ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 3188

Nach der Keynote ist vor der Keynote

Autor: dk - Datum: 09.09.2004

Gibt es ein Leben nach der Keynote? Nachdem Gerüchte und Wunschträume mit der neuen Produktrealität erfüllt oder enttäuscht worden sind – was bleibt da?

Die Antwort ist einfach: nach der Keynote ist vor der Keynote. Die Userschaft ist gespalten, und die Community kennt zwischen Verzückung und Verriß kein Erbarmen – und weiß wie rund 80 Millionen Bundestrainer immer alles besser.

Warum eigentlich ein solches »Much ado about a Mac«? Auch hier ist die Antwort einfach: weil Macs Emotionen erzeugen. Weil sie im Gegensatz zu ihren beigefarbenen oder plagiatorischen weiß-silbergrauen Kollegen nicht nur anhand der technischen Specs, sondern auch über ihr Design beurteilt werden. Ich kann mich nicht daran erinnern, daß mich einer meiner PC-nutzenden Freunde jemals mit leuchtenden Augen auf das minder liebevoll gestaltete Gehäuse seines neuen Rechners aufmerksam gemacht hätte. Meist erhalte ich ein Schulterzucken als Antwort auf die Frage nach der Relevanz des Aussehens ihres Computers.

Das bringt mich zu der Frage: Lieben PCler eigentlich ihre Computer? Oder sind die grauen Maschinen ein zu ertragendes Übel, über das man nicht spricht, geschweige denn schwärmt, aber um das man eben nicht herumkommt, denn schließlich benutzen es ja »alle«? Ich glaube, PCs sind wie Dominosteine im September. Man glaubt seinen Augen nicht, wenn man sie sieht und würde am liebsten gleich wieder vergessen, daß man sie gesehen hat. Doch es zu spät. Man weiß, daß sie wieder da sind und daß sie ihre Käufer finden werden.

Wenn PCs also wie Dominosteine im September sind, was sind dann Macs? Auf diese Frage habe zwar bisher keine befriedigende Antwort gefunden, aber eines weiß ich sicher: Dominosteine im September gehen gar nicht!

Kommentare

Sex and the city??

Von: co | Datum: 09.09.2004 | #1
"Wenn PCs also wie Dominosteine im September sind, was sind dann Macs?"

Klingt wie ein Satz aus der Kolumne bei SatC, die ja überigens auch immer auf einem Powerbook geschrieben wurde... :-))

Macs sind ...

Von: Murdock | Datum: 09.09.2004 | #2
Macs sind Dominosteine mit Eis-Creme-Füllung und weißer Schokoladenglasur. hmmm ... :-d

@co

Von: Dirk (MacGuardians) | Datum: 09.09.2004 | #3
Die Antwort ist ebenfalls einfach:

»Macs and the City«

;-))

pfui - was für ein vergleich

Von: Bert | Datum: 09.09.2004 | #4
"Macs and the city" - puh, also ich möchte meinen Rechner in keinen engeren Zusammenhang mit hässlichen, nymphomanen, urban-verwahrlosten Frustbuchteln gebracht wissen!

Widersprüche? Ich finde schon ...

Von: johngo | Datum: 10.09.2004 | #5
@ Kilian

Ausgeglichenheit ...?

Na Kilian, ob der neueste Mac mit
seiner NVidia 5200 und einem
G5 1,8GHz "ausgeglichen" ist?
Streitet darüber nicht gerade jetzt
die gesamte Community? ;)



@ TomVos

... viele Kopien guten Apple-Designs?

Wahrscheinlich so wie bei MacGadget,
wo gerade ein östlicher Rechner als
billige iMac-G5 Kopie bezeichnet wird,
obwohl er zeitlich gar keine Kopie
sein kann.


... der Monitor ist nie passend zum
System ...?

Bei Dell oder Sony (z. B.) ist es Tradition,
das es ein gehäuseidentischen Monitor
zum System gibt. War es nicht gerade
Apple, die lange keinen passenden
Monitor zum neuen Alu-Look im Programm
hatten? ;)


@ dermattin

"... Jo, es gibt wohl auch welche, die
wie DVD Player aussehen..."

Wenn Sie "wie DVD-Player" aussehen, dann
passen sie doch besser in's Wohnzimmer.
Ist ja vielleicht gewollt? ;)



Grüsse

johngo

@Dirk

Von: co | Datum: 09.09.2004 | #6
Stimmt.

