ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 3212

Apple kommt poppen

Jammertage der Musikbranche beginnen am 29. September

Autor: dk - Datum: 23.09.2004

Der internationalen Musikbranche geht es schlecht. Zumindest wenn man dem branchenüblichen Gejammere Glauben schenkt. Und all die Heulsusen, die es nicht gebacken bekommen haben, Musik online erfolgreich zu vermarkten, dürfen sich am 29. September auf einen geschmeidigen Einlauf von Apple freuen. Apples Eddy Cue, »Vice President Applications«, wird in seiner Keynote mit Themenschwerpunkt »Wirtschaft« sicherlich nicht auf der Bühne wie ein kleiner Junge herumspringen und rufen: »Wir sind cool und Ihr nicht!« Aber letztlich sieht es genauso aus. Apple bereitet den Weg, und alle fragen sich »Wie haben die das nur gemacht?«. Mal von Firmwareupdates abgesehen…

Auch das PR-Geblubber der Popkomm-Projektleitung täuscht nicht über die Tatsache hinweg, daß Apple – mal wieder – die Konkurrenz hat Staub fressen lassen : »Die Popkomm wird branchenübergreifende Debatten mit Signalwirkung anstoßen«, so eine Sprecherin der Popkomm, »Auf dem Kongress werden Fachleute die Konsequenzen, die sich aus dem veränderten Umgang mit Musik ergeben, erörtern, neue Konzepte vorstellen und notwendige Weichenstellungen für die Zukunft erläutern.« Davon ist ja mal ganz stark auszugehen, daß fröhlich, oder auch nicht, diskutiert werden wird. Hoffentlich ertrinken die neuen Konzepte und notwendigen Weichenstellungen nicht im Tränenmeer der am Hungertuch nagenden Musikindustrie…

Kommentare

Sauber

Von: Thyrfing | Datum: 23.09.2004 | #1
Da hätte ich bei der Überschrift fast meinen Kaffee auf's Display gespuckt :D:D

Zum Thema verlogene Musikindustrie..

Von: kai | Datum: 23.09.2004 | #2
[Link]

Apple verdient 4 Cent, Musikindustrie verdient 62 Cent oder mehr an jedem Song. Der Preis pro Song ist doppelt so hoch wie bei der CD und ZUSÄTZLICH fallen auch noch die Herstellungskosten flach. Sprich: Die Typen verdienen mehr als doppelt soviel wie vorher, jemand ANDERES bringt sie endlich online ohne dass er damit was verdient und die wagen es zu jammern? ZUSÄTZLICH versuchen diese Wegelagerer dann auch noch, den Konsumenten längst etablierte Rechte (DRM!) wegzunehmen, sag mal geht's eigentlich noch?

Es gibt eigentlich nur eine Frage ...

Von: Yep | Datum: 23.09.2004 | #3
... wann (nicht ob) ist der Tag, an dem Apple es wieder versauen wird, und genau den Moment verpaßt, an dem man die ihrem Konzept richtig Kohle scheffeln kann - und das Feld anderen überläßt?

iPod-Verkäufe - daran verdient Apple !

Von: RoB*-) | Datum: 24.09.2004 | #4
"Der Independent-Bericht erwähnt einmal mehr, dass Apple sich über seinen profitablen iPod refinanziere." Zitat macnews.de

[Link]

Das ist DER Hauptgrund für den iTMS !

Rob:

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 24.09.2004 | #5
Klar ist er das. Trotzdem ändert das nix dran, dass die Musikindustrie gehörig einen an der Klatsche hat, wenn sie jetzt auch noch versuchen, sich an Online-Vertrieb noch MEHR zu bereichern als vorher und dann jammern, dass sie ja sooo arm dran sind!...
Es verlangt ja keiner, dass sie beim Online-Vertrieb WENIGER verdienen: Wenn sie sich bloss GENAUSO bereichern würden wie bei den CDs wäre das schon genug, dann wäre online-musik ja schon dermaßen billig für den Konsumenten, dass auch wesentlich mehr Leute das Angebot nutzen würden... Wenn der Independent sagt, dass sie mit 62 cent oder mehr das doppelte wie bei CDs verdienen und die Herstellungskosten dabei noch nichtmal berücksichtigt sind könnten die ja auch locker nur 25-30 cent abgreifen, dann wären die Songs schonmal ein Drittel billiger!

Was ich immer wieder erstaunlich finde...

Von: Karl Schimanek | Datum: 24.09.2004 | #6
Hollywood-Filme sind genauso teuer wie Audio-CDs... denkt mal drüber nach liebe MI ;-)

Die MI erinnert mich irgendwie an die Arbeitslosenverwaltung :-D

Holla!

Von: Terrania | Datum: 24.09.2004 | #7
Das klingt - abgesehen vom Tonfall - erst mal ganz nett, Mr. Plattenlabel. Nur stimmts halt nicht ganz. Klar läuft X Jahre Schrott mit rum, mit dem man kein Geld verdient, und klar verdienen wenige "Stars" ne Menge Kohle mit, ABER sie kosten halt auch eine Menge Kohle. Im Buchgeschäft ist das ziemlich ähnlich: Die Bestseller finanzieren die Klassiker wie Goethe und Konsorten, bzw. Autoren, die eben von wenigen (Intellektuellen) gelesen werden. Und genau da ist der Unterschied: Zuwenige "Stars" finanzieren u.a. "zuviele" NULLEN. Das mein lieber Plattenfuzzi, ist allerdings nicht die Schuld des Konsumenten, oder gar von Downloaddiensten, sondern alleinige Schuld eines Managements, das von Musik immer weniger zu verstehen scheint. Also hör auf hier rumzupöbeln, und erzähl etwas, was wirklich interessant ist.

Süss

Von: salco | Datum: 24.09.2004 | #8
Die Plattenlabels haben anscheinend ein paar Leute angestellt, die die Foren durchforsten und den Empörten mimen, wenn jemand was kritisches sagt. Erst bei MacTechNews und jetzt hier, mit teilweise gleichen Wortlaut.

Kleiner Tipp:
Eure Margen wären höher, wenn ihr solche Sperenzchen lassen würdet und euch auf das konzentriert, weswegen es euch gibt: Vertrieb von Musik.

Bingo, das ist der springende Punkt

Von: solaris | Datum: 24.09.2004 | #9
> Man kann bei Downloads nicht so tun, als
> wären es CDs. Downloads sind Downloads,
> und CDs sind CDs.

Bingo!
Genau so ist es. Das Problem ist einfach, dass - egal was für interne Kalkulationen dahinterstecken - die meisten Konsumenten nicht verstehen, dass ein Album als Download nur marginal weniger oder sogar mehr kosten soll als die im Laden gekaufte CD!
Da könnt ihr mir erzählen was ihr wollt, aber meine Rechnung sieht so aus:

Preis der Musik (Rechte, Produktion etc.)
- CD Rohling
- CD Hülle
- Booklet
- Vertriebskosten
- Lagerkosten
+ Kosten für den Online-Vertrieb (Server, Traffic etc.)
---
= Preis für ein Album

Also: Die Musik muss doch billiger werden! Alles andere ist doch aus Kundensicht nicht zu begreifen!

solaris

uups...

Von: solaris | Datum: 24.09.2004 | #10
Ich meinte natürlich als Ausgangspreis den Preis einer im Laden gekauften CD!

solaris

An das ach-so-beleidigte Plattenlabel

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 24.09.2004 | #11
Solange wir bei uns ach-so-fundierten-Macguardians kein q.e.d unter unsere Artikel schreiben, bleibt das ein User-Forum, und da schreiben wir ach-so-der-Nase-nach, so sind wir Klugscheißer.

Schon ein bisschen langweilig inzwischen ...

Von: groover | Datum: 24.09.2004 | #12
... das Musikindustrie-Bashing.

Wer ist eigentlich DIE Musikindustrie?

Und wann bringt mein allerliebster Obsthändler im iTMS endlich mal brauchbare Musik an den Start? Oder ist der Obsthändler als Musikhändler in Sachen Repertoire nur ein Abbild der Majors oder Mediamärkte?

Wieso will die Gema für einen Download mehr haben als für einen Track auf einer CD/LP?

