ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 3005

Amazon vs Diogenes

"Die Welt ist eine Tankstelle, in der das Rauchen nicht verboten ist." (Der unvergleichliche Friedrich Dürrenmatt)

Autor: bh - Datum: 03.06.2004

Der Versender Amazon verlangt vom Schweizer Verlag Diogenes Rabatte von 50%. Der Verlag setzt sich zur Wehr, Amazon listet daraufhin alle Bücher von Diogenes aus, sie werden künftig nur mehr am Marktplatz von Dritten angeboten. Ja, so geht es in der Marktwirtschaft, da wird schon mal versucht, einen der wichtigsten deutschsprachigen Verlage auszubremsen.
Wer ist schuld daran? WIR. Es ist völlig natürlich, dass Amazon bei seinem Schwenk in die schwarzen Zahlen, der irgendwann einmal erfolgen mußte, bei allen Ausgaben zu sparen versucht. Andere Verlage haben nachgegeben, nur Diogenes nicht. Der Geschäftsführer des Verlages sagte, man wolle sich nicht zum Robin Hood stilisieren lassen, aber für den Schweizer Verlag sei nun die Grenze erreicht. Schade, denn an der Stilisierung hätten wir gerne mitgewirkt. Doch auch so kann die Selbstkritik nicht ausbleiben. Wir kennen das Internet als tolles Medium, das uns vieles erleichtert - und wir werden faul, bequem und träge. Die Krise des Einzelhandels wurzelt wohl zu einem Teil in der eigenen Unbeweglichkeit, zum anderen in der Bequemlichkeit der Kunden. Der Fall Diogenes vs Amazon sollte uns jedoch wachrütteln - jeder schlägt sich bitte einmal fest mit der flachen Hand auf den Hinterkopf! Es ist ja noch einzusehen, wenn man sich CDs bei Amazon bestellt - denn das gebückte Durchwühlen von notorisch zu kleinen Regalen in einem Großmarkt, wo es von üblem Volk wimmelt, ist nicht jedermanns Sache. Wir haben im Gegensatz zu Großbritannien leider diesbezüglich eine unterentwickelte Fachhändlerszene, ein Kahlschlag bei Buchhandlungen darf nicht passieren. Mittlerweile gibt es ausreichend Buchhandlungen, die gerne per eMail Bestellungen entgegennehmen und üblicherweise schneller liefern als Amazon. (Allen Wienern kann ich die Buchhändlerin meines Vertrauens, Frau Bartalszky, ans Herz legen.) Bücher sind kein Gut wie jedes andere, und selbst verbohrte Kommissare der Europäischen Union haben das eingesehen. Stützt bei diesem sensiblen Gut eure lokale Infrastruktur, denn ohne Buchhandlungen wird es in unseren Breiten weniger lebenswert. Man sollte Unternehmen nicht zu groß werden lassen - Amazon zeigt bedenkliche Tendenzen.

Zum Schluss noch ein kleines Gedankenexperiment: wenn Amazon sich mit seinem Preisdumping gegenüber allen Verlagen durchsetzen würde, und es noch dazu keine Buchpreisbindung gäbe - Mahlzeit und gute Nacht, was wäre dann los? Kahlschlag! Drei Viertel der von Diogenes herausgebrachten Bücher kommen nicht aus den roten Zahlen, und werden durch Bestseller Friedrich Dürrenmatt, Martin Suter, Urs Widmer und Muriel Spark getragen. (Für mehr Informationen zum Diogenes Verlag empfehle ich die illustrierte Verlagschronik, ein wohlfeiler und spannender Schmöker.) Für diese Spielchen der totalen Marktwirtschaft sind wir nicht reif, und fern sei der Tag, an dem die Buchpreisbindung fällt. Gerade weil sich hier bei den MacGuardians niveauvolle Leser und kritische Beobachter der Auswirkungen der Vernetzung herumtreiben, hoffe ich, dass dieses Plädoyer auf fruchtbaren Boden fällt.
(Um aber nun doch noch ein wenig Kritik an Diogenes laut werden zu lassen: Klappentexte wie bei Martin Suters letztem Buch "Lila, lila", die einem bereits 90% des Inhalts verraten, sind grober Unfug und gehören abgestellt.)

Kommentare

aufjeden..................

Von: Locutus.v.Borg | Datum: 03.06.2004 | #1
das ist ein nicht ganz ungefährliches thema, finde ich. dennoch sollte man sich diesen da entstehenden prozess mal langsam durch die birne wachsen lassen, es betrift nicht nur die buchszene.
ein großteil unseres "menschlichen" hanges zur bequemlichkeit wird ja sozusagen von den " werdenden" monopolisten lächelnd in stiller freude und erwartung betrachtet. wenn die ökostruktur einmal dahin ist, die kleinst-zellen aufgelöst und ausgemerzt, wird sich erst zeigen was für eine absicht ( oder auch nicht) dahinter steckte und was wir von diesem zeitpunkt an diktiert bekommen ( bischen ist es in der compi-welt ja schon so).
und mit der genfoot trägt es auch allmählich früchte........

ich für meinen teil bestelle eh nichts online ( wirklich garnichts, außer damals, meinen ersten G3 b/w, den hab ich bei mactrade bestellt.....)
aber ansonsten find ich viele kleine geschäfte sowieso viel schöner.


es lebe die vielfalt
(hmm, vielfalt sollte man assimilieren und unserem system hinzufügen!!!)

bh

Von: Locutus.v.Borg | Datum: 03.06.2004 | #2
eure beiträge erreichen, nach meinem subjektiven empfinden, mittlerweile ein ziemliches spektrum. das bewerte ich als sehr positiv.............

kennt von euch

Von: Locutus.v.Borg | Datum: 03.06.2004 | #3
jemand die story von dem mädel, welches nicht in die usa einreisen durfte, weil sie ihre bestellungen bei amazon gecheckt haben, und sich rausgestellt hat, das sie bücher ( die sie fürs studium, nach ihrer aussage, brauchte) bestellt hatte, die in den usa aufm index stehen?
schon pervers, wie sowas ausartet......

Denn Geiz is geil......

Von: luge | Datum: 03.06.2004 | #4
...., oder ?

geiz ist nur implodierte gier,

Von: Locutus.v.Borg | Datum: 03.06.2004 | #5
ich steh nich auf solche zwanghaftigkeiten..

thx bert

Von: mullzk | Datum: 03.06.2004 | #6
mal wieder ein genialer artikel.

Andere geben Rabatte dem Kunden!

Von: Werbeopfer | Datum: 04.06.2004 | #7
Ich bin total begeistert vom Buko-Gutschein!
Heute gab es bei meinem Stammsupermarkt meinen Lieblingsindustriekäse für schlappe 69 Cent. Dabei gibt es einen bol.de Gutschein über 4 Euro!
Ich habe mir letzte Woche mit dem Gutschein ein neues "Panther"-Buch bestellt; auf Rechnung und ohne Versandkosten und 4 Euro unter der Buchpreisbindung! (Wenn das die Konkurrenz erfährt!?)
Wenn man "Freunde wirbt" bekommt man einen Gutschein, und der "Freund" auch, über 5 Euro (=10Euro!).
Aus rechtlichen Gründen ist dieser aber nicht für Bücher einsetzbar...?!?!?

//Wer mein Freund werden will, bitte kurze Mail// (die @resse stimmt)

Top-Artikel

Von: Gulaschpizza | Datum: 04.06.2004 | #8
Hab selbst mal in einem Buchladen gejobbt, der Artikel spricht mir aus der Seele!

von nischen & monopolisten

Von: Swissapple | Datum: 04.06.2004 | #9
vielen dank bertram für den treffenden artikel.
ich gebe zu auch bereits online bücher bestellt zu haben, als ich aber feststellte, dass im buchladen um die ecke, die bücher gleich schnell oder sogar noch schneller (ich besuche eine schule in einer schweizer randregion) eintreffen, ich kein porto bezahlen muss und sie obendrauf noch freundlich sind, habe ich wieder umgestellt. ich sende neuerdings ein mail an den buchladen und gehe sie - sobald eingetroffen - dort holen.

meine cd's bestell ich zwar online, aber nicht bei amazon oder sonst einem grossen, denn die sind mir weder sympathisch, noch genug schnell. amazon braucht in die schweiz sehr lange, da alles zentral über deutschland läuft. ich find amazon ein anfänger internetshop...die haben auch ein unaufgeräumtes suchsystem. brauche die nur für cd covers oder recherchen für meinen 'realen' buchladen :-)

ich denke langfristig werden kleine nischenplayer artikel abdecken, die amazon nicht hat. des weiteren gibt es die nischenläden, die einem neues empfehlen können. wie vieles funktioniert dies nur solange, wie sie nicht ausgenutzt werden...wir werden sehen, aber immer optimistisch bleiben!

Was für ein Blödsinn

Von: Oliver | Datum: 04.06.2004 | #10
Das nenne ich mal schlechten Journalismus. Pro und Contra wurden nicht fundiert und ausgewogen dargestellt. Es ist einfach eine persönliche Stellungnahme, und es fehlt auch nicht der Link auf einen privaten Buchladen, in dem wir nun alle einkaufen sollen.

Solche Artikel bringen das Thema nicht weiter. Dass manche Leute gerne in den Buchladen gehen, wussten wir bereits. Was tut das zur Sache? Wer gerne in den Buchladen geht, soll doch hingehen. Keiner hindert ihn daran. Und solange er genügend bezahlt, um den Laden zu erhalten, wird es den Laden auch geben.

Hier geht es nicht um Bücher. Niemand will den Bücherkonsum einschränken, schon gar nicht Amazon. Es geht um Vertrieb. Es geht darum, wie das Buch zum Kunden kommt. Schlicht und einfach.

Die Vertriebswege ändern sich in diesen Jahren, und zwar in allen Branchen. Aus kleinen Läden wurden Ketten. Aus Einzelhändlern wurden Großhändler oder Einkaufsgemeinschaften mit direktem Einkauf beim Hersteller und entsprechenden Rabatten. Das Internet kommt hinzu und macht einige Zwischenschritte unnötig. Das ist ein ganz normaler Prozess, wie er für sehr viele Produkte stattfindet, und wie er seit jeher stattfand, wenn auch nicht mit so hohem Tempo wie heute.

Wichtig ist das Buch und sein Inhalt. Das ist das Verdienst und die Daseinsberechtigung für den Autor und für den Verlag. Wie das Buch zum Kunden transportiert wird, interessiert weder den Autor noch den Verlag. Hier geht es allein um den effizientesten Weg, denn das ist der Kern des Vertriebs. Es geht darum, möglichst viele Kunden erreichen zu können, und gleichzeitig die geringst möglichen Kosten dafür zu verursachen.

Ein Buchladen ist für manche Leute ein besonderer Ort, aber ganz nüchtern betrachtet ist es nichts weiter als ein Lager, ein Umschlagplatz. Ware geht rein, Ware geht raus. Der Platz muss möglichst ökonomisch verwendet werden, denn jeder Quadratmeter muss einen bestimmten Umsatz einbringen. Es ist exakt das gleiche, als würde man Schuhe oder Radios verkaufen. Pakete werden geliefert, die Ware wird präsentiert und abverkauft. Es ist dem Buchhändler völlig egal, was in den Büchern steht. Dem Händler geht es nicht um das "Buch", sondern um "Ware". Es sind Packen, die ins Regal gestellt werden müssen, mehr nicht.

Genauso gut könnte der Händler auch Kleidung verkaufen oder Souvenirs. Und wenn er nicht genügen Bücher verhökern kann, egal was es für ein Schund ist, dann wird er vielleicht auch umsatteln und tatsächlich Kleidung verkaufen. Es geht nicht um das "Buch". Es geht um Ware.

Wo ist also der "literarische" oder "kulturelle" Wert? Was ist also so "besonders" an Büchern?

Der "literarische", "kulturelle" und "besondere" Wert von Büchern ist der Inhalt, oder genauer: Es ist das, was beim Leser im Kopf entsteht. Darin liegt die Kraft der Sprache und die Kunst des Autors. Wie das physische Medium in die Hände des Leser gelangt ist, spielt keine Rolle.

Wer darauf besteht, in den Buchladen zu rennen, der soll das tun. Er muss dann eben den Laden mitbezahlen. Wir werden sehen, ob die Leute das wollen oder nicht. Es ist eine faire Entscheidung, die von den Kunden selbst gefällt wird, nicht von Amazon und nicht von Allah.

Amazon drückt auf die Einkaufspreise, genauso wie jeder große Buchhändler, jede Kette und jede Einkaufsgemeinschaft -- und genauso wie es in jeder Branche gemacht wird.

Eine Interessengemeinschaft der Verlage wäre durchaus in der Lage, einen eigenen Direktvertrieb aufzuziehen und per Internet an die eigenen Kunden zu verkaufen. Die Chance des Internets liegt darin, Zwischenhändler zu umgehen. Mit Amazon hat sich nun ein sehr erfolgreicher Zwischenhändler etabliert, den es eigentlich so nie hätte geben dürfen, wenn die Verlage kapieren würden, was das Internet ist und wie es die Welt verändern wird. Anstatt also über Amazon zu jammer, sollten sie lieber selber etwas auf die Beine stellen.

Zum Schluss: Wer in den Buchladen geht, um etwas zu BESTELLEN, ist für mich ein Idiot. Ein Zwischenhändler ist nur sinnvoll, weil er Ware auf Vorrat im Regal stehen hat, die ich sofort mitnehmen kann. Ist das nicht der Fall, hat der Händler keinen Nutzen. Nur ein Trottel würde heutzutage ein Buch bestellen, dieses aber nicht zu sich selbst schicken lassen, sondern erst zum Händler, um dann zum Händler zu laufen und das Buch zu holen. Genauso gut könnte ich meine Briefpost zum Buchhändler schicken lassen, wo ich sie dann jeden Tag abhole. Es macht keinen Sinn! Wenn Ihr wollt, bestellt die Bücher bei mir! Ich kaufe sie bei Amazon, und Ihr könnte sie dann bei mir abholen. Natürlich nur werktags von 10 bis 18 Uhr, Mittwoch Ruhetag.

@Oliver

Von: Ulrich | Datum: 04.06.2004 | #11
Ich weiß nicht, wo Du Deine Bücher kauftest, bevor Du ein Jünger Amazons wurdest, aber eines kann ich Dir sagen:
'Mein' Buchhändler hat jeden Tag offen (ausser Sonntag natürlich) und meine persönliche Erfahrung ist, dass er in der Regel einen Tag oder mehr schneller ist, als Amazon.
Allerdings muss ich das Buch selber abholen. Das tue ich aber gerne, denn es gab schon manches sehr anregendes Gespräch über das jeweilige Buch.
Ausserdem berät er mich zu meiner absoluten Zufriedenheit, wenn ich mal ein Buch zu einem Thema, Anlass oder ähnlich brauche, aber keine Ahnung habe, was es da alles so gibt und was empfehlenswert ist.
Und ich habe schon so manchen guten Lesevorschlag von ihm erhalten.

Ich bin tatsächlich für jeden Tag dankbar, an dem uns die Buchpreisbindung erhalten bleibt, denn sie garantiert mir, dass es so bleibt und dass ich auch noch ausgefallene Literatur angeboten bekomme, die zu Vertreiben sich sonst für niemanden lohnen würde.
Aus Sicht der kulturellen Vielfalt wäre eine 'Amerikanisierung' des Büchermarktes für unsere Gesellschaft eine Katastrophe sondergleichen.

Ich will Dich damit weder überzeugen noch überreden, Deine Bücher zukünftig nicht mehr bei Amazon zu kaufen.
Das muss jeder mit sich selbst ausmachen ob er das will.

Aber Bert schlechten Journalismus vorzuwerfen, nur weil er eine andere Meinung als Deine vertritt, das finde ich der Gipfel!

Gott sei Dank gibt es aber noch einen breiten 'Bildungsmittelstand' in den deutschsprachigen Ländern, die die öffentliche Meinung zum Thema Kulturgut Buch tragen, so dass sich die Politik bis jetzt erfolgreich und mit der nötigen Rückendeckung gegen Bestrebungen aus der EU zur Wehr setzen konnte, die Buchpreisbindung abzuschaffen.

Ulrich


p.s.: Viele Grüße an Bert: Lass Dich nicht irre machen; guter Journalismus polarisiert eben hin und wieder! ;-) Ich fand den Artikel ausgezeichnet.

@oliver

Von: Bert | Datum: 04.06.2004 | #12
Es ging in diesem Beitrag garantiert nicht darum, etwas ausgewogen darzustellen. Insoferne hast Du recht, handelt es sich doch bei meinem Artikel um einen geplanten schriftlichen Verstoß gegen die heiligen Regeln des deutschsprachigen Journalismus. Jene Gesetze, die in 11 goldenen Kälbern äh Tafeln auf irgendeinem Hügel (vermutlich in der Nähe Frankfurts) von einer Horde von paarhufigen Fabelwesen bewacht werden. Fang mich, ich bin ein Satyr. ;-) Herzliche Grüße, Bertram

@Oliver

Von: Cyrus | Datum: 04.06.2004 | #13
Ich bin mir sicher, du gehst auch zum FCK Fanclub, und beschwerst dich über unseriöse Sportberichte, wenn sie dir von einem Heimspiel berichten. Du wisrt sicher belege dafür verlangen, warum sie unterstellen das der Schiedsrichter parteisch war, wieso sie der Meinung sind das der Blutüberströmte gegnerische Stürmer nur simuliert hat, um eine Rote Karte zu erwirken. Ich glaube, ein Aüfgeklärter mensch sollte nicht nur erkennen was seriöser Journalismus ist, sondern auch, von wem man ihn erwarten kann. Erwartest du wirklich allen ernstes seriöse kritische Berichterstattung von einer Seite die sich zur Aufgabe gemacht hat, den Mac zu verteidigen? Liest du auch Wahlplakate um dich politisch zu informieren?

Halbherzig

Von: Tschak | Datum: 04.06.2004 | #14
Cds kauf ich sehr selten bei Amazon, nichts desto trotz kauf ich sie Online in einem spezialisierten Shop mit super Kundendienst. Da bekomm ich bei Amazon eh nicht was ich will, vielleicht abgesehen mal hin und wieder einen massenkompatiblen Soundtrack (übrigends mit einer der vielen Gründe warum der iTMS höchstwahrscheinlich völlig uninteressant für mich sein wird). Bei Musik ist es auch eher so, das die kleinen, lokalen Läden in aller Regel nur Massenware bieten.
Bei Büchern sieht es zugegebenermaßen anders aus. Ich hab früher auch eher im kleinen Buchladen um die Ecke gekauft und auch bewußt die großen Ketten wie Hugendubel gemieden, aber jetzt… O.k., schneller als ein Buchladen ist Amazon auch nicht, im Gegenteil, aber wenn man auch mal neues kennenlernen will und nicht immer schon beim Betreten eines Ladens weiß was man bestellen will, sind gerade die Online-Rezensionen und der gesamte Service bei Amazon unschlagbar. Kein Ahnung wo oder um welche Uhrzeit die Amazon-Verteufler ihre Bücher kaufen, wahrscheinlich vormittags um 9:00 wenn eh sonst keiner in den Läden ist und die Händler Zeit für ein Schwätzchen haben, nicht zu reden davon erstmal einen Händler zu finden, der einem bei seinem favourisierten Genre beratend zur Seite stehen kann.
Was Amazon bei Diogenes macht ist natürlich eine Sauerei die vermutlich auf Dauer nicht ausbleibt bei einem so mächtigen Händler, allerdings, versuchen kann man es ja mal, dafür hab ich sogar ein Stück weit Verständnis. Letzten Endes, hoffe ich, werden sie sich damit aber in ihr eigenes Fleisch schneiden. Kann schon sein, dass man nicht mehr so leicht über ein Diogenes-Autor stolpert wenn er nicht bei Amazon zu finden ist, umgekehrt gilt aber dasselbe. Insofern schließ ich mich Swissapple an: immer optimistisch bleiben.

