ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 3092

Die DVD ist schon so gut wie tot!

Must be right - Bill Gates said so

Autor: bh - Datum: 13.07.2004

Der Chief Software Development Nerd von Microsoft, Bill Gates, hat sich zum Thema DVD geäussert. Weil er das gegenüber der BILD-Zeitung tat und wir dorthin auch nicht wirklich gerne verlinken, muss eben der Standard herhalten. "Diese Technik wird sich spätestens in zehn Jahren erledigt haben." Es sei lächerlich, dass man Musik oder Filme auf silbernen Speicherplatten herumtragen müsse, die zerkratzen oder verloren gehen könnten.

Alle Manager, die absurde Summen für dubiose Veranstaltungen bezahlen, bei denen ein Vortrag dieser Lichtgestalt zu hören ist, sollten gewzungen werden, diesen Satz 100 Mal mit ekeliger Kreide auf quietschende Schultafeln zu schreiben.

Die DVD wird sich also erledigt haben, und Herr Gates wird das vermutlich auch noch persönlich besorgen? Weil - man beachte die elegante Fortführung der Vision - ja demnächst der Fernseher alle gewüschten Daten verfügbar hat, man darf annehmen, dass der sie sich aus dem Internet lutscht. Wird das nicht langsam langweilig? Wie viele Prophezeiungen dieser Art haben wir von Gates jetzt schon gehört? Sowohl in "The road ahead" als auch in "Digital Business" wechselten ja Allgemeinplätze mit derartig lustlosen Zukunftsszenarien. Langsam interessiert es niemandem mehr, was der reichste Mann der Welt für die nächsten Jahre vorhersagt - er schafft es mit seinem Unternehmen seit Jahrzehnten nicht, ein sicheres Betriebssystem herauszubringen. Die DVD ist schon so gut wie tot, na jetzt wissen wir es, gehen wir wieder schlafen. Ist es nur diese Vorhersage oder sind in letzter Zeit die Meldungen aus Redmond meist lauwarm?
Innovation haben wir uns nicht aus Redmond erwartet, aber Impulse gab es immer wieder mal. Die Zeiten haben sich geändert - das einstige M$-Hochamt COMDEX ist in den roten Zahlen und die Kampfansagen an ganze Branche sind verhallt. Tönten Gates & Ballmer noch vor zwei, drei Jahren, sie könnten bessere Handies, Spielkonsolen und Betriebssysteme machen, so hat sich wohl die Tonlage geändert. Da wird keine Sicherheitsoffensive mehr ausgerufen, die ohnedies wenig mehr als heisse Luft war - zunehmend lauter konstatieren Journalisten, dass Microsoft sich im Handy- oder PDA-Markt nicht wirklich etablieren konnte, und die XBox sieht ihren geplanten Break-Even auch erst 2007 - falls die Geschäfte gut weitergehen. Linux-Lösungen spriessen rund um den Bahnbrecher München überall aus dem Boden, in Paris und Wien wanken Großaufträge von Microsoft - wenigstens räumt Bill Gates noch mit einem Format auf, die DVD haut der Obernerd doch in der ersten Runde aus dem Ring.

Unbestätigten Gerüchten zufolge soll Bill Gates sich demnächst die Schallplatte, die Diskette und die Schnittstelle an und für sich vornehmen. Wenn er damit fertig ist, räumt er auch mal zuhause auf. (Melissa besteht darauf - wie? Seine Frau heisst nicht Melissa?)

Während er fröhlich vor sich hinprophezeit, werden wir auch in einigen Jahren noch Lichtschalter per Hand bedienen, die Wohnung nicht vom Büro aus vorheizen und die Milch im Kühlschrank darf auch sauer werden, bevor eine virtuelle Büroklammer kommt und meinen Kalorienverbrauch ("Möchten Sie Ihr Übergewicht speichern? Sie können jederzeit darauf zugreifen.") optimiert. Hat der Riese in Redmon den Abstieg schon begonnen, um in 10 Jahren - ja, dann wenn die DVD sich überlebt hat - endgültig zum Clown der IT-Szene mutiert zu sein? Stimmt ja, ein Seher hat die grausame Wahrheit Bill Gates auf einer Party höchstpersönlich gewahrsagt...danke Douglas....and you will NOT rule the world!

Kommentare

Harharhar

Von: DrWatson | Datum: 13.07.2004 | #1
Man beachte die Feinformulierung der Vision:

"Der Fernseher von morgen wird uns ganz einfach das zeigen, was wir wollen – und wann wir es wollen"

Hört hört. Wassn Ding.

"Das Essen von morgen wird mir einfach auf dem Tisch erscheinen, was ich dann gerade will - und wann ich es will".

"Der Kontoauszug nächsten Monat wird mir die Summe zeigen, die ich sehen will - und auf welcher Seite ich sie sehen will".

Morgen werde ich Unternehmensberater :P

in 10 Jahren ?

Von: Tobias | Datum: 13.07.2004 | #2
In 10 Jahren tot ?
Ist die DVD nicht jetzt schon tot ?

Diese "Weissahgung" kann jeder machen.
Da schon HD Scheiben in den Startlöchern stehen, sind 10 Jahre schon ziemlich konservativ

Eben!

Von: RollingFlo | Datum: 13.07.2004 | #3
Genau so ist es. In zehn Jahren werden wir ganz andere Speichermedien haben und in der Tat ist die herkömmliche DVD schon überholt. Blue Ray, man!

Und natürlich werden immer mehr Dienstleister für Streaming-Angebote auf den Plan treten. Die Digitalisierung *aller* Fernsehsignale macht es möglich. Und dann kann man in der Tat sein Wunschprogramm zusammenstellen, wann, wo und wie man will. Gegen eine Gebühr, natürlich.

Was Gates da labert ist also diesbzgl. richtig. Nur kann das wirklich jeder so "vorhersagen", denn es sind ja nur konservative Einschätzungen der Entwicklung einer *schon existierenden* Technologie.

HDTV --> $

Von: ctopfel | Datum: 13.07.2004 | #4
Hi zusammen

Ich finde HDTV zwar wirklich was vom feinsten.. 1920x1080 TV Auflösung, einfahc genial. aber hey... habt ihr euch mal die Preise der TV-Geräte angesehen, die eine solche Auflösung unterstützen? Plasma-TV's ab 5000 Euro. Und HD-DVD bringt überhaupt nichts, wen man nicht einen solchen TV (oder ein Cinema Display) sein eigen nennt.

Ich bin zwar überzeugt, dass diese PlasmaTV's billiger werden, aber es wird sehr lange dauern, bis sich die ganze Infrastrukur und die Bevölkerung an HDTV gewöhnt hat. Sender müssen upgradet werden, Kanäle müssen HDTV senden... erst dann kauft sich jeder eine HDTV-Gerät, wenn es dann auch billig ist (geiz ist geil ist heutzutage die devise). Erst dann sind die TV-Geräte für HD-DVD gerüstet.

Und BTW... DVD ist ja wirklich kein schlechtes System, oder?

ctopfel

na eben nicht!!

Von: Thomas | Datum: 13.07.2004 | #5
diese schöne heile Welt wird doch schon seit Jahren angepriesen.. und mittlöerweile haben wir auch alle möglichkeiten, aber Premiere und alle SuperVideoFoto-UMTS Handys können nur durch überzogenes sponsering an den Mann oder die Frau gebracht werden, denn wirklich brauchen tut mans nicht und haben wills man nur, wenns "geiz is geil" billig ist, von den paar wirklichen anbetern der Szene kann ja (Gottlob) Steve Jobs noch leben, Leo Kirch geht (auch Gottlob) unter...

2014

Von: RollingFlo | Datum: 13.07.2004 | #6
Macht es Euch noch mal klar, 10 Jahre sind eine Menge Zeit.
Die Zukunft sind keine Plasma-TVs, schon heutzutage geht das billiger mit Beamern. Plasma ist Stromverschwendung pur. Nein, hochauflösende, organische LEDs! Brauchen fast keinen Strom und keine Hintergrundbeleuchtung.

Sicher wird es auch in zehn Jahren noch Leute geben, die in die Röhre gucken. Trotzdem wird die teilweise schon existierende Technologie ihren Weg gehen. Weil es einfach überfällig ist. PAL ist dann sechzig Jahre alt!

Und wenn hier schon von Handies die Rede ist: 1994 hatten auch nur ein paar hunderttausend Auserwählte ein Mobiltelefon. Heute sind es sechzig Millionen.

Recht hat er

Von: ionas | Datum: 13.07.2004 | #7
trotzdem.

;p

ich glaub auch an den Tot der DVD

Von: Alexander G. Schilp | Datum: 13.07.2004 | #8
guck ich mir das Formatwirrwar an was es bei DVD gibt wäre ein schneller Tod vielleicht gar nicht so übel.

Tot gemacht wird die DVD aber dann wohl hauptsächlich weil die auf dem wirtschaftlichen Sterbebett liegende Unterhaltungsindustrie wohl etwas unknackbares benötigt.

Die armen können derzeit doch nur einmal beim Verkauf abkassieren. Jedes mal wenn der Inhalt konsumiert wird abzukassieren wäre doch viel einträglicher.

Alexander

GROSSARTIG!

Von: berti | Datum: 13.07.2004 | #9
mehr kann ich dem nicht hinzufügen....

Fakt ist doch:

Von: mitleser | Datum: 14.07.2004 | #10
Die Adaption der Verbraucher von neuen technischen Geraeten wie etwa ein DVD Spieler geht wesentlich schneller vonstatten als damals bei der Einfuehrung der CD. Allein schon deshalb, weil der Generationswechsel technischer Geraete fast augenblicklich geschieht, wird die DVD spaeter nicht mehr eine grosse Rolle spielen.

