ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 3130

Linux-Migration in München ausgebremst

Grüne sehen Softwarepatente als Gefahr

Autor: flo - Datum: 04.08.2004

Noch Mitte Juni sah in München alles gut aus, die lange geplante OpenSource-Migration sollte endlich beginnen -- auch wenn sich der Prozess freilich noch über die nächsten Jahre hingezogen hätte. Ende letzter Woche jedoch meldeten sich die Grünen in München warnend zu Worte: Softwarepatente könnten das Projekt zwar indirekt, aber doch entscheidend behindern. Die Auswirkungen seien nahezu unkalkulierbar: Mittelständische OpenSource-Entwickler könnten mit kostenintensiven Patentklagen überzogen werden, die Weiterentwicklung könnte durch Patente gebremst oder vollständig blockiert werden etc. pp -- was Gegner von Softwarepatenten nun eben schon ständig predigen. Nun ist das Projekt -- zumindest den "Basis-Client" betreffend -- tatsächlich auf Eis gelegt. Im Rahmen einer Patentrecherche (derzeit nicht erreichbar wieder erreichbar) des ffii waren rund 50 Konflikte aufgetaucht -- zu viele scheinbar. Nun wird man wohl auf eine Entscheidung der Bundesregierung bzw. des Europaparlaments warten, die jedoch erst im Herbst zu erwarten ist. Dort ist nach dem überraschenden Umfallen der Bundesregierung, erst recht aber nach der völlig neuen Zusammensetzung des Parlaments der Ausgang völlig ungewiss. Eine Aussage seitens der Münchener Projektleitung, was eine Annahme der Richtlinie zur "Patentierbarkeit computerimplementierter Erfindungen" für das LiMux-Projekt bedeute, liegt nicht vor.

Allerdings hat das Münchener Projekt schon europa- und weltweit für Aufsehen gesorgt. Man darf auch nicht übersehen, dass die Entscheidung im EU-Wettbewerbsrat, die Softwarepatente wahrscheinlicher denn je machen, bereits Ende Mai fiel, mithin also einen knappen Monat vor der feierlichen Ankündigung in München, man werde nun tatsächlich mit der Umstellung beginnen. Insofern könnte die nun erfolgte "Notbremse" in München auch als ein Druckmittel fungieren: Hallo, ihr, die ihr unser Vorhaben doch so gut fandet, schaut her wie bedrohlich Softwarepatente sein können, bedenkt das doch bittesehr!

Zwar kann die Bundesregierung respektive die Bundesparteien "ihren" EU-Abgeordneten nicht sagen, wie sie abzustimmen haben, aber dass möglicherweise eine wie auch immer geartete "Empfehlung" ausgegeben wird, dürfte anzunehmen sein. Denn: Immerhin gibt es seitens des Bundesinnenministeriums eine Empfehlung für OpenSource! Will man das durch eine entsprechende EU-Entscheidung über den Haufen werfen und sich ins eigene Knie schießen? Zuletzt zeigte sich auch Paris an einer OpenSource-Migration interessiert und heute lese ich auch von umsteigewilligen Wienern, sodass München nicht nur an die deutschen EU-Abgeordneten appelliert, sondern indirekt auch an alle prinzipiell der OpenSource-Lösung zugeneigten.

Kommentare

Lösung ...

Von: neo | Datum: 04.08.2004 | #1
Vielleicht sollten Personen entscheiden die von dem Thema ahnung haben aber keine Finanzellen absichten durch ihre Entscheidung hegen. Passt zu fast allen Politischen Themen. Es wäe Zeit für eine neue Struktur im Politischen System bei uns oder sehe ich das falsch? Warum läst man sich so was eigentlich immer wieder gefallen ...

Gruss Sven

PS: Es geht um die zu Stimmtung für die Software Patente.

... ich hatte zum Thema Software-Patente ...

Von: bodo | Datum: 04.08.2004 | #2
schon eindeutig Stellung (dagegen) bezogen und wurde hier dafür von einigen Kommentatoren abgekanzelt bzw. zurecht gewiesen.

Aber was sich hier nun abzeichnet, spielt gerade den Großkonzernen in die Hände (natürlich auch M$).

