ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 3259

Ganz Enorme abZocke

Ab April 2005 kostet ein PC GEZ-Gebühr

Autor: flo - Datum: 09.10.2004

Wenn man umzieht, was landet in der neuen Wohnung als Erstes im Briefkasten? Gut, je nach Vorhandensein eines "Bitte keine Werbung"-Schildes (respektive der Beachtung eines solchen durch den Austräger) werden das mindestens fünf Blättchen diverser Pizza-Bringsienste sein, doch dazwischen tummelt sich recht bald ein finster dreinblickender Brief der GEZ. Eingerahmt von "Sehr geehrte/r Frau/Herr" und freundlichen Grüßen wird man darin ermahnt, dass die GEZ kein freiwilliger Pfadfinderverein ist und es 1.000 Euro kosten kann zzgl. mehrerer hundert Euro Nachforderung, wenn nicht schleunigst Schutzgeld GEZahlt wird. Nunja, das Thema GEZ samt öffentlich-rechtlichem Rundfunk ist mit Sicherheit eines, das sich lang, breit und emotional diskutieren lässt.

Mit dem neuesten Beschluss der Ministerpräsidenten der Länder wird diese Diskussion um einen Zankapfel reicher: Ab dem 1. April 2005 steigt nicht nur die monatliche Gebühr, es werden auch kurzerhand sämtliche internetfähigen Computer in Privathaushalten als Rundfunkempfänger deklariert und unter Umständen somit gebührenpflichtig. Wohlgemerkt internetfähig. Von einer TV-Karte ist nicht die Rede. Immerhin: Wer schon GEZ bezahlt, soll für seinen Computer nicht noch einmal zur Kasse gebeten werden. Nur wer bislang keinen Fernseher oder Radio angemeldet hat, ist fällig. Ab 2007 sollen dann auch Unternehmen für ihre Computer zahlen, allerdings nicht geräte- sondern grundstücksbezogen. Dass die Rundfunkanstalten (und auch die Politiker) für den Computer gerne abkassieren wollen, ist nicht neu, entsprechende Pläne gibt es mindestens schon seit 1997. Bislang waren aber die Proteste, insbesondere aus der Wirtschaft, immer laut genug, um diese Pläne auf die Auswechselbank zu verbannen. Auch jetzt ist der Vorschlag noch keineswegs am Ziel. Die Landesparlamente müssen dem Vorschlag ihrer Präsidenten noch zustimmen. Doch ein erneutes Kippen der "Internetsteuer" ist mehr als unwahrscheinlich.

Erstmals würde die GEZ damit den Zusammenhang zwischen Gerät und Rundfunkempfang völlig außer Acht lassen. Ein Fernseher kann ja wenigstens, ob man das will oder nicht, ARD, ZDF und Konsorten empfangen. Aber ein nur internetfähiger Rechner? Reichen die Internetangebote der öffentlich-rechtlichen Anstalten schon aus, um dafür 17 Euro monatlich zu berappen? Eine Zahl: Die Onlineausgaben von ARD und ZDF dürfen 0,75% ihres Gesamtbudgets nicht überschreiten. Oho, welch Engagement. Darf ich dann auch nur 0,75% der Gebühren zahlen? Wohl nicht. Vielleicht dürfte ich dann wenigstens erwarten, auf tagesschau.de und Konsorten nicht nur (oder überwiegend) Real-Streams vorzufinden?

Wieviele Privathaushalte es wohl gibt, die Radio- und TV-los sind? Der Prozentsatz dürfte recht gering sein, dennoch ist es sichtlicherweise das Ziel der Rundfunkanstalten, die Anzahl gebührenpflichtiger Geräte zu erhöhen. Damit steigt nicht nur die Gebühr selbst an, sondern es kommen auch mehr Gebührenzahler hinzu. Der richtig große Brocken wird aber 2007 kommen, wenn auf einmal Unternehmen Abgaben für ihre PCs zahlen sollen, und sei es nur pro Grundstück (ob da wohl auch Miträume zählen? Ach, da werden all die Freiberufler jubeln). Denn das Unternehmen möchte ich sehen, das locker-flockig an die GEZ zurückschreibt "PCs? Hammwa nich.". Selbst wenn die Pauschale für die jeweiligen Firmen vergleichsweise peanutsartig bleiben, werden für die Runfunkanstalten Abermillionen dabei herausspringen. Nicht, dass ich ihnen ihr Geld nicht gönnen würde, die öffentlich-rechtlichen Sender sind, so streitbar sie auch sind, auf alle Fälle eine wichtige Rolle in der Medienlandschaft, doch wenn damit begonnen wird, Gebühren mehr oder minder willkürlich einzubeziehen, hat der Spaß ein Loch (ein tiefschwarzes).

Mit derartigen Plänen wird man das Verständnis (ganz zu schweigen von der Zustimmung) in der zahlenden Bevölkerung sicher nicht steigern. Und das Gejammer der jeweiligen Intendanten wird zur Farce. Wievielfach wird man gegenwärtig und zukünftig als Computernutzer eigentlich pauschal abkassiert für Gema und GEZ? Mit einem Computer, Radio, Fernsehen und Internet, Druckern, Kopierern und Faxen, einer 100er-Spindel CD-Rs und vielleicht noch einem Radio- oder aufnahmefähigen iPod (oh Gott), müsste man da nicht langsam ein paar Titel im iTMS frei haben? Oder das Wahlrecht, "Marianne und Michael" per Online-Voting ein für allemal aus dem Programm zu jagen?

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Links zum Thema:
Ausführlicher Artikel bei der FAZ, diverse Artikel bei Onkel Heinz: 1, 3, 4, 5, 6, 7, und natürlich auch bei SpOn.

Kommentare

ganz einfach!

Von: pönn | Datum: 09.10.2004 | #1
Ich habe keinen internetfähigen "PC", sondern einen Mac! :-) Und Radio/TV besitze ich auch nicht...

Schönes Wochenende!
pönn

Der Leidtragende bin ich!

Von: Gast | Datum: 09.10.2004 | #2
Ich habe Radio und Fernseher schon vor vielen Jahren abgeschafft. Beim letzten Besuch des Herrn von der GEZ war er doch sichtlich verärgert, daß er zwar rein durfte und sogar einen Tee angeboten bekam, aber erfolglos wieder abziehen mußten, nachdem ich ihm sagte, daß die Informationsdichte der Nachrichten in den Fernseh- oder Radiokanälen erbämlich gegenüber dem Angebot im Internet sei. Ich bin einer der weniger als 1% unserer Bevökerung, bei denen die GEZ bisher nichts machen kann - mehr sind es nämlich nicht.

Es geht der GEZ aber nicht um diese weniger als 1 Million legal nicht zahlenden, also den Nichtsehern. Sicher, ich hätte dieses nette Häppchen Geld gerne jährlich auf meinem Konto. Nein, die GEZ will mit der Einführung ab 1. April 2005 bei Privathaushalten einfach die Sachlage zu ihren Gunsten zementieren. Denn sie erhoffen sich zu diesem Zeitpunkt (sozusagen übermorgen) kaum Widerstand und bis zum Zahltag ab 2007 für Firmen ist es kein grundsätzliches Thema mehr, für PCs GEZ zu bezahlen, weil ja schon Fakt.

Versuch einiger Gegenargumente

Von: Gast | Datum: 09.10.2004 | #3
Verfassung: Warum muß mein Zwillingsbruder in England nicht zahlen, der ja ebenso das Angebot der Tagesschau im Internet ansteuern kann? Ein Fall für die GEZ?

Technik: Ich hatte alte Modellbaukästen, mit denen ich aus Draht, Kondensatoren und Klorollen stromunabhängige Radios bauen konnte, und mit einer Kartoffel oder Zitrone dazu sogar mit Naturbatterrie. Diese Zeugs gibt es in jedem Haushalt -> Ein Fall für die GEZ?

ich zahl nicht...

Von: derdomi | Datum: 09.10.2004 | #4
War ja klar dass das kommt. Aber von mir sehen die keinen Pfennig. Man kann es nicht oft genug sagen: Den GEZ-Fuzzi muss man ja nicht in seine Wohnung lassen. Die GEZ hat es soweit ich weiß auch noch nie zu einem Gerichtlichen Verfahren kommen lassen. Wenn irgendjemand mal vors Verfassungsgericht ziehen würde und das durchhält wäre die GEZ sowieso im Ar***.

@Gast

Von: Zaggo | Datum: 09.10.2004 | #5
Du sprichst mir aus der Seele (wenn ich auch aus Prinzip nie einen von der GEZ-Drückerkolonne in meine Wohnung liese. Soweit kommts noch!).
Die Lobby der TV-Verweigerer (nicht zu verwechseln mit den Schwarzsehern) ist zu klein bzw. nicht existent.

Wie wiederstandslos diese Unverschämtheit im Konsens ALLER Parteien durchgeht (obwohl es ja im Internet ganz einfach technisch machbar, üblich und erprobt ist, Content gegen "unbefugten" Zugriff zu schützen) nervt mich am meisten.

Ich denke aber, dass die Taktik der GEZ noch in eine andere Richtung zielt: DVB kommt. Nach abschalten der analogen Sendeanlagen (wie bereits in Berlin geschehen) wäre es wohl zu einfach sich von der GEZ abzuseilen: Trotz Fernseher für Video und DVD hätte man keine Empfangsmöglichkeit für Karl Moik.

Die einzige Hoffnung wäre vielleicht noch die EU, aber - wie gesagt - es gibt keine Lobby.

Resignierend:

Z.

Ich meine den 1. Gast

Von: Zaggo | Datum: 09.10.2004 | #6
Mensch, gebt euch doch unterscheidbare Namen!

Z.

Und was ist mit den Rundfunkgebühren der Privaten?

Von: Rüdiger Goetz | Datum: 09.10.2004 | #7
Hallo,

Zwei Anmerkungen zum Thema:

1. Es gibt nicht _die_ Rundfunkgebühren, sondern welche getrennt für Fernsehen und Radio. Wo wird der Satz für den Internet-PC liegen? Das habe ich bis jetzt
nciht finden können. (BTW; Mangels Fernseher zahl ich nur den Radio-Teil).

2. Kein Mensch regt sich darüber auf, das wir alle, ob wir nun TV/Radio haben oder nciht zur Finanzierung des privaten Rundfunks beitragen. Verglichen mit den Geldern dir dort umgesetzt werden, sind die Rundfunkgebühren IMHO wirklich tragbar. Ehrlich gesagt ich schäme mich eher sowenig für soviel Qualität zu zahlen (insbesondere im Radio-Bereich)
(Und nein ich hab die Ironie-Tags nich vergessen).

Und m.W. zahlen Sozialhilfeempfänger und andere Menschen mit geringem Einkommen auchg weniger, bzw. bekommen sie ganz erstatten. Also trifft es auch nicht die Armen.


@Gast: Ich weiss nicht wo du wohnst, aber bei mir hier in Südniedersachsen, ist die Informationdicht im Radio (vor allem an aktuellen Informationen) besser als alles was ich im Internet finden konnte. Wir haben hier mit NDRInfo,NDR Kultur, Deutschland Radio Berlin, Deutschlandfunk Köln, min. 4 hervorragende Sende. Hinzukommen noch zwei hessische Sender, die allerdings kürzlich etwas abgebaut haben.

Bis dann

R"udiger

@Zaggo

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 09.10.2004 | #8
DVB und GEZ haben miteinander jetzt aber wenig zu tun. Wie wolltest du dich GEZ-unabhängig machen mit DVB? Du zahlst ja pro Gerät, nicht dafür, wie das Programm seinen Weg zu dir findet.

Mit DVB allerdings entfällt für ARD und ZDF die Pflicht, eine flächendeckende Analog-Versorgung aufrecht zu erhalten. Sprich: Ca. 6% der Fläche muss nicht mehr versorgt werden, was Einsparungen von etwa 250 Mio (!) bedeutet (steht in einem der Links, FAZ-Artikel glaube ich). Aber dass die lieben Leute in diesen Gebieten weiterhin GEZ zahlen werden, da wette ich drauf. Haben ja schließlich einen Fernseher.

Verfassungsgericht

Von: Gast | Datum: 09.10.2004 | #9
Kein Privathaushalt zieht wegen GEZ vors Verfassungsgericht.

Der Schwarzseher tut es nicht, weil er genau weiß, daß er keine Chancen hat.

Der Nichtseher tut es wahrscheinlich auch nicht, weil der persönliche Aufwand und Trubel im Vergleich zu den Gebühren viel zu hoch sein wird, außerdem gehört er ja zu einer sehr kleinen Minderheit, was die Chancen auch wieder einschränkt.

Und ich glaube kaum, daß man den Besitz eines internetfähigen Rechners leugnen werden kann (wenn es dann Gebühren dafür zu zahlen gibt). Da werden die Behörden wie bisher gut zusammenarbeiten.

Die GEZ weiß, daß selbst bei Einlaß in Fernseh- und radiolose Haushalte die "Prüfer" nicht unterscheiden können, ob man mit dem eigenen PC nun fernsehen kann oder nicht. Und die Bereitschaft, doch mal freundlicherweise das Gerät aufzuschrauben, um nachzuweisen, daß keine TV-Karte drin ist, die dürfte nun wirklich gegen Null gehen.

