich da nicht verstehe, woher soll laut Herrn Moldenhauer denn zukünftig dass Geld kommen? Eine pauschale Musikgebühr (GEZ) für alle? Na klasse! Da kann ich also die Saugsucht meines Nachbarn mitfinanzieren. Ziemlich kommunistischer Gedanke. Da haben die Aussagen vom Gebhard schon deutlich mehr Hand und Fuß, auch wenn er keine echte Lösung parat hat. Immer heißt es die böse, böse Musikindustrie. Aber dadurch arbeiten und leben immerhin tausende von Menschen. :-/

Nichts wer?

Von: Jerry | Datum: 25.05.2004 | #10
> Es werden ja die Sachen aus bestimmten
> Gründen kopiert. Z.B. weil sie nicht es wert
> sind, gekauft zu werden.

Hmm, weil die Musik nichts wert ist, kann man sie ruhig stehlen?
Ich frage mich immer, warum so viele Leute so tun als würde es ein Grundrecht auf Musik geben. Und wenn man sie sich nicht leisten kann, dann klaut man sie eben.

> Die grossen Stars verdienen genug Kohle

Aber wie willst Du das beurteilen? Beduetet das, wenn ein Robbie Williams 1 Million Euro verdient, dass man dann das Recht und die Pflicht hat, seine Musik frei über das Internet zu verteilen, damit er nicht noch die zweite Million verdient?

Das ist Pseudorevolutionäres Gequatsche. Sorry. Die verdammten Imperialisten. Ausbeuter. Sklaventreiber. Jeder stimmt fröhlich in den Chor mit ein, dass die Musikindustrie ein Teufelsbund ist. Na und? Wenn die ihre CDs für 20 € auf den Markt bringen, dann lasst sie doch. Man kann die Musik aus Protest auch einfach nicht kaufen. Aber stattdessen wird sie über das Internet verteilt. Ich denke, die ist es eh nicht wert gehört zu werden.

Gerd Gebhardt ist ein Trottel!

Von: Applemac | Datum: 25.05.2004 | #11
Ich kaufe seit einem Jahr keine kopiergeschützten Drecks CDs mehr, kann mir im Ausland nach ungeschützten CDs umschauen und das was ich nicht finde, das wird gekauft, kopiert und wieder zurückgegeben. Diese Trottel verarschen den Kunden mit minderwertigsten Pseudo-CDs, die keinen einzigen Vorteil, aber eine lange Liste an Nachteilen für den Kunden haben. Dann verlangen diese Arschlöcher für diese Müll-Tonträger noch den selben Preis. Entschuldigung, aber diese Trottel gehen mir nur noch auf den Sack ...

jerry

Von: dermattin | Datum: 25.05.2004 | #12
"Hmm, weil die Musik nichts wert ist, kann man sie ruhig stehlen?"

Zum einen ist das Kopieren von Musik nicht mit Stehlen gleichzusetzen (bei dir scheint ja die Deutsche MI Kampagne voll aufzugehen), zum anderen enthielt der Satz keine Wertung.


"Aber wie willst Du das beurteilen?"

Ich habe noch keinen Star gesehen, der sich ernsthaft beschwert, dass er zu wenig Geld verdient.


"Beduetet das, wenn ein Robbie Williams 1 Million Euro verdient, dass man dann das Recht und die Pflicht hat, seine Musik frei über das Internet zu verteilen, damit er nicht noch die zweite Million verdient?"

Nein.


"Das ist Pseudorevolutionäres Gequatsche. Sorry."

Ich doofe Kommunistensau? Ich glaube, du interpretierst da was rein, frei nach Freud.


"Jeder stimmt fröhlich in den Chor mit ein, dass die Musikindustrie ein Teufelsbund ist."

Idioten, kein Teufelsbund.


"Na und? Wenn die ihre CDs für 20 € auf den Markt bringen, dann lasst sie doch. Man kann die Musik aus Protest auch einfach nicht kaufen."

Richtig.

"Aber stattdessen wird sie über das Internet verteilt."

Worüber es keine unabhängige Zahlen gibt. Die Zahlen der Musikindustrie sind nachweisslich Blödsinn.

Man sollte auf keinen Fall sofort zwischen CD Verkäufe und Tauschbörsen einen Zusammenhang herbeilabern, nur weil die MI das seit Jahren behauptet.

Es gibt sogar Studien, die gehaupten, dass Tauschbörsen den Kauf anregen. Der Müll, den die "grossen" Labels produzieren ist der Grund, warum sie weniger davon verkaufen. Die Tauschbörsen sind nur das Lamm, das von der eigens verschuldeten Sackgasse ablenken soll.

zur qualität der "künstler"

Von: Jörg | Datum: 25.05.2004 | #13
wenn in deutschland freaks wie Daniel Küblböck viele Fans haben und sau viel Kohle machen, ist dass der beste Beweis, dass

1.die Qualität der Musik in den letzten Jahren drastisch abgenommen hat
2.die MI (fast) nur noch auf Kohle aus ist
3.fast nur noch kommerzielle Künstler unter Vertrag genommen werden
4.Musiker EBEN DOCH Erfolg haben (können), trotz download
5.Downloads KEINE Ausrede für schlechte Musik sind

@ Cassis - Richtig

Von: ionas | Datum: 25.05.2004 | #14
Jeder kann ein Künstler sein!

Und mit etwas Geschick kriegt er die Unkosten die er/sie hat dafür wieder rein.

Auch muss alles nicht so endlos perfekt sein.

@ Sascha was ein Quatsch

Von: ionas | Datum: 25.05.2004 | #15
Eine Kultursteuer wäre wohl okay.
Man müsste nur schauen dass das Geld gut verteilt wird und nicht nur den Spitzen zukommt.

Bei Steuern ist es immer so dass alle Zahlen und nicht alle davon gleich profitieren.
Mit Sozialismus oder Kommunismus hat das nicht viel zu tun.

Ab auf die Bank - Nachdenken.

@ Jerry - Man kann nicht stehlen was nicht greifbar ist

Von: ionas | Datum: 25.05.2004 | #16
Das müssen alle IP Leute mal begreifen :)
Dazu gehört eben auch Alles was man kopieren kann.

Ein Buch kann man stehlen. Den Inhalt des Buches nicht.

Man kann ihn abschreiben, kopieren, sich merken und wiedergeben, zitieren, was auch immer.

Das ist nur in unserem Rechtssystem "stehlen".

Kapitalismus hat was "natürliches" an sich. Kapitalismus ist auch wenn ein Kabylischer Bauer ein Stück Grund besitzt (obwohl die Ökonomie der 1960er Kabylen keine "kapitalisische" in westlichen Sinne war).

Kapitalismus ist es nicht wenn man besitzbar macht was nicht besitzbar ist.

Wissen, Daten, Informationen wollen nicht nur frei sein. Wissen, Daten, Informationen sind frei - Die Natur des Grund und Boden ist Kapitalismus, die Natur von Informationen ist der Kommunismus.

Damit müssen wir alle leben und alle Versuche was anderes zu machen führen nur in den Faschismus. (Kampf des Informationsflusses durch Informationen durch Überwachung, Kontrolle, Beherrschung, Bevormundung usw.)

@ dermattin - Kaufanregung durch Tauschbörsen

Von: ionas | Datum: 25.05.2004 | #17
Tauschbörsen nutze ich zum weiterentwickeln meines Musikgeschmacks.

Dies ermöglichst mir der reguläre Markt nicht (obwohl Märkte dazu sein sollen das Angebot möglichst so Groß zu machen wie die Nachfrage ist). Es ist also eindeutig das Problem der MI.

Dazu kommt - wird mir wirklich was geboten durch den Kauf eines Datenträgers so kaufe ich mir diesen und Tauschbörsen prägen vorher mein Konsumverhalten.

