ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 3127

Der mit den Hunden singen kann…

Was würde Nick Hornby dazu sagen?

Autor: dk - Datum: 02.08.2004

Hundepfeifen, so sagt man, können nur Hunde hören. Schließlich sei der Ton so hoch, daß das menschliche Ohr von seiner Erzeugung nicht behelligt wird. Das stimmt so nicht ganz. Denn ausgewählte Plattenliebhaber können die hochfrequenten Pfiffe ebenfalls hören.

Einer dieser fledermausohrigen Menschen ist Holger Biermann, Geschäftsführender Redakteur des Magazins stereoplay, und bezeichnet sich selbst als "bekennenden Audiophilen". Beste Voraussetzungen also, um fröhlich auf digitale Formate einzuschlagen.

Den drohenden Niedergang der Hörkultur prangert er derzeit in einem Spiegel-Artikel an. Der Spiegel macht selbstredend mit einem Bild vom neuen iPod auf. Das zieht Leser. Und versetzt der scheinbar verhaßten Mac-Gemeinde noch einen ordentlichen Tritt. Biermann schildert in rekordverdächtiger Kürze die Historie ditigaler Töne. Auch medizinischen Erkenntnissen kehrt er den Rücken. So schreibt er den Frequenzbereichen unter 20 und über 20.000 Hertz schon fast einen magischen Charakter zu, die von einer handelsüblichen CD nicht, von einer gut aufgenommenen Platte locker erreicht würden.

Den Qualitätsfanatiker Herbert von Karajan, der nach den ersten Hörproben einer CD alles andere als "Gaslicht" bezeichnete, wird zwar knapp eingeschoben. Das aber stört Biermann auf seinem Feldzug gegen digitale Musik nicht weiter. Lediglich das mp3-Format findet Erwähnung, wo alles komprimiert werde und damit Verlust an hörbarer Qualität erleide. AAC kommt nicht vor, kein WAV, kein lossless. Und damit läutet Biermann den Untergang der Audiokultur ein. Nach Konsum von Internetradio oder mp3s brauche er erst einmal eine ordentlich knackende Platte, auf der alles drauf ist (was man eh nicht hört) und die dazu auch noch "lebt"… Solche WGs kenne ich…

Kopfzerbrechen bereitet ihm auch das digitale Archiv von Computernutzern. So traf er neulich einen 13-Jährigen, der rund 15.000 Titel auf seinem Computer horte, um zu bemerken, daß "wir dafür damals ziemlich lange Cassetten hätten bespielen müssen..." Neidisch, Holger?

Bevor nun alle auf mich einschlagen: Ich gehöre auch zur Generation der Mixtape-Jugendlichen, die ganze Nächte mit der perfekten Kassettenkomposition für 2x45 Minuten verbracht haben. Hornby, ick hör' Dir trapsen… Auch ich besitze Platten und genieße es, eine alte Glenn Miller-Scheibe meines Vaters aufzulegen und bilde mir gern ein, daß die Seele der 50er im Zimmer weilt. Aber bitte, Ihr Biermanns und Hundepfeifenflüsterer, begreift, daß es den meisten Usern reicht, was mp3, aac und Co. an Klangergebnis bieten. Da muß man nicht gleich vom Niedergang der Hörkultur sprechen. Das ist einfach nicht seriös.

Man muß Harry Potter wahrlich nicht lieben, um zu akzeptieren, daß die Literatur zwischen zwei Buchdeckeln nicht sterben wird, auch wenn einem die derzeitige Richtung nicht gefällt.

Was ich mir und Euch wünsche? Die Platte im Schrank für die besondere Stimmung, das perfekte, rauschende Tape im Auto und den neuen iPod samt meiner losless-Sammlung in der Straßenbahn. Letztlich ist egal, wie glasklar der Soundtrack zum eigenen Leben klingt, solange die Musik nicht aufhört, oder?

Kommentare

herrn biermann weiß nicht . . .

Von: Don Ronaldo Del Aqua | Datum: 02.08.2004 | #1
was er will. mehrfach wiederspricht er sich selbst auf die klassischste art und weise. ich habe auch den eindruck, daß der realitätsbezug leicht abhanden gekommen ist. so schreibt er zum einen, daß die MI die rechnung ohne den wirt gemacht habe, um kurz darauf dem wirt die kompetenz abzusprechen. sorry, aber der ganze artikel ist ein witz. es wundert mich zwar nicht, daß es da draußen die verschiedendsten transrotor-nostalgiker gibt, es wundert mich aber schon, daß spiegel online mitlerweile wirklich jeden blödsinn publiziert. der herr redet da von SACD und DVD-A, während die ganze welt sich kompatibelität wünscht und über proprietäre formate schimpft, will er uns sinngemäß die unsinnigsten ausgebürten der formatvielfalt als das gelbe vom ei verkaufen . . . nur wir verstehen das eben nicht, wir dummen "wirte" ( wir doofe konsumenten ), da muß erst herr biermann kommen und uns erklären, ab wann welche klangqualität uns gefälligst zu genügen hat. ich sage dankeschön, für soviel nonsens. selten konnte ich so entspannt den kopf schütteln, wie bei dieser lektüre. ich wünsche ihm meinerseits noch viele stunden quälender kopfschmerzen beim hören komprimierter musik und ich wünsche ihm gutes gelingen beim entdecken der "verdeckten signale" :-) . . . während herr biermann sich so vor sich hin quält, werde ich für meinen teil, mir lieber ein bier aufmachen und vergnügt durch meine ipod-library zappen, die warmen abende genießen und hin und wieder an die verrückten denken, die in den klimatisierten "stereoplay"-teststudios so vor sich hin "kultur-verlusten" :-) . . .