Im übrigen ist die Frage berechtigt, wieso unwahre Gerüchte (nur 4 Cent für Apple) als Tatsachen hingestellt werden - nur weil es ins etwas schiefe Weltbild passt. Die Gebühren für die mechanischen Vervielfältigungsrechte (hierzulande GEMA) gehen natürlich vom Händlerabgabepreis, sprich den besagten 62 Cent, ab. Bezahlen muss die der Rechteinhaber, sprich das Label. Ist ja auch nicht so, dass der Plattenladen um die Ecke die Gema bezahlt. Die Gema will aktuell unfassbare 12%, was mehr als bei einer CD ist. Apples Marge entspricht ziemlich genau der eines klassischen Tonträgerhändlers.

Ach groover!

Von: Terrania | Datum: 24.09.2004 | #13
"Und wann bringt mein allerliebster Obsthändler im iTMS endlich mal brauchbare Musik an den Start?"

Das ist wie immer - Geschmacksache. Allerdings hatte ich mich zu Anfangs auch darüber aufgeregt, wo meine "Stars" sind. Inzwischen macht mir das stöbern soviel Spaß, daß die letzten 40 Stücke, die ich gekauft habe, mir völlig unbekannte Interpreten waren. Es gibt sie nämlich noch, die gute Musik. Und es gibt auch im iTMS richtig gute (mir) unbekannte Sachen, vor allem im Jazz, Blues und Klassik-Bereich, die ich in einem normalen Laden NICHT finde, und allerhöchstens bei AMAZON. Dann muß ich allerdings die ganze Scheibe nehmen. Mit anderen Worten: Mir geht nix ab. Und das Mainstreamgedudel kriege ich auch im Radio.

Peinlich

Von: Plattenlabel | Datum: 24.09.2004 | #14
Wenn ich darlege, dass die MacGuardians bei diesem Thema nicht kompetent sind, und wenn einer der Redakteure daraufhin lapidar verkündet, dass sei gar nicht beabsichtigt und man schreibe eben "wie einem der Schnabel gewachsen" sei, dann ist das ein echtes Armutszeugnis.

Wenn man öffentlich Dinge behauptet, sollte man schon bemüht sein, dass sie korrekt sind, vor allem, wenn man andere Leute damit angreift.

Plattenlabel wo sind Deine Fakten

Von: pm | Datum: 24.09.2004 | #15
Du hast jetzt schon 2 Beiträge ohne einen einzigen Fakt in das Forum gestellt. Du kannst nicht nachweisen, dass mit dem Download die Firmen noch mehr verdienen. Und noch viel weniger bist du in der Lage einen Nachweis abzuliefern, dass zuviel schlechte Musiker irgendwelche Verträge gekriegt haben die sich nicht rechnen. Ebenso taugt dieser Videomüll nichts. Wenn Miles Davis für 3 Tage im Studio ist und eines seiner Top Alben einspielt, so ist dass mit der heutigen Musikszene nicht zu vergleichen, wo drittklassige Gruppen jedes Gitarrenriff 100 x üben müssen und im Studio immer noch einen Bruch abbliefern. Die Plattenindustrie hat ein Qualitäts und zusätzlich noch ein gravierendes Kostenproblem. Grösse ist in diesem Bereich eben nicht unbedingt vorteilhaft.
Geschweige den, dass die Plattenindustrie die Kosten im Griff hat.

Wir werden ja sehen ...

Von: RoB*-) | Datum: 24.09.2004 | #16
ob die Preise stabil bleiben oder sinken (wenn >die MI< sonst gar niX mehr los wird) oder steigen (weil Apple auch mitverdienen will) !

Ich glaube die Verkäufe von iPods werden STEIGEN - weil jeder so 'n Teil haben will :D

Und die Beatles gibt 's auch bald im iTMS - weil Paul schon 'n begeisterter iPod-User ist :)

Meine Fakten

Von: Plattenlabel | Datum: 24.09.2004 | #17
Meine Behauptungen lassen sich belegen, indem man die Nachrichten verfolgt. Die Verhandlungen zwischen den Verwertungsgesellschaften und den Vetriebsfirmen waren und sind mehr oder weniger öffentlich. In Deutschland hat jede Zeitung drüber geschrieben, spätestens als der Kanzler deswegen auf der CeBIT nicht online Musik kaufen konnte.

Die Rechteinhaber sind außerdem nicht blöd und verlangen ebenfalls Geld, damit die Musik in einen neuen Vertriebskanal gelangen darf. Die Verlage müssen das bezahlen und müssen es sich von den Vertriebsfirmen wiederholen.

Die Mechanismen im Musikgeschäft, und wem was gehört und wer was von wem verlangt, gehen auf dieser Website hübsch durcheinander. Kein Wunder, dass darauf so hanebüchene Diskussionen folgen.

Ein Nachweis darüber, dass Hits nur einen kleinen Teil der veröffentlichten Musik ausmachen, brauche ich nicht zu führen.

Bitte, bitte, liebe MacGuardians…

Von: Zaggo | Datum: 24.09.2004 | #18
…schreibt weiterhin, wie euch der Schnabel gewachsen ist!
Noch mehr fundiertes Geseier, wie das von Plattendödel und ich brech auf meinen Flokati!

Urps!
Z.

Genau

Von: Plattenlabel | Datum: 24.09.2004 | #19
Fundierte Texte sind ja doof, stattdessen sollte es mehr Bullshit geben, sofern es lustig geschrieben sind.

Fakten sind was für Bürokraten.

jetzt muss ich aber auch

Von: dabaer | Datum: 25.09.2004 | #20
Hallo Mr. Plattenlabel,

woher hast Du denn Deine Weisheiten? In welcher Position bei einem Plattenlabel bist Du, dass Du alle Details dieses Geschäfts so gut kennst? Leider konnte ich immer noch keine Fakten in Deinen Beiträgen lesen!!!

Für mich stellt sich das so dar, die Plattenindustrie ist an der gesamten Misere selbst schuld. Man produziert, um die schnelle Kohle zu verdienen, nur noch Bohlen und Konsorten und gaaanz wenige wirklich selbst gemachte Musik oder gar neue Dinge, die man so noch nicht gehört hat. Nun kommen die ganzen Kidz, ziehen sich diesen ganzen Retortenscheiß aus dem Netz und die ganze Industrie weint, wie übel man ihr doch mitspielt.

Dann kommen legale Musikvertriebe daher und die MI denk, au geil, da können wir unsere Verluste zum Teil vielleicht wieder wet machen und hauen richtig drauf. Dann noch die GEMA, die sowieso einen an der Waffel haben, warum kosten songs über 5 Minuten das Doppelte, warum kosten Songs online sowieso mehr GEMA. Egal, jeder versucht seinen Reibach zu machen mit der ganzen Sache, was auch völlig OK ist, wenn es jemand bezahlt. Und Apple scheint es ja auch gut dabei zu gehen, denn sie verdienen nix mit den Songs aber halt mit dem iPod.

Ich verstehe also die ganze Disukssion nicht und vor allem nicht das empörte getue eines angeblichen Plattenlabel-Internen. Lasst euch was einfallen, um das Geschäft anzukurbeln, nehmt den Verbraucher ernst, denn diese Meinung spiegelt sich auch in diesem Forum wider.

Gerne

Von: Plattenlabel | Datum: 25.09.2004 | #21
@dabaer: Deine ganzen Fragen habe ich bereits beantwortet.

Grundsätzlich ist es falsch, Apple und die Musikindustrie gegenüber zu stellen. Man kann nicht sagen: "Apple macht es mit iTunes richtig, und die Industrie ist zu blöd, um es zu begreifen". Weil nämlich die Musikindustrie hinter iTunes steckt, ob Euch diese Sichtweise gefällt oder nicht.

Apple verkauft ein Angebot der Musikindustrie. Nicht mehr und nicht weniger. Apple hat die Software entwickelt, aber das Angebot (also die Inhalte, die Rechte und die Möglichkeit, einzelne Songs zu einem kleinen Preis zu kaufen) kommt von der Musikindustrie.

Was allgemein gelobt wird, nämlich die fairen Rechte, kommt von der Musikindustrie. Was am Stöbern im Store so viel Spaß macht, nämlich die ganzen Songs, kommen von der Musikindustrie.