Je mehr und mehr und mehr und mehr ich ziehe und höre desto mehr Künstler kenne ich aber das heisst nicht dass ich alles weiter höre. Mal hin und wieder sicherlich aber ich fokussiere mich auch und das ganz deftig - Gerade Compilations (Albensammlungen) helfen hier.

Und diese Compilations würde ich auch kaufen - Aber natürlich nicht wenn ich nur einen Datenträger kriege. Ich möchte etwas für mein Geld. Ich möchte 5.1, ich möchte SACD, ich möchte Autogramme, ich möchte Biographien, ich möchte Liedtexte, ich möchte Noten, ich möchte Hingergrundinformationen. Ich möchte Kunst und Informationen.

All das kriege ich (oft) nicht - und die MI kriegt mich (fast immer) nicht.

Apropos Independent Music

Von: ionas | Datum: 25.05.2004 | #18
[Link]
Da müsste es z.B. bald was zum kostenlosen D/L geben. Die sind nur krass.

SACD

Von: Gulaschpizza | Datum: 25.05.2004 | #19
Hab mir neulich ne neue Anlage gekauft, die ich auch in Hinblick auf SACD erweiterungsfähig gewählt habe. Ohne gescheite Boxen/Kabel/Player/Verstärker bringt dir die beste SACD nix - und wie du mit Canton ERGO RCL den Unterschied hören willst ist mir schleierhaft. BTW es gibt auch gute Jazzplatten auf SACD (kind of Blue usw).

Ich finds interessant wie aus dieser Diskussion um ein Interview ein Glaubenskrieg ausbricht, aus dessen Getümmel man die Fetzen "Kommunismus" "Kapitalist" "Kultursteuer" "Ausbeuter" usw vernimmt. :-)

legal, illegal, sch**** egal?

Von: mathias | Datum: 25.05.2004 | #20
Obwohl ich die Methoden der MI auch nicht unbedingt gutheisse, möchte ich mal darauf hinweisen, nicht mit zweierlei Maß zu messen:

Das Vervielfältigen von Tonträgern ist dann illegal, wenn es das Urheberschutzgesetz verletzt. Da gibts kein wenn und aber. Dass der MI dadurch Geld durch "die Lappen geht", ist glaube ich, nachvollziehbar, wenngleich sich über die genaue Summe streiten lässt. Das ist das eine.
Dass die MI viel Müll produziert, den anscheinend keiner kaufen, aber dennoch jeder haben willl, ist das andere. Da steckt die MI in einem Dilemma. Es wurde m. M. nach über Jahre hinweg zuviel Geld in einen Musikmarkt investiert, der sich vielleicht zu sehr am Geschmack der Jugendlichen orientiert. Das hat zwar kurzfristig Geld gebracht, aber langfristig keine "Stammhörerschaft" aquiriert, da dafür die Musiker fehlten.
Dass dies die eigentliche Ursache für die Misere der MI ist, ist klar. Dass die MI ohne Umdenken und mit den alten Praktiken nicht aus der Krise kommt, ist auch klar. Dennoch bleibt illegales Vervielfältigen von Musik eben illegal. Egal, wie schlecht die Musik auch sein mag.

Mathias.

Analog ist Voodoo???

Von: Terrania | Datum: 25.05.2004 | #21
Wozu dann zwei CANTON ERGO? Ehrlich ionas, wenn Du den Unterschied nicht hörst, dann brauchst Du auch die Boxen nicht.
Wir reden hier nicht von einem DUAL-Plattenspieler vor 95 Euro mit einem System für 50 Euro. Hier gehts um HiEnd. Und glaub mir, Du hörst den Unterschied.
Im Übrigen: Die Kette muß auch stimmen. Selbst mit einem Hochpreisigen 5.1 Verstärker wirst Du kaum einen HiEnd-Klang in Stereo herkriegen. Dann brauchst Du auch noch einen CD-Player der guten Sound bring, ansonsten reicht einer von XY für 95Euro, weil da hörst Du sowieso keinen Unterschied zu mp3s.
Und eine SACD auf einem Lowend SACD-Spieler klingt beschissener als die CD-Version auf einem sehr guten CD-Spieler, da geb ich Dir Brief und Siegel. 5.1 ist nich per se besser. Es gibt nur einen feineren Raumeindruck und klingt zugegebenermaßen spektakulärer (nicht unbedingt echter). Allerdings nur über Toslink, und sicher nicht über zwei Cinch-Strippen. Du glaubst es nicht? Dann geh mal in einen gescheiten HiEnd-laden und lass Dir an einer gescheiten Anlage die Unterschiede vorspielen - ich schwör Dir, Du redest dann anders.

mathias

Von: dermattin | Datum: 25.05.2004 | #22
"Das Vervielfältigen von Tonträgern ist dann illegal, wenn es das Urheberschutzgesetz verletzt. Da gibts kein wenn und aber."

Ach? Und warum hat uns die MI in den letzten Jahren dazu aufgerufen, doch bitte Sicherheitskopien zu machen, damit die Originale geschützt sind? Das verkaufen von kopierter Musik ist illegal, nicht das Kopieren.

"Dennoch bleibt illegales Vervielfältigen von Musik eben illegal. Egal, wie schlecht die Musik auch sein mag."

Zeig mir doch mal das Gesetz, wo drin steht, dass Kopieren von Musik illegal ist.

"in den letzten Jahren" = vor einigen Jahren n/t

Von: dermattin | Datum: 25.05.2004 | #23

Warum die Extreme?

Von: guest | Datum: 25.05.2004 | #24
Natürlich erzählt die MI viel Mist, wenn sie ihre derzeitige Krise komplett bei ihren Kunden ablädt. Das ist unbestritten. Das Zuscheißen der Märkte mit minderwertigem Produkt und die gleichzeitige Erkenntnis, dass eine CD immer ein Billigprodukt ist - sonst bekäme man nicht soviel umsonst - haben sicher in gleichem Maße dazu beigetragen.

Auf der anderen Seite: Der Attac-Mensch erzählt natürlich auch Unsinn, wenn er von einem Grundrecht auf Musik spricht. Was soll das denn? Jedem ist freigestellt, ein Instrument zu lernen oder in der Badewanne zu singen, aber niemand hat ein Grundrecht auf mein geistiges Eigentum. Ich bin selbst Musiker und sehe, wie meine Einnahmen durch die GEMA in den letzten Jahren stark zurückgegangen sind. Das ist schlicht und ergreifend existenzbedrohend! Ich als Künstler habe ein Recht darauf, für meine Schöpfungen entlohnt zu werden. Das Urheberrecht und seine Folgen sind schwer genug erkämpft worden, und die Zeiten, da wir von gönnerhaften und feudalen Auftraggebern abhängig sind als Musiker wie zu Mozarts Zeiten sind gottseidank vorbei.

Und der Kommentar, Musiker sollten besser eh kein Geld verdienen, dann wären nur noch die ehrlichen dabei, ist in seiner Strunzblödheit kaum mehr zu übertreffen. Ich weiß ja nicht, welchen Beruf der Schreiber dieser Zeilen hat, aber ich finde, egal was er ist, ist er sicher gnadenlos überbezahlt…

Doch, von der IFPI, die unter anderem von Herrn Gebhard vertreten wird: Die wollen nämlich die Autorenanteile an der Vervielfältigungslizenz, die die die GEMA für die Herstellung eines Tonträgers verlangt, im Zeitalter der Krise um annähernd 50 % senken.

Also: am Ende des Tages bleiben ein paar Leute auf der Strecke. Nicht Robbie Williams oder Madonna, die nicht, aber für jeden der Stars stehen hunderttausende arme Musiker. Hat niemand bemerkt, dass auch und gerade Kleinbetriebe (Labels, Studios etc.) durch die Krise pleite sind? Ahnt jemand, wieviel Existenzen in allen Bereichen über den Jordan gehen?