Macs sind in diesem Sinne daher wie eine Diva und wie eine Zicke. Grazieler Auftritt und Verhalten, aber kommen einfach immer zu spät und schämen sich nicht mal dafür... :-)))

Mein PC ist silbern, mein Server blau

Von: andreas | Datum: 09.09.2004 | #7
PCs müssen noch lange nicht hässlich sein. Ich finde meine PCs hier schöner als jeden Mac, den es momentan zu kaufen gibt. Zudem sind sie leiser und günstiger (Mac OS X hätte ich halt trotzdem gern, aber das Geld für einen Powermac aufzutreiben, ist nicht gerade leicht).

PCs sind hässlich

Von: Cubanito | Datum: 09.09.2004 | #8
So hässlich, das nur ein Besitzer sie schön finden kann.

@Bert

Von: Dirk (MacGuardians) | Datum: 09.09.2004 | #9
Trenn Dich mal von der Oberfläche und schau ins Innere dieser Serie. Ich habe bezüglich der Sorgen und Gefühlsnüte selten etwas Lebensnäheres im TV gesehen als diese Serie… Zudem machen die Dialoge einfach Spaß… :-P

mmmmh.....

Von: Paderborner | Datum: 09.09.2004 | #10
PCs sind hässlich?
Ich könnte jetzt schreiben, dass es doch auf die inneren Werte ankommt.
Lasse es aber lieber....

ja ja ja,

Von: thomm | Datum: 09.09.2004 | #11
bin natürlich keine Leßer sondern ein Leser, liegt aber nur an der fehlerhaften Datenübertragung.......oder am PC auf der Arbeit ;-)

...

Von: Heico | Datum: 09.09.2004 | #12
Hi,

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Ich kann mich nicht daran erinnern, daß mich einer meiner PC-nutzenden Freunde jemals mit leuchtenden Augen auf das minder liebevoll gestaltete Gehäuse seines neuen Rechners aufmerksam gemacht hätte.
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tja, - falsches Umfeld ;-)

gerade im PC-Bereich findet man wirklich sehr schöne - und liebevoll gestaltete Gehäuse. Wobei der ausschlaggebenste Punkt ist : das Gehäuse stammt vom Besitzer und ist nicht irgendwas vom Band aus der Großserienproduktion.
Sicher, die Mac's sehen schon nett aus - aber meiner Meinung nach ist die Sache insofern langweilig, daß es eben doch Massenware ist.
Amüsant finde ich dann immer, wenn Mac-User von 'individuell' sprechen. Eigentlich verwunderlich - denn gerade im kreativen Bereich sind Mac's ja gut vertreten. Dennoch laufen all' diese Apple rattenfängermäßig hinterher und beteuern, daß es doch soo toll ist.
Ja, Mac's sind anders ... aber individuell - und 'schön' ?
Auf mich wirken sie so, wie das Design von Ikea oder MTV (vermutlich ist der Kundenkreis der gleiche ;-) ) ... oder im Automobilbereich der AudiTT : glatt, abgerundet ...... auf Dauer irgendwie kühl ... und auch ein wenig langweilig.
Sicher muß man Apple zugestehen, daß sie im Gegensatz zu anderen experimentierfreudiger sind - ich fand den Cube z.B. ganz gut - und auch die Idee mit der 'Lampe'. Dennoch haftet fast allen Apple-Produkten irgendwie ein (klinisches) Krankenhaus-Flair an.
Und ob sich ein weißer, glatter Kasten sich so gut auf dem dem schweren Eichenschreibtisch macht ? ...

Gruß, Heico

... @Heico

Von: Murdock | Datum: 09.09.2004 | #13
Schau doch hier: [Link]
Macht sich gut, oder?

Heico

Von: dermattin | Datum: 09.09.2004 | #14
"Amüsant finde ich dann immer, wenn Mac-User von 'individuell' sprechen."

Ich glaube eher, das bezieht sich auf die Kreativität, die ein Mac freisetzt, Individualität, die ein Mac begünstigt.


"Eigentlich verwunderlich - denn gerade im kreativen Bereich sind Mac's ja gut vertreten. Dennoch laufen all' diese Apple rattenfängermäßig hinterher und beteuern, daß es doch soo toll ist."

Auf die Idee, dass Apple genau den Nerv dieser Kreativen trifft, kommst du anscheinend nicht.



"Und ob sich ein weißer, glatter Kasten sich so gut auf dem dem schweren Eichenschreibtisch macht ? ..."

Kommt sehr gut, Kontrast ist immerhin ein "Gestaltungselement"...

Das iMac Design..

Von: dermattin | Datum: 09.09.2004 | #15
...wird auch hier [Link] behandelt...

Hübsch individuell

Von: Elroy | Datum: 09.09.2004 | #16
Kann schon sein, dass man bei so einem Allerweltsprodukt wie einem PC Probleme mit dem eigenen Mangel an Individualität bekommt.