Und die Kritik, es würde eh nur noch musikalischer Müll produziert, ist völliger Blödsinn. Produziert wird fast alles, was man sich vorstellen kann. Die Frage ist, wie oft es verkauft wird. Das entscheidet allein der Kunde. Niemand hindert den Kunden daran, ein Album zu kaufen, das in kleiner Auflage für einen kleinen Kundenkreis produziert wird. Man kann in jedem Plattenladen südägyptische Dudelsackmusik kaufen, wenn man möchte, das kann jeder selbst entscheiden. Die Musikindustrie orientiert sich rein nach der Nachfrage, und wenn jemand südägyptische Dudelsackmusik haben möchte, wird das auch produziert.

Der Vorwurf, wir würden uns nicht darum bemühen, den Verkauf anzukurbeln oder wir würden uns nicht um den Kunden bemühen, ist nicht zutreffend. Das Interesse an den Produkten der Musikindustrie war nie höher als heute. Der Punkt ist, dass die Technologie es erlaubt, diese Produkte effektiver zu klauen, als es jemals möglich war. An Nachfrage mangelt es überhaupt nicht.

K.O Schlag für Phonoline

Von: pm | Datum: 25.09.2004 | #22
Es wird noch ein paar wenige Monate dauern und dann hat die Plattenindustrie wieder einmal den Nachweis erbracht, dass sie ihr eigenes Buisness nicht versteht. Phonoline wird eingestellt werden. Warum, wie sollen Musikmanager entscheiden, was eine gute Software ist. Dies wird der Musikindustrie einen Rückstand von mindestens 3 Jahren versetzen in der sie nicht in der Lage sein werden eine eigene professionelle download Lösung anzubieten. (Bei ITMS gehen eben trotzdem noch ein paar Cents an Apple)

Soso, die Musikindustrie steht hinter Apple!

Von: Terrania | Datum: 25.09.2004 | #23
Zunächst mal klingt das gar nicht so schlecht. Die Verlage (und ein paar andere) stehen auch hinter AMAZON. Nur: Wenn die Musikindustrie so clever ist, WARUM war sie nicht VOR APPLE mit einem gleichwertigen Angebot da? Oder die Verlage? Warum waren sie nicht VOR AMAZON mit einem gleichwertigen Angebot da? Die Antwort: Weil sie einfach nicht clever genug waren und auch lange nicht kapiert haben, WAS dieses Business ausmacht - schlicht verhaftet waren in den "good old times". Das DRM von Apple war deren Idee? Kaum, denn auch Apple hätte es nicht geschafft, wenn nix zu brennen gewesen wäre (was die MI gerne gesehen hätte - also auch keine Favor der MI) und der Song 2 $ gekostet hätte, und die Überzeugungsarbeit von Jobs hat immerhin einige Zeit gedauert.
Dann ist da noch das Interface mit iTunes.Wieviele Konkurrenten inkl. phonoline gibt es, die kein Land sehen? Du brauchst mir nicht zu antworten. phonoline hatte 1 JAHR ZEIT Apple zu kopieren, und noch einen draufzusetzen. Das hat nicht geklappt: Siehe oben: CLEVERNESS.
Dann zum Repertoire! Das ist Geschmacksache. Aber Tatsache ist: Nicht die Kiddies bringen der MI das Geld, sondern die Herrschaften zwischen 35 und up. Die kaufen auch feste, was sie haben wollen – nur halt leider nicht die Scheisse, die die MI auf MTV (VIVA) und Konsorten promotet und per Druckbetrankung in den Kanal pressen will. Das ist nun wirklich die MI selbst. Dann ist beim unüberschaubaren Angebot auch in den allermeisten Plattenläden schwer auf Newcomer oder kleine feine Bands hinzuweisen. Kunststück: Die neue Rapper/Metal/oder Popplatte eines Superstars muss ja auch promotet werden - denn die Produktion war teuer. Da müssen schon einige 100.000 in den ersten 3 Monaten übern Ladentisch gehen, sonst isses nix mit dem Return on Invest. Da bleibt halt nix mehr über, um neue Leute aufzubauen, das sehe ich schon ein. Unterm Strich? Die MI hat sich die Misere selbst zuzuschreiben. Und ja: Warum sollte ich eine Eintagsfliege KAUFEN, die ich in 4 Wochen eh nicht mehr höre? 1. Dudelt die Eintagsfliege täglich auf allen Sendern zigmal aus dem Radio, kommt jede Stunde einmal auf VIVA oder MTV (wenn Platz zwischen Klingetönen und Werbung da ist!). DAS SOLL MAN NOCH KAUFEN???? Get Real!

Gähn

Von: Plattenlabel | Datum: 25.09.2004 | #24
Den Blödsinn über Musikgeschmack und die böse, blöde Musikindustrie brauche ich nicht zu kommentieren. Wer glaubt, dass die Musikindustrie hartnäckig das produziert, was keiner haben will, der soll das eben glauben. Und vielen Dank auch für die Analyse, welche Altersgruppen und welche Musik das meiste Geld für Musik ausgeben. Zum Glück gibt es die MacGuardians, sonst hätte es die MI nie erfahren!

Die erbosten Kommentare über die miese Musik sind überflüssig. Jeder soll sich kaufen, was er will. Wer die aktuelle Popmusik nicht mag, soll eben andere Musik kaufen. Angebote gibt's genug, und falls nicht, fehlt schlicht die Nachfrage. Es ist doch albern, dauernd zu behaupten, dass die ganze Welt eine bestimmte "gute" Musik haben will, aber niemand produziert sie. Wahr ist stattdessen, dass die Konsumenten durch ihre Nachfrage steuern, was produziert und/oder promotet wird.

Das iTunes DRM ist von Apple und der MI gemeinsam entwickelt worden. Die MI hat es nicht "erfunden", so wie Apple es nicht "erfunden" hat. Es wurde gemeinsam entwickelt, und jeder hat seine Vorstellungen eingebracht. Es ist auch nicht so, dass Apple der MI vormacht, wie der Hase läuft, sondern die MI hat den Hasen zusammen mit Apple ausgetüftelt.

Das Ziel von Phonoline ist nicht, eine Kopie von iTunes zu sein. Wer so argumentiert, weiß nicht, was Phonoline ist. iTunes und Phonoline haben praktisch nichts miteinander zu tun. Phonoline ist weder eine Applikation noch ein User-Interface noch ein Endverbraucher-Store, sondern eine Plattform für den Aufbau von Musikportalen von Drittanbietern.

Es keinen EINEN Grund dazu

Von: Marty | Datum: 25.09.2004 | #25
Ihr habt doch irgendwie alle Recht.. und Unrecht zugleich.

Dem Herrn Plattenlabel hat Recht mit dem was Apple macht und die MI. Ist doch genauso wie hier immer gemeckert wird über die Auswahl. Apple hat da keinen Einfluss drauf. Die Labels stellen da ihre Songs drauf so wie es sie es haben will und wie der Vertrag mit Apple ausgehandelt worden ist. Also das mit dem nicht teuerer als wie 99 ct.

Mit Angebot und Nachfrage ist das immer so eine Sache. Nur mit Geschmackt hat das ja garnicht zutun. Die Randfichten haben ja auch eine riesengrosse Nachfrage. Noch bevor sie unter irgendeinem Label waren. Kleine *gute* Bands haben meistens sowieso nur Chancen in kleinen spezialisierten Labels. Bei den Majors gehen die in der Masse nur unter. Den Labels kann man diese Verträge mit sogenannten Superstars (Madonna, Marie Carey oder wie die heisst, W.Houston usw) sowas wie 50 Mill$ für 3 Alben. Das hat den Labels nur geschadet und den Künstlern tut das auch nicht gut. Jeder kennt doch von so Musiker Schrottalben die nur produziert worden sind um den Vertrag zuerfüllen.

Die Musikindustrie vergisst aber immer eines. Innerhalb der Unterhaltungsbrunche gibt es viel mehr Konkurrenz als wie etwa vor 20 Jahren. Heute wird das (Taschen-) Geld für Händies, DVDs,PC-Konsolenspiele , Internet ausgegeben. Auch wenn die Kids heutzutage was mehr Taschengeld hat als wir zB. damals.

Dann ist auch ein Boom vorbei den es bei CDs noch vor 10j gab. Damals haben noch viele ihre LP-Sammlung auf CDs umgestellt.