Mit den Parolen, die teilweise in den Raum geworfen werden, ist eh keinem geholfen. Die Großen holen sich Ihr Geld (hat schon mal jemand über die horrend gestiegenen Konzertpreise nachgedacht????), die Kleinen können sehen, was übrig bleibt. Natürlich ist viel Quatsch gemacht worden - auch ich hasse Kopierschutz auf CDs - doch den Königsweg hat noch niemand gewiesen. Auch der Apple-Music-Shop ist es (noch) nicht.

90% der Original-CDs sind zu teuer!

Von: Marcel_75@Uni | Datum: 25.05.2004 | #25
Die Preise für Musik sind einfach nur noch unverschämt - mehr als 10,- Euro sollte eigentlich kein Album kosten (besser nur 5,-), ebenso Sampler, Compilations etc.

Das Problem ist doch einzig und allein, dass die Horde von Werbe-Strategen, Marketing-Labertaschen und Pseudo-Künstler ihr Geld wegschwimmen sieht - von mir aus können die alle auf diesen Planeten fliegen, den Douglas Adams in seinem dritten Teil vom "Anhalter" erwähnt (der, wo sie dann erst einmal das Laub von den Bäumen rupfen da das die neue Währung ist und wo sie Jahre brauchen um das Rad zu erfinden, weil sich die Werbestrategen nicht zwischen rot und blau entscheiden können... ;)

Hallo Sony, Universal und wie sie alle heißen - die fetten Jahre sind vorbei!!! Rafft das einfach mal (und kümmert Euch um Alternativen).

@dermattin

Von: mathias | Datum: 25.05.2004 | #26
Sorry, Du bringst da etwas durcheinander:

"Ach? Und warum hat uns die MI in den letzten Jahren dazu aufgerufen, doch bitte Sicherheitskopien zu machen, damit die Originale geschützt sind?" (Quelle ?)

Für den eigenen Gebrauch hat da niemand was gegen. Bei dem Kauf einer Musikkassette/CD-Rohling wird pauschal das Recht abgegolten, Musik vom Originaltonträger zu kopieren.

"Zeig mir doch mal das Gesetz, wo drin steht, dass Kopieren von Musik illegal ist."

Bitte schön:

Urheberrechtsgesetz, 3.Verwertungsrechte:

§15 Allgemeines:

(1) Der Urheber hat das ausschließliche Recht, sein Werk in körperlicher Form zu verwerten; das Recht umfaßt insbesondere

1. das Vervielfältigungsrecht (§ 16),

2. das Verbreitungsrecht (§ 17),

3. das Ausstellungsrecht (§ 18).

(2) Der Urheber hat ferner das ausschließliche Recht, sein Werk in unkörperlicher Form öffentlich wiederzugeben (Recht der öffentlichen Wiedergabe). (...)



§ 16 Vervielfältigungsrecht

(1) Das Vervielfältigungsrecht ist das Recht, Vervielfältigungsstücke des Werkes herzustellen, gleichviel ob vorübergehend oder dauerhaft, in welchem Verfahren und in welcher Zahl.

(2) Eine Vervielfältigung ist auch die Übertragung des Werkes auf Vorrichtungen zur wiederholbaren Wiedergabe von Bild- oder Tonfolgen (Bild- oder Tonträger), gleichviel, ob es sich um die Aufnahme einer Wiedergabe des Werkes auf einen Bild- oder Tonträger oder um die Übertragung des Werkes von einem Bild- oder Tonträger auf einen anderen handelt.



§ 17 Verbreitungsrecht

(1) Das Verbreitungsrecht ist das Recht, das Original oder Vervielfältigungsstücke des Werkes der Öffentlichkeit anzubieten oder in Verkehr zu bringen.

(2) Sind das Original oder Vervielfältigungsstücke des Werkes mit Zustimmung des zur Verbreitung Berechtigten im Gebiet der Europäischen Union oder eines anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum im Wege der Veräußerung in Verkehr gebracht worden, so ist ihre Weiterverbreitung mit Ausnahme der Vermietung zulässig.
(...)

Das ganze Urheberrecht gibts hier:

[Link]

Mathias.

@mathias

Von: dermattin | Datum: 25.05.2004 | #27
"Für den eigenen Gebrauch hat da niemand was gegen. Bei dem Kauf einer Musikkassette/CD-Rohling wird pauschal das Recht abgegolten, Musik vom Originaltonträger zu kopieren."

Das sieht die MI aber (inzwischen?) anders.

"Bitte schön:"

Danke.

@Terrania: Zustimmung!

Von: Gulaschpizza | Datum: 25.05.2004 | #28
[Zitat Anfang] Im Übrigen: Die Kette muß auch stimmen. Selbst mit einem Hochpreisigen 5.1 Verstärker wirst Du kaum einen HiEnd-Klang in Stereo herkriegen. Dann brauchst Du auch noch einen CD-Player der guten Sound bring, ansonsten reicht einer von XY für 95Euro, weil da hörst Du sowieso keinen Unterschied zu mp3s.
Und eine SACD auf einem Lowend SACD-Spieler klingt beschissener als die CD-Version auf einem sehr guten CD-Spieler, da geb ich Dir Brief und Siegel. [Zitat ende]

So ist es! Habe selbst meinen angeblich so guten Yamaha - Allesspieler gegen einen Marantz getauscht. Der Unterschied ist gewaltig. Und das obwohl beide über den coax-digital-Anschluss mit dem selben Kabel mit sonst identischen Komponenten angeschlossen waren.

[Zitat Anfang] 5.1 ist nich per se besser. Es gibt nur einen feineren Raumeindruck und klingt zugegebenermaßen spektakulärer (nicht unbedingt echter). Allerdings nur über Toslink, und sicher nicht über zwei Cinch-Strippen. Du glaubst es nicht? Dann geh mal in einen gescheiten HiEnd-laden und lass Dir an einer gescheiten Anlage die Unterschiede vorspielen - ich schwör Dir, Du redest dann anders.[Zitat Ende]

Bin kein Freund von Toslink (= optischer Digitalverbindung), n gutes Coaxkabel oder Kimberkable - Chinchverbindungen (wenn der D/A Wandler im CD-Player besser ist als im Verstärker) machen Welten im Klang aus. NIcht zu vergessen - gescheite Steckerleiste ohne Schalter bzw Überspannungsschutz.

Wenn Deppen aneinander vorbeidiskutieren

Von: Der Ehrliche (alias Der Dumme) | Datum: 25.05.2004 | #29
Zu Moldenhauer (Attac):

1.
„Nach diesem Modell sollen die Künstler danach vergütet werden, wie häufig ihre Stücke gespielt und heruntergeladen werden. Ermittelt wird aus den Downloadzahlen der Tauschbörsen und durch Beobachtung einer Stichprobe von Userinnen.“
Das hat sich der Herr aber ganz toll ausgedacht; nur wie will er die Downloadzahlen der Tauschbörsen ermitteln? Wie stellt er sicher, dass alle Tauschbörsen erfasst sind? Sollen Nutzer von Tauschbörsen, die ihre Downloadzahlen nicht weiterleiten von den Strafrechtsbehörden verfolgt werden? Wenn ich meinen Rechner mit dem eines Freundes vernetze und dann Musikdateien austausche, muss ich dann die ausgetauschten Titel an die GEMA melden? Bin ich ein krimineller wenn ich das unterlasse?
Und wie will er die Stichprobe von UserInnen erheben? In dem nicht nur deren Computer, sondern auch deren CD-Player der Stereoanlagen „nach Hause“ telefoniert?
Und dabei stellt sich Herr Moldenhauer im Interview mehrfach als Verfechter der Persönlichkeitsrechte und als Bastion im Kampf gegen den gläsernen Benutzer dar