Das heisst aber auch, dass die Rueckwaertskompatibilitaet gewaehrleistet werden muss. Hier liegt der wahre Hund begraben. Da kann Bill Gates sagen was er will. Jedes Consumer Electronic Unternehmen weiss diese Dinge und braucht kein Softwareunternehmen-moechtegern Unterhaltungskonzern um dies deutlich zu machen.

ich habe ein HDTV Plasma gesehen mit HDTV TV

Von: ionas | Datum: 14.07.2004 | #11
war sau phatt, hifiprofis in darmstadt - gibt in europa aber nur einen sender der das probeweise ausstrahlt ;p.

Frank Patalong • Spiegel Online

Von: maclulu | Datum: 14.07.2004 | #12
Frank Patalong • Spiegel Online

.....Also alles wie gehabt.

Doch dann - Obacht! - kommt es: "Sicher nicht mit einem DVD-Player", antwortet Gates auf die Frage, wie wir denn in Zukunft fernsehen werden.

Schockschwerenot, das hat gesessen (War das ironisch gemeint?)! Gates wörtlich: "Diese Technik wird sich spätestens in zehn Jahren erledigt haben. Wenn man bedenkt, dass wir heute Musik oder Filme auf silbernen Speicherplatten mit uns herumtragen oder in den Computer einstecken müssen, ist das eigentlich lächerlich. Diese Dinger können zerkratzen oder einfach verloren gehen."
Der kompl. Artikel: [Link]

widerspricht dem sammlertrieb

Von: gast | Datum: 14.07.2004 | #13
allllllso:
jeder kennt einen (sich selbst?), der sich seine wohnqm vollstellt mit irgendwelchem zeug - ketzerisch: ich kaufe mir für 3,99€ palm fiction - und dann?
recht hat hr gates mit dem verlust der mechanischen speichermedien (was son motor allein an storm zieht!), neues stichwort tesaband, holographwürfel und was startrek noch hergibt ;-)
im nächsten iPod passen 10 DVDs im volumen einer halben hülle (schätzwert!!!) - und in den news lesen wir, die brit armee verbietet den ipod auf ihrem gelände (rumms! sack reis)...-
die dvd wird es in 10 jahren noch für ein paar unentwegte geben (kenne genug umzugskartons voller nie wieder gesehener vhsen) - aber persönliche, haptisch vorhandene speicher wird es gaaaanz lange geben - und sei es, ein findige tüftler findet raus, wie man den mesnchlichen körper zum datenspeichern nutzt (call me johnny)...-

Alternative zur DVD: Festplatte

Von: Thyl (MacGuardians) | Datum: 14.07.2004 | #14
Na ja, das mit dem Streaming ist natürlich so eine Sache. Andererseits werden in 10 Jahren, die derzeitigen Wachstumsraten extrapolierend, Festplattenrecorder mit Kapazitäten von, mmh, ca 200 Terabyte zur Verfügung stehen. Da kriegt man schon ne ordentliche HDTV Sammlung drauf unter, oder? Un die kann man aus dem laufenden Astra-Programm aufzeichnen.

Und Gierige kaufen sich die Superbis Disk von La Cie mit 1 Petabyte.

Man muss also nicht unbedingt alles jeweils neu ordern.

Und was Fernsehtechnologie anbelangt:
Ich bin pessimistischer, was das anbelangt. Beamer erzeugen kann wirklich helles Bild und summen, Plasmas sind Stromschleudern und strahlen wie Fernseher, OLEDS sind schon ewig angekündigt, so wie MRAM oder organische Speicher oder DNA CPUs, und kommen nicht, und es wird wahrscheinlich für lange Zeit bei LCDs bleiben.

@ gast

Von: Jörn (der andere) | Datum: 14.07.2004 | #15
Sag mal, was für eine Sprache ist dass, die Du da eben vergewaltigt hast??
Oder bin ich einfach altmodisch, wenn ich Dinge wie Groß- und Kleinschreibung und ganze Sätze als wichtig erachte??

genau,

Von: Bernhard Nahrgang | Datum: 14.07.2004 | #16
denn niemand braucht mehr als 640kb, gelle?

Die Älteren unter uns mögen sich erinnern...

Und Nachts wirds dunkel...

Von: dermattin | Datum: 14.07.2004 | #17
Wahnsinn was Herr Gates doch wieder für tolle Visionenn hat. Kein Wunder dass M$ Marktführer ist..ups stimmt ja, die sind kriminell, fast vergessen.

HDTV auf DVD

Von: al borland | Datum: 14.07.2004 | #18
sollte mit AVC kein Problem sein oder?
ich zitiere mal apple:
"and full HD video (1920x1080, 24p) at 7-9 Mbps." na das passt doch ;-)

Danke!

Von: Phileas | Datum: 14.07.2004 | #19
Danke für diesen Artikel.

Das hat gut getan.

Natürlich

Von: Geier | Datum: 14.07.2004 | #20
Natürlich ist die DVD in spätestens 10 Jahren tot. Das wird auch Euer Gott Jobs so unterschreiben. Spätestens wenn er keine Medienlaufwerke mehr in seinen Rechnern verbaut, werdet auch Ihr es kapiert haben und Eure Meinung um 180 Grad gedreht haben.

Für Euch ist es anscheinend entscheidend wer die Wahrheit sagt und nicht die Wahrheit an sich.

Kill Bill Vol.999

Von: Michael | Datum: 14.07.2004 | #21
Ein echter Visionär der liebe Herr Gates, das ist wohl auch der Grund weshalb die Xbox 2 keine Festplatte mehr haben wird und einzig auf ein konventionelles DVD Laufwerk als Datenträger setzt.

He Geier

Von: matz (MacGuardians) | Datum: 14.07.2004 | #22
der Unterschied zum Arschgesicht Gates ist das Steve Jobs das Ding einfach abschafft und nicht vorher blöde rumquatscht.

Ich habe (DANKE Kai) eigentlich noch gar kein Vision von Gates gesehen die Wirklichkeit wird. Gates wird noch lernen, dass er ohne Hardware eigentlich auch keine Visionen umsetzen kann. Er setzt auf ein altes Konzept (Trennung Hard- und Software) und darum kommt er nicht im 'visionären' Sinne wirklich weiter. Ob da sein Freund Dell der richtig Partner ist möchte ich bezweifeln.

Wenn Gates sich selber richtig verstehen würde, dann müßte er erkennen das das Wohnzimmer ein anderes Schlachfeld ist als anonyme Plastikisten (das alte Konzept) unter den Tisch zu stellen. Da ist Jobs und Apple viel weiter...

tschöh admin

da war doch mal was...

Von: morten | Datum: 14.07.2004 | #23
War das der gleiche Bill Gates, der auch dem Internet keine Chance einräumte? <GG>

Sorry Kai,

Von: johngo | Datum: 14.07.2004 | #24
es ist ein völliger Unsinn, die alten Urinstinkte
des Sammeln und Jagen in Verbindung mit dem
modernen Computing zu bringen.

Denn ist es eben nicht die menschliche Art
(wie es auch Jobs immer wieder beschwört),
das wir alles immer "haben"´wollen.

Es ist - schlicht und einfach - so, das das
günstigere Angebot sich im Markt den Grossteil
des Kuchen abschneidet. Und da Heute noch
das leasen, streamen (etc.) teurer ist, als das
besitzen, wird es eben auch "noch" bevorzugt.

Falls es in 10 Jahren den hundert mal schnelleren
Download zu Preisen von 1980 gibt, wird die
Masse der Menschen eben streamen und leasen.

Und wenn Du und Jobs dann noch zu den
besitzenden Ureinwohnern dieser Erde gehörst,
dann wundere ich nicht, das man dann über so
manchen Satz von Heute lacht.

Noch einmal in Kurzform: Ich sage nicht, das
in 10 Jahren die Masse der Anwender streamt und
least. Aber ich sage, das die Masse der Anwender
dann streamt und least, wenn es eben billiger
wie "besitzen" ist. So einfach ist das!

Gruss

johngo

korrektur

Von: johngo | Datum: 14.07.2004 | #25
soll natürlich heissen:

...Und da Heute noch
das leasen, streamen (etc.) teurer ist, als das
besitzen, wird es eben auch "noch nicht" bevorzugt. ...

Gruss

Kleine Fehler

Von: lime | Datum: 14.07.2004 | #26
Es muß RedmonD heissen, da fehlt ein D. Denn Redmond hat immer noch mehr mit Mond, siehe "Luna" *prust*.

Muhahaha

Von: SchaSche | Datum: 14.07.2004 | #27
Was geile vergleiche... Super Text.. :D:D

@Jörn (der andere)

Von: gast | Datum: 14.07.2004 | #28
Zitat:
"Sag mal, was für eine Sprache ist dass, die Du da eben vergewaltigt hast??
Oder bin ich einfach altmodisch, wenn ich Dinge wie Groß- und Kleinschreibung und ganze Sätze als wichtig erachte??"

... bei dieser anzahl von schreibfehlern (oder doch mangelhafte beherrschung der grammatik? kann ich mir bei dir nicht vorstellen!!) in deinem posting hängst du dich aber mit deiner meinung weit aus dem fenster, oder? ;-)
doch wenn du nur an der form kritisierst, stimmts du offenbar meinem inhalt voll zu - DANKE ;-) <heisemodus off>

In Zukunft Groß und Klein, neverever undeutsche Wörter, Kürzel 4 Dich erst recht nicht - besser? ;-))))))

@oliver

Von: imaginetics | Datum: 14.07.2004 | #29
...sag mal, wann begreffst du eigentlich endlich wo du dich befindest... (kopfschüttel)

Danke Oliver!

Von: Waldorf | Datum: 14.07.2004 | #30
Volle Zustimmung! Ich mag bert und seine Artikel sehr, und auch ich habe über gates meldung gegrinst, doch dieser Artikel? Brr. Rethorischer Rundumschlag ohne Inhalt.
Was Deine Ausführungen betrifft: Es ist wahrscheinlich eigentlich wurscht wer wann was wearum vorhergesagt hat. Aber deine(???) Thesen zum thema Daten und Speicherort, hätten auch einen platz auf der titelseite verdient.....
lg
Waldorf

Nein Oliver...

Von: dermattin | Datum: 14.07.2004 | #31
Gates labert nur nach, was andere schon lange sagen und was sich jeder denken kann. Jeder hier ist im kleinen Finger so Visionär wie Gates.

