ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 3195

Rede & Antwort (2)

Die zweiten 5 von 10 grünen Interview-Fragen an Björn Adamski

Autor: roland - Datum: 14.09.2004




Heute geht es wie versprochen weiter mit unserem Interview von der Mac-Profiuserfront. Wir haben uns bei der Gelegenheit auch ein wenig an Björn Adamskis derzeitigem Arbeitsplatz, der Werkstatt im historischen Wasserturm von Groß-Gerau, umgeschaut. Von dort stammen die in diesen zweiten Interviewteil eingestreuten Fotos. Wer sich für Björns letztes Postproduction-Machwerk interessiert – das Musikvideo für 'Noizmakers' bzw. den Frankfurter Rapper SIX, von dem im 1. Teil des Interviews kurz die Rede war – findet dieses als QuickTime-Movie hier. Entstanden natürlich mit FCP HD bzw. der Production Suite…



MaGu: Björn, für wen ist FCP geeignet und für wen nicht?

Björn: Final Cut Pro HD ist für jeden geeignet, der Lust darauf hat. Dieses System ist kein großes Geheimnis und lässt sich vergleichsweise leicht erlernen. Die Lernkurve ist nicht so steil wie z.B. bei Avid, denn vieles funktioniert per Drag und Drop und einfacher Mausbedienung. Parallel kann man Final Cut Pro HD natürlich über Kurzbefehle bedienen und diese auch in einem eigenem Keyboard-Setup frei definieren. Eine Drei-Tasten-Maus sollte man verwenden, denn die Unterstützung in Final Cut Pro HD ist hervorragend, gerade für das Mausrad. WACOM-Tabletts bieten sich natürlich auch an. Der Einstieg und Umstieg ist also ein Kinderspiel.

Immer wurde behauptet, dass Apple teure Produkte macht. Ich habe in der zweiten Frage nicht umsonst den Preis für den 6100er Mac aufgerufen. Für 5000 DM, also 2500 Euro bekomme ich heute einen iMac G5 mit Final Cut Pro HD-Lizenz und wenn ich ein wenig drauflege, die komplette Production Suite. Die Preisentwicklung der letzten Jahre liegt im PC-Mainstream-Bereich, die Produkte aber sind kontinuierlich besser geworden. Das kann sich heute jeder leisten. Damit kann jeder Videoschnitt machen sowie DVDs und Grafikanimationen erstellen.

Hätte ich damals solche Möglichkeiten gehabt, hätte ich mir in kürzester Zeit die Grundlagen beigebracht und damit viel Zeit gespart. Sicher, es braucht etwas mehr als nur Programme und Technik, aber das Schöne ist, dass die Technik immer zweitrangiger wird und das Talent immer bedeutender. Es wird sicher viel billiger Mist auf DV- und Desktop-Systemen produziert, aber genauso eröffnet das einer viel breiteren Masse die Möglichkeit, sich hier zu verwirklichen, und irgendwo werden schon paar gute Sachen dabei rauskommen – von Leuten, die vielleicht sonst etwas ganz anderes gemacht hätten.




MaGu: Kann man sich FCP-Know-how selbst aneignen oder macht es Sinn, einen Kurs zu buchen? Und wenn ja, wo oder bei wem?

Björn: Das kommt etwas auf den Einzelnen an. Ich habe Leute kennen gelernt, die sind einfach mit ihrer DV-Kamera losgezogen und haben richtig gute Sachen gemacht. Im meinem Umkreis ist das so, dass sich da ein paar Jungs Macs gekauft haben und ohne Vorwissen auch wirklich nette Filmchen schneiden. Die haben da richtig Spaß bei, und darauf kommt es ja gerade am Anfang auch an. Die Probleme treten dann meistens bei solchen Dingen wie Halbbildern, Title Safe, MPEG-2 Encoding oder auch Verfahren wie Loggen und Batchen auf.