2.
Herr Moldenhauer spricht viel vom gerechten Verteilen des Geldes, verliert aber kein Wort über so Nebensächlichkeiten, wie woher das Geld kommen soll. Darum frage ich: „Woher soll das Geld kommen, dass er verteilen möchte?“
Durch Abgaben auf CD-Rohlinge, CD-Brenner und iPods? Klar, das sind alles potentielle Gerätschaften, bzw. Medien für unentgeltlich getauschte Musik, aber ist nicht schon die Verbindung ins Internet ein potentieller Musiktausch? Also dann bitte auch Abgaben auf die Gebühren der Internetprovider. Und kann man nicht mit dem Drucker Booklets zu getauschten Alben drucken? Und wozu benötigt man denn sonst einen CD-Marker, wenn nicht zur Beschriftung von selbstgebrannten CDs? ...
Die Liste möglicher Abgaben lässt sich sicher endlos weiterführen und dabei kann man vortrefflich von einem zwar kleinen, aber für die Betroffenen dann doch wichtigen, Detail ablenken: Es soll Menschen geben die Musik käuflich (= ehrlich) erwarben, und noch immer erwerben. Ich z.B. besitze ca. 400 CDs. Nehmen wir mal an, eine CD kostet im Schnitt 12 Euro, so sind das 4.800 (in Worten: VIERTAUSENDACHTHUNDERT) Euros. Und jetzt kommt Herr Moldenhauer und verlangt von mir noch mehr Gebühren auf CD-Brenner, Rohlinge etc. obwohl ich noch NIE Musik auf CDs gebrannt haben, ich noch NIE Musik übers Internet „getauscht“ habe. Sorry ihr kostenlos-Musik-übers-Internet-Tauscher, aber ich zahle Eure Lizenzgebühr NICHT.

Und nun zu Herrn Gebhardt:
Das der Musikdiebstahl der MI nicht gefällt, kann ich verstehen. Wenn die dagegen vorgehen wollen, soll’s mir recht sein.
Nur liebe MI was hat das zum Teufel damit zu tun,
- dass ihr den iTMS in Europa verzögert,
- dass ihr MEINE CDs (denn nach dem Kauf gehört sie mir) so präpariert, dass ich die Musik nicht mehr in iTunes importieren kann,
- dass CDs immer teurer werden,
- dass ich durch Abgaben auf CD-Rohlinge etc. für Musik bezahlen muss, die ich schon längst auf CD ehrlich erworben habe?

Liebe MI, ich bin euer Kunde und nein, ich habe nicht an eurer Misere Schuld. Warum ich dann in letzter Zeit weniger CDs gekauft habe? Weil ihr doch fast nur noch Schund produziert! Meine Sammlung mit Musik aus den 70er und 80ern ist schon ziemlich vollständig (Und manches, das noch fehlt, habt IHR aus dem Sortiment genommen.) und was ihr zur Zeit auf den Markt bringt verdient es oft nicht gekauft zu werden.
Habt ihr schon mal was von Nutzenmaximierung gehört? Wenn ich mir mit dem Geld für eine CD bei McDonalds den Magen voll stopfe, geht es mir danach nicht halb so schlecht wie nach dem Hören vieler eurer aktuellen Angebote. Darum kaufe ich weniger, nicht wegen den Tauschbörsen.

es gibt viele wege der verwirrung....

Von: Locutus.v.Borg | Datum: 25.05.2004 | #30
also schon krass, was hier erzählt wird.
also martin, wenn mir was nicht gefällt ( gibt musik die isses nicht wert etc....) muss ich schon kleptomane sein, um es nur des habens willen zu ziehen, sorry aber das finde ich ist mit abstand der beknackteste satz im thread.
und ionas kann ich nur sagen, das ich meine mich erinnern zu können, das auch du dich üner M§ und den raub von geistigem eigentum tierisch aufgeregt hast......
ich finde schon, wenn jemand etwas macht, erfindet, produziert, dann ist es seine sache ( denn darin liegt die freiheit - freiheit ist immer die freiheit des anderen!!) was er damit macht und was er dafür haben will. wenn mir das nicht past, gibt mir das noch lange nicht das recht zum klauen, nach dem motto: der ist bescheuert.
es gibt immer noch soetwas wie ( wenn auch stark nachlassend) achtung vor dem anderen.
und ein idiot zuwerden weil ich glaube, das andere idioten sind....das ist nicht nur arm, das ist auch lächerlich und wahrhaftig blöd!!!!!
wenn die jungs zuviel kohle für ihren sound wollen, das kauf ich nicht...ende.
wenn sie dauernd neue kopierschutz verfahren rausbringen und mich nötigen wollen die entspr. hardware zu kaufen.....neh danke.
lass ich mich nicht auf das spiel ein, tut das auch seine wirkung.
das ist noch nicht nur bei der musik industrie so. und das es so ist, liegt einfach am konsumwahn der generationen....anscheinend ist der so heftig, das sich ein großteil der jugend deswegen kriminallisieren lässt.

man werdet selbständig

Anfrage

Von: andreas | Datum: 25.05.2004 | #31
Scheinbar haben hier wenige (z.B. Mathias) jemals einen Blick ins neue/aktuelle Urheberrechtsgesetz geworfen, auch Herr Moldenhauer wohl nicht.
Ich empfehle darin ganz besonders Abschnitt 6 §53 und dort besonders Absatz (1) , ("keine offensichtlich rechstwidrig hergestellte Vorlage...").
Nach einem Blick dorthin kann nochmal jemand behaupten, dass die Tauschbörsennutzung nicht illegal ist.
PS: Ich mache selber Musik, habe bisher aber nur Geld investiert, nie etwas zurückbekommen, meine Musik ist dennoch in einschlägigen p2p-Börsen zu finden.

locutus

Von: dermattin | Datum: 25.05.2004 | #32
"also martin, wenn mir was nicht gefällt ( gibt musik die isses nicht wert etc....) muss ich schon kleptomane sein, um es nur des habens willen zu ziehen, sorry aber das finde ich ist mit abstand der beknackteste satz im thread."

Ich nehme an, du meinst mich. Und ich nehme weiter an, dass du meinen Beitrag in dieser Beziehung falsch verstehst, wenn du mir vorwirfst, dass ich gutheisse, was da passiert.

Es gibt keine tauschbörsen für Musik usw

Von: Marty | Datum: 25.05.2004 | #33
Also wenn ich mich recht erinnere dann heisst doch tauschen was abgeben und was bekommen. Wenn ich also eine mp3 Datei abgebe, müsste ich sie ja bei mir löschen. Oder habe ich da was missverstanden.

Interessant finde ich immer die Argumente das die CDs zuteuer sind. Stimmt sind sie, aber dadurch habe ich doch kein Recht sie mir umsonst aus dem Netz zusaugen. Was ich mir nicht leisten kann, kann ich ebend nicht haben, ganz einfach. Gibt doch kein Grundrecht auf Musik zuhaben in aiff-wav-mp3 usw. Format. Wenn ich sie mir nicht leisten kann muss ich halt Radio hören, bei Freunden/innen mithören. Oder selber welche machen.

Jeder von Kübelböck(würg) über Madonna bis zur Bauernmetalband haben ein Anrecht auf die Entlohnung in ihrem Sinne. Der Hörer entscheidet dann ob er die CD kauft, ins Konzert geht usw. oder nicht. Gibt ja auch kein *anrecht* auf Konzerte umsonst.

@ Terrania

Von: johngo | Datum: 25.05.2004 | #34
Also der "Fuzzi" der Musikindustrie liegt mit seiner "Kopier"-Aussage nicht falsch. Du kannst von ein Original tausendfach Kopien und wirst auf diesem keinerlei Unterschied feststellen. Zu Zeiten der Musikassette war das aber so. Das "Original" ging schon mit der erste Kopie unwiderbringlich verloren. So ging es denn auch vielmehr um die Wirkungsweise des "digitalen kopierens". Das widerum hat nur bedingt mit dem Thema MP3 zu tun. MP3 ist hier nur der Katalysator, der die "unvermeidbaren Dinge etwas früher" zum laufen bringt.