@ruediger

Von: eribula | Datum: 09.10.2004 | #10
Du zahlst nur so wenig dafür, weil es x Leute gibt, die bezahlen müssen obwohl sie gar nicht wollen … insofern

Von der Steuer absetzen

Von: Gast | Datum: 09.10.2004 | #11
Jemand, der jetzt schon seinen Heimarbeitsplatz steuerlich absetzen kann, sollte in Zukunft doch auch in der Lage sein, die GEZ Gebühr von der Steuer abzusetzen, weil sie ja für seinen Computer anfällt. Bisher wird es wohl kaum möglich sein, die GEZ Gebühr für´s Fernsehen abzusetzen...

@Zaggo

Von: Gast (der erste) | Datum: 09.10.2004 | #12
Ich bin derselbe Gast, siehe USER-ID. Aber stimmt, der Name ist nicht so gut ;D

@Rüdiger

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 09.10.2004 | #13
Ja, den Satz, der fällig wird für Internet-PCs habe ich auch nirgends gefunden, auch nicht, wie hoch denn die "Grundstückspauschale" sein soll für Unternehmen. Ich hatte nur gelesen, dass der Deutschen Bank 1000 PCs nur 16 Euro kosten würden (was auch immer das für ein willkürlicher und obskurer Wert sein soll).

Und das mit den geringen Gebühren... Den öffentlich-rechtlichen Anstalten stehen jährlich beinahe 7 Milliarden Euro zur Verfügung (ohne Erhöhung). Bei den Privaten wird wohl mehr umgesetzt, aber den Batzen kann man nicht gerade zierlich nennen.

@eribula

Von: Rüdiger Goetz | Datum: 09.10.2004 | #14
Hallo,

Dafür zahle ich (wie Webretat der Firmen deren Produkte ich kaufe) für den privaten Dudelfunk mit und auch fürs Privatfernsehen (über dessen Qualität oder Nichtqualität ich nur wenig sagen kann, aber diverse Beriche in Zeitungen lassen mich nix gutes ahnen).

Insofern gleicht es sich aus.
Letzlich ist es mir ja recht, der eine hört/sieht lieber die Privaten, der andere öffentlich rechtlich. Da beides Free-TV ist (d.h. ohne Dongle) kreuzsubventioniert der eine den anderen. Soweit O.K.. Nur wenn über die GEZ geschimpft wird, muss man eigentlich auch über die "Pflichtbeiträge" für die Privaten schimpfen. Da ist die Sache nicht ganz im Lot.


Bis dann

R"udiger

@Ruediger Goetz

Von: Gast (der erste) | Datum: 09.10.2004 | #15
Zu den Gebühren:

Das war mir nicht bekannt, daß die Gebühren je nach Nutzung gestaffelt werden. Ich hatte früher immer ca. 27 DM bezahlt (vor der Abschaffung der Geräte und der Abmeldung von der GEZ) und dachte, daß sei eine Pauschale.

Wenn das so ist, sieht es schon etwas anders aus. Ich würde wirklich nicht einsehen, für nicht-existente Fernseher und Radios zu zahlen.

Zur Informationsdichte:

Ich meinte eher die Informationsdichte pro Zeit, die sich aus meinem Nutzungsverhalten ergibt. Ich wäre kein Zapper, weil ich auch nicht "surfe", sondern gezielt Informationen auswähle. In einer Stunde Internet-Session erhalte ich Informationen, für die ich einen ganzen Abend vor Fernseher oder Radio bräuchte. Ohne Zweifel gibt es Dokumentationen, deren hohe Informationsqualität und atmosphärische Stimmigkeit nur bei den Rundfunkanstalten möglich sind. Es wurde ja schon im Artikel erwähnt, daß die Gebühren für alle Nutzer insgesamt berechtigt sind, und ich stimme dem zu. Aber ich bin kein Nutzer!

Andere Gäste :-)

Von: Gast (der erste) | Datum: 09.10.2004 | #16
Und schon will jemand anderes Gast sein! Das steht ihm/ihr natürlich zu, wir sind ja alle Gäste :-)

Bitte User-ID beachten.

Ich ziehe mich für heute zurück aus dieser Diskussion, habe heute noch an der frischen Luft zu tun. Und ab morgen wähle ich hier im Forum einen anderen Namen.

Tschau...

@Rüdiger

Von: Knut Holst | Datum: 09.10.2004 | #17
>Und m.W. zahlen Sozialhilfeempfänger und >andere Menschen mit geringem Einkommen >auchg weniger, bzw. bekommen sie ganz >erstatten. Also trifft es auch nicht die Armen.

Naja, ich bin Student, lebe von Bafög, Kindergeld und Gelegenheitsjobs. Also habe ich versucht eine GEZ-Befreiung zu beantragen. Was haben die mir geantwortet? Frei ausgelegt, dass ich zu arm sein, um eine Gebührenbefreiung zu bekommen. Sie halten es für unrealistisch, dass in Deutschland jemand von so wenig Geld lebt, da mein Einkommen ja unter dem Sozialhilfesatz läge. Nur habe ich als Student einfach keinen Anspruch auf Sozialhilfe und als Bafög-Empfänger sowieso keinen Anspruch auf weitere Leistungen (afaik).

@flo

Von: Rüdiger Goetz | Datum: 09.10.2004 | #18
Hallo,

Es mag in der Summe ja einige zusammen kommen, aber 5.32 Euro (ich hab gerade nachgeschlagen) für min 4. guten Radioprogramme ist wirklich nicht viel. Wieviel kosten noch mal eine DSL-Flatrate, wieviel ein Zeitungabo, wieviel ein Monat c't? Bei 80 Mio Einwohner mag was zusammenkommen, richtig. Teuer ist es für das gebotene aber auch nicht.

Und es besteht bei den Privaten ja derselben Gebührenzwang. Nur das er dort weniger transparent ist und alle betrifft ob sie nun entsprechende Geräte haben oder nicht.


Bis dann

R"udiger

pauschal oder nicht pauschal

Von: Bosskopp | Datum: 09.10.2004 | #19
Bei der GEZ ist es so, Privathaushalte zahlen eine pauschale Gebühr, aufgesplittet in Radio und Fernsehen. Aber Firmen und Schulen zahlen pro Gerät. Das hat uns an der Uni mal den gesamten Jahresetat gekostet, als die GEZ entdeckt hat, dass wir in der Filmklasse in den Monitoren (die definitiv nur unser eigenes Zeug zeigten) noch Empfänger drin hatten. Da hat der Typ von der GEZ Dollaraugen bekommen und für die letzten 5 Jahre erstmal nachgefordert.
Danach wurden alle Empfangsteile ausgebaut, auch viel Arbeit, hat aber einen Haufen Gebühren gespart.

@Knut / @gast(der erste)

Von: Rüdiger Goetz | Datum: 09.10.2004 | #20
Hallo,

@Knut
Meine Schwester war seinerzeit als Studentin m.W. befreit. Guck mal auf [Link] Dort habe ich auch einen entsprechenden Passus gelesen. Allerdings muss ich zugeben, das ich die Details nicht kenne, da ich persönlich nie damit konfrontiert war.

@Gast
Nun das was ich bei NDRInfo oder DLRB nebenbei beim Frühstück an Infiormation aufnehme ist auc nicht unerheblich. Und entsprechend nebenebi Surfen wäre schon schwieriger. Bei gezielten Suchen weite ich tendenziell auch meine Horizont nicht (ich such ja gezielt)


Bis dann

R"udiger

on demand

Von: ce | Datum: 09.10.2004 | #21
keinen pfennig werden die sehen, nur weil ich einen computer habe.
fernseher und radio sind schon lange wegen starken bauchschmerzen und nervenproblemen aufgrund des üblen Informationsangebotes abgeschafft.
dann muss es eben von den öffentlich rechtlichen im internet die sachen on demand geben.

die Logik erschließt sich mir immer noch nicht

Von: Yogi | Datum: 09.10.2004 | #22
Das ist ungefähr so als müßte ich KFZ-Steuer zahlen nur weil ich einen Führerschein habe. Und was das Internet mit GEZ und öffentlich-rechtlichem Auftrag zu tun hat wüßte ich auch mal gerne. Habe einen Fernseher only for PS2. Warum soll ich dafür GEZ bezahlen?

@Rüdiger
die C´T bezahle ich nur wenn ich sie lesen will, und nicht dafür daß es sie überhaupt gibt

@Rüdiger

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 09.10.2004 | #23
Frielich kann man über die Zwangsabgabe für private Angebote ebenso herziehen. Naja, oder vielleicht eben nicht "ebenso". Dann könnte man gar nicht mehr aufhören. Denn Werbung wird bei allen Produkten auf den Verbraucher umgelegt. Wieviel von einem Audi A3 Neupreis sind wohl Werbekosten? Wieviel von einem Tuareg? Wieviel von der Zahnpasta?

Die GEZ resp. die öff-rechtl. Anstalten haben halt das Problem, dass sie ihre Gelder (einen großen Teil davon zumindest, denn auch ARD und Co. machen ja Werbung) in einer offensichtlich Form eintreiben müssen während "die anderen" (die Privaten) das sehr versteckt tun können. Tja, und wo immer eine ersichtliche Gebühr, da wird gemeckert. Und bei einer Pauschale erst recht. Und das eben, wie ich meine, nicht zu Unrecht, da zum einen Pauschalen am ehesten als ungerecht empfunden werden, zum anderen weil ein Koloss wie ARD/ZDF als überalterter Bürokratie/Politiksumpf empfunden wird, in dem mit öffentlichen Geldern herumgeschlampt wird.

Natürlich ist viel davon ein Imageproblem und ohne öff-rechtl. Anstalten sähe die Medienlandschaft sicher trister aus, doch die Intendanten von ARD und ZDF klagen einfach ihr Leid vor sich hin, am System hängend und das Empfinden der Kunden ignorierend. Das wird irgendwann nicht mehr gut gehen. Letztendlich führt so etwas in mancherlei Diskussion zu einer ungerechtfertigten "Besserstellung" der Privaten, deren Finanzierung ja wie du sagst erstens viel umfassender und gleichzeitig viel undurchschaubarer ist (und über die Qualität will ich nix gesagt haben).

@flo (MacGuardians)

Von: Zaggo | Datum: 09.10.2004 | #24
Die GEZ und DVB haben dahingehend etwas miteinander zu tun, dass ich (nach bundesweiter Abschaltung der analogen Sender) kein ARD/ZDF mehr emfangen kann, ohne einen DVB-Empfänger zu besitzen.
D.h., falls ich einen heute handelsüblichen Fernseher oder Videorekorder (mit Analogempfangsteil) besitze, z.B. als Monitor fürs DVD schauen, muß ich im Moment GEZ zahlen, da ich die theoretische Möglichkeit habe damit fernzuschauen. Ob ich es mache oder nicht ist egal. Wenn aber ARD&ZDF nur noch auf DVB senden, habe ich diese Möglichkeit nicht mehr und wäre daher auch nicht mehr verpflichtet GEZ-Zocke zu zahlen.

Da ich im Moment nur einen Videoprojektor (ohne Empfangsteil) besitze (eben zum DVD schauen), bin ich jetzt schon nicht GEZ pflichtig. Denn auf Fernsehen verzichte ich komplett und gern.
Und meiner Meinung nach möchten die GEZocker verhindern, dass eine solche Entscheidung den Leuten all zu leicht gemacht wird.
Von einer theoretischen Möglichkeit, über analoge Sender oder Kabel weiterhin Privatfernsehen zu senden (für die Leute die kein DVB und/oder ARD&ZDF wollen) gar nicht zu sprechen. Dann könnten ja Leute fernsehgucken ohne GEZ zu zahlen. Aber das würden ja die Abzock- & Politikseilschaften dann sicherlich durch die Nichtgenehmigung von Sendelizenzen zu verhindern wissen.

Z.

verstecken

Von: Heico | Datum: 09.10.2004 | #25
Hi,

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(einen großen Teil davon zumindest, denn auch ARD und Co. machen ja Werbung) in einer offensichtlich Form eintreiben müssen während "die anderen" (die Privaten) das sehr versteckt tun können.
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das machen die öff.-rechtl. ja sogar auch - ... nennt sich 'Sponsoring' ... tztztz

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Auch das die ach so tolle Berichterstattung der öff.-rechtl. hervorgehoben wird, ist etwas seltsam. Sooo schlecht sind die privaten nun ach nicht - sonst hätte ja seinerzeit Antonia Rados sicher nicht für Ihre Berichterstattung während des Irak-Krieges bei RTL/NTV in der Kategorie "Beste Reportage" den dt. Fernsehpreis erhalten.
Gerade letzte Nacht hat man doch gesehen, wie beim öff.-rechtl. mit dem Geld umgegangen wird : Übertragung Bush/Kerry zeitgleich bei ARD und ZDF - gleiches Bildmaterial, aber versch. Übersetzer und versch. Kommentatoren - muß das sein ?
Den Privaten wird immer vorgeworfen, sie würden Nachrichten zu reißerisch präsentieren - ist der Unterschied zu ARD/ZDF tatsächlich so groß ?
Auch dort besteht der größte Teil der 'Nachrichten' von negativen Geschehnissen (der kleinere Rest ist dann Politik und Sport). Würde man permanent von diesen 'Nachrichten' berieselt werden, so würde man vermutlich sehr schnell depressiv werden. Besteht unser Leben aus überwiegend schlechten Nachrichten ? Sicher nicht. Somit würde ich auch bei den öff.-rechtl. Nachrichtensendungen nicht von einer Ausgewogenheit sprechen. Leid bringt Quote (und das funktionierte auch schon vor dem Dasein der privaten Sender prima).