Es wird (wenn nicht bald die Notbremse gezogen wird) sich hier eine Situation wie im amerikanischen Zivil-Leben ergeben (überspitzt formuliert) - soll heißen - jetzt wird erst mal gar nichts gemacht, bevor nicht klar ist, ob nicht irgend jemand (klar - NICHT irgendjemand!) Ansprüche erhebt, und mir mal so neben bei die Existenz abhanden kommt

Ich sag euch wie's kommt

Von: Karl Schimanek | Datum: 04.08.2004 | #3
Softwarepatente werden zugelassen (man schießt sich zwar ins eigene Knie, wäre ja nicht das erste mal) und holt sich dann natürlich (gibt ja keine Alternativen *lach*) M$ wieder ins Haus. Mit Longnase und allem drum und dran, ist ja sowieso sicherer *lautlach*

Crimo$oft hat ja bestimmt noch ne Kleinigkeit in der Portokasse um da mitreden zu können (Softwarepatente/ Linux) ;-)

Lobby

Von: don.redhorse | Datum: 04.08.2004 | #4
das Problem ist doch ganz klar. OpenSource hat keine Lobby. D.H. die die meinen von uns gewählt worden zu sein um das zu machen was die Lobby von M$ und co sagt haben doch selber keinen Durchblick was sie damit denn genau anrichten.
Sicher muss es möglich sein eigene Erfindungen irgendwie zu schützen, aber die Frage ist nun WAS muss, bzw. darf geschützt werden.

Wenn OpenSource zu einem Politikum wird können wir das ganze gleich ad acta legen :-/

Goodbye

Von: Tobias | Datum: 04.08.2004 | #5
Auf Wiedersehen Linux & OpenSource. Denn ihr seid illegal ! Zurück zum Monopol...........so wirds kommen

Man könnte kotzen...

Von: -rw-r--r-- | Datum: 04.08.2004 | #6
..wenn man mit ansehen muss, wie eine halbamputierte Handvoll Besitzstandswahrer und Innovationsverweigerer dafür sorgen, dass sich NIEMALS auch nur IRGENDETWAS zum BESSEREN wenden wird. Ich werd jetz schlafen gehen...weckt mich, wenn die Bürgersteige brennen!

Lächerlich

Von: Oliver | Datum: 04.08.2004 | #7
Ich bin mir ziemlich sicher, dass man eine Verwaltungssoftware schreiben kann, ohne bestehende Patente zu verletzen. Ausserdem kann man Patente auch unter Lizenz nutzen. Kein Mensch hat verlangt, dass Münchens Verwaltungssoftware kostenlos hergestellt werden muss.

Was ist Innovation?

Von: Oliver | Datum: 04.08.2004 | #8
Was ist eigentlich Innovation? Versteht man darunter, jene Technik, die jemand anderes ausgetüftelt hat abzupinseln, um damit den Rahm abzuschöpfen?

Oder versteht man darunter, etwas Neues und Eigenes zu schaffen, und sich dieses mit einem Patent zu schützen?

Mit welcher Methode war man innovativer?

Dass es schädliche Trivial-Patente gibt, will ich natürlich nicht abstreiten.

Praktikabilität = 0

Von: Tobias | Datum: 04.08.2004 | #9
Sicher KANN man eine Software ohne Patentverletzung schreiben. Nur ist es nicht möglich.

1. weil man ERST mal eine Recherche machen muß. Dazu benötigt man eine Menge Geld & Manpower. Kleine Firmen und Einzelentwickler können das nicht.

2. weil die schlau..... eh...überlasteten Patentämter selbst sowas wie 1+1 genehmigen. Jeder Schrott kan patentiert werden.

Mit genug Rechtsanwälten kann man also jeden Verklagen. Große Firmen machen so alles platt.

Also läßt man doch schnell die Finger von der Programmiererei.

OpenSource hat nicht viele GeldRescourcen und lebt oft von kleinen Firmen, Einzelpersonen. Die Patente schützen niemanden, da das System nicht funktioniert. Es leben die Anwälte, nicht das Recht, oder Fairness.

Lizenzen zu kaufen kostet Geld, bzw. aus politischen Gründen kann man nicht immer eine Lizenz bekommnen. Eine Lizenz ist mehr ein Kontrollinstrument als das er der Wirtschaft nützt.