schönen abend euch allen, grüßt eure ipods
und flüstert ihnen hin und wieder mal
scherzhaft zu, sie mögen doch jetzt
bittebittebitte einmal kurz knistern :-)

adios, don ronaldo del aqua

Falsche Argumente

Von: Christian | Datum: 02.08.2004 | #2
Der Mann hat die falschen Argumente! Die fehlenden Hertz oben hört man eher nicht, aber die fehlende Dynamik eher schon. Und das ist eigentlich das Hauptargument für die Schallplatte: Dass die Dynamik höher aufgelöst ist. Also wäre die richtige Richtung eher 24 Bit statt 16 Bit Auflösung zu verwenden. Das erwähnt er aber gar nicht!

Peinlich ist auch, dass er bei SACD und DVD-Audio von "20.000 - 100.000 Hertz" (bzw. 96KHz) spricht. Da würde doch keiner mehr was hören... wenn, dann 20 - 100.000 Hz.

Schließlich ist das Argument mit den schlechteren Aufnahmen Quatsch. Im Gegenteil, die Aufnahmemöglichkeiten werden immer besser. 48 KHz/24 Bit sind im Harddisk-Studio kein Probleme, auch 96-192 KHz/24-32 Bit wird von vielerlei Soft- und Hardware geboten (wem's gefällt...).

Die Aufnahmequalität wird also immer besser. Der Aufnahmeinhalt jedoch nicht immer, aber das ist ein anderes Problem.

@Christian: Dynamik & Co.

Von: Nico | Datum: 02.08.2004 | #3
Das ist leider nicht richtig. Im Durchschnitt erreicht man bei der Schallplatte vielleicht 30 dB nutzbare Dynamik, bei extremer technologischer Ausreizung auf Schneide- und Wiedergabeseite vielleicht 40 dB. Die CD ist mit ihren theoretischen 96 dB also weit voraus (und extrem genau produzierte AD-Wandler mit 16 bit liefern auch in der Analogvorstufe an die 90 dB).

Beim Frequenzgang sieht es etwas anders aus. Hier kann die Schallplatte mit Lack-Schneideverfahren (DMM ist schlechter) und entsprechender Nadel auf der Wiedergabeseite ca. 35 kHz erreichen. Dies ist aber auch nur mit Hilfe entsprechender technischer Maßnahmen zu realisieren (Vorverzerrung, Schneidefrequenzgangkompensation, Klemmeffekt u. s. w.).

Es lohnt sich also, bei dieser ewigen (falschen) Diskussion die technischen Fakten zu kennen. Einen guten Überblick liefert z. Bsp. Webers "Tonstudiotechnik", erschienen im Franzis-Verlag.

Gruss

Die Schnecke und das Alter!

Von: Ebiro | Datum: 02.08.2004 | #4
In der Ausbildung zum Ton Ing. haben wir gelernt, dass mit zunehmendem Alter, die Übertragung hochfrequenter Tonanteile im Innenohr, genauer in der Cochlea (Schnecke), über die Basilarmembran und das cortische Organ mit seinen 24000 Nervenzellen und deren Sinneshäääärchen, immer schlechter wird.(uff was für ein Satz;-) Pro Lebensjahrzehnt gehen 2 KHz
seit der Geburt flöten. Immerhin als Baby hat Herr Biermann noch bis 20 KHz gehört, jetzt ist er bei 14 KHz angekommen, wenn er immer seine Ohren geschont hat.
Aber das alles bedeutet garnichts, wenn einem bei einem Song das Herz aufgeht, oder ein Schauer über den Rücken läuft- auch bei 14 KHz, oder?

typisch audiophiler

Von: Bernhard Nahrgang | Datum: 02.08.2004 | #5
da hat jemand für 10% mehr Hörgenuss 1000% mehr Kohle hingelegt und muss sich das jetzt irgendwie rechtfertigen...

arme leute sowas... wer vor lauter frequenzen die musik nicht mehr hört...

so ist es => bernhard (n/t)

Von: Don Del Aqua | Datum: 02.08.2004 | #6
das ist AUF DEN PUNKT gebracht.