@cyrus, @bh

Von: Oliver | Datum: 04.06.2004 | #15
Zitat: "Erwartest du wirklich allen ernstes seriöse kritische Berichterstattung von einer Seite die sich zur Aufgabe gemacht hat, den Mac zu verteidigen?"

Ach ja? Bedeutet das, dass ich hier nur geschönte und daher unwahre Texte lese, vor allem dann, wenn es um den Mac geht?

@bh: Deine Unfähigkeit, auf Kritik angemessen zu reagieren, ist bekannt. Für jene, die Dich sachlich und fundiert kritisieren, hast Du wie üblich nur Hohn und Spott parat. Du plusterst Dich mit Deiner zynischen Rhetorik auf, aber in Wahrheit hast Du damit nichts beigetragen und gehst nur den Argumenten aus dem Weg.

@oliver: macguardians ist keine zeitung, die du kaufst!

Von: Swissapple | Datum: 04.06.2004 | #16
@oliver: ich kann verstehen, dass du eine andere meinung als bertram vertrittst. ich möchte dich aber fragen, ob du die journalistische kategorie des kommentares kennst? genau wie du hier deine meinung kund tust, sollte dies auch bertram dürfen. macguardians.de ist kein unabhängiges blatt, sondern eine meinungs site (richtig?).

versuch doch bitte etwas freundlich zu bleiben oliver

Einverstanden

Von: Oliver | Datum: 04.06.2004 | #17
1. Ich habe meine Beiträge freundlich formuliert.

2. Ich habe behauptet, der Artikel sei ein Beispiel von schlechtem Journalismus. Wäre er als Kommentar gekennzeichnet gewesen, hätte ich das nicht geschrieben. Da der Artikel aber nicht unterscheidbar in einer Reihe von anderen Artikeln stand, die durchaus einen gewissen Grad an journalistischer Qualität für sich beanspruchen (obwohl sie inhaltlich abgeschrieben waren), konnte ich nicht annehmen, dass es nur ein Kommentar sein sollte.

3. Ich glaube, dass die Vermischung von "neutraler Information" und "subjektivem Kommentar", ohne diese Vermischung zu kennzeichnen, die unterste Stufe von Journalismus darstellt. Trennt man beide Elemente oder mischt sie mit klarer Kennzeichnung, dann könnte der Inhalt hingegen sehr lesenswert sein.

Message des Artikels

Von: ionas | Datum: 04.06.2004 | #18
Einfach klasse.

Ich kaufe auch nur Import bei Amazon :-]
(Englishe Literatur aus den USA)

Ansonsten kaufe ich braf in den ansässigen Bücherein.

Als jemand der selbst an Shop Systeme geschrieben hat und solche betreut hat möchte ich selbst nicht Online Kaufen.

:-]

@ionas

Von: Oliver | Datum: 04.06.2004 | #19
ionas, was Du aber unbedingt mal lesen solltest, egal wo Du es kaufst, ist ein Duden.

@oliver

Von: Prudens (der Falsche) | Datum: 04.06.2004 | #20
Wer im Glashaus sitzt, sollte im Keller scheißen.




@@Oliver

Von: Marty | Datum: 04.06.2004 | #21
Also ich finde (ja ich weiss so soll man keinen Satz anfangen) das man bei dem durchlesen des Artikels erkennen konnte das es sich um eine Meinung handelte und nicht um eine dpa Meldung. Ich brauche da keine Kopfzeile ** Kommentar** oben. Erwarte ja auch nicht sie hier bei den MGs.

Stimme den anderen mehr zu in Sachen Amazon.
Da wir ja die Buchpreisbindung haben (zum Glück) finde ich es doch gut das der Kuchen unter vielen aufgeteilt werden. Oder glaubt einer das gesparte Geld im Vertrieb geht an die Autoren? So haben wir paar Arbeitsplätze mehr halt.

Interessante Diskussion

Von: Prudens | Datum: 04.06.2004 | #22
Interessanter Artikel mit ebenso unterhaltsamer Diskussion.
Oliver, du bist schon ein ganz toller Hecht. Aber du scheinst deine sexuellen Probleme immer noch nicht ganz überwunden zu haben. Macht nichts, wir haben dich trotzdem lieb ;)

Schade nur, dass irgendein Trottel meinen Namen missbraucht, um seine Fäkalien zu verteilen.

@Prudens

Von: Oliver (auch ein Falscher) | Datum: 04.06.2004 | #23
Auch eine Möglichkeit, sich von seinem eigenen Schwachsinn zu distanzieren. "Ich war das nicht, ich war das nicht."

Weißt du, gerade von Dir hätte ich mehr erwartet. Naja, aber nur, weil man viel schreibt, heißt das noch lange nicht, dass man auch Gutes schreibt, nicht wahr?

@Prudens (den zweiten)

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 04.06.2004 | #24
Wenn du Kommentare wie im Mittelteil deines Postings herauslässt, bin ich geneigt, die Trollkennzeichnung sein zu lassen... ;)

@Oliver:

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 04.06.2004 | #25
Ich glaube, dass die Vermischung von "neutraler Information" und "subjektivem Kommentar", ohne diese Vermischung zu kennzeichnen

Die Kennzeichnung findet statt durch "MacGuardians". Die Vermischung ist Teil unseres Selbstverständnisses.

Das magst du nicht einsehen und geißelst uns und die Kommentare dafür, aber scheint's können wir damit leben.

Das Posting stammt nicht von mir

Von: Oliver | Datum: 04.06.2004 | #26
Das Posting unter dem Namen "Oliver" da oben stammt nicht von mir und auch nicht jene, die nach diesem Text hier geschrieben werden, da ich mich nicht weiter beteiligen werde.

Ich dachte, man könnte nicht mehr die Namen anderer User missbrauchen?

Buchhändler, Ketten, Amazon

Von: Haiko | Datum: 04.06.2004 | #27
Zuerst mal: super Artikel. Und an Oliver: wer sagt, daß es bei MG ausgewogenen Journalismus gibt? Will ich hier gar nicht lesen. Ich will hier persönliche, kontroverse Meinungen, keinen Mainstream, so!

Mit den Buchhändlern ist es ja mittlerweile leider auch so eine Sache. Hier in Rostock ist vor einiger Zeit mein Lieblingsbuchladen einer Kette (Thalia) einverleibt worden, seit dem gehe ich da kaum noch hin. Das ist im Prinzip wie Amazon nur zum Anfassen, genau so groß, laut und unpersönlich. Da bin ich dann mal faul und bestelle online (und ärgere mich über elend lange Lieferzeiten).

Es gibt auch noch einen kleinen Buchladen direkt um die Ecke, aber der hat m.E. kein Profil. Da muß ich auch alles bestellen, weil das was sie haben will ich nicht und dann kann auch auch gleich wieder online kaufen.

Naja, immer mit der Ruhe...

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 04.06.2004 | #28
Wie man an der User-ID sieht, ist der erste Prudens und der falsche Oliver ja eine Person...

Sorry@flo

Von: Ulrich | Datum: 04.06.2004 | #29
Ich will nur mal meine User-ID vergleichen. ;-)

Irgendwie ändert sie sich aber doch...

Von: Ulrich | Datum: 04.06.2004 | #30
23259458136 war sie in meinem ersten Beitrag

Hier gehts aber rund..

Von: Michael Kreuzer | Datum: 04.06.2004 | #31
@Oliver: hast du nichts zu tun?

Ich meine klar kann man sich mit den Lauten hier anlegen (auch wenn man im Recht ist), nur ist das ungeffähr so sinnvoll wie auf der Überholspur einer Autobahn eine Sandburg zu bauen.

Zum Artikel:
Nicht meine Meinung - Amazon betrifft doch nicht nur Bücher und ist von seinem Service her fast schon beängstigend. Hier haben geniale Leute geniale Ideen umgesetzt. Dass nun weniger geniale Leute mit weniger genialen Ideen (Buchhandlung) auf der Strecke bleiben ist logisch. Aber was ist denn mit den Buchhändlern die auch über Amazon und eBay Ware losschlagen, und die erkannt haben daß man von den Gesprächen mit den drei Stammkunden über die neuesten Bücher auch nicht satt wird? Die suchen neue Geschäftsmodelle. Die sterben nicht wegen Amazon!

Sagen wir's wie's ist. In Deutschland wird gern über den Status Quo gejammert aber Veränderungswille zeigt fast keiner!

Und ihr könnt Amazon vieles vorwerfen, aber nicht daß die schlecht für den Kunden sind. Oder hat sich Amazon auf der Buchpreisbindung ausgeruht und hatte nichts zu fürchten? Nein das waren Buchhändler und Verlage. Und kaum bessert sich die Lage für den Kunden fangen die nun unter Konkurrenz ("Oh nein, konkurrenz, hilfe ich hab nur Ahnung vom Lesen, nicht vom Verkaufen!") gestellten Händler an zu flennen. Und hier bekommen sie mitleid.

Aber nicht von mir - ich bin nämlich Kunde und Verbraucher - für mich hat es sich nur verbessert.

gruß Michael

@Oliver

Von: Cyrus Mobasheri | Datum: 04.06.2004 | #32
wozu gibt es die User IDs. Wenn du nicht glaubst das jemand anderes unter Prudens namen schreibt, dann schau dir doch mal die User IDs an. Dafür sind sie da. Es ist schon unverschämt, jemand zu unterstellen er lügt. Gerade hier posten öfter mal leute unter anderem Namen. Und so bescheiden ich des öfteren Prudens Meinung finde, gehe ich doch nicht einfach davon aus das er ein Lügner ist. Soviel respekt hat wohl jeder den man nicht besser kennt verdient. Inhaltlich darf man gerne Meilenweit auseinander liegen, aber man sollte Niemandem einfach niedere Motive unterstellen. Prudens schreibt sehr provokativ, aber ich glaube nicht, das er sich dafür schämt, und deswegen sich davon distanzieren würde. Außerdem musst du zugeben das du eine Spitzenvorlage geliefert hast, mit deiner persöhnlichen Geschichte. Ich hätte soetwas wie Prudens nie geschrieben, aber gedacht habe ich das auch, als ich deinen Text gelesen, habe, natürlich hab ich das nicht ernsthaft geglaubt, aber so wie du das schilderst drängt sich einem der Gedanke einfach auf. Wie du siehst missbraucht auch jemand deinen Namen, ich habe mir angewöhnt nur noch auf die User IDs zu achten. Aber zurück zum Inhalt.

Was hat Buchpreissbindung mit Druck on Demand zu tun. Wieso soll nicht beides Koexistieren können. Buchpreissbindung verhindert Preissdumping, und Print on demand ermöglicht kleine Auflagen, ich verstehe hier nicht, wo der Zusammenhang liegt. Das eine Schützt kleine Buchläden vor den Großen, das andere stellt unbekannte Autoren mit großen gleich. Das ist die einzige Gemeinsamkeit, und wie sich dass gegenseitig ausschließt erklär mir mal.

@Oliver, Buchhändler sind anders

Von: Dunehopper | Datum: 04.06.2004 | #33
Oliver schrieb:
"...Es ist dem Buchhändler völlig egal, was in den Büchern steht. Dem Händler geht es nicht um das "Buch", sondern um "Ware". Es sind Packen, die ins Regal gestellt werden müssen, mehr nicht...."

Hallo Oliver,
das ist nicht unbedingt so. Die meisten Buchhändler lieben ihre Bücher und entfernen sie nur widerwillig aus dem Regal (z.B. wenn sie verkauft werden müssen). Buchhändler könnten niemals irgendwas anderes verkaufen, weil Bücher eben was besonderes sind. Und das besondere ist eben nicht die Preisbindung, sondern die Dinge, die Du auch erwähnt hast.
Allerdings glaube ich, das viele Buchhändler ohne Preisbindung verhungern würden.

Die verlangte Rabattierung von 50% ist zwar eine Frechheit, 40% ist im Buchhandel gar nicht so ungewöhnlich (Trotzdem gibt es nicht viele reiche Buchhändler).

oh man....

Von: adalbero | Datum: 04.06.2004 | #34
Jaja, bla bla bla. Und alle Buchfans schmökern im Lädchen, gehen heim und schauen dort ARTE oder die dritten Programme. Alles andere ist ja Frevel!
Der Artikel ist zwar gut geschrieben und die Kritik an Amazon berechtigt, aber was einige in den Comments von sich geben... die werfen sicher auch mit Wattebäuschen auf Leute, die beim Aldi anstatt Jute eine Plastiktüte benutzen...

@Cyrus

Von: Oliver | Datum: 04.06.2004 | #35
Ich habe niemanden unterstellt, dass er lügt.

Meine Postings waren bis jetzt alle sachlich und konstruktiv und ich habe meinen Standpunkt jeweils begründet.

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Cyrus, ich bin bestimmt zwei- oder dreimal so alt wie Du, daher erlaube ich mir, einen Rat zu geben. Man schärft seinen Verstand und sein Urteilsvermögen, indem man sich in der Diskussion den Meinungen anderer Diskutanten aussetzt. So wie hier. Die Voraussetzung dafür ist allerdings, dass man gelernt hat, zuzuhören. Ich beobachte es relativ häufig, dass Deine Postings keinen näheren Zusammenhang herstellen mit jenen, auf die Du antwortest. Mein Rat: Versuche, den Standpunkt des anderen zu verstehen, und antworte erst dann.

Du hast mir schon öfter sehr, sehr ausführlich geantwortet, aber ich konnte bisher nie einen Zusammenhang feststellen mit dem, was ich tatsächlich schrieb. Obwohl ich mich bemühe, präzise zu formulieren. Vielleicht liest Du die Postings nicht sorgfältig genug, kann das sein?

Nicht, dass meine Postings es unbedingt wert wären, aber so antwortest Du mir in der Regel vergebens, und das muss ja nicht sein...

Ihr verwöhnte Stadtmenschen

Von: Eddy | Datum: 04.06.2004 | #36
Was Amazon mit Diogenes macht, versucht jeder große Händler mit den Verlagen. Was Diogenes weiter will, ist kostenlose Werbung bei Amazon (z.B. Autor des Monats). Das ist m.E. nach blauäugig.
Für mich war/ist Amazon eine unglaubliche Bereicherung. Die nächste Buchhandlung, di diesen Namen verdient ist 25 km weit weg. Mein örtlicher Gemischtwarenbuchhändler lässt jede Bestellung zur Odyssee werden. Klar sind (gute!) Buchhandlungen toll, aber nicht alle haben einen in ihrer Nähe.

@oliver

Von: namnam | Datum: 04.06.2004 | #37
du hast ne klatsche - aber das ist ja dein recht. ich habe mir gestern bei lehmanns (www.lob.de) ein buch bestellt. in der filiale im hardenberghaus am ernst-reuter-platz da wo frueher kiepert mit der groessten buchhandlung europas war. aber die sind ja pleite.
der vorteil einer filiale bzw. eines fachgeschaefts - egal in welcher branche (ob kaeseladen, weinhandlung, fleischer ... oder eben buecher [dazu von der kollwitzbuchhandlung: buecher sind lebensmittel]) liegt im sehen, stoebern, anfassen, ausprobieren und beraten lassen. ich weiss jetzt ueberhaupt nicht was daran schlimm ist diese dinge zu verteidigen. und die MGs haben noch nie von sich behauptet objektiv zu sein. du musst das ja nicht lesen.
rein rational vertriebswegtechnisch hast du sicher recht - aber wenn interessiert denn das?
man kann noch viel mehr wegrationalisieren und nochmehr sozialkontakte unterbinden und beschaeftigungslosigkeit generieren. wenn du dafuer bist - sei es. aber dein gedoens wollte hier nun wirklich keiner lesen. thema verfehlt!

@namnam

Von: Ulrich | Datum: 04.06.2004 | #38
Du hast völlig Recht.

Und zu Deinem Zitat der Kollwitzbuchhandlung: 'Bücher sind Lebensmittel' möchte ich noch hinzufügen:

Man kann sich auch von Astronautennahrung (oder FastFood) ernähren, aber ein gutes Essen macht einfach mehr Spass.

Ich glaube, wer das Leben gerne genießt, der zieht den Buchkauf in der Buchhandlung im allgemeinen vor, genauso wie er ein gutes Essen dem Quick Lunch vorziehen wird.


In diesem Sinne: Carpe diem und viele Grüße

Ulrich

Das kleine Geschäft gegenüber oder...

Von: Alex | Datum: 04.06.2004 | #39
wo ich mich als Kunde wohlfühle.

Ich wohne in Dresden direkt an der Elbe und 10 Minuten übers Blaue Wunder liegt ein kleiner Buchladen, daneben ein Musikfachhandel (gut sortiert mit CD und Vinyl) und 5 Minuten weiter ein Antiquitätenbuchhändler.

Wenn ich dort bestelle oder kaufe, dann wird mir jedesmal ein freundliches Lächeln oder ein höchst willkommenes Gespräch über das Buch oder auch Gott und die Welt angeboten, welches ich in den meisten Fällen dankbar annehme.

Im Antiquitätenladen genieße ich dazu meist noch einen hausgemachten Kaffee und kann das Buch meiner Wahl in Ruhe "anlesen".

Diesen Service würde ich beim "Online" bestellen doch sehr vermissen und insofern, guter Artikel, danke.

@namnam

Von: Oliver | Datum: 04.06.2004 | #40
Das ist also Dein Beitrag: Erstens, ich habe einen an der Klatsche. Zweitens, ich habe das Thema verfehlt.

Warum die Schärfe? Habe ich einen an der Klatsche, weil ich den Unterschied bei den alten und neuen Vertriebswegen erläutert habe? Was ist Dein Beitrag dazu?

Dein Beitrag dazu ist, dass Du gerne stöberst und Dich beraten lässt. Das kannst Du gerne tun. Niemand hindert Dich daran. Warum jene, die andere Vorteile in Anspruch nehmen wollen, gleich verteufelt und mit Kraftausdrücken bedacht werden müssen, ist mir nicht ganz klar.

Ich lasse mich zwar nicht im Buchladen beraten, aber ich verhalte mich meinen Mitmenschen gegenüber höflich und respektiere unterschiedliche Meinungen, ohne ausfällig zu werden.

Inhalt statt Verpackung!

Von: NewtonForever | Datum: 04.06.2004 | #41
Was ich mir wirklich wünsche, und dank Internet (leider immer mehr zensuriert!) und unzensurierten P2P Tauschkreisen sehe ich schon erste Ansätze dazu: eine Möglichkeit Inhalte, hauptsächlich Text, aber dank Digitalisierung natürlich auch Bilder, Töne... zu veröffentlichen und zu konsumieren. Ich möchte endlich Zugriff zu all den Œ

Sehen wir uns den Lebensmittelmakt an ...