Und die legalen Kosten?

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 04.08.2004 | #10
..für die ganzen Patentklagen? Hm, wer trägt die, Oliver?

Ist doch ganz einfach

Von: Oliver | Datum: 05.08.2004 | #11
Wenn man nicht das Geld hat, um eine Technologie, die jemand anderes ausgetüftelt hat, zu lizenzieren, muss man selber tüfteln. Man sucht eine andere Lösung. Man ist innovativ.

Warum muss eine 1-Mann-Firma das Recht haben, Technologien zu verwerten, an denen z.B. IBM mit hunderten Wissenschaftlern jahrelang (und mit viel Geld) geforscht haben? Kann man wirklich argumentieren, dieser Mann müsse das Recht dazu haben?

Wer eine 1-Mann-Firma betreibt, muss sich damit abfinden, dass er nicht die technologische Potenz hat wie eine ganze Abteilung eines großen Konzerns. Das ist für ihn auch kein Problem, denn er sucht sich andere Felder, in denen er trotzdem erfolgreich sein kann. Oder er lässt es bleiben.

Soll jedermann das Recht haben, Apples neue Basistechnologien wie CoreAudio, CoreImage und CoreVideo einfach so zu benutzen? Und wenn ja: Sollten wir dann nicht auch Beifall klatschen, wenn Microsoft es täte?

Wer ernten will, soll säen. Wer nicht säen will, soll auch nicht ernten.

@alle

Von: mcj | Datum: 05.08.2004 | #12
... sehe ich das richtig, dass sich hier fast alle (mit zum teil sehr amüsanten Kommentaren: -rw-r--r--) einig sind, bis auf einer?

Finde ausserdem, dass Sprüche wie 'wer ernten will soll säen und wer nicht säen will soll auch nicht ernten' leider etwas zu undifferenziert in Bezug auf Softwarepatente sind - ich würde im persönlichen Gespräch vielleicht dazu gehirnfrei sagen - aber das machen wir ja nicht im Diskussionsforum.

Wundert mich echt, weil Oliver eigentlich zu den Typen gehört, die sich hier an jedem Thread zu vergreifen. Der sollte eigentlich auch schonmal zu dem Thema etwas gelesen haben. Also also, will da jemand nur diskutieren oder wie?

gruss, m.

PS @don.rednose: das mit der Lobby dürfte vermutlich ein grund sein. Allerdings gibt es eine ganze Reihe von Aktivisten im Open Source Bereich. Und ich finde dass die sehr konstruktive Aktionen anleiern (Linux Day, Foren, ect. - da ist mehs los als in der Mac Ecke).

Das Problem scheint mir eher, dass die Auswirkung von Softwarepatenten sich nicht mit anderen Branchen vergleichen lassen - Das Thema aber von den Entscheidungsträgern in einen Topf geworfen wird. Patente im Bereich Medizin (hm, genetik, naja) oder Maschinenbau haben einen anderen Wert als bei Software und scheinen auch nicht so durchsetzt zu sein und absurden patentvorschlägen (one-click zumBsp).

Ich glaube auch, dass es wesentlich zum Verständnis beitragen würde, wenn die Entscheidungsträger in der Politik bei einem ganz normalen Sopftware Projekt dabei sein könnten um mal zu sehen, wie schnell man sich dann fragen kann, ob etwas nicht durch Softwarepatenten zum Problem wird.

Patentrecherche durchgelesen?

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 05.08.2004 | #13
Den Link zur Patentrecherche sollte jeder mal anklicken, da sieht man dann schon, wie schwierig es tatsächlich werden kann ohne jede Patentrechtsverletzung irgendwas zu installieren. Und da kann man teilweise sich nicht hinsetzen und selbst was "ertüfteln", dazu sind manche Dinge zu grundlegend.

1 zu 100

Von: Tobias | Datum: 05.08.2004 | #14
Man soll ja nicht gleich behaupten das wenn 100 Leute einer Meinung sind, ein Einzelner gleich Unrecht haben muß.