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Als wenn die quasi-Steuer für TV/Radio nicht schon nicht schlimm genug wäre, kommt jetzt noch eine quasi-Steuer für Computer dazu.
Erstaunlich, daß noch keine Rundfunkgebühren für Mobiltelefone verlangt wird - .... aber das kommt sicher früher oder später auch noch.
Wie sieht es eigentlich mit Hörgeräten aus - .... oder mit Ohren und Augen ? Schließlich 'könnte' man damit ja auch öff.-rechtl. empfangen.

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Aber unser Staat war schon immer recht kreativ, wenn es darum ging dem 'kleinen' Bürger Geld aus der Tasche zu ziehen ... um es für andere Dinge 'herauszupulvern'.
Auch möglicherweise interessante Erfindungen wurden durch vollkommenen Schwachsinn staatl. kaputtgemacht.
Bsp. Wankelmotor bei PKW's : sicher, in der Anfangsphase hoher Spritverbrauch. Aber Entwicklung braucht Zeit - das interessante Konzept aber wurde steuerlich bestraft, in dem nicht der Brennraum (hier 'Kammervolumen') zu Besteuerung herangezogen wurde (fiel nämlich im Gegensatz zu Hubkolbenmotoren sehr gering aus), sondern es wurde eher nach 'Gefühl' besteuert.

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Alle sind am jammern, daß Firmen wegen zu hoher Kosten ins Ausland abwandern und das hier die Tendenz dahin geht, daß Verbraucher eher billigere (NoName)Waren (-> Aldi & Co), statt Waren landeseigener Hersteller kaufen.
Ja ist es denn ein Wunder, wenn staatl. Institutionen immer mehr zugreifen ?
Sicher sind es für sich gesehen immer nur ein paar Euro hier und da ..... aber zusammengenommen läppert sich das zu einem hübschen Sümmchen zusammen.
Der Staat verlangt von Arbeitslosen (die Krux-Software des Bund.-ministerium für Arbeit für Arbeitssuchende wird ja auch immer teurer ...), daß sie flexibel sind und sich möglichst mit neuer Technik (-> Computern) auskennen, aber bestraft dann mit einer Steuer den Besitz dieser Technik.

... willkommen im modernen Raubrittertum

Gruß, Heico

wann ist ein Rechner Internetfähig?

Von: Kurdwubel | Datum: 09.10.2004 | #26
Mein Amiga kann auch mit einem 56k-Modem online gehen, oder über Ethernet... aber einen Tagesschau-Stream bekomme ich nicht auf (Bandbreite, Streaming-Software).

Auch über USB und FireWire kann ich einen Internet-Anschluß herstellen. Muß ich alle Schnittstellen ausbauen, wenn ich meinen Rechner gebührenfrei haben will? Wie kann ich das bei meinem PowerBook machen? Heißkleber rein?

Und vor allem: Welches demokratische Land auf dieser Welt besteuert das mittlerweile wichtigste Arbeitsgerät? Ich könnte weinen...

@Yogi Du verkürzt hier etwas sehr

Von: Joker | Datum: 09.10.2004 | #27
Richtig wäre: Ich muss bezahlen obwohl ich einen Fühererschein und ein betriebsbereites Auto habe.
Und ich muss mich echt auch immer wieder wundern wieviele Leute angeblich kein TV+Radio haben. Ich hab bisher in jeder Studentenbutze eins gesehen.
Seid wenigstens ehrlich und sagt wie es ist: Weil bisher keiner durchgegriffen hat hofft ihr das ihr auch in Zukunft nicht löhnen müsst. Und ich glaube unabhängig von dieser leidigen GEZ Disskussion das es genau die Einstellung ist welche in Deutschland zur derzeitigen Lage führt.
Jeder sagt: "macht mal was besser(anders,richtig) aber ohne mich".
Wenn sich hier alle nur noch als Konsumenten begreifen die von einer Gesellschaft versorgt werden wollen aber selbst möglichst 0% dazubeisteuern wollen ist das Gesellschaftsmodell am Ende. Und das zieht sich durch alle Schichten vom Unternehmer der Schwarzgeld beseite schafft bis zum ALG-Empfänger der nebenbei schubbern geht.
Das das Programmangebot bei den Öffl./rechtl. Anstalten manchmal etwas dürftig ist richtig.
Aber ich weiss genau was Stoiber und Konsorten sagen würden wenn die Öffentlich rechtlichen Marktanteile verlieren würden weil sie nur noch Minderheitenprogramm machen.
"Weg damit braucht doch eh keiner mehr"
Und das das Programmangebot der Privaten durch Werbung finanziert wird für die ihr ja letzlich auch alle löhnt wurde ja schon erwähnt.
Gruss Jochen

Das muss nach Bruessel!!!

Von: Stefan | Datum: 09.10.2004 | #28
Das einzige was meines Erachtens hilft: Man muss in Bruessel klagen. Nur die EU kann da unseren Politikern auf die Finger hauen. Und da ich das Glueck habe in einem Wirtschaftsgremium mitzuarbeiten, welches dem DIHK-Praesidenten Braun nahesteht, werde ich dahingehend auch Informationen fliessen lassen, bzw meine "Beziehungen" mal missbrauchen.

Ansonsten werde ich erstmal genauso duemmlich wie diese Abzocker argumentieren: Ich habe keinen PC sondern einen MAC! Die wollen ja so behandelt werden.

Der GEZ-Fahnder hat in meinem Betrieb uebrigens Hausverbot, seit er sich in Gegenwart von Kunden einmal in der ueblich unverschaemten Art aufgespielt hat - das Hausverbot bezieht sich allerding nicht nur auf diese spezielle Person, sondern auf alle Mitarbeiter der GEZ und auch auf die des zustaendigen oefftl./rechtl. Senders. Und das ist der GEZ entsprechend mitgeteilt worden - bisher waren sie nicht mehr da. Nicht, dass ich was zu verbergen haette (Rundfunkempfaenger habe ich kurzerhand auf dem Betriebsgelaende untersagt - jeder Mitarbeiter darf sich aber CDs mitbringen, da wir GEMA zahlen, die ja sonst ohnehin zusaetzlich faellig waere), aber ich denke ich habe denen auch deutlich klargemacht, dass es eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs setzt.

Kaputt

Von: Oliver | Datum: 09.10.2004 | #29
Ich bin immer wieder erstaunt, wie viele kaputte Leute es doch gibt. Da meint jemand ernsthaft, er könne sich von seinen Pflichten wegstehlen, indem er jenen Hausverbot erteilt, die über die Einhaltung wachen sollen.

Ich habe eben per Einschreiben meinem Finanzamt und sämtlichen dort Beschäftigten Hausverbot erteilt, insbesondere den Vollziehungsbeamten. Dadurch spare ich effektiv alle bisherigen Steuern.

Wir leben schließlich in einem Rechtsstaat!

Gemeinschaft

Von: Oliver | Datum: 09.10.2004 | #30
Schade, dass die MacGuardians immer nur von anderen fordern und sofort Alarm schlagen, wenn man selbst etwas beisteuern muss. Das entspricht nicht gerade meinem Verständnis von sozialem Verhalten und Gemeinschaftssinn.

Wir Bürger sind eine Gemeinschaft und wollen es auch sein. Wir treffen gemeinsame Entscheidungen. Nicht alle sind mit allem einverstanden, aber in einer Demokratie gilt eine Sache als entschieden, wenn sich eine Mehrheit dafür gefunden hat und wenn die Nachteile der Minderheit nicht zu schwerwiegend sind.

Und was haben wir da nun gemeinsam entschieden? Wir haben gemeinsam entschieden, dass wir einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk haben wollen, also einen Rundfunk, der im Großen und Ganzen unabhängig ist und nicht einer einzigen Firma, Partei oder Person gehört. Und die Kosten wollen wir gemeinsam tragen.

Gemeinsam die Kosten zu tragen bedeutet, dass alle ihren Teil beisteuern. Wer Rundfunk empfangen kann, soll Rundfunk bezahlen. Das ist gerecht und das ist unsere gemeinsam aufgestellte Regel, die wir uns selbst gegeben haben.

Nun kann man aber nicht jedem Heini hinterher laufen und überwachen, ob er tatsächlich Radio hört oder TV ansieht. Das wäre auch ein zu großer Eingriff in die Privatsphäre, und wir haben gemeinsam entschieden, dass wir so etwas nicht wollen. Stattdessen haben wir gemeinsam entschieden, dass jene bezahlen sollen, die einen Empfänger besitzen. Ob sie den nun tatsächlich benutzen oder nicht, können sie dann mit ihrem Frisör ausdiskutieren.

Diese gemeinsam beschlossene Regel hat ihre Lücken, aber wir haben gemeinsam entschieden, dass es unterm Strich der beste Weg ist, es zu handhaben. Denn es ist objektiv und daher in den Folgen vorhersehbar (also nicht willkürlich, sondern transparent). Folglich: Wer empfängt, bezahlt.

Es ist nur logisch, dass sich die Art der Empfänger ändern kann. Was früher über die Antenne kam, kommt heute übers Kabel und morgen aus der Telefondose. Folglich muss man hier ab und zu neu justieren, aber das Prinzip bleibt gleich: wer empfängt, bezahlt.

Natürlich können wir als demokratische Gemeinschaft diese Regel jederzeit gemeinsam abschaffen. Es muss nur eine Mehrheit für die Abschaffung votieren, und schon ist die Regel weg.

Aber solange es die Regel gibt, ist es fair, wenn alle sich daran halten. Es gibt natürlich eine Menge Ferkel, die stets die Hand aufhalten, wenn etwas zu verteilen oder in Anspruch zu nehmen gilt; die aber sofort hysterisch werden, wenn sie etwas beisteuern müssen.

Die GEZ zockt nicht ab, so wie ein Talvogt seinen Bauern früher die Ernte abpresste. Sondern die GEZ zieht jene Gebühren ein, die wir gemeinsam festgelegt haben, weil wir als Gemeinschaft ein unabhängiges Rundfunksystem haben wollen. Die GEZ macht genau das, was wir, die Bürger, entschieden haben. Es ist nicht kompetent und auch nicht fair, der GEZ unlautere Methoden zu unterstellen, denn sie setzt nur um, was wir selbst entschieden haben.

Ich bin froh, dass wir einen so guten und unabhängigen Rundfunk haben. Rundfunk ist mehr als Unterhaltung und bunte Bilder: Es ist ein Pfeiler unserer Demokratie und Teil unserer Gesellschaft. Niemand kann das ZDF kaufen und niemand kann "Phoenix" zu einem Kanzler-Sender machen. Das ist gut so, und wer das so haben will, muss die Finanzierung sicherstellen.

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Jenen, die mir gleich entgegen plärren, dass sie all dieses Zeugs nicht entschieden hätten und dass der Staat sowieso korrupt wäre, empfehle ich vorab, nochmal die Staatsbürgerkunde-Bücher aus der Grundschule zu lesen (Kapitel "Demokratie") und erst dann loszuplärren.

@oliver

Von: derdomi | Datum: 09.10.2004 | #31
und hier mein geplärr:

Wie du richtig erkannt hast leben wir in einem Rechtsstaat. Der GEZ-Mitarbeiter hat kein Recht meinen Grund und Boden zu betreten. Ich habe das Recht Ihm Hausverbot in MEINEM Haus zu ertleilen. Soviel zum Thema Rechtsstaat. Der ist nämlichnicht nur für den Staat sondern auch für den Bürger da, falls du das übersehen hast.

Zum Thema "wir haben beschlossen". ICH war noch nicht auf der Welt als das beschlossen wurde. Ich wurde nie gefragt, hab auch nicht gehört dass das neu verhandelt werden soll. Einzige Möglichkeit wäre zu klagen. Aber das kann ich mir nicht leisten. So ein Rechtsbeistand ist teuer. Also mach ich das einzige was mir übrigbleibt. 1. Ich zahle nicht. 2. Ich lasse den GEZ-Mitarbeiter nicht in mein Haus. Am Ende befindet er dass das Radio in meinem Handy gebührenpflichtig ist. Was soll ich machen das Teil ausbauen?

Und ich fühle mich mit dieser Einstellung absolut im Recht und habe nciht das Gefühl der Gemeinschaft etwas vorzuenthalten das ich ihr schulde. Wenn die ÖR endlich auf den Trichter kommen sich nach Leistung bezahlen zu lassen, ließe ichs mir noch eingehen aber so nicht.

Ich zahl schließlich nicht die Wassermenge die theoretisch aus meinem Wasserhahn kommen KÖNNTE, sondern was ich tatsächlich verbrauche.

So, und jetzt darfst du auch wieder zurückplärren.

@Joker

Von: Heico | Datum: 09.10.2004 | #32
Hi,

@Joker
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Richtig wäre: Ich muss bezahlen obwohl ich einen Fühererschein und ein betriebsbereites Auto habe.
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nein, richtig wäre : ich habe in der Garage ein nicht angemeldetes Auto - und müßte dafür Steuern zahlen !
Die GEZ argumentiert ja : durch den Besitz eines entsprechenden Gerätes *könnte* ich ja öff.-rechtl. Rundfunk empfangen - und deswegen die Gebühr.
D.h. als Besitzer eine Sportwagens *könnte* ich schneller fahren als erlaubt - also Sportwagenbesitzern gleich pro Monat eine Gebühr aufdrücken ?
Willkommen in der Welt der Logik ...