Wenn ich Trainings mache, zeige ich den Leuten nicht gleich, wie sie In- und Out-Punkte setzen, denn das Schneiden bekommt man von alleine raus. Ich bevorzuge erstmal eine Einführung in die Grundlagen der Videotechnik, also Auflösungen, Datenraten, Pixel Aspect Ratio, Halbbilder, etc. – also blanke, schnöde Theorie. Ich glaube aber, das muss sein – einmal muss man da durch. Das dauert oft einen ganzen Vormittag, bis es dann mit dem Programm selber los geht. Nach dem Motion-Buch habe ich die Infos aber in geschriebener Form zusammen, so dass ich vielleicht ein Hand-out mache, sonst vergisst man das wieder. Viel lieber mache ich auch kleinere Units, denn nach einigen Stunden kommt schnell der Info-Overflow. Das ist natürlich nicht möglich, wenn ich irgendwo anreisen und zwei Tage Intensivschulung machen muss. Ich habe jetzt aber den Vorteil, ein Buch zum Nachschlagen dalassen zu können.

Meine Bekannten aus dem Berufsumfeld bekommen das Schneiden mit Final Cut Pro ohne Probleme hin, egal ob sie vom Avid, Quantel oder der Edit kommen. Da liest auch selten jemand ein Handbuch, dabei kann man es vollständig als PDF aus der Hilfe aufrufen. Mit der Suchfunktion gibt man in Vorschau einfach den Begriff ein, an dem man gerade zu knabbern hat, und zwei Sekunden später steht da meistens schon eine ziemlich gute Erklärung. Die Apple Handbücher sind wirklich gut geworden.

Das gleiche funktioniert auch hervorragend mit Google. Will man mal wissen, was beim MPEG-2-Encoding die Groups of Pictures ist, dann hat man hier meist schon mit den ersten Treffern eine Erklärung. Es gibt auch starkes Interesse am Thema HD und viele Missverständnisse. Hier habe ich auch schon einen reinen HD- Workshop gemacht.

Kurse gibt es immer wieder z.B. von spezialisierten Händlern oder Schulungszentren. Es gibt dafür auch eine Apple-Zertifizierung, aber letztendlich würde ich auf Erfahrungen und Referenzen vertrauen. Ich arbeite auch für die Firma ePapyrus als Trainer, für die ich auch mehrtägige Workshops für die Profs an einer Fachhochschule durchgeführt habe. Interessant ist auch, zu beobachten, dass große Firmen mittlerweile Präsentationen mit eigener DV-Kamera und Schnittsystem in Final Cut Pro erstellen. So hatte ich unlängst für die Designabteilung eines asiatischen Autokonzerns einen Workshop gemacht, in dessen Anschluss ein Film über die Projektgruppe entstanden ist.




MaGu: Hast Du schon Erfahrungen gesammelt mit FCP HD? Wenn ja, welche?

Björn: Über die Software-Aktualisierung halte ich mich auf dem neuesten Stand, und auf die HD-Version habe ich natürlich gleich aktualisiert. Unser uncompressed G5-System musste noch bis vor kurzem auf ein Treiberupdate warten, läuft jetzt aber auch mit HD. Da ist so ein Powerbook immer gut, zum vorher mal ausprobieren. Also ich bin wirklich zufrieden mit Stabilität und Geschwindigkeit.

Bei unserer Musikvideoproduktion war ich sehr positiv überrascht. Wir hatten die Varicam von Panasonic (HD Kamera) für die Aufnahme und wollten direkt am Set unkomprimiert aufzeichnen. Die Kamera schiebt über HD SDI ein kompressionsfreies 720/60p Signal in 10 Bit raus, dass mit der Blackmagic-Design HD-Karte in Final Cut Pro HD eingespielt werden kann. Die Datenrate beträgt 144 MB pro Sekunde. Vor dem Dreh gab es Engpässe, was G5 und xServe RAID anging, so dass wir ein Leihgerät erhalten haben. Der G5 hatte eine große Beule im Alugehäuse und war voll mit Audiosoftware und Treibern von einer Roadshow oder Messe zugemüllt. Die Treiber für die Videokarte waren natürlich nicht installiert. Das alles stellt man logischerweise erst vor Ort am Set fest.