Doch Oliver hat das nicht ganz zu Ende gedacht. Niemand will Ideen kopieren, nur eine 1 - Mann Firma (oder alle kleinen Unternehmen) können sich eine Prüfung der Patente überhaupt nicht erlauben. Wie viel Zeit das kostet ! Tage / Wochen ! Außerdem muß man sich schon im Rechtssystem sehr gut auskennen um nicht doch eine Klage zu riskieren (die riskiert man eh).

1000E Programmieraufwand
3000E Recherchekosten
30.000E Risiko für Patentverletzung

Keine Versicherung deckt sowas ab........

Siehe aktuellen macnews.de Artikel über Trivialpatente :
[Link]

Ihr habt mich überzeugt

Von: Oliver | Datum: 05.08.2004 | #15
Ich sehe es ein. Weil eine 1-Mann-Firma gar nicht die Zeit hat, nach allen Patenten der Welt zu wühlen, sollte es ihm erlaubt sein, einfach alle Entwicklungen von jedem abkupfern zu dürfen.

Ausserdem stellt es sicher, dass er sich nicht mit juristischen Klagen herumschlagen muss. Er kann sich also ganz aufs Abkupfern konzentrieren, ohne Zeit für diesen nebensächlichen Scheiss zu verlieren. Ansonsten müsste er womöglich noch einen Anwalt bezahlen. Oder er müsste womöglich was Neues erfinden.

Die ganze Diskussion finde ich spießig. Da hat ein findiger Daniel Düsentrieb zehn Jahre lang an einer heißen Sache getüftelt, hat seine Ersparnisse und die Hypothek auf "Omma ihr klein Häuschen" investiert, und hält dafür zum Schluss ein feines Patent in den Händen. Aber anstatt sich zu freuen, will dieser Halunke es an eine große Firma verkaufen! Da schieben wir mal schön einen Riegel vor. Die große Firma darf es natürlich kostenlos abkupfern. Wo kämen wir sonst hin?

------------------
(Trivialpatente ausgenommen)

bitte Oliver

Von: Derek | Datum: 05.08.2004 | #16
Du weißt, dass Deine Vorredner auf etwas anderes herauswollen:
Grundlegende Sachen: Doppelklick,Schleifen, Pull Down Menüs oder ähnliches werden Patentiert. Das wäre so als würde auf einmel der Doppel-T Träger im Stahlbau, Bei den Handys die Zehnertastatur mit Doppelbelegung oder bei Glühlampen die Fassung patentiert.
Ergo: Jemand dort draußen kann verhindern, dass außer ihm niemand mehr ungestraft ohne Lizenz (100 EUR pro m Doppel T, 8,70 pro Handy mt zehnertastatur oder 3,80 EUR pro Glühlampenfassung) ein produkt anbieten kann. Und darum geht es, geistiges Eigentum soll geschützt werden, aber wessen geistiges Eigentum ist der Doppelklick?? Dessen der es zuerst zum patent gewagt hat anzumelden??
- Darum geht es, diese Patentierung führt zu einer Lähmung ener ganzen Branche. Die Entwicklung wird gelenkter veraufen und es wird 5-10 BigPoints geben, die im grunde nicht mehr vom MArkt zu verdrängen sind-. egal wie schlecht sie sind: siehe Deutsche Telekom, Bundesbahn--ähnliches Prinzip, gleiche Wirkung (Würg-ung).

Ich glaube wenn es soweit käme würd eich mich recht schnell vom Computern zurückziehen, vielleicht ist so etwas ja auch gewollt. Man will dem Normalbürger die Technoligie wieder entziehen, weil man im auch eine große Macht anvertraut hat. Dies stört einfach beim ungehinderten Abzocken durch politik und Unternehemen.

... im Grunde passt das in die Entwicklung hin ...

Von: bodo | Datum: 06.08.2004 | #17
... zur Globalisierung. Man hat den Eindruck, das diese im Software-Bereich jetzt so richtig (wenn auch mit erheblicher zeitlicher Verzögerung) durchgezogen wird.

Was macht das Entwickeln von Software so kritisch bzw. kontrollierenswert: Es ist "im Prinzip" doch total anarchistisch. Ein Einzelner kann (theoretisch) mit einem Minimum an monetären Mitteln Softwarelösungen , die sogar genial sein können, schreiben und (ebenso theoretisch) vermarkten - ein anarchistischer Traum oder Kapitalisten-Alptraum (wenn diese Lösungen auch noch allen umsonst zugänglich gemacht werden).