Gruß, Heico

@Joker @Oliver

Von: Murdock | Datum: 10.10.2004 | #33
Ihr beide seit schon lustig! Was ihr hier anscheinend nicht sehen wollt: Es geht hier um Erhöhung und Ausweitung von Gebühren, welche schon jetzt auf einem weltweiten Spitzen-Niveau (Der Erste Platz ist uns sicher!) liegen: [Link] Nicht etwa um die Abschaffung! Die Meisten finden es richtig, das es öffentliche Sender gibt - aber in Maßen!
@Joker
Die ÖR möchten hier versorgt werden, nicht etwa die Gesellschaft. Warum sonst wird jedes Jahr mehr Geld benötigt, um sich dem billigen Niveau der Privat-Sender anzunähern?
@Oliver
Ich habe übrigens bei der GEZ nichts mitentschieden! Wenn dass bei dir der Fall ist, scheint es ja kein Wunder zu sein, dass du deine Fehler hier so stark verteidigst.

Unsicherheit

Von: Jonas (der erste) | Datum: 10.10.2004 | #34
Es wäre dringend nötig, daß es sehr bald eine klare Stellungnahme zu allen Details der geplanten Gebührenerhebung gibt.

Ich möchte wissen, ob ich als Nichtseher - zwar mit internetfähigem PC, aber ohne jede Möglichkeit, Fernsehen oder Rundfunk zu empfangen - ebenso viel Gebühren zahlen soll wie Seher.

P.S.: In eigener Sache - Ich nenne mich jetzt nicht mehr Gast (der erste) sondern Jonas (der erste) - bitte User-ID beachten!

War ja klar!

Von: Oliver | Datum: 10.10.2004 | #35
Es war ja klar, dass ich von den Herren Demokraten nicht verschont werden würde mit dem Hinweis, dass sie selbst an der Entscheidung nicht beteiligt waren, folglich würden sie sich auch nicht daran halten.

Deswegen würde mich mich gerne erkundigen, ob in einer Demokratie nach Meinung der Herren Demokraten nur das gilt, was man selbst entschieden hat. Oder ist das nicht eher das Vorrecht eines Diktators?

@Oliver

Von: Murdock | Datum: 10.10.2004 | #36
Das war ja klar, dass die Herren gerne behaupten, das Volk hätte sie gewählt und müsse nun alle Entscheidungen mit verantworten. Was wir hier haben ist keine perfekte Demokratie (ja - auch eine Demokratie muss sich weiterentwickeln), sonst könne man ja solche GEZ-Gebührenerhöhungen und Ausweitungen durch ein Volksbegehren verhindern: [Link]

im endeffekt eine weitere kopfsteuer

Von: scara | Datum: 10.10.2004 | #37
wenn sich mal jemand die mühe machen würde die ganzen versteckten steuern aufzurechnen und zu veröffentlichen die ein bürger noch so nebenher zahlt wäre bald schon ein wütender mob unterwegs um die schergen zu lynchen.

Gerne

Von: Oliver | Datum: 10.10.2004 | #38
Sobald die Gemeinschaft festlegt, dass ein Volksbegehren stattfindet, wird es stattfinden. Bis dahin gelten die bisherigen Regeln, und man wird sich daran halten müssen. Wem die Regeln nicht passen, muss eine Mehrheit finden und die Regeln damit ändern.

Wo kommen wir hin, wenn jeder selbst entscheidet, ob er sich an die Regeln hält? Dann würde ich keine Steuern mehr bezahlen und bei roter Ampel nicht halten. Und meinen Müll würde ich einfach auf die Straße kippen, anstatt eine Tonne zu bezahlen. Sollen doch die anderen sehen, wie sie meinen Müll wieder von der Straße bekommen.

Wer sind die Schergen?

Von: Oliver | Datum: 10.10.2004 | #39
Darf ich fragen, wer die "Schergen" sind? Sind das etwa Leute, die sich meine Steuern in die eigene, private Tasche stecken?

Oder sind die Schergen etwa wir selbst in Form des Staates? Landet das Geld nicht etwa bei jenen Dingen, die wir als Gemeinschaft dafür bestimmt haben, etwa beim Straßenbau, bei den sozialen Diensten und im Bildungssystem? Das Geld, das die GEZ eintreibt, landet nicht bei "Schergen", sondern bei uns selbst, die wir uns dafür einen Rundfunk leisten. Weil wir es selbst so bestimmt haben.

Oliver?

Von: Borbarad | Datum: 10.10.2004 | #40
Gez -für TV und Radio OK, aber für Computer und das Interent?

Das Internet gehört nicht Deutschland und die GEZ darf aus Ihrem System heraus, Gebühren für öffentlich rechtliche Sender eintreiben(nicht als Staatliches Organ!!!). Nun erklär hier einmal warum nun auf einmal das Internet im Besitzt der öffentlichen Rechtlichen ist.

Das ist nicht anderes als Geldeintreiberei ala Diktatur und Mafia. Das stinkt mir sehr stark nach einer Verfassungsklage!

B

@Borbarad

Von: Oliver | Datum: 10.10.2004 | #41
Soso, Diktatur und Mafia. Ich fürchte, Du musst diesen Punkt mit jenen Deppen diskutieren, die ein ähnliches Staatsverständnis haben wie Du.

Warum Computer in Zukunft als Rundfunkempfänger angesehen werden, habe ich bereits weiter oben ausführlich erläutert.

Noch ein paar Vermutungen:

- Du weisst nicht, was eine Diktatur ist
- Du weisst nicht, was eine Demokratie ist
- Du weisst nicht, was mafiose Methoden sind
- Du weisst nicht, was eine Verfassungsklage ist.

@Oliver

Von: Borbarad | Datum: 10.10.2004 | #42
Wem gehört nun das internet? Den Öffentlich Rechtlichen nicht. Für was treibt die GEZ Geld ein? Private oder Öffentlich Rechtliche.

Das sind Fakten und die bitte al schön erklären.

Ich rede nicht von Fernseher und Radio. Es geht um das Welt-Geimgut Internet, wofür ich noch Geld zahlen muss im Hineinzukommen!
Zahlt also die GEZ in zukunft für mich die Flatrate? Müssten Sie ja, wenn Sie Steuern eintreiben für ein Kostenloses Programm!

B

Aber, aber, Oliver...

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 10.10.2004 | #43
Habe ich die Abschaffung der GEZ oder des öff-rechtl. Rundfunks gefordert? Nein. Ich habe auch nichts "gefordert", wie du schreibst. Einzig die Einbeziehung von internetfähigen Computern als Rundfunkempfänger wird, insbesondere auf Unternehmensebene, kritisiert. Aber es sei dir vergönnt, einmal mehr einen deiner Beiträge mit einem Hieb auf die MacGuardians zu beginnen. Deine Meinung teile ich in manchen Punkten, die Argumentation in einigen Punkten nicht, aber das ist ja dann auch nichts neues ;) Und die abZocke war natürlich eine bewusste Überspitzung meinerseits.

coole steueridee - eigenmietwert ;)

Von: scara | Datum: 10.10.2004 | #44
nehmen wir an du hast ein haus gekauft von deinem bereits besteuerten geld, du zahlst unterhaltskosten, reparaturen usw. (inkl. mehrwertsteuern).
nun die idee: du könntest dein haus ja vermieten für, sagen wir 3000€ (das tust du ja zwar nicht und du müsstest es auch erstmal an den mieter bringen, ausserdem bräuchtest du dann ja ne andere bleibe die auch wieder miete kostet - spielt aber alles keine rolle). also könntest du 3000€ zusätzliches einkommen pro monat haben und das besteuern wir nun.
coole idee, nicht wahr? das unglaublich tolle, es ist gar nicht meine idee sondern diejenige von schweizer beamten und es wird in der schweiz so praktiziert.
das schöne daran, man könnte das zb. mit autos genauso machen. für ein auto könnte man zb. 100€ pro tag miete erzielen, also über den daumen gepeilt weitere 3000€ einkommen mehr pro monat für das wir dir steuern abzocken können. (bin ich froh, dass ich kein auto habe)

*nachdenk* wieviel miete wäre wohl für einen PC (wozu leider auch die macs gehören) zu erzielen?

mit autos praktiziert würde es wohl schon zur revolution reichen ;) bei den häusern reicht die "nicht eigenheim besitzende" mehrheit in der demokratie.

bitte spinnt den gedanken ruhig selber weiter, ist wirklich spassig. man könnte so beliebig hohes steuereinkommen erzielen. (warum nur bin ich nicht beamter geworden?)

schönen sonntag noch ;)

Na dann

Von: Oliver | Datum: 10.10.2004 | #45
Zitat: "Wem gehört nun das internet?"
Antwort: Das Internet besteht aus vielen Teilnetzen, und diese gehören den Betreibern. Die GEZ ist kein solcher Betreiber.

Zitat: "Für was treibt die GEZ Geld ein? Private oder Öffentlich Rechtliche."
Antwort: Die GEZ treibt die Gebühren ein für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Zitat: "Zahlt also die GEZ in zukunft für mich die Flatrate?"
Antwort: Nein, die GEZ erstattet keine Ausgaben, die die Nutzer aufbringen müssen, um einen Zugang zum Programm zu bekommen. Weder bezahlt die GEZ den Fernseher, noch den Strom dafür, noch die Internet-Flatrate.

Zitat: "Müssten Sie ja, wenn Sie Steuern eintreiben für ein Kostenloses Programm!"
Antwort: Das Programm ist nicht kostenlos, deswegen treibt die GEZ die Gebühren dafür ein.

@scara

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 10.10.2004 | #46
Und wo willst du mit diesem Gedankengang hin?

@flo

Von: scara | Datum: 10.10.2004 | #47
ich versuchte darzulegen, dass es beamte gibt die es schon viel weiter getrieben haben als die GEZ-leute (ohne konsequenzen zu befürchten).

ich treibe grad gedankenspiele darüber wieviel steuern (oder wie auch immer genannte abgaben) es braucht um eine revolution zu provozieren.

@Oliver: Geht doch

Von: Borbarad | Datum: 10.10.2004 | #48
Zitat: "Wem gehört nun das internet?"
Antwort: Das Internet besteht aus vielen Teilnetzen, und diese gehören den Betreibern. Die GEZ ist kein solcher Betreiber.
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Richtig: Also hat die GEZ und das öffentliche Rechtliche damit nix zu tun!

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Zitat: "Für was treibt die GEZ Geld ein? Private oder Öffentlich Rechtliche."
Antwort: Die GEZ treibt die Gebühren ein für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk.
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Aha, Das Intenet ist nicht öffentlich rechtlich! und somit dürfern fürs Internet auch keine Gebühren gefordert werden!

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Zitat: "Zahlt also die GEZ in zukunft für mich die Flatrate?"
Antwort: Nein, die GEZ erstattet keine Ausgaben, die die Nutzer aufbringen müssen, um einen Zugang zum Programm zu bekommen. Weder bezahlt die GEZ den Fernseher, noch den Strom dafür, noch die Internet-Flatrate.
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Richtig, Für den Fernseher muss ich keine Gebühren zahlen um fern zu sehen. Fürs Internet jedoch schon. Strom und Anschaffungspreis ist bei beiden in etwa das selbe.

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Zitat: "Müssten Sie ja, wenn Sie Steuern eintreiben für ein Kostenloses Programm!"
Antwort: Das Programm ist nicht kostenlos, deswegen treibt die GEZ die Gebühren dafür ein.
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Aha, das heißt die GEz treibt Geld ein damit des Öffentliche Rechtliche System sich finanzieren kann, da sonst keine Einnahmen ala Grundgebühren erwirtschaftet werden. Der Zugang zum Interent kostet jedoch und ist somit schon bezahlt. Hier kann die GEZ kein Geld eintreiben, da hier keinen Gebühren mehr zusätzlich Fällig sind um das System aufrecht zu erhalten.

Ich hoffe damit hat sich deine eigene Aussage beantwortet. Vielen Dank

*muah*

B

@Borbarad

Von: Oliver | Datum: 10.10.2004 | #49
Meinst Du das wirklich ernst? Entschuldigung, aber so ungebildet kann man doch nicht sein, oder doch?

Zitat: "Der Zugang zum Interent kostet jedoch und ist somit schon bezahlt. Hier kann die GEZ kein Geld eintreiben, da hier keinen Gebühren mehr zusätzlich Fällig sind um das System aufrecht zu erhalten."

Bist Du vielleicht etwas dumm? Es geht doch nicht darum, dass die Leitungen des Internets aufrecht erhalten werden. Es geht um die Kosten, die für die Produktion der Inhalte notwendig sind: Studiokosten, Redaktionskosten, Gehälter für Moderatoren, Kameraleute, Beleuchter. Das Übertragungsmedium (Kabel, Antenne, Internet) hat doch mit der GEZ gar nichts zu tun. Die GEZ rechnet die Kosten für die Inhalte ab.

Zitat: "Für den Fernseher muss ich keine Gebühren zahlen um fern zu sehen. Fürs Internet jedoch schon."

