ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 307

Polizei in Niedersachsen setzt auf Linux

Wirtschaftlichkeits- und Sicherheitsaspekte gaben den Ausschlag

Autor: dk - Datum: 17.04.2002

Die niedersächsische Polizei wird ab 2004 im Zusammenhang mit der Einführung einer neuen Vorgangbearbeitungssoftware landesweit auf den 11.000 Arbeitsplatzrechnern das lizenzgebührenfreie Betriebssystem Linux einsetzen. Es löst ein lizenziertes Unix-System ab, mit dem die Landespolizei seit 1989 arbeitet. Damit folgt das Innenministerium in Hannover der Empfehlung einer polizeiinternen Projektgruppe und der Unternehmensberatung Mummert und Partner AG.

Ein Ministeriumssprecher sagte am Mittwoch, Wirtschaftlichkeits- und Sicherheitsaspekte hätten den Ausschlag für die Verwendung des Open-Source-Produkts gegeben, das im ‹brigen bereits jetzt auf einigen Polizeiservern laufe. Ein von der Fa. Mummert und Partner durchgeführter Vergleich der zur Auswahl stehenden Betriebssystemalternativen habe eindeutig ergeben, dass der Einsatz von Linux für das Land Niedersachsen wesentlich wirtschaftlicher sei. So betrage der Unterschied zum Einsatz einer anderen Software nach heutiger Erkenntnis - auf zehn Jahre hochgerechnet - rund 20 Millionen Euro. Daneben, so der Sprecher, biete Linux nach Ansicht der Beraterfirma signifikante Vorteile in den Bereichen IT-Sicherheit und Administrationsfähigkeit.

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