Es geht einfach darum, das unter Kontrolle zu bekommen. Es kann nicht sein, das regionale Lösungen (sei es nun Lateinamerika, München ...) sich quasi dem Markt (und der Kontrolle und des Einflusses) entziehen.

Und weil wir hier so gerne auf Microsoft schimpfen - Apple ist doch keinen Deut besser. Da werden gelungene und erfolgreiche Lösungen einfach kopiert (Sherlock, Konfabulator ...) und ins System eingebaut (ja, Microsoft handelte genauso).

@Oliver: Wie hätten also Software-Patente den Entwickler von Konfabulator die Rechte sichern bzw. eine angemessene Emtlohnung sicherstellen können? Oder besser - was hätte er überhaupt patentieren lassen können? Welches revolutionäre und vorher nicht verwendete Verfahren kommt darin wohl zu Einsatz?

Zusammenfassend muss ich feststellen, das viele Deiner Stellungnahmen von einer gewissen Weltfremde bzw. Naivität diktiert scheinen, die wohl aber eher Methode sind.

die wohl aber eher Methode ist ...

Von: bodo | Datum: 06.08.2004 | #18
und nicht:

"die wohl aber eher Methode sind"

Sorry dafür

Nicht so schlimm

Von: Oliver | Datum: 06.08.2004 | #19
Meine Lebenserfahrung sagt mir, dass es immer einen gewissen Prozentsatz an Menschen geben wird, die an eine globale Verschwörung glauben. Sie glauben, dass es bestimmte Bösewichte gibt, die sich in geheimen Konferenzen treffen und daran arbeiten, den Bürger unmündig, unkritisch und konsumfreudig zu machen. Sie bestimmen, wer die Macht hat und wer nicht.

Zu diesen Bösewichten gehören alle großen Firmen und prinzipiell alle, die viel Geld haben. Außerdem natürlich die Politiker, zuvorderst jene von der CDU, der CSU und der FDP. Vor allem aber die Banken. Und die Konzerne. Und die Verbände. Aber auch die Medien. Die besonders!

Und diese Bösewichte haben sich also gesagt: "Wir machen jetzt mal die Globalisierung. Das ziehen wir voll durch. Und wie erreichen wir das? Mit Patenten."

Das Ziel ist, den ehrlichen und aufrechten Menschen zu kontrollieren und gefügig zu machen. Verhindert werden sollen Eigeninitiative oder gar kritische Aufmüpfigkeit. Weniger Bildung, mehr Konsum! Wer zu viel weiß, stellt vielleicht Fragen! Deswegen stecken ja die ganzen Medien mit den Bösewichten unter einer Decke.

------------------

Der beschriebene kollektive Verfolgungswahn ist durchaus weit verbreitet. Es gibt allerdings eine in Apotheken erhältliche Fettpaste, mit der sich diese schlimmen Symptome lindern lassen. Kurzes Einreiben genügt bereits.

Auf der anderen Seite: Wen stört es schon, wenn einige Leute einen Verfolgungswahn haben und an die Weltverschwörung gegen den kleinen Mann glauben? Mich jedenfalls nicht. Solange die Patentgegner ihre Argumentation auf der "Großen Weltverschwörung" aufbauen, wird sowieso kaum jemand zuhören.

Ich schon, denn ich find' das lustig.

@ Oliver ...

Von: bodo | Datum: 06.08.2004 | #20
... äh, hallo, ich denke ich bin sehr konkret geworden (am Beispiel Komfabulator).

Dazu fällt Dir offenbar nichts ein, also steckst Du mich in die "Verschwörungsanhänger-Kiste" (Nein, ich glaube nicht, das die Mondlandung ein FAKE war;-)

Nun gut, auch Du hast ein Recht auf Bequemlichkeit.

Und was mich jetzt aber doch mal interessieren würde:

Du läßt hier immer mal wieder Deine "Lebenserfahrung" rauß hängen - wie alt biste denn?