Das gleiche was hier passiert wird der Filmbrunche auch noch passieren. Wenn sie nicht aus den Erfahrungen der Musik und Software Industrie lernt.

DRM

Von: dermattin | Datum: 25.09.2004 | #26
"Es wurde gemeinsam entwickelt, und jeder hat seine Vorstellungen eingebracht. Es ist auch nicht so, dass Apple der MI vormacht, wie der Hase läuft, sondern die MI hat den Hasen zusammen mit Apple ausgetüftelt."

Nenene, das ist ein Märchen. Aus den damaligen Artikel konnte man entnehmen, dass Apple da hart kämpfen musste und die MI so gar nicht erfreut war über diese "lockeren" Lizenzen und den Online Vertrieb überhaupt, gewesen ist. Die wurden zu ihrem Glück gezwungen, wie sagte Steve sinngemäss so schön "Das ist die Zukunft, ihr könnt dabei sein oder auch nicht."

Die MI hat derweilen immer noch keinen Schimmer, was los ist, sie vergrault lieber Kunden mit Strafandrohung und CD Kopierschutz. Das sollen intelligente Menschen sein? LOL!

Danke für die Antwort.

Von: Terrania | Datum: 25.09.2004 | #27
Mit der Du bewiesen hast, daß Dein Reality Distortion Field (MI) gut funktioniert. DENN: Wenn ihr alle so superclever wärt, könnten wir uns die ganze Diskussion sparen, gell? Nur in der Realität schauts halt anders aus. Übrigens bist Du ein klasse Abbild für die Realität. Du haust auf die Falschen, die Kleinkriminellen und Großkriminellen kriegst Du sowieso nicht, und die echten "Konsumenten" vergraulst Du durch Dein Kampfgeschwätz, das noch nicht mal fundiert ist. Ich hoffe nicht, daß Du in der MI was zu sagen hast, denn Deine Sorte Manager(?) hat die MI in genau die Misere gefahren, in der sie steckt. Nix für ungut!
Selbstbewusstsein ist schon ok. Aber man sollte wissen, wo sein eigenes Peterprinzip liegt. Deines hast Du leider schon lange verpasst, wies aussieht ...
Und was phonoline angeht: Diese Antwort ist so lasch ...

Ah ja. Wie wär's mit Fakten

Von: Plattenlabel | Datum: 25.09.2004 | #28
Zitat heise, heutigen Datums:

-----------
"Bei den Käufern von Online-Musik ist laut der Hitlisten nicht grundsätzlich ein anderer Geschmack zu entdecken als bei den normalen Musik-Käufern. Zumindest unter den ersten Plätzen gibt es nur geringfügige Unterschiede: So liegt Anastacia in den Single-Charts zwar nicht wie in den Download-Charts auf Platz 1, aber nach einem leichten Abrutschen in den vergangenen Wochen immer noch auf Platz 3. "Dragostea Din Tei" von O-Zone beispielsweise liegt in beiden Charts auf Platz 5, "Amerika" von Rammstein jeweils auf Platz 2. Auf den ersten Platz der Single-Charts kommt der Titel "Obsesión" von Aventura, der in den Download-Charts auf Platz 8 liegt -- einen Platz hinter "Obsesión" von Alejandro."
----------------

Ohne die böse MI wird sich also endlich der wahre, echte und gute Musikgeschmack der Kunden durchsetzen, richtig? Die Fakten sprechen dagegen. Die Fakten weisen aus, dass der freie Konsument im Web sich praktisch identisch wie bisher verhält. Das beweist, dass die MI der Nachfrage *exakt* folgt -- geht ja auch gar nicht anders! Was nicht gefällt, bleibt in den Regalen!

Ist das so schwer zu begreifen?

Völlig egal...

Von: dermattin | Datum: 25.09.2004 | #29
"Ich sage, der iTMS ist ein gemeinsames Produkt von Apple und der MI, und sofort plärrt die Meute, es sei unwahr. Na, was denn? Macht Apple den iTMS etwa ohne die Mitarbeit der MI?"

Mit Zähneknirschen macht(e) die MI mit. Nachdem alle eigenen Versuche (z.b. Phonoline) zum xten mal gescheitert sind. Aber vorher noch schön den iTMS behindern...

"...während der Konsument fleißig geklaut hat, was die Leitung hergab und sich während des Ladens noch beschwert hat, die Musik sei scheiße und der Komfort wäre mies."

Mittlerweile sind doch die MI "Untersuchungen" widerlegt, dass der DL den Verkäufen geschadet hat. Downloadende User kaufen nämlich auch die Musik, die ihnen gefällt.

Aber die MI ist zu gross und zu dämlich, Zeichen der Zeit zu erkennen. Ein Freund von mir wurde bei den grossen Label vorstellig, als das Thema MP3 noch nicht so gross war und schlug vor und wollte diese überzeugen, auch in Richtung MP3 Angebote zu machen. Er wurde ausgelacht, wenig später war plötzlich MP3 in aller Munde...

Es ist auch völlig egal, was du von der MI hältst, sie wird büssen für ihre unflexibilität und tut dies schon.

Exakt der gleiche GESCHMACK?

Von: Terrania | Datum: 25.09.2004 | #30
Mag sein daß da weitgehende Überdeckungen sind. Kunststück. Aber wenn Du Dir die Mühe machst in den iTMS zu sehen, und die Top 100 Alben anzusehen, dann wirst Du feststellen, daß diese Überdeckung nicht über 50% rauskommt.
in den Top 10: Paul van Dyk, Till Brönner, Ray Charles - schaus einfach an. Da ist plötzlich ne Jazz LP in den Top 50 oder gar eine Klassik LP.
Nein, es widerlegt Dich nicht, relativiert aber Deine Klugscheisserei.

Fakten

Von: Plattenlabel | Datum: 25.09.2004 | #31
Wir wollen mal nicht Single-Charts und Alben-Charts durcheinander werfen, nicht wahr? Oder sind wir etwa nicht fundiert?

Zähneknirschen

Von: Plattenlabel | Datum: 25.09.2004 | #32
Die MI hat keineswegs "zähneknirschend" beim iTMS mitgemacht. Warum sollte sie auch? Wenn sie nicht gewollt hätte, hätte sie es nicht gemacht, Punkt.

Sie wollte es aber. Nicht sofort, aber ab dem Zeitpunkt, ab dem die Bedingungen annehmbar waren, beispielsweise durch DRM. Apple wollte anfangs kein DRM haben. Jetzt haben sie eins, und alle sagen: "Seht, so muss ein DRM aussehen". Stammt aber von der MI.

Quark...

Von: dermattin | Datum: 25.09.2004 | #33
Apple hat die MI ge-/bezwungen, nicht andersrum. Das belegen schon die eigenen Musik Shops der MI. Wenn die das alles so gewollte hätten, warum haben sie es erst bei iTMS gemacht, hm?

niemand gezwungen

Von: Marty | Datum: 25.09.2004 | #34
und wenn dann gegenseitig. Jobs will seinen iPod verkaufen und die MI die Musik. Wahrscheinlich hat Apple gesagt wir machen keine und die MI wir machen eine mit Verfallsdatum, geeinigt hat man sich dann in der Mitte.

Was für ein ...

Von: dabaer | Datum: 25.09.2004 | #35
Wenn die Musikindustrie tatsächlich aktiv bei der Gestaltung des iTMS mitwirken würde, dann würde das Angebot, gerade der großen Labels anders aussehen. Gerade auch für mich interessante Künstler sind zwar mit einigen Titeln vertreten, meist nur einen Titel je Album, endet dann aber oft vor 2000. Will heißen alle aktuellen Sachen will man erst mal über die Plattenläden verkaufen oder wie auch immer, mit Stores, wo man vielleicht bessere Margen hat oder mehr Einfluss nehmen kann als beim iTMS.

Also ich fühle mich von der MI gerade auch im iTMS ziemlich verar...t.

Mal gespannt, wie das alles weiter geht. Vielleicht bidert sich ja M$ der MI besser an als Apple.