Radio Eriwan...

Von: Roland Mueller | Datum: 02.08.2004 | #7
Im Prinzip habt Ihr alle Recht. Und der Stereoplay-Autor auch! Psychoakustik ist ein Thema, was durch reinen Hertzmesserei nun mal nicht zu erfassen ist. Ich benutze meinen iPod für Musik unterwegs, die CD für entspannte Beschallung zwischendurch, die analogen Vinylscheiben für den konzentrierten Musikgenuss. Und ein jedes Ding macht Sinn. Was die Aufnahmetechnik angeht: Die stereophonen Aufnahmen der "Goldenen Ära" von RCA Living Stereo, Decca London und EMI von etwa 1958 bis 1970 wurden qualitativ bis heute nie wieder erreicht. Wer's nicht glaubt, darf mich gerne mal besuchen und reinhören. Aber Vorsicht: Der Effekt kommt einer Droge nah ;-))

Konsum datenreduzierter Musik ermüdet schneller

Von: rob | Datum: 02.08.2004 | #8
habt ihr den letzten absatz gelesen? ich hab mich fast weggeworfen vor lachen:

'In Langzeit-Versuchen innerhalb der Redaktion "stereoplay" haben wir festgestellt, dass der Konsum datenreduzierter Musik schneller ermüdet und stärker stresst als der von unkomprimierter. Unsere These: Weil das Hirn ständig die verdeckten Signale ergänzen muss, wird es mehr gefordert.'

gruß,
rob

Hm....

Von: Michael | Datum: 02.08.2004 | #9
... ich zähle mich auch zu den audiophilen, was mich aber nicht abhält einen iPod zu benutze (192kps aufwärts). Auch einen Verlust an Kultur kann ich nicht erkennen, ganz im Gegenteil, was sich im Bereich Netlabels so alles tut ist eine Berreicherung der (Elektro)Musikszene.

Obwohl ich selbst keinen Plattenspieler besitze empfinde ich Musik von einer LP in der Regel als angenehmer. Musik ist ja auch immer ein Stück Gefühlssache und wer weiss, vielleicht erreichen das Gehirn mehr Informationen als man glaubt. Doch genau das ist es, eine Glaubensfrage.

Entscheidet ist aber was im Tonstudio geleistet wurde und hier fällt auf das kleine Labels oft besseres abliefern als die grossen Labels, die zum Teil wirklich Soundmüll auf die CD pressen.

Sich aber einfach nur lustig über einen Musikliebhaber zu machen ist kein netter Zug der MG. Gerade wir Apple Besitzer wissen das man das bessere Feeling unserer Kisten den meisten Leuten nicht verständlich machen kann. Genau so geht es wohl auch dem Stereoplay Menschen, es muss ja nicht High End sein, doch wer denkt das eine Aldi Anlage genau so gut klingt wie eine Rotel, T+A oder NAD der kann auch gleich einen Medion PC kaufen.

@michael

Von: Don Del Aqua | Datum: 02.08.2004 | #10
da hast du unsere beiträge etwas überinterpretiert.
mr. biermann ließ keinerlei verschiedene betrachtungsweise und anwendungsfälle erkenne, so wie du es z.b. beschrieben hast. ich will es mal so sagen => er hatte gelegenheit auf spiegel online zu publizieren und hat seine sehr sehr engstirnige sichtweise deutlich zum ausdruck gebracht. wie oben schon erwähnt, bernhard hat es auf den punkt gebracht. wie dem auch sei . . . meine persönliche musikalische bereicherung liegt exakt darin, daß ich durch meinen ipod immer und überall von meinem halben plattenschrank begleitet werde, ob im büro, ob im auto, in ligurien am meer oder sonstwo . . . das ist der punkt. der faktor an hinzugewonnener lebensqualität ist durch kein "oberlehrerhaftes" gelaber wegzudiskutieren, und als genau das hab' ich diese "schlaumeier-expertise" gelesen.

und deshalb nochmal, genießt den sommer,
laßt den ipod arbeiten und denkt euch dabei
einfach, wie es wäre 500 platten im fluggepäck
zu haben :-) . . . o.k., daß war etwas übertrieben.

Och, lasst ihn doch ...

Von: blue-skies | Datum: 02.08.2004 | #11
... wir sollten uns darüber freuen, dass Apple endlich mal ein Produkt auf dem Markt hat, das für ein komplettes Sachgebiet allein steht.

Full ACK

Von: daveinitiv | Datum: 03.08.2004 | #12
to dk!

iPod, ein Produkt für PC-User

Von: F. Herdieckerhoff | Datum: 03.08.2004 | #13
Wir sind eben Mac-User und das Beste vom Besten gewohnt. Ich kann mich nicht mit komprimierter oder datenreduzierter (ein himmelweiter Unterschied) Musik abfinden und habe auch einen Sinn für Feinmechanik.