Ich bin 40

bodo

Von: dermattin | Datum: 06.08.2004 | #21
"Und weil wir hier so gerne auf Microsoft schimpfen - Apple ist doch keinen Deut besser. Da werden gelungene und erfolgreiche Lösungen einfach kopiert (Sherlock, Konfabulator ...) und ins System eingebaut (ja, Microsoft handelte genauso)."

Tschuldigung aber wenn du das generell meinst, ist das ist ein Verharmlosung von M$ erster Güte. Apple mit M$ gleichzusetzen ist wie das Gleiche mit Bush und Hitler zu tun. Ja, beide Politiker sind/waren Steuerbetrüger, sind/waren korrupt und ziemlich hohl, aber Hitler war weitaus schlimmer als Bush, also sollte man, trotz aller Gemeinsamkeiten, dennoch die Verhältnismässigkeit bewahren.


@Oliver
Schade, dass du alles lächerlich machst, hätte interessant werden können.

oha

Von: dermattin | Datum: 06.08.2004 | #22
"... oh je, der Däubler-Gmehlin-Vergleich."

Der absolut zutreffend war...


"Setzt man den wirtschafts- und machtpolitischen Background (schiere Macht, Resourcen, Einflussnahme auch in weit abliegenden Gegenden, Regionen) in Relation bei diesem Vergleich, müsste die Gleichung eher "Microsoft->Bush" und "Apple->Hitler" lauten;"

Also das musst mir bitte mal genauer erklären.


"Man schaut sich das an und denkt sich -> Was für ein Quatsch;-)"

Allerdings.

erm..

Von: dermattin | Datum: 06.08.2004 | #23
""... oh je, der Däubler-Gmehlin-Vergleich."

Der absolut zutreffend war..."

..das sie Bush ja nicht mit Hitler verglichen hat sondern die Aktionen beider.

mann mann :)

Von: dermattin | Datum: 06.08.2004 | #24
..das = ..da :)

Und wer soll "legale" Software bezahlen ?

Von: dieter | Datum: 07.08.2004 | #25
München ist ziemlich pleite. Wenn MS, SCO und deren Schergen ihnen jetzt das Linux-Projekt plattmachen, kann es leicht sein, daß erstmal eine Weile lang gar nix gekauft wird, und schlecht und recht mit den vorhandenen PCs weitergemurkst wird. Wer 500+ Millionen für die Infrastruktur der Allianz-Arena aushustet, muß eben woanders sparen. Aus den Schulen kann man ja nix mehr rausquetschen, die sind ja schon bis zum Anschlag (keine Kreide, kein Klopapier, keine Reparaturen) runtergefahren :-(

Endlich mal ein guter Punkt

Von: Oliver | Datum: 07.08.2004 | #26
Das ist gut. Die deutsche Regierung sollte vor der EU-Kommission argumentieren, dass Software-Patente weg müssen, schließlich ist München pleite. Und wer soll dann die durch Patente verteuerte Software kaufen?

Oder ist das etwa Unsinn?

Natürlich, denn die Software für München würde so oder so nicht kostenlos auf irgendeinem Server rumliegen, sondern dass müsste in jedem Fall speziell für München programmiert und angepasst werden und wäre folglich kostenpflichtig.

Ich finde, man sollte auch gleich das Urheberrecht abschaffen und das Copyright mit dazu. Dann dürfte man alles kostenlos kopieren.

Das wäre viel billiger! Das kapiert doch der Dümmste.

handeln ohne (vor)zudenken

Von: Heico | Datum: 07.08.2004 | #27
Hi,

ich finde es immer höchst amüsant, wie einseitig manche argumentieren :
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Ich muss immer noch kotzen. Ich weiß schon, warum ich an einem Mac sitze. Und ein Freund von Linux bin.
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Apple macht es doch ganz genauso wie die anderen und läßt unsinige Dinge patentieren. Die sind dsbzgl. genau so 'schlecht' wie die anderen (... z.B. MS).
Also jetzt mal nicht in den Himmel loben.
'.... Apple lässt sich durchsichtige Fenster patentieren
Auch Patent auf iTunes-Interface erteilt - Computerkonzern momentan im Patentrausch ....'
[Link]