Also bin ich zu meinem Händler gefahren, der zehn Minuten entfernt war, habe in dessen WLAN die Treiber runter geladen und dann am Set alles installiert. In fünf Minuten war der G5 betriebsbereit und funktionierte einwandfrei. Bei der anschließenden Aufzeichnung von 800 GB Videodaten gab es nicht einen einzigen Dropframe oder Absturz. Das ist genau das, was man an einem Set erwartet, und dafür hat man bis vor kurzem sehr tief in die Tasche greifen müssen (z.B. das portable digitale Schnittsystem von Director's Friend).




MaGu: Apple hat kürzlich seine sogenannte Production Suite vorgestellt, bestehend aus FCP HD, Motion, DVD Studio Pro, Soundtrack, LifeType, Cinema Tools, Compressor und QuickTimePro. Für EUR 1.299,- klingt das nach einem ziemlichen Schnäppchen. Wie siehst Du das?

Björn: Der Preis ist natürlich der Wahnsinn. Man muss mal die gesamte Entwicklung betrachten.
Apple hat die Programme ja nicht aus dem Hut gezaubert, sondern einzelne Firmen aufgekauft. Bei DVD Studio Pro war das Astarte mit derem DVD Director, der mal über 10.000 USD gekostet hat. DVD Studio Pro hat dann mal rund 1300 Euro gekostet, und die dritte Version liegt nur noch bei ca. 580 Euro. Bei DVD Studio Pro ist noch das Programm A.Pack enthalten, mit dem ein 5.1 Dolby Digital-Encoding durchgeführt werden kann. Dafür zieht man Audiodateien einfach per Drag und Drop in einem Fenster auf die jeweiligen Kanäle um daraus eine AC3 Datei zu erstellen.

Die Cinema Tools gab es bis Final Cut Pro 4 nur einzeln zu kaufen, ebenfalls für 1300 Euro. Mit Final Cut Pro 4 waren sie dann einfach im Programm dabei, für insgesamt unter 1000 Euro. Logic von Emagic liegt mittlerweile auch unter 1000 Euro, und von Emagic kommen auch viele Plugins für Soundtrack, und das gesamte Programm ist natürlich mit Hilfe von Emagic entstanden. Soundtrack kann man separat für 280 Euro kaufen, aber es ist auch bei Final Cut Pro HD enthalten und damit in der Production Suite.

Motion ein erster Testbericht hier) wurde mit einem nicht unerheblichen Teil des ehemaligen Combustion-Teams entwickelt. Die Jungs wollten lieber im warmen Kalifornien bleiben und nicht mit Discreet nach Kanada umziehen. Die Integration zwischen Motion und Final Cut Pro HD ist gelungen. Man kann eine Timeline aus Final Cut Pro HD an Motion übergeben und bearbeiten, während die Aktualisierung in Final Cut Pro HD übernommen wird. Auch kann Final Cut Pro HD direkt Motion Projekte öffnen und in der eigenen Timeline als Clip berechnen lassen. Eine ähnliche Übergabe gab es mal zwischen der Edit (inzwischen eingestellt) und Combustion, beide von Discreet. Auch die Partikeleffekte in Motion hat man in ähnlicher Form in Combustion. Motion kostet rund 280 Euro und ist ebenfalls in der Suite enthalten.

Compressor ist jeweils bei Final Cut Pro HD, Motion und DVD Studio Pro dabei, und vielleicht hat man in der Suite sogar drei Lizenzen davon, wenn die einzelnen Pakete noch über eigene Seriennummern verfügen. Mit Compressor können Batch-Encodings in den Formaten QuickTime, MPEG-1, MPEG-2 und MPEG-4 durchgeführt werden. Dabei stehen Cropping und Transform Funktionen zur Verfügung sowie eigene Videofilter. Compressor ist nicht einzeln erhältlich.