So einfach ist das. Und daher ist der MG Artikel absolut treffend. Schad um deine vergeudete Zeit...

@Johngo

Von: Marty | Datum: 14.07.2004 | #32
Ist es nicht was langweilig immer und überall den Teufelsanwalt zuspielen? Man kann ja fast wetten das Du bei solchen Berichten hier und anderswo kommst.

@oliver

Von: Marty | Datum: 14.07.2004 | #33
Will jetzt nicht auf Deinen Beitrag im ganzen eingehen. Weiss Du was der am meist verbreitste Tonträger ist in der Welt? Die CD? Nein! Die LP? Nein! Die DVD? Nein! Die gute alte MC. Schau dir die Märkte in der 3.Welt und in den Schwellenländer an. Der Ghettoblaster an der alten Autobatterie, das ist die Realität. Nur weil wir hier in den Industrieländer Internet und allen neuen schnickschnack haben ist das nicht das Maß aller Dinge. Wenn nur 30% der heutigen 3.welt länder auch diesen Energieverbrauch haben wie wir hier (von China rede ich mal nicht) sieht es für uns sehr alt aus.

Was Billy da losläst ist die Aroganz des alles Habenden.

@marty

Von: Oliver | Datum: 14.07.2004 | #34
Was ist das verbreitetste Werkzeug der Welt? Der Computer? Keineswegs. Das Telefon? Auch nicht. Es ist der gute alte Hammer. Daraus folgt, dass sich Bill Gates seine Computer und seine Visionen in den Hintern stecken kann.

Richtig?

@ Oliver

Von: Kabe | Datum: 14.07.2004 | #35
Wo und in welchem Buch hat Mr. Gates vor Jahren die Entwicklung des Internets vorhergesagt? Du meinst jetzt hoffentlich nicht "The road ahead", dort wurde das betreffende Kapitel nämlich erst eingefügt, nachdem das Internet längst in voller Blüte stand.

Ansonsten ist es Dir unbenommen, ihm zu glauben, was immer Du möchtest. Leute, die Mr. Gates und seine Visionen schon seit bald 20 Jahren kennen, sehen das naturgemäß etwas kritischer.

Macht und Informationszugang ersetzt Menschenkenntnis und krative Vision? Träume weiter.
Der Grundirrtum von Mr. Gates, den Du so bereitwillig glaubst. ist der Glaube daran, dass der lokale Speicher überflüssig sei. Gerade dafür ist der iTMS eben gerade kein Beispiel, denn die Daten werden immer noch auf *meinen* Rechner, *meinen* iPod und *meine* CDs geladen.
Der PCs als meine persönliche lokale Rechenmaschine hat schon deswegen nicht ausgedient, weil es genau diese Autonomie ist, die ihn ausmacht.
Die Behauptung, den Menschen käme es nur auf die Nutzung an und nicht auf den Besitz, wird durch die Autoindustrie seit Jahren widerlegt. Der Mensch ist kein (allein) vernunftgesteuertes Wesen.

Kabe

P.S.: Im Übrigen lache ich noch heute jeden aus, der behauptet, es gäbe in 10 Jahren keine CDs mehr, ob er Gates heißt oder Oliver.

@kabe

Von: Oliver | Datum: 14.07.2004 | #36
Ich habe nicht behauptet, dass Macht und Informationszugang ein Ersatz seien für kreative Visionen.

Im Grunde geht es nicht um eine "Vision" im Sinne einer geheimnisvollen "Fata Morgana", die man nach dem Rauchen einer Haschpfeife hat. Es geht darum, technologische Entwicklungen zu beschreiben. Bill Gates hat beschrieben, wie sich die Technologie verändert und was das für den Alltag bedeuten wird (hier am Beispiel der DVD). Die Diskussion, ob Bill Gates nun ein Visionär ist oder nicht, ist völlig an den Haaren herbei gezogen und tut faktisch nichts zur Sache.

Ich habe auch nicht behauptet, der iTMS sei ein Beispiel dafür, dass lokale Speicher nicht benötigt werden. Ich habe behauptet, er sei ein Beispiel dafür, dass sich der Inhalt vom Medium trennt. Wie Du ja selbst schreibst, kannst Du selbst entscheiden, welches Medium Du wählst, sei es die Festplatte, der iPod oder die CD.

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Ein Beispiel für den Vorteil von "nicht-lokalen" Speichern sind bestimmte Email-Dienste. Die Emails werden nicht lokal gespeichert, sondern auf einem entfernten Server. Bei meinem Dot-Mac-Mailaccount ist das so. Das Ergebnis ist, dass ich von jedem Mac aus immer alle meine Mails habe. Das ist viel besser, als sie lokal auf einem Rechner gespeichert zu haben.

Das ist nur ein Beispiel, aber es zeigt das Prinzip. Dennoch hindert Dich niemand daran, Deine Daten auch lokal zu speichern, wenn Du das willst.

Du kannst auch Musik per Internet laden und dann auf Kassette überspielen, und die Kassette anschließend in den Schrank stellen. Irgendwann wirst Du Dich fragen, warum Du das tust, aber niemand kann sicher sagen, wann das sein wird.

Oliver

Von: dermattin | Datum: 14.07.2004 | #37
"Bill Gates hat beschrieben, wie sich die Technologie verändert und was das für den Alltag bedeuten wird (hier am Beispiel der DVD). Die Diskussion, ob Bill Gates nun ein Visionär ist oder nicht, ist völlig an den Haaren herbei gezogen und tut faktisch nichts zur Sache."

Doch. GENAU DARUM gehts hier. Ist Gates ein Visionär oder nur eine 0815. Dass es in 10 Jahren eine andere Technologie gibt, die wahrscheinlich einen grösseren Marktanteil als die DVD hat, ist doch allen sonnenklar. DAS sind keine Visionen.

@groover

Von: Oliver | Datum: 14.07.2004 | #38
Bill Gates hat nicht behauptet, dass Speicher aussterben werden. Er hat auch nicht behauptet, dass die Menschen nichts besitzen oder sammeln wollen. Er hat sich dazu überhaupt nicht geäußert, und seine Ausführungen tangieren diesen Punkt überhaupt nicht.

Die DVD ist ein Medium, welches eine enge Grenze setzt. Die Kapazität ist relativ klein. Auch das Prinzip "1 Film = 1 DVD" ist recht unbequem. Zukünftig wird es natürlich weiterhin Speicher geben. Der iPod macht es vor. Er erweitert die Kapazität des herkömmlichen Datenträgers GEWALTIG (vor allem, wenn man die Kompression der Inhalte durch AAC noch einkalkuliert) und er benutzt eine Speichertechnologie, die in gewissem Sinne "erweiterbar" ist. Mit fortschreitender Technik haben wir eben nicht mehr 5 GB, sondern 50, und irgendwann vielleicht 500. Er sprengt außerdem das Prinzip "1 CD = 1 Medium", weil er viele, viele CDs gleichzeitig speichern kann.

Diese Art von flexiblen, leistungsfähigen und vor allem universellen Speichern gehört die Zukunft. Dem iPod ist es egal, ob ich Musik, Filme oder andere Dateien speichere. Die DVD hat hier einfach keine Chance.

Zusätzlich zu dieser neuen Art, Speicher zu verwenden, kommt noch der Remote-Speicher und das Streaming-on-demand.

@dermattin

Von: Oliver | Datum: 14.07.2004 | #39
Wenn es FÜR DICH ein wichtiges Thema ist, ob dieses Forum Bill Gates für einen Visionär hält oder nicht, dann respektiere ich das natürlich.

Bill Gates hat nicht gesagt: "Die DVD wird aussterben und ein Nachfolger wird seinen Platz einnehmen". (Du behauptest, er hätte es gesagt.) Das wäre banal, weil es nur die Reihe "Wachstrommel - Schellack - Vinyl - CD - DVD" erweitern würde. Du hast Recht, dass man das mit etwas Glück auch ohne viel Verstand vorhersagen könnte.

Aber genau das sagt er nicht. Er beschreibt nicht eine Fortführung dieser Kette, sondern deren Bruch, das Ende der Kette. Er beschreibt nicht die Zukunft mit einem neuen Medium, sondern er beschreibt eine Zukunft OHNE Medium. Jedenfalls, was den Vertrieb angeht.

Mir ist es egal, ob man das eine Vision nennt oder nicht. Aber ich finde, man muss den Kern dieser These und seine Tragweite (auch den Unterschied zur Vergangenheit) erst genau begreifen, bevor man öffentlich herumplärrt, wie dumm Bill Gates sei.

@Oliver

Von: Kabe | Datum: 14.07.2004 | #40
Wenn Du behauptest, dass das keine Vision sei, sondern lediglich die "Beschreibung einer technischen Entwicklung", dann mogelst Du Dich raus.

Jede Beschreibung einer zukünftigen Entwicklung ist eine Vision - ein Blick in die Zukunft.

Was Bill Gates schon seit mehr als 10 Jahren(!) "vorhersagt", ist eben das Konzept der zentralen Datenhaltung.
Und genau das ist nach wie vor nicht eingetreten, schon gar nicht in Consumer-Märkten wie CD & DVD.

Diese Vision ist aus meiner Sicht und meiner Erfahrung schlicht eine Behauptung ohne hinreichende Belege. Sie ignoriert menschliches Verhalten und bestehende Medienerfahrungen.

Einen Visionär messe ich an seinen Ergebnissen, und die Erfolgsquote und die Argumente von Mr. Gates sind da schlicht ungenügend.

Kabe

P.S.: Um noch mal auf meine Frage zurückzukommen: In welchem Buch sagt BG den Erfolg des Internets voraus?

@kabe

Von: Oliver | Datum: 14.07.2004 | #41
Ein Buch, in dem er die Möglichkeiten des Internets und die radikale Bedeutung für Microsoft und den Handel beschreibt, heisst: "Digitales Business". Es ist ein unfassbar langweiliges Buch, aber faktisch halte ich es für korrekt und richtungsweisend. Es lässt keinen Zweifel offen, dass Bill Gates hundertprozentig ein Internet-Junkie ist und genau weiß, was da drinsteckt.