Ich sehe in diesem Umstand nur eines: Musik wird immer wertloser. Letztendelich ist das wie beim Salz! Es gab Zeiten, da war dieses wertvoller, wie Gold. In einer - der heutigen Zeit entsprechenden - industriellen Gesellschaft wird es aber nie mehr (im Sinne von hochpreisig) wertvoll werden. Das ist auch die Zukunft von digitaler Musik.

Das sich dabei die Märkte (quasi kurz vor dem Ende) noch einmal "aufspreizen" ist auch wieder nur ein wirtschaftlich einfach erklärbarer Effekt. Die Kunden, die noch bereit sind viel zu bezahlen, müssen halt für die Nichtzahler in die Presche springen. Das gilt für anziehende CD-Preise genauso wie für die Preise in einem iTM-Store.

Wie das ganze ausgehen wird weiss ich nicht. Wenn aber die Preise für digitale Musik auf diesem hohen Niveau bleiben, dann kommt das Ende bald. Kopierschutzverfahren ändern daran langfristig auch nichts - ausser sie würden gesetzlich vorgeschrieben.

Ich selbst habe überhaupt gar nichts gegen sehr strenge Kopierschutzmassnahmen. Aber sie entwerten ein Musikstück - neben der oben angesprochenen Entwicklung - noch einmal zusätzlich. Ich definiere deshalb streng kopiergeschützte Lieder für ca. 10 Cent das Stück mit einem Wert von ca. 10 /max. 20 Cent.


Gruss

johngo

@ Gluaschpizza

Von: ionas | Datum: 25.05.2004 | #35
"wie du mit Canton ERGO RCL den Unterschied hören willst ist mir schleierhaf"

okay, womit bitte höre ich den unterschied?

Terra

Von: ionas | Datum: 25.05.2004 | #36
"Wozu dann zwei CANTON ERGO? Ehrlich ionas, wenn Du den Unterschied nicht hörst, dann brauchst Du auch die Boxen nicht."

Der Unterschied zwischen CD und Schallpatte ist im Hochton und Tiefton bereich sehr wohl hörbar.

"Hier gehts um HiEnd."
Was ist HiEnd?

"Und glaub mir, Du hörst den Unterschied."
Klar glaube ich das.

"Im Übrigen: Die Kette muß auch stimmen. "
Ist mir klar.

"Selbst mit einem Hochpreisigen 5.1 Verstärker wirst Du kaum einen HiEnd-Klang in Stereo herkriegen."
Ich denke ich komme mit meinem Low End Harman Kardon ganz gut klar.

"Dann brauchst Du auch noch einen CD-Player der guten Sound bring"

CD-Player können keinen guten Klang bringen. Alles Voodoo (Weil die CD an sich das eh limitiert) - Klar es kann unterschiede geben. Aber das ist eh egal. Weil mies bleibt der Klang einer CD eh.

"Und eine SACD auf einem Lowend SACD-Spieler klingt beschissener als die CD-Version auf einem sehr guten CD-Spieler"
Sicher - Immerhin kann die SACD gut klingen. Wenn die Aufnahme die drauf ist gut ist und der Wandler gut ist.

"da geb ich Dir Brief und Siegel. 5.1 ist nich per se besser."
Natürlich nicht.

"Es gibt nur einen feineren Raumeindruck und klingt zugegebenermaßen spektakulärer (nicht unbedingt echter)."
Aber sicher klingt der Echter wenn man es richtig anstellt.

"Allerdings nur über Toslink, und sicher nicht über zwei Cinch-Strippen."
1. habe ich TOSLink(optical) und 2. ist das Signal Digital und damit ist es eigentlich irrelevant solange es rüberkommt.

"Du glaubst es nicht? Dann geh mal in einen gescheiten HiEnd-laden und lass Dir an einer gescheiten Anlage die Unterschiede vorspielen - ich schwör Dir, Du redest dann anders."

Und was ist ein HiEnd Laden und was ist eine HiEnd Anlage - Erzähl mal (Du Profi?!).

@ Gluaschpizza

Von: ionas | Datum: 25.05.2004 | #37
Also ich habe mir die BW Nautilus angehört und ich fand nicht dass sie wirklich viel besser klingen als die Canton Ergo RCL.

Hast du die überhaupt mal vergleichend gehört?

Ich weiss ja nicht was Mid-Price ist. :-]

Du kannst mir ja mal sagen was an dem hier nicht okay ist:
[Link]

Das hier ist die Box
[Link]

(nur dass meine keinen aktiven subwoover drin hat)

das mag kein studiozubehör sein aber es reicht allemal für exessiven qualitativ hochwertigen heimgenuss

Diese Audiophilendiskussion geht am Thema vorbei...

Von: Yemeth | Datum: 25.05.2004 | #38
Also Highendzeug schön und gut, aber was hat das denn mit dem Thema zu tun?

Es geht nicht darum, dass Analog mit dem entsprechendem Equipment unschlagbar toll klingt, sondern um den Massenmarkt - und der ist derzeit Radio, CD und mp3.

(Wie wärs, wenn ihr das an einem anderen Orte diskutiert?)

ionas?

Von: Terrania | Datum: 25.05.2004 | #39
Stay cool man! Die Box mag ja ganz gut sein. Und der Verstärker ist für Surroundverhältnisse in der Spitzenklasse. Auch gut. Aber ein plastisch zeichnender Stereoverstärker von Accuphase, Burmester oder Mark Levinson und dazu ein passender CD Player von Accuphase, marantz oder ein Swoboda-veredelter SONY mit den passenden Bosen von Dynaudio oder HGP oder T+A, glaub mir, da sind Welten zum Stereo-Decoding des harman. Da gehts (und da mein ich NICHT dich) nicht um Krachbummboing, sondern um Musikwiedergabe, die möglichst nahe am Original ist. Das aus einer durchschnittlich aufgenommenen CD nix ruszuholen ist, glaub ich gern. Aber allein TELARC und ein paar Importlabels haben remastered-Scheiben im Programm, da hört (und sieht man) wie gut Stereo eigentlich sein kann. Ich hab auch einen (guten) Surround zusätzlich. Das ist toll. Vor allem bei Musik-DVDs. Aber der Stereosound ist absolute Kacke.

Ach ja Yemeth: Netter Kommentar, aber DU hast zum Thema bisher GAR NIX beigesteuert ...

Attac...

Von: RollingFlo | Datum: 25.05.2004 | #40
Also, diese Diskussionen hier gibt es ja andauernd irgendwo. Die Lösung aller MI-Hasser ist ganz einfach: Kauft von kleinen Labels und kauft und kopiert keinen Kommerzmüll.

Und Vinyl rulez! ;D

Aber mal zu Attac!
Ich meine, die wollten doch eigentlich mal die Tobin-Steuer durchsetzen. Neulich sah ich deren Deutschlandvorsitzenden aber Gewerkschaftssprech absondern wie in den 70ern zu allen möglichen Themen. Und jetzt geht es auch noch gegen Bertelsmann und co.? Also, wenn sich da mal keiner verzettelt...

@ Terrania

Von: ionas | Datum: 25.05.2004 | #41
Wenn ich Geld habe kaufe ich mir Röhrenverstärker und schaue dann (wenn es so weit ist) ob ich überhaupt noch separate DSP kriege :p.

[Link]

Leider habe ich den einstiegspreis der canton ergo rcl nicht gefunden.

hier der preis von 1999
[Link]

da war sie schon 2 jahre auf dem markt.
(jetzt liegt sie - oh wunder - bei 400 eur/stück)

...