Was mich immer wundert - und jetzt wieder beim Fall München/Linux deutlich wird : das Problem Patente war doch schon vorher absehbar. Was sind das für 'Fach'leute, die da viel Geld für ihre vorbereitenden Arbeiten erhalten - aber lausige Arbeit abliefern.
Egal ob es sich um Maut, ob Einführung von Banknoten oder Arbeitslosengeld handelt. Immer werden halb ausgegorene Lösungen begonnen - um dann *nach* der Entscheidung festzustellen, daß da plötzlich doch heftige Probleme entstehen ..... die der Allgemeinheit dann unnötig viel Geld kosten.
.... und da sich ja 'Fach'leute nicht alle irren können, kommt langsam der Verdacht auf, daß sich durch schönreden einige wenige profilieren möchten.

Ich bin mit der München/Linux-Sache nicht so vertraut, aber hat München vorher bei div. deutschen (und ausländischen) Großstädten angefragt ob sie sich bei einer Umstellung zwecks Kostensenkung beteiligen würden ?
Möglicherweise hätte so ein Verbund es ermöglicht, MS dazu zu bewegen, eine spezielle 'Behördenversion' zu entwickeln. Mit einem offenem Code. Denn i.d.R. ist sowas nur eine Sache des Preises - bestelle ich in einem Restaurant ein Gericht, so erhalte ich ja auch nicht das Rezept dazu .... möglicherweise aber, wenn der Preis stimmt ...... bei einer 3D-Szene genaus : zur Animation gehört nicht die Szene, bzw. ein MakingOf .... aber wenn der Preis stimmt ....
Sicher, man würde sich noch immer von MS in einer gewissen Weise abhängig machen (ist man bei Linux aber irgendwie auch), aber dank gebliebenem Look&Feel würden keine Umstellungsschwierigkeiten bei den (unflexiblen) Angestellten der Behörden auftreten. Hätte MS dazu gesagt : 'können oder wollen wir nicht' - auch o.k., aber dann hätte man wenigstens eine wirklichkeitsnahe Kostenrechnung gehabt.
Ich vermute, die Umstellung wird (wie bei vielen öffentlichen Kostenrechnungen) deutlich teurer als vorausberechnet.

Gruß, Heico

Highlight des Tages!

Von: dermattin | Datum: 07.08.2004 | #28
"Also jetzt mal [Apple] nicht in den Himmel loben."

Aha? Wo wurde das denn hier gemacht? Zeig mir bitte die Stelle.


"Möglicherweise hätte so ein Verbund es ermöglicht, MS dazu zu bewegen, eine spezielle 'Behördenversion' zu entwickeln. Mit einem offenem Code."

Danke für diesen Satz! Ich schrei mich weg! XD


"Sicher, man würde sich noch immer von MS in einer gewissen Weise abhängig machen (ist man bei Linux aber irgendwie auch)"

So? Wie denn? Das hätte ich doch gerne mal weiter ausgeführt.

Wer hat es denn in der Hand, welche Patente erteilt werden?

Von: uniMac | Datum: 07.08.2004 | #29
Das ist doch wohl auch der Staat! Ich glaube Grün ist auch bald nicht mehr wählbar. Wegen Bedenkenträgerei in diesem Ausmass bewegt sich nix mehr in D.

Alles Schwachmaten!

@mattin

Von: Heico | Datum: 07.08.2004 | #30
Hi,

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Aha? Wo wurde das denn hier gemacht? Zeig mir bitte die Stelle.
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das war auf das Zitat bezogen

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Danke für diesen Satz! Ich schrei mich weg! XD
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Du brauchst Dich garnicht wegzuschreien - wenn man eine real existierende Alternative als Druckmittel (-> Linux) in der Hand hat, läßt sich viel bewegen. So sieht die Sache schon ganz anders aus, wenn z.B. zwei/drei Dutzend wirklich große Städte in Europa auf Linux umschwenken - und die 'Gefahr' besteht, das bei Erfolg viele andere nachziehen. DAS ist dann nämlich schon kein unbedeutendes Kuchenstück (lt. FinancialTimes stehen z.B. 1-2Mio. PC's allein Deutschlands Ämtern)
Nur darf die Alternative (Linux) natürlich nicht auf Milchmädchenrechnungen basieren.