Die zentrale Datenhaltung ist eine "Vision", deren Umsetzung erst am Anfang steht. Man kann sie deswegen nicht abqualifizieren. Der iTMS hat weniger als 2 Prozent Marktanteil an den Verkäufen; trotzdem glaubt niemand, dass es ein Beweis dafür ist, dass das Konzept ein Flop ist.

Dort, wo Datengröße und Bandbreite schon gut zueinander passen, macht ein Remote-Speicher Sinn. Als Beispiel habe ich den Email-Account genannt, anhand von Dot-Mac. Das ist eine Anwendung, die millionenfach per Remote-Speicher benutzt wird. Wer einmal einen IMAP-Account hatte, bei dem die Emails auf dem Server liegen, wird nichts anderes mehr wollen.

Ich habe ausserdem nicht behauptet, dass ALLES zentral gespeichert wird.

Von: imaginetics | Datum: 14.07.2004 | #42
sorry, aber das gleiche gilt für dich: schon mal bemerkt wo du dich befindest?! du kannst macguardians aber schon übersetzen oder? guarding the mac, serving the community? sagt dir das was? wenn du was anderes lesen willst, es gibt doch genügend andere foren für dich, dann troll dich doch da.

@oliver

Von: imaginetics | Datum: 14.07.2004 | #43
nö du, für mich ist der disput eh egal, ich sammle vinyl... und billy boy, den brauche ich regelmässig, damit ich was zu lachen habe. aber gleich mit vögeln kommen (vorsicht tierschutz)... ich hätte da das atmen genommen, er atmet, also sollten wir macianer sofort damit aufhören. versuch's doch noch mal...

@Oliver

Von: Kabe | Datum: 14.07.2004 | #44
Du mogelst Dich die ganze Zeit um eine klare Position herum.

Das von Dir zitierte Buch ist aus den späten 90er Jahren, also hat das mit Internet-Vision nichts zu tun.

Was hast Du denn an Argumenten dafür oder Hinweisen darauf, die Deine/Mr. Gates Position vom Ende der Musikmedien stützen würden?

Dein Beispiel mit dem Mail-Account tägt nicht gerade weit, um die behauptete Abkehr von lokalen Medien zu belegen: Mail muss nämlich ohnehin über's Netz abgewickelt werden, egal ob ich sie lokal oder zentral speichere.

Das gilt für Medien eben gerade nicht, hier entstünde zusätzlicher Aufwand. Und diesen Aufwand will der normale Medienkunde nicht betreiben, der ist nämlich weit weniger technikaffin, als es Mr. Gates u.a. gerne hätte.

Kabe

@ marty

Von: johngo | Datum: 14.07.2004 | #45
Ich fand Deine Antwort langweilig.

Gehe doch auf mein Statement inhaltlich
ein und wir können uns darüber austauschen.

Ich vermute aber, das Du das gar nicht
willst.

Gruss

@imaginetics ...

Von: bodo | Datum: 14.07.2004 | #46
... und Du bist ein ganz Doller, wa?!

@ kabe

Von: johngo | Datum: 14.07.2004 | #47
Die Autoindustrie?

1960 wurden in Deutschland weniger als
1% geleast. Heute trifft dies schon fast auf jedes dritte Auto zu. Oder wie verstehst Du den Begriff "besitzen"?

Gruss

johngo

@bodo

Von: imaginetics | Datum: 14.07.2004 | #48
na endlich hat das mal einer gecheckt ;)

@imaginetics

Von: bodo | Datum: 14.07.2004 | #49
Gern geschehen!

@johngo

Von: bodo | Datum: 14.07.2004 | #50
... dann darfst Du aber auch nicht unerwähnt lassen, das in diesen Zeiten (jetzt, laut Statistik) jeder 2,3te Bundesbürger (inkl. Neugeborener und schon fast gestorbener) einen PKW sein eigen nennt!

Und dass es sich bei dem besagten 1/3 zum Großteil um Firmenfahrzeuge handelt, denn nur für dieses Klientel ist Leasing überhaupt interessant!!

@johngo: Was sind denn das für Fantasiezahlen?

Von: Kabe | Datum: 14.07.2004 | #51
1. Wo kommt denn bitte Dein "jedes 3. Auto geleast" her? Leasing spielt praktisch ausschließlich im Gewerbebereich eine Rolle. 2001 wurden 221.371 Fahrzeuge geleast, bei 3.340.631 Neuzulassungen, also damals nicht mal 10%. Da nicht alle Leute Neufahrzeuge fahren und Leasing für Privatleute die denkbar ungünstigste Finanzierung ist, ist selbst diese Zahl für das Verhältnis besitzen vs. benutzen irrelevant.

2. Seit 1960 hat sich die Zahl der PKW etwa versechsfacht!

Die Art von Autos, die zunehmende Motorisierung und Größe derselben hat recht wenig mit tatsächlichen Anforderungen zu tun, aber sehr viel mit "Haben wollen". Autos sind nun 'mal Statussymbole, und da ist Besitz wichtig, nicht Nutzung.

Zum Preis mancher Autos könntest Du genauso gut ganzjährig Taxi fahren.

Kabe

Nervig

Von: Oliver | Datum: 14.07.2004 | #52
Könnt Ihr mal beim Thema bleiben?

Diskette

Von: Apfelbenutzer | Datum: 14.07.2004 | #53
Ist es nicht witzig,
bei solchen Aeusserungen frag ich mich immer, welcher Rechner bis heute Diskettenlaufwerke hat.

Guter Punkt! Bandbreite ist übrigens nicht nur auf der letzten Meile ein Thema...

Von: Kabe | Datum: 14.07.2004 | #54
...wenn man Medien als Massenmarkt mit voller Bandbreite versorgen will, wird dazu auch bei den Servern und im Backbone Hardware benötigt, die auch nicht ganz billig ist.

Über neue Komprimierungsverfahren wird Normalvideo in 10 Jahren in Ballungsräumen wohl schon möglich sein, denke ich. HD-Video wohl eher nicht.

Ob eine solche Übretragung im Gegensatz zu einem wie immer gearteten physischen Mediums auch wirtschaftlich ist, sei mal dahingestellt.

Die breite Masse der Konsumenten wird aber unter gar keinen Umständen die nötige Bandbreite zur Verfügung haben, das kann man ja jetzt schon beim DSL-Ausbau beobachten.

Da ist doch heute außerhalb der Ballungsräume oft nur ISDN oder älter angesagt, mit nach wie vor bescheidenen Übertragungsraten. Von dieser Lebenswirklichkeit hat ein Mr. Gates gar keine Vorstellung mehr...

Naja, dann müssen die eben in die Stadt fahren zum Filmgucken. Hat der Opa doch auch gemacht :-) Oder der Film, den man gerade sehen will, wird am kommenden Wochenende übertragen ;-)

Kabe

Danke Thyl!

Von: Patrick | Datum: 14.07.2004 | #55
Was bei diesen ganzen wunderbaren Visionen vergessen wird: a) muß das irgendjemand finanzieren und b) muß auch irgendjemand (wahrscheinlich der, der es finanziert hat) massig Kohle damit verdienen.

Das wird schon passieren? Wir sprechen hier von einem Massenmarkt, der diese auch erreichen muß, nicht nur regional, sondern global. Wenn ich mir anschaue, daß MMS und (noch viel besser) UMTS für die meisten Handybesitzer keinen Mehrwert darstellen und sich daher die Benutzung desselben schenken, wieso soll es dann bei den ach so tollen Visionen anders sein?

Ich hab vor 5 Jahren auch schon die Vision des Thin Client im gewerblichen Bereich für jetzt vorausgesagt. Und was ist passiert? Eben, nix. Alles beim alten. Das Internet entwickelt sich auch nicht mehr so rasant wie auch schon. Es ist jetzt schon eine gewisse Sättigung erreicht, obwohl gerade mal 50-60% der Fläche der BRD DSL-tauglich sind, alles andere liegt außerhalb des 4km-Radius einer Vermittlungsstelle und wird wahrscheinlich in 20 Jahren noch kein DSL oder Breitband haben. Und erzählt mir jetzt nix von rückkanalfähigen Sat-Schüsseln oder WLAN-Netzen aufm Land statt DSL, wo in jeder Gemeinde gegen simple Mobilnetzantennen massiv gekämpft wird.

Nene, die Vision des Herrn Gates wird sich als das erweisen, was sie tatsächlich ist: heisse Luft. Auch in 10 Jahren wird nur auf 0,1% der Erdoberfläche eine Internetverbindung>56kBit/s möglich sein, und auch die natürlich nicht flat. Somit ist die These, daß solche Inhalte, die momentan noch auf DVD gespeichert werden, zu diesem Zeitpunkt auf zentralen Servern jederzeit abrufbar sind und mit HDTV-Qualität gestreamt werden, vielleicht für einen kleinen, elitären (weil heftig dafür zahlenden) Kundenkreis Realität, der Rest wird weiterhin noch VHS-Kassetten abspielen und die eine oder andere DVD kaufen.

Wenn ihr mir aber ein schlüssiges Konzept präsentiert, wie man mit einem finanziell vernünftigen Rahmen sämtliche bevölkerten Gebiete dieser Erde breitbandig an das Internet anschliessen kann und dieser Anschluß auch bezahlbar ist, dann nehm ich natürlich alles zurück. Ansonsten kann Mr. Gates noch ne 0 an seine 10 Jahre dranhängen...

@ bodo

Von: johngo | Datum: 14.07.2004 | #56
Du hast es jetzt ja "erwähnt" und mich im Prinzip bestätigt. Dort, wo Leasing finanziell interessant ist, wird es angewendet. Eben meine These! ;)
Auch der Privatanwender würde den Vorteil nutzen.

