ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 317

Drei Mal WIRELESS für Salzburg!

Der Stahlschrank kommt ins Rollen...

Autor: bh - Datum: 15.04.2002

Apple spielt in Europa zunehmend seine Stärken im Schulbereich aus. Ein wesentlicher Schritt war das Angebot eines LAN-Bundles mit einer AirPort-Station, 11 iBooks und einem Drucker in einem hübschen Stahlschrank auf Rollen. In Deutschland wurden bereits über 20 solcher "Wireless Classrooms" verkauft, nun schaffte auch die Stadt Salzburg 3 Stück an. Insgesamt wurden im Dezember des Vorjahres 3 WMC-Lösungen angekauft, und zwar für eine Volksschule, eine (technische) Hauptschule und eine Sonderschule (Oberstufe). Der Grund liegt darin, dass sich die Stadtgemeinde als Schulerhalterin einen EDV-Raum "spart": Die Einrichtung (Möblierung/Ausstattung) eines derartigen Raumes kostet rund EUR 25.000.- (ohne Hard- oder Software), die erforderliche Verkabelung und Verstärkung der Stromversorgung beläuft sich auf weitere rund EUR 8.000.-. ‹berdies sind Klassenräume in der Stadt Salzburg aufgrund der stetig steigenden Schülerzahlen relativ knapp, weshalb die flexible Variante von Apple mit offenen Armen begrüßt wurde. Derzeit interessieren sich weitere 6 (von insgesamt 37 städtischen) Pflichtschulen für einen "Wireless Classroom", wir werden weiter berichten - dank unserer aufmerksamen Leser ist es einfach, am Ball zu bleiben. Allein die Stadt Salzburg wird in den nächsten 3 Jahren rund 360 000 Euro in IT-Infrastruktur investieren, wie uns der Magistrat mitteilte. Auf 7800 Schüler kommen derzeit erst 822 Rechner, davon lediglich 334 mit Internet-Zugang. Nachdem die Stadt Salzburg aber mit einem Apple Education Partner ein kompetentes Gegenüber hat, können die Schüler auf weitere "Wireless Classrooms" hoffen. Der lokale Apple-Fachhändler ist nun einmal zur Stelle, wenn er gebraucht wird - mit Systemlösungen aus einer Hand. Apple soll ruhig einmal versuchen, seine Wireless Classrooms über den Versandhandel an den Mann zu bringen - die Neukunden gewinnt immer noch der Fachhändler. Daher ein Vivat auf Johannes Wilhelmstätter von "hard + soft Ges.m.b.H" in Hallwang! Für das Projekt in Salzburg kam eine Studie des Zentrums für Medienpädagogik der Donau-Universität zum Thema "Notebook" gerade recht und lieferte weitere Argumente. "Das Notebook kann eine ideale Form einer individualisierten Lernumgebung darstellen, die der Benutzer optimal auf seine Bedürfnisse einrichten kann. In allen "entwickelten" Ländern geht die Tendenz hin zu einem Bildungssystem, das individuell zugeschnitten, räumlich unabhängig, zeitlich flexibel (lebensbegleitend) und "‡ la carte" organisiert ist". Wenn Apple nun auch noch Mac-freundlichen Lehrern mit einem für den Bildungsbereich zugeschnittenen "Why Mac?" PDF unter die Arme greifen würde, wären dauerhafte Erfolge im Ausbildungssektor nicht nur vereinzelt zu sehen. MacGuardians gratulieren der Stadt Salzburg zum Mut, auf eine Minderheitenlösung zu setzen und auf "industriestandard" zu pfeifen. Herzliche Grüße nach Zürich, vielleicht ist dort doch noch nicht alles verloren? Unser Dank gilt Dr. Raimund Ahr vom Schulamt des Magistrates Salzburg für die freundliche Auskunft und Leser Karl für die aufmerksame Beobachtung der Szene.

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