Sorry Apple, das Produkt "iPod" geht an der Zielgruppe vorbei. Ich denke mal, daß der Anteil der HiFi-Fans unter Mac-Usern höher sein wird als bei PC-Usern.

Wenn es Apple hilft soll es mir Recht sein. Allerdings sollte Apple hervorheben, daß der iPod ein PC-Produkt ist. Ich kann mir nicht vorstellen, daß Apple-User damit zufrieden sind.

Sinnlichen Genuß aus München, F.H.

@F. Herdieckerhoff

Von: fränk | Datum: 03.08.2004 | #14
Ich bin mit dem iPod sehr wohl zufrieden!
Für mich als Vinyl-Fan, ist es nach einem halben Jahr die zweitliebste Abspiel-Kiste geworden!
(Das das mal so kommt hätte ich mir bis letzte Weihnachten auch nicht träumen lassen :-D)

Mit komprimierter/datenreduzierter Musik mag ich mich auch nicht so einfach abfinden. Das Beobachten der Feinmechanik (sogar im Ruhezusatnd) macht mir auch großen Spaß.

Der iPod hilft aber ein Stück weit über die Nachteile der digitalen Musik weg!
Die 128Kps im ITMS sind allerdings nicht akzeptabel!

@Nico

Von: Terrania | Datum: 03.08.2004 | #15
Warum ist DMM schlechter als das normale Verfahren? Ich kann mich an Ende der 70er erinnern, als das Direct Metal Mastering als DER Quantensprung in der Vinylproduktion angekündigt wurde. Und die DMM-Platten, die ich haben klingen wirklich klasse (sogar im Vergleich zu Direktschnittplatten).
iPOD für PC-Jünger? Schon mitgekriegt, daß man auch UNKOMPRIMIERTE Musik auf dem iPod hören kann? Das US-Magazin AUDIOPHILE hat das getestet, und kam zu dem Schluss, daß der iPod einen hervorragenden Sound bei unkomprimierter Musik hat ...

ermüdend *g*

Von: DOSenFreddy | Datum: 03.08.2004 | #16
"In Langzeit-Versuchen innerhalb der Redaktion "stereoplay" haben wir festgestellt, dass der Konsum datenreduzierter Musik schneller ermüdet und stärker stresst als der von unkomprimierter. Unsere These: Weil das Hirn ständig die verdeckten Signale ergänzen muss, wird es mehr gefordert."

Hmm, wenn ich denke wie ermüdend es ist bei einer LP das Rauschen Knacken und Knistern zu ertragen. Müsste es nicht eher so heissen:

In Langzeit-Versuchen innerhalb der Redaktion "AAC" haben wir festgestellt, dass der Konsum rauschgefüllter Musik schneller ermüdet und stärker stresst als der von sauberen AAC-Sound. Unsere These: Weil das Hirn ständig das Knacken, Rauschen und knistern herausfiltern muss, wird es mehr gefordert.

@Terrania: DMM und Co.

Von: Nico | Datum: 03.08.2004 | #17
DMM ist deswegen "schlechter", weil Metall einen höheren Schneidewiderstand hat als z. Bsp. Lack. D. h. die Schneideschnelle kann bei Metall nicht so hochfrequent sein wie beim Lackverfahren. Ausserdem sind bei DMM die Schneidekanten rau, was einen erhöhtes Störrauschen zur Folge hat, selbst wenn man die Kantenrauigkeit mittels Erhitzung des Schneidestichels herabsetzt (Herabsetzung des Schneidewiderstandes).

Gruss

Bilder?

Von: struffsky | Datum: 03.08.2004 | #18
Versuche mal einen anderen Vergleich:
Als Fotograf jagt es mir beim Anblick eines perfekten Baryth-Fotoabzugs Schauer über den Rücken. Trotzdem benutze ich zunehmend eine Digitalkamera. Das Problem: die alte Technik stirbt weil das Material irgendwann nicht mehr bezahlbar ist.
Bitte Bitte: die Welt ist groß genug für mehrere Systeme. Wir suchen uns dann das Beste beider Welten, so wie wir es brauchen.
Und: es ist die Aura der alten Technologie und die Beseelung mit Geschichte und Erinnerungen, die uns schwärmen lässt…
Nicht alles ist rational zu bewältigen…

@DOSen Fredd

Von: puckmaus | Datum: 03.08.2004 | #19
ACC ist nicht verlustfrei. Verlusftrei gegenüber der CD ist AIFF, WAV und Apple Lossless. Ich denke, daß es Herrn Biermann aber darum geht, daß bereits die CD schlecht genug und eigentlich ein Schritt nach hinten war. Wenn Programme wie iTunes dahergehen und aus der CD als Quellmedium MP3-Files erzeugen, dann muss das Egebnis zwangsläufig noch mal eine Stufe schlechter sein.