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"Sicher, man würde sich noch immer von MS in einer gewissen Weise abhängig machen (ist man bei Linux aber irgendwie auch)"
So? Wie denn? Das hätte ich doch gerne mal weiter ausgeführt.
---
ein Beispiel : München wird höchstwahrscheinlich Suse wählen - und man muß garnicht lange suchen um sowas zu lesen : [Link]
In Behörden werden aber z.T. spezielle, extra für den entsprechenden Zweck geschriebene Programme verwendet, die jetzt (im Fall München) für Linux umgeschrieben, bzw. angefertigt werden müssen. Wenn da nicht aufgepasst wird, funktioniert das möglicherweise zwar unter Suse .... aber nicht generell unter Linux. Bei einem erneuten Wechsel fängt dann wieder die Bastelei an.

Gruß, Heico

heico

Von: dermattin | Datum: 08.08.2004 | #31
"das war auf das Zitat bezogen"

Tja nun, das Zitat hat aber nichts mit deiner Aussage zu tun.


"DAS ist dann nämlich schon kein unbedeutendes Kuchenstück (lt. FinancialTimes stehen z.B. 1-2Mio. PC's allein Deutschlands Ämtern)"

M$ tut ja was. Und zwar Druck machen. Und selbst wenn, was kümmern M$ 1 oder 2 mio PCs, die über Jahre (so schnell geht das nicht) auf Linux umgerüstet werden, wenn alleine in D pro Quartal 1,8 Mio davon verkauft werden.


"Wenn da nicht aufgepasst wird, funktioniert das möglicherweise zwar unter Suse .... aber nicht generell unter Linux."

Hätte, könnte, würde. Die Liebslingsargumente (...huch sind ja gar keine) von Leuten, die nicht wechseln wollen. Lieber garantiert gegängelt werden als evtl., nech?

mattin

Von: Heico | Datum: 08.08.2004 | #32
Hi,

---
Und selbst wenn, was kümmern M$ 1 oder 2 mio PCs, die über Jahre (so schnell geht das nicht) auf Linux umgerüstet werden, wenn alleine in D pro Quartal 1,8 Mio davon verkauft werden.
---
na, seinerzeit hat der Geschäftsführer von MS-Deutschland extra seinen Urlaub unterbrochen, um München doch noch umzustimmen - und das bei lächerlichen 14.000 PC's.
... tja, ist scheinbar doch nicht alles so unbedeutend wie Du glaubst .....

----
Hätte, könnte, würde. Die Liebslingsargumente (...huch sind ja gar keine) von Leuten, die nicht wechseln wollen. Lieber garantiert gegängelt werden als evtl., nech?
----
bla, bla, bla - typische Reaktion.
Wechseln ist ja o.k. - aber das sollte nicht blauäugig entschieden werden, sondern überlegt und objektiv.
Auch die Linux-Distributionen haben ihre 'Problemzonen' - und ohne jetzt Linux-Freak zu sein, habe ich an verschiedenen Stellen gelesen, daß z.B. Suse in sich gut ist, aber sich auch nicht an Linux-Standards hält : [Link]
Deswegen meine Aussage 'ist man bei Linux aber irgendwie auch' bzgl. Abhängigkeit.
Hoffe ich habe Deine Frage
'So? Wie denn? Das hätte ich doch gerne mal weiter ausgeführt.'
jetzt für Dich weit genug ausgeführt.


Gruß, Heico

@bodo: wegen Apple ist auch nicht besser

Von: mcj | Datum: 08.08.2004 | #33
Hi,

nochmal zu der Apple Aktion mit Konfabulator kopieren und so: ich glaube das nicht so ganz. Zum beispiel ist ja bei der macosx distri Grafikkonverter dabei. Soweit ich das mitbekommen habe, wurde das vom Thomas Lembke ganz normal lizensiert. Ich denke Apple hat das auch mit anderer Software gemacht (die Omni-Sachen), die sich im macosx bundle befinden.

Deshalb würde ich nicht sagen, dass Apple zu den hemmungslosen Kopierern gehört, sondern, dass das Konfabulator Ding aus irgendwelchen Gründen so nicht zum einfachen Lizensieren gepasst hat.

Gruss, m.

girl teens posing in bras

Von: german girls | Datum: 29.12.2005 | #34
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