LiveType ist ein noch junges Programm, das auf die Erstellung von Titelanimationen spezialisiert ist und nur dem Final Cut Pro HD Paket als Ergänzung beiliegt. Ich halte es für praktisch, dass man seine Titel in einer externen, darauf spezialisierten Applikation durchführt und nicht innerhalb von Final Cut Pro HD, denn man darf Programme nicht mit zu vielen eingebauten Funktionen überfrachten. LiveType ist also auch dabei.

QuickTime Pro sollte generell auf jedem Mac installiert sein. Interessant wäre auch hier rauszufinden, ob die einzelnen Applikationen noch eigene QuickTime Pro-Seriennummern haben, dann hätte man gleich mehrere.
Die Production Suite kann im Prinzip blind gekauft werden, denn da kann man überhaupt nichts falsch machen. Vor allem Anwender mit einer Vorversion von Final Cut Pro erhalten ja noch mal den vergünstigten Update Preis von rund 700 Euro.

Es ist ein absoluter Kampfpreis, mit dem massiv der Marktanteil erhöht werden soll. Ich schätze, dass man weiterhin auf Expansion setzt, und zwar weil man sich gerade in einer Phase befindet, in der es einen mächtigen Schub zu verzeichnen gibt. Man möchte den Mitbewerbern keine Möglichkeit geben, sich ausruhen zu können. Zugleich wird so signalisiert, dass Apple auf einen langen finanziellen Atem setzt. Die Desktop Video-Entwicklung wurde maßgeblich mit einer niedrigen Preispolitik seitens Apple beeinflusst und man sieht schon, wer Federn lassen musste. Media100 ist aus dem Rennen, Discreet hat die Edit eingestellt, und Premiere wurde auf der Mac-Plattform eingestellt. Man kann es Apple zum Vorwurf machen, dass sie holterdipolter plötzlich so maßgeblich den Videomarkt bestimmen, allerdings ist es nicht so, als hätte man das Rad neu erfunden. Mit den DV-Formaten hätte klar sein müssen, was passieren wird, aber die etablierten Firmen haben die Gelegenheit verpasst, die sich auch ihnen geboten hat. Wenn z.B. eine DV-Option – ein billiges Bauteil – für den damaligen Mediacomposer von Avid mehre tausend Euro kostet, darf man sich auch nicht wundern, dass einem die Felle wegschwimmen.




MaGu: Wie wird Apple generell in Deinem Berufsfeld wahrgenommen und genutzt, und wie schätzt Du dabei das Anteilsverhältnis von PC- zu Mac-Usern ein?

Björn: Es boomt. G5-Systeme und vor allem Powerbooks finden sich überall. Es ist nicht so, dass jetzt alle die Avids rausschmeißen und durch Final Cut Pro HD ersetzen, aber auch Avid Adrenaline-Systeme gibt es auf G5-Basis. Die älteren Avids müssen zudem noch ihr Geld verdienen, was bei den gesunkenen Tagespreisen natürlich länger dauert. Die meisten Systeme werden noch für AfterEffects und Photoshop eingesetzt, sprich in der Grafikabteilung, aber hier und da finden sich zunehmend Final Cut Pro-Installationen mit einer AJA Io oder Blackmagic Karte. Aber auf jedem Powerbooks ist eigentlich Final Cut Pro installiert.