Warum ist die CD denn schlechter als die LP? Die CD hat ein eingeschränktes Frequenzspektrum vom 20 Hz bis 20 kHz. Die LP hat hingegen andere Schwächen. Wirklich wichtig ist das alles nicht, weil die technischen Eigenschaften der CD meist nicht ausgereizt werden. Entscheidend ist imho, daß LPs anders gemastert und das Ausgangsmaterial nicht mehrfach durch den Limiter gezogen wird, damit die Scheibe auch im Radiowecker gut klingt. Da dies bei der LP nicht passiert spürt man einfach mehr Dynamik. Manchmal habe ich das Gefühl, daß aktuelle Produktionen auf CD absichtlich schlecht abgemischt werden, um den Kunden nach kurzer Zeit ein Release auf SACD zu präsentieren, das viel viel besser klingt.

Eine grafische Verdeutlichung hat Kollege Huennebeck auf seiner Homepage gehortet. Hier mal ein Beispiel für eine Aufnahme, wie sie früher normal war:

[Link]

Jetzt mal die Grfik einer modernen sog. remaster-Fassung des selben Materials:

[Link]

Es grüßt die puckmaus

naja

Von: Gulaschpizza | Datum: 03.08.2004 | #20
Ich zähle mich selbst zu den audiophil Veranlagten - einen Niedergang der Hörkultur kann ich nicht erkennen, vielleicht einen Niedergang der Kaufkultur von Musik bei manchen Menschen! Trotz eigener Rotelanlage werde ich mir für unterwegs einen iPod zulegen (wenn die Aufnahmefunktion kommt).

Viel Spaß, ich fahr jetzt nach Slowenien in den Urlaub.

@puckmaus: Nicht ganz.....

Von: Nico | Datum: 03.08.2004 | #21
Das A und O bei hochwertiger Musikproduktion ist, dass Musik VOR dem Mikrofon passiert. Mastering ist lediglich das allerletzte Glied in der Kette. Technisch ist die CD der Schallplatte schlichtweg überlegen. Es ist aber nicht das Problem der CD, wenn die Leute nicht wissen, wie man die Möglichkeiten der CD ausnutzt und dann auf dem Medium CD schlechteres Material hat als auf älteren Schallplattenaufnahmen.

Wenn wir mal genau überlegen, dann ist die Antwort, warum viele Produktionen (in allen Stilbereichen) so schlecht sind, eben NICHT, dass Schallspeicherung X oder Y mit Feature ABC verwendet wurde, sondern das in frühen Zeiten sehr viel Wert auf das, was vor und mit dem Mikrofon passiert, gelegt wurde.

Beispiel: Die "Eagles" waren ganze 8 Monate (!!!!!!) im Studio für ihr Album "Hotel California".

Wir leben heute in einer Geiz ist Geil - Zeit: Alles muss schnell und billig (eben nicht preiswert) von statten gehen. "Fix it in the mix" oder "Den schiefen Ton kannst Du doch rausfiltern". Vocalign wird es schon richten. Hinterher kann man mit 100 Plugins jeden Hinterwäldler zu einer Jessey Norman machen (vgl. die Bums- und Stönmusik der aktuellen Starsearch-Charts). Viele sogenannte Musiker wissen garnicht mehr, worum es geht: Geschmack, Musikverständnis, technisches Beherrschen des Instrumentes (Ja, auch eine Snare kann man falsch stimmen), Arbeiten mit Raumakustik, Mikrofonposition und Mikrofoneigenarten u.s.w.

Und dann sind da noch die Produktionsstudios, die das ihre dazutun und den Leuten mehr Features als Knowhow verkaufen. Viele meinen ja, mit ner Genelec 1031 A auf zwei schön designten Leimholzständern könne man Mastering oder Mischung betreiben. Das man da aber ausser Bums und Zisch nicht viel hört, ist wohl klar.

Zu dem zweiten Link ist zu sagen, dass dies ein typisches Beispiel für eine vollkommen inakzeptable Lautheitsmaximierung ist. Die Spitzen sind schlichtweg abgeschnitten. Sowas würde mein Masteringstudio niemals verlassen.

Mal ehrlich!!

Von: thomm | Datum: 03.08.2004 | #22
Ist es nicht immer so, daß richtige oder angebliche Spezialisten außerhalb des Mainstreams eigentlich völlig daneben sind!?
Hier das Beispiel der Musik, dort das Beispiel des anspruchsvollen Films, weiter mit Spezialanwendungen z.B. Videoschnitt, Fotographie, Bücher, Malerei usw. usf.
Man sollte auch für sich persönlich einmal realisieren, daß man niemals die Zeit aufbringen kann, um für all die schönen Dinge des Lebens die notwendige Aufmerksamkeit zu haben!
Irgendwo ist jeder Mensch Generalist! Vielleicht ißt dieser angebliche Spezi mit dem eingebildeten Supergehör ja nur bei McDonalds aber irgendwo wird er auch nur konsumieren. Jeder Mensch ist einzigartig und ein Interview in einer anerkannt schrottigen Zeitschrift mit irgendeinem Schnösel ist sowas von unwichtig.......
Also ist das ganze nur ein Streit um des Kaisers-Bart

