ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 3196

Wer ist eigentlich Paul?

Apple gegen Apple und keiner versteht's

Autor: flo - Datum: 14.09.2004

Ein Bericht von Variety.com gräbt Meinungen unter Anwälten aus, nach denen der Streit respektive ein möglicher Vergleich zwischen Apple (Computer) und Apple (Beatles-Label) enorme Ausmaßen annehmen könnte, wogegen die 26,5 Millionen aus dem Jahre 1991 klein aussehen sollen. Weitere Quellen nennt der Bericht nicht, um den Rechtsstreit war es in der vergangenen Zeit auch still geworden, so dass man diese Aussage jetzt einfach einmal so hinnehmen muss (und hinnehmen kann, wenn man die Börsenbewegungen ansieht: der Aktienkurs quittiert dies mit gesunder Gleichmütigkeit und fällt nur leicht ab bei unterdurchschnittlichem Handelsvolumen). Verstanden wird diese Zänkerei, insbesondere die Summen, um die es wohl gehen wird, eh niemand mehr. Weder der Punkt, warum man das nicht auch mehr oder minder friedlich lösen kann, noch der Punkt, warum Apple (Computer) sich scheinbar so offensichtlich in diese rechtlich bedenkliche Situation begeben hat. Soweit nach außen bekannt, sind die Verträge zwischen den Unternehmen ja doch sehr eindeutig: Nix Musik. Apples Entgegnung, der iTMS sei ein Dateivertrieb, klingt da ein bisschen ... naiv. Etwas lustiges hat der Beitrag dann aber doch, denn was ist sind schon aus der Luft gegriffene Meinungen ohne ein schmackhaftes Gerücht: Apple Corps solle ein bedeutender Aktionär Apples werden und Paul McCartney, Ex-Beatle, Miteigentümer von Apple Corps und bekanntlicherweise kein Fan vom Online-Musikvertrieb, solle in den Aufsichtsrat in Cupertino gesetzt werden. Genau, und morgen kommt das G5-PowerBook.

Kommentare

Soso.

Von: Leo (fscklog) | Datum: 14.09.2004 | #1
Also doch schon morgen.

;)

Der Wurm im Apfel

Von: Applemus | Datum: 14.09.2004 | #2
Der entscheidende Fehler wurde vor 25+ Jahren begangen, als sich die Apple-Gründer (weil SJ so ein Beatles-Fan war?) den Namen Apple verpasst haben. Das war natürlich maßlos dämlich und geschäftlich naiv. Dafür müssen sie jetzt eben bezahlen.
(Ich frage mich, ob bei dem gesunden Fanatismus, den die Macianer kultivieren, bald der nächste Beatle erschossen wird)

Ja genau

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 14.09.2004 | #3
Was wir nicht alles wissen, gell, Leo?

Hm? Wie? Wo soll ich meine Hand reinlegen? Feuer? Wo??

:)

(Seit unserem vegetarischem Lebenswandel machen wir sowas nicht mehr :P)

Zwei Dinge...

Von: macfun | Datum: 14.09.2004 | #4
...sind mir eh total unverständlich:
1. wie man eine Fruchtbezeichnung schützen lassen kann (hat jeder Obsthändler vom Wochenmarkt auch schon eine Klage von Paule am Hals?) und
2. Was hat der tatterige Beatle eigendlich für ein Problem? Verkauft Apple (Comp.) Beatle-Songs (oder gib´s noch was von diesem Label) im Netz? Heißt der Dienst „Apple Music Store“?
Produziert Apple (Comp.) Musik? Sind sie sonstwie in der gleichen Branche tätig?

... und Paul schreit immer nur zu Steve rüber: „I can get no satisfaction!“ (ach nee, das waren ja die anderen)

money, money, money...

Von: FOX | Datum: 14.09.2004 | #5
"Was hat der tatterige Beatle eigendlich für ein Problem?"

er hat einfach schon zu viel kohle. deshalb verklagt er apple computer, um noch die ein- oder andere mark (pfund/euro/dollar) dazu zu verdienen.

zu viel ist heutzutage nämlich auf keinen fall genug!!

(siehe ackermann, esser, gates usw - /beliebigen namen eines vorstandes einsetzen/ )

Sosumi?

Von: Elroy | Datum: 14.09.2004 | #6
Yeah!

Ich fand schon immmer...

Von: tonidigital | Datum: 14.09.2004 | #7
dass die Beatles überbewertet waren.. Wie die ganzen Musikstars überhaupt.. Alles Hampelmänner und Hampelfrauen.. Steve Jobs ist meiner Meinung nach der einzige Star.

