ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 3189

Interessantes iMac-Detail: RAM-Aufrüstung

Flexibler als im PowerMac

Autor: flo - Datum: 10.09.2004

In unserer ersten Berichterstattung zum neuen G5 iMac hatten wir ja erwähnt, dass sich im iMac RAM auch einzeln erweitern lässt (im Gegensatz zum PowerMac), da das Speicherinterface nur einkanalig ausgelegt ist. Das ist so nicht ganz richtig, wie man in den Developer Notes nachlesen kann. So kann man zwar den iMac mit einzelnen RAM-Riegeln aufrüsten (er wird auch mit einem einzelnen 256-MB-Riegel ausgeliefert), doch die Ansteuerung ist intelligent: Entdeckt das System nur ein RAM-Modul, so wird dieses einkanalig (64Bit breiter DDR Speicherbus) angesprochen. Sind zwei unterschiedliche Riegel verbaut, so wird jedes Modul über einen eigenen 64bittigen Kanal angesprochen.

Wenn aber zwei identische DIMMs installiert sind, kann der iMac die beiden Speicherkanäle zusammenschalten und (wie im PowerMac) den Speicher so über eine 128Bit-Verbindung ansprechen, was die Speicherbandbreite von theoretischen 3,2GB/s auf 6,4GB/s steigert. Ob damit aber die Gesamtperformance des Rechners steigt bleibt abzuwarten, schließlich bleibt der FSB davon unbeeinflusst, und dessen Bandbreite liegt beim 1,8-GHz-Modell bei 2,4GB/s (in jede Richtung) -- wäre also eigentlich schon mit dem einkanaligen Speicherinterface gut bedient. Da diese Rechnung jedoch keine Latenzzeiten berücksichtigt und zudem mit theoretischen Werten hantiert müsste man entsprechende Tests abwarten, um eventuelle Vorteile zu bewerten. Was bleibt ist auf alle Fälle eine flexiblere Aufrüstmöglichkeit als bei den PowerMacs. Im kleinen Modell mit vier RAM-Slots wäre das sicherlich auch begrüßenswert.

Kommentare

wer gibt mir geld?

Von: hop | Datum: 10.09.2004 | #1
nach der ersten revision ist das teil so gut wie gekauft :)

Darfs auch ein wenig mehr sein?

Von: co | Datum: 10.09.2004 | #2
Das sind die Richtigen. Erst warten und die anderen "machen" lassen und dann auch noch Geld wollen. Warum nicht jetzt schon Geld und für die 2.Rev. gleich nochmal? Das würde doch eher in die heutige Zeit passen...

nö, ja klar

Von: hop | Datum: 10.09.2004 | #3
ich wuerd mir jetzt auch keinen neues auto meiner wahl kaufen, wenn es weniger als ein jahr auf dem markt ist.

des is halt so bei mir!

Bandbreite

Von: co | Datum: 10.09.2004 | #4
Nunja durch den begrenzten Bus wird die Bandbreite ein wenig eingeschränkt, allerdings wofür (ausser generell DV oder Renderings) benötigt man im Alltagsbetrieb mit einem iMac eine hohe Speicheranbindung?

@hop

Von: co | Datum: 10.09.2004 | #5
Ist ja ok. Aber dann in der heutigen Zeit immer: "Wer hat denn dann noch Geld für mich?" UND warten wollen.

Aber egal...zur Sache zurück.

@co (Bandbreite)

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 10.09.2004 | #6
Diese Maschine wird reihenweise Layouter und Grafiker ins Grübeln bringen. Und wenn Adobe-Apps eines wollen, dann ist es Speicher, in rauen Mengen und wenn's auch noch schnell geht, umso besser ;)

@flo

Von: co | Datum: 10.09.2004 | #7
Hm, ok. Aber reicht das denn nicht trotzdem? Ab welchen Photoshop etc. (Bild-) Dateigrößen würde es denn kritisch werden? Und was wäre dann kritisch? Der iMac ist ja wohl nicht nur zum surfen oder für Office-Arbeit ausgerichtet. Alles ist ja relativ, was würde denn ggf. relativ langsam bedeuten?

Natürlich "reicht" es...

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 10.09.2004 | #8
Wenn man das Subsystem des neuen iMacs mit dem des G4s vergleicht, dann reicht das allemal bzw. ist bei weitem leistungsfähiger.

Nun, die Caches sind leider immer noch relativ klein im G5, 512k sind nicht überwältigend, und PS und Co profitieren enorm von (großen, schnellen) Caches, was man am einstigen L3-Cache in PowerBooks erfahren kann (Vergleich PB 800 mit L3-Cache gegen iMac 1GHz ohne L3 -- da zieht es dir die Schuhe aus).

Je leistungsfähiger dann also die nächste Stufe, die RAM-Speicher, desto besser. Allerdings muss man schon sagen, dass der gedrosselte FSB mehr Leistung abziehen wird als ein Dual-Channel-RAM wieder reinholen kann (resp. vielleicht gar nicht reinholen kann, weil es sich dann im FSB staut). Daneben gibt es, für die Gesamtperformance sicher nicht irre ausschlaggebend, ja noch andere RAM-Zugriffe als von der CPU aus, etwa DMA (Direct Memory Access) von der I/O, die durchaus profitieren kann, wenn das Speicherinterface über Reserven verfügt...