Von: pjdi | Datum: 04.06.2004 | #42
hier ist die Markkonzentrantion schon weiter fortgeschritten. Aus solchen Beispielen kann man durchaus Schlüsse darüber ziehen, wie sich der Markt anderer Artikel in Zukunft entwickeln wird.

1. Für den Kunden wird der Markt dauernd ärmer, da immer mehr Artikel nicht mehr weitergeführt werden, da nicht genug Umsatz mit diesem Artikel gemacht wird.

2. Für den Lieferanten wird es immer enger, da die Preise diktiert werden (Kartoffeln, Milch etc.)

Das spricht für sich

Grüße

pjdi

was soll der krach

Von: gohanova | Datum: 04.06.2004 | #43
im Grunde geht es hier doch um die macht von Amazon und um die Gefahr das Amazon zum EBay des Online-Buchladens wird -- ohne alternativen --

Wie bei der Energie ist es wichtig ein weit gefächertes Angebot zu haben -- so wird jedes Interesse bedient -- den die Amazon Monokultur im Netz ist wie die LPGs im Osten -- jeder wird Satt aber immer nur Pfannkuchen ist nicht jedermanns Sache

:-))

Danke

Von: Markus | Datum: 04.06.2004 | #44
Prima! Man muss ja nicht alles via Internet gekauft haben. Grade das Stöbern in einer Buchhandlung gehört doch auch zur Lebensqualität.

@Oliver

Von: Ulrich | Datum: 04.06.2004 | #45
Auf Deine Frage:

> Warum die Schärfe? Habe ich einen an der Klatsche,
> weil ich den Unterschied bei den alten und neuen
> Vertriebswegen erläutert habe? Was ist Dein Beitrag
> dazu?


Möchte ich folgene Zitate aus Deinem Ursprungsposting vorhalten:

> Das nenne ich mal schlechten Journalismus. Pro und
> Contra wurden nicht fundiert...

> Solche Artikel bringen das Thema nicht weiter. Dass
> manche Leute gerne in den Buchladen gehen, wussten
> wir bereits. Was tut das zur Sache? Wer gerne in den
> Buchladen...

> Zum Schluss: Wer in den Buchladen geht, um etwas zu
> BESTELLEN, ist für mich ein Idiot...

> Nur ein Trottel würde heutzutage ein Buch bestellen,
> dieses aber nicht zu sich selbst schicken lassen,
> sondern...


Ich glaube schon, dass diese Formulierungen in der Lage sind, eine gewisse Schärfe zu provozieren.

Bei Lichte betrachtet ist Dein Posting nämlich nichts anderes als Trollerei!

... und hiermit verabschiede ich mich aus diesem Thread.


Viele Grüße an alle

EuliX

Der Buchhandel ist zum Teil doch selbst schuld

Von: Schüler | Datum: 04.06.2004 | #46
letztes Jahr in den Sommerferien wollte ich in einer Buchhandlung die Schulbücher für das nächste Schuljahr kaufen. Ich sollte mich in eine Liste eintragen und die Bücher ein paar Tage vor Anfang des nächsten Schuljahres abholen. Vermutlich wollte der Händler Geld durch eine Sammelbestellung sparen. Diese Einstellung fand ich aber reichlich dreist Wenn ich in eine Buchhandlung gehe, dann will ich mein Buch sofort und nicht erst 6 Wochen später, seitdem kaufe ich nur noch bei Amazon.

Genau

Von: Prudens | Datum: 04.06.2004 | #47
War letztens in einer Buchhandlung, die Verkäuferin hat sich zwar sehr bemüht, mich ordentlich zu bedienen, hatte aber fürchterlichen Mundgeruch und einen dicken Pickel auf der Nase.
Seitdem kaufe ich nur noch bei Amazon.

Hauptsache Buch

Von: Falko | Datum: 04.06.2004 | #48
Ich sehe das gehörig unaufgeregt.

Einerseits gibt es nichts schöneres, als in einer Buchhandlung entweder in einem breiten Sortiment stöbern zu können oder gut beraten zu werden. Dann nehme ich auch gerne den Weg auf mich, ein bestelltes Buch abzuholen. Andererseits bin ich trotzdem Amazon-Poweruser seit vielen Jahren.

Warum? Hauptgrund: Ich lese hauptsächlich SF / Fantasy / Horror. So etwas führen kleine Buchhandlungen gar nicht und große wie Hugendubel haben nur den Standard-StarTrek-StarWars-Tolkien-Kram. Klar - die können mir auch jedes Buch bestellen, aber da ist für mich Amazon einfach praktischer, zumal ich inzwischen nicht mehr täglich an irgendwelchen Buchhandlungen vorbeikomme. Außerdem ist es sehr praktisch, wenn man Bücher vorbestellt und am Erscheinungstag im Haus hat.

Kundenservice bei Amazon ist vorbildlich: Reklamation von Waren ist kein Problem, habe nur ein einziges Mal eine Fehlbuchung gehabt, und eine Beschwerdemail wurde innerhalb von wenigen Stunden beantwortet. Dass ich die ausführliche Rechnung von Amazon direkt bei meiner Steuer einreichen kann, statt eines kryptischen Kassenzettels, ist für mich besonders praktisch.

All das ändert nichts daran, dass Amazon seine Marktmacht ausspielen will, um bessere Verträge rauszuschlagen. So wie es Hugendubel sicher auch versucht, und wie es bekanntermaßen Apple mit seinen Handelspartnern in Amerika macht. Dadurch wird mir Amazon auch nicht sympathischer, aber deswegen boykottieren? In ein paar Monaten, nachdem diese Machtspielchen abgehakt sind, gibt es auch Diogenes wieder bei Amazon.

Nun sind die kleinen Buchhändler ja nicht unbedingt der Hort der Gerechtigkeit und Glücksseligkeit - da kämpfen die Außendienstler der Verlage auch mit allen Mitteln um jeden Quadratzentimeter im Regal. Außer strategisch günstig platzierten Fachbuchhändlern haben kleine Buchhandlungen erst recht keine Wahl - die müssen auch 100 Exemplare des neuen Harry Potter da haben, das geht auch auf Kosten der wunderbaren Diogenes-Bücher.

schüler/prudens

Von: Locutus.v.Borg | Datum: 04.06.2004 | #49
schüler von prudens?
was fürn schwachsinn........

Bigotte Doppelmoral

Von: friends of carlotta | Datum: 04.06.2004 | #50
Ich weiß nicht, warum es einzusehen sein soll, CDs bei Amazon zu kaufen, man bei Büchern aber Feurio schreit. Ist der kleine CD-Händler weniger schützenswert als die kleine Buchhandlung? Und warum rufen ausgerechnet immer die nach Preisbindung bei Büchern, die gleichzeitig postulieren, die Musikindustrie verdiene zu viel? Passt das irgendwie zusammen?

Nein. Natürlich nicht.

Im übrigen bin ich der Meinung, dass künstliche Reservate auf Dauer immer das Gegenteil von dem erreichen, was sie eigentlich bewirken wollen. Aber wie man an den unangemessenen Reaktionen auf Olivers ersten Beitrag unschwer erkennen kann, versteht das hier ohnehin keiner, so meinungsimprägniert, wie sich die Leute hier darstellen

foc

Fortsetzung Inhalt statt Verpackung

Von: NewtonForever | Datum: 04.06.2004 | #51
Ich m%-Achte endlich Zugriff zu all den out-of-print und copyright-vergessenen Texten per eText (und damit f%-4r die Papierliebhaber auch als Books-on-demand). Nat%-4rlich anonym, damit ich bei meiner n%-1chsten USA-Reise nicht zur%-4ckgeschickt oder gleich terminiert werde, nur weil bekannt ist, welche Art von B%-4chern ich bevorzuge.

ähm

Von: Gulaschpizza | Datum: 04.06.2004 | #52
Ich hab Praktikum in einem kleineren Buchladen gemacht und dort auch für kurze Zeit gearbeitet. Wenn man sich nach einem Einblick in die Materie ein wenig auskennt, wird man die Buchpreisbindung niemals wegwünschen! Nur so ist eine Vielfalt möglich. Bestseller finanzieren die weniger gut gehenden Werke, die aber sehr wichtig für die Weiterentwicklung von Literatur/Lyrik ist! Der Einwand, dass CD-Läden ja auch eine Preisbindung haben sollten, finde ich bedenkenswert - dann wären Platten heute nicht doppelt so teuer wie vor 3 Jahren... Neine ernsthaft, hier hat man es verpasst, so etwa einzuführen, was aber auch kaum möglich ist, da Plattenfirmen Global Players sind, wohingegen Bücher fast ausschließlich aus dem deutschprachigen Raum kommen (bei uns in D / in CH & A denk ich auch zumindest in den deutschssprachigen Teilen dieser Länder). Durch diese räumliche Beschränkung sind Preisbindungen durchsetzbra, versuch mal z.B. Pink Floyd Platten zwangsweise für 10€ zu verkaufen, da wird Deutschland dann einfach nicht mehr beliefert. Ich glaube nicht, dass man auf dem Tonträgersktor etwas zur Buchpreisbindung vergleichbares durchsetzen könnte.

@Oliver

Von: Cyrus | Datum: 04.06.2004 | #53
Sorry ich glaube ich bin etwas verwirrt, ich habe vor allem auf den falschen Oliver geantwortet. Daher hat meine Aussage nicht auf das gepasst was du geschrieben hast. Was deine Meinung zu Amazon angeht, kann ich damit leben. Mich hat nur gestört, das du den Macguardians dein Verständniss von Journalismus aufzwängen willst. Sie sind meiner Ansicht nach eben ein Fanzine und keine Fachzeitschrift, wo deine Forderungen sicher angebracht sind. so jetzt hab ich mich kürzer gefasst.

@oliverchen

Von: namnam | Datum: 04.06.2004 | #54
wer andere als idioten bezeichnet hat eben eine klatsche - wo ist dein problem?

Preisbindung nutzt Amazon

Von: Oliver | Datum: 04.06.2004 | #55
Amazon profitiert von der Preisbindung mehr als die Händler. Es stärkt Amazon und es schadet den Händlern. Nicht heute, aber bald.

Warum? Eine Preisbindung bindet nicht die Marge, sondern nur den Verkaufspreis. Wenn ein Buch zwangsweise für 20 Euro verkauft werden muss, dann steht keineswegs fest, für welchen Preis es vom Händler eingekauft wird und welche Kosten er noch für sein Geschäft hat.

Nun ist es aber so, dass ein Online-Händler sehr viel effizienter arbeiten kann als ein Laden. Vom Verkaufspreis bleibt ihm mehr übrig. Dieses Geld kann er in Werbung und einen tollen Service stecken. Der Ladenbesitzer muss das Geld für Mitarbeiter, Miete usw. ausgeben. Das sind Kosten, die nicht zu weiteren Einnahmen führen, sondern das Geld ist einfach weg. Obwohl also das Buch überall gleich viel kostet, ist der Profit sehr unterschiedlich.

Wozu führt das? Man muss sehen, dass der Hersteller sowohl den Verkaufspreis als auch den Einkaufspreis für die Händler festlegt. Folglich bestimmt er die Marge. Heute ist die Differenz zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis so bemessen, dass die Läden damit leben können. Aber in Zukunft könnte dieser Abstand geringer werden. Für den effizienten Online-Versand ist das kein Problem, aber für den Laden wird es schwierig.

Je mehr über Online-Kanäle abgesetzt wird, desto knapper werden die Bücher kalkuliert. Die Margen sinken. Trotz Buchpreisbindung.

Heute garantiert die Preisbindung dem Online-Kanal fette Margen, sobald das Geschäft eingeführt ist. Mit diesen fetten Margen machen sie den Läden das Leben schwer, weil sie einen tollen Service, Fernsehwerbung und vielleicht sogar Exklusiv-Angebote bieten können. Später schrumpfen die Margen. Der Versand hat sich in eine gute Position gebracht, und den Läden geht es an den Kragen, weil sie nicht so knapp kalkulieren können.

Jeder Vetriebsweg ist gut beraten, seine eigenen Stärken zu finden und auszuspielen. Wenn der Einzelhandel kein Konzept findet, einen zusätzlichen Nutzen zu schaffen, den die Kunden gerne zusätzlich bezahlen, dann werden sie es nicht schaffen. Beispiele dafür gibt es genug.

Apple macht das mit dem AppleStore genau so. Erst hatten die Produkte eine hohe Marge. Wegen dieser hohen Marge war es sogar üblich, dass die Händler die Macs billiger anboten als es der AppleStore tat. Das war Phase Eins. In Phase Zwei wollte Apple ein größeres Stück vom Kuchen haben. Was haben sie getan? Sie haben die Einkaufspreise für die Macs gesenkt (!), aber sie senkten den "empfohlenen Verkaufspreis" noch ein wenig mehr: die Marge schrumpfte. Für die Händler war das nicht schlimm, denn sie haben früher einen Teil der Marge verschenkt, um billiger anbieten zu können, als es auf der offiziellen Preisliste stand. Nun schöpften sie die Marge einfach etwas besser aus, und alles war wie vorher. Mit dem Unterschied, dass sich der "Straßenpreis" und der "empfohlene Verkaufspreis" anglichen. Damit wurde die Lücke zum ehemals teuren AppleStore sehr viel geringer. Folglich kauften dort mehr Leute ein. Es ist nicht schwer, vorherzusagen, ob es eine dritte Phase geben wird, und was dann passiert.

An diesem Beispiel kann man sehen, dass eine geschickte Steuerung von Händler-Einkaufspreis und empfohlenem Verkaufspreis dazu genutzt werden kann, die Kundschaft vom einen Vertriebskanal auf den anderen zu lenken, bzw. die Profite nach Wunsch zu verteilen.

Exakt das wird im Buchmarkt passieren. Die Frage ist: Hat der Handel nur den reinen Vertrieb zu bieten? Dann werden sie untergehen.

Holla

Von: Charriu | Datum: 04.06.2004 | #56
Na, hier wurde ja wieder ein Thema ausgegraben!

Also, meine Bücher kaufe ich Mal hier und Mal da, letztes Jahr musste ich ein paar Bücher für die Berufsschule kaufen, habe ich über Amazon gemacht, da waren sie 3 Euro billiger und nach zwei Tagen da. Ein Freund hat bei Schmorl & Seefeld (Hannover) bestellt und musste zwei Wochen warten und der Buchladen ist gigantisch groß. In diesem Fall habe ich auch noch ein paar "private" Bücher mitbestellt.

Wenn man nicht weiß, was man haben will ist ein richtiger Buchladen mit anfassen und Verkäufer besser, da kann man halt stöbern. Aber wenn man genau das eine Buch da haben will, dann ist man bei Amazon schneller, zumindest wenn man nicht gerade neben einer großen Buchhandlung wohnt.

Was mich an der Diskussion hier stört: Weder die eine Seite, die sagt das der Artikel falsch ist, noch die Verfechter dieses Artikels können vernünftig drüber reden. Scheint als hätte der Oliver irgend etwas im Rest der Poster hier berührt, alle verteidigen sich mit Zähnen und Krallen, als wenn es um Leben und Tod geht.

Charriu

Kein Diskussionstema für unseren ersten Bundeskanzler !

Von: Archie | Datum: 04.06.2004 | #57
( Konrad Adenauer - kennt den noch jemand ? - war mir nie sympathisch !)
Die Buchpreisbindung zum Erhalt einer flächendeckenden und vielfältigen Angebotsstruktur sah er als eine banale Selbstverständlichkeit.
Das - auch damals schon laute - Gezeter der Lobbyisten aus den Großmärkten war ihm im Gegensatz zu unseren heutigen Stromlinien-Politikern noch wurscht.

Im derzeitigen High-end-Kapitalismus geht es allerdings nicht nur um den Wechsel des Vertriebsweges, sondern um die Ausdünnung und Verschlankung des Angebots, - neudeutsch "Optimierung" genannt.

Im Straßenhandel erledigen dies die "POS"-Kassen, die automatisch ermitteln, welche Ware "Hit-verdächtig" ist und zu welcher Uhrzeit (- damit das Personal nicht unbeschäftigt rumsteht ! - ) sie gekauft wird.

Dies alles ergibt dann das ausgedünnte und daher übersichtliche Top-Angebot, das man täglich in den "Geiz-Tempeln" immer schneller überblicken kann. ( Vorteil: Zeitersparnis ! )
Oder einfacher ausgedrückt:
Gegenüber dem Angebot meiner Lieblings-Buchhandlung Moths in München sieht amazon.de halt aus wie ein "Riesen - ALDI" !

Wer was nettes zum Thema "Buch und Internet" lesen möchte. dem empfehle ich:
Clifford STOLL: Die Wüste Internet.
(Der Autor gehört zu den Pionieren des Internet aus den arpa-net / mil-net-Tagen).

50% Rabatt

Von: ut | Datum: 04.06.2004 | #58
50% Rabatt hört sich ja sehr viel an. Im Vergleich zum üblichen Händlerrabatt von 40% bis 45%, den Buchhändler vom Verlag bekommen, relativiert sich das dann doch etwas.

Wozu eine Buchpreisbindung ?

Von: frank | Datum: 04.06.2004 | #59
ehrlich, weg damit.
das braucht kein Mensch in einem funktionierenden Markt. Aber Halt, das ist ja kein normaler Markt, sowie Blumen, Brot, Milch, Fleisch usw.
Wäre es nicht mal Zeit für "mehr Markt wagen ?"
Auf der anderen Seite, wer druckt heute nicht in Osteuropa ?
Gruss Frank

Verlage vs Online-Buchhandel??

Von: TUL | Datum: 04.06.2004 | #60
Schönes Thema,

zu den Verlagen: kein Verlag, der auf Qualität Wert legt, kann sich heute noch ohne Subventionen über Wasser halten (vielleicht ein paar renommierte Häuser, okay). Als Kiepenheuer in Leipzig aufgekauft wurde, kam der Wandel von der ostasiatischen Bibliothek und den deutschen Klassikern zur Sozialgeschichte der Gerüchte oder "Was Sie schon immer über Katzen wissen wollten".
Im Ausland ist das genauso. Die großen Verlage bringen Harry Potter und kleine Verlage machen die Kulturarbeit und werden dabei (wobei nur jeder zehnte überlebt) subventioniert. Die Übersetzer werden übrigens mit so ca. 27 Euro pro Seite (à 1800 Anschläge) abgespeist.
Bei Amazon findet sich dann nur der Mainstream. Bei den meisten Buchhandlungen übrigens auch. Da gibt es dann keinen Unterschied mehr. Aber ein paar wirklich nette und charaktervolle und idealistische Buchhändler gibt es denn auch noch. Und da kauf ich auch gerne ein. Die großen Verlage?? Auf 10 Bestseller (davon mindestens 2 Kannibalengeschichten, zwei amüsante Kulturgeschichtchen für das Stehbankett und 3 Politiker-Memoiren und so drei nette Lokalkrimis) kommt dann vielleicht so etwas wie die Tagebücher von V. Klemperer. Ich kenne nicht so genau das Programm von Diogenes, aber renommierte Verlage wie Aufbau, Kiepenheuer (wenn es die denn noch gibt) oder Fischer Taschenbuchverlag usw., die sollen bitte nicht über Amazon klagen. Die wirklichen Helden sind ganz kleine Verlage.