Apple genießt ein hohes Ansehen wie noch nie, auch wenn einige schimpfen, dass die Preise zu stark und zu schnell gesunken sind. Aber entziehen kann sich eigentlich keiner. Apple bestimmt einfach zu stark die Marschrichtung und setzt die Maßstäbe in der Branche. Man sieht es ja auch an Avid, die mit FireWire-Lösungen und den günstigeren Xpress-Versionen den Trend mitbestimmen wollen. Es gab mal eine amerikanische Studie, die auch bei Euch gepostet wurde. Da war von knapp 30% Marktanteil im Broadcast-Bereich die Rede. Das halte ich auch hier für realistisch, jedoch muss ich bei meinem eigenen Arbeitsumfeld eher von 80% sprechen, da ich mich hauptsächlich in der Produktion und im Werbeumfeld bewege. Da hat eigentlich jeder einen Mac, und aufgeklappte Powerbooks stehen auf allen Schreibtischen.

Ich finde es immer problematisch, von einem Marktanteil zu sprechen, da es natürlich unzählige PC-Möhren gibt, die überall rumstehen. Das wichtigste produktive Arbeitswerkzeug ist jedoch eindeutig der Mac, und im Vergleich zu der Zeit, als ich mit dem Mac angefangen habe, hat sich der Anteil erheblich gesteigert – man ist kein Exot mehr. Ich würde auch nicht so stark differenzieren zwischen PC- und Mac-Usern. Die Stärke von Mac OS X ist ja die Integration, und daraus resultiert eine bessere Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Systemen in heterogenen Umgebungen. Wer ist jetzt in so einer Umgebung ein Mac- oder PC-User? Letztendlich war der Mac schon immer die Referenz für die gesamte Industrie, und somit ist in meinen Augen jeder ein Mac-User, auch wenn man mit der schlechten Kopie arbeiten muss ;-)

Ich finde es auch nicht so problematisch, dass Apple versucht, Consumer- und Profimarkt gleichermaßen zu versorgen. Es gab mal ein großes Geschrei, als mit USB und FireWire alle bisherigen Schnittstellen über Bord geschmissen wurden. Die Tonstudios waren entsetzt, dass es nur noch drei PCI-Steckplätze gab, aber heute sind alle hochzufrieden, dass man CPU-basierend und extern über FireWire Geräte so komfortabel arbeiten kann. Auch die Mac OS X Migration ist soweit abgeschlossen, und die Leute haben sich gut daran gewöhnt. Vor allem iTunes und der Musikstore werden natürlich auch von den Profis genutzt. Ich glaube, bei uns im Büro wird im Durchschnitt jeden Tag ein Song gekauft.

Trotzdem sollte man das alles nicht unkritisch sehen. Aktuell sind es die Lieferengpässe, die für Unmut sorgen. Die Ankündigung eines 3-GHz-G5 für den Sommer und die nun kaum verfügbaren 2,5-GHz-Modelle sorgen für Hohn und Spott. Ein anderer ganz wichtiger Punkt war in der Vergangenheit die teilweise schlechte PAL-Unterstützung der Videoapplikationen. Es gibt auch Aspekte, die hierzulande enger gesehen werden als im amerikanischen Markt. Wir Deutschen haben traditionell hohe Qualitätsansprüche und möchten nun auch mal kleine Fehler schnell behoben haben. Leider läuft man da als User oft gegen eine Wand und bekommt kein Feedback. Mit einer solchen Denke wird Apple im hiesigen Markt nur schwer Fuß fassen. Allein der deutschsprachige Raum bietet schließlich hohe Investitionsvolumina. Die europäischen Apple-Niederlassungen müssen sich hier gegenüber Cupertino stärker emanzipieren, auf die Besonderheiten der hiesigen Bedingungen hinweisen und Anpassungen entschlossen durchsetzen. Da passiert noch viel zu wenig.

Ein weiterer Punkt ist das Interface-Design der einzelnen Applikationen. Man hat manchmal das Gefühl, hier entwickeln die einzelnen Teams aneinander vorbei, und jeder darf mal seine Vorstellungen einbringen. Kurzbefehle und Bezeichnungen sind nicht durchgängig, und Funktionen finden sich nicht an den gleichen Stellen wieder. Es fehlt eindeutig ein Jonathan Ive für das Software-Design!