Bist Du wirklich ganz nüchtern? Natürlich musst Du für das Fernsehen eine Gebühr bezahlen, sofern Du in Deutschland wohnst, was ich annehme. Darum geht es doch die ganze Zeit! Bist Du taub?

Diese Gebühr wird auf alle Empfangsgeräte erhoben. Wenn nun die PCs per Internet zum Empfangsgerät werden, muss die ganz normale Gebühr wie für jedes andere Empfangsgerät erhoben werden. Diese Gebühr fällt pro Haushalt nur einmal an. Wenn Du also schon für das Radio und den Fernseher bezahlst, musst Du für den Computer NICHT extra bezahlen. Das wurde hier alles schon mehrfach dargelegt, auch in dem Artikel der MGs.

Zitat: "Aha, Das Intenet ist nicht öffentlich rechtlich! und somit dürfern fürs Internet auch keine Gebühren gefordert werden!"

Bis Du wirklich so blöd? Dann wirst Du es auch bleiben, egal was ich noch schreibe.

@Olvier: werde hier nicht unverschämt

Von: Borbarad | Datum: 10.10.2004 | #50
Bitte noch einmal für dich:

GEZ für TV und Radio: Sage ich nichts gegen und werde ich auch nicht

GEZ für Computer mit TV Karte und Radioteil: Sage ich nichts gegen und werde ich auch nicht

GEZ Gebühr für die Nutzung des Internets: Das Internet ist Privat! Da kann meinetwegen das Öffentliche Rechtliche eine Webseite einbauen, dies ist jedoch ein privates Umfeld und nicht öffentlich Rechtlich. Der Sinn des Öffentlich Rechtlichen liegt darin ,der Allgemeinheit bzw. der Gesellschaft Zugang zu Medien zu gewähren, die entsprechend Aufbereit sind - sprich: Der Auftrag des Öffentlich Rechtlichen in der Grundversorgung von Medien.

Zur Wiederholung: Das Internet ist nicht Öffentlich Rechtlich, sondern Privat. und dafür will das öffentlich Rechtliche System jetzt Gebühren? Das wäre genauso als wenn die ARD ein Programm auf RTL II macht und dafür Geld vom Bürger haben will. Das entspricht nicht dem Grundsatz der Grundversorgung und wäre somit Rechtswiedrig. Und die GEZ ist NUR für die Öffentlich Rechtlichen zuständig, Bitte nicht mit GEMA verwechseln (das gefühl habe ich langsam bei dir)

B

Blödsinn

Von: Oliver | Datum: 10.10.2004 | #51
Das Kabel ist auch privat. Bedeutet das nun, dass ARD und ZDF kostenlos sein müssen, wenn es per Kabel kommt?

Die aktuellen Regeln sagen, dass jedes Empfangsgerät gebührenpflichtig ist, unabhängig davon, wie der Empfang zustande kommt, also egal ob per Luft, Kabel oder Internet. Empfang ist Empfang.

Du verwechselst die Inhalte mit dem technischen Trägermedium, obwohl man Dich mehrfach auf diesen Unterschied hingewiesen hat.

Staune ...

Von: BesuCHer | Datum: 10.10.2004 | #52
Ich staune immer wieder .... nicht die Themen rund um den Mac stossen hier auf die grösste Resonanz. Nein, erst wenn es für den Deutschen darum geht, darüber zu diskutieren, ob er ein paar Cents oder Euros zuviel oder zuwenig zahlt, dann folgen seitenlange, wochenendfüllende Abhandlungen. "Geiz ist geil", wieder mal ein Klischee wunderbar bestätigt. Euren Aldi könnt ihr übrigens gerne behalten.

@oliver, dein Posting etwas weiter oben.

Von: tomvos | Datum: 10.10.2004 | #53
Du behauptest, durch die ÖR würde man »einen Rundfunk [haben], der im Großen und Ganzen unabhängig ist und nicht einer einzigen Firma, Partei oder Person gehört.«

Überlege nur mal zurück zum Golfkrieg. Der Widerstand gegen den Krieg kam nicht von den ÖR, und nicht von den unabhängigen Medien. Es waren Leute im Internet, die ihre Meinung kundgetan haben. Erst nachdem die Antikriegsbewegung sich langsam von den "üblichen" Internetseiten zu dem Massen-Internet-Seiten verbreitet hatte, tauchte die Thematik endlich in den ÖR Medien auf.

Dadurch wird deutlich, dass die ÖR-Medien zwar der Meinungsbildung dienen - aber wer die Meinung vorgibt, ist selten die Öffentlichkeit.

Es gibt diesen netten Spruch über russische und amerikanische Propaganda: Bei den Russen wusste jeder, dass es Propaganda ist, denn die Nachrichten waren einfach absurd. Bei den Amerikanern dagegen glauben die Menschen an ihre Propaganda. Das nennt man dann Freiheit.

Und für so einen Verein soll ich jetzt auch noch bezahlen?

..........

Von: Heico | Datum: 10.10.2004 | #54
Hi,

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Die aktuellen Regeln sagen, dass jedes Empfangsgerät gebührenpflichtig ist, unabhängig davon, wie der Empfang zustande kommt, also egal ob per Luft, Kabel oder Internet. Empfang ist Empfang.
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... und genau DAS ist ja Praktik aus dem 13. Jahrhundert :
Ritter denkt sich : prima, hier marschieren ja alle durch den Bach um ans andere Ufer zu kommen - also lasse ich eine Brücke bauen und verlange eine Gebühr.
Kommt nun ein Bauer und will die Brücke nutzen, muß er zu Recht dem Ritter eine Gebühr dafür entrichten. Wenn er aber sagt - mir zu teuer, ich gehe neben der Brücke durch den Fluß - und der Ritter sagt dann : ich will die Gebühr aber trotzdem, - denn Du *könntest* ja die Brücke benutzen ... ja, was ist das denn ??

Exakt das macht ja der öff.-rechtl. Rundfunk : er nutzt das Internet und sagt anschließend : schaut' her, wir haben da jetzt auch ein Angebot drin - also zahlt **alle** mal schön dafür - egal ob ihr es nutzt, gut findet ... oder nicht.

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Man kann es ja auch prima bei der GEZ nachlesen :
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Warum muss ich Rundfunkgebühren zahlen?

Nach dem Willen des Gesetzgeber ist die Herstellung von abwechselungsreichen Programmen aus einem breiten Themenkreis und das Angebot umfassender und objektiver Information durch die Erhebung von Rundfunkgebühr sicherzustellen. Sie ist deshalb grundsätzlich von jedem Rundfunkteilnehmer zu zahlen, auch wenn er die Programme der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten nicht nutzen möchte.
-----------

das Internet selbst informiert umfassender und objektiver als es die ARD, ZDF o.ä. je könnte.
D.h. das Vorhandensein eines Portals in dem Medium Internet ist überhaupt nicht notwendig.

Gruß, Heico

Darum geht es nicht

Von: Oliver | Datum: 10.10.2004 | #55
Es geht nicht darum, ob man das Internet mit einer Gebühr belegt, obwohl die Nutzer dort das Angebot gar nicht brauchen oder wollen. Es geht auch nicht darum, ob es notwendig ist.

Denn das gleiche Argument könnte man ebenso auf andere Medien anwenden. Schließlich könnte man das Kabel oder den "Äther" auch nutzen, ohne ein Interesse an ARD und ZDF zu haben. Warum soll man die Internet-"Empfänger" ausnehmen, nicht jedoch die Kabel-Zuseher? Wir müssen bedenken, dass das Internet in Zukunft ein ebenso leistungsfähiges und alltägliches TV-Medium sein wird, wie eine Antenne.

Es ist eine ganz andere, grundsätzliche Entscheidung, nämlich die, ob wir einen öff.-rechtl. Rundfunk haben wollen, und wenn ja, wie er finanziert wird.

Er soll EBEN NICHT durch die Nutzer finanziert werden, denn das macht ihn abhängig von der Einschaltquote, und genau das soll es nicht sein. Er soll auch NICHT durch eine Steuer finanziert werden, denn das Medium soll unabhängig sein von der Exekutive, also von der Regierung.

Folglich wird eine Gebühr erhoben, die

- von allen getragen wird, egal ob sie nun teilnehmen oder nicht (vermindert um die Anzahl derer, die technisch nicht teilnehmen können)

- festgesetzt wird von einer unabhängigen Kommission.

Das ist der Stand der Dinge, und damit ist alles hinreichend erklärt.

nö!

Von: Borbarad | Datum: 10.10.2004 | #56
Das Problem liegt wo anders:

Ich zahle GEZ. Dann schalte ich meinen TV ein und ohne !weitere! ZUSATZKOSTEN kann ich die Öffentichen Rechtlichen sehen bzw. hören. Das ist der Grundsatz der Grundversorgung und dafür wird kein Kabel etc. benötigt. Somit gibts auch keine weitern Gebühren zum Zugang zum TV/Radio.

Dies ist jedoch nicht bei dem Internet geben. Um die Inhalte der öfentlichen Rechtlichen zu erreichen !!!muss!!! ich zusätzlich Bezahlen, nämlich die Providerkosten!

Ich geb dir vollkommen recht wenn, ich nach Bezahlen der GEZ-Gebühren ohne weitere Gebühren die Webinhalte der Öffentlich Rechtlichen erreichen kann(z.B eine 0800 Nummer). Da dies nicht gegeben ist, gibts hier auch keinen Grundsatz der Grundversorgung. Ganz einfach und Schwarz auf Weis überall nachzulesen.

B

Praktische Gründe für die pauschale Gebührenpflicht

Von: macray | Datum: 10.10.2004 | #57
Wow, hier geht ja mal wieder ab… vom Feinsten.

Ich glaube der Grund dieser Gebühr liegt in zwei Verbindungen zwischen Computer und Rundfunk:

1. DVB–T. In der Tat tun sich Prüfer und Bürokraten schwer spezielle Hardware zu identifizieren, die zum Empfang öffentl.-rechtlicher Sendeinhaltefähig sind. Es kam schon das Beispiel mit der TV-Karte, es wird wahrscheinlich auch kabellose DVB-T Empfänger geben, die irgentwo auf dem Fenbsterbrett stehen (abgesehen davon, daß technischer Miniaturisierung wenig Grenzen gesetzt sind) unidentifizierbar.
Natürlich müsste nach geltendem Recht der Nachweis der Empfangsmöglichkeiten geführt werden - in der Praxis gibt das Probleme.
Also versucht man schon seit Jahren eine Möglichkeit Computer pauschal mit rein zu nehmen.

2. Internet.
Das Internet gibt insofern eine Möglichkeit, weil es technisch die Möglichkeit gibt öffentlich-rechtliche Inhalte abzurufen ohne einer "echten" Empfangsmöglichkeit. Der Nachweis, ob sie wirklich abgerufen werden, ähnlich wie bei anderen Empfangsmöglichkeiten, ist verdammt schwer zu führen - also gibt es eine Pauschalabgabe.

Das Problem liegt meiner Meinung nach nicht in der Einbeziehung des (internetfähigen) Computers, sondern in der Höhe der Gebühren. Die Sendeanstalten sind sehr aufgeblähte Institutionen, die zwar ihrem Auftrag nachkommen, aber in einer Weise (zig Programme, deren Allgemeinanspruch fragwürdig ist etc.), die sich vom Grundauftrag sehr weit entfernt.

Wir können insgesamt froh über das Rundfunksystem und des eigentlich sehr fairen Gebühreneinzugs (beruht auf Freiwilligkeit, keine echte Möglichkeit der Eintreiber in die Privatsspähre einzudringen, um den Nachweis zu erbringen…) sein.

Es gibt andere, schlimmere Probleme, wo sich das Aufregen mehr lohnt…

0.75% und TVlosigkeit

Von: LoCal | Datum: 10.10.2004 | #58
Also ich bin jetzt ein halbes Jahr TV-los und eigentlich vermisse ich nichts.... freiwillig bin ichs zwar nicht, da mein TV kaputt ging und ich einfach nicht einsehe über €500 für nene neuen auszugeben nur um irgendwelchen müll zu konsumieren.

Naja und das mit den 0.75% hmm.. also so ganz passt das nicht, weil die (Radio)-Sender streamen ja. Also ich höre z.B. des öfteren mal den Zündfunk von Bayern2 oder DeutschlandRadio als Stream.
Trotzdem, die GEZ kriegt von mir dafür nix. Sorry... Mein Mac is nun mal primär KEIN Radio!

Erstaunlich

Von: Oliver | Datum: 10.10.2004 | #59
@ Local: Du hörst öff.-rechtl. Rundfunk per Internet und sagst, dass Du dafür aber nicht bezahlst, weil der Mac kein Radio ist? Tatsächlich nutzt Du ihn aber (auch) als Radio.

Bist Du etwa ein Schnorrer, wegen dem die ehrlichen Nutzer höheren Gebühren bezahlen müssen, weil wir DEINEN Anteil mit tragen müssen.

Entschuldige bitte, aber Du bist ein Ferkel. Zahl gefälligst Deine Gebühren. Die anderen Nutzer müssen es auch, und die haben keine Lust, DEINE Rechnung zu bezahlen!