Gruß

64/96 kbit/s AACs

Von: Thilo Ettelt | Datum: 03.08.2004 | #23
Ich hab gestern alle meine Musik-CDs von 128 kbit/s in 64 kbit/s (vorher auch noch 96kbit/s) konvertiert. Das hat Ewigkeiten gedauert (bei über 50 CDs), aber ich muss sagen, ich bin erstaunt wie genial der AAC Codec ist. Bei MP3 hätte man grauenvolle Geräusche durch die Kompression, aber bei AAC hört es sich allenfalls besser als bei einer Kassette an und schlechter als eine CD. Irgendwas dazwischen, die Songs rocken aber immer noch. Und sie passen auch fast alle auf den iPod mini. Und es wird wahrscheinlich auch Batterielaufzeit schonen, da mehr gecacht werden kann. Ich könnte jedenfalls meine Bibliothek von 7 auf 4 GB reduzieren. Man sollte wirklich mal rumprobieren, was einem subjektiv gefällt. Musik ist nun mal etwas sehr persönliches. Wie Klinsmann beim Fußball meinte: jeder einzelne hat eine andere Meinung. Das gilt auch für Musik und deren Verwendung/Komprimierung. Ich habe jedenfalls auf AIFF mit 128 kbit/s AACs verglichen. Unterschiede konnte ich auf meinen Soundsticks und Sound Enhancer nicht bemerken. Übrigens bringt der Sound Enhancer bei 64 kbit/s so einige Komprimierungsfehler zum Vorschein, aber wenn man ihn runterdrehen geht es wieder. Von daher ist mir das ziemlich wurscht ob nun 64 kbit/s oder 128 kbit/s. Im Moment geht es mir um die Größe. Und die stimmt. Ich hasse es wenn diese Spiegel- und sonstige Reporter immer noch von MP3 sprechen. MP3 ist bei weitem nicht so leistungsfähig wie AAC. Leider checkt das niemand.


Gruß, Thilo

Nachschlag: Qualität

Von: Thilo Ettelt | Datum: 03.08.2004 | #24
Mir ist noch was aufgefallen. Diese ganze Diskussion ist pervers. Der Autor soll auf Live-Konzerte gehen, oder seine Gruppe lieber gleich anheuern. Das kostet bestimmt genauso viel wie seine Anlage und das Instandhalten seiner Platten. Was wiederum bedeutet, dass er wahrscheinlich Leichen ausbuddeln muss, und der iTunes Music Store das einzige Medium ist, wo er alte Musik noch effektiv (sprich: er kann sich einzelne Titel laden und nicht ganze Alben; bzw. Musik, die vielleicht nicht mehr leicht zu kriegen ist) bekommen kann.
Aber das Ding ist doch, sobald man das Argument einwirft, mit der Live-Musik, würde er vermutlich antworten, dass man diese ja jeden Tag hören könnte. Dazu ist nur zu sagen: wer das nötige Geld hat, kann sich das bestimmt leisten, aber kann man Venyl-Platten auch nicht überall mit hinnehmen. Das sollte einem nach 20 Jahren Walkman langsam (aber nur ganz langsam) aufgefallen sein... der iPod bedeutet eine Verbesserung der Audiokultur weil mind. hunderte unkomprimierter Lieder draufpassen und sogar fest gespeichert sind. Gib mir eine Venyl oder Kassette, die so robust ist. Bei den Kassetten ist ja schon nach 3-5 mal anhören ein deutlicher Qualitätsverlust da. So war es jedenfalls immer bei meinem Walkman...


Gruß, Thilo

"würde er vermutlich antworten, dass man diese ja NICHT jeden Tag hören könnte" n/t

Von: Thilo Ettelt | Datum: 03.08.2004 | #25
n/t

Und der Musikgenuss...

Von: Greavenbreit | Datum: 03.08.2004 | #26
... definiert sich sicherlich auch darüber, dass man die Musik eben nicht überall hören kann. Sondern sich in sein Wohnzimmer zurückzieht, die Fenster und Türen schließt, bevor man die guten Vinyl-Platten auflegt.
Musikgenuss bedeutet Musikerlebnis.

Was allerdings den Musikkonsum angeht: Wenn ich Musik konsumieren will (ob im Auto, beim Wandern, Spazierengehen, etc.), dann zählt für mich Bedienungsfreundlichkeit, Komfort und eine große Auswahl an verfügbaren Songs (auf dem iPod, nicht im Store ;-) ) - all diese Punkte bedient der iTMS zusammen mit dem iPod perfekt. Und genau hier liegt die Zielgruppe von Apple: Nicht der Audiophile, der ein Musikzimmer mit einer Anlage im Wert eines Mittelklassewagens besitzt, sondern der Musikkonsument, der möglichst unbeschwert Musik überall dort hören will, wo er grad Zeit und Lust dazu hat.