Weiter geht's

Von: Plattenlabel | Datum: 25.09.2004 | #36
@dermattin: Du weisst ja offenbar ganz genau, was Steve Jobs zu den Plattenfirmen gesagt hat. Ich kann dazu nur sagen, dass es anders war, als es hier dauernd dargestellt wird. Die MI hat durchaus an einen Erfolg des iTMS geglaubt, sonst hätten sie nicht mitgemacht.

Das ganze hat nämlich viel Arbeit und Geld gekostet. Nicht nur Apple hat investiert, sondern auch die MI. Die MI hat einige hunderttausend Songs für Apple ausgewählt, codiert, katalogisiert und fakturiert. Nicht Apple hat das gemacht, sondern die MI hat das gemacht. Apple hat gar nicht die Mannschaft, um das personell zu leisten. Bei Apple sind ca. 20 Personen mit dem iTMS beschäftigt, mehr nicht. Mittlerweile sind es sogar knapp eine Million Songs. Dafür hat Apple GAR NICHTS getan.

Dass es nicht alle Titel der Welt in den Online-Stores gibt, hat verschiedene Gründe. Fast alle diese Gründe liegen nicht in der Hand der MI. Die "Big Five" haben sehr oft nicht die Rechte an den Stücken, bzw. haben sie nicht für diesen neuen Vertriebsweg. Das ist ein komplexes Zusammenspiel zwischen den Künstlern, Verlagen und den Plattenfirmen.

Ein Beispiel: Gibt es die Beatles nicht im iTMS, weil die MI doof ist? Die MI würde die Beatles sehr gerne online anbieten, aber die Rechtslage erlaubt es nicht. Wie komplex es ist, zeigt sich gerade bei den Beatles. Wer hat die Rechte an den Beatles-Songs in den 90er gekauft? Es war Michael Jackson, bzw. seine Firma Mijack Music. Und von wem liest man nun, dass über einen Online-Vertrieb nachgedacht wird? Man liest von der Beatles-Firma namens "Apple Music". Wieso eigentlich? Die Rechte liegen doch bei Mijack Music? Eben nicht.

Das alles ist kompliziert, und international gesehen ist es noch viel komplizierter. Man kann den Rechteinhabern nicht einfach ihre Rechte wegnehmen, und man kann auch nicht die Konditionen diktieren. Die Konditionen kann nämlich jeder selbst festlegen. Wer bestimmt eigentlich, dass ein Beatles-Hit genauso viel kosten soll wie ein Song von den Randfichten? Was ist, wenn die Beatles da nicht mitspielen? Was macht man dann? Man kann sich über diese Dinge nicht einfach hinwegsetzen.

Die MI ist nicht so doof, wie es hier dargestellt wird. Es gehört ein gewisses Maß an Hintergrundwissen dazu, um die Materie zu verstehen.

Komisch..

Von: dermattin | Datum: 25.09.2004 | #37
"Die MI hat durchaus an einen Erfolg des iTMS geglaubt, sonst hätten sie nicht mitgemacht."

Komisch, man lass das Gegenteil in den Interviews...

"Dass es nicht alle Titel der Welt in den Online-Stores gibt, hat verschiedene Gründe. Fast alle diese Gründe liegen nicht in der Hand der MI."

Ja, was ist denn die MI? Ein Haufen machtloser? Der ganze Quatsch ist doch hausgemacht...

Jaja...

Von: Plattenlabel | Datum: 25.09.2004 | #38
Die "Musikindustrie" besteht aus vielen Instanzen. Allgemein sind "die Plattenfirmen" genannt, also BMG, Sony, usw. Das sind aber zu einem großen Teil nur die Verwertungsgesellschaften, meist was den Vertrieb angeht. Das ist auch gut so, denn jeder Musiker kann heute im Prinzip seinen eigenen Verlag gründen. Das bedeutet Vielfalt. Dieser Verlag hat die Werke von ausgesuchten Künstlern (oder von sich selbst) unter Vertrag und bietet sie "den Plattenfirmen" an, damit diese den Vertrieb erledigen.

Wenn man also einen Plattenladen mit CDs beliefert haben will, muss man nur mit "den Plattenfirmen" reden, weil das nur eine Vetriebsfrage ist. Aber wenn man einen neuen Vertriebsweg eröffnen will, sitzen viel mehr Leute am Tisch, nämlich die Verlage und Künstler, denn das ist plötzlich eine rechtliche Frage.

Die Musikszene ist eben keine "Firma", bei der ein großer Boss sagt, wo's lang geht. Die Musikszene besteht aus vielen, vielen Individuen, und wir alle wollen das auch so. Die Big Five können nur einbringen, was sie auch kontrollieren.

Ihr wisst nicht, was Ihr wollt. Einmal heisst es. "Wir brauchen die (zentrale) MI nicht, sondern jetzt macht jeder Musiker im Internet, was er will". Ein andermal heisst es: "Was für ein lächerliches Durcheinander, die haben sich ja selbst nicht im Griff!" Was denn nun?

Wenn alle Songs von einer Firma kommen würden und alle von Dieter Bohlen komponiert, produziert und gesungen würden, dann wäre es einfach. Wollt Ihr das? Wenn nicht, müsst Ihr Euch damit abfinden, dass unterschiedliche Leute unterschiedliche Rechte aushandeln. Die kann man dann eben nicht alle mit einem einzigen Vertrag unter einen Hut bringen.

Euer ganzes halbstarkes Gequatsche davon, wie ihr mit der MI umspringen würdet, wenn Ihr was zu sagen hättet, entbehrt jeder Grundlage. Man kann eben nicht alles mit ein paar flotten Sprüchen abhandeln, auch wenn diese (wie hier bei den MacGuardians) unterhaltsam zu lesen sind.

Rababa Rababa...

Von: dermattin | Datum: 26.09.2004 | #39
Keiner hat die MI abgehalten, faire Preise zu verlangen und einen fairen Umgang mit dem Kunden zu pflegen. Aber was von der MI die letzten Jahre gekommen ist (CD Kopierschutz, kriminalisierung von Menschen etc.), ist indiskutabel.

Jetzt ist die MI gross am heulen, wie böse die Kunden doch sind.

Das Image, dass da überall Trottel in den Chefetagen sitzen, kommt nicht von ungefähr.

Blödsinn

Von: Plattenlabel | Datum: 26.09.2004 | #40
Das Image kommt aus Diskussionen wie dese, in denen niemand fundierte Fakten hat, und in denen auch niemand nach diesen Fakten verlangt.

Die MI hat den Kunden innerhalb eines scharfen Wettbewerbs annehmbare Preise gemacht, die viele, viele Jahre auf beiden Seiten akzeptiert waren. Aber wer hat dann angefangen, diese Musik in Tauschbörsen professionell zu verbreiten?

Nicht die MI prellt die Kunden, sondern die Kunden prellen die MI. Das sind Fakten.

Ich finde kopiergeschützte CDs auch nicht gut, weil sie nicht auf dem Mac laufen. (Übrigens auch deswegen, weil Apple in diesem Punkt nicht kooperativ war.) Aber man muss auch der MI das Recht zubilligen, das Eigentum zu wahren. Viele Jahren gab es keinen Kopierschutz, obwohl immer viel kopiert wurde, damals auf Kassetten. Das war alles noch im Rahmen, die MI hat mitgespielt. Aber dann haben die Kunden den Bogen überspannt, folglich musste ein Kopierschutz her.

Nicht die MI hat hier plötzlich einen Rappel bekommen, sondern die Kunden. Die Kunden haben das gemeinsame Spielfeld verlassen, das sind Fakten. Die MI musste dann irgendwann reagieren. Sie hatte keine Wahl.

Es ist also reiner Unsinn, davon zu reden, die MI würde die Kunden nicht fair behandeln. Fairness beruht auf Gegenseitigkeit.

Das Beste ist noch, dass jene, die sich wegen der vielen Donwloads sogar eine Flatrate zulegen (braucht zum reinen Surfen nämlich kein Mensch), sich noch beschweren, wenn man ihnen nun an den Kragen will. Nicht die MI kriminalisiert die Kunden, sondern die Kunden kriminalisieren sich selbst. Jeder entscheidet es selbst, und die MI kann das nur zur Kenntnis nehmen.