Tul

BookGuardians: guarding the buchpreisbindung ...

Von: macbeth | Datum: 05.06.2004 | #61
Über 60 Postings, mindestens zwei Trolle, ein Advocatus diaboli, viel Geschrei und mittendrin ein paar richtig schöne kleine Aufsätze - man könnte denken, das Thema wäre Microsoft oder ein G5/Pentium-Shootout und nicht so ein esoterisches Problem wie der deutsche Buchhandel! Sehr interessant. Hier noch ein paar Nachbemerkungen:
Dass Diogenes aus der Tonne kommt und das rabiate Geschäftsgebaren von Amazon angreift, ist sicher zu begrüßen, aber in das romantische Lob der kleinen Buchläden kann ich auch nicht einstimmen. Ich habe in Berlin in den letzten Jahren sehr viele von diesen Läden pleite gehen sehen, und bei den meisten kann ich nur achselzuckend sagen: sie haben es verdient. Weil sie kein anderes Rezept gegen den Kundenrückgang hatten, als die umsatzträchtigsten Allerweltsscharteken anzubieten - Kochbücher, Stadtführer, Lebensratgeber, das BGB, Harry Potter und Hermann Hesse's Greatest Hits -, nur eben auf kleinerem Raum und in beschränkterer Auswahl. Ihr Überlebensrezept war es, einfach nur ein stärkeres Konzentrat an Mainstream anzubieten. Damit sind sie alle gescheitert, und völlig zurecht. Es gab mal im Prenzlauer Berg die "Kleist-Buchhandlung", die hatte zehn Mallorca-Reiseführer, aber kein einziges Buch von Kleist. Bevor ich einen Internet-Zugang hatte - was tatsächlich weniger als 100 Jahre her ist, erstaunlich! - habe ich dort immer meine Bücher bestellt und irgendwann mal gefragt, wieso sie keinen Kleist haben. Die Verkäuferin zuckte mit den Achseln und meinte: "Geht halt nicht so gut. Können wir aber bestellen!" Vor ca. drei Jahren sind sie pleite gegangen, denn bestellen kann man überall. Ihr Schicksal war symptomatisch, fast alle Läden dieser Art sind mittlerweile völlig aus dem Stadtbild verschwunden. Manche halten sich noch, beschirmt vom Schild einer großen Kette oder einer guten Lage, aber sie sind ausweglos zur Pleite verdammt, und niemand kann das ernsthaft bedauern.
Es gibt aber andrerseits viele kleine, unabhängige Buchläden, die sich immer halten werden, Amazon hin oder her: und das sind die, die sich auf ein Spezialgebiet konzentrieren und auf diesem Gebiet eine große Auswahl und eine große Beratungskompetenz haben. Damit meine ich gar nicht die alteingesessenen Fachbuchhandlungen - Jura, Medizin, Noten -, die sich meist auch recht gut behaupten, sondern die, die es geschafft haben, sich als Institution für ihren Lesebereich zu etablieren. Da gibt es ein, zwei Kunstbuchhandlungen, zu denen jeder rennt, der einen bestimmten Katalog oder einen guten, teuren Bildband sucht, weil man die Qualität solcher Bände bei Amazon & Co. nicht erraten kann. Da gibt es ein paar konsequent auf Hochliteratur konzentrierte Läden, die ihren festen Kundenstamm, ihre Lesungen, ihren Mythos haben und die das Risiko eingehen, Jahrzehnte lang einen unverkäuflichen Lyrikband im Regal stehen zu lassen, bis irgendwann ein Käufer kommt und diese sagenhafte Erstausgabe von Rudolf Borchardt zur Kasse trägt. Da gibt es rein englischsprachige oder rein russischsprachige Buchhandlungen, die zugleich ein Treff der Exilanten sind (oder der Nabokovianer, die zwischen beiden Sprachen wechseln müssen); und es gibt Buchhandlungen, die ganz auf Philosophie und Soziologie spezialisiert sind und wo jeder, der ein Rendezvous mit einer Kulturwissenschafts-Studentin hat und schnell noch ein möglichst kurzes Buch von Pierre Bourdieu lesen will, exzellent beraten wird ("Unter 700 Seiten ist leider nichts zu machen!").
All diese Buchläden werden überleben, denn sie verwandeln den Nachteil, den sie gegenüber Amazon haben - weniger Lagerfläche, mehr Betriebskosten - in einen Vorteil. Bei den Internethändlern gibt es alles, aber diese Buchläden sind konzentriert und vorsortiert. Man bekommt Empfehlungen und Anregungen (auch die Teilzeitkräfte arbeiten ja in solchen Läden fast immer aus persönlichem Interesse), man kann die Bücher in Augenschein nehmen, und wer die Einsamkeit des Lesens mit einem sozialen Erlebnis verbinden will, bekommt es gratis dazu. Der Markt ist viel intelligenter, als manche hier denken. Er treibt zur Zeit die Läden in den Ruin, die mit Beliebigkeit und Mainstream überleben wollen, und wer möchte ihn dabei aufhalten! Und er wird die Läden am Leben erhalten, die mit Profil, Engagement und Einfallsreichtum betrieben werden. Möglicherweise gibt es da ein paar tragische Ausnahmen, aber das sind wenige, und sie bestätigen die Regel: dass das Massensterben unter den Mainstream-Buchläden erfolgt.
Im übrigen habe ich kein Problem damit, dass Amazon schon ein paar Buchhändler-Monatsgehälter mit meinen Bestellungen umgesetzt hat. Ich fand es besonders erleichternd, dass man bei Amazon den Namen eines Autors selbst eintippen kann, statt ihn der illiteraten Verkäuferin in der "Kleist-Buchhandlung" zu buchstabieren ...

m.

Safari on Windows

Von: ionas | Datum: 05.06.2004 | #62
(its real)
[Link]

(sorry war zu faul ins forum einzuloggen ;-])

danke @macbeth

Von: mullzk | Datum: 05.06.2004 | #63
grandioser kommentar, 100% ack (bis auf den letzten absatz, der so für mich nicht gilt, weil meine buchhändlerin, gelobt sei, genug kompetent ist, mich von amazon etc. abzuhalten. aber ich gehöre zu jenen die begreifen, dass es umstände geben kann, in denen amazon einfach die bessere wahl ist).

zur buchpreisbindung will ich mich gar nicht gross äussern, da wurde schon alles gesagt. und weil ichs doch nicht ganz lassen kann: wer die buchpreisbindung angreift, hat _vielleicht_ etwas vom markt verstanden, aber nichts vom buch.

OT: Auf RTL im RTL SHOP

Von: Karl Schimanek | Datum: 05.06.2004 | #64
Machen se gerade Werbung für Zeta... WOHNSINN!

Für englische Bücher gibt es nix besseres als Amazon

Von: Thomas | Datum: 05.06.2004 | #65
denn auf dem deutschen buchpreisgebundenen Markt gibt es für viele Sachthemen gar keine oder nur populärwissenschaftliche Titel. Sei es über geschichtliche oder Naturwissenschaftliche Themen.
Wenn ich denke wie ich früher von den Buchhändlern abgezockt wurde für englischsprachige Bücher dann bin ich heute dankbar dass ich sie heute zu einem akzeptablen Preis über Amazon bekomme. Während des Studiums in Tübingen musste ich bei Osiander Dollarkurse von weit über 4 DM(Realkurs war unter 2 DM) hinnehmen für Englische Fachbücher. Da kostete dann ein 50$ Buch über 200 DM!!
Heute verschwende ich nichteinmal nen Gedanken daran in einer deutschen Buchhandlung nach englischen Büchern zu fragen egal welche Preise sie heute nehmen.
Thomas

@thomas

Von: namnam | Datum: 05.06.2004 | #66
guck mal bei [Link] id ehaben dann auch noch zusaetzlich sachverstand und laeden.
es geht naemlich auch gemischt.

@ Karl - Zeta

Von: ionas | Datum: 05.06.2004 | #67
habe bei dem entwickler letze woche angerufen, die haben wohl eine mac version in der mache - allerdings intern only, unstable, und vorallem bisher leider nur für g4.

aber sie geben das wohl nicht auf.
da fällt mir nur ein:

dual core: dual os. (parallel)

Es ist "wahr"

Von: ionas | Datum: 05.06.2004 | #68
[Link]
(schaut das Bild ist weg)

hat es jemand noch nicht gesehen?

@ Oliver

Von: ionas | Datum: 05.06.2004 | #69
geistig 4rm3 m3nsch3n achten nur auf formalia und nie auf den inhalt.

aber meister: sorry dass ich english statt englisch braf statt brav, klasse muss evt. groß und der stil im letzen satz ist nicht besonders gehoben.

schon schlimm. ja.
ich verneige mich vor dir.

Danke...

Von: LoCal | Datum: 05.06.2004 | #70
Der Artikel spricht mir aus der Seele. Und wer am Artikel zweifelt, der gehe doch bitte mal in eine Stadt (Grossstädte bitte mal nicht in betracht ziehen.. dazu kann ich zuwenig sagen) und suche sich ein Fotofachgeschäft. Viel Spass beim Suchen, die wurden nämlich durch "Ich bin doch so blöd" und "Geiz is geil" kaputt gemacht. Das schlimmste daran ist, dass die Leute ins Fachgeschäft gegangen sind, sich die Kameras haben erklären lassen, dann zum nächsten MonsterMarkt gefahren sind und dort gekauft haben. Scheinbar wohl wissend, dass sie dort nicht mit einer fachlichen Beratung rechnen können.
Ich kaufe alle meine Bücher nur im örtlichen Buchladen und das wird hoffentlich auch noch lange so bleiben

Hmm...

Von: Meine Güte! | Datum: 05.06.2004 | #71
... die Intoleranz wird hier immer größer ...

Man stelle sich nur mal vor, dass Apple einen "iTMS" für Bücher hätte - wie würden sich hier einige Kommentare plötzlich verändern ...

Wenn Ihr gerne in Buchläden geht: super - wer sich gerne beraten lässt: perfekt - aber das will nicht jeder. Mich hat Amazon eigentlich erst zum Bücherlesen (Fach-/Studien-Literatur mal ausgenommen) gebracht - ergo liebe ich Amazon für seine Innovationen und für sein "Think different" (Service, Auswahl, Stöbern - genau nach meinem Gusto). So what?

Mich wundert dieses Anti-Marktwirtschafts-Denken, welches hier in letzter Zeit öfters zu lesen ist (v.a. in dem Kommentaren) doch etwas - das kann man sich partiell wohl gut leisten, wenn man sonst zu 99,99% von dieser Marktwirtschaft profitiert.

Freie Marktwirtschaft...

Von: Paul (MacGuardians) | Datum: 05.06.2004 | #72
...funktioniert, aber nicht unbedingt so wie es sich immer die Gesellschaft wünscht bzw. es sinnvoll ist.
Ein extrem Beispiel: Freie Marktwirtschaft hat auch bei der britischen Eisenbahn funktioniert, halt starben ein paar Menschen daran, dass niemand in die Wartung des Schienennetzes investieren wollte, dass war einfach nicht rentabel.

Mir würden einige weitere Beispiele einfallen...

Ernüchterung

Von: Oliver | Datum: 05.06.2004 | #73
Die Antworten auf meine Beiträge sind größtenteils wirklich ernüchternd. Ich erwarte nicht, dass jedermann meiner Meinung ist, aber ich habe meinen Standpunkt sachlich und logisch begründet vorgetragen. Wenn ich mir nur die letzten paar Antworten dazu ansehe, bin ich

- "geistig arm"
- "gehirngewaschen"
- "dumm".

Sachliche, logisch hergeleitete Argumente finde ich dabei nicht, sondern nur subjektive Beschreibungen der eigenen Vorlieben wie "Ich kaufe bei Frau Maier" oder pauschale Arroganz wie "Alle, die nicht im Buchladen kaufen, sind ein Kulturschmock".

Das ist angesichts der Tatsache, dass das Thema eigentlich sprachlich gebildete Diskutanten betreffen und anziehen sollte, recht betrüblich. Dies ist ein Thema für gebildete Menschen, aber die galligen Pamphlete sprechen eine ganz andere Sprache.

Wir werden das Internet nicht wieder abschaffen können, und die Idee eines Online-Versands auch nicht. Das bedeutet, dass sich der Buchhandel verändern wird, genauso wie sich jeder andere Handel durch das Internet verändern wird. Ob es uns passt oder nicht. Jene, die das im Prinzip gut finden, haben gute Argumente und können sie auch benennen. Die anderen, die den Online-Handel verdammen, haben aber keineswegs irgendwelche Theorien angeboten, wie sich der Buchladen denn behaupten soll. Außer dem ständigen "Ich kaufe bei Frau Schlotterbeck, Punkt!" oder "Da kann ich mich unterhalten!" ist nichts zu lesen. So kann man eine Diskussion über geschäftliche Modelle nicht führen, weil die Realität rauer ist als es dem Harmoniebedürfnis der Diskutanten entspricht. Ein Buchladen ist ein Geschäft, und am Schluss muss es sich rechnen. Wer das nicht in seine Diskussionsbeiträge mit einbezieht, formuliert einen sinnlosen Beitrag.

Der ganze Groll, der da in die Diskussion eingebracht wurde, zeigt keine Perspektive auf. Jene, die ihn vertreten, sind im wesentlichen ratlos. Dabei wäre es interessant gewesen zu erfahren, mit welchen Vorteilen, die zudem eine wirtschaftliche Bedeutung und Wertschöpfung haben, sich die Läden in Zukunft behaupten können. Solange ich nichts lese über eine zusätzliche Wertschöpfung in den Läden, solange glaube ich nicht, dass sie sich im großen Umfang behaupten werden.

Ich bin aber, damit man mich nicht missversteht, durchaus dafür, dass es Läden gibt für jene, die gerne in Läden gehen. Ich weiß nur nicht, wie sie sich finanzieren werden, und das ist ein ehrenwerter Standpunkt.

@Oliver

Von: Prudens | Datum: 05.06.2004 | #74
Hier wurden genügend Argumente pro Buchladen angeführt, nur willst du sie in deiner arroganten Selbstherrlichkeit nicht akzeptieren.

Es gibt nicht nur rein wirtschaftliche Aspekte, die bei einer Kaufentscheidung eine Rolle spielen, das weisst du doch genau so gut wie ich. Warum gehen Leute in Cafe's oder Kneipen, wo doch der Kaffee oder das Bier zu Hause viel billiger sind?

Gute Beratung, angenehme Atmosphäre, Bücher in die Hand nehmen können, nur zur Ansicht bestellen können, das sind u.a. für mich Gründe in einen guten Buchladen zu gehen.

Buchhandlungen

Von: tjp | Datum: 05.06.2004 | #75
Wenn ich einfach so Bücher suche, dann ist der Weg in die Buchhandlung ja ganz nett. Aber das meiste Geld gebe ich nun einmal für Fachliteratur aus, die man üblicherweise gar nicht zur Ansicht bestellen kann. Wenn ich so die Katze im Sack kaufen muß, dann endet das meistens bei LOB oder Amazon. Da weiß ich wenigstens, daß die Bücher möglichst schnell geliefert werden. Vor einigen Jahren hatte ich mit einem "Fach"-buchladen eine Erfahrung, die mich belehrt hat. Seit dem bestelle ich nur äußerst ungern in Buchläden.

*seufz*

Von: Gunnar | Datum: 05.06.2004 | #76
Hallo
Ich lese ja sonst hier eher mit. Aber jetzt muss ich auch mal was sagen. Meine Mutter hatte jetzt fast 20 Jahre eine eigene Buchhandlung. Ich kann nicht verstehen was Oliver abläßt. Meine Mutter und ihre Angestellten waren immer mit Herzblut in unserer Buchhandlung angagiert. Ich finde es absolut nicht in Ordnung, wie man darüber herziehen kann, von wegen alle Kunden die in einer Buchhandlung bestellen würden und dann die Ware dort abhohlen würden, wären Ideoten. Was bildest du dir eigentlich ein? Oliver? Ich habe über 20 Jahre das Leben in der Buchhandlung mitgemacht. Leider mussten wir unseren Laden verkaufen. Daran ist das Internet bzw die Onlinebuchhändler schuld und der "Geiz ist Geil" Wahn. Ich verstehe nicht wieso man so einen Schund von sich geben kann, wenn man nicht selbst in der Situation gewesen ist. Unsere Kunden sind IMMER gerne zu uns gekommen. Es gab genügend Proteste, als der Laden den "Bach" runterging.

Also, habe bitte etwas Anstand und rede nicht so Dumm.

Der ganze Thread hat mich sehr start aufgewühlt. Meine Mutter ist jetzt arbeitslos.

Trotzdem
Schönes Wochenende noch

Gunnar

@ Paul

Von: Meine Güte! | Datum: 05.06.2004 | #77
>>>(Marktwirtschaft)...funktioniert, aber nicht unbedingt so wie es sich immer die Gesellschaft wünscht bzw. es sinnvoll ist.<<<

Tja, so ist es mit so ziemlich allem im Leben. Auch mein G5 funktioniert, aber nicht unbedingt immer so wie ich es mir wünsche bzw. es sinnvoll wäre... ;-)

Und Negativbeispiele fallen mir definitiv zu jedem Thema ein.

Genug mit diesem Thread - ich geh´ jetzt zu Amazon zum Stöbern - entscheidener Vorteil: Ich muss bei dem Regen nicht aus dem Haus. Und für den netten Plausch ist meine Partnerin zuständig...

@Gunnar

Von: Oliver | Datum: 05.06.2004 | #78
Gunnar, denke noch einmal über Dein Posting nach. Du schreibst, ich hätte nicht Recht damit, wenn ich sage, der Online-Versand verdrängt die Läden. Ein paar Zeilen später schreibst Du jedoch, die Online-Läden wären die Ursache gewesen für den Verkauf Eurer Buchhandlung. Was denn nun?

Die Ursache für die Schließung des Ladens war, dass die Kunden sich anders entschieden haben. Sicherlich haben Kunden gegen die Schließung protestiert, aber offenbar gab es noch mehr Kunden, die aus eigener Entscheidung kein Interesse daran hatten, bei Euch einzukaufen. Ich will Dir nicht weh tun, aber man muss doch die Realität sehen, oder nicht?

Bemerkenswert für die Debatte ist auch folgender Satz von Dir: "Meine Mutter und ihre Angestellten waren immer mit Herzblut in unserer Buchhandlung engagiert."

Das glaube ich gerne, und ich habe auch nicht behauptet, es wäre anders. Ich bin aber verblüfft, dass Du dieses Herzblut als Argument in einer Debatte anführst, bei der es um die Wirtschaftlichkeit und das Zukunftspotenzial verschiedener Vertriebsmethoden geht. Das sind einfach zwei unterschiedliche Dinge. Euer Herzblut tut da einfach nichts zur Sache. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum gerade Du das nicht weißt, denn immerhin müsstest Du das Geschäft ja aus unternehmerischer Sicht kennen. Ich mache meinen Job auch mit Herzblut, aber ich erwarte doch nicht, dass das jemanden kratzt.