Von: Gulaschpizza | Datum: 25.05.2004 | #42
Equipmentmäßig bin ich weit von so etwas entfernt, was Terrania beschreibt. Ich hab die Bowers& Wilkins 703 mit einem Rotel 5-Kanal - Verstärker und ein Marantz 6000 Limited. Dazu Kimber Kable. Aber schon da war der Unterschied zum Harmann/Kardon 9000 (oder 9500?) so gravierend... Ich hab die Cantons auch probegehört.

@Terrania: Gibt noch weit bessere Verstärker... die Rotel - HiEnd - Sachen mit 5 Endstufen, die T+A-Systeme, Linn hat auch Sorround im Programm!

Der Thread wird immer mehr von den Audiophilen beherrscht. Trotzdem wirds nicht OT - solang alle Welt ne 399,99€ Alles-drin-6.1-mp3player-anlage vom Blödmarkt hat, wird auch nicht klar, das MP3 ein viel zu großer Qualitätsverlust ist. Dafür ist dann der Unterschied zu marginal... Und viele hören ihn auch einfach nicht.

@ Terrania - Letzes Post dazu - dann bin ich auch ruhig :)

Von: ionas | Datum: 25.05.2004 | #43
Les mal ein paar Reviews zu der Box:
[Link]

Der Einstiegspreis lag wohl bei 3000$ pro Box. (1997) (laut audioreview)

Ja ich weiss da ist mein Verstärker ein wenig schwach mit einem einstiegspreis von knapp 1300 eur.

trotzdem ich habe BW Nautilus für 3999 Eur /Stück bei den Hifiprofis angehört und sie klingen "distanzierter" aber nicht neutraler.
Insgesamt fand ich klangen sie dadurch dass sie distanzierter klingen nicht neutraler.

die canton haben eine exellente hochton wiedergabe und viel volumen. ich habe die boxen gekauft weil ich damit gregorianische chormusik höre aber auch gothmetal oder sting vanmorrison oder ähnliches... streicher und chöre sind einfach nur krass.

eine bessere box kriegst du ab 5000 eur.
wenn du das ausgeben willst und dass dann hi-end ist - bitte. zügle dich nicht.

für mich ist das hi-endig genug :p

@ Gluaschpizza

Von: ionas | Datum: 25.05.2004 | #44
"Ich hab die Cantons auch probegehört"
Und was war daran nicht neutral?

Ich brauchte einen Verstärker mit auftrennbarer Vor und Endstufe für unter 1500 Eur der auch 5.1 kann.

Vielleicht sind 1500 Eur noch nicht HI-End genug - aber ich habe sonst keinen Gefunden und war ganz glücklich darüber dass es kein Onyko oder sowas war sondern Harman.

@ionas

Von: Gulaschpizza | Datum: 25.05.2004 | #45
Hör dir eine sehr gute Aufnahme von einer Mahler-Sinfonie oder von einem Klavierstück solo an... die Boxen von Canton geben nicht natürlich wieder! besonders die Mitten werden unterschlagen, Streicher klingen fistelig usw. Bass kommt gut rüber, cih würd sie mir aber nicht holen. Hiendig ist das, was ich habe, keineswegs...

Vllt kann ja Terrania auch was sagen. ZU deinem Verstärker - Problem: ROtel RSX 1055?

Audiophiles

Von: Elroy | Datum: 26.05.2004 | #46
Bitte wieder mehr Trolle. Die sind einfach unterhaltsamer als Vorträge von Klangfetischisten.

@ Gulasch

Von: ionas | Datum: 26.05.2004 | #47
hm ich höre gerne Glass - da kommen viele klaviertöne drin vor.

wenn der bass zu laut ist musst du die boxen weiter von der wand wegstellen :).

im übrigen hat canton für die problematik mit den hochtönen und tieftönen die rc-box dazu gepackt. da kannst du das ziemlich gut einstellen.

Die Hifidelen und ihre natürlichen Feinde ...

Von: Terrania | Datum: 26.05.2004 | #48
Jungs - echt, wir sollten zurück zu Thema. Nur noch soviel:Wir werden den Disput nicht lösen, da könnte man nur die Anlagen direkt mit den Boxen vergleichen, also lasst es gut sein. Die Canton hat damals (1999 u. 1998) tolle Kritiken bekommen (Brutales Baßfundament usw.).
Tatsache ist aber auch: mp3, aac etc. sind erst ab weit höheren Datenraten (192+) mit guten CDs vergleichbar. Bei Klassik erst über 256.
Damit verlangt die MI/Internet-Shops (auch iTMS) definitiv zuviel Kohle für die läppischen 128 Kbit. Denn der Sound ist grade mal mit einem durchscnittlichen (analogen) Tapedeck aus den 80/90ern zu vergleichen. Für echten Musikgenuss (bewußtes Zuhören) eigentlich zu belanglos.

jeder soll sich an die eigene Nase fassen

Von: rumbarumbatätärräää | Datum: 26.05.2004 | #49
letztlich ist nur eines richtig: Die Verschärfung von Gesetzen haben diejenigen zu verantworten, die Mißbrauch betreiben. Gesetze sind in der Regel eine Folge von Mißbrauch. Gäbe es die Tauschbörsen, die massenhafte Kopiererei und die Selbstbedienungsmentalität vieler User nicht, gäbe es auch keine strengeren Gesetze. Wer die Früchte der Arbeit anderer sich unentgeltlich aneignet, sollte sich immer mal fragen ob er seine Arbeitskraft auch unentgeltlich herzugeben bereit ist.
Und da hat Gebhard Recht: das Unrechtsbewußtsein ist angesichts der Tatsache, daß man sich überall mit Musik versorgen kann, einfach zu gering. Musik scheint für viele ein Allgemeingut zu sein das einfach da ist und das man einfach konsumiert. Angesichts kleinerer Geldbeutel (und viele Jugendliche müssen heute erhebliche Summen fürs Handy abdrücken, die sie vorher z. T. im Plattengeschäft ließen) sieht natürlich ein immer größer werdender Teil der Leute nicht ein, warum man eine Scheibe noch kaufen soll, wenn die Kopie vom Kumpel genauso gut ist wie das Original und nix kostet.
Aber da soll sich jeder mal an die eigene Nase fassen, ob er mit seinem Eigentum, ob geistiges oder materielles, genau so größzügig umgeht wie mit dem Eigentum anderer, in diesem Falle dem geitigen Eigentum eines Künstlers oder einer Softwareschmiede, die vom Verkauf ihres Produktes leben, davon die Miete, das Auto, ihr Essen, ihre Rechnungen, den Urlaub und anderes zahlen. So wie jeder andere auch.

@Mathias nochmal..

Von: dermattin | Datum: 26.05.2004 | #50
Wo erfahre ich denn etwas über die Strafen bei Missachtung des Urheberrechts?

jeder soll sich an die eigene Nase fassen

Von: rumbarumbatätärräää | Datum: 26.05.2004 | #51
im Urheberrecht

@ Terrania - Fullack

Von: ionas | Datum: 26.05.2004 | #52
"Tatsache ist aber auch: mp3, aac etc. sind erst ab weit höheren Datenraten (192+) mit guten CDs vergleichbar. Bei Klassik erst über 256.
Damit verlangt die MI/Internet-Shops (auch iTMS) definitiv zuviel Kohle für die läppischen 128 Kbit. Denn der Sound ist grade mal mit einem durchscnittlichen (analogen) Tapedeck aus den 80/90ern zu vergleichen. Für echten Musikgenuss (bewußtes Zuhören) eigentlich zu belanglos."

