ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 3270

PowerBook oder iBook schon einmal repariert?

Weil vielleicht ...hmmm ... Kaffee darauf verschüttet wurde ...?

Autor: flo - Datum: 14.10.2004

Noch bis zum nächsten Dienstag kann man bei Onkel Heinzens Umfrage teilnehmen, die sich mit dem Thema "Notebook-Reparaturen" auseinandersetzt: Was ging kaputt, wann geschah das, wurde es repariert, wie lange hat's gedauert und wieviel gekostet etc. pp. Zur Teilnahme sind diejenigen aufgerufen, die ihren portablen Rechner ab dem Jahr 2002 erworben haben und seither reparieren ließen -- oder auch nicht, wer bislang glücklich ist, darf dies natürlich auch kundtun. Zur Teilnahme muss man sich allerdings einen Heise-Account zulegen, so man diesen nicht eh schon hat.

Ein Ort für verfehlt ausgelebten Apple-Patriotismus ist diese Umfrage sicherlich nicht. Normalerweise sollte, gemessen am Aufruhr, den die "white spots" beim PowerBook und Platinenfehler im iBook verursacht haben, Apple in diesem Jahr ein schlechteres Ergebnis einfahren als sonst üblich. Wobei eine nötige Reparatur ja nicht prinzipiell negativ bewertet werden muss: Eine sauber und schnell ausgeführte Reparatur ist durchaus etwas positives. Wird allerdings auch da geschlampt (auch das berücksichtigt die Umfrage), ist es doppelt fatal. Welches Gewicht Unternehmen solchen Umfragen beimessen, ist natürlich spekulativ, doch sollte die c't nicht der schlechteste Ort sein, um seiner Erfahrung Gehör zu verschaffen. Da geht's lang.

Kommentare

Kaputtrepariert

Von: tommy | Datum: 14.10.2004 | #1
Meine Erfahrungen mit Apple sind eine echte Katastrophe. Erstes PowerBook wurde dort drei mal kaputt repariert, der eigentliche Schaden nie behoben. Kaufrücktritt lies sich nur per Anwalt machen.
Zweites PowerBook nach Versicherungsschaden (nur Gehäuseschäden) eingeschickt, mehrfach kaputt repariert bis zum Totalausfall, nach einem halben Jahr und zähen Verhandlungen Austauschgerät bekommen.

Bin ich jetzt der Depp, der da immer Ärger hat oder nur ein tragischer Einzelfall? Ich will nicht hoffen, dass das bei Apple so Standard ist...

es war doch ganz anders

Von: Tobias | Datum: 14.10.2004 | #2
Wir haben jetzt seit 13 Jahren (toitoitoi) Macs im Hause, nicht nur einen, sondern auch im Büro. Bislang wurden schon recht nennenswerte Summen für Macs ausgegeben.

Es gibt nicht weniger Ausfälle als bei anderen (guten) Produkten, doch der Service war bislang immer 1A. Und das nicht weil wir ein guter Kunde sind/waren.

Cube hatte Risse, 2 Tage später kam ein neues Gehäuse ins Haus. 4 Monate später nocheinmal, wieder neues Gehäuse im Handumdrehen.

iBook hatte defektes Airport Kabel, Freitag Abend angerufen, Montag wurde es abgeholt und kam schon Mittwoch wieder zurück (aus Holland!)

Eine Reparatur ging bislang immer sehr schnell von statten. Sicher, die Fehler sollten nicht vorkommen, es passiert aber mal nun leider.
Und dann zählt ein guter Service.

Die Erreichbarkeit des Supports ist gut, die Mitarbeiter gut am Telefon und Hilfe kommt fast immer.

Einmal hat es mich geärgert das ich als "guter Kunde" eins von den chronisch defekten 17" LCD´s hatte und mir Apple kurz nach Ablauf der Garantie in keinster Weise entgegen kam.

Von schlechten Beispielen habe ich auch schon gehört, dies lag aber oft am Händler der die Rep. verschlampte/verzögerte/inkompetent war.