Ich denke, es wird eine Menge verträumter Buchhändler geben, die irgendwann einfach erkennen müssen, dass sie pleite sind, und die dann traurig sagen: "Aber ich hab's doch immer mit Herzblut gemacht". Das ist traurig, aber das ist einfach keine Haltung als Unternehmer. Mit dieser Einstellung kann man kein Geschäft betreiben. "Bücher lieben" und "Bücher verkaufen" sind zwei unterschiedliche Dinge.

@ oliver

Von: scara | Datum: 05.06.2004 | #79
ich weiss ja nicht wo sie dich ausgebrütet haben, aber grundsätzlich gilt nicht: mehr geld = mehr kultur.
im gegenteil gilt: geldgeilheit macht unsere kultur kaputt.
du hörst dich genauso an wie einer von den leuten die gegenwärtig dabei sind mit null sachverstand, nur mit der absicht möglichst viel (geld) abzuschöpfen, einen betrieb nach dem anderen zu tode zu "optimieren".
gottseidank gibts auch noch jene, die liebe zu ihrem metier empfinden und nicht nur grenzenlose geldgier.
ich gestehe ein, momentan sieht es so aus als wäret ihr am längeren hebel, aber vielleicht werdet ihr eines tages feststellen wie arm ihr eigentlich seid.

@scara

Von: Oliver | Datum: 05.06.2004 | #80
Ich finde Deinen Ton mir gegenüber ziemlich flegelhaft.

Die Läden werden nicht deswegen in Schwierigkeiten geraten, weil Leute wie ich sie zu Tode optimieren. Denn Leute wie ich haben damit nichts zu tun. Stattdessen werden die Läden in Schwierigkeiten geraten, weil die Kunden (also wir alle) sich zu einem Teil davon abwenden werden, weil es zusätzliche Alternativen gibt.

Es gibt also keinen Bösewicht, der schuldig ist. Sondern jeder Anbieter kann sein Geschäftsmodell nach Gutdünken gestalten und muss dann sehen, ob es ankommt oder nicht. Es liegt also an jedem Händler selbst, wie er sich verhält, und nicht "an Leuen wie mir".

Es geht auch nicht um "grenzenlose Geldgier" auf der einen Seite und "Liebe zu ihrem Metier" auf der anderen Seite. Gerade wer seinen Buchladen liebt, wird sein Geschäft stets so anpassen, dass der Markt in trägt. Ein guter Buchhändler liebt nämlich nicht nur seine Bücher. Sondern er liebt auch den Handel damit und seine Kunden. Und wenn der Handel und der Kunde sich verändern, dann muss sich auch der Buchhändler verändern -- gerade WEIL er seinen Beruf liebt.

Steve Jobs liebt Computer, die Firma Apple und das Computergeschäft. Deswegen forciert er dauernd irgendwelche Anpassungen und Verbesserungen -- WEIL er den Laden liebt. Wer ihm alles egal, dann würde er viel lieber alles so lassen, wie es immer war. Aber so läuft das Geschäft eben nicht, und er weiß das.

Ich habe in den letzten Jahren viele, viele Geschäfte jeglicher Couleur gesehen, die zusätzlich einen Online-Shop aufgemacht haben, um zusätzlichen Service zu bieten. Die Kunden können sich im Laden alles ansehen, oder mal schnell online bestellen. Sie können vor dem Besuch im Laden mal online reinschnuppern usw. Kleine Läden haben sich so eine zusätzliche überregionale Kundschaft erobert. Oder sie haben mit einer Online-Schnäppchen-Ecke alles das verramscht, was raus musste. Sie waren flexibel und passten sich an. Manche von ihnen machen bereits 30 bis 40 Prozent des Umsatzes online.

Sieh' Dir MacBooks aus Hamburg an. Ein kleiner Buchladen, und trotzdem der bekannteste Mac-Buchhändler mit prima Online-Shop und gutem Service. So kann man's machen.

Eure Phantasie vom kleinen, verträumten Bücherladen mit dem netten Opa im Schaukelstuhl ist genau das, was die Läden in den Ruin treiben wird. Wer auch in Zukunft überleben wird, der muss sich anpassen und neue Wege ausprobieren. Jene Träumer unter Euch, die das heute bestreiten, sind die wahren Totengräber.

Zitat Oliver

Von: Elroy | Datum: 05.06.2004 | #81
a) "Wer in den Buchladen geht, um etwas zu BESTELLEN, ist für mich ein Idiot."

b) "Die Kunden können sich im Laden alles ansehen, oder mal schnell online bestellen. Sie können vor dem Besuch im Laden mal online reinschnuppern usw... ...Manche von ihnen machen bereits 30 bis 40 Prozent des Umsatzes online "
--------------------------

Ergo wird 30 bis 40 Prozent Umsatz mit Idioten gemacht? Wo ist da der Unterschied?

tja... der Kapitalismus

Von: Marty | Datum: 05.06.2004 | #82
Finde es immer wieder interessant wie schnell hier Leute sagen wenn es sich nicht rentiert dann eben Pech gehabt. Ihr wisst doch das der Kapitalismus eine egoistische Gesellschaft bevorzugt. Der gute L.Erhardt wollte aber ne soziale Markwirtschaft haben.

Zur Buchpreisbindung: Natürlich ist das eine Subvention von Büchern die nicht so einen grossen Markt haben wie D.Bohlen oder Harry P.
Fällt sie weg, dann geht auch die Lyrik und anders unter und wir haben nur noch Bohlen... Kochbücher von Bioleck usw. Auch die meisten Kinderbücher wären betroffen. Viele unserer Klassiker wären heute nicht da wenn sie nicht durch Adel und Kirche als Mäzene unterstützt worden. Das war schon immer so.

Es wird immer was in der Gesellschaft subventioniert werden, und wenn nur zur Sicherheit der *Habenden* ist. Bei den Armen und Kranken kann man es ja auch lassen. Nur krepieren die dann dran oder holen sich mit Gewalt die Mittel zum Überleben. Auch das ist Marktwirtschaft. Aber bestimmt nicht die die sich die grossen Verteidiger des Kapitalismus wünschen.
Wie sagte der Papst (den ich sonst selten unterstütze) nach dem Ende des Staatskapitalismuss/genannt auch Sozial-Kommunismus das jetzt der Kapitalismus eine grosse Geisel der Menschheit ist. (bitte keine Frage nach der Quelle..kann mich nicht mehr erinnern)

Amazone hat natürlich seine Existenzberechtigung und ist ja auch recht nützlich. Nur sollte man aufpassen das sie kein Monopol bekommen. Wie schnell können sie dann die Versandkosten anheben. So wie bei Ebay, die können ja auch weil ohne Konkurrenz ihre * Gebühren* rauf und runter setzten.

Wir Kunden haben doch wegen der Buchpreisbindung sowieso nichts davon ob Amazone 40 oder 50% Marge bekommt. Für uns ist doch der Preis gleich. Wenn wir die Vertriebswege immer mehr "optimiere" haben wir doch nur noch mehr Leute auf der Strasse stehen und billiger wirds bestimmt ja auch nicht. Kennt einer ein Produkt von einer Firma das billiger geworden ist weil sie jetzt im billigen Ausland produzieren?


Leute die immer nur sagen warum soll ich das mittragen.... mitfinanzieren usw. sind für mich nur Kalt.Irgentwann müssen sie auch getragen werden, dann hoffe ich werden sie übersehen. Sorry

Rein nach Fakten beurteilt ...

Von: Donald Townsend | Datum: 05.06.2004 | #83
Den kompletten Thread zu verfolgen, fand ich bisher sehr interessant und die Angriffe auf die Beiträge von Oliver kann ich nicht ganz verstehen. Er nimmt nicht Partei für die eine oder andere Seite, sondern schildert lediglich die Fakten. Der Kunde und der Markt entscheidet. Das hat leider auch nichts mit Kultur zu tun. Niemand hat hier behauptet, mehr Geld sei mit mehr Kultur gleichzusetzen.

Donald

P.S.: Wir befinden uns übrigens schon lange auf dem Weg in die Mittelmäßigkeit, egal in welchem Bereich (Kultur, Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft, ...)

.

Von: Gulaschpizza | Datum: 05.06.2004 | #84
@Oliver: Dein Fehler ist es, Kulturgüter wie Bücher nach marktwirtschaftlichen Kriterien beurteilen und ergo vertreiben zu wollen. Mach mal ein Praktikum in einem Buchladen, wir sprechen uns danach wieder.... Kultur lässt sich einfach nicht kapitalisctisch ausbeuten. Wers tut, verliert sie.

@Gulaschpizza

Von: Oliver | Datum: 05.06.2004 | #85
Ich beurteile Kulturgüter wie Bücher nicht nach marktwirtschaftlichen Kriterien. Denn das Buch und sein Transportweg zum Leser sind zwei unterschiedliche Dinge.

Da wir Bücher ausschließlich im Rahmen und innerhalb der Regeln unseres marktwirtschaftlichen Systems kaufen können (es sei denn, der Autor schenkt sie uns privat), ist es vermutlich unvermeidbar, die Marktwirtschaft zu berücksichtigen.

Es steht jedem Autor frei, Bücher ohne finanzielle Absichten zu schreiben, und es steht jedem Leser frei, sie ohne finanzielle Überlegungen zu erstehen und zu geniessen.

So, das war der Kursus für Anfänger. Jetzt kommt's für Fortgeschrittene: Solange sich die Kultur nicht mit einer Blockflöte erzeugen und reproduzieren lasst, braucht die Kultur das Räderwerk und die Kraft der Marktwirtschaft. Denn Kultur kostet ganz schön viel Geld. Bis ein Konzert erklingt oder ein Buch im Laden steht, müssen nämlich ganz schön viel Leute dafür arbeiten (und bezahlt werden). Kultur, die nicht auch im Rahmen und mit den Regeln der Marktwirtschaft funktioniert, gibt es deshalb gar nicht. Marktwirtschaft ist etwas anderes als Ausbeutung.

@ Donald

Von: Meine Güte! | Datum: 05.06.2004 | #86
Volle Zustimmung.

Einige der grossen Kulturverfechter in diesem Thread verlassen sprachlich und menschlich den Weg der Kultur sehr weit - wenn das dann die Folgen des kulturellen, elitären Einkaufs beim Nicht-Monopolisten um die Ecke ist, dann rate ich allen nur noch bei Amazon einzukaufen.

Die beim Buchhändler um die Ecke erworbene Literatur scheint der Sprache, der Kritikfähigkeit, der Toleranz und dem sozialen Verhalten wohl nicht zu dienen.

Es Mobt

Von: Karl Schimanek | Datum: 05.06.2004 | #87
wieder fürchterlich...

q.e.d.

Von: Meine Güte! | Datum: 05.06.2004 | #88
;-)

Hallo Olli ;)

Von: Prudens | Datum: 05.06.2004 | #89
Der Hintergrund deiner offensichtlichen Trollerei liegt natürlich nicht im kulturellen, sondern eher im sexuellen Bereich, wenn ich das mal so direkt anmerken darf, ohne missverstanden zu werden.
Im Grunde ist es dir doch egal, ob die Leute bei amazon oder bei Frau Schmadtke kaufen, dir geht es lediglich darum, möglichst viel Aufmerksamkeit zu erlangen, um deine niederen Instinkte zu befriedigen, das ist ja inzwischen jedem hier im Thread mehr als deutlich geworden.
Ich möchte nicht indiskret sein, hätte auch nie gewagt, diese Thematik von dieser Seite zu beleuchten, wenn du nicht selbst so offen diese Dinge angesprochen hättest. Mich würde interessieren, wie oft du während der Laufzeit dieses Threads schon..., na du weisst schon? ;)

Denke, du hast die Ernsthaftigkeit dieser Frage erkannt, es steht dir natürlich frei, darauf zu antworten.

Nun ist endgültig...

Von: Meine Güte! | Datum: 05.06.2004 | #90
...das unterste Niveau erreicht.

Glückwunsch.

volle Zustimmung

Von: MacerFritz | Datum: 05.06.2004 | #91
Besser hätte ich es auch nicht beschreiben können.

Danke

Von: Oliver | Datum: 05.06.2004 | #92
Ich bin für die persönlichen Schmähungen eigentlich ganz dankbar. Sie zeigen, dass sich jemand trefflich blamieren kann, obwohl er die Meinung der anderen Diskutanten vertritt, weil er sich ganz peinlich daneben benimmt. Er ruiniert damit seinen Ruf so perfekt, dass ihm in Zukunft keiner mehr groß zuhören wird.

Auf der anderen Seite wird man jemandem, der sachlich und fundiert argumentiert, in Zukunft gerne Gehör schenken, auch wenn man dieses Mal seine Meinung nicht teilt.

Du wirst vermutlich nicht erwarten, dass Deine Angriffe unterhalb der Gürtellinie dazu führen, dass man etwas auf Deine Meinung gibt.

volle Zustimmung zu Oliver!

Von: MacerFritz | Datum: 05.06.2004 | #93
..meinte ich.

Freie Marktwirtschaft. Warum Amazon verdammen. Wenn (z.B.) ein Getränkehandel an Krombacher nix mehr verdient, weil der Einkaufspreis (den Krombacher verlangt) zu hoch ist, dann wird Krombache halt ausgelistet! Was soll's!? Pech für Krombacher.

Also ich trink lieber Bitburger

Von: Appelbrei | Datum: 05.06.2004 | #94
...kauf ich aber nicht bei amazon, sondern im Kiosk nebenan, die Tussi hat vielleicht ne Theke ;)

Meine Güte

Von: ionas | Datum: 05.06.2004 | #95
Meine Güte(unglaublich).

/me geht ne runde trauern.

Ach ja; erst hier schauen:
[Link]

Dann hier schauen:
[Link]

ionas:

Von: Karl Schimanek | Datum: 06.06.2004 | #96
Bist mal wieder zu langsam ;)

Longline

Von: Wurm | Datum: 06.06.2004 | #97
Oliver...Oliver....Achtung er spielt Longline

Super Beitrag

Von: Borbarad | Datum: 06.06.2004 | #98
Genau den Richtigen Punkt getroffen. Ein zweites Ebay brauchen wir nicht. Wo bei hier Ebay eher ne Sonderposition einnimmt, da es den C2C(bzw. versteckten B2C) Markt bewirtschaftet und somit auch als allgemein zugängliche Verkaufsplattform verstanden werden sollte.

Was aber Amazon angeht: Amazon greift nicht einen C2C Markt an, sondern den B2C und das ist mehr als Schädlich für die Wirtschaft

1) Kann den Markt kahlschlagen
2) Verdrängung von Konkurrenz, Monopol wie MS
3) Vernichtung von Lebenskultur
4) Tendenzen zur momentanen Musikindustrie( Kommerz, Retorte statt Abwechslung)
5) "Vernichtung von Arbeitsplätzen"
6) Radikale Preisdiktatur
7) Förderung von Geiz ist Geil


Im Prinzip läst sich Amazon mit den Lebensmittelmärkten vergleichen, nur mit dem Unterschied das es hier nicht um Lidl, Netto, Aldi und sonst wen geht, sondern um EINEN! Den Tante-Emma-Laden gibt’s ja auch nicht mehr.

Was die lokale Bücherei angeht: Bin froh das es die gibt - Menschlich, Beratung, Freundlichkeit, Service alles erste Sahne. Wie wäre die Welt wenn Sie nur aus Nullen und Einsen bestehen würde?

B

PS: Bei Bücherei unseres Vertrauens kann man sich auch noch nen Buch kaufen ohne es sofort zu bezahlen(sofern die einen kennen; z.B. wenn man nicht genug Geld dabei hatte etc.). Kreditkarte mögen die auch nicht und die gibt schon seit 1922 oder so ;)

@Borbarad

Von: Oliver | Datum: 06.06.2004 | #99
Danke, Borbarad. Nach über 100 Postings hast Du es tatsächlich geschafft, alle bisherigen Beiträge und Argumente zu ignorieren und wieder ganz von vorne anzufangen.

Nun kannten wir die genannten Probleme allerdings schon, weil sie hier mehr als ausreichend beschrieben wurden. Die Realität sieht so aus, dass mittlerweile das Internet und Amazon erfunden wurden, und man kann nicht so tun, als wäre das nicht der Fall. Es geht also nicht darum, ob und welche Auswirkung Amazon auf den Handel hat, sondern darum, wie man sich trotz dieser Umstände den Handel erhält. Oder willst Du Amazon und den Online-Handel per Gesetz verbieten lassen?

Vielleicht gibt es noch weitere 100 Poster, die uns schwärmend davon berichten, wie gemütlich ein Buchladen ist? Nur zu!

Der interessante Punkt ist, wie der Handel auf die neuen Herausforderungen reagieren soll und wie er sich dafür verändern muss. Interessant ist nicht, dass es in vergangenen Zeiten noch so gemütlich war. Vergangene Zeiten sind bisher nie zurück gekommen.

@oliver

Von: Borbarad | Datum: 06.06.2004 | #100
*lol* Du hast meinen Post nicht ganz verstanden. Ich kenn mich mit dem Thema eBusiness bestens aus, aber das steht hier nicht zur Sache.


Es geht eher darum, ob Amazon ein zweites MS werden soll. Denn welche Konkurrenz hat Amazon denn wirklich? Keine. Und genau das ist der Knackpunkt. Das Online-System ist dem lokalen bei weitem überlegen, aber es birgt die grosse Gefahr, dass man das Feld dann wegen "Geiz ist Geil und Gehirnausschalten" einen Global Player überlässt.

Hier gehts um B2C! (nicht wie bei ebay um C2C)

B

Danke!

Von: Oliver | Datum: 06.06.2004 | #101
Gut, jetzt hast Du die Fragen also noch einmal gestellt.

Gibst Du uns auch die Antworten?

Soll man Amazon nun verbieten oder wie stellst Du Dir das vor?

@ oliver

Von: scara | Datum: 06.06.2004 | #102
dein bester beitrag war der als du sagtest du würdest nichts weiter posten, leider hast du dich nicht daran gehalten, ganz im gegenteil.
such dir doch ein anderes hobby oder nen aneren job falls das dein job ist.

@scara

Von: Oliver | Datum: 06.06.2004 | #103
Ich würde vorschlagen, dass wir uns in Zukunft bei Dir erkundigen, wer hier welche Dinge schreiben darf.

Ich habe jedenfalls in meinen Beiträgen die Diskussion weitergeführt. Du bist hier nur mit persönlichen Schmähungen und Angriffen aufgefallen.

@@ Oliver

Von: Marty | Datum: 06.06.2004 | #104
Keiner will Amazon verbieten. Beste wäre doch das es eine vielfalt von Vertriebswegen gibt. Wegen der Buchpreisbindung haben wir Kunden doch ja sowieso nichts davon. Die Frage ist doch ob Amazon auch so eine Vielfalt will. Wenn nicht dann werden wir es ja merken wie sie eine Marktbeherschende Stellung haben werden.

Jetzt reite bei anderen Stellungsnamen nicht so drauf rum das sie nicht nur deinen einzigen Standpunkt beantworten sondern noch weitergehen in den Antworten. Glaube du machst dir einen Spass draus.

wie wärs

Von: Locutus.v.Borg | Datum: 06.06.2004 | #105
wenn ihr euch mal das musik video von koRn - Yall want a Single - reinzieht? beantwortet doch vieles........
die sind ja auch betroffen...........