Zustimmung :)

@ Terrania

Von: ionas | Datum: 26.05.2004 | #53
(Nur um nochmal ein wenig nachzukitzeln:
> Die Preisempfehlung lag ehemals bei
> 5000DM/Paar.
> Freundliche Grüsse
>
> Canton Kundenservice
> Jürgen Röder)

Muss wohl n neuer Verstärker her ;p.
Kannst ja mal was empfehlen :] (davon kann ich dann träumen, irgend ein röhren der auch 5.1 kann :)

;-])

bewußt-seins-liga

Von: Locutus.v.Borg | Datum: 26.05.2004 | #54
mein lieber schwan, ionas...was für eine aussage: bewußtes zuhören.......und was für ein bodenloser blödsinn. du scheinst der meinung zusein, das nur leute mit marantz "wahre" musikliebhaber sind und den ebenso "wahren" sound kennen?
bei all deiner neigung zu fetischismus ( marantz-nylons etc) solltest du dir mal ein richtiges konzert reinziehen und mit erschreckender ernüchterung feststellen, das du mit keinem tonträger u. aufnahme verfahren auch nur im ansatz an das " life-feeling" heran kommst.
egal ob es gamelan, classic oder metall ist.
du scheinst lediglich dem materialismus auf deine spezielle art und weise zu frönen, das ist auch ok so, aber verzapf hier nicht sonen scheiss von bewußtem hören, wenn dem so wäre, würdest du nich soviel geld für konserfen sound ausgeben.
und im bereich kunst und musik gibt es keine annäherung, entweder es ist original oder eben nur neh kopie !!!!
wenn mal man neh zeit in asien und afrika unterwegs war, ht es sogar einen unwiderstellichen reiz, diesen blechsound aus ollen transitoren samt übersteuerung zu hören.-
das alles ist so gut wie es ist und hat auch seine vollkommenheit...wenn du das verstehst, dann kannst du nochmal von bewußt reden.....
ansonsten schätze ich mal, das du einfach nur ein poser bist.


gott rendert nicht!!!!

@locus

Von: ionas | Datum: 26.05.2004 | #55
life-feeling?

Was soll das denn, es gibt doch auch Life-Aufnahmen auf Tonträger, wenn du die richtige Anlage hast, reicht das voll und ganz!

PS: Nur kein Neid, die Fähigkeit bewusst zu geniessen ist nicht jedem gegeben ;)

@ locutus

Von: ionas | Datum: 26.05.2004 | #56
nein kein poser sondern ein musik fetischist :)

und ja ich mag leif (live) musik - vorallem mag ich wenn sie schräg ist.

ich höre mir gerne amatuere und sessions an.

:)

Ja, ja

Von: Locutus.v.Borg | Datum: 26.05.2004 | #57
"und ja ich mag leif (live) musik - vorallem mag ich wenn sie schräg ist."

Damit lässt sich dann ja auch deine Vorliebe für die Canton erklären, klingt ja auch ein bisschen schräg. ;))

Surround bei Musik...

Von: RollingFlo | Datum: 26.05.2004 | #58
...halte ich als old-fashioned rocker (*) für merkwürdig. Schließlich kommt beim Konzert die Musik auch nicht von hinten. ;)

Also, schon klar, so ist es nicht ganz, es mag schon Sinn machen hier und da., aber "ich sach ma" da ist bei vielen schon der Herr Möchtegern dabei, Anwesende ausgenommen.

(*) Der auch Jazz und Klassik an seine Ohren lässt.

ahahahahaha....

Von: Locutus.v.Borg | Datum: 26.05.2004 | #59
also erstens: welcher spinner nutzt hier meinen namen?
mich interessiert weder canton noch sonst ein pseudo-mach-jemand-aus-mir-mit-deinem-produkt-hersteller.

terrania, sorry, aber es ging nicht um grundsätzlichen musik genuss ja oder nein. ich glaube nur nicht an die these, das jemand der ein fettes sound system hat, zwangsläufig der bessere genieser ist, so wie iona das hier verkauft.
das käme gleichbedeuten mit: ferrari-bester autofahrer und größte ahnung etc. selten sonen schwachsinn gehört!!!!!
und ich glaube, da wo iona bewußtsein glaubt zu verspüren, ist eher ein gefühl von live-style aktiv.
wenn mir allerdings jemand erzählt, das er son scheiss an technik braucht um zu genießen, glaub ich eher, er wär auch ein guter modelleisenbahner geworden, oder mantafreak....ergo: es kann nur ein poser sein, der den scheiss fürs kleine ego braucht, drum stellt er auch solche massregelungen auf wie - bewußtes hören-ab da fängt der genuß an--etc.
man, wenn ich mal soviel taschengeld bekäme...
ich würd bestimmt nich son scheiss damit machen und diesen image-herstellern in den rachen werfen.

apropos Musik...

Von: dermattin | Datum: 26.05.2004 | #60
...geht Heise jetzt auch unter die Musikanbieter? [Link] bzw. [Link]

10.3.4 ist raus n/t

Von: Karl Schimanek | Datum: 26.05.2004 | #61

da sind wir aber neugierig

Von: Locutus.v.Borg | Datum: 26.05.2004 | #62
was an openGl verbessert wurde, paßt ja garnicht zu apple..............

Open Gl

Von: dermattin | Datum: 27.05.2004 | #63
"Improves OpenGL by adding support for OpenGL Vertex Buffer and Replaceable OpenGL entry points."

audiophilosophen...

Von: mathias | Datum: 27.05.2004 | #64
aaalso, da muss ich mich dem flo anschliessen: welchen Sinn macht 5.1 Sound bei der Wiedergabe eines Live-Rock/Popkonzerts? Etwa die Dortmunder Westfalen soundmässig zu reproduzieren? Oder vielleicht die "Akustik" der Wiese bei Rock am Ring? ;-)
Ich persönlich finde diese HighEnd Diskussionen überflüssig, mir geht es beim Musikhören in erste Linie um die Musik, da ist Wiedergabetechnik zweitrangig (nicht die Aufnahmetechnik!! Das verwechseln viele!!): Miles Davis' "Kind Of Blue" wirkt auch noch, wenn man es auf 'nem Weltempfänger anhört. Weil die Musik genial ist -- UND die Aufnahme (Rudy vcan Geldern eben).

(Ach ja, wer vor hat, sich einen Röhrenverstärker zu kaufen, kann ja erstmal hier kucken: [Link]

Um aber wieder zurück auf das eigentliche Thema zu kommen: wie hoch die Strafen für einen Verstoss gegen das Urheberrecht sind, weiss ich auch nicht. Schätze mal, das hängt von dem dem Urheber erlittenen Schaden ab. Wenn ich der guten Frau Rowling ihre Harry Potter Romane als Fortsetzungsgeschichte in einer Zeitschrift abdrucke, wird es ohne ihre Zustimmung bestimmt ganz schön teuer....

Auch wenn sich viele über CD-Kopierschutz ärgern, ist es Urheberrechtlich gesehen legitim. Ich denke mal, dass bisher das Kopieren einer LP auf Kassette deshalb toleriert wurde, weil:
a) ein Teil des Kaufpreis einer Kassette auch dem Musiker/Künstler/Produzent etc. abgeführt wird
b) die Klangqualität miserabel ist
c) das Kopieren sowieso nicht unterbunden werden kann (was aber wegen b)-tens in Kauf genommen wurde)

Mittlerweile hat sich aber Punkt b) wesentlich geändert:
durch CD-Brennen kann man eine 1:1 Kopie des Originals herstellen, und zwar so oft man will. Also müsste man dafür eigentlich auch für jede Kopie den vollen Preis erstatten.
Der Nachteil der Musik gegenüber anderen Künsten ist, dass man die Tonträger so einfach vervielfältigen kann. Oder hat schonmal jemand von Euch "Die Säulen der Erde" für einen Bekannten kopiert ;-))

Nächtlichen Gruss

Mathias.