Korrektur

Von: Oliver | Datum: 10.10.2004 | #60
Ich meine das natürlich auf die Zukunft bezogen, wenn es kostenpflichtig wird. Auch das Posting, auf das ich antwortete, bezog sich auf diese Zukunft. Insofern nehme ich den Satz "Bist Du etwa ein Ferkel?" zurück und ersetze ihn durch "Wirst Du etwa ein Ferkel?".

radio

Von: Heico | Datum: 10.10.2004 | #61
... ich 'streame' so gut wie immer 'Radio' wenn der Rechner läuft. Allerdings nicht das Angebot, welches mir hier geboten wird - und welches mich pausenlos 'zutextet', sondern z.B. [Link]

Heico

Aufregen

Von: marc | Datum: 10.10.2004 | #62
>wenn sich mal jemand die mühe machen würde die ganzen
>versteckten steuern aufzurechnen und zu veröffentlichen
>die ein bürger noch so nebenher zahlt wäre bald schon
>ein wütender mob unterwegs um die schergen zu lynchen.

Indirekte Steuern? Die sind doch harmlos. Zinsen!
Wenn Du Brötchen kaufst, bezahlst Du nicht nur anteilig die Anschaffung des Ofens mit, sondern auch die Kapitalzinsen dafür. Im Durchschnitt sind 30-40% aller Preise Zinskosten - eine riesige Umverteilung von Konsumenten (also allen) zu Kapitalbesitzern (also < 10% der Bevölkerung). Mehr Infos dazu bei [Link] oder google nach "Freiwirtschaft".

Herrlich!

Von: Oliver | Datum: 10.10.2004 | #63
Was für ein Stuss, Halelulja!

Zinsen als "Umverteilung von unten nach oben"! Unerhört! Skandal!

Immerhin bekommt der Konsument dafür sein Brötchen, und der Bäcker seinen Ofen. Das ist die Umverteilung "nach unten". Beide Bewegungen halten sich also die Waage. Das nennt man Wirtschaft. Es ist ein Kreislauf, und nur wenn es ein Kreislauf ist, funktioniert es. Liefe es nur in eine Richtung, dann gäbe es keine Wirtschaft.

Kommt jetzt vielleicht noch jemand mit ein paar staubigen Thesen aus dem "Kommunistischen Manifest"?

@Oliver && @Rüdiger

Von: LoCal | Datum: 10.10.2004 | #64
@Oliver: Ich höre pro Woche 2 -3 Stunden D-Radio und seit der Zündfunk nen neuen Sendeplatz hat höre ich den nun noch sehr selten. Und ich hätte/habe kein Problem damit etwas dafür zu bezahlen, aber dann lieber direkt und nicht an die GEZ. Das wird dann vll sogar etwas teurer (für mich) ABER ich kann mir sicher sein, dass ich keinen Schrott (was für mich halt Schrott ist... is ja alles Geschmacksache) zu subventionieren.
Und die GEZ wird langsam aber sicher zur Datenkrake... schon allein deshalb will ich nix mit denen zu tun haben.

@Rüdiger: Hmm... vll hast du es ja oben schon mal erklärt und ich habs verpasst, aber was bitte bekommen private Sender von den Gebühren ab?

Mein Senf dazu,

Von: apmacus | Datum: 10.10.2004 | #65
wen die ÖR im Internet streamen dann sollen Sie gefälligst den Zugang über Login und Passwort ermöglichen, alles andere halte ich für reine Abzocke.

Herzlichen Glückwunsch

Von: Oliver | Datum: 10.10.2004 | #66
Lieber apmacus,

Dir ist nicht eventuell die Lektüre der bereits verfassten Postings entgangen, in denen ausgeführt wird, warum der öff.-rechtl. Rundfunk GERADE NICHT ein teilnahmebasiertes oder quotenbasiertes Finanzierungssystem hat?

Dort steht zu lesen, warum dieser Rundfunk unabhängig von Quote und Teilnahme bestehen soll. Deswegen wäre eine Bezahlung per Mitgliedschaft/Login nicht sachgerecht. Ich werde das bei Bedarf noch eine Million mal posten, bis es zur Kenntnis genommen wird.

@Oliver

Von: Murdock | Datum: 10.10.2004 | #67
Leiber Oliver,

Es geht bei apmacus um das Internet (Stream) und nicht um den allgemeinen Empfang der ÖR über Kabel, SAT und Antenne. Bitte nächstes Mal genauer lesen und verstehen.

Mit freundlichen Grüßen,
Murdock

@oliver

Von: marc | Datum: 10.10.2004 | #68
>Kommt jetzt vielleicht noch jemand mit ein paar staubigen
>Thesen aus dem "Kommunistischen Manifest"?

Offenbar hast Du geantwortet, ohne mal nachzusehen, was Freiwirtschaft bedeutet / erreichen will.
Kommunismus will die Privatunternehmer abschaffen. Freiwirtschaft will es dem Zins ermöglichen, auf NULL zu sinken, ohne dass die Wirtschaft in Deflation versinkt. Lies bitte erst mal ein klein wenig nach, bevor Du Dich mit völlig falschen Aussagen blamierst.

Oliver ich habe dein Argument zur Kenntnis genommen, aber bezweifle das eine Übertragung des Prinzips auf das Internet gut zu heisen ist.

Von: Cyrus Mobasheri | Datum: 10.10.2004 | #69
Ich sehe zwar ein Das das Fernsehen die Öffentlich Rechtlichen braucht, damit die Allgemeine Grundversorgung an ausgewogenen Informationen aufrecht erhalten werden kann, aber das Internet benötigt die ÖR dafür bestimmt nicht. Das war schon ausgewogener als Das Fernsehprogramm bevor die Öffnentlich Rechtlichen ihre Home Pages ins Internet gestellt haben.

Also ich hab allen ernstes noch nicht ein einziges mal DLF angehört über meinen Computer. Ich besitze weder Radio noch Fernseher. Ich will nicht bestreiten das der DLF ein guter Sender ist, ich höre ihn wenn ich meine Eltern besuche, oder deren Auto für das Wochenende ausgeliehen habe. Aber ich bin definitiv nicht bereit zu sagen das das Internet darauf angewiesen ist, um unabhängige Informationen zu verbreiten. Und ich bin sicher das ich nie in die Verlegenheit komme den DLF zu brauchen um mich zu informieren, dafür ist das Internetangebot einfach viel zu Groß. Deswegen halte ich dein Argument grundsätzlich für Richtig das ein Sender nur unabhängig sein kann wenn er nicht darauf angewiesen ist gesehen zu werden, aber ich bestreite das wir dieses für den Rundfunk Bereich Sinnvolle Konzept auf das Internet übertragen müssen. Um einen Rundfunksender zu betreiben bedarf es sehr Großer Finanzmittel, was eine Große Hürde darstellt und so verhindert das jede Interessensgruppe sich das Leisten kann. Deswegen sind die ÖR im Rundfunkbereich sinnvoll, da sie gewährleisten, das jede Interessensgruppe einen Teil Sendezeit abbekommt, den sie sonst nie bekommen würde. Aber das ist im Internet einfach nicht der Fall jede Privatperson kann es sich Leisten eine Homepage ins Internet zu stellen, und so den Bedarf abzudecken. Der Teschniche Aufwand und die Kosten verglichen mit dem Betreiben einer Rundfunkstation sind praktisch nicht existent. Deswegen gibt es für das Internet keine Rechtfertigung dies zu übertragen.

Kasper bleibt Kasper und bleibt Kapser und...

Von: TUL | Datum: 10.10.2004 | #70
Ach, lieber Gast eins oder zwei alias Oliver, einfach auf die Couch gelegt und etwas entspannt, dann sieht die Welt etwas freundlicher aus...

(Ich lach mich immer wieder tot über manche Psychopathen, die sich in Foren rumtreiben. Recht großer Unterhaltungswert, wenn man nichts Besseres zu tun hat).

Die Signatur und die Signatur...

Ähm, wo ist der Wischlappen, wenn es so nass geworden ist. Na, wenn man nichts Besseres zu tun hat, um Beiträgen im Forum für Alleinstehende Langeweile habende Wochenendnutzer nachzustellen, gute Nacht noch..

Die GEZ geht mir eigentlich ziemlich am Knie vorbei, weil das nicht den ganz großen Anteil macht an der monatlichen Endabrechnung. Und wenn die öffentlichen Sender ihrem Auftrag auch nachkommen, dann sollen sie dafür auch Gebühren eintreiben und wenn es zu viel ist, dann entscheidet das hoffentlich die Straße.

Tul

Kohl und Konsorten sind Schuld

Von: Marty | Datum: 11.10.2004 | #71
weil als der Dicke die Privaten Sender zugelassen hat wollte er das sich die ÖR dem Markt stellen und behaupten. Das bedeutet das sie auf der einen Seite ihren Grundversorgungsauftrag einhalten sollten und anderseits auf die Quote achten sollen. Das ist eine Richtung die nicht gut gehen kann.
So hast du einen nischensender wie DLF oder die Kassik-Sprach Sender der ARD und du hast die Dudelsender wie N-joy.. SWR3 usw. Kenne doch hier in Frankfurt die Diskussion wenn wieder gemeldet wird das der HR3 weniger Hörer hat als der FFH. Wobei immer ausgelassen wird das hier im Rhein-Main und Südhessen der SWR3 der Größte ist.

Bin mehr für ein Haushaltsmodel. Jeder Haushalt zahlt eine X-Gebühr, egal wieviele Geräte da sind. Da werden vielleicht paar Euros weniger rausspringen als jetzt, aber was Sparen und sich gedanken machen über das Angebot kann ja nicht schaden.


zu Oliver

Hast mit deinen Argumenten zur Demokratie Recht. Nur beim Stammtisch wirst du da selten Zustimmung ernten können.

Haushaltspauschale

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 11.10.2004 | #72
Wurde ja nun öfters genannt. War vor Jahren auch ein in der Diskussion befindliches Modell, fand aber keine Mehrheit bei den Landesministern und wurde seit jeher von den Anstalten abgelehnt, da sie dadurch einen starken Rückgang der Gebühren
befürchten. Nichtsdestotrotz ist diese "Haushaltspauschale" auch diesmal wieder im Gespräch, seitens der Grünen beispielsweise. Sie wird sich aber auch dieses Mal nicht durchsetzen. Leider. Zwar würden gegen diese Art der Gebühr immer noch diejenigen rebellieren, die meinen, die ÖR Angebote nicht nutzen zu wollen, aber das ist nun mal so ;) Das ist das soziale Prinzip, dem ja auch unsere Sozialsysteme unterliegen und in gewisser Weise auch Versicherungen (wobei man einen Großteil der Versicherungen wählen kann, ob man sie abschließt oder nicht, schon klar). Das Thema "Internet-PC" würde dadurch aber auch allenfalls entschärft (oder verschleiert), nicht aber gelöst.

Vielleicht kommt ja noch einmal eine Erklärung, welche Gründe die ÖR für die Einbeziehung von Internet-PCs sehen. Das ist ja das eigentliche Problem: Den Grund versteht niemand/viele nicht.

@@ Flo

Von: Marty | Datum: 11.10.2004 | #73
Weiss das der Vorschlag mal mal stärker bzw schwächer in der Diskussion ist.

Glaube die GEZ will vorbereitet sein wenn es mal mehr und einfacher sein kann das Inhalte der ÖR-Sender gestreamt werden können. Sozusagen nicht hinterherhinken wollen wie die Musikindustrie und der Filmhandel. Haben wahrscheinlich den Politiker gesagt das der normale Wähler, dadurch das er ja im Normalfall ja sowieso angemeldet ist, nicht betroffen ist. Das man vielleicht sogar paar *schwarzseher/hörer* rausfischen kann. Weil das Web nicht so anonym ist wie die Radio-Fernsehnbenutzung. Die paar, die ehrlich kein Radio-TV haben, fallen halt durchs Rost. 100% Gerechtigkeit gibs halt nicht. Ob das Gewerbe wirklich 2007 dran kommt wird man dann sehen.

on demand

Von: Kurdwubel | Datum: 11.10.2004 | #74
Können Streaming-Angebote und Bereitstellung von Artikeln nicht 'einfach' als Bezahl-Inhalt implementiert werden?
Ich bezahle den Stream eines öffentlich-rechtlichen Senders, solang ich ihn höre und bezahle meine wie viel Cent auch immer, wenn ich einen Artikel nachschlagen will. Klappt bei SpiegelOnline und Co. doch ganz gut.
Klar habe ich damit meine Bürgergebühr etwas ausgehebelt, aber beim Internet würde ich das lieber so machen wollen...

Personen zwei mal abdecken

Von: Jean-Maire | Datum: 11.10.2004 | #75
Ein riesenvorteil für die GEZ hat es Rechner zu taxieren. Bisher war es "nur" möglich eine Person zweimal bezahlen zu lassen, wenn in der Zweitwohnng auch ein Fernseher/Radio gestanden hat. Nun können alle die nicht zu Hause arbeiten auch für ihren Rechner blechen. zu Hause für Fernsehen, in der Zweitwohung/Büro für den Rechner... so bekomme ich schnell doppelt Geld rein!

@jean-maire

Von: scara | Datum: 11.10.2004 | #76
genau darum gehts ja, es soll nicht nur jeder die gebühr zahlen, sondern jeder soll sie so oft wie irgend machbar bezahlen, das ist ja grad die abzocke und der grund warum die nicht ne pro kopf gebühr wollen. denn dann zahlst du ja nur einmal.