@ kabe

Ca. 27% der deutschen Neuzulassungen sind finanziert und zwar mittlerweile fast ausschliesslich über die Hersteller. Das besondere dabei ist, das dieses Finanzierungen einem Leasing nicht unähnlich sind. So bleibt z. B. - gegenüber der klassischen Bankfinanzierung - meist der KFZ-Brief beim Hersteller und die Endabwicklung (zum Beispiel Restwert) ist ebenso fix geregelt.

Da der Gesetzgeber das Privatleasing nicht fördert wurde diese neue Form des Kredits "ohne Besitz" eingeführt.

Zurück zum Thema. ;)


Gruss

OT: Finanzierung ist kein Leasing!

Von: Kabe | Datum: 14.07.2004 | #57
Leasing ist Miete, das Auto gehört der Leasing-Gesellschaft, und der Restwert ist eine einseitige Verpflichtung des Leasingnehmers:
Zu diesem Preis muss er das Auto der Leasinggesellschaft abnehmen, wenn diese einem das Auto zu dem Preis auch verkaufen möchte. Wenn der Restwert nicht erreicht wird, ist man zur Abnahme oder Wertausgleich verpflichtet. Wenn sich ein Käufer findet, der mehr zahlen will, bekommt der den Wagen.

Für private Kunden ist echtes Leasing daher praktisch immer Blödsinn.

Das ist *fundamental* unterschiedlich von einer Herstellerfinanzierung, auch wenn dabei im Einzelfall der Brief beim Hersteller verbleibt, bis der Karren bezahlt ist. Hier sind nämlich für beide Seiten verbindliche Regeln zum Abschluss des Kaufes vereinbart, und der Brief dient lediglich als Sicherheit.

Außerdem sind das immer noch erst ein Drittel aller Neufahrzeuge, von denen sicher nicht der kleinste Teil von Firmen und Selbstständigen gekauft wird.

Was die Parallele zur DVD angeht, das "in Besitz nehmen wollen":
Frage mal die privaten Leute, ob das ihr Auto ist, oder das des Herstellers... selbst wenn das legal das Auto des Herstellers ist, wird es als eigener Autobesitz empfunden und unterliegt der individuellen Verfügung.
Wenn Du einem Privatleasingnehmer erzähst, dass seine Gesellschaft "seinen" Wagen am Ende der Laufzeit an jemanden anders verkaufen kann, dann fängt der das Flennen an...

Ein Zahlung für "Nutzung" wären Dinge wie Stattauto oder ähnlichen Car-Sharing-Systeme, die in Städten rational betrachtet oft wesentlich günstiger sind als die Haltung eines eigenen Autos.

Das ist aber nach wie vor nur eine Nische für Rationalisten.

Kabe

Das nervt

Von: Oliver | Datum: 14.07.2004 | #58
Könnt Ihr bitte die Disziplin aufbringen, Eure Automobil- und Leasing-Debatte woanders weiter zu führen?

Es geht um "Besitzen wollen"...

Von: Kabe | Datum: 14.07.2004 | #59
...und das ist eben sehr wohl ein Aspekt der Diskussion, ob's Dich nervt oder nicht.

Von Dir warte ich sowieso noch auf Argumente, warum Billy recht haben könnte, da schaut es nämlich trotz Deiner ellenlangen Posts mau ist... "Getretener Quark wird breit, nicht stark.".

Die von Dir erträumte Totalvernetzung und -melkung hat ja schon bei UMTS fantastisch geklappt...

Für mich Ende der Diskussion, glaub' doch was und wem Du möchtest.

Kabe

Hä?

Von: matz (MacGuardians) | Datum: 14.07.2004 | #60
also Oliver das geht jetzt nicht, Du nervst uns schließlich auch wie eine Zecke an der Arschbacke, darum solltest Du mehr Toleranz für eine nette Leasing-Seiten-Debatte aufbringen. Also weiter... wie war das noch mit dem Besitz und dem gefühlten Besitz beim Leasing?

cu m

@ Sorry Oliver

Von: johngo | Datum: 14.07.2004 | #61
Hast schon Recht. Das Problem von Sidekicks ist es immer wieder auf die "richtige Strecke" zurückzukommen.

Ich bin ich ja auch überwiegend Deiner Meinung. Nur mache ich das Thema "DVD besitzen" oder "Streaming-Angebote nutzen" ausschliesslich vom Preis anhängig. Welche Bandbreiten dann dahinter stehen ist zwar nicht unwichtig, aber zweitrangig.

So oder so. Klassische Datenträger kommen immer mehr unter Beschuss.

Gruss

johngo

@kabe

Von: Oliver | Datum: 14.07.2004 | #62
Kabe, Du wartest also noch auf Argumente von mir, warum Bill Gates nach meiner Ansicht Recht haben könnte.

Die Wahrheit ist, dass es genau darum in meinen Postings ging, und zwar ausschließlich darum. Ich bin ehrlich gesagt etwas fassungslos, dass das alles an Dir vorbei gegangen ist. Damit muss ich mich wohl abfinden; aber ich habe nicht vor, das alles noch einmal zu wiederholen.

wer es bezahlen soll?

Von: ö | Datum: 14.07.2004 | #63
Vielleicht nicht schon in zehn Jahren; über die Zeit kann man streiten, PC's bzw. Mac's werden uns aber völlig neu begegnen. Die Softwareriesen denken schon lange darüber nach, wie man Programme über ein Netzwerk zur Nutzung (nicht zum Download) bereitstellen kann. Genauso liegt es im Interesse der Film-und Musikindustrie Ihre Angebote par Nutzung abzurechnen. Besitz wird es dann nicht mehr geben.

Die Frage nach den Bandbreiten wird sich einerseits durch effektive Codecs bzw. den sowieso schon geplanten Ausbau des Kabelnetzes (für HD-TV) erübrigen. Ein weiteres erledigen bis dahin die Fortschritte der WLAN-Technik auch außerhalb von Ballungsgebieten bzw. Sat-Technik. Natürlich wird nicht der der gesamte Globus mit Netzwerken überzogen sein, aber das braucht man auch nicht, weil man will ja Geld verdienen, und wo in erster Linie gehungert und gestorben wird, braucht man keine Superstars.

Für den Rest der Investition finden sich mit allmächtiger Sicherheit wahnsinnig viele Investoren (siehe UMTS). Denn diese Technologie birgt nicht allein fette Investitionsrückläufe sie bedeutet auch ganz anderen Institionen unserer herrlichen Demokratie und Werbewirtschaft ein höchst begehrliches Informationspotential.
Auch ein iPod wird irgendwann nicht mehr nach GByte gruppiert.

Ob das so ein Herr Gates oder ein Herr Jobs oder der Herr Rammseier sich je erträumt haben, ob sie es so wollten oder nicht, das wäre eine perfekte Lösung für sehr viele Lobbies. Und auch die Elektronikindustrie wird dadurch glücklicher. Kleine Geräte mit kleinen Preisen und kurzem Leben werden vom Kunden schneller ersetzt als ein Gerät zum gleichen Gesamtpreis. - Womit ich dann auch gleich noch die Kurve zum Leasing geschafft habe.

@ kabe

Von: ö | Datum: 14.07.2004 | #64
"Frage mal die privaten Leute, ob das ihr Auto ist, oder das des Herstellers... selbst wenn das legal das Auto des Herstellers ist, wird es als eigener Autobesitz empfunden und unterliegt der individuellen Verfügung."

Es wird auch zurecht als eigener Autobesitz empfunden. Denn auch ein Leasingnehmer ist Besitzer des Autos. Genauso wie ein Mieter einer Mietwohnung sich im Besitz derer befindet. Das gleiche gilt auch für Finanzierungen, selbst wenn die Hausbank des Herstellers oder Händlers der Eigentümer ist, ist der Besitz beim Käufer (...), bis er sich das Auto klauen läßt, dann besitzt es (zu Unrecht) der Dieb.

Besitz hat nichts mit Eigentum zu tun.

Johngo:

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 14.07.2004 | #65
es ist ein völliger Unsinn, die alten Urinstinkte des Sammeln und Jagen in Verbindung mit dem modernen Computing zu bringen.

Stimmt. Deswegen war P2P ja auch so ein Riesenreinfall und deswegen saugten die Leute ja auch nicht wie die Blöden alles, was sie kriegen konnten! ;-)

Hallo wach?

Es ist - schlicht und einfach - so, das das günstigere Angebot sich im Markt den Grossteil des Kuchen abschneidet. Und da Heute noch das leasen, streamen (etc.) teurer ist, als das besitzen, wird es eben auch "noch" bevorzugt.

Klar, Johngo. Nur deshalb kaufen die Leute ja auch wie blöde Kauf-DVDs, weil ins Kino gehen ja viel teurer ist! ;-)

Hallo wach 2?

Falls es in 10 Jahren den hundert mal schnelleren Download zu Preisen von 1980 gibt, wird die Masse der Menschen eben streamen und leasen.

Da haben die Rechteinhaber ja noch ein Wörtchen mitzureden. Und dass die Idioten durchaus in der Lage sind, Downloads genauso teuer zu machen wie reale Kaufware sehen wir ja gerade an den Musik-Downloadshops.

"Aber ich sage, das die Masse der Anwender dann streamt und least, wenn es eben billiger wie "besitzen" ist."

In den zahlreichen WMA-Musicstores kannst du teilweise für 1 Cent den Song einmal streamen. So. Da ein Download dort 1.30 Euro kostet müsstest du wie oft den Song streamen, damit du mit kaufen billiger wegkommst? ;-)
Der Punkt ist, dass dieses Feature, genau wie das Monats-Abo-Streaming Feature keine Sau interessiert. Warum? Weil Jobs eben DOCH recht hat!

@Kay

Von: Oliver | Datum: 15.07.2004 | #66
Kay, Du vergleichst den Stream mit einer DVD. Also Konsum gegen Besitz. So hat Bill Gates das aber nicht zwangsläufig gemeint.

Vergleiche "Download plus anschließende Archivierung als Besitz" mit "Kauf im Laden als DVD". Dann bleibt als Unterschied, wie die Inhalte zum Konsumenten transportiert wurden, und dass dieser sich das Speichermedium selbst aussuchen kann.