@ Plattenlabel

Von: Jörn (der andere) | Datum: 26.09.2004 | #41
So überheblich und rechthaberisch wie Sie sich hier artikulieren ("Du" sage ich nur zu Menschen, die ich respektiere und die mir sympathisch sind. "Sie Ars...ch" klingt doch viel besser als "Du Ar...h"), könnten Sie zu 120% absolut im Recht sein. Und trotzdem wären Sie mir ungefähr so widerlich wie ein Grottenolm im Bett.
Aber das macht nichts, denn die MI (böde Pauschalierung, aber seis drum), hält es offenbar mit dem alten Griechen, der die Realität aus dem Schatten hochrechnet, die eine Kerze an eine Wand wirft = es mag Euch kaum einer, aber anstatt zu hinterfragen, woran das liegt, werden die bösen bösen Menschen, die Euch nicht mögen, pauschal kriminalisiert und beschimpft.

Übrigens:
kurzer Newsflash ins Reality Distortion Field: Phonoline wird wohl wegen zu großem Erfolg dichtgemacht.
Und natürlich sind daran die bösen (Nicht)-Konsumenten schuld. Schon mal überlegt, ob es auch am Umfeld (Laden im Leben und Online-Shop im Web) liegen könnte, dass die Kunden weg bleiben? Schon mal drüber nachgedacht, dass es vielleicht nicht so klug ist, potentielle Kunden an der Ladentür (Shopportal) erst mal als potentielle Kleinkriminelle zu begrüssen und ihnen die Taschen zu durchsuchen und Fingerabdrücke abzunehmen???

lieber plattenlabel-praktikant,

Von: ix | Datum: 26.09.2004 | #42
die tatsache dass du die ganze zeit „fakten“ schreist macht deine löchrige argumentation nicht faktenbasiert. im gegenteil. du faselst einfach das zeug nach das dein chef die ganze zeit absondert, jammerorgien vom kunden der den bogen überspannt hätte und das spielfeld verlassen hätte und meinst das wäre fundiert? wenn du deinem chef das nächste mal die füsse massierst frag ihn doch mal nach den fakten. die fakten sind der MI genauso unbekannt wie den vorgeblichen „klugscheissern“ hier. die MI stochert im dunkeln, macht milchmädchenrechnungen auf und schlägt epileptisch um sich. witzig finde ich zum beispiel, dass die MI selbst das spielfeld verlässt und unternehmen wie „big champagne“ (siehe wired) viel geld dafür bezahlt das nutzerverhalten von tauschbörsen-nutzern auszuwerten, u.a. um rauszufinden was die kunden hören wollen (vulgo „nachfragen“).

lieber faktenritter,
_wer sagt, wo ist ein beleg dafür, dass kopierschutz „das eigentum“ der MI (wirksam) „schützt“? IMHO ein frommer wunsch, ohne jeglichen beleg.
_woher weisst du, dass man eine flatrate „zum reinen surfen“ nicht braucht? vom chef? eine behauptung wie flatrates werden ausschliesslich zum musikrauben benutzt ist an arroganz und ignoranz gegenüber den potentialen des internets nicht zu übertreffen. ich hoffe du hast sie nur nachgeplappert und glaubst nicht wirklich daran.
_wenn es also fakt ist, dass „der kunde“ die MI prellt, was ist dann eine behauptung?
_dass die MI dem kunden „innerhalb eines scharfen Wettbewerbs annehmbare Preise“ gemacht habe ist marketing-sprech (vom chef?) für „wir haben den kunden abgezockt so lange es ging und er es akzeptiert hat“. dass es preisabsprachen in der MI gab um die preise von CDs über jahre hoch zu halten ist ein „fakt“ (schnell zu googlen).

intertessant finde ich du durchscheinen lässt, dass dein chef jetzt benutzern mit einer flatrate an den kragen gehen will und das die musikindustrie jetzt sich selbst kriminaliserende kunden nur noch zur kenntnis nimmt, also nicht mehr verklagt? oder hattest du im letzten absatz formulierungsschwächen?

falls a href niht funzt
[Link]
[Link]

Oh Mann.

Von: DrWatson | Datum: 26.09.2004 | #43
Das Beste ist noch, dass jene, die sich wegen der vielen Donwloads sogar eine Flatrate zulegen (braucht zum reinen Surfen nämlich kein Mensch)

Das war dann letzten Endes doch die beste Zote von allen, mannmannmann.

@ Watson et al

Von: Jörn (der andere) | Datum: 26.09.2004 | #44
Jetzt weiß ich´s: die MI sollte schleunigst die Telekom verklagen wegen Anstiftung zum illegalen Download und wegen Bereitstellung der Diebstahlswerkzeuge.
Glaubt man dem Plattenpinscher, ist schließlich die T-Kom mit ihrem Angebot der Auslöser des Musikdiebstahles.
Ist Schwachsinn eigentlich Voraussetzung für einen Job bei der MI oder hilft es nur??

Nö Schwachsinn ist keine Voraussetzung.

Von: Terrania | Datum: 26.09.2004 | #45
... erleichtert die Sache aber ungemein, um die Pleite zu beschleunigen.

zum Thema "Flatrate"...

Von: Quoth the Raven | Datum: 26.09.2004 | #46
...die "zum Surfen kein Mensch braucht":

Ja, es gab mal eine Zeit, in der die meisten Websites noch nicht großflächig mit Flash und ähnlichem Schnickschack zugekleistert waren. Heutzutage gehen leider viele Webdesigner davon aus, dass jeder eine Breitbandverbindung hat und gestalten ihre Sites entsprechend. Das schimpft sich dann wohl "Fortschritt"...

Neben mehr (iTMS) oder weniger (Phonoline - Rest in Pieces) tollen Onlinestores für Musik sind Filmtrailer, Treiber, Patches und Demoversionen im zwei- bis dreistelligen Megabytebereich heutzutage ebenfalls an der Tagesordnung.
Da wird man ohne DSL Flatrate oder vergleichbare Anbindung nicht wirklich glücklich.
Und es gibt zum Glück auch viele Musiker, die ihre Songs kostenlos zum Download anbieten.

Schließlich haben Flatrates den Vorteil, dass man die Onlinekosten besser unter Kontrolle hat.

Aber trotz alledem braucht man natürlich eine Flatrate nur für illegale Downloads... *kopfschüttel*

Kriminell

Von: Plattenlabel | Datum: 26.09.2004 | #47
Bis jetzt lese ich ich auf meine Argumentation nur persönliche Angriffe und blühenden Unsinn auf Stammtisch-Niveau. Das ist genau der Grund, warum viele in der MI aufgehört haben, zuzuhören. Zu Recht, denn es kommt nichts dabei heraus.

Die MI kriminalisiert nicht pauschal. Sondern sie zeigt mit dem Finger auf jene, die illegal Musik duplizieren und das Copyright verletzen. Es ist ja bei einigen Leuten ganz groß in Mode, so zu tun, als würde man sie zu Unrecht kriminalisieren. Fakt ist, dass viele Leute massenweise die Güter anderer Leute stehlen, Punkt. Und wer das tut, wird von der MI kriminalisiert, und zwar zu Recht.

Das ist schon stark. Heimlich Musik zu klauen ist schon nicht besonders toll, aber menschlich zu verstehen (nicht zu verwechseln mit tolerieren). Aber dass manche sich dann noch lauthals beschweren, wenn man sich dagegen wehrt, ist echt dreist.

Plattenlabel, die Letzte...

Von: dermattin | Datum: 26.09.2004 | #48
Leider brabbelst du das Dogma der MI nach, nämlich, dass Downloads den Verkäufen schaden. Das ist ja nun wirklich widerlegt. Die, die ausschliesslich downloaden, hätten eh nicht gekauft, die anderen kaufen sogar mehr und nutzen vorher das Web zum Probehören.

"Die MI kriminalisiert nicht pauschal."

Doch, und genau das ist so unverschämt. Die Aktion ging _weit_ über das erträglich Mass hinaus, hat alle Grenzen überschritten. Auch dafür gibts hoffentlich die Quittung.

P.S. Ich habe auch eine DSL Flatrate, sauge mir aber keine Musik, weil ich kaum bis keine höre. Bei mir sind es grösstenteils Grafiken. Das ist bestimmt illegal, denn viele waren von Künstlern...