Ein schlechtes Design lässt sich aber nun mal nicht mit Säge, Lämpchen oder Fuchsschwanz an der Antenne kompensieren.

Noch was

Von: Elroy | Datum: 09.09.2004 | #17
Mein PC-Freund hat das ultimativ konsequente PC-Design: gar kein Gehäuse – nur noch das nackte Gerippe eines Towers. Funktionell im Sinne eines reibungslosen Komponententausches und erst gar kein Pseudodesign.

Wer kennt noch den G4 "Turbohutzen"

Von: Stevo7 | Datum: 09.09.2004 | #18
...oder auch "Mirrored Doors" genannt.

Ein Meisterstück der Geschmacksverirrungen. Ich dachte erst das Design auf den Erlkönigfotos damals war total gefaked! So etwas gräßliches bringt Apple doch nicht raus.

Und - Tadaa: Look at me, I'm ugly.

Es ist die "Schmörkellosigkeit",

Von: tomvos | Datum: 09.09.2004 | #19
die Macs zu etwas besonderen macht. An einem Mac gibt es nicht diese Horde von Knöpfen und Schaltern. Das Design ist schlicht und als Ganzes schön. Gerade der neue iMac und der G5 unterstreichen das.

Im PC Bereich herrscht dagegen der Wettbewerb: "Wer hat die meisten Schalter am Computer?" Und dann sind irgendwelche obskuren Rippen und Rillen in den Gehäusen. Und zu allem Übel auch noch diese häßlichen blauen Lampen.

Hin und wieder trifft man dann auf eine Kopie eines Apple Designs. Und was zeichnet diese aus? Mehr Buttons! Mehr Features! Mehr Leuchtdioden! Mehr haste'nicht'gesehen…
Und es wird mal wieder verkannt, was Design bedeutet. Bei Apple ist die Hardware aus einem Guß. Apple schaft es, genau das wegzulassen, was stört, sodass man den Mac als ganzes betrachtet, wenn man ihm sieht.

Sieht man dagegen einen PC, dann ist das fast immer ein Sammelsorium aus grauer Kiste, verschiedene farbige Kabel, Maus und Tastatur passen nur selten farblich zueinander, der Monitor ist nie passend zum System. Das ganze wirkt dann wie ein Flickwerk - und das sind die meisten PCs ja nun auch.

Thomas

mattin

Von: Heico | Datum: 09.09.2004 | #20
Hi,

@Murdock
... was ist denn das für ein Glasteil links neben dem Display ?

@mattin
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Auf die Idee, dass Apple genau den Nerv dieser Kreativen trifft, kommst du anscheinend nicht.
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... doch, 'dieser' Kreativen schon. Nur ob diese es dann wirklich sind, wenn sie dieses Design tatsächlich so toll finden ?
Es sind dann wohl die Kreativen, die auch für Ikea oder MTV denken. Pastellfarben und großflächiges, glattes Finish sind schon was feines ;-)

Vor kurzem schrieb hier jemand ('LoMacs') folgendes :
'... Apple hat es wieder mal geschafft, einen Rechner zu bauen, der auf den ersten Blick furchtbar enttäuscht, den man tagelang auf Fotos anschaut und sich fragt: "Mein Gott, wie konnten sie das nur tun?" - ein bulliger, weißer Ziegelstein, wuchtig und unproportioniert.
Ein paar Tage später dann geht's eigentlich, und irgendwann ist man gefangen, fasziniert - das Design erschließt sich einem und man versteht plötzlich. ...'
Das hört sich erstmal nach einem Lob an - ich finde, daß es das ganz und garnicht ist.
Eigentlich weiß man ziemlich schnell beim Betrachten, wie man es bewertet - alles andere ist fast immer ein überreden durch die Präsenz.

Als z.B. die 'Nachtischlampe' von Apple herauskam, haben viele darüber hergezogen (ich nutze den 'Nickname' spaßeshalber jetzt hier auch mal) - ich fand das Teil, zumindest von der Idee her, ganz interessant. Nicht unbedingt die weiße, klinisch saubere 'Küchengerät'-Ausführung, - sondern das grundsätzliche Konzept.
Und den Cube finde ich keine schlechte Sache
Aber am neuen iMac ist ja nun wirklich nichts tolles dran : schön ist, daß er kompakt ist (aber ist ein Notebook das nicht ?). Alles andere ist ziemlich charakterlos - da ist keine Eleganz, keine besondere 'Design'linie : ein abgerundetes, weißes viereckiges Gehäuse - mehr nicht.
Natürlich kann man auch sowas positiv zu einem 'Designgehäuse' pushen ;-)

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Kommt sehr gut, Kontrast ist immerhin ein "Gestaltungselement"...
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ja, 'gestalterisch' sind somit vielleicht auch Gummistiefel zu einem Smoking interessant. Kontrastreich ist es sicher. Aber über Geschmack läßt sich bekanntlich streiten ;-)

Gruß, Heico

@Heico

Von: Murdock | Datum: 09.09.2004 | #21
Das ist der Subwoofer zu den beiden Lautsprechern und leuchtet im Dunkeln blau - übrigens wurde das Set von Harman/Kardon speziell für Macs entwickelt.