@mathias

Von: cyrus mobasheri | Datum: 27.05.2004 | #65
Nicht die Tonträger sind so billig, sondern die margen so hoch, das sich das Kopieren lohnt, obwohl das CD Pressen in massen viel billiger ist. Würden sie nur das verlangen was es eine Privatperson kostet, ein Booklet zu drucken, eine CD zu kaufen, und zu brennen, und dann noch ein kleiner Preiß extra, dafür das man sich die mühen sparen kann, währen wir bei 3 € Pro CD. Wenn man jetzt die CD in massen pressen lässt, das Cover in massen Produzieren lässt kann man die Herstellungskosten bestimmt auf einen Euro drücken, bleibt ein Euro für das Plattenlabel, und ein euro für den Künstler. Wenn ich eine CD Hunderttausendmal weltweit verkloppen kann, ist das doch ein angemessener Verdienst, für ca 1 Jahr arbeit. Ich würde mich nicht mal beklagen wenn es 5 € kosten würde. Schließlich kann man ja auch mal einen Flopp landen. Aber ich Denke das reicht doch zum leben. Und bei 5 € würde kaum noch jemand minderwertige kopien tagelang aus dem Internet ziehen. Es kant sein, das ein Film der in der Produktion das hundert bist tausendfache kostet auf einem Medium kommt das einzeln mindestens das doppelte kostet, insgesammt nich mal doppelt so teuer zu haben ist wie eine Musik CD neben bei bin ich von einem Film auch mehr als DOPPELT SO LANG UNTERHALTEN

@Cyrus:

Von: RollingFlo | Datum: 27.05.2004 | #66
Na toll, ein Euro für den Künstler... das sind dann bei hunderttausend verkauften Kopien für eine fünfköpfige Band 20.000 Euro für jeden und die machen ja auch nicht alle 12 Monate eine Platte, sonder höchstens alle zwei Jahre.
Und ja, es gibt auch Nebenerlöse, aber was bekommt eine Band heutzutage noch für einen Liveauftritt? Nicht viel, dass kann ich Dir sagen.

Und viel wichtiger: wer verkauft schon 100.000 Kopien und kann richtig Geld mit Merchandise machen? Vielleicht 0.1% aller Künstler sind davon betroffen, allerhöchstens! Der Rest nagte nach Deinem Vorschlag am Hungertuch. "Kleine" Künstler würde es dann nicht mehr geben, denn die Ochsentour für die ist heute schon mehr als hart. Nach Deinem Vorschlag würden sie dann so gut wie gar nichts mehr verdienen.
Und nur mal so am Rande: die Plattenfirmen (große wie kleine!) müssen eben mit den Einnahmen, die sie mit ihren "Stars" machen ja auch die neuen, unbekannten Künstler fördern und die, die unter den Erwartungen bleiben.

Ja, CDs sind zu teuer, aber wir wollen mal nicht überziehen, oder? :) So einfach wie in Deiner Rechnung ist es nicht.

@ rolling flo

Von: johngo | Datum: 27.05.2004 | #67
Bekommen die Musik-Künstler im Moment viel mehr???

Im Printbereich (da komme ich her) liegen die Tandiemen/Lizenzen bei ca. 10% des VK. Wie ist das bei CDs?

Gruss

1€ ?

Von: Konrad | Datum: 27.05.2004 | #68
Ihr seid lustig Jungs ... 1€ pro verkaufte CD für den Künstler? Davon träumen zumindest "kleinkünstler" ja schon. Die freuen sich schon u.U über 60 cent. Schlecht dran ist, wer davon leben muss.
Zum Thema: ich finde, beide Seiten haben irgendwo Recht mit ihren Aussagen. Zwischen den "grottenschlechten" Kommerz-Produkten und den "Megareichen" Superstars gibt es noch eine Menge Zwischenstufen, die teilweise tatsächlich von ihrer Musik leben möchten und müssen. Wäre für solche schon cool, ein paar CDs mehr zu VERKAUFEN. Aber andererseits sind vielleicht wirklich nicht die Tauschbörsen an der Misere der MI schuld. Aber bitte: wer kann wirklich behaupten, das genau zu wissen?

Grüße

Byebye Apple

Von: dakis | Datum: 27.05.2004 | #69
Es ist schon tragisch, wie offensichtlich Microsoft seine Firmengrösse und Finanzstärke ausnutzen kann, um (mal wieder) einen Konkurrenten durch Quersubvention komplett fertigzumachen. Noch tragischer ist die Tatsache, dass die Käufer sich auf das Zeug stürzen werden wie irre und dabei hirnlos akzeptieren, dass Microsoft dadurch auch in diesem Bereich in wenigen Jahren ein umunstössliches Monopol haben wird. Gut, es ist wohl auch Steve Jobs zu verdanken, dass Apple mit seinen Musicplayern allein auf weiter Flur steht - in den letzten Monaten hatte Jobs mehrfach die Möglichkeit zur Allianzbildung, hat dies aber aus eigener Arroganz stets abgelehnt. Nun wird Apple der Untergang des Flagschiffs wohl endgültig ruinieren.

Peter

ps: Es würde mich überhaupt nicht wundern, wenn Microsoft gleich von Anfang an einen europaweiten Vertrag mit den Musiklabels anbieten kann - immerhin sehen die Labels in MS als bösartige Monopolistin ihresgleichen, sowas schafft vertrauen.

Cyrus: Träume weiter!

Von: Prudens | Datum: 27.05.2004 | #70
Lange schon nicht mehr so einen Schwachsinn gelesen. Du redest hier von Künstlern, schön die nennen sich so, aber es sind doch wahrhaftig keine Künstler, oder? Ist Daniel Küblbock ein Künstler? Oder würdest du etwa Dieter Bohlen als Künstler bezeichnen. Was bitte hat diese Kommerzscheisse, die uns heute verkauft wird denn mit Kunst zu tun.
Es sind geldgierige Abzocker, die nur eines im Sinn haben, nämlich möglichst viel Kohle zu machen. Und von solchen Leuten willst du erwarten, dass sie für en Butterbrot produzieren, träum weiter.
Natürlich gibt es sie die Künstler, wie du sie beschrieben hast, aber die musst du suchen.

Cyrus

Von: Konrad | Datum: 27.05.2004 | #71
Nein - ich muss dir gepflegt widersprechen. So funktioniert das leider nicht. Viel von dem, was heutzutage als Kunst oder Kultur bezeichnet wird, funktioniert tatsächlich nur dann, wenn es auch (gut) bezahlt wird.
Ein Beispiel: ein Berufmusiker, der in einem Orchester spielt, muss täglich mehrere Stunden üben (ja, das kann ein richtig harter Job sein) um einen gewissen Qualitätsstandard zu halten. Würde er dafür nicht bezahlt und müsste - um seinen Lebensunterhalt zu verdienen - anderweitig arbeiten gehen, könnte er nicht mehr so viel üben und wäre nicht mehr gut genug für sein Orchester. Dieses Orchester bestünde dann aus lauter Laienmusikern bestehen und würden dementsprechende musikalische Qualität abliefern. das Ergebnis könnte dann so unbefriedigend sein, dass auch die beste HiEnd-Anlage kein klanglich überzeugendes Ergebnis liefert.
Setze statt Orchestermusiker einen Pop- oder Rock-Menschen, ergibt sich haargenau das gleich Bild.
Und wie gesagt - der Künstler selbst verdient an einer CD am wenigsten. 1€ pro verdienter CD ist bei den kleinen schon eine Menge - so einen Labelvertrag muss man also erstmal kriegen.
Also nix mit "wir zahlen 'nur' einen Euro" etc. - meist gibt es weniger.

ein Profimusiker...

Von: Gulaschpizza | Datum: 28.05.2004 | #72
bekommt für 10.000€ nicht mal ein gescheites Instrument geschweige denn ein Equipment. Alle Instrumentenbauer sollen also kostenlos arbeiten? Wer keine Ahnung von Musik hat - einfach ma zurückhalten!