Blödsinn

Von: Plattenlabel | Datum: 26.09.2004 | #49
Tauschbörsen eignen sich nicht zum Probehören von *unbekanntem Material*, sondern die Leute geben Titel und Interpreten ein, die ihnen längst bekannt sind. Deren Songs werden dann auf einen Rutsch geladen, das ist die Wahrheit. Je bekannter ein Titel ist, desto mehr wird er auch geladen. Je höher in den Charts, desto höher das Interesse in den Tauschbörsen.

Kein Mensch käme auf die Idee, die unbequemen und unzuverlässigen Downloads in den Tauschbörsen in Kauf zu nehmen für Musik, die er nicht kennt.

Flatrate

Von: Plattenlabel | Datum: 26.09.2004 | #50
Ich habe nicht behauptet, dass jeder, der eine Flatrate hat, kriminell ist. Ich habe behauptet, dass jene eine Flatrate haben, die viel Musik laden. Teilweise sind die Computer über mehrere Tage am Netz, um ganze Bibliotheken oder Filme zu laden. Das hat nichts mehr zu tun damit, dass man sich mal einen Song besorgt, sondern hier werden ganze Bibliotheken leergesaugt. Der durchschnittliche Teenager hat heutzutage tausende geklauter Songs auf der Festplatte. Mit der kopierten Musikkassette von damals hat das nichts mehr zu tun.

was ich mich noch frage

Von: dabaer | Datum: 26.09.2004 | #51
warum "diskutierst" du hier überhaupt mit uns? Deine Meinungen sind absolut festgefahren, keine der Argumente hier ist für dich schlüssig, keine Meinung akzeptabel, alles ist unsinn, was hier von einem anderen außer die geschrieben wird und unverschämt und polemisch!

Was soll das also für eine Diskussion sein? Das hier spiegelt nur das wider, was man täglich erlebt, Viele Anbieter, dazu gehört auch Apple, verstehen oftmals nicht, was der Kunde wünscht und wie er so tickt. Ganz im Gegenteil, man stellt ihn als dumm hin und überschüttet ihn mit festgefahrenen Aussagen, in denen sich niemand wiedererkennt.

Ziemlich weit oben hab ichs schon mal geschrieben, es geht ums Geld verdienen. Die MI muss sich Gedanken machen, wie sie in Zukunft weiter bestehen möchte. Wenn aber die MI so denkt wie Du, Plattenlabel, wird sie nie offen sein für neue Ideen oder kreativen Ansätzen um aus der Misere herauszukommen. Schade eigentlich.

Nicht pauschal, nein nein.

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 26.09.2004 | #52
Ich habe behauptet, dass jene eine Flatrate haben, die viel Musik laden.

Andersum wird ein Schuh draus, _nur_ andersrum. Sorum ist's eine pauschale Unterstellung, die nicht der Wahrheit entspricht.

Die MI kriminalisiert nicht pauschal.
Der durchschnittliche Teenager hat heutzutage tausende geklauter Songs auf der Festplatte.

Wer ist hier pauschal?

BTW: Ich glaube nicht, dass hier jemand ernsthaft diejenigen verteidigt, die sich tatsächlich tausendfach Kopien ziehen oder gar diejenigen, die diese Kopien verteilen (und/oder auch noch verkaufen). Dies ist und war ja auch nie Thema des Artikels (oder irgendeines Artikels) oder der Diskussion. Wie auch überhaupt Dirks Artikel keinerlei "falsche Fakten" verbreitet. Da steht ja eigentlich nur drin, dass sich "die MI" im Tränenmeer befindet. (Nicht warum). Das ist ja nun mal ziemlich unumstößlich, oder?

Junge, Junge

Von: Jörn (der andere) | Datum: 26.09.2004 | #53
werden Sie von Ihren Auftraggebern eigentlich nach Worten oder nach Stundensatz bezahlt?
*kopfschüttel*

Preisstaffelung...

Von: dermattin | Datum: 26.09.2004 | #54
...kommt imho von BMG.

Habt Ihr einen an der Klatsch?

Von: thomm | Datum: 27.09.2004 | #55
Merkt Ihr nicht, daß dieses Plattenlabel wieder nur ein Troll ala iRob ist?

Es wird der Tag kommen, an dem in iTunes/GarageBand/Logic eine Taste sein wird "im ITMS veröffentlichen", dann kurz die Geschäftsbedingungen akzeptieren mit der Entlohnung pro verdientem Titel (meinetwegen 10 Cent) und die Musikmafia schaut in die Röhre!!! :-P



Die Tage der Macht der Musikmafia sind gezählt....... und das ist super!

persönlich?

Von: ix | Datum: 27.09.2004 | #56
der plattenlabel-praktikant dessen erster satz hier „Hallo, Ihr Klugscheißer“ lautet beschwert sich: „Bis jetzt lese ich ich auf meine Argumentation nur persönliche Angriffe und blühenden Unsinn auf Stammtisch-Niveau.“

cool. es lebe die realitätsverschiebung.

Meine persönlichen Fakten

Von: Hörbel | Datum: 27.09.2004 | #57
- MI und GEMA sind zwar zwei paar Schuhe, trotzdem kann MI nicht ohne GEMA und das Image haftet beiden an.

- Wenn die Herren Doldinger etc. Bohlen und Siegel in den Bereich "E-Musik" nach seltsamen Kriterien zuordnen, um ihnen deutlich mehr Geld je Stück zukommen zu lassen, finde ich es seltsam.

- Ich fühlte mich seit Jahren seltenst vom "Mainstream" in den Medien angesprochen, eher gestört (analog 10 mal Pizza in Folge) bis auf wenige Ausnahmen. Entsprechend erreicht mich ohne mein aktives Vorgehen selten etwas Interessantes/Kaufwürdiges.

- Meinen früher bevorzugten Plattenladen mit dem Verkäufer, der mir zu 99% die für meine Ohren richtigen Platten in die Hand gedrückt hat ist leider nicht mehr da. Ich habe leider selten Zeit, mich stundenlang im Plattenladen rumzutreiben, um mich "durchzuhören".

- Überwiegend höre ich für mich neue Musik bei Freunden und Bekannten, meistens ist ein Brenner nicht weit. Wenn die Platte bei mir länger als 2 Tage im CD-Player verbringt, wird sie bestellt.

- Ist ein Kopierschutz drauf, verzichte ich darauf, weil meine emotionale Bindung zum CD-Player (seinerzeit zum Preis von "2 Wochen Ferienjob") größer ist und er sonst gute Dienste leistet.

- Diesem Player kann man, wie fast jedem anderen auch, an einem IC Informationen zum Einsatz und Anzahl der Fehlerkorrekturen entlocken. Mittlerweile habe ich einige neu erworbene Exemplare, wo inzwischen 20% der Musik aus der Fehlerkorrektur kommt. Tendenz steigend.

- Aus mir nicht bekannten Gründen steuern Tontechnikern immer öfter "brüllwürfeltauglich" mit verstärkten Bässen und Höhen aus. Diese haben aber meist satt Knöpfe zum Regeln. Mit einer halbwegs linearen Anlage bis hin zu den Lautsprecher bin ich häufig gezwungen, die Höhen und Tiefen aus der sonst neutralen Stellung herunter zu regeln.

- Überraschend sind die gelegentlichen Käufe von CDs meiner bevorzugten Künstler, die für den den japanischen Markt bestimmt sind. Neben dem erweiterten Dynamikumfang fällt die Ausstattung in Form von netten Kleinigkeiten auf. Die Tendenz zur kleinstmöglichen 4Seiten-Faltbblatt mit Werbebeinlage scheint sich dort noch nicht rumgesprochen zu haben.

- Ich hege nach wie vor den Verdacht, ein Schnellimbiss-Manager ist auf die Idee mit der Mini-, Medium- und Maxi-Ausgabe einer CD gekommen. Viel Erfolg mit dem Konzept, ich frage mich allerdings, was der Einzelhandel dazu sagt, je CD 3 Version vorzuhalten? Dem "Magen" meines Players zuliebe werde ich vor die Wahl gestellt auf etwaige Sonderformate verzichten.

- Konzertmitschnitte auf DVDs sind echt eine gute Sache. Bislang sind 6 CDs wieder ins Regal gewandert, nachdem ich die entsprechende DVD auf dem Weg zur Kasse erblickt habe. Die sind teilweise sogar günstiger.