Und du bist ein Hampelkind ;)

Von: Peter Troll-auf-Tour | Datum: 14.09.2004 | #8

Apple vs. Apple

Von: Rumpelstilzchen | Datum: 14.09.2004 | #9
Vor etwas längerer Zeit hies es doch, die Kriegskasse von Apple sei "gut gefüllt". Warum nicht hingehen und den Apfelbaum (Apple Musik) komplett rausreissen und Apple Musik kaufen. Zeitgleich dem letzten Beatle alle Rechte an der Marke und der Musik entreissen. Beatles Songs stehen dann unter der gleichen Freiheit wie Werke von Händel, Bach und Mozart. Man kann sie als Wartemusik in Telefonanlagen einspeissen oder auch als die "so geliebte" Fahrstuhlmusik einspeisen. DAS wäre OK. Alles andere kann nur Krampf sein.

Wie teuer

Von: Karl Schimanek | Datum: 14.09.2004 | #10
iss denn Apple Corps?

Hähähä, Apple kaufen?

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 14.09.2004 | #11
Ich glaube, da kannst du in bester Rumpelstilzchen-Manier auf den Boden stampfen, bis du drin versinkst, aber Apple Corps wird garantiert nie verkaufen, warum sollten sie auch.

Und alles zu kaufen, was einen verklagt ist ja nun auch nicht die ultimative Idee ;)

hmm, da fehlt unserem SJ wohl der Weitblick

Von: eRob | Datum: 14.09.2004 | #12
Denkt mal zurück an die leidige Eminem-Geschichte. Nicht nach Rechten gefragt, einfach genommen, gut, Eminem hat sich klaro aufgeregt und dafür fette Kohle kassiert, so ist das nun mal...

Ich kann es mir nun mal auch nicht erlauben, meinen Kunden einen Song aus meiner prall gefüllten iTunes-Bibliothek für das Messestand-Video zu überlassen.

Jetzt die Geschichte mit den Beatles. Vielleicht ist es so, dass die Beatles einfach einen echt hinterfotzigen Vertrag haben, der zu damaliger Zeit für Apple nicht absehbar war und sie deshalb jetzt in den berühmten Sauren Apfel beissen. (Bin mal gespannt, wieviel dieses Settlement - biggest in history - wohl von Apples Reserven fressen wird). AAPL taucht dann wohl wieder.

Irgendwie kommt mir vor, dass Steve gar nicht der Visionär ist, als der er uns immer verkauft wird.

Beim iPod, wenn man der Berichterstattung glauben schenken darf, soll es doch auch so gewesen sein, dass der Entwickler desselben Prototypes nicht das Interesse Steves erweckte und als er dann von einem Steve Näherstehenden überzeugt war, aber Batterieprobleme die ersten unofficial production units plagten, er nur mit Mühe überredet werden konnte, hier nicht das Handtuch zu werfen.

Also ich weiss nicht, aber mit etwas mehr Weitblick und vor allem Zeit hätte vielleicht bei Apple-Apple auch eine Lösung gefunden werden können. Wenn mal der Karren im Dreck steckt, ist es dafür wahrscheinlich zu spät.

Morgen kommt das G5 Powerbook

Von: Kilian | Datum: 15.09.2004 | #13
Mit Duke Nukem Forever gebundelt. Außerdem soll OS X 10.4 jetzt doch auf HURD basiert sein.

apple music ...

Von: cws | Datum: 15.09.2004 | #14
... und die Beatles haben wohl nichts mehr miteinander zu tun, die Eigentümer heissen lange nicht mehr John, Paul, George und Ringo.

Und warum sollte das Thema den Aktienkurs sehr erschüttern? Es geht um Geld aus der Kasse, der Kurs lebt aber eher von der Marktposition, die sieht dadurch niemand bedroht.

@ apple music

Von: eRob | Datum: 15.09.2004 | #15
Da würde ich mal nicht so sicher sein, der Kurs einer Aktie spiegelt den Wert eines Unternehmens (mehr oder weniger) wieder und dabei sind nicht nur PE sondern auch die Cash-Reserven eine nicht unbedeutende Größe.

eRob.....

Von: amerigo | Datum: 15.09.2004 | #16
@eRob: wie kommst du darauf, dass der Aktienkurs den Wert eines Unternehmens spiegelt? Und wie definierst du 'Wert' in Fällen wie Amazon, Google und so weiter? Bei Börsenkursen geht es eher um Erwartungen.