Man blicke nur einmal in PC Kistenschieberläden. Da habe ich mir auch schon die Finger verbrannt. Dort wird man betrogen und ausgeraubt, Garantieleistungen prinzipiell verweigert.

Apple hat keine 100%, es gibt aber nur ganz wenige Firmen die ähnlich gut sind, die meisten liegen bei unter 20%

Anwälte habe ich bislang nur bei PC Händlern und der Telekom benötigt.

Subjektiv finde ich aber das die Qualität bei Apple in Punkto Haltbarkeit doch nachgelassen hat.

Gegenbeispiel

Von: DrWatson | Datum: 14.10.2004 | #3
Negativ ist zwar, dass mein PowerBook reichlich hinüber war nach rund 2 Jahren (nicht ganz), aber jenseits der Garantie hat es mich "nur" 550 Euro gekostet, Display und die Hauptplatine repariert zu bekommen (eine Art Reparaturpauschale). Einzelpreis nur für's Display wäre schon knapp 1000 Euro gewesen. Klar, war ne Menge Kohle, aber ein Neukauf wäre noch teurer geworden. Reparatur lief gut ab, PB zum Händler geschickt, drei Wochen später war's wieder da -- wie neu (abgesehen von den Lackschäden am Gehäuse).

Tja, in dem Fall hätte sich AppleCare mal gelohnt. Aber hätt ich das abgeschlossen, wär wahrscheinlich das Book nicht kaputt gegangen ;) Davon abgesehen finde ich AppleCare zu teuer. Apple täte gut daran, das eine Jahr Garantie einmal auszuweiten, finde ich.

Ähm...

Von: DrWatson | Datum: 14.10.2004 | #4
Die erwähnten Lackschäden waren natürlich schon vorher vorhanden ;)

@tommy

Von: ppaulus | Datum: 14.10.2004 | #5
Kann Dich beruhigen, geht mir genauso. Innerhalb von 3 1/2 Jahren habe ich 9 Powerbooks durch. Aktuell innerhalb von einem Monat das dritte Alu Powerbook. Vom nicht funktionierenden Trackpad, Lackschäden, kaputtem Airport über CD fressende Slot-in-Laufwerke und defekten Hauptplatinen bis hin zu mehrfachen Totalversagen verschiedener HDs war alles dabei.
Über Pixelfehler habe ich mich erst gar nicht mokiert. Alles passierte immer innerhalb von 6 Monaten nach Kauf oder Austausch, was die Sache aber auch nicht erleichterte. Trotz Apple Care landeten die Teile nach jedem Reparaturversuch mindestens zweimal wieder bei Apple bis dann nur noch der Austausch übrig blieb. Teilweise dauerte die Reparatur 2 Monate, weil ein 1 Cent-Teil nicht besorgt werden konnte. Alle anderen Mac User in meinem Bekanntenkreis, kaufen die Dinger, schalten ein und sind glücklich.
Wenn ich nicht aus Überzeugung am Mac hängen würde, hätte ich vor lauter Wut den nächsten Aldi Prospekt zur Hand genommen und so einen Gerricom Schrott gekauft. Die halten auch nicht länger, der Ärger ist größer, aber dafür sind sie billiger.

Die letzte Zuflucht für mich ist der religiöse Ansatz: Ich glaube einfach mein Karma ist an allem Schuld...und mein Händler freut sich über einen Dauerkunden.

Das ist doch jetzt nicht Dein Ernst?

Von: johngo | Datum: 15.10.2004 | #6
Wieso wechselst Du nicht die Marke?