Streaming ist nur eine zusätzliche Variante für jene, die den Film nicht besitzen wollen.

Steve Jobs und Bill Gates widersprechen sich überhaupt nicht. Steve Jobs hat zwar gesagt, er sieht für Video momentan nicht die Möglichkeit eines Onlinevertriebs wie bei Musik, aber nur, weil das Prinzip des "Instant Gratification" wegen der zu niedrigen Bandbreiten nicht gegeben wäre. Bill Gates spricht auch bewusst von einem Zeitraum, der lange in der Zukunft liegt.

Wer sammeln will, der sammelt. Aber nicht auf einer DVD. Sondern auf anderen Speichermedien, die nicht die Beschränkungen der DVD haben werden.

Die P2P-Sammler sammeln ja auch nicht auf der CD. Das ist viel zu unpraktisch. Wie soll man das machen? Eine CD macht Sinn, wenn man Alben hat. Hat man einzelne Songs, gibt es nur ein großes Durcheinander. Da ist iTunes in Verbindung mit einem großen Universalspeicher doch viel besser.

@Kay, Teil 2

Von: Oliver | Datum: 15.07.2004 | #67
Eben entdecke ich, dass Du ein älteres Posting von mir mit Deinen blöden Sprüchen gemischt hat. Das Gefasel ist es nicht wert, weiter drauf einzugehen, aber falls es jemand gelesen hat, möchte ich nur eben die Behauptung entkräften, große Live-Shows könne man wegen der Serverlast nicht realisieren. Dafür gibt es Mulitcast-Streaming. Dabei wird nur ein einziger Stream verschickt, und nicht "einer pro Zuschauer". Der Stream wird von den Routern "aufgeteilt". Das funktioniert wie bei Emails, die mehrere Adressaten haben. Solange der "Weg durchs Web" der gleiche ist, bleibt es eine einzige Email. Erst wenn sich die Wege "teilen" (einer nach links, einer nach rechts, sozusagen), wird die Email entsprechend vervielfältigt.

Der Rest Deines Geschreibsels ist eine Aufreihung von polemischen Unverschämtheiten, und Du hast es umsonst geschrieben, da ich nicht darauf eingehen werde. Du musst noch lernen, Deinen Jähzorn in den Griff zu bekommen, wenn Du Leute überzeugen oder mit ihnen diskutieren willst. Wenn Du glaubst, Du könntest einfach meine Postings zerfleddern und jeden Satz zusammenhanglos mit ein paar polemischen Pöbeleien garnieren, hast Du Dich geschnitten.

Oliver:

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 15.07.2004 | #68
"Vergleiche "Download plus anschließende Archivierung als Besitz" mit "Kauf im Laden als DVD". Dann bleibt als Unterschied, wie die Inhalte zum Konsumenten transportiert wurden, und dass dieser sich das Speichermedium selbst aussuchen kann."

Warum sollte der Content-Provider das tun?
Wenn du dir einen Film herunterlädst und speicherst und wenn du ihn streamst hat der Provider die SELBEN Kosten, weil der Traffic für ihn derselbe ist! Nur kannst DU den Film dann so oft angucken wie du willst, und daran verdient der Provider keinen einzigen zusätzlichen Cent und hat somit dasselbe "Problem" wie heute mit CD und DVD!

Sorry, du kannst Bandbreite nicht einfach wegdiskutieren! Das Problem ist DA und es ist REAL! Und das Internet fährt seit ich denken kann schon immer am momentanen Traffic-Limit, also seh ich nicht wie wir *jemals* zu "Bandbreite spielt keine Rolle" kommen sollen!...

Und ach ja: Dass Telekom-Unternehmen auf IP-Technik umrüsten hat damit zu tun, dass das Prinzip der Telekommunikation schon immer dasselbe war wie im Internet selbst. Zwei Parteien kommunizieren direkt miteinander. TV und Medienkonsum ist allerdings ne ganz andere Kiste, weil das zugrundeliegende Oneway-Prinzip *komplett* unterschiedlich ist!..

Sorry, so oder so, es RECHNET sich einfach nicht!.. Die hätten für jeden neuen Zuschauer zusätzliche Kosten und wenn dieser nicht kauft oder seine Adresse nix wert ist machen sie mit dem AKTIV VERLUST, denn den Traffic muss der Content-Provider stellen!

Und Johngo: Ein "Sidekick" ist eigentlich sowas wie Shreks Esel oder Batmans Robin! Oder Orgazmos Chodaboy! ;-)

Oliver:

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 15.07.2004 | #69
Eben entdecke ich, dass Du ein älteres Posting von mir mit Deinen blöden Sprüchen gemischt hat. Das Gefasel ist es nicht wert, weiter drauf einzugehen

Fand ich eigentlich auch, ich hab mir aber trotzdem mal die Mühe gemacht drauf zu antworten! ;-)

Mulitcast-Streaming:

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 15.07.2004 | #70
Ich bin ja eigentlich nicht so der Freund von albernen Frisuren aber okay, das mag für Samstag Abend Wetten Dass zumindest zur Entlastung der Backbones taugen. Was ist aber, wenn man die ursprüngliche von Gates dargestgellte on-demand-Version zugrundelegt? Jeder guckt am Samstag abend seinen eigenen Film, da kannst du deine Router frisieren wie du willst und du wirst den Traffic nicht los! ;-)

@ kai ... Rechne doch selbst einmal nach:

Von: johngo | Datum: 15.07.2004 | #71
In Deutschland bekomme "ich"* eine Flatrate
inkl. DSL ab (angenommenen) 20.- Euro. Damit kann
ich als "Hardcorer" im Monat ohne Probleme
30GB an Musik saugen. Diese widerum sauge
ich in der Regel als nicht kopiergeschützte
Mp3s. Ich kann sie mir also unendlich oft
anhören und weiterkopieren.

Wie sieht die Rechnung letztendlich aus?
Ich bekomme bis zu 10.000 Songs, die ungehindert
mehrfach anhören kann. Das macht je Song
0,2 Cent pro Song. Wenn ich ihn mir 3mal
anhöre, dann macht das nur noch 0,06 Cent
pro Song.

Ergo ist PHP das "billigste" Angebot von allen -
und zwar mit Abstand - denn für den Preis bekommst
aber auch nirgendwo gar nichts Vergleichbares gestreamt.
Und ganz nebenbei kann die Flatrate noch für "andere"
Angebote genutzt werden.

Es ist der Preis, es ist der Preis und sonst
gar nichts!

Oder anders herum formuliert: Wer eine Flatrate
bezahlt und diese nicht nutzt wäre ja ein Dummkopf.
Denn je mehr er "saugt" desto billiger wird die
einzelne Datei (Mp3 etc.).

Wie Du siehst ist es der "moderne marktwirtschaftliche"
Gedanke, der zu diesem Verhalten führt und nicht
irgendein Urzeitinstinkt. ;)

Mein Tip: Sorge dafür, das die üblichen Flatrates abgeschafft
werden und ersetze sie mit den diskutierten Volumen-
modellen. Und Du wirst sehen, wie schnell der Jäger-
und Sammlerinstinkt (weil nicht mehr wirtschaftlich)
verebbt.

Schlussatz: Ich bin keineswegs davon begeistert, wie
sehr unsere Gesellschaft ihr Handeln nach dem Geld
ausrichtet aber ich bin alt und erfahren genug, um diesen
Sachverhalt sehr genau und neutral beurteilen zu
können.

Das billigste Angebot wird am meisten benutzt ...
und wäre streamen billiger, so würde die Masse Streams
nutzen.**

Gruss

Ein sehr wacher johngo





*Ich = ist die Person, die Du Jäger und Sammler
nennst und die ich "Der-Preis-bestimmt-Alles-
Kunde" nennen würde.

** Dies widerspricht natürlich nicht dem Umstand,
das es notorische Sammler gibt und das es grundanständige
iTMS-Kunden gibt. Die Masse aber richtet ihr Verhalten
nach dem "günstigsten" Angebot.

Johngo

Von: salco | Datum: 15.07.2004 | #72
Du hast richtig erkannt, P2P wird immer billiger als kommerzielle Lösungen sein. Das sagt ja auch Steve Jobs, deswegen muß die kommerzielle Lösung mehr Komfort und Qualität bieten. Aber unter den legalen Modellen ist der Download-Ansatz wesentlich erfolgreicher als das Streaming, eben weil die Leute besitzen wollen und nicht leasen. Außerdem wird unterschlagen, daß die Download-Modelle ebenso von höheren und billigeren BAndbreiten profitieren. Die Abstimmung mit den Füßen spricht also weiterhin dagegen, daß dem Streaming Erfolg beschert ist.

Johngo

Von: dermattin | Datum: 15.07.2004 | #73
"In Deutschland bekomme "ich"* eine Flatrate
inkl. DSL ab (angenommenen) 20.- Euro."

Uh Uh wie war das mit der Realität? Hat Kai doch soo schön erklärt.. Klar, die Flatrate wird dich 20 Euro kosten, wenn eine DVD schon 50 kostet :)


"Ergo ist PHP das "billigste" Angebot von allen -
und zwar mit Abstand - denn für den Preis bekommst aber auch nirgendwo gar nichts Vergleichbares gestreamt."

Ja klar! Da verdient ja auch niemand was dran weils ILLEGAL ist. Wenn du Benzin klaust ist Autofahren auch die billigste Fortbewegungsmethode die es gibt...


"Schlussatz: Ich bin keineswegs davon begeistert, wie sehr unsere Gesellschaft ihr Handeln nach dem Geld ausrichtet..."

Äh Moment, letztens war das doch noch "legitim"!?

Hört Ihr nicht zu?

Von: Oliver | Datum: 15.07.2004 | #74
1. Es ist völlig egal, ob sich Streaming durchsetzen wird oder nicht.

2. Man kann nicht von heute auf die Situation in zehn Jahren schließen. Das Radio ist auch eine Art "Streaming", wenn man den Vergleich versteht. War das Radio etwa ein Flop? Das heutige Fernsehen ist ebenfalls eine Art "Streaming". Hatte das zur Folge, dass keiner zuschaut, weil alle stattdessen DVD kaufen und besitzen wollen?