Heico

Von: salco | Datum: 09.09.2004 | #22
Dann gib doch mal ein paar Beispiele für (Deiner Meinung nach) gutes Computerdesign.

Ich finde es überraschend, daß es auch die Markenhersteller auf der PC-Seite nicht auf die Reihe kriegen, ein einigermaßen elegantes Design zu liefern. Manche zeigen zwar Ansätze, aber meistens werden dann 100 Tasten und LEDs draufgeklatscht, die alles ruinieren.

@Murdock

Von: Heico | Datum: 09.09.2004 | #23
Hi,

aha - interessant ... kannte ich noch nicht - erstmal geschaut : nennt sich SoundsticksII
Danke für die Info !

@tomvos
nun, Apple hat es natürlich leichter alles aufeinander abzustimmen - logisch, wenn alles aus einem Haus kommt.
Es gibt aber nicht nur blinkende Gehäuse ... [Link]
Wobei man auch mal auf die Technik schauen kann : das es im Inneren der Intel/AMD unaufgeräumter aussieht, ist logisch, da variabler ausgelegt. Aber auf Feinheiten im Betrieb muß Apple sich nicht selten hinten anstellen : werkzeugloser Bauteilwechsel - oder Staubfilter finde ich beim G5 jedenfalls nicht.

Gruß, Heico

Heico

Von: dermattin | Datum: 09.09.2004 | #24
"Es gibt aber nicht nur blinkende Gehäuse ..."

Jo, es gibt wohl auch welche, die wie DVD Player aussehen...


"Wobei man auch mal auf die Technik schauen kann : das es im Inneren der Intel/AMD unaufgeräumter aussieht, ist logisch, da variabler ausgelegt."

Du hast genau so viel Variabilität in einem Mac wie in einem PC. Etwas Kreuz und Quer durcheinander zu hängen ist keine Variabilität.



"Aber auf Feinheiten im Betrieb muß Apple sich nicht selten hinten anstellen : werkzeugloser Bauteilwechsel - oder Staubfilter finde ich beim G5 jedenfalls nicht."

Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie einen solchen PC gesehen und es ist zudem sehr bezeichnend, dass du Umbauarbeiten als "im Betrieb" ansiehst.

Sehen, begreifen, lernen

Von: Elroy | Datum: 09.09.2004 | #25
"Eigentlich weiß man ziemlich schnell beim Betrachten, wie man es bewertet - alles andere ist fast immer ein überreden durch die Präsenz."

Falsch. Wir bewerten immer das Vertraute positiv und das Unvertraute negativ. Durch das Verstehen des Neuen sind wir in der Lage neu zu bewerten. Natürlich überwiegt bei dem Einen die Skepsis und bei dem Anderen die Neugier. Aber Geschmack ist kein Zustand sondern ein Prozess. Wir bewegen uns schliesslich.

@Heico

Von: tomvos | Datum: 09.09.2004 | #26
Ich sehe nichts logisches in der Unordnung, die in normalen PCs herrscht. Da werden einfach irgendwo Laufwerkskästen eingebaut...und um die Kabel darf sich der User selbst kümmern.

Und einen werkzeuglosen Bauteilwechsel brauche ich nicht. Ich benutze meinen Mac. Wenn ich basteln will, dann schraube ich an meinem Fahrrad :-) Mal ernsthaft Heico, einen Mac kauft man sich nicht zu basteln. Es gibt vielleicht ein paar, die das machen, aber die Mehrheit von uns kauft den Mac und ändert bis zu seinem Ende nichts am System.

Die Idee mit dem Staubfilter finde ich übrigens ganz gut – in dieser Richtung könnte Apple ruhig mal aktiv werden.

Thomas

macs sind

Von: tinel | Datum: 10.09.2004 | #27
macs sind die kristallkugeln am christbaum...

....