Aus diesem Grund sind für mich die "mehr als 128kbit im iTMS"-Diskussionen genauso uninteressant wie die über "der iPod klingt nicht so sauber wie meine High-End-Mega-Super-Duper-Whow-Anlage". Wenn das mal endlich alle begreifen würden, wären solche faktisch falschen Artikel wie im Spiegel nicht nötig.

Keiner erwartet von McDonalds ein Essen wie im 5-Sterne-Restaurant von Paul Bocuse. Warum erwarten dann aber alle dasselbe vom iTMS/iPod?

Immer auf dem Teppich bleiben

Von: groover | Datum: 03.08.2004 | #27
Ich hab zwar noch keinen iPod, werde mir aber einen kaufen. Trotzdem wird die LP mein liebstes Medium bleiben. Klingt gut. Und man ist ja schließlich auch leidenschaftlicher Sammler. Komprimierte Audiofiles zu horten, das macht mich nicht heiß.

Im iTMS habe ich ebenfalls schon eingekauft. Die Qualität ist noch halbwegs okay. Aber eben schon merklich schlechter als eine CD oder LP. Nicht weiter erstaunlich.

Was allerdings nervt, ist, dass hier so viele aufgrund der Apple-Fixiertheit den Artikel mal wieder einzig als gegen Apple gerichtet auffassen. Das ist doch Quatsch. Hier ging's doch nur um komprimierte und damit verlustbehaftete Musik.

P.S.
Meine Platten knistern in aller Regel nicht. Früher waren sehr viele LPs tatsächlich leise, was den kleinsten Kratzer zum Fiasko machte. Man versuchte eben nicht selten, 50 Minuten Musik auf eine LP zu quetschen. Doch heute achtet man sehr wohl darauf, dass der Vinylschnitt entsprechend laut ist. Und stellt daher lieber eine Doppe- oder Dreifach-LP her.

Da wird Musik mit 8 Bit im Studio aufgenommen...

Von: puckmaus | Datum: 03.08.2004 | #28
Hallo,

ich habe hier einen interessanten Artikel gelesen:

[Link]

Ich denke, daß da sehr viel Wahrheit drinsteckt. Mich hat der Satz beeindruckt, daß schon bei der Produktion gespart wird, weil die Musik ja eh nur als MP3-File konsumiert wird. Das ist für mich schade und dürfte auch der Effekt sein, den Herr Biermann beklagt. Ich habe nix dagegen, wenn jemand dahergeht und sich seine LPs oder CDs ins MP3-Format wandelt und sie über einen iPod anhört. Wenn die Musik aber von vorneherein nur noch für minderwertige Abspeilgeräte produziert wird ist es schon ein Verlust.

Es grüßt die pukmaus

CDs sind ein klangmässig ein grosser Rückschritt, aber

Von: Mr. L | Datum: 04.08.2004 | #29
Hier in München kaufe ich meine Audio-
Kleinelektronik bei einem der letzten
"hauptamtlichen" Schallplattenspieler-
Händler. Da steht eine schöne Anlage für
50 000 Euro, auf der man den 1000 Euro
Plattenspieler samt 2000 Euro System
gegen 2000 Euro CD Player hören kann.
Die Dynamik, also die Laut-Leise-Unterschiede und räumliche Abbildung und "Natürlichkeit"im Klang
der Platten schlagen gleiche CDs um Längen!!!

Schluss aus, basta, Thema gegessen, man muss das
Beste beider Techniken im Vergleich hören, um
es zu glauben. Das ist wie der Unterschied zwischen
"dünner" Aufnahme und Live-Erlebnis.

Die CDs wirken immer (!) flacher und langweiliger.
Gute Klassikaufnahmen auf LP z.b. von Living Stereo
oder Deutscher Grammophon (die gut erhalten
aber auch schon an die 500 Euro
pro Stück kosten) ziehen an jeder CD mit der
gleichen (!) Aufnahme vorbei. Da gibt es nichts
zu deuteln. Man kann hören und fühlen: ah Triangel
links oben, Violoncello von rechts, Oboen dort,
Pauken (und was für welche!) dort und zwar
mit zwei Stereolautsprechern,
nix Surround 5/1 bla bla. Man sitzt vor einer Klang-
landschaft, die an Dynamik und Lebendigkeit
nicht zu überbieten ist.
Leise Töne sind wirklich leise und fortissimo und
impetuoso gibt es wirklich. Stimmen, z.b. die von
Elvis auf seiner ersten Platte für die Mama sind
mitreissend, realistisch und natürlich.
Da muss die CD voll einpacken.

Aber:

5 mal die Platte in ein Innencover gesteckt, in dem
unbemerkt ein harter Partikel sitzt, und die Platte
ist hinüber. Das führt dazu, dass eigentlich niemand
ausser einem selbst die Platten benutzen darf, die
Anlage wird zum "männlichen" Technik-Altar, der
einen Raum der Behausung okkupiert.
Anglotzen, anbeten, Pfoten weg!
Alltagstauglichkeit also Null.