Von einem begeisterten CD-Käufer ( Angefangen mit "Brothers in Arms" 5-6 CDs im Monat) haben so viele Kleinigkeiten dazu begetragen, dieses auf ca. 8-10 CD pro Jahr abfallen zu lassen. Ich empfinde es nicht als Problem, seltener etwas für mich Neues zu hören.
Ansonsten viel Vergnügen bei der Suche und Umwerbung der einkommensstarken Kids und Teenies.

Ha, ha, ha, ha, ha, ha....

Von: Peter Troll-auf-Tour | Datum: 27.09.2004 | #58

nochn „klugscheisser“

Von: ix | Datum: 27.09.2004 | #59
dieser tim renner hat ja keine ahnung: „[Link]

ziemlich überzeugendes Interview

Von: dabaer | Datum: 27.09.2004 | #61
Manchmal scheint es doch Menschen mit Rückgrat zu geben. Die sind zwar selten geworden aber doch noch nicht ganz ausgestorben, wie man dort lesen kann.

Da kann man dem Herrn Renner nur viel Erfolg wünschen, in dieser Schnelllebigen und Mainstream-orientierten Welt.

Renner! Ich zieh den Hut!

Von: Terrania | Datum: 27.09.2004 | #62
Soviel Quatsch er früher verzapft hat. Das Ausscheiden und der Abstand hat ihm mehr als gut getan! Klasse Interview. Klasse Statements.

Gefällt mir

Von: pm | Datum: 27.09.2004 | #63
Echt gutes Interview. Weit über dem Schrott von "Plattenlabel".

eine interessante Diskussion ...

Von: Niko | Datum: 27.09.2004 | #64
Ich hab mich gerade interessiert durch sämtliche Kommentare dieses Threads gewühlt und hab bei vielen davon nur mit dem Kopf geschüttelt.

Ich hab zwar so gut wie nichts mit der Musikindustrie am Hut, hab aber dennoch einen gewissen Einblick in deren Projekte zur Ankurbelung der Verkäufe.
(Vermutlich wird es in Zukunft überall Automaten geben, die auf Wunsch die CD der Wahl ausspucken. Der Preis pro Song liegt dabei zwischen 99 Cent und 1,39 €uro.)

Das Hin-und-her zwischen den Apple-Fans hier (bin selbst einer ;-) ) und der MI (Plattlabel) verwundert mich dann doch etwas.

Fakt ist doch: Die MI suchte nach den Einbrüchen der Napsterzeit nach neuen Wegen an die Zielgruppe. Apple suchte und sucht weiterhin nach einer deutlichen Steigerung der DIGITAL HUB - Quote weltweit. Hier haben sich vermutlich wirklich zwei Suchende gefunden, warum auch nicht.

Für mich persönlich ist die Musikszene bunt genug aufgestellt um diese erste Testphase im neuen Jahrtausend mit Apples Hilfe zu bestehen.

Wer aufmerksam seit Jahren MTV und VIVA schaut hat ohnehin bereits gemerkt, dass sich die Sender vom reinen Musikangebot immer weiter entfernt haben. Unterhaltungsshows mit Knoxville oder den Osbornes gab es früher nicht, da wurden 24h Musikvideos gespielt. Da ist der Wandel im vollen Gange.

Ich besitze ebenfalls etwa 650 CDs, dazu 15 Musik DVDs und etwa 50 LPs.
Dieses stammen zu 95% aus meiner "Jugend" ab dem Jahr 1986.

Jugendliche sind nun einmal einfacher zu beeinflußen als die hier überwiegenden mündigen Apple-User.

Die MI hat sich also tatsächlich in gewisser Weise ihrer primären Zielgruppe genähert, die stundenlang nach der Schule genapstert hat um Uptodate in der Clique bleiben zu können - finanziell (also ehrlich) kaum möglich bei der hohen Neuerungsrate der Pop-Bands und den gestiegenen Preisen der CDs. (Ich habe alle Etiketten auf den CDs gelassen um die Preissprünge mit Kopfschütteln dokumentieren zu können)

Problematisch ist der Preis von 99 Cent für einen Track nicht für uns "wohlsituierten" Apple-User , sondern für die, die auf das Taschengeld der Eltern angewiesen sind.

Ich halte diese Diskussion hier insofern für etwas am Grundproblem vorbei...

MI = aurale Drogendealer.

Von: Bernhard Nahrgang | Datum: 28.09.2004 | #65
Kein weiterer Kommentar

Jeder seine Wahrheit ...

Von: johngo | Datum: 28.09.2004 | #66
Auf den letzten meiner Mac-
Stammtischen wurden eigentlich
immer die Firewire-Platten
oder iPods gezückt, um zu
tauschen was geht.

Auch mein Nachbar tauscht
eifrig, ebenso die Kinder
in der Schule meines Sohnes,
die Mütter der Kinder
meiner Tochter im Kindergarten
tauschen, mein Schwager tauscht
gerne.

Mal sind es Spiele, mal Musik,
mal Hörspiele, mal Filme
und mal Programme.

Erzählt mir nicht, das nicht
"getauscht" wird. Die "täglichen"
Palettenstapel von CD-Rohlingen
an den Eingängen der Supermärkte
sprechen ihre eigene Sprache.

In welcher Welt lebt Ihr eigentlich,
die Ihr ausgerechnet bei den
Maccies so etwas, wie eine Moral
entdecken wollt? Wer mal etwas
sucht, der wird sie finden,
die spezialisierten Mac-Portale mit
dem täglichen Angebot "for nothing".
Und nur die Nachfrage regelt das
Angebot.


Gruss

johngo

@Rogoschin

Von: Terrania | Datum: 28.09.2004 | #67
Fein auf den Punkt gebracht. Die Turbosauger schätze ich auch so ein: 10.000 Songs gesaugt, aber das meiste nur um des Saugen willens. Ich hatte mal von einem Kumpel einen Schwarzenegger bekommen, ehrlich: Ich hab die ersten 5 Minuten auf dem Mäusekino angesehen und bin dann ins Kino gelatscht. Ist mir zu blöde, das auf dem PC-Moni anzusehen. Die Atmosphäre eines guten Kinos (und das Après Cinema) ist nicht zu toppen. Die, die Turbosaugen, hätten auch nix gekauft, wenn Sie die Möglichkeit zum Turbosaugen nicht gehabt hätten. Das sind auch Leute, die vor den Tauschbörsen 5-7 CDs rumstehen hatten. Das sind auch keine Fans. Ich pauschalisiere, stimmt schon. Weil ich nach mir gehe. Klar war ich in Taschbörsen - und was hab ich runtergeladen? mp3 Versionen von meinen Lieblingsvinylplatten (die ich besitze). Und dann hab ich ein paar neue Sachen gefunden, und prompt die CDs gekauft. Inzwischen ist mir mit dem iTMS das Tauschbörsengeseiere sowieso zu viel. Ich hab einfach nicht die Zeit dafür.

Mein Senf dazu

Von: Christian | Datum: 30.09.2004 | #68
Wenn ich zurückblicke, gingen allen CDs und Musik-DVDs, die ich in den letzten drei Jahren gekauft habe, "Raubkopien" voran (meist CDs voll mit MP3s von Freunden). Anders hätte ich die entsprechenden Bands und Alben nie kennengelernt. Abspielgeschützte CDs kaufe ich mir außerdem nicht. Ich zahle nicht für einen Tonträger, der mir vorschreibt, die enthaltene Musik nur noch im Wohnzimmer hören zu dürfen, nicht aber im Auto oder mit meinem portablen CD-Player.

Ich habe mich in der Vergangenheit gefragt, wie weit weg man von seinen Kunden eigentlich sein muss, um zu glauben, man könne ihnen nicht mehr funktionierende Produkte zu horrenden Preisen andrehen und dann auch noch diejenigen, die mittels kopierter CDs die effektivste aller Werbung für ihre Produkte gemacht haben, pauschal als Kriminelle betrachten.

Update: Habe gestern mit Erstaunen eine Newcomer-CD von einem Major Label für 11 Euro (inkl. Booklet mit allen Texten sowie Musikvideo) erstanden, ohne irgendeinen Abspielschutz. Ich will zwar noch nicht glauben, dass dahinter ein wirklicher Verständniswandel steckt, aber es stimmt zumindest hoffnungsvoll.