Von: Heico | Datum: 10.09.2004 | #28
Hi,

@mattin
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Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie einen solchen PC gesehen
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ja, aber da kann doch *ich* nichts dafür

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und es ist zudem sehr bezeichnend, dass du Umbauarbeiten als "im Betrieb" ansiehst.
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ja, sehe ich. Z.B. ein Um/Aufrüsten von Single auf Dualprozessor - oder nachrüsten von Grafik- oder Soundkarten - oder der Wechsel zu größeren und schnelleren Festplatten, oder, oder ...

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Du hast genau so viel Variabilität in einem Mac wie in einem PC. Etwas Kreuz und Quer durcheinander zu hängen ist keine Variabilität.
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hast Du nicht - schon alleine weil es viel weniger kompatible Hardware gibt.
Von zweitem optischen Laufwerk oder mehr als zwei HDD's muß man da also erst überhaupt nicht anfangen.
Du wirst jetzt vermutlich sagen, daß man ja extern über USB oder Firewire erweitern kann - was in vielen Fällen auch stimmt. Aber manchmal möchte man das ja eben nicht - und immer klappt das auch nicht.

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@Elroy
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"Eigentlich weiß man ziemlich schnell beim Betrachten, wie man es bewertet - alles andere ist fast immer ein überreden durch die Präsenz."

Falsch. Wir bewerten immer das Vertraute positiv und das Unvertraute negativ. Durch das Verstehen des Neuen sind wir in der Lage neu zu bewerten. Natürlich überwiegt bei dem Einen die Skepsis und bei dem Anderen die Neugier.
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schön formuliert. Ich bewerte jedenfalls neues nicht immer, wie Du schreibst, negativ.
Das Frontdesign des von 94-98 gebauten FordScorpio [Link] war einfach ... hmm - 'außergewöhnlich' ;-)
Man weiß ziemlich gleich, ob es einem zusagt - oder nicht.
Wenn man lange genug das Fahrzeug besitzt, findet man es von vorne vielleicht auch irgendwann mal schön ... vielleicht ;-)
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Aber Geschmack ist kein Zustand sondern ein Prozess. Wir bewegen uns schliesslich.
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Geschmack ist das Vermögen schönes und hässliches zu unterscheiden (Brockhaus). Wer lehrt uns was schön und was hässlich ist ?
Und deswegen schrieb ich ja 'alles andere ist fast immer ein überreden durch die Präsenz'
Du formulierst den Sachverhalt nur positiv : 'Durch das Verstehen des Neuen sind wir in der Lage neu zu bewerten' und ich negativ :'überreden durch die Präsenz'. Letztendlich ist das Ergebnis aber gleich : die Wertung von schön und häßlich wird verschoben. Vermutlich eine recht philosophische Frage ob man das nun gut oder schlecht wertet - für mich ist es über-geredet ;-)

@tomvos
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aber die Mehrheit von uns kauft den Mac und ändert bis zu seinem Ende nichts am System.
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stimmt - wobei sich die Frage stellt, wie sinnvoll das bei einem aus Einzelkomponenten bestehenden System eigentlich ist. In den 2,5Jahren Betriebszeit meines aktuellen Rechners habe ich einmal die CPU's gewechselt - und einmal die HDD's, sowie einmal die Grafikkarte. Es macht doch Sinn, nur immer die Teile auszutauschen, die tatsächlich den Ansprüchen nicht mehr genügen. Kauft man bei Software Updates - oder immer komplette Vollversionen ?

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Ich sehe nichts logisches in der Unordnung, die in normalen PCs herrscht. Da werden einfach irgendwo Laufwerkskästen eingebaut...und um die Kabel darf sich der User selbst kümmern.
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nein, logisch ist daran nichts - aber es resultiert aus den verschiedenen Möglichkeiten Hardware kombinieren zu können.
Wenn Du einen Werkzeugkoffer incl. Inhalt von einem Hersteller kaufst, so sieht das nach dem Öffnen alles sehr aufgeräumt und schön aus. Prima, solange man mit allen Werkzeugen dieses einen Herstellers zufrieden ist.
Steigen aber die Ansprüche - oder bevorzugt man dieses oder jene Einzelteil von anderen Herstellern, so muß ein Koffer her, der variabler ist - und auch z.B. sämtlichen Griffen versch. Schraubendreher-Hersteller Platz bietet.
Daraus resultiert natürlich, daß der Koffer nach dem Öffnen nicht sooo toll aussieht - dafür aber ist darin eine Zusammenstellung enthalten, die man für den persönlichen Einsatzzweck für die beste hält.

Gruß, Heico

Hardware Updgrades

Von: Kilian | Datum: 10.09.2004 | #29
@Heico
"Es macht doch Sinn, nur immer die Teile auszutauschen, die tatsächlich den Ansprüchen nicht mehr genügen. Kauft man bei Software Updates - oder immer komplette Vollversionen ?"