MaGu: Das lassen wir gerne als Schlusswort so stehen, Björn. Wir bedanken uns für dieses ausführliche und aufschlussreiche Interview!


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Nachtrag

Hier noch ein paar abschließende Links für Film- und Filmschnittfans:

Filmtor ist ein umfangreiches Filmportal im deutschen Internet.

Digitalvideoschnitt ist ein ordentlich gemachtes, plattformübergreifendes Portal zum Thema Videoschnitt, das sich sowohl an Anfänger als auch an Fortgeschrittene wendet.

DV Magazine ist eines der interessantesten englischsprachigen Magazine für professionelles Digitalvideo.

DVC.org ist nicht nur die erste und älteste DV-Website überhaupt, sondern auch eine der profundesten, wenn es um neues Equipment geht (auch, wenn man über das Design der Seite sehr geteilter Meinung sein mag).

Und DV Creators schließlich produziert die mit Abstand besten, anschaulichsten und didaktisch perfektesten FCP-Tutorial-CDs und -Lehrgänge. Leider, leider nur auf Englisch!

Kommentare

frage zu compressor/mpeg4

Von: namnam | Datum: 14.09.2004 | #1
basiert compressor (wie alles andere auch) auf QuickTime? benutzt es die dort enthaltenen Codecs?

ich frage deshalb, weil sich immer alle ueber mit QT codierte MPEG4 files aufregen z.b. wegen der schlechten qualitaet.

also: wie siehts aus? komprimiert der compressor richtig gut oder eher nicht???

die Musik ist nicht mein Ding

Von: se_wi | Datum: 14.09.2004 | #2
...aber das Video ist ja extrem gut gemacht! Respekt für die gelungene Umsetzung!

Apple MPEG-4

Von: mactrix | Datum: 14.09.2004 | #3
Compressor basiert auf QuickTime. Der Apple MPEG-4 Codec ist einfach zu bedienen und liefert bei vergleichsweise hohen und mittleren Bitraten gute Qualität. Bei niedrigen Bitraten leider (noch) nicht, so dass Sorenson 3 noch vorzuziehen wäre. Eine gute Referenz ist immer die QuickTime Trailer Seite von Apple. Die nehmen auch alle noch Sorenson 3. Ansonsten auch mal 3ivx anschauen und ffmpeg.

Ist die Kegelbahn so lang ...

Von: Terrania | Datum: 14.09.2004 | #4
oder ist da mal geschnitten? Die Kamerafahrt ist ja irre!

Roland

Von: Roland Mueller | Datum: 14.09.2004 | #5
Die Kegelbahn war erheblich kürzer. Sie wurde nur, ohne dass man etwas davon sieht, mehrfach aneinandergefügt. Genauso, wie die vielen sichtbaren Akteure nur insgesamt vier verschiedene Darsteller sind. Ein oder zwei der Mädels waren gar nicht am Set anwesend. Die waren woanders gedreht worden und wurden in der Postproduction nachträglich eingebaut. Etc. pp. Björn könnte dazu sicher mehr und Exakteres sagen :-)

nicht lang, Terri, breit...

Von: Jörn (der andere) | Datum: 14.09.2004 | #6
....*g*

nicht übertreiben

Von: mactrix | Datum: 14.09.2004 | #7
Da hast Du was falsch in Erinnerung ;-)

Die Mädels waren schon alle da, nur einige der Damen sind nicht an den Stellen aufgenommen worden, wo sie später hineinplaziert wurden. Dadurch dass die Bahn von den Handwerkern nicht für den Dreh gebaut wurde ist auch nicht alles ganz synchron, sprich die Elemente sitzen nicht aufeinander wenn man die Bahn an den Schnittstellen verlängert oder wenn man Objekte und Personen an anderen Stellen einfügen wollte. Das war also schon eine ganz schöne Fummellei. Aber stimmt, die Bahn wurde auch die dreifache Länge gebracht. Das nächste mal sollte man in den USA drehen wo es Bahnen gibt die lang genug sind :-)

Ha, da kegelt...