Museumsreifer Internetauftritt

Von: Stephan | Datum: 11.10.2004 | #77
Eine Gebühr für Internetangebote soll das werden? Eben (12.10.04) auf der Webseite der GEZ nachgesehen. "Aktuelle Infos" heißt es da. Was ist der neueste Eintrag? Der Geschäftsbericht von 2003. GEZücht!

Ich erklär's gerne

Von: Oliver | Datum: 11.10.2004 | #78
Warum wird das öff.-rechtl. Angebot nicht "per Klick" berechnet, also nur dann, wenn man es in Anspruch nimmt?

Weil dieser Rundfunk unabhängig sein soll von der Einschaltquote. Die Idee war damals, dass man ein Medium schafft, welches eine gesellschaftliche Funktion und Verantwortung übernimmt. Es soll zur politischen Meinungsbildung beitragen, die Politik kritisch begleiten und die Kultur (im weitesten Sinne) fördern. Unterhalten soll es auch noch, und Bildung soll es ebenfalls geben. Das ist in etwa der Auftrag dieses Mediums. Der Auftrag ist nicht, das Programm so zu gestalten, dass maximal viele Leute einschalten, aus Angst, dass nicht genug Kohle reinkommen könnte.

Dieses Rundfunksystem sozusagen nicht pleite gehen können, so wie zum Beispiel auch der Bundestag nicht pleite gehen kann. Es soll eine unabhängige Institution sein.

Das ist viel wert. Wir sollten es schätzen, anstatt nur drüber zu meckern. In anderen Ländern wird Tag und Nacht nur Scheiße gesendet. Wohlgemerkt, nicht jene Scheiße, die wir als Scheiße empfinden, sondern RICHTIGE Scheiße. Wer mal in Amerika oder Japan war, wird seinen Augen nicht trauen, was für eine Schlammgrube das dortige Fernsehen ist.

Nicht nur ist das Niveau durchweg peinlich (bei uns ist es das nur zum Teil), sondern die Sendeanstalten sind fest in der Hand von privaten Firmen, und das merkt man auch. Die Unabhängigkeit von ARD/ZDF sind da eine ganz andere Klasse. Wer über ARD und ZDF jammert (und deren Spartenkanäle), der jammert teilweise berechtigt, aber es ist kein Vergleich mit dem Ausland. Unser System hat sich wirklich bewährt, und es ist das Geld wert.

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Wäre eine Gebühr "pro Haushalt" nicht viel besser als eine Gebühr, die auf das Gerät abzielt?

Es IST bereits eine Gebühr pro Haushalt. Mit dem historisch bedingten Detail, dass jene Haushalte ausgenommen werden, die gar keinen technischen Zugang haben. Als man das Pro-Haushalt-System eingeführt hat, konnte man schlecht jene Bürger zur Kasse bitten, die gar keinen Empfänger hatten. Daher diese Ausnahme.

Die Frage ist also: "Was ist ein Empfänger?" Genau um diese Frage geht es. Wenn ein PC das Programm der Sendeanstalten empfangen kann, ist es ein Empfänger. Der Transportweg spielt keine Rolle: Antenne, Kabel, Internet -- alles egal. Empfang ist Empfang.

Folglich ist es ganz selbstverständlich, dass alle Geräte einbezogen werden, sobald sie in der Lage sind, Rundfunk-Inhalte zu empfangen. Eigentlich müsste man das gar nicht extra regeln, denn es ist bereits geregelt. Aber manche Leute müssen eben über alles immer wieder neu verhandeln und diskutieren.

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Ist es nicht bescheuert und eine offensichtliche Abzocke, den PC zu besteuern, obwohl der PC nun wirklich kein Fernseher ist?

Nehmen wir an, der PC würde als "nicht kostenpflichtig" eingestuft, nachdem die verantwortlichen Entscheider diesen Thread hier gelesen haben und so fürchterlich heulen mussten, dass sie es nicht übers Herz brachten. Dann wäre also weiterhin nur der Fernseher kostenpflichtig, richtig?

Aber was ist ein Fernseher? Wenn ich bei einem zukünftigen Gerät das Antennenkabel rausziehe und statt dessen ein Internet-Kabel einstecke, um die Programme per Internet zu empfangen: Ist es dann kein Fernseher mehr?

Was macht einen Fernseher zum Fernseher? Die Art des Kabels? Die Art, wie die Daten kodiert wurden? Das Leitungsnetz, durch das die Signale ins Haus kamen? Was ist es?

Ein Gerät, mit dem man fernsieht, ist ein Fernseher. So einfach ist das. Ob nun eine Festplatte drinsteckt, und wie die Daten in das Gerät gelangen, ist egal.

Das ist doch einleuchtend, oder?

Die Fernseher der Zukunft werden CPUs haben, Internet-Anschluss und Festplatten. Es werden spezielle Computer sein. Der Unterschied zum PC wird technisch gesehen relativ gering ausfallen. Fernseher werden einen Browser haben und eine Tastatur. Es geht nicht um den Fernseher aus Omas Dachboden.

Ein Gerät, mit dem man fernsieht, ist ein Fernseher. Wie will man es sonst definieren?

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Fazit

Die Bewertung des PCs als Empfänger ist (vor allem in Zukunft) also durchaus vernünftig. Die Abrechnung ist gerecht, weil "pro Haushalt" abgerechnet wird, denn dadurch muss man nicht doppelt bezahlen, wenn man es schon zahlt. Und eine pauschale Vergütung unabhängig von der Einschaltquote sichert uns ein unabhängiges Medium, das seinen Beitrag zur Gesellschaft leisten kann. Wir alle wollen das, vor allem, weil wir aus anderen Ländern lernen, wie wertvoll es ist.

Och nö.

Von: Rolf | Datum: 11.10.2004 | #79
Ist schon lustig, wie hier die R&F-Gebührenpflicht in ihrer deutschen Form von ein paar Leuten „verteidigt“ wird. Als sei sie von Gottes (Volkes) Gnaden erschaffen, der einzig Garant für ÖR Rundfunk und Fernsehen.

Stimmt aber nicht!

Die Form der Gebührenpflicht stammt aus einer Zeit, als die mit dieser Pflicht belegten Geräte nach allgemeinem Verständnis _nur_ für den Empfang von Rundfunk oder Fernsehen zu gebrauchen waren. Diese Ausschließlichkeit zeigt die Richtung und den ehemaligen Sinn der Gebührenpflicht: Nur diejenigen bezahlen zu lassen, die auch tatsächlich den Content „verbrauchen“. Sich einen Fernseher zu kaufen, ohne ihn zu benutzen, war vor diversen Jahrzehnten wegen der Preise für die Dinger sicherlich unsinnig.

Von daher ist die von damals bis heute praktizierte Form der Verpflichtung bestimmter technischer Geräte genau das Gegenteil von dem, was wir hier diverse Male als Rechtfertigung lesen durften: der Unabhängigkeit von der tatsächlichen Nutzung als Garant für den Geldfluss zu den ÖR und damit als Garant für deren Unabhängigkeit. Das dürfte nie die ursprüngliche Intention gewesen sein. Hätte man das gewollt, hätte man eine Kopf-, Haushalts-, oder Sonstwas-Gebühr eingeführt. Eine andere Form des „Bezahlen für erhaltenen Content“, die als halbwegs gerecht empfunden wird und beim einfach ausstrahlenden „Rundfunk“ kostengünstig ist, war damals offenbar nicht bekannt (mir würde dazu auch nichts einfallen).

Die Aufregung kommt (m. E. zu recht) durch das Auflösen der strikten Bindung von Funktion und (gebührenpflichtigem) Gerät: Mit einem Fernseher kann ich heute sehr viel anstellen, ohne auch nur einmal fernsehen zu müssen. Gleichzeitig kann ich mit allen möglichen Geräten, die keine Fernseher sind, auch den Content der ÖR empfangen. Dieser Thread und die einschlägigen beim Onkel sind voll von Berichten über die Nutzungsmöglichkeiten; jeder kennt sie.

Wenn die Länderkommission, die GEZ und die Intendanten (und wer noch alles in diese unsägliche Geschichte involviert ist) daran festhalten, die Gebührenpflicht auf Geräte beizubehalten, dann hat die Einbeziehung von „internetfähigen PCs“ zwar ihre innere aber keine gesellschaftlich relevante Logik mehr. Da werden schlicht Dinosaurier am Aussterben gehindert.

Und genau das führt zum Empfinden, abGEZockt zu werden.

Ich verstehe es auch nicht, wenn ich als Selbständiger mit Büro in der Wohnung dann ab 2007 mindestens zwei mal GEZockt werde, auch wenn ich _gar keinen_ Content der ÖR ziehe.

Also:
Die Gebührenpflicht auf Geräte war bei ihrer Einführung gerecht, ja sogar verbraucherfreundlich, weil man unbesehen davon ausgehen konnte, das der Empfang von Content nur mit den verpflichteten Geräten möglich war, dass jeder, der eines hatte auch fernsah und jeder, der fernsah auch ein Gerät hatte (diese doppelte Verbindung ist sehr wichtig für die „Gerechtigkeit“). Sie wird heute zur Farce. Und das hat herzlich wenig mit Demokratie zu tun.

Es gibt nur zwei sich widersprechende Möglichkeiten der Finanzierung:

Wer eine von Quoten unabhängige Finanzierung will, der führe eine Kopf- oder Haushaltssteuer ein, die zweckgebunden ist.

Wer den Empfang von Content bezahlt haben möchte, der führe _heute_ technisch und ökonomisch mögliche Bezahlstrategien ein, die nur denjenigen bezahlen lassen, der auch sieht.

Das Festhalten an der Verpflichtung von technischen Geräten, mit denen man vielleicht ja aber auch mal unter anderem und eventuell — die Möglichkeit besteht durchaus — Content empfangen kann, ist aber nichts anderes als dümmliche Abzocke und keinem Betroffenen zu vermitteln.

Vor allem dann, wenn man über die Geräteverpflichtung argumentierend, doch nur eine Kopfsteuer installieren will (und das möglichst mehrfach pro Kopf).

Es geht mir nicht darum, die Finanzierung der ÖR oder ihren „Auftrag“ zu kritisieren, das wäre noch eine ganz andere Baustelle. Es geht mir darum die Widersprüche des existierenden Gebührensystems mal zusammenzufassen. Die Einzelheiten sind langsam überall genannt.

So, wie es jetzt von den „Befürwortern“ diskutiert wird, halte ich, mit Verlaub, für verlogen.

Rolf

So wird es doch gemacht!

Von: Oliver | Datum: 11.10.2004 | #80
Zitat: "Wer eine von Quoten unabhängige Finanzierung will, der führe eine Kopf- oder Haushaltssteuer ein, die zweckgebunden ist."

Genau so wird es gemacht. Mit dem Detail, dass Haushalte ausgenommen werden, die keinen Empfang haben.

Deswegen stellt sich die Frage: "Wer kann empfangen?" Und um diese Frage zu beantworten, muss man untersuchen, welche Geräte dazu in der Lage sind. Das ist der ganze Zauber.

@'Oliver

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 11.10.2004 | #81
Wäre eine Gebühr "pro Haushalt" nicht viel besser als eine Gebühr, die auf das Gerät abzielt?

Es IST bereits eine Gebühr pro Haushalt.


Mit Verlaub, aber das ist es eben nicht. Es macht sehr wohl einen Unterschied, wieviele Personen im Haushalt leben und wieviele davon verdienen, ob man selbständig ist etc. Es ist momentan ja mitnichten so, dass jeder Haushalt dasselbe zahlen würde. Darauf zielt aber der Vorschlag der Haushaltspauschale ab.

Nur um das zu klären...

Einverstanden

Von: Oliver | Datum: 11.10.2004 | #82
Das ist wahr.

Diesen Punkt könnte man überdenken, um es einfacher zu machen.

Ich höre schon jetzt das Geschrei: "Warum muss ich als Single das Gleiche bezahlen wie eine achtköpfige Familie?" und dergleichen mehr. Vermutlich ist das jetzige Preissystem in Rücksicht darauf entstanden. Das ist nur eine Vermutung, aber es liegt nahe.

Ich fände nicht mal eine Kopfpauschale gerecht

Von: Cyrus Mobasheri | Datum: 11.10.2004 | #83
Denn ich bin Informatiker.
Das heißt ein Computer ist für mich unerlässlich für meine Arbeit. Ich nutze meinen Computer auch zur Unterhaltung in dem ich surfe, spiele Musik höre DVD Filme anschaue, hobbymäsig mich kreativ betätige. Aber ich nutze nie, nie nie, die ÖR Angebote in irgend einer Weise. Das Internet ist nicht auf den Content der ÖR angewiesen, auch nicht um den Content der "privaten" Seiten qualitativ hochwertig zu halten.
Aber selbst wenn ich einsehen würde das um die Qualität des Contents der Homepages, die Konkurenz der ÖR homepages nötig wäre sehe ich nicht ein Das ich für diesen ÖR Content bezahlen muss und keiner auf der Welt sonst, aber alle es empfangen können. Es darf nicht mehr als 1% der GEZ einnahmen für den Online Content ausgegeben werden, das ist gesetzlich geregelt. Aber ich soll ja wohl mehr als 17 Cent zahlen. also das ist wieder ein Punkt den ich nicht einsehe.
Außerdem ist die Geschichte des Rundfunks nicht mit der des Internets vergleichbar. Rundfunk ohne ÖR hätte es in der Form wohl nie gegeben, und sich vielleicht auch nie etabliert. Aber wer behaupten will das der ÖR Content eine ahnliche Auswirkung auf das Internet hatte macht sich doch lächerlich.