Radio und TV sind beliebt, weil deren Inhalte sofort zugänglich sind und weil es das billigste Angebot ist. Das beweist, dass Johngo Recht hat. Auch im Internet wird sich dieses Modell durchsetzen, WENN es billiger ist als Besitz. Wenn es teurer ist, wird es sich eben nicht durchsetzen. Wen juckt das überhaupt?

In zehn Jahren wird der Web-Zugang so normal sein wie in 80ern die Antenne. Natürlich ist heute ein Download besser, weil dessen Ergebnis mir stets zur Verfügung steht, während ein Stream nur per Computer empfangbar ist. In Zukunft wird man gar nicht mehr merken, ob iTunes von der lokalen Festplatte abspielt oder aus dem Web. Das wird die Akzeptanz verändern.

3. Die Rechnung, Streaming könne man technisch nicht realisieren, ist hanebüchen. Wo ist das Problem? Gibt es etwa wissenschaftliche Grenzen, die man nicht überschreiten kann? Hier geht es höchstens darum, dass ein paar mehr Leitungen verlegt werden, und dass die Glasfaser das Kupferkabel ablöst. Das ist technisch doch kein Problem. Es ist mit etwas Fleiß verbunden und mit Geld, aber es gibt keine ernsten technischen Hürden. Und Geld ist genug da.

4. Das alles wird nicht über Nacht kommen. Niemand hat vorgeschlagen, dass man nächsten Samstag "Wetten dass...?" per Streaming in HDTV-Qualität ausstrahlen soll. Folglich ist es auch nicht nötig, dagegen zu argumentieren oder es als Beweis heranzuziehen, dass es sowas nie geben wird.

5. Und wenn schon! Wenn die Bandbreiten ausreichen, damit sich 20% der Zuschauer einen On-demand-Film ansehen können, und der Rest schaut eine Massenausstrahlung im TV, dann ist das doch ok! Die Entwicklung braucht ihre Zeit.

@dermattin

Von: Oliver | Datum: 15.07.2004 | #75
@dermattin: Nur der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass Deine läppischen Einwürfe nicht von allen Lesern als geistreich empfunden werden, sondern als Geplärr. Johngo gehört zu den wenigen hier, die sauber, sachlich und nachvollziehbar argumentieren, ob man nun seiner Meinung ist oder nicht. Ihm mit Deinen schnöseligen Banalitäten zu antworten ist nach meinen Begriffen unhöflich und peinlich.

Natürlich ist das meine ganz private Meinung. Falls Du jedoch Leute wie mich überzeugen willst, gehört schon mehr dazu, als ein paar blöde Brocken dazwischen zu schreien und mit ein paar Smileys zu garnieren.

Monty Python

Von: dermattin | Datum: 15.07.2004 | #76
".....es ist symbolisch für unser Ringen gegen die Unterdrückung" "...Symbolisch für sein Ringen gegen die Realität!"

@ dermattin Mir fällt es schwer Dir zu folgen.

Von: johngo | Datum: 15.07.2004 | #77
Vor kurzem - in einer anderen Diskussion - habe ich
das marktwirtschaftliche Prinzip und das Streben des
Kunden nach dem günstigen Preis verteidigt.

Wenn Du nun meinen Satz: "... Ich bin keineswegs davon
begeistert, wie sehr unsere Gesellschaft ihr Handeln
nach dem Geld ausrichtet..." in diesem Zusammenhang
kritisierst, dann übersiehst (oder übergehst) Du leider
einen - imho - wichtigen Bezug.

Denn ich bin keineswegs begeistert "WIE SEHR" unsere
Gesellschaft hier handelt. Denn es ging hier nicht um
den legalen Handel, sondern um das Thema (illegale)
Tauschbörsen.

Soll heissen: Leider verleitet der sehr günstige Preis der
P2P-Kommunity zum massenhaften Missbrauch. So -
und nicht anders - ist das "WIE SEHR" zu verstehen.

Ich hoffe, Du verstehst mich jetzt!

-----

Zum Thema Erfolg oder Nicht-Erfolg. Wir müssen uns
nun einmal damit auseinandersetzen, das in diesem
Bereich reguläre Angebote (wie der iTMS) mit den
missbrauchfähigen Angeboten (P2P) in Konkurrenz
stehen. Und so ist der iTMS im legalen Downloadbereich
überaus erfolgreich. Aber leider sind die Tauschbörsen
im Gesamten noch viel erfolgreicher. Und das nur (meine
These) weil: viel billiger!

-----

Das mit der 50.- Euro DVD musst Du mir noch einmal
erklären. Welchen deutlichen Widerspruch (zu meiner These)
siehst Du da?

Gruss

johngo

Oliver, wir wollen Dich nicht überzeugen...

Von: Kabe | Datum: 15.07.2004 | #78
...denn gegen Glauben kann man nichts ausrichten. Es macht uns nur Spaß, uns über Dein gläubiges Gefasel zu amüsieren.

Kabe

Johngo

Von: dermattin | Datum: 15.07.2004 | #79
"Ich hoffe, Du verstehst mich jetzt!"

Ich habe dich auch schon vorher verstanden, nur ist KLAUEN das absolute Totschlag Argument, welches JEDE Planung zunichte macht. Alles andere muss sich an der Realität messen lassen. Und daran scheitert die Gates Fraktion leider.


"Das mit der 50.- Euro DVD musst Du mir noch einmal erklären. Welchen deutlichen Widerspruch (zu meiner These) siehst Du da?"

Du hast keine These aufgestellt, du hast eine Rechnung vorgelegt, die zwar theoretisch stimmt, aber eben nichts mit der Realität heute und in 10 Jahren zu tun hat.

Das ist dann ein Thema für Glaskugel.de. Hier gehts imho um die tollen Visionen eines Herrn Gates.

@ Oliver

Von: johngo | Datum: 15.07.2004 | #80
Danke für die Unterstützung.

... und schön, das Du das gute Beispiel Radio + TV mit
eingebracht hast. Das sind ja wohl die billigen und
besitzlosen Massenmedien schlechthin.

Die Diskussion an sich hat einfach zu sehr an dem Ursprung
(Bill Gates) und an der zu exakten Aussage (z. B. die Nennung
von 10 Jahren) der These "zu knappern".

Gruss

Johngo

Von: dermattin | Datum: 15.07.2004 | #81
"Das sind ja wohl die billigen und besitzlosen Massenmedien schlechthin."

Ja klar, deswegen kostet das auch 40 Euro im Monat :))

sorry jungs...

Von: Marty | Datum: 15.07.2004 | #82
Ist ja ganz nett eure Diskussion aber sie geht doch an die zuerwartenden Probleme der Zukunft vorbei.

Das ganze Zukunftsbild verbraucht sehr viel Energie. Schon jetzt hat der gebraucht des Internets viele Energieeinsprungen der letzten Jahre genullt. Wenn Indien und China nur annähernd an unserem Energieverbrauch rankommen ( an den der Amis will ich nicht denken) werden unsere Reserven verdammt schnell zuneige gehen. Wenn man jetzt schon sieht wie unser Wohlstand abhängig ist vom verbrauch in anderen Ländern. Die Amis haben urlaub und kaufen deswegen hier Rotterdam leer. China braucht bestimmte Bleche und hier werden die Produkte davon teuerer (beispiel ist mir jetzt entfallen) usw. Wir schwimmen hier nicht auf ner Insel der Seeligen. Wird nicht klappen das wir in Europa und Nordamerika wie auf Raumschiff Entenscheiss leben und die sogenannten 3 Welt wird sich den Schicksal hingeben wird.

Deswegen sind die Vision von Billy Boy Wunschvorstellungen aber an jeder Realität
vorbei

arrg

Von: dermattin | Datum: 15.07.2004 | #83
falsche Taste.

Wollte noch sagen: Radio und TV sind schlechte Argumente. Denn damit wird kein Geld in dem Masse verdient, wie es die "Wirtschaft" macht/will, denn es sind Grundrechte, die daher teuer bereitgestellt werden müssen. Wirtschaftlich Quatsch.

40 Euro?

Von: André | Datum: 15.07.2004 | #84
Wieviele Fernseher hast du denn dann, wenn du 40 Euro zahlst?

Gruß, André

Das ist sehr überzeugend

Von: Oliver | Datum: 15.07.2004 | #85
Wenn ich das richtig verstanden habe, werden also weiterhin DVDs gepresst. Diese werden dann in den gewünschten Kontinent verschifft. Dort werden sie auf LKWs verladen, umgeschlagen, zu den Läden gefahren und ausgestellt. Die Kunden fahren dann in die Stadt, gehen zum Laden, bezahlen, fahren zurück und schauen sich die DVD schließlich an.

Es gibt zwar Leute, die sagen: "Hm, das hätte man auch über's Internet laden können", aber das hat offenbar keine Zukunft, weil der Energieverbrauch viel zu hoch wäre.

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Es ist heutzutage ganz schwer angesagt, Musik aus dem Netz zu ziehen. Eine Schlagzeile bei Heise von letzter Woche lautete allerdings: "Tauschbörsen: Videos und Software überholen Musik-Downloads". Das muss sofort aufhören! Denn wir wissen ja alle, dass Videos und allgemein das Breitband-Internet nur eine Fieberphantasie von Blödmann Bill ist. Das Breitband-Internet kann es aus mathematisch beweisbaren Gründen nicht geben, und es liegt auf der Hand, dass die Leute lieber DVDs kaufen als sie sich aus dem Netz zu saugen.

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Natürlich gibt es da den iTMS, und wir kaufen alle fleissig ein. Gespeichert wird es auf dem iPod, und wer noch in einen CD-Laden geht, ist reaktionär. Möglich wurde das durch eine hohe Verbreitung an genügend schnellen Internet-Zugängen sowie einer intelligenten Nutzung vorhandener Speichertechnologien.