Nun ja, bis mein Mac mir so langsam vorkommt, daß ich wirklich aufrüsten möchte, merke ich daß ich um auf den neuesten Stand zu kommen, wohl doch GraKa, Motherboard, CPU, Festplatte einfach alles upgraden müßte. Was bringt mir denn die neueste MegaMörder CPU, wenn sie die ganze Zeit däumchen drehen darf, weil der Bus halt einfach damals nicht für so was ausgelegt war etc... Ich erinnere mich noch als ich heftig einen 604er Mac mit einer flotten G3 Karte aufgerüstet hatte, nur um herauszufinden, daß es eigentlich Schwachsinn war, weil selbst mit leichter übertaktung man den Bus auf nicht mehr als 45-50MHz bekam. Die Kisten waren wesentlich langsamer als "echte" G3s. Außerdem war die Festplatte viel zu lahm, und um da sinnvoll aufzurüsten, hätte ich dann gleich noch einen ATA Controller kaufen müssen. Schlußendlich ist in dem Fall ein neues System besser balanciert, und man kriegt auch Garantie drauf. Wenn man den Mac professionell einsetzt, kann man sich ohne Probleme alle zwei Jahre (oder öfter) einen neuen Rechner leisten, das liegt sicherlich auch daran, daß die Produktivität am Mac sehr hoch ist. Ich hole jedenfalls mit einem Projekt sofort die Kosten für einen Neurechner wieder rein.

Und was die "Mac-kompatible" Hardware betrifft:
Jedes ATA Laufwerk läuft im Mac. Ich hatte einmal 5 ATA Laufwerke in einem G4 gehäuse, vier davon waren mit einer ultra ATA karte (mit zwei controllern) verbunden und als RAID verwendet. Das geht ohne Probleme. Sicher im neuen G5 ist nicht so viel Platz auch wegen der Luftzirkulation, aber ich finds auch viel sinnvoller ein FireWire RAID zu haben, daß ich dann an jeden beliebigen Rechner anstöpseln kann, sogar an mein 17er PowerBook.

Design

Von: Wurlitzer | Datum: 10.09.2004 | #30
Die Kunst beim Design liegt eben beim weglassen. Keine unnötigen Kanten, Rillen Lämpchen. Kreativität soll sich entwickeln und das geschieht eben besser bei klaren linien und gutem Design. Ist wie mit dem weißen Papier. Klar und leer, darauf lässt sich echte Kreativität entfalten. Ist ein Papier aber schon bemalt, ein Motiv schon vorgegeben so sind die eigenen Ideen eingeschränkt. Es ist wie bei einem Malbuch, keine eigene echte Kreativität.
Und nur weil man an etwas hässliches hier und dort was dranklatscht is es noch lange nicht schön.

gutes pc-design...

Von: oli | Datum: 10.09.2004 | #31
... findet sich meiner meinung nach bei ibm-notebooks.

die sind sehr, sehr funktional (kleine led am oberen displayrand beleuchtet die tastatur - einfach und funktioniert bestens), haben keinen schnickschnack (blaue leds überall), sind gut erweiterbar (austaschbarer laufwerksslot für zusatzakku, extra hdd, etc.) im falle der t-serie dann auch noch mit hochwertigen gehäusematerialien und sehr geringem gewicht. also die find ich gut.

gutes pc-design: ibm

Von: christian | Datum: 10.09.2004 | #32
ibm hat tatsächlich ziemlich gut aussehende notebooks, soweit ich weiss, beschäftigen die ja auch richard sapper. die preise sind ziemlich apple-like, wenn icht sogar teuerer.

Heico

Von: dermattin | Datum: 10.09.2004 | #33
"ja, aber da kann doch *ich* nichts dafür"

Damit meinte ich, dass es sehr viel in der PC Welt gibt, nur nicht immer weit verbreitet. Angeblich ist der PC multimedia taublich, aber kein PC meiner Bekannten ist so "multimedia tauglich" wie mein Mac...

Konsequent ist meistens nur Apple.



"ja, sehe ich. Z.B. ein Um/Aufrüsten von Single auf Dualprozessor - oder nachrüsten von Grafik- oder Soundkarten - oder der Wechsel zu größeren und schnelleren Festplatten, oder, oder ..."

Aha, und das ist also deine Hauptbeschäftigung? Also ich arbeite MIT dem Rechner, nicht AM Rechner.



"hast Du nicht - schon alleine weil es viel weniger kompatible Hardware gibt."

Das hat nichts mit der Variabilität zu tun. Man kann alle Komponentarten eines modernen Computers im G5 verbauen.