Also bleibe ich bei meinem 500 Euro Technicsplattenspieler (für den alten Plattenbestand)
und nutze im Alltag meist den 300 Euro Marantz
CD-Player. Da klingt auch nach 100mal hören
Pavarotti einigermassen gut.
Wenn ich Schmacht nach echtem Opernpathos habe,
gehe ich alle paar Wochen mal zu Künstner-Elektronik
in der Schleissheimerstr. 98 und höre mir an,
wie Aufnahmen mit der Technik von vor 40 Jahren
(HighFidelity/ DIN 45500) alles heutige in den
Schatten stellen.
Haben muss ich das nicht, aber genausowenig würde
ich irgendwas in MP3 konvertieren und mir antun.
So eine "Alltagstauglichkeit" kann es gar nicht
geben, dass ich mir diesen "Kurzwellensound" antue.
Also wenn schon, dann die AIFF/WAV-Datei auf den
IPod, dann klappts auch mit dem Nachbarn...

Schönen Tag noch

Klientel?

Von: Thilo Ettelt | Datum: 05.08.2004 | #30
Offensichtlich scheinen hier große Unterschiede in der Klientel zu herrschen.

Wenn die einen den Untergang der Musikkultur beschreiben, und meinen damit Pavarotti, Klassik, vielleicht auch Classic Rock und Jazz usw., welche nicht in Live-Qualität abgespielt werden kann, dann ist das etwas erschreckend.

Denn es gibt nun mal mehr als nur ein dutzend Genres, locker 100. Und viele davon basieren auf elektronischer Musik. Sind deshalb aber nicht minderwertig, man denke an HipHop, welches auf den Vocals/Lyrics basiert und versucht Texte zu vermitteln.

Wenn man sich anmaßt, dass dadurch Musikkultur verloren ginge, finde ich das heftig. Wer definiert denn Kultur? Und was ist Musik. Es gibt Leute, die lehnen ab Hip Hop als Musik zu bezeichen. Aber wie darf man das dann verstehen? Etwa so, dass die Musikkultur zu Grunde geht, aber die Audiokultur ihren Aufschwung erlebt. Hip Hop und R&B ist zum Pop aufgestiegen.

Aber ansonsten: Es gibt ja auch Comedy. Die kann man sich super auf dem iPod anhören. Und es reichen 32 kbit/s AAC. Ist das jetzt ein Rückschritt?

Ich glaube, wenn man sich das alles auseinanderpult, dann bemerkt man, dass nicht nur der Markt für "Audiophilen-Produkte" gering ist, sondern auch die Musikgenres für die jene Produkte geeignet sind.

Jetzt kann man über den Sinn und Zweck dieser Produkte diskutieren. Aber es geht hier um den angeblichen Untergang von irgendwas immateriellen, letztlich nutzlosen (artifizielle Musik in perfekter Qualität, das ist immer noch nicht Live-Musik- und einen echten Nutzen hat es nicht, außer Geld auszugeben für persönlichen Genuss).

Ich finde es gibt größere Probleme auf der Welt, als unbefriedigter Egoismus. Kauft euch lieber einen iPod. Er wird euch keine Kopfschmerzen bereiten, solange ihr ihn nicht jeden Tag mit voller Lautstärke betätigt. Oder geht in ein Live-Konzert.

Und das Geld, was ihr dann gespart habt, könnt ihr für einen gemeinnützigen Zweck ausgeben. Damit andere keine Kopfschmerzen haben. Oder: Damit uns die prekäre Lage in Afrika zum Beispiel nicht weiter Kopfschmerzen bereiten muss. Aber nicht nur bei der Musik ist live hingehen besser. Vorort zu helfen, das wäre ideal.


In diesem Sinne,
Thilo

Alles relativ!

Von: buell-driver | Datum: 01.10.2006 | #31
Also, ich bin seit langer Zeit bekennender Dire Straits-Fan, und mein absoluter Favorit ist "Sultans Of Swing".

Ich habe kürzlich die "Remastered" Version gekauft und war positiv überrascht, allerdings habe ich den Unterschied nur beim nächtlichen Hören mit Kopfhörer deutlich gehört! Erstaunlich, was da an dynamischen Tönen noch rauszuholen war...

Der Song hat bei mir allerdings auch OHNE "Remastering", damals noch als Kopie auf einer Musik-Kassette, einen Schauder über den Rücken gejagt!!!

Als langjähriger Gitarrist kann ich für mich nur sagen, dass es nicht auf die Qualität der Aufnahme drauf ankommt, sondern ob die Musik "vom Herzen" kommt, und dies entsprechend zu hören/spüren ist!!!

...und das funktioniert bei einem Besuch von einem Live-Konzert einfach immer noch am besten!!!