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 14.09.2004 | #8
... ja auch einer offensichtlich zweimal dieselbe miserable 8 ;)

mehrere sind doppelt.

Von: mactrix | Datum: 14.09.2004 | #9
hier die Erklärung: [Link]

Breit?

Von: Terrania | Datum: 14.09.2004 | #10
Wenn Breit länger ist als lang, ist Breit lang. *g

@Terrania

Von: Jörn (der andere) | Datum: 15.09.2004 | #11
Damit wäre ja alles lang und breit erklärt *g*

……nur nicht, wer dieses Zeugs dann auch frewillig hört und das Rumgehampel im Trainingsanzug als cool empfindet *fragt sich der alte Sack* :-)))

Jörn: Normalerweise würde ich jetzt sagen

Von: Terrania | Datum: 15.09.2004 | #12
werd erwachsen. Denn das ist erwachsene Musik *g (Sollen wir das jetzt diskutieren? Na, denn:)
Erwachsene Rapper machen nette *Figuren* - so mit ihren Händen und so. Sie tragen TRAININGSANZÜGE, weil das cool ist (Marke beachten!!!). Sie fahren erwachsene Autos (SL, Aston Martin etc.), weil das cool ist. Sie haben Unmengen von Goldkettchen um, weil das Cool ist. Sie tragen Glatze, weil das cool ist (vor 10-12 Jahren haben sie noch FOKUHILA getragen, aber die Nähe zum Loddel um die Ecke - neee, das wars dann doch nicht - ist uncool), und Sie lieben es *EXPLICIT* zu reden. Da klingt es sogar cool, wenn man davon singt (?) wie man neulich auf dem Schei***haus war. Alles klar? Und es ist natürlich cool Frauen auf leicht bis gar nicht bekleidete Hupfdolen zu reduzieren. Ach ja: es ist natürlich auch cool Oldfartsmusic auszuschlachten, eigene Ideen kommen meistens uncool (=Arbeit!!!), es sei denn der Produzent ist ein bißchen helle. Unsere Kiddies brauchen schließlich Vorbilder. Arbeit ist uncool, aber SL ist cool ---> Rapper werden! Ich seh schon, Du willst mich nicht verstehen *g

Danke Herr Oberlehrer....

Von: Jörn (der andere) | Datum: 15.09.2004 | #13
...für diesen erhellenden Beitrag aus der Vorurteilskiste :-)
Dabei ist es doch viel einfacher: UNSERE Musik ist gut, RAP ist Negermusik und BÖÖÖSE!!

Ähh, Mist, jetzt hab ich doch per Copy/Pate eine alte Schimpftirade meiner Eltern aus den 60igern wieder belebt....

Sorry, wollte latürnich sagen: Rap is obercoool , alder. Pholl phreAkY DU. (Wo hab ich nur meine Goldkettchen gelassen? Im Pfandhaus????)

GUI:

Von: Terrania | Datum: 16.09.2004 | #14
Größer ist nicht unbedingt besser (Monitore).
Als ich das erste mal den 23 Zoller gesehen habe, war ich überfordert. Das ist mir fast zu groß, weil man nicht mehr ALLES im Blickfeld hat, es sei denn, man setzt sich 10 Meter weiter hinter, wie beim TV. Wenn dann auf so einem Display auch noch 3D-Elemente blinken etc., dann glaube ich, daß die Usability den Bach runter geht.

Besser 2x 17 Zoll...

Von: Roland Mueller | Datum: 16.09.2004 | #15
...als 1x 23 Zoll. Oder 30 Zoll. Es sei denn, man bearbeitet mit Final Cut Pro HD High Definition Video in nativer Volldarstellung. Dann muss es halt der 23er sein :-)