..,-

Von: Heico | Datum: 11.10.2004 | #84
Hi,

---
Es soll zur politischen Meinungsbildung beitragen, die Politik kritisch begleiten und die Kultur (im weitesten Sinne) fördern. Unterhalten soll es auch noch, und Bildung soll es ebenfalls geben. Das ist in etwa der Auftrag dieses Mediums.
---
... und genau das können Leute mit einem Internetanschluß.
Also kann man davon ausgehen, daß Sie für diese Dinge den öff.-rechtl. Rundfunk überhaupt nicht mehr nutzen, bzw. benötigen würden. Er wäre also für diesen Zweck eigentlich überflüssig - denn in keinem Bereich kann ARD, ZDF o.ä. detailiertere oder tiefergehendere Information liefern, als die Vielfalt des Internets.
Der Nutzer des Internets soll also nur deshalb eine Gebühr bezahlen, weil 'ein' Anbieter dort auch sein Angebot bereitstellt, welches in keinster Weise mit dem bereits vorhandenen mithalten kann ...

Gruß, Heico

@Heico

Von: Cyrus Mobasheri | Datum: 11.10.2004 | #85
Genau so sehe ich dass auch, ich behaupte sogar er nutzt nur deswegen nicht Passwort, um eben alle Internetnutzer abzocken zu können. Dann sollen sie erst mal alle anderen auf der Welt abzocken bevor sie an meinen Geldbeutel gehen. Wenn alle anderen Internetnutzer der Welt zahlen, zahle ich halt auch aus Solidarität. Aber bis dahin sehe ich es nicht ein als Deutscher benachteiligt zu werden. Das Internet ist ein Internationales Medium. Soll sich die GEZ doch bei der Uno mit ihrer Forderung durchsetzen. Dann zahle ich auch.

@Cyrus

Von: Oliver | Datum: 12.10.2004 | #86
Es wurde schon mehrfach darauf hingewiesen, dass es keine Rolle spielt, ob Die "nie, nie, nie" das Angebot des öffentlichen Rundfunks in Anspruch nimmst. Denn die Finanzierung soll unabhängig sein von der Einschaltquote.

Möglicherweise bist Du kerngesund, trotzdem musst Du in die Krankenkasse einzahlen. Nicht für Dich! Sondern für die Gemeinschaft.

Das Rundfunksystem ist ein System der Gemeinschaft. Es wird pauschal und gemeinsam getragen. Es mag Leute geben, die es nicht in Anspruch nehmen, und die müssen es trotzdem bezahlen. Der öff. Rundfunk ist kein kommerzieller Dienstleister, bei dem Du Leistungen einkaufst, weil Dir gerade der Sinn danach steht.

Betrachte es als eine Steuer, mit dem Unterschied, dass nur der Staat "echte" Steuern festlegen kann, und der Rundfunk soll je gerade unabhängig sein von der Exekutive. Deswegen ist es keine Steuer und nach dem Steuersystem, sondern eine Gebühr mit einem leicht anderen System.

Ich kann mir gut vorstellen, dass noch zahlreiche User hier darüber informieren, dass das jetzige System ungerecht ist, weil sie für etwas bezahlen müssen, was sie nicht in Anspruch nehmen. Ich werde dann jeweils antworten, dass es nicht der Sinn der Aktion ist, ein quotenbasiertes System zu schaffen, sondern dass die Finanzierung davon unabhängig sein soll. Dieses Spielchen können wir solange durchführen, bis die Datenbank der MacGuardians platzt.

System der Gemeinschaft

Von: Ralf | Datum: 12.10.2004 | #87
@ oliver
hi Oliver.

Dann mal viel Spaß beim "knacken" der Datenbank ;o)
Ich finde Deine Stellungnahme gut zur Aufklärung all derer, die einfach keinen Solidargedanken mitbringen.
Zudem möge sich jeder darüber gewahr sein, dass er (oder VIELE) ohne Glotze wohl ein Freizeitproblem hätten (Ich habe die Kiste vor 7 Jahren rausgeworfen).
Aber sag mir doch eins: Diesen ganzen Supermüll, teilweise schlecht oder gar nicht journalistisch aufbereitet, ohne Anspruch an Qualität und oft Wahrheit: Dafür soll ich solidarisch zahlen?
Politisch engagiere ich mich in vielen Dingen in denen mein Solidarbeitrag "verbraten" wird, aber wo ist der Einfluss auf die Medien, deren Schrott ich nicht sehen will, und deren "Ergüsse" die Nation verblöden lassen (wollen?)!?
Solange ich hier als Solidarteilnehmer nicht konkreter Einfluss nehmen kann, solange kann ich jeden verstehen, der für diesen Dreck nichts bezahlen will, auch wenn andere der Solidargemeinschaft auf diesen teuer produzierten Schmutz abfrahren.

Gruß.

Ralf

Mal ganz ehrlich ....

Von: Thomas Bohn | Datum: 13.10.2004 | #88
Was wäre denn die Alternative? Sicher die GEZ benutzt Methoden die selbst der Stasi imponiert hätten, doch letztlich geht es um die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunkes und dieser wird eben nicht mehr nur über die Antenne, Kabel oder Satellit übertragen, sondern auch übers Internet.

Was geändert werden müsste sind die Berechnungen, so sollte eine WG nur einmal GEZ-Gebühren bezahlen müssen oder auch sog. eheähnlichen Lebensgemeinschaften. Hier liegen Probleme, die Rundfunkgebühr ist nämlich notwendig, um einen unabhängigen Rundfunk zu haben.

Denn ich will keinen von Steuergeldern abhängigen Staatsfunk.

Daher hätten die Gebühren auch um 1,06 Euro erhöht werden müssen, nicht nur 88 Cent.

Thomas

es gäbe doch eine einfache lösung...

Von: derdomi | Datum: 13.10.2004 | #89
niemand will die ÖR über das internet empfangen. Dann solln sies halt lassen dann brauchts keine zusätzlichen gebühren. Was kommt als nächstes. Die ÖR bringen eine zeitschrift heraus die jeder bezahlen muss der einen Briefkasten hat (er kann sie somit ja empfangen). Dann senden sie über CB-Funk und jeder der ein Funkgerät hat muss auch zahlen? Die ÖR sollen sich gefälligst auf Radio und Fernsehen beschränken, das ist schlimm genug.

@ Oliver

Das Rundfunksystem ist ein System der Gemeinschaft. Es wird pauschal und gemeinsam getragen. Es mag Leute geben, die es nicht in Anspruch nehmen, und die müssen es trotzdem bezahlen. Der öff. Rundfunk ist kein kommerzieller Dienstleister, bei dem Du Leistungen einkaufst, weil Dir gerade der Sinn danach steht.

Das ist so einfach schlichtweg falsch. Wer keinen Rundfunkempfänger hat zahlt nicht. Warum? Weil er das Rundfunkangebot nicht nutzen kann. Aber warum soll jemand zahlen der das Rundfunkangebot nicht nutzt wiel er es eben nicht will. Ich benutze meinen Fernseher für DVD und Viedospiele. Das Programm der ÖR nutze ich nicht. Da will ich auch nicht zahlen. Die gebühren stammen, wie oben schon erwähnt, aus einer Zeit als man mit dem Fernseher nur Fernsehen konnte und nur das Programm der ÖR. Genau deshalb ist die GEZ heutzutage einfach ungerecht.

Armer Modem-Nutzer...

Von: Tom | Datum: 14.10.2004 | #90
Ich wohne hier im Landkreis Esslingen in einer der letzten Straßen, die noch über kein DSL verfügen... und es wäre ja wirklich lächerlich, wenn ich jetzt den vollen GEZ-Beitrag für "Fernsehempfang" zahlen müßte, der bei 4 kb/s schlicht und ergreifend nicht möglich ist. Radio wäre wohl möglich, aber schon bei zwei Tagen im Monat aufgrund der Online-Gebühren teurer als Kauf und Anmeldung eines "richtigen" Radios.

Abgesehen davon verstehe ich nicht, weshalb die ÖR ihr Internetangebot nicht durch Kennwort und Passwort schützen. Dann könnten es Nutzer gegen Gebühr ansehen und alle anderen könnten das Angebot ignorieren. Was kommt als nächstes? Abstrahlung des Radioprogramms über das Telefonnnetz (damit alle zahlen müssen, die ein Telefon bereithalten)? Lautsprecherwägen in den Straßen, und auch doppelverglaste Scheiben und Oropax schützen nicht vor der Zwangsgebühr?

Wer einen Fernseher hat, soll meinetwegen zum Zahlen der GEZ-Gebühren verpflichtet werden, aber doch nicht die Besitzer von internettauglichen Geräten - schließlich habe ich niemanden darum gebeten, das Fernsehprogramm auch im Internet verfügbar zu machen.

Vielleicht kommt ja auch noch jemand auf den Gedanken, jedem ein Zwangsabo von Bayernkurier oder Staatsanzeiger aufzudrücken, der einen Briefkasten zum Empfang bereithält... nicht, daß unsere Presselandschaft durch die ausschließliche Verfügbarkeit privater minderwertiger Printmedien wie FAZ, Zeit, Spiegel und Süddeutscher noch in Mitleidenschaft gezogen wird...

Demokratie

Von: Graphit | Datum: 16.10.2004 | #91
Zitat: "Natürlich können wir als demokratische Gemeinschaft diese Regel jederzeit gemeinsam abschaffen. Es muss nur eine Mehrheit für die Abschaffung votieren, und schon ist die Regel weg. "

Komme aus der Schweiz, da ist das mit einer Initiative möglich. In Deutschland auch?

Ansonsten: Oli hat recht...

cu

Geplärre

Von: Thekenschlampe | Datum: 18.10.2004 | #92
Derdomi hat vollkommen recht, ich habe mich köstlich amüsiert über deinen kommentar...auch ICH war noch nicht auf der welt als irgendwas beschlossen wurde und ich wurde auch nicht gefragt oder um meine Meinung gebeten ob ich und was ich will.
Der Typ da der da so den GEZockern den mund geredet hat, klingt wie son überstudierter und überkanditelter klugscheisser, fast so als ob er dazugehört.
Übrigens habe ich selten so einen BLÖDSINN gelesen das man für PRivate zwangsgebühren bezahlen muss; diese sender sind FREIWILLIG im angebot des Fernseh- bzw. Rundfunkanbieters, die MUSS man nicht nehmen, man kann sie sperren lassen wenn man sie nicht will und bezahlt auch nicht dafür, egal ob man sie empfängt oder nicht. Diese Gebühren die man KABELGEBÜHREN nennt, sind nicht für die Privaten sondern für die BEREITSTELLUNG bzw. Empfang der sender und gehen an den Kabelanbieter - nicht aber an die sender die sich ausschliesslich durch TV Werbung finanzieren; die beworbenen produkte werden von der bevölkerung gekauft oder auch nicht gekauft..ich kauf sie nicht da ich mir überkanditelte markenprodukte nicht leisten kann - also zieh ich mir diese Jacke nicht an...
Übrigens: ich zahl auch nicht für die wassermenge die theoretisch aus meinem hahn kommen KÖNNTE-sondern für meinen verbrauch... Was hat die GEZ mit dem Internetanschluss zutun: dafür bezahl ich an meinen Provider eine gebühr dafür das mir der zugang zum internet gestattet bzw. ermöglicht wird - wozu 2x zahlen für eine sache - stinkt nach abzocke.
TS *wartet auf zurückgeplärre jeglicher art und form - was mir ziemlich am A**** vorbeigeht.

Oliver

Von: Thekenschlampe | Datum: 18.10.2004 | #93
Ehrlich gesagt, muss ich sagen, deine Kommentare und Erklärungen, die der GEZ den Mund reden, sind zum Kotzen.Hast du dich selber schon mal reden gehört bzw. GELESEN was du da ablässt?? Wenn ich du wäre würde ich schamrot werden dabei; und andere zu beschimpfen nur weil sie eine andere meinung haben - bist du etwa angepisst weil da welche deine meinung nicht teilen??? Wie wärs mal mit akzeptanz und toleranz anderen meinungen gegenüber und das man die nicht beschimpft als doof und blöd oder ähnliches? Wie gefällt dir denn mein kübel schmutzwasser über deinem kopf ausgekippt??? Nur damit du weist wie sich das anfühlt mach ich das. Ich werde das gefühl nicht los, mit dir haben wir es hier mit sonem GEZBonzen zutun....Ich bin gebürtige Amerikanerin aber da ist noch niemand auf die idee gekommen, PC's mit ner gebühr zu belasten nur weil man damit ins internet kann um evtl irgendwelche programme zu empflangen - egal ob man tv card hat oder nicht...das ist mal wieder typisch deutsch.
Ich persönlich habe heut genug gelacht und genug gelesen - danke für die unterhaltung -ihr wart ech klasse als pausenclowns- nun muss ich aber wieder ins reale leben um zu arbeiten. Ich hab noch mahr zutun als hier im internet herumzuhängen und solchen blödsinn, wie blöde kommentare/diskussionen zu lesen. Da ich weder TV noch radio habe, aber einen Ehemann, weiss ich mit meiner freizeit was besseres anzufangen am abend
Ciau bella
TS