"Von zweitem optischen Laufwerk oder mehr als zwei HDD's muß man da also erst überhaupt nicht anfangen."

Wenn man unbedingt will, kann man 4 Platten in den G5s packen, es gibt Drittherstellerlösungen (übrigens dann immer noch aufgeräumt). Aber dann kommts in den Bereich der Sinnfrage, weil, wenn man viel Platz braucht, dann macht man das professionell, ja, mitunter extern.

Geier

Von: dermattin | Datum: 10.09.2004 | #34
"Es gibt keine Killerapplikationen mehr, wo der Mac einen signifikanten Vorteil bietet."

Dann frag mal die FC und MOTION Kunden...


"Etwas runder, etwas schöner aber viel teurer reicht bei vielen gewerblichen Kunden nicht mehr aus. Hier steht inzwischen die Betriebswirtschaft im Vordergrund."

In der Vergangenheit war der Mac auf lange sicht wirtschaftlicher, und jetzt ist er ZUSÄTZLICH vergleichsweise günstig geworden.

3,5"-Disketten-LW???

Von: salco | Datum: 10.09.2004 | #35
Was ist denn das? ;-)

Witziger Thread, aber ein bißchen

Von: Terrania | Datum: 10.09.2004 | #36
langweilig, die Argumentation von Heico. Andererseits, was macht Heico hier eigentlich? Möglicherweise sucht er Zerstreuung, oder ganz POSITIV: Er informiert sich darüber, was im MacMarkt so läuft. Anerkennenswert. Ich nutze seit 1986 Macs. Das Einzige was ich hin und wieder ausgetauscht habe waren: Festplatten, RAM hinzugekauft oder mal eine Grafikkarte (Und ne Prozessorkarte, aber das war nicht wirklich lohnenswert). Das wars. Von den Slots habe ich wenige belegen müssen, für die tägliche Arbeit in der Agentur, es hätte auch ein iMac Schneekönigin getan. Hier laufen seit Jahren unter anderem noch 2 G4 400 in der Originalausstattung mit satt RAM und zusätzlichen Platten. Spielen tut hier keiner, dafür gibts XBox und Konsorten. Heute Nachmittag habe ich unter anderem 400 Euros mit einem Job verdient, während ich en Passant auf einem zweiten Monitor die witzige Diskussion mitverfolgt habe.
Ach ja: Ich fahre einen TT, Heico. Das Auto ist nicht schön, aber schön verarbeitet. Das Preisleistungsverhältnis ist ok. Genau wie bei meinen Macs. Ich wüßte nicht, weshalb ich mir -übrigens auch aus betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten - einen PC antun sollte, der nach einem halben Jahr noch 50% (wenn überhaupt) des Anschaffungspreises bringt, der mich täglich in Atem hält (Patches, Viren etc.), der in meinen Augen zu 99% Pottenhäßlich ist und meistens nicht mal viel preiswerter ist, wenn ich ein Markengerät nehme (Denn Schrauben tu ich nicht mal mehr an meinem Mopped, weil ich FAHREN will). Klar, ein PC hat 3 zusätzlich Laufwerke und, und, und.
Da halte ichs wie mit Hifi: Je cleaner und je weniger dran ist, um so besser. Wie oft brauche ich 2 CD-ROMs oder CD-RWs? Ich brauche ja meinen Brenner noch nicht mal mehr als 3x die Woche. Und jeder Mac hat einen, so what.
Bleibt das "Premium": Ist ein iMac Premium? Wohl. Weil halt nicht jeder einen hat. Meine Kumpels mit ihren Dulls und Aldis haben richtig Spaß mit ihren Kisten - WEIL sie gern frickeln und Schrauben. Dazu ist mir meine Zeit zu schade. Und ganz nebenbei: An einem "schönen" Gerät arbeitet es sich auch leichter. Das Auge arbeitet mit.
Scheiss der Hund drauf Heico. Bleib bei deinen PCs, schraub sie auseinander (pass dabei auf, daß Dir keine Schrauben übrigbleiben), und schraub sie wieder zusammen. Wenns Spaß macht, ist doch ok. Unter Spaß versteh ich was anderes, aber die Menschen sind halt verschieden ...

@ dermattin

Von: johngo | Datum: 10.09.2004 | #37
Du kannst in Deinen Mac verschiedene
Motherboards einbauen???

Heico

Von: dermattin | Datum: 10.09.2004 | #38
Ich glaube du verstehst es nicht...