Ein Tip:
Neben Gericom soll es auch noch andere
Anbieter geben! ;)

Gruss

Qualität der Reparatur

Von: Patrick | Datum: 16.10.2004 | #7
Wenn ich mir die Kommentare so durchlese, kommt mir ein Verdacht: es gibt verschieden Stufen von Reparaturen: 1.) der Händler ist auch AASP und darf Portable reparieren: 1a) er hat was auf dem Kasten und repariert das richtige, oder b) er doktort nur rum und kriegt es nicht richtig gebacken, 2.) es ist ein AASP, der feststellt, daß die Reparatur für ihn selbst zu aufwändig ist und schickt das Teil deshalb zu Apple oder 3.) er ist kein AASP und muß das Ding über den Disti zu Apple schicken.
Ich behaupte mal, daß der 1a)-Fall der Beste ist, wobei der Apple-Service in den letzen 2 Jahren um Welten besser geworden ist. Vor allem bekommt man bei einer bei Apple durchgeführten Reparatur eine Garantie auf das komplette Gerät von weiteren 6 Monaten bzw. 180 Tage, das kann kein AASP bieten. Wobei sich gerade bei Portablen ein AppleCare _immer_ lohnt, ein Reparaturfall und man zahlt das x-fache drauf...

Will sagen: es gibt unterschiedliche Qualitäten bei der Reparatur, ohne die Einzelheiten zu kennen, kann man nicht auf die Qualität der Firma Apple abheben...

Apple Service

Von: tommy | Datum: 16.10.2004 | #8
Zu meinen Fällen: es wurde _immer_ zu Apple eingeschickt. Im ersten Fall, weil es nicht nur ein defekt war und man mir riet, das direkt abzuwickeln, weil es schneller gehen würde (Teileversorgung).
Im zweiten Fall habe ich es direkt beim Händler abgegeben, weil im ersten Fall (Kaufrücktritt) Apple auf stur schaltete und mich (nach langer Diskussion) an den Händler verwies. Das wollte ich nicht noch einmal haben -- Apple versagt und schieb dann den Kunden an den Händler ab. Toll.
Der aber musste es einschickten, weil wieder mehr als ein Teil defekt war. Und dann bekäme man "Minuspunkte" bei Apple, wenn man mehr als ein Bauteil bestellen würde... ohne Worte...

Trackpad spinnt

Von: Melle | Datum: 07.08.2005 | #9
Ich bin jetzt seit 7 jahren apple-user hatte eigendlich nie probleme und bin zu 100% von dem system ueberzeugt.Aber jetzt ist bei meinem 3 monate alten PB G4 ein problem aufgetreten...Und zwar springt der mauszeiger bei mir immer von einer zur anderen stelle...wie bei einer kabellosen maus wo die batterie schwach wird...wenn jemand weiß ob ich da einfach nur was an den einstellungen veraendern muss ,dann bitte ich ihn/sie mir dieses doch mitzuteilen...ich bin dankbar fuer jede antwort...

Apple = Sekte

Von: Philipp Martin | Datum: 16.03.2006 | #10
Ich habe im August ein Powerbook 12" gekauft, das innerhalb der ersten Woche ein defektes Display aufwies. Es wurde gegen ein Neugerät ausgetausch, welches wieder ein defektes Display hatte. Ich habe über die Apple Hotline erreicht (der Händler Comspot stellte sich stur), dass das Display ausgetauscht werden sollte. Nach einigen Tagen erreichte mich mein 12er mit einem NASSEN Display. Ich schrieb einen zweiseitigen Beschwerdebrief und erst nach Wochen kam ein kurzer Anruf. Danach wieder wochenlang nichts. Ich kämpfte mich durch die Warteschleifen der Hotlines und erreichte nur leere Versprechungen. Nachdem ich damit drohte meinen Anwalt einzuschalten wurde mir eine 17er im Tausch angeboten (schriftlich), welches nie ankam. Es kam nach Wochen ein 12er an (zwischendurch lauter Falschzustellungen) und es wurde mir gesagt, dass sie sich verschrieben hätten, abr mir nun ein 15er anbieten könnten (schriftlich), welches nie ankam. Die Entschuldigung: "Die 15er werden nicht mehr geliefert, ich dachte es wäre eine schöne Überraschung, wenn ein MacBook ankommt!", welches nie ankam. Das Ganze zieht sich seit 6 Monaten. Nächste Woche treffe ich mich mit meinem Anwalt.