Langer Rede kurzer Sinn: Dual channel schadet nicht und seit wann beschwert man sich über (mögliche) Mehrleistung? ;)

@co

Von: hop | Datum: 10.09.2004 | #9
wie konntest du mein verlangen nach geld nur ernst nehmen?

ich bin aufs aeusserste bestuerzt!

Maßstab

Von: Oliver | Datum: 10.09.2004 | #10
Nach meiner Meinung muss man diesen neuen iMac nach anderen Maßstäben bewerten als den alten iMac, und das gilt dann auch für die technischen Details.

Warum?

Weil sich nicht nur der iMac geändert hat, sondern auch die Definition dessen, was "professionell" oder "High-End" ist. Wer früher den schnellsten und teuersten PowerMac brauchte, dem reicht heute eventuell der iMac, und dadurch ändert sich seine potenzielle Käuferschicht.

Das ist NICHT der Fall in Bereichen, bei denen man nie genug Leistung haben kann, beispielsweise bei Animationen, Rendering und in Teilen bei Postproduktion und Videoschnitt.

Es ist aber sehr wohl der Fall in Bereichen, die mehr oder weniger am Ende ihrer Entwicklung angekommen sind oder die gerade eine "Plateau-Phase" durchmachen, in der die Anforderungen eine Weile konstant bleiben. Zum Beispiel Desktop-Publishing.

Natürlich kann man mit einem PowerMac und zwölf Monitoren besser arbeiten, als wenn man sich mit weniger begnügen müsste. Aber es dürfte viele Layouter geben, die vor kurzem für einen G5 mit 1,6 GHz, 160er Festplatte und 20-Zoll-TFT mit monströser Auflösung ihr eigenes Mütterlein aufs Schafott geführt hätten, wenn es nötig gewesen wäre.

Das ist nur ein Beispiel, und es mag nicht auf alle zutreffen. Dennoch rutschen mehr und mehr Anwendungen in den Bereich, der vom iMac gut abgedeckt werden kann.

Der iMac wandelt sich damit vom privaten Kinderzimmer-Computer zum Allzweck-Arbeitstier für alles, was nicht High-End ist. Es ist also richtig, den iMac auch z.B. als Photoshop-Maschine zu bewerten. Speicheranbindung und dergleichen müssen auch auf diese Anforderungen ausgerichtet sein.

Ich finde, Apple hat in dieser Hinsicht einen riesigen Sprung nach vorne gemacht (war auch nötig). Speichertechnologie und Bordarchitektur scheinen mir gut genug zu sein, um damit ein paar Jahre gut auskommen zu können, auch als "Professioneller".

Ein paar Jahre?

Von: johngo | Datum: 10.09.2004 | #11
Richtig ist, das für einen vernünftigen
Einsatz von Photoshop und InDesign
eigentlich ein neuer iMac reicht.

Trotzdem würde ich mir dafür nie einen
iMac kaufen. Denn die Entwicklung auf
dem Markt ist "unvernünftig".
Die Featuritis greift um sich und
Previews in Echtzeit sowie 100 Layer
mit 1000 Effekten machen einen
Photoshop CS "2oder 3" auf nem iMac G5
dann langsamer als einen 5er auf einem
G3!

Wetten!

Gruss

johngo

@hop

Von: co | Datum: 10.09.2004 | #12
Es geht mehr um das, was hinter solchen Aussagen steckt.

Schon in Ordnung, sagte ich ja, einfach weitermachen...

@Oliver

Von: co | Datum: 10.09.2004 | #13
Da stimme ich Dir zu. Würde ich auch so sehen. (Bis auf das mit der Mutter. :-))

@flo

Von: co | Datum: 10.09.2004 | #14
Stimmt. Jedoch sollte der L2 aussreichen, da der FS-Bus ja wesentlich schneller geworden ist um die Daten abzutransportieren. Daher gab es ja vorher den L3, als es den schönen neuen Bus noch nicht gab. Ist so ein guter Kompromiss aus Preis/Leistung mit dem L2, wenn gleich der P4Extreme ja schon 2MB(?!?) L2 oder war es L3 Cache hat. Somit hast Du schon recht.

Mir wird es denke ich dicke ausreichen. Bei der Grafikkarte war und bin ich allerdings nicht so glücklich. Jedoch habe ich kaum noch Zeit für ein Spielchen zwischendurch und für Motion ist das eh nicht der richtige Rechner und auch überhaupt nicht mein Bereich. Nur wenn Tiger kommt und die Core-Image etc. Features nicht ruckelfrei laufen, dann werd' ich echt sauer. Das wär schon echt mies nach einem halben Jahr.

Aber preislich gesehen kann man beim iMac nicht meckern. Bin mal gespannt wann der hier eintrudelt. Hoffen wir(ich) auf keine Probleme in der Rev. 1. Mein Vater hat einen Rev. 1 1.8er PM (noch ohne 2. Prozessor, der Arme). Hatte bisher keine Probleme, ausser das Apple dem 1.8er 2 Monate nach Auslieferung seins Rechners einen 2. Prozessor spendierte...