@ Oliver

Von: Borbarad | Datum: 06.06.2004 | #106
Amazon verbieten? Was solln der quark. Amazon sollte als Zusatz zum lokalen Händler gesehen werden und nicht als kompletter Ersatz für alle! Da liegt genau der Hund begraben. Was daraus werden kann wennn man sein Gehirn abschaltet sieht man ja bei M$. Und genau darauf haben die Amazon Verfächter hier scheinbar riesen Lust.

Ich nicht.

B

Ps: Amazon benimmt sich ja jedenfalls schon fast wie MS

@ Marty

Von: Borbarad | Datum: 06.06.2004 | #107
>> Die Frage ist doch ob Amazon auch so eine Vielfalt will. Wenn nicht dann werden wir es ja merken wie sie eine Marktbeherschende Stellung haben werden. <<

Eben!!!!!

Das ist ja genau der Punkt.

B

PS: Wer ein zweites MS will, bitte Hand heben ;)

@ Johngo

Von: Borbarad | Datum: 06.06.2004 | #108
Das soll ja auch jeden selbst überlassen werden, wie, womit und wo er Geld macht. Aber willst du nur Amazon und sonst nix mehr? Dich von denen abhängig machen? Von denen deine Preise diktieren lassen?

B

Endlich eine Lösung

Von: Oliver | Datum: 06.06.2004 | #109
Das ist doch einmal ein Wort. Wir legen also fest, dass "Amazon als Zusatz zum lokalen Händler gesehen werden [sollte] und nicht als kompletter Ersatz für alle". Prima! Endlich haben wir ein Ergebnis! Wir sollten diese Botschaft sofort an die Medien weitergeben, damit alle von der neuen Regelung erfahren.

Wird ja immer lustiger hier!

Liebe Kinder, hier geht es um das reale Leben und um die reale Wirtschaft. Da sich das Internet und Amazon einen feuchten Dreck um Eure Ansichten kümmern, bleibt als einzige Lösung, dass sich der Handel so verändern muss, dass er trotz Amazon und Internet erfolgreich bestehen kann.

Nicht der Kunde muss sich ändern! Wird er auch nicht!
Nicht Amazon muss sich ändern! Auch nicht das Internet! Die Wirtschaft wird sich ebenfalls nicht ändern.

Entweder die Händler ändern sich, oder sie werden untergehen.

Werden sich die Händler also ändern? Oder werden sie darauf bestehen, dass sie mit Herzblut bei der Sache sind, und dass ein gemütliches Schwätzchen mit dem Kunden als eines der letzten menschlichen Aspekte in dieser bösen Welt wichtiger sind als ordinärer Umsatz?

Und die Kunden? Brauchen die das Geschwätz des Buchhändlers, oder brauchen sie nur das Buch, weil sie das Schwätzchen lieber mit der Freundin halten?

Get real! Die Wahrheit ist: Amazon wäre nie so erfolgreich geworden, wenn ein Buch nicht eine völlig austauschbare, standardisierte Ware wäre, bei der es völlig egal ist, wer sie einem verkauft hat. Das Buch zählt! Nicht der Transportweg!

Es sind die standardisierten Güter, die sich online gut verkaufen! Und das Buch gehört dazu!

Natürlich gibt es einige Kunden, die das ganz anders sehen, aber sie werden immer weniger! Da hilft auch kein Erlass und keine Volksaufklärung! Die Kunden wissen nämlich ganz genau, wo sie einkaufen wollen.

Die netten Buchhändler sollten eine Massagepraxis oder eine Männergruppe aufmachen, dort ist der individuelle menschliche Bezug noch eher gefragt und wird dort auch bezahlt. In der Männergruppe können sie sich ja auch gegenseitig aus Büchern vorlesen.

Bis ich eine Online-Männergruppe aufmache.

@ Oliver

Von: Borbarad | Datum: 06.06.2004 | #110
Nun wirds wirklich lustig:
--------
Nicht der Kunde muss sich ändern! Wird er auch nicht!
Nicht Amazon muss sich ändern! Auch nicht das Internet! Die Wirtschaft wird sich ebenfalls nicht ändern.
--------

Das willst du doch um himmels willen nicht so stehen lassen und auch nicht unterschreiben..


Es gibt ein Angebot und eine Nachfrage. Die Nachfrage muss aber Vorhanden sein. Wenn jedoch die Nachfrage nicht mehr auf diesen Level bleiben kann, sondern runter fällt, weil das Geld weniger wird, dann hast sich der Hund inne Schwanz gebissen......

B

Nochmal ein Beispiel

Von: Oliver | Datum: 06.06.2004 | #111
Ich arbeite (teilweise) in einer Branche, von der alle vehement bestritten haben, dass sie online einen Sinn macht. Ich war der einzige, der hier Chancen gesehen hat, und habe dafür einen neuen Geschäftszweig eröffnet. Alle anderen haben mich ausgelacht. Zwei Jahre später lag der Anteil des Umsatzes aus dem Internet bei fetten dreißig Prozent! Das sind dreißig Prozent, die die Konkurrenz nicht hatte!

Bereits ein Jahr später hatte sich das Verhältnis umgekehrt. Nun hatte das alte (!!) Geschäft 30 Prozent, und das neue 70 Prozent. Und wir waren der einzige vernünftige Online-Anbieter.

Noch besser: Weiterhin bestritten damals alle Konkurrenten, dass der Online-Vertrieb für diese Branche einen Sinn machen würde, sondern nur der persönliche Kontakt wäre erfolgreich. Wir haben uns hinter verschlossenen Türen tot gelacht.

Wieder ein Jahr später haben wir komplett alles auf Online-Technik umgestellt. Mit einem Team, welches für ein Bundesland dimensioniert war, bedienen wir jetzt ganz Deutschland, und wir könnten damit noch mehr schaffen, so effizient sind wir geworden. Letztlich bedienen wir die Kunden, die früher bei der Konkurrenz waren, denn es gibt ja nicht mehr Kunden als früher. Die Kunden sind zufrieden wie nie und fühlen sich besser bedient als jemals zuvor. Auch unsere eigentlichen Produkte konnten wir damit verbessern und individueller (!!) gestalten.

Bei den Chinesen ist "Krise" und "Chance" das gleiche Wort. Für unsere Konkurrenz wurde das Online-Zeitalter zur Krise. Für uns wurde es eine Chance. Warum? Weil wir eine Chance daraus gemacht haben.

Wechsel bedeutet Chance. Das Online-Zeitalter beginnt, und manche Händler sind dumm genug, es zu ignorieren. Andere nutzen es und werden damit erfolgreich.

Ich habe meine Schallplatten (Vinyl) immer bei einem ganz kleinen Laden gekauft. Einmal pro Woche bin ich hingegangen. Mal gab es was Neues, mal nicht. Dann habe ich die Website eines Ladens entdeckt, der mehrere hundert Kilometer entfernt war. Der Händler hat von allen neuen Platten eine kurze Hörprobe ins Netz gestellt, eine Gebrauchtbörse auf die Beine gestellt und Kleinanzeigen für Raritäten und Liebhaberstücke organisiert. Seitdem bin ich dort Kunde. Bei meinem alten Händler schaue ich nur noch hin und wieder aus Nostalgie herein und kaufe nicht viel. So ändert sich die Welt.

Ein bekannter Manager hat mir mal als junger Hüpfer eingeschärft: "Um die Taube zu treffen, muss man die Flinte bewegen". Das habe ich nie vergessen.

nachtrag

Von: Locutus.v.Borg | Datum: 06.06.2004 | #112
"Liebe Kinder, hier geht es um das reale Leben und um die reale Wirtschaft. Da sich das Internet und Amazon einen feuchten Dreck um Eure Ansichten kümmern, bleibt als einzige Lösung....."

ich meine, du hast doch nicht soviel ahnung. als toller nachfolge manager und sonst-was-ideen-und zukunfst-visionär biste ganz schön blöd wenn du glaubst, das es amazon einen dreck interessiert, wenn die jungs hier nicht mehr kaufen.
oder willst du uns damit nun kundtun : die wirtschaft braucht uns ( konsum.) weil ohne uns kann sie nicht leben, gleichzeitig aber sind wir dem mang. scheiss egal? wenn dem so ist, hat das manag. ein echt schwerwiegendes problem mit seinem selbstwert gefühl...
wenn ich deine artikel hier lese, bekomme ich immer mehr den eindruck, unsere wirtschaftliche misere ist eher ein fall für den psychiater.

Es geht eben nicht um die Frage

Von: Oliver | Datum: 06.06.2004 | #113
Es geht eben gerade nicht um diese ehtischen Fragen. Warum nicht? Weil die anderen Mitspieler auf dem Spielfeld sich nicht drum kümmern. Die anderen Mitspieler sind die Kunden, die Konkurrenten und der wirtschaftliche Rahmen. Mit denen kann man nicht diskutieren, sondern man muss das passende Angebot schaffen.

Die Händler können diese ethischen Dinge mit ihren paar Kunden diskutieren, bis sie schwarz werden. Es wird ihnen nicht nützen.

Was ihnen nützen wird, ist eine nüchterne Analyse der eigenen Situation und eine Veränderung ihres eigenen Geschäftsmodells.

Eine ethische Diskussion zu führen ist sicher sinnvoll, aber es ist nicht das Gleiche wie die Aufgabe, einen Geschäft erfolgreich zu führen. Und Ihr wollt doch, dass die Händler erfolgreich sind, oder nicht?

Wollte Ihr, dass die Händler erfolgreich sind und bestehen bleiben, oder wollt Ihr, dass sie ethisch im Recht sind?

@ Oliver

Von: Borbarad | Datum: 06.06.2004 | #114
Du peilst den Punkt wirklich nicht. Deine eBusiness Strategien sind ja alles schön und gut (was auch immer du machst: Wissensmanagement, Beschaffung/Produktionsmanagemen, Dienstleistungsmanagement, Kunden bzw. Marketingmanagement oder Medienmangement).Leider dengst du nur von 12 bis Mittag. Das ist der Punkt. Es ist egal wie erfolgreich du bist, es geht darum wie sehr du 1) dem Staat, 2)dem sozialgefüge und 3)schliessendlich dir selbst schadest.

Um das mal zu verdeutlichen: Es war ja letzte Zeit von den Arbeitsplatzvernichtungen von Siemens die Rede. Es ging darum, dass man gedroht hat ins Ost-Ausland zu gehen, da dort der Lohn nur 7 Euro ist. Leider hat dieser Gedankenzug einen Hacken.

Wenn das Produkt im Ausland erstellt wird wird es billiger sein, aber aber auch billiger im Verkauf ? Eben nicht, denn wozu gibts sowas wie Shareholdervalue & Co.
Ne einfache Rechnung: Handy Siemens: Nach jetzigem Model 600,- euro. Durch Verschiebung der Arbeitsplätze ins Ausland 400 Euro. super! Aber kann der Arbeiter im Ausland sich denn das Gerät für 400,- leisten bei einem Stundenlohn von 7? Wohl kaum. Und dort wo die Arbeitsplätze waren auch nicht, denn dort fehlt jetzt das Geld. Also ne selten blöde Milchmädchenrechnung der jetzigen Wirtschaftsphilosophie

Dies ist nur ein Punkt, sollte jedoch aufzeigen wie weit deine Denke geht.

Jetzt komm mir aber nicht mit der Industrialisierung usw. Das war ne andere Zeit. Denn heute ist die Welt so schnelllebig wie noch nie, dass man beim lernen, Fortbilden Umschulen nicht mehr hinterher kommt. Aber egal....... kannst dir vielleicht auch die beiden Post vorher von Locutus.v.Borg durchlesen.

B

PS: Hab Management studiert und weis also wie der Beschiss läuft.....

@@ Oliver

Von: Marty | Datum: 06.06.2004 | #115
In einen muss ich Dir Recht geben. Der Markt wird das durchsetzen was sie dem Verbrauchen am besten verkaufen kann als System. Nur ob das das beste langfristig für den Verbraucher ist, ist eine andere Frage. Sein wir doch Ehrlich, den meisten geht es doch nur was ist heute Billig und nicht was für ein Angebot an Händler habe ich in 10 Jahren. Schau dich doch nur in anderen Länder der EU um. Geh da mal nur normal einkaufen, du sehnst dich nach den deutschen Lebensmittelläden und deren Preise. Durch den Konkurenzkampf der Ketten haben wir mit den niedriegsten Preise in der EU (vergess jetzt die neuen Mitglieder).Kannst jetzt sagen das ist doch Klasse. Problem ist das die anderen die *Marktbereinigung* schon hinter sich haben. paar Ketten sind übrig geblieben und die können relativ konkurenzlos agieren.

Wenn es nur noch Aldi..Lidle usw gibt, ob die dann auch so billig sind wie jetzt, wo sie ja immer noch ne etwas teuerer Konkurrenz haben.
Die **GeizgeilenMütterallerSchnäppchen** Ketten verkaufen sich auch als billig, auch wenn der kleine Händler um die Ecke durch Einkaufsgenossenschaften (EP.. RedZack usw) die gleichen Preise hat.
Auch den Hersteller kann es an einer Monopolisierung nicht gelegen sein.

Schön das du so einen OnlineLaden aufgebaut hat. Wieviele Arbeitsplätze sind dafür insgesamt drauf gegangen? Ja ich weiss Marktwirtschaft hat nichts mit Humanität zutun. Aber die Marktwirtschaft wird, da sie auf die Krücke *Wachstum* setzt sowieso gegen die Wand rennen und ein riesen Loch hinterlassen. Die fortgeschrittenen Anfänge erleben wir ja jetzt.

Was für ein Stuss!

Von: Oliver | Datum: 06.06.2004 | #116
Das Problem des Händlers:
Wie schaffe ich es, mit Amazon konkurrieren zu können und meine Kundschaft zu halten?

Eure Antworten:
- Handys in Fernost lassen sich billiger produzieren, schmälern jedoch die Kaufkraft in Europa.
- Ein Buch wurde in einem Regal gefunden und mit Tränen des Glücks verkauft.

Ich werde Eure Antworten gerne an den Verband des deutschen Buchhandels weiterleiten. Nachdem wir festgestellt haben, dass meine Empfehlungen nichts taugen, weil sie nur wirtschaftlich ausgerichtet sind, ist es eine gute Sache, dass wir wenigstens die Ansichten von Euch Fachleuten haben.

Ich nehme weiterhin zur Kenntnis, dass man nach Eurer Ansicht ein marktwirtschaftliches Problem auf keinen Fall mit den fiesen Methoden der Marktwirtschaft lösen sollte, jedenfalls nicht im Buchhandel.

@ Karl - "Zu langsam"

Von: ionas | Datum: 06.06.2004 | #117
wo, was, wie?
hatte jemand schon die BEIDEN links gepostet?

vorallem die artist rendition?

Sehr schöner Thread...

Von: Meine Güte! | Datum: 06.06.2004 | #118
...perfekte Wochenendlektüre.

Was braucht man da eigentlich überhaupt noch Bücher - aber ob das vielleicht dann auch dem Buchändler um die Ecke schadet?

;-)

@ Marty

Von: Borbarad | Datum: 06.06.2004 | #119
>>>Schön das du so einen OnlineLaden aufgebaut hat. Wieviele Arbeitsplätze sind dafür insgesamt drauf gegangen? Ja ich weiss Marktwirtschaft hat nichts mit Humanität zutun. Aber die Marktwirtschaft wird, da sie auf die Krücke *Wachstum* setzt sowieso gegen die Wand rennen und ein riesen Loch hinterlassen. Die fortgeschrittenen Anfänge erleben wir ja jetzt.<<<

100% Ack.

B

@ Oliver

Von: Borbarad | Datum: 06.06.2004 | #120
Jo, dann ists so.....

Wieso soll denn eine kleiner Laden mit Amazon konkurrieren? Anbgesehen vom Geld, der Grösse, der Marktmacht, dem Marketiung etc...? Das kann er nicht. Ende.

B

Online-Shop

Von: Oliver | Datum: 06.06.2004 | #121
Der Punkt ist nicht, wie viele Arbeitsplätze bei unserer Online-Abteilung drauf gegangen sind.

Der Punkt ist, dass sich innerhalb einer extrem kurzen Zeit der Markt durch die Kundennachfrage (!!) von einen Offline-Markt in einen Online-Markt gewandelt hat. Wir haben uns daran angepasst, und wir haben überlebt. Wir sind sogar gewachsen. Andere haben sich nicht angepasst und das dürfte ihnen geschadet haben.

Der Anbieter muss da sein, wo der Kunde ist. Der Kunde ist aber ein bewegliches Ziel. Daher das Beispiel mit der Taube und der Flinte. Wer sich nicht bewegt, wird sein Ziel nicht treffen.

Wenn wir uns nicht bewegt hätten: Wer weiß, ob es uns heute noch gäbe?

Olive

Von: Locutus.v.Borg | Datum: 06.06.2004 | #122
( grosser top manager, is ganz einfach nen namen zu verunstalten...so kindisch wie die weisheit deines goß-meisters-der-untergangs-klasse)

es geht nicht um "ethisches recht" dumpfbacke...es geht um das recht zu leben und das ist ethik. du solltest mal einen kurs belegen nach dem motto:
a)wie komm ich aus der verdreh-retorik-wieder raus um normal leben und sprechen zu können!
b) wie und wo erlerne ich das zuhören und verstehen meines kolektivs um angemessen antworten zu können.
c) was ist ethik
d) was wollte emanuel kant uns sagen!?
e) wieso sollte, adäquat zur macht, meine verantwortung und nicht mein ego wachsen ( ganz wichtig!!)
f) wie kann ich einseitiges denken ( rein wirtschaftlich-real-scheiss-mässig) auflösen und dadurch eine globale umfassende auswirkung erahnen......

was habt ihr alle eigentlich???

Von: mullzk | Datum: 06.06.2004 | #123
so, jetzt wag ich noch nen versuch:
mal ganz abgesehen davon, dass mir die freundlichkeit in diesem thread auf beiden seiten (ich sag nicht bei allen) bedenklich scheint, finde ich es vor allem phänomenal, wie hier wieder einmal aneinander vorbeigeredet wird: oliver schreibt, dass amazon den herkömmlichen buchhandel in die bredouille bringt und dass letzter darauf reagieren sollte, die andere seite schreibt davon, dass es a) schon solche reaktionen gibt, b) dass die alten buchhandlungen sehr schöne seite hatte und c) dass die entwicklung schade ist.
merkt ihr was? ihr widersprecht euch (ausser in den anschuldigungen auf gürtelhöhe oder tiefer) gar nicht! ihr redet einfach nicht vom selben. oliver redet von der wirtschaftlichen seite, ihr von der kulturellen/ethischen/gesellschaftlichen seite. oliver sagt ja nicht, dass es gut sei, dass die alten buchhandlungen in bedrängnis kommen, genauso wenig wie ihr sagt, dass amazon nur eine eintagsfliege ohne auswirkungen auf den rest ist. oliver argumentiert deskriptiv, ihr normativ. ist einfach eine andere diskussion....

ich gehöre wie gesagt zu jenen, die noch nie bei amazon gekauft haben, weil mir meine buchhandlung alles gewünschte und noch einiges mehr bringt, aber ich sehe auch, dass der laden immer häufiger nicht mehr so voll ist. das finde ich schade (sowohl für die angestellten, wie längerfristig dann plötzlich vielleicht auch für mich selber), aber dieses meine gefühl sagt doch nichts darüber aus, ob a) amazon böse oder b) die welt schlecht ist. es ist einfach so.

das geschäftsprinzip von amazon ist nicht verwerflich, es war eine marktlücke, und ganz offensichtlich gibt es sehr viele menschen, die dies gesucht haben (ich sage damit nicht, ob es für diese leute auch wirklich besser ist. aber im moment scheinen die betroffenen dies so einzuschätzen). ein anderer punkt ist das heutige gebahren von amazon, ihr umgang mit der riesigen marktmacht, den ich bedenklich finde und meines erachtens früher oder später die wettbewerbshüter auf den plan rufen wird.

und dann muss ich noch etwas zu scaras 'kultur steht unabhängig von geld und ist unbezahlbar' sagen. ich war einige jahre stark in der berner kulturszene tätig, nicht als kulturschaffender, sondern als finanzer. einer der gründe, weshalb ich damit aufgehört habe, ist diese unsägliche arroganz der kulturhallodris, wonach sie über dem bösen kommerz stehen, es bei der ganzen sache um ihre raison d'être gehe und kultur nichts mit geld zu tun habe. aber wenn sie ihren laden runtergewirtschaftet haben und ihre angestellten nicht mehr bezahlen konnten, kamen sie zu mir und jammerten mir die hucke voll, wie dringend sie neue mittel brauchten. es ist leider halt mal so, dass auch in einer noch so sozialen marktwirtschaft geld nicht das einzige, aber immer eine zentrale voraussetzung für alles ist. und jetzt höre ich auf bevor ich entgleise, aber bei solchen aussagen kommt mir einfach die galle hoch.

und ich hoffe, dass die mg nächstens mal wieder einen neuen artikel bringen, damit sich die diskussion ein bisschen verlagert....