Was bei Audio sehr gut klappt und für einen Umsatzrekord nach dem anderen sorgt, ist für Video jedoch unmöglich. Erstens will es niemand, zweitens ist es technisch nicht machbar.

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Unterm Strich würde ich folgende Einschätzung abgeben:

Das Internet hat die Verbreitung von Informationen revolutioniert. Es hat den Briefwechsel durch Emails revolutioniert. Es hat Nachschlagewerke und Verzeichnisse revolutioniert. Es hat den Versandhandel revolutioniert und darüber hinaus fast jede Firma in einen Versandhandel verwandelt. Es hat den Handel zwischen Privatpersonen revolutioniert (eBay). Es hat den Audiomarkt revolutioniert (MP3, Napster, iTunes).

Deswegen glaube ich, dass beim Videomarkt alles so bleiben wird wie bisher.

Oliver

Von: dermattin | Datum: 15.07.2004 | #86
"Es ist heutzutage ganz schwer angesagt, Musik aus dem Netz zu ziehen. Eine Schlagzeile bei Heise von letzter Woche lautete allerdings: "Tauschbörsen: Videos und Software überholen Musik-Downloads". "

Sagt wer? Lass mich raten, die V/SI?


"Das muss sofort aufhören! Denn wir wissen ja alle, dass Videos und allgemein das Breitband-Internet nur eine Fieberphantasie von Blödmann Bill ist."

Was haben Daten, die in Echtzeit gestreamt werden müssten mit Daten zu tun, an denen man Stunden, Tage oder sogar Wochen saugt? Na? Richtig, die Bandbreite.

Nur die Bandbreite?

Von: Oliver | Datum: 15.07.2004 | #87
Denk nach.

@ dermattin

Von: johngo | Datum: 15.07.2004 | #88
Also die Rundfunkgebühren liegen bei ca. 16 Euro im Monat. Dafür kann meine Familie (4köpfig) jeden Tag jederzeit stundenlang fernsehen.

300 Stunden im Monat sind da problemlos machbar. Als Kinofilm oder DVD kommt man 16 Euro aber nicht so weit. Das wären dann 2 Stunden Genuss.

Kino und DVD sind teurer.

--------

Ob nun das Fernsehen wirtschaftlicher Quatsch ist? Mmmmh!? ...

Diese Diskussion wäre dann aber wieder etwas weit weg vom Thema. Wir sollten da nicht schon wieder abdriften.

Gruss

Bandbreite/Kosten

Von: Patrick | Datum: 15.07.2004 | #89
Der große Backbone am CIX in Frankfurt hat 655MBit/s. Das DFN hat zwar ein 1GBit/s-Netz und plant 10G, ist aber finanziell weit davon entfernt. Die Überseeleitungen in Frankfurt, Amsterdam und London haben in der Regel 155MBit/s. Ständig werden neue Routings gefunden, um die Last von diesen Leitungen zu nehmen, weil wir heute schon massiv an der Leistungsgrenze der Netze sind. Ein Ausbau wäre dringend notwendig, aber wer soll den bezahlen? Die DSL-Flat-User verursachen den grössten Traffic und zahlen am wenigsten dafür. Vor nicht mal 2 Jahren haben wir noch ca. 30Euro pro GB Traffic gezahlt, der Preis ist zwar je nach Provider runtergegangen, aber realistisch gerechnet kostet ein GB Daten, welches das eigene Netz verlässt, ca. 6 Euro. Wenn jeder seinen DSL-Anschluß mit voller Bandbreite dauern benutzen würde, würde das Internet in D komplett zusammenbrechen und man würde sehen, wie plopp, plopp, plopp ein DSL-Anbieter nach dem anderen sehr schnell die Flatrate kündigen wird und auf Volumentarife wechselt (siehe damals bei der ISDN-Flatrate).

Ihr habt markwirtschaftlich irgendwo die Realität aus den Augen verloren, wenn ihr glaubt, daß es immer bei der Flatrate bleiben wird. Das sind nur Lockangebote, um die Anschlüsse an den Mann zu bringen. Weiterhin kostet jedes Peering (also das Koppeln von verschiedenen Netzen) Geld, meistens nach Volumen abgerechnet. Und da wollt ihr mir was erzählen, daß das alles finanzierbar ist und bis dahin eh alles viel besser? Die TelCos haben bis 2002 massiv investiert und ihre Netze in der Regel auf 155MBit/s-Backbones aufgebohrt. Der Break-Even für diese Geschichte dürfte nach der damaligen Rechnung so um die 2007 gelegen haben. Dann aber kam das grosse .com-Sterben und die Zahlen, auf denen diese Modelle basierten, waren hinfällig. Realistisch dürfte jetzt wohl ein Breakeven um die 2012 sein, insbesondere bei die Zielgruppe das viel billigere, aber auch schlechtere DSL bevorzugt.

Wo kommen da bitte 2 Jahre später die Bandbreiten her, die dafür notwendig wären...

Ach ja, zu Kais Einwänden zwecks Bandbreite für's Streaming: warum nur hat Steve Jobs damals 150Mio in Akamai gebuttert? Um genau diese Lags beim Streamen abzufangen. Vor Akamai war's hier in Good Old Europe™ schlicht unmöglich, eine Keynote in vernünftiger Qualität anzuschauen...

Interessante Zahlen

Von: Jörn, Mac-TV | Datum: 15.07.2004 | #90
Das sind sehr interessante Zahlen. Ich bin kein Experte auf dem Gebiet der Datenleitungen, aber ich muss schon stutzen, wenn ich mir die Bandbreiten durchlese, wie sie Patrick eben genannt hat. Bei einer populären Sendung von Mac-TV, beispielsweise bei einer Sondersendung, verbrauchen wir eine sehr viel höhere Bandbreite, als es die Leitungen nach Patricks Darstellung hergeben würden.

Die Preise pro Gigabyte sind im letzten Jahr dramatisch gefallen, wenn man sich etwas geschickt anstellt. Sie sind bei den Flatrate-Angeboten für die Endverbraucher eigentlich am wenigsten gefallen. Noch mehr gefallen sind sie nach meiner Beobachtung nämlich für Wiederverkäufer.

Wenn es um besonders große Datenmengen geht, kann man es so einrichten, dass ein Stream durch möglichst wenige Teilnetze hindurch wandern muss. Akamai macht es ja auch so, wie Patrick richtig darstellt.

Aber eigentlich sehe ich die Datenmengen nicht als ein Problem an. Der Unterschied zu den heutigen Datenmengen ist nicht so schrecklich groß, wie man es erwarten würde. Wir senden heute mit 0,5 MBit/s, und DVD-Qualität erreicht man ungefähr ab 1 bis 2 MBit/s. Das sind recht moderate Steigerungsraten, die wir auch jetzt schon bewältigen könnten. Wir warten aber noch auf H.264.

Einen professionellen Markt für Streaming in DVD-Qualität sehe ich ab dem Jahr 2006. Zuerst natürlich für die "Early Adopters", und etwas später als Massenmarkt. Ich sehe es nicht als Ersatz für das normale Fernsehen. Für das Massen-TV gibt es bessere Technologien als das Internet.

Ich glaube ausserdem, dass es noch für mindestens 10 Jahre einen Wunsch des Verbrauchers nach einem lokal gespeicherten Archiv gibt. Später, wenn entfernt verwaltete Speicher in Mode kommen sollten, wird das aber immer noch als "Besitz" empfunden werden. Die Leute wollen besitzen, was ihnen wertvoll erscheint.

Die DVD ist problematisch, weil nicht viel draufpasst. Etwas mehr in Richtung iTunes/Festplatte, nur eben für Video, fände ich persönlich praktischer. Die DVD könnte für besondere Fälle trotzdem noch zum Einsatz kommen, etwa wenn man das Urlaubsvideo verschenken will. Irgendeinen "verschenkbaren" Datenträger wird's wohl immer geben. Auch die Filmindustrie wird diese Idee unterstützen, denn eine DVD mit "Rambo 64 -- jetzt teilt Methusalem richtig aus!" ist ja ein schönes Geschenk für die Einschulung. Ein Download-Gutschein per Email macht irgendwie nicht so viel her.

...

Von: TUL | Datum: 18.07.2004 | #91
Eine witzige Kolumne, weniger witzig, wie bierernst einige Zeitgenossen solche Medien wie die DVD (und MS und Apple) nehmen. Wann werden Apfel- und MS-T-Shirts eingeführt?? Dann kann man sich auf dem Sportplatz treffen und so maches Gefecht austragen!!

Aber es ist natürlich seeeeeehr wichtig, wann Bill Gates in seiner Abteilung das Internet berücksichtigt hat und warum der iMac iMac heisst. Das löst so manches Problem in der Welt.

Wer hat wann die 64-Bit-Architektur und das drahtlose Netzwerk erfunden?? Auf solche Antworten wartet die Welt!! Das ist ganz wichtig!!

Ein gewisses Lachen, das im Halse stecken bleibt, aber "hau drauf" - "Lebt denn der alte Holzmichel noch??"

Bandbbeite wird in 3 Jahren das Thema sein

Von: pm | Datum: 19.07.2004 | #92
Bis heute ist der überwiegende Teil eindeutig textbasierend auch wenn abnehmend. Mittlerweile gibt es aber die ersten grossen Servieces wie "Air americaradio" welche rund eine Million "streamende" ZuhörerInnen haben. Ich denke wir werden spätestens bei den Olympischen Spielen sehen wieviel Bandbreite ARD und ZDF für ihre kurzfilmchen bereithalten.

CD/LP/MC als Tonträger der Zukunft

Von: pm | Datum: 19.07.2004 | #93
Musik ist ein Massenbuisness und darum werden die obgenannten Tonträger immer Ihre Zukunft haben. Dazu kommt, dass die Tonqualität und booklets" einfach zu einem "Album" dazugehören. Als Blue Note Sammler taugen LP Covers mindestens als Zimmerdekoration. Die Abspielqualität des Ipods ist nicht schlecht aber gegen meine mittlere Stereoanlage natürlich chancenlos. (NAD)