"manchmal denke ich, ich kommuniziere hier mit .... na ja, lassen wir das.
Sind Apple-User nicht durch ihre Rechner kreativ ? Maaaattin - nutze diese Kreativität und denke miiiit .... ;-)
Es geht nicht darum, daß man mehr verschiedene Bauteile tauschen kann, sondern das es bei den jew. Bauteilen eine größere Auswahl gibt (z.B. Grafikkarten), bzw. das die Erweiterungsmöglichkeiten größer sind (in Anzahl und Variationen - z.B. optische Laufwerke oder Steckkarten)
... gut - jetzt kommt sicher wieder 'mehr als das was Apple anbietet brauch niemand' - dagegen kann man natürlich nicht anargumentieren ;-)"

Vielleicht denkst du mal mit. Deine Aussage war, dass das Chaos in den PCs daher rührt, dass man viel mehr Möglichkeiten hat. Die Anzahl der einzelnen Komponenten, auch wieviele Laufwerkschächte usw. untergebracht sind, spielt da keine Rolle (Mac hatten ebenfalls mehr Laufwerksschächte, und Diskettenlaufwerke ect. und waren trotzdem aufgeräumt).

Es gibt mehr Hardware für den PC - JA!
Dadurch lässt sich das Kabelgewirr erklären -NEIN!

Johngo

Von: dermattin | Datum: 10.09.2004 | #39
"Du kannst in Deinen Mac verschiedene
Motherboards einbauen???"

Ja!!!111einseins

Zwei meiner Kollegen haben das gemacht (zu G3/G4 Zeiten), aber nur einmal, bei nächsten "Update" wars dann wieder ein ganz neuer Rechner, es lohnt sich einfach nicht.

mattin

Von: Heico | Datum: 10.09.2004 | #40
Hi,

---
Vielleicht denkst du mal mit. Deine Aussage war, dass das Chaos in den PCs daher rührt, dass man viel mehr Möglichkeiten hat. Die Anzahl der einzelnen Komponenten, auch wieviele Laufwerkschächte usw. untergebracht sind, spielt da keine Rolle (Mac hatten ebenfalls mehr Laufwerksschächte, und Diskettenlaufwerke ect. und waren trotzdem aufgeräumt).
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ich hatte ursprünglich geschrieben : 'das es im Inneren der Intel/AMD unaufgeräumter aussieht, ist logisch, da variabler ausgelegt.'
Auch ein G4 gibt es nur in der einen Bauform. Die ATX-Konzeption aber läßt mehr Freiraum zur Gestaltung. Das ermöglicht einen Desktop, wie Mini-, Midi und auch Bigtower (Apple verwendet für diese Bauformen immer darauf abgestimmte Boards). Darin wiederum können die Komponenten mehr oder weniger verschieden positioniert liegen - sowie in verschiedener Anzahl vorkommen.
Zudem geben die Standards nicht die absolut exakte Lage der Steckbuchsen vor.
Wenn in einem Mac Karten mit zusätzlicher Stromversorgung (Grafikk.)oder internen Anschlüssen verwendet werden würden, so würden auch dort einige Kabel unschön verlaufen.
Eigentlich war die Unordnung auch nie wirklich so wichtig - und wurde ja erst mit steigender Wärmeentwicklung der Komponenten zu einem Problem.
Es gab auch schon auf bestimmte Tower zugeschnittene Dämmungen, deren Schaumstoffkörper einerseits Kühlkanäle ermöglichten, andererseits Kabel verdeckten, bzw. bündelten.
Mit etwas Arbeit und den richtigen Materialien (z.B. gerundete Kabel) bekommt man auch das Innere eines Standardtowers recht ordentlich hin.
Auf der Apple-Website wird ja der G5-Tower einem handelsüblichen Intel-PC gegenübergestellt.
Wenn darin sauber verlegte, gerundete Kabel liegen würden, die bunten Stromversorgungskabel eine schwarze Umhüllung erhalten würden, die gelben Aufkleber am Netzteil entfernt würden, die grünen Befestigungclips durch graue ersetzt würden und die oberen LW-Schächte eine glatte Abdeckung bekämen, wäre der Unterschied nicht mehr besonders groß. Apple hat den fremden Tower natürlich für sich optisch günstig dargestellt ;-) ... ist ja werbetechn. auch o.k.
Und ich will auch garnicht in Abrede stellen, daß der G5 innen ordentlicher aussieht (andererseits : wenn Netzteil, Gehäuse und Mainboard aus dem eigenen Hause stammen und aufeinander abgestimmt werden können - man zudem die Erweiterungsmöglichkeiten mehr oder weniger stark begrenzt ... wäre ja ein schlechtes Zeugnis, wenn man dann nur die 'Unordnung' wie bei Intel hinbekommen hätte, - oder ?)

Gruß, Heico