@ Online-Shop

Von: Borbarad | Datum: 06.06.2004 | #124
Genau richtig und deswegen betreiben wir hier auch einen mit Kunden in den USA, Austarlien, Asien sowie europa.... aber das hat nix damit zu tun, wie Amazon vorgeht. Wir haben ja schliesslich noch ernstzunehmende Konkurrenz....Quasimonopolisten wie Amazon sind halt viel zu schädlich....

B

Der berühmte...

Von: Meine Güte! | Datum: 06.06.2004 | #125
"emanuel kant"

LOL

Leute last es einfach

Von: Marty | Datum: 06.06.2004 | #126
Oliver bleibt schön bei seinem Standpunkt, bewegt sich keinen cm und amüsiert sich wahrscheinlich köstlich wie ihr/wir mit dem moralischen finger rumwirbeln. Der wird sich auch nie nur ein Teil der Argumente zu Herzen nehmen. Er fühlt sich ja durch seine eigne Ervolksstorie ganz im Recht. Bis er ausgetauscht wird, weil es einen gibt der es besser und billiger machen kann und der wird kommen (Kann natürlich uns alles passieren, fast jeder ist in der berufswelt austauschbar)

Frage mich nur was er mit Apple zutun hat, er passt doch besser zum Vertriebsgenie B.Gates (war jetzt ohne Ironie)

ionas:

Von: Karl Schimanek | Datum: 06.06.2004 | #127
Einen Artikel weiter unten ;)

Meine Güte...name stimmt bei dir

Von: Locutus.v.Borg | Datum: 06.06.2004 | #128
haste dich an überheblichkeit gerade verschluckt.................?
(emanuel - immanuel........namen sind schall und rauch, so etwa wie bei oliver.......)

:-)

Von: Meine Güte! | Datum: 06.06.2004 | #129
Ja, lieber Locutus Du hast ja so recht.

Namen sind Schall und Rauch.

Vor allem wenn ich in meiner Argumentation belesen wirken will und einfach mal einen Philosophen nenne, der dann schon vielleicht irgendtwie in mein Argumentationsschema passen wird, obwohl ich ja eigentlich keine Ahnung davon habe - ja eigentlich nicht mal den Namen richtig kenne.

Ja. Ist gut.

Man kann sich kaum besser selbst disqualifizieren.

aber hallo

Von: Bert | Datum: 06.06.2004 | #130
Da bin ich mal ein Wochenende nicht am Rechner.... sehr schön, ich danke für alle Beiträge - auch die lustigen, die einen Keks wert wären. Vermutlich ist es unterm Strich wieder eine rein emotionale Geschichte - ich ziehe das persönliche Gespräch, den Gedankenaustausch zu neuen Büchern und die Atmosphäre dem ewiggleichen "wollnsieeinegeschenksverpackung" des online-stores vor. Die Bewertungen von Büchern online können von den ärgsten Pfeifen sein, ich kenn die nicht und vertrau ihnen auch nicht. Ein guter Buchhändler kennt seine Kunden, ihre Geschmäcker - ein guter eben. In meinem Artikel steht ausdrücklich, dass ein Teil der Krise hausgemacht ist, keine Frage. Diogenes will aber keineswegs gratis Werbung von Amazon (Stichwort: buch des monats), sondern hat nur darauf hingewiesen, dass jeder Buchhändler so etwas gratis für seine Ware macht. Buch des Monats zu sein kostet hingegen 5000 Euronen... aber klar, Amazon wahrt die Vielfalt und die Suchergebnisse bei Google sind nicht gekauft....herzliche Grüße, Bertram

unglaublich...aber war, liebe güte

Von: Locutus.v.Borg | Datum: 06.06.2004 | #131
glaubst du ernsthaft, liebe güte, das nur wer emanuelle cent richtig schreibt, ein qualifizierter mensch ist....hahahahahahahha, also ehrlich, ich hab schon einiges an dummheit mitbekommen, aber du scheinst der clan-führer zusein.
dann werde ich mal in diversen reden berühmt berüchtigter persönlichkeiten schnüffeln, ihre kleinen fehler suchen und an dich weiterleiten, damit du mit recht einen verein zur disqualifizierung der menschheit gründen kannst...du der grosse, vollkommen fehler freie -meine güte ( das grenzt schon an genialität, der name..meine güte, wow, sag, wie bist du darauf gekommen? hat johanne v.goethe das irgendwo erwähnt?) beachtlich.........

mal wieder nachtrag...

Von: Locutus.v.Borg | Datum: 06.06.2004 | #132
vielleicht, liebe güte, tust du gerade was, was du mir unterstellst....du hängst dich arrogant an einen namen auf, weil du besonders schlau ( belesen )glaubst zu erscheinen, gehe mal davon aus, das du kurz vorm abi stehst, da ist sowas für die rudimentäre persönlichkeit sehr sehr wichtig....

ok, angesichts deiner pubertät und den damit verbundenen probs werd ich deine folgenden comments überlesen und dich mitspielen lassen..

Meine Güte! ist ein Troll

Von: AntiTroll | Datum: 06.06.2004 | #133
Einfach nicht reagieren!

Einfach süß.

Von: Meine Güte! | Datum: 06.06.2004 | #134
Zitat: ( grosser top manager, is ganz einfach nen namen zu verunstalten...so kindisch wie die weisheit deines goß-meisters-der-untergangs-klasse)

Weiteres Zitat: "ich hab schon einiges an dummheit mitbekommen" - Definitiv, vollste Zustimmung.

Sensationell wie Du es doch schaffst, Dich mit jedem Posting weiter zu disqualifizieren.

Weiter so! Respekt.

Gähn.......

Von: Locutus.v.Borg | Datum: 06.06.2004 | #135
.....peter troll auf tour, meine hüte, immer die gleichen.......

Gratulation.

Von: Meine Güte! | Datum: 06.06.2004 | #136
Jetzt haben wir ja Kant.
Die Reflexion beginnt bei Locutus.

Einfach klasse.

Meine Güte!

Von: Leser | Datum: 06.06.2004 | #137
Du kommst an, gibst nicht einen konstruktiven Beitrag und versuchst die Leute zu provozieren.
Was soll der Scheiss?
Der ist der Dumme, der nicht versteht worum es geht.
Und das bist eindeutig du.
Mir scheint du hast eine fette Profilneurose, dass du dich an banalen Fehlern anderer so aufgeilen mußt.

tja...

Von: Locutus.v.Borg | Datum: 06.06.2004 | #138
jetzt isser still, die wahrheit kann hart sein......

@ Borbarad

Von: johngo | Datum: 06.06.2004 | #139
Wie ich schon schrieb:
Die schlechtesten Margen generiere ich bei den kleinen Buchhändlern. Denn meine Kosten sind nicht nur die Rabatte. Und den Kleinverlegern, die ich persönlich kenne, denen ergeht es gleich.Und eine solche Diskussion über die Vertriebsideologien bleiben im Alltag eher Nebensache. Zu der "Wertigkeit" des Buchhändlers fällt mir eigentlich nur folgendes ein.

Oben schrieb jemand: " ... Ich werde nie den Blick vergessen mit dem die Buchhändlerin mir das sorgsam eingepackte Buch dann überreichte. Es war eine ganz besondere Art von Liebe*. ..." So ein Satz treibt mir die Tränen in die Augen. Sind es nicht erster Linie der Verlag und der Autor, die die "Liebe" in das Produkt Buch hineinstecken? In meinem Fall bin ich es der Zehntausend Euro überweisen muss um ein erstes gedrucktes (und oft idealitisches) Buch in den Händen zu halten. Wenn dann der kleine Buchladen in Stückzahlen von 1 bis 3 bestellt, dann ist mein eigentliches Problem im Kleinhandel. Für den Kunden ist dieses "liebevolle Einpacken" eine wohlwollende Erfahrung. Der Verleger hat davon aber eher wenig, denn er generiert mit solch kleinen Gesten kein adäquates Einkommen. Konkret renne ich dann einem solchen Liebhaber-Buchhändler dann oft ein halbes Jahr hinterher, bis ich meine 20 Euro bekomme. Das macht vielleicht Spass!

Gruss

johngo



* Ich weis, er kam nicht von Dir"!

Ach ich wollte ...

Von: Meine Güte! | Datum: 06.06.2004 | #140
... nur Dein Selbstgespräch nicht stören lieber Leser - äh - Antitroll - äh - Locutus ...

Klappt ja schon ganz prima mit dem Kaschieren der User-ID.

Den noch kommenden Wahrheiten und weiteren geistigen Ergüssen lausche ich gerne, wenn ich sie auch nicht weiter kommentieren werde.

Schönen Abend noch.

@ paul

Von: johngo | Datum: 06.06.2004 | #141
Natürlich kann ich (können wir) Kleinverleger uns dem allgemeinen Remissionsrecht entziehen. Ich mache davon auch - wo möglich - Gebrauch. Nur ist dies ja nicht im Sinne der hier diskutierten kulturellen Buchvielfalt, da ja tatsächlich die Bestellungen zurückgehen und insbesondere die Verbreitung des einzelnen Werkes eingeschränkt wird.

Was bleibt als Lösung? Online-Vertrieb?

Gruss

Meine Güte

Von: ionas | Datum: 06.06.2004 | #142
schon mal überlegt ob jemand dein gepöpel braucht oder es den diskussionen irgendwie beiträglich ist?

Ziemlich nass hier wieder mal

Von: TUL | Datum: 06.06.2004 | #143
"Oliver bleibt schön bei seinem Standpunkt, bewegt sich keinen cm und amüsiert sich wahrscheinlich köstlich wie ihr/wir mit dem moralischen finger rumwirbeln. Der wird sich auch nie nur ein Teil der Argumente zu Herzen nehmen. " - Genauso ist es!!

Ein doofes Kasperletheater mit vielen Nicknames, hinter denen immer nur die eine (oder vielleicht sind es auch zwei) Pappnasen stecken. Interessantes Thema, aber leider vergeigt. Wirklich wichtig fand ich nur die Beiträge von denen, die wirklich von der Materie Ahnung haben (weil selbst im Buchhandel tätig). Ich hab übrigens auch schon übersetzt und kenne zumindest einen Verlag auch von innen. Wer von den vielen Experten kennt die Situation wirklich?? Danke Oli, "Meine Güte", "Peter Troll au four" usw., Dein Ego wurde wieder reichlich beschenkt und überhaupt, Du bist der Spiderman, der es allen so richtig zeigt.. Danke nochmals... Keiner ist so schlau wie Du.

Den Gruss schenk ich mir mal

Danke TUL

Von: Prudens | Datum: 06.06.2004 | #144
Ich lache jetzt: Ha, ha, ha, ha !!!

@Locus

Von: Peter Troll-auf-Tour | Datum: 06.06.2004 | #145
Hallo Pfannenschwenker, wieder ne dicke Schlappe eingefangen.
Kant? Versuch's mal mit Buckowski ;)

bekanntes gelächter

Von: Bert | Datum: 06.06.2004 | #146
Hmmm...."ich lach jetzt: ha, ha, ha"....wo habe ich diesen Lacher schon mal gehört?....es hallt bekannt durch virtuelle gefilde....zurück auf die couch mein Freund. Gruß, Bert

Hallo Bert!

Von: Prudens | Datum: 07.06.2004 | #147
Ich hab dich lieb!

@ Paul

Von: johngo | Datum: 07.06.2004 | #148
Wer ist schon für Monople?
In einem breiteren Markt stecken natürlich Vorteile ... und vor allem auch mehr Chancen.

Nur mir fällt es - bei entsprechenender Mengenabnahme - überhaupt nicht schwer hohe Rabatte zu geben. Das ist eher ein Problem der Grossverlage. Die haben grundsätzlich verbindlichere und meist höhere Kosten. Kleinverlage sind flexiber - im Geschäftsgebahren sowie bei den Preisen. Das Problem der meisten Kleinverlage liegt dann vorrangig bei einer zu geringen Marktpräsenz.

50% Rabatt wären für mich nicht das Problem.

Gruss

Lieber Oli...

Von: Paul (MacGuardians) | Datum: 07.06.2004 | #149
...ich werde mit dir nicht mehr diskutieren, du gehst nicht auf Argumente, welche ich zahlreich gebracht habe. Ist nicht mein Cafe, wenn du trollen willst, dann troll.

Alternativen?

Von: Meine Güte! | Datum: 07.06.2004 | #150
Wer Amazon bzgl. Marktmonopolisierung im gleichen Atemzug mit Microsoft nennt, dennoch aber Vorteile im Online-Kauf sieht, der sollte doch auch einmal buch.de und bol.de in Betracht ziehen.

Das passt natürlich auch nicht zu jeder schnuckeligen Weltverbesserungs- und Zeitzurückdrehidee, aber für den der irgendwie schonmal irgendetwas im Internet bestellt hat, mag das ja evtl. eine alternative, etwas erträglichere Lösung sein.

@ Meine Güte

Von: Borbarad | Datum: 07.06.2004 | #151
Kanns gleich auch meinen Nick schreiben ;)

Klar gibts Buch.de, Bol.de..Aber das spielt nicht zur sache(früher oder später werden die von Amazon geschluckt oder in die Pleite gedränkt). Der Punkte ist, dass Amazon ein MS - Verhalten an den Tag legt.

B

Borbardad - Jepp

Von: ionas | Datum: 07.06.2004 | #152
1-Click Patent.
(Weitere Patente von denen ich nichts weis ;p - die dafür da sind die Markstellung zu halten oder zu verbessern)

Extremer Druck auf Verläge

Defakto Monopol (So wie Google und eBay auch, das sollte euch allen mal bewusst werden, falls es das noch nicht ist. Und hätte eine andere Suchmaschine sowas wie Google Images, wäre ich schon weg)

Google kann einfach die Blacklist verändern und bestimmte Seiten und Anbieter tauchen nicht mehr auf. Es kann passieren, dass dies lange Zeiten nicht auffällt.

Amazon kann bestimmte Bücher zensieren, die einfach nicht mehr gefunden werden, und auch Buchpreise teilweise ganz schön nach unten oder vorallem oben drücken. Auch hier kann man dann nicht mehr dagegen handeln.

eBay drückt alle anderen Konkurrenten raus, und am Ende können Sie die provision auf 5% oder 10% festsetzen oder Mitgliedsgebühren verlangen.

Das sind nur negative Beispiele die mir aus dem Standgreif einfallen. Alles ist das bei weitem nicht.

Prinzipiell sollte man eher Dienste wie Wikipedia oder Metager bevorzugen, beim open directory project, weiss man schon wieder nicht welchen einfluss und welche macht amazon da haben könnte. (http://dmoz.org/)

Aber oft bieten die nicht alles was man braucht. :-|

Also ehrlich gesagt...

Von: Oliver | Datum: 07.06.2004 | #153
... habt ihr für mich echt einen an der Klatsche. Ihr redet nur am eigentlichen Thema vorbei, anstatt auf meine Argumente auch mal einzugehen. Aber es ist ja soviel einfacher, rumzublöken, nicht wahr?

So, ich bin raus.

na danke...

Von: adalbero | Datum: 07.06.2004 | #154
Die Art und Weise wie hier die Leute miteinander umgehen kotzt mich an. Oliver ist mittlerweile der einzige, der (zumindest zu 98 % ;-) ) sachlich bleibt und Argumente bringt. Unabhängig ob man jetzt seiner Meinung ist oder nicht, sollte man das sehen. Warum schaffen das einige andere nicht. Aber hauptsache immer "Troll" plärren. Das macht ihr echt prima. Bevor ich mir das gebe, würd ich lieber 4 Stunden am Stück mit "gast" chatten... der ist mir mittlerweile echt sympathischer.

Zensuer im Forum?

Von: adalbero | Datum: 07.06.2004 | #155
jetzt wurde doch tatsächlich in meinem Post von gerade eben, der Username "i-m-o-b" (ohne die Bindestriche, durch GAST ersetzt... was soll dass denn jetzt?

@adalbero

Von: Oliver | Datum: 07.06.2004 | #156
Ja, hierbei handelt es sich um eine "Schutzfunktion" (jajajaa), weil die MGs selbst nicht mehr mit den Geistern, die sie riefen, fertig wurden.

Ich rechne ja auch schon lange damit, das Schicksal von Horst zu teilen...

@ adalbero

Von: johngo | Datum: 07.06.2004 | #157
Gemerkt adalbero?

Wer die "Macht" hat, wird sie ausnutzen. Ob Monopol oder nicht ...! ;)

Gruss

johngo

solche schutzfunktionen lieb ich ja...

Von: adalbero | Datum: 07.06.2004 | #158
... vor allem sind die soooo effektiv. Ich hoffe mal für dich, Oliver, dass dich das Schicksal nicht so hart trifft ;-)
Viel Spaß noch beim verbalen Schlagabtausch... ich tauche wieder zu den nach wie vor sachlich gebliebenen macnews ab. Da macht MacUser sein noch Spaß und Redakteure und Leser/Schreiber bleiben höflich und akzeptieren auch mal die Meinung anderer.

think different.
adalbero

@ johngo

Von: adalbero | Datum: 07.06.2004 | #159
hmmm. jetzt wo du es sagst... :-)

Mit großer Macht...

Von: Oliver | Datum: 07.06.2004 | #160
... kommt große Verantwortung.
Dieser Verantwortung wird hier leider, leider nicht jeder so gerecht, wie er sollte. Dabei will ich niemanden anschauen oder Namen nennen, gell Paul?

Naja, soll sich jeder selbst sein Urteil dazu bilden. Und wer diese Diskussion verfolgt hat, dürfte dabei ja keine so großen Probleme haben. ;-)

es kann noch alles gut werden.......

Von: Locutus.v.Borg | Datum: 07.06.2004 | #161
.olli ist raus, meine güte weiß nun das er ein problem hat und ihn niemand wirklich gut findet, und das er, olli und peter troll ein und der selben neurose entspringen.......

@locutus

Von: Oliver | Datum: 07.06.2004 | #162
"Si tacuisses, philosophus mansisses"

Oder, um es etwas moderner mit Dieter Nuhr zu sagen: Wenn man keine Ahnung hat - einfach mal Fresse halten.

hehehehehe.......

Von: Locutus.v.Borg | Datum: 07.06.2004 | #163
ich hab so den eindruck, das denken hier einige leute von dir schon lange, findeste nich?
du kommst genau so gut an wie meine güte!.

@ locus von borg

Von: Oliver | Datum: 07.06.2004 | #164
Naja, es mögen bei mir "einige" sein, die das denken. Bei Dir sind es aber sicher ALLE Besucher auf MG.
Ehrlich gesagt bin ich in solchen Fällen wie dem deinigen für eine Art "Tastatur-Führerschein". Auf dass dem Rest der Welt Deine Logorrhoe erspart bliebe..

@@ Oliver

Von: Marty | Datum: 07.06.2004 | #165
Mit deiner Beschreibung des Ist-zustandes im Buchhandel hast du ja recht. Darum geht es aber ja auch nicht. Geht doch darum ob man das so wie es ist Klasse findet und ob man das ändern kann oder will. Wollen will man das bestimmt , können ist ne andere Frage, da bin ich eher ein pessemist.

***- Wirrköpfe gibt es überall. Leute, die gegen die Marktwirtschaft wettern und ihr Ende kommen sehen. Leute, die den Kapitalismus niederbrüllen und allerlei krude Theorien darüber aufstellen, wie schlecht die Welt ist. Dagegen kann man nichts machen. Da hilft kein Argument, denn sie verstehen es ohnehin nicht. Nicht weil sie dumm wären, sondern weil sie so verblendet sind, dass sie alles falsch interpretieren und alles durcheinander werfen.***

Na damit hast du mich ja auch mit gemeint. Finde garnicht das ich verblendet bin nur sag mir mal wie denn die Rezepte des Kapilalimus gegen die heute Wirtschaftssituation sind (lokal und Global) Höre immer nur mehr Wachstum und niedrige Steuern (Sozialabgaben) Alles ja ganz nett, waren auch ne Zeitlang ein klasse Antrieb für die Weltwirtschaft. Meinst du das das aber so weitergehen kann? Wenn China und Indien den gleichen Energieverbrauch pro Einw haben wie wir hier? Reichen da unsere Reserven?
Findes du es Klasse das Menschen die Arbeiten mit ihren Job eigentlich nicht Leben können ohne staatliche Zuschüsse (Miete usw) Mit nen 6€ job kannst du ja vielleicht in Brandenburg zurechtkommen aber nicht im Rhein-Main Gebiet. Aber in der Welt gibs es auch immer jemanden der mit 6€ den ganzen Tag auskommt. Gute Aussichten finde ich für die zukunft hier und Global.

Zum Buchhandel. Tja wie kann er überleben. Muss halt das machen was Amazon nicht kann. Beratung und eine passende Atmosphäre schaffen das die Leute hingehen. Sich Nischen aussuchen, Fantasie zeigen Sonst gehen sie den Bach runter, mit und ohne Buchpreisbindung.

blablablabla....

Von: Locutus.v.Borg | Datum: 07.06.2004 | #166
mehr geht nich bei dir?
aus welcher zeitschrift haste den die ganze zeit abgetippt?


ich weiß nicht, könnte sein, aber ich hab da nicht so profelierungs probleme wie du und deine kumpels...............

noch eines

Von: Marty | Datum: 07.06.2004 | #167
MG ist keine News Seite wie Macnews wobei ich Mactechnews den vorzug gebe sonder eine Meinungsseite zum Diskutieren, also erwarte ich hier keine neutralen dpa meldungen sondern subjektive meinungen. Auch von den Machern. Wer was anderes erwartet ist halt verkehrt hier.

@lächerlichus von bock

Von: Oliver | Datum: 07.06.2004 | #168
[Link]

Nur, damit du dich auf meinem Niveau mit mir messen kannst und wir beide unseren Profilierungsproblemen nachgehen können.

Obendrein empfehle ich Dir den ein oder anderen VHS-Kurs, zum Beispiel "Rhetorik für Anfänger", "Deutsche Grammatik für Quereinsteiger" und "Diskutieren trotz Behinderung leicht gemacht".

Damit dürftest du in zwei, drei Jahren auf einem Level angekommen sein, auf dem es zwar immer noch fast peinlich ist, wenn ich mich dazu herablasse, dich verbal abzuwatschen, es aber immerhin für das werte Publikum einen gewissen Unterhaltungswert bietet.

Momentan wirkst du wie eine Fliege, die einem Panzer brummend und drohend auf die Scheibe scheißt.

@marty

Von: adalbero | Datum: 07.06.2004 | #169
Ich glaube jeder Artikel, nicht nur hier, ist subjektiv geschrieben. Ob nun beabsichtigt oder nicht. Aber es ist ein Unterschied die eigene Meinung zu schreiben oder darauf zu bestehen, dass jeder diese zu teilen hat.

ROFL

Von: Peter Troll-auf-Tour | Datum: 07.06.2004 | #170

@ Oliver und andere Diskussionsteilnehmer

Von: Jochen | Datum: 07.06.2004 | #171
Oliver wird vermutlich am Ende meines Artikels sagen, wenn er ihn überhaupt liest - Thema verfehlt- da er rein rhetorisch argumentiert, hat er sogar Recht (scheinbar).

In der Diskussion werden einige sachliche Argumente vorgetragen, auf der anderen Seite gibt es einige verbale Entgleisungen.

Generell geht es doch darum, dass ein wachsender Monopolist seine Macht immer mehr ausnutzen kann und wird, um seine Interessen durchzusetzen. Dass anfänglich der Kunde gewisse Vorteile hat, subjektiv oder objektiv, mag durchaus sein.

Das ist doch der Tenor des macguardians Artikel, dagegen spricht er sich aus, oder prangert es an!

Die Änderung des Handels oder auch der sozialenen Strukturen war und ist schon so, seit dem der Mensch auf der Erde ist.

Der Mensch (Konsument) hat sich letztendlich immer angepasst, da er ja auch der Erzeuger des Wandels ist.

Er und auch der Handel wird sich anpassen.

Leider argumentiert Oliver überwiegend wirtschaftlich, wofür er ja auch konkrete Gründe hat. Am Ende muss hinten was rauskommen. Rauskommen für wen??
Für den Buchhändler, er muss ja davon leben. !!!!
Für die Gesellschaft ????
Ich möchte das Thema mal von einer anderen Seite beleuchten
Man kann es auf viele Firmen übertragen, die viele Mitarbeiter in Vorruhestand geschickt haben (gehöre nicht dazu) oder kostengünstig im Ausland produzieren. Für viel Firmen mag es sich rechnen, aber ob es sich für die Gesellschaft rechnet ist nicht so eindeutig klar.
Logisch ist natürlich, dass nur durch Verlagerung der Produktion in preiswertere Länder deren Konsum und Lebensqualität ansteigen kann!!!!

Neben den rein fiskalischen Argumenten gibt es natürlich auch andere, die hier von Oliver ausser acht gelassen werden, was er auch bestimmt weiss, so wie ich ihn einschätze?

Ich denke mal hier mal ganz bewusst an gute Sitten, die ja auch Oliver vermisst. Nun, das ist natürlch so, dass hier manche recht rauh mit Oliver umgehen, aber wer hat denn die guten Sitten erfunden ??? Oliver ??? Die wurden nicht aufgrund irgendwelcher optimaler Arbeitsabläufe erfunden, sondern haben sich nach und nach entwickelt.
Oder auch Gesetze, egal von welcher Konfession. Es geht darum, das zwischenmenschliche Leben miteinander leichter zu machen, dass hat nicht mit optimalen fiskalischen Ergebnissen zu tun.
Und so sehe ich es, man kann auf der einen Seite ja wollen dass der Kunde den grössten Nutzen hat und führt dieses Schlagwort schnell im Munde wenn MAN (Oliver?) davon auch was hat, muss aber sehen, dass der Nutzen des Kunden nur dann da ist, wenn er den Nutzen auch nutzen kann, d.h. er Arbeit hat um sich den Nutzen auch kaufen zu können.

Man sieht ja oder jedenfalls ich sehe es so, dass der Nutzen des Kunden teilweise schon sehr abnimmt, wen er mittlerweise Produkte kaufen muss, wo es keinerlei Alternativen mehr gibt.
Früher gab es sehr viel Diktaturen, Stammesfürsten, Königreiche und alle schrieben den Untertanen vor, was sie zu machen hätten. Alternativen gab es sehr wenige und erst langsam kamen andere Spielarten des Zusammenlebens auf. in vielen Teilen der Welt ist es noch heute so

Also Monopole der Monokulturen sind nicht für Menschen und nichts für Pflanzen

Jochen

achjeh.....olli

Von: Locutus.v.Borg | Datum: 07.06.2004 | #172
was trifft dich so, das du deine hochgeistig eingeblähte welt überhaupt verlässt um mir zu antworten?
aber es ist interressant hinter deine fasade des smarten checkers du blicken, deine verballen abgründe zu sehen, dein hang zur destruktivität, dein bindfadenbreiter toleranz pegelausschlag...

du bist nur einer von vielen showmastern-typ-zuhause-schrei-freundin-zusammen

@locutus...

Von: adalbero | Datum: 07.06.2004 | #173
ja, die Geschichte mit dem Mädchen, dass die bösen Amis nicht reinlassen wollten, kenne ich übrigens. Die gibt es auf dem gleichen Portal zu lesen, wie die neuesten Geschichten zur "Bielefeld Verschwörung", oder?

Lieber Locutus ...

Von: Meine Güte! | Datum: 07.06.2004 | #174
... mann muss das tief sitzen. Sticht das permanent oder gibt es Aussicht auf Besserung?

Komischerweise wirfst Du anderen immer genau das vor, worin Du eigentlich der Meister bist bzw. worin Du auf ganzer Breite versagst.

Ich mache mir wirklich Sorgen um Dich.

neh adalberto

Von: Locutus.v.Borg | Datum: 07.06.2004 | #175
das war ein bericht auf sat1.
hatte nix mit der verdummungs arie : alles nur verschwörungs theorie, zutun.

Geistreich, sehr geistreich, meine güte, wie geistreich

Von: Locutus.v.Borg | Datum: 07.06.2004 | #176
n/t

@locutus...

Von: adalbero | Datum: 07.06.2004 | #177
okay, dann nehm ichs zurück. Wenn es auf dem seriösen Sender Sat1 lief, muss ja was wahres dran sein. Ich freu mich auch schon so sehr auf die neue Ausgabe von Akte 04 ;)

Aber mal im Ernst... das kann, wenn es denn passiert sein sollte, auch geschehen, wenn ich den Schinken im lokalen Buchlädchen ordere...

oder wie war das mit dem "Fänger im Roggen" in diesem Film (Fletchers Visionen?!)

:-))

Von: Meine Güte! | Datum: 07.06.2004 | #178
<das war ein bericht auf sat1.
hatte nix mit der verdummungs arie : alles nur verschwörungs theorie, zutun.>

ROFL

Unschlagbar - also besser wird es nicht mehr.

alberto.....

Von: Locutus.v.Borg | Datum: 07.06.2004 | #179
ja klar, könnte.......
in diesem fall ging es um eine studentin und um ein yoga-lehrer-paar, die eine wurde im imigr. der usa festgesetzt, die anderen haben keine einreise geneh. für england bekommen.
in beiden fällen spielte amazon eine entscheidende rolle...anyway, die wahrheit ist reine glaubenssache..wie bei allem( islamismus, irak etc..alles eine sache des - wem glaube ich).

Geistreich, sehr geistreich, meine güte, wie geistreich

Von: Locutus.v.Borg | Datum: 07.06.2004 | #180

genetisch veränderte füße...

Von: adalbero | Datum: 07.06.2004 | #181
< islamismus, irak etc..alles eine sache des - wem glaube ich >

und um die liste fortzuführen:
christentum, amazon, diogenes, locutus.v.borg, oliver, bielefeld-webseiten, meiner mama...

Und mit dem Glauben ist es eben wie mit Meinungen, man muß diese weder teilen, noch diese gutheißen, aber man sollte andere nicht wegen Glauben oder Meinung dumm von der Seite anmachen. Gesunde und höfliche Diskussionen sind doch was feines.

Und um zum Thema an sich zurückzukommen. Freut euch doch, dass der (so superwichtige) Diogenes Verlag jetzt nicht mehr beim bösen Monopolist & Kapitalist amazon versklavt ist. Dann können die ja jetzt den kleinen Laden um die Ecke mit tollen Aktionen & Konditionen unterstützen. Ist doch genau das was ihr alle wollt. Also worüber wird sich hier aufgeregt?

Bei allem Verständnis

Von: Prudens | Datum: 07.06.2004 | #182
...für deine psychischen Probleme, du solltest dich vielleicht mal ein wenig zurücknehmen. Entweder vernünftig diskutieren oder Fresse halten.
Kann diese ständigen Provokationen mangels Argumenten nicht mehr ertragen. Ist ja schlimmer als im Kindergarten hier.

damit scheinst du ja

Von: Locutus.v.Borg | Datum: 07.06.2004 | #183
anscheinend ausgiebigst erfahrung zu haben, mit dem kindergarten....( das die schon compis haben, wow) und da dürft ihr einfach so surfen?

von dir, andererseits, ist doch noch garnichts gekommen....du scheinst den zustand vollkommener leerheit erreicht zu haben.....
nahja, außer das du immer mal wieder verbale ausrutscher und scheinbar dringend benötigte kraftausdrücke in die runde schmeist ( hat dein pappa so mit dir geredet - prudens, halt die fresse? das ist hart!)

"Si tacuisses..."

Von: Oliver | Datum: 07.06.2004 | #184
Mit nichts, lieber Locutus von Blöd, hättest du meine Aussage von vorhin besser untermauern können als mit den Postings, die du seitdem abgegeben hast.

Ein Verbalonanist erster Klasse (Grundschule, wohlgemerkt), verliebt ins eigene, fehlerbesudelte Wort, an den eigenen Kraft(los)ausdrücken ergötzend, ächzend zipfelklatschend, so präsentierst du dich in deiner ganzen Fehlbarkeit der Gesellschaft. Und erdreistest dich dann auch noch in deiner kindlichen Naivität, Parallelen zu Talkshow-Dumpfbratzen zu ziehen.

andererseits, olli,

Von: L.v.B | Datum: 07.06.2004 | #185
scheint eben dieser von dir " festgestellte " mangel, dich wiederum so zu ergötzen, das du garnicht mehr ablassen kannst......allein das enthebt dich deiner ganzen selbsteinschätzung.
allein das lohnt sich untersuchen zu lassen.
allein das sagt allen, wie du da an deinem bildschirm am rad drehst und deine tastatur vollsabberst......
allein das sagt uns, wie elitär selbst-befriedigend du dich vorm spiegel betrachtest, unzufrieden, autoritär und intolerant.
....trotz deiner eingebildeten geistigen überlegenheit, kannst du nur zwanghaft auf meine postings antworten und schafst es nicht aufzuhören. ich kann es, meine einfalt befähigt mich dazu, und eben diese sagt mir: olli du bist in wahrheit dumm. deswegen werde ich deine comments mit dem mir gegebenen gleichmut gelassen übersehen.
wärend du auch jetzt noch zwanghaft getrieben reagieren wirst...arme sau!

Look who's talking...

Von: Oliver | Datum: 07.06.2004 | #186
Wenn du deinen Buchstabenmüll jetzt noch sortieren könntest, damit er auch für gesunde Menschen lesbar wird, wären wir ja schon mal einen klitzekleinen Schritt weiter.
Weißt du, das willkürliche Einstreuen von Fremdwörtern, einem dumben Bauern gleich, der Saatgut über sein Feld streut, macht Dich noch lange nicht zum Intellektuellen. Ganz im Gegenteil, es hat wohl eher was von "Wollte mal und konnte nicht".
Du, ich hab nix gegen Hauptschüler, ganz und gar nicht. Menschen wie Du haben durchaus ihre Daseinsberechtigung. Ich bin mir sicher, du bringst einen Nagel sauberer in die Wand als ich. Und wenn ich demnächst wieder tapezieren will, meld ich mich bei Dir. Menschen wie Du sind zwar einfach gestrickt, können aber dafür gut mit den Händen arbeiten. Ja, Gott schaut immer auf einen Ausgleich.
Aber tu mir den Gefallen, leg die FAZ beiseite, aus der du die Wörter mit mehr als 10 Buchstaben Länge einfach abtippst. Wie man nämlich oben unschwer nachverfolgen kann, bist du nicht mal dazu in der Lage.

dankesehr - und ab die post

Von: Bert | Datum: 07.06.2004 | #187
Die MacGuardians danken allen, die sich an dieser fruchtbaren Trollerei beteiligt haben. Wir werden eine Sicherungskopie dieses Threads mit der nächsten Mission zum Saturn schicken...dort leben vermutlich kleine grüne Männchen, die es interessiert, wie weit die Erde in der Troll-Wissenschaft schon gekommen ist. Gruß, Bert

@bert

Von: adalbero | Datum: 07.06.2004 | #188
die wahrscheinlichkeit von "kleinen grünen männchen" auf dem saturn ist sehr gering. Interessanter sind da schon eher dessen Monde... aber interessant ist, dass nach mond und mars jetzt der saturn an der reihe für diesen seit Jahren "ausgelutschten" grüne-männchen-spruch ist...
;-)

Lieber Oli...

Von: Paul (MacGuardians) | Datum: 07.06.2004 | #189
...mir zur unterstellen, dass ich zensiere ist gelinde gesagt eine Frechheit, ich habe in meiner 5 Jährigen Tätigkeit bei MacGuardians genau einmal ein Posting, es enthielt eine für meinen Geschmack unerträgliche Form von Antisemitismus - geändert.

Du hast übrigens mir noch immer nicht erklärt, warum es zu einer Verarmung der Büchervielfalt in Spanien und Frankreich nach Abschaffung der Buchpreisbindung kam.

Kannst du auch gar nicht...

Oh je

Von: Oliver | Datum: 07.06.2004 | #190
Wie ich sehe, hat jemand unter meinem Namen im Laufe des Tages ca. 20 Postings verfasst.

Ich habe heute morgen sehr ausführlich geschrieben, warum ich die Buchpreisbindung nicht für ein Mittel ansehe, das der Handel gegen Amazon verwenden kann. Alle anderen Postings kommen nicht von mir.

Es ist nicht meine Art, Leute direkt anzugreifen.

Die wilde Diskussion des heutigen Tages habt Ihr mit gast geführt. Das tut mir leid um Eure Mühe und um das Thema.

Andere Foren haben das Troll-Problem mittlerweile in den Griff bekommen, aber die MacGuardians weigern sich ja trotz der Bitten vieler Leser, Gleiches zu tun. Schade, dass die Diskussion deswegen so versumpft ist.

Die Redakteure der MacGuardians haben IHRE EIGENEN Namen natürlich vor Missbrauch geschützt.