ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 3277

Neues Mac Magazin?

metamac beschreitet neue Wege

Autor: flo - Datum: 18.10.2004

Wir haben hier bereits an früherer Stelle auf den Start von metamac hingewiesen, einer Macseite von und mit Ben Schwan, der unter anderem für die Netzeitung und macnews.de schreibt. Das ist gerade einmal gute drei Monate her, schon kommt (oder droht?) Neues: das metamac magazin. Noch ein Magazin? Ist nicht gerade macnews.newspaper gekentert?

Doch hinter metamac magazin steckt kein neues Print-Magazin: Es soll ein wöchentliches PDF-Magazin werden, ca. 30 Seiten stark -- kostenpflichtig, versteht sich. "metamac wird von Profis betrieben, deren Arbeitszeit normalerweise wertvoll ist. (Auch wenn wir es lieben, metamac zu machen.) Auf Dauer macht daher ein Betrieb, bei dem „nichts rumkommt“, wenig Sinn," so steht auf der Webseite unter anderem zu lesen. Das wird interessant, werden doch alle Verfechter des "Kostenlos-Internet" sofort Gewehr bei Fuß stehen. Doch ganz so einfach und eindimensional lässt sich dieses (meines Erachtens sehr interessante) Projekt sicher nicht abkanzeln. Metamac stellt eine "Nullnummer" auf Mailanfrage zur Verfügung und bittet um Feedback. Jeder ist also zum konstruktiven Mitstreiten eingeladen.

Kommentare

High End Magazin

Von: pm | Datum: 18.10.2004 | #1
Für ein richtiges High End Mac Magazin gäbe es schon einen Bedarf. Aber das Mittel der Lösungen sollten schon 1000 Euro kosten. Noch eine weitere Ausgabe von Macup, Macwelt sehe ich überhaupt nicht. Das aktuell beste Mac Magazin bleibt das amerikanische MacWorld.

..und wenn ich mich an MacProfessional erinnere....

Von: roser | Datum: 19.10.2004 | #2
...für mich das beste Macmagazin, daß es gab. Endlich wurde für einen alten Knochen wie mich eine Einführung in AppleScriptStudio gebracht, ohne daß ich mich durch irgendwelche englische Literatur wälzen muß. Und jetzt wäre es mal schön, Obj-C in Verbindung mit X-Code lernen zu können *träum*.
In meiner Firma setzen wir Macs ein -techn. Handel-, nein, kein Werbungsfritze, Multimediadingens oder ähnliches -nix gegen die Leute, aber die Maschinen können mehr-, dazu noch ein wenig Filemaker-Weiterführung, hach, das wäre schön.

Schönen Tag noch allen hier.

Na vergiß es ;-)

Von: thomm | Datum: 19.10.2004 | #3
Es wird weder etwas Sinnvolles ober Applescript noch über Xcode (Cocoa) kommen!!
Woher denn auch? Es gibt in Deutschland nur wenige, die neben ihrer Arbeitszeit als Programmierer auch noch schreiben ;-)

Es ist wieder die übliche Langeweile aus Phtoshop, Quark, Indesign..... und dann natürlich PDF-Workflow zu erwarten...

Wenn Du etwas über Xcode erfahren möchtest [Link] und von da wird auch auf ein wiki mit Tutorials verlinkt !

Gruß

Wir werden sehen

Von: Oliver | Datum: 19.10.2004 | #4
Ich finde es immer gut, wenn es (neue) Angebote gibt. Metamac ähnelt meiner Meinung in vielen Punkten den MacGuardians, und deren Konzept bewährt sich ja.

Was in dem Artikel nicht steht ist folgendes:

- Das neue wöchentliche PDF soll als Monats-Abo verkauft werden, vermutlich mit einer längeren Mitgliedschaft.
- Der Preis wird voraussichtlich bei knapp 8 Euro pro Monat liegen.
- Dafür gibt es jede Woche 30 Seiten.
- Diese 30 Seiten werden zur Hälfte gefüllt mit Inhalten, die während der vergangenen Woche bereits kostenlos auf Metamac standen, also eine Art "Wochenspiegel" mit Kurzmeldungen.
- Die andere Hälfte wird gefüllt mit einem "Wochenmagazin" (ähnlich dem jetzigen "Tagesmagazin" auf Metamac) und mit neuen Artikeln.
- Diese neuen Artikel werden zu einem guten Teil aus Texten bestehen, die bereits auf anderen Websites veröffentlicht wurden. Es sind meist englische Artikel, die von Metamac übersetzt werden. Es handelt sich also um eine Zweitverwertung von kostenlosem (aber fremdsprachigem) Web-Content.

Nach meinem Empfinden bietet das Magazin damit einige gute Inhalte und sehr viel Füllmaterial. Das gilt natürlich auch für die herkömmlichen Print-Magazine.

Das Metamac-Magazin ist aktueller als jedes Print-Magazin. Aber die Print-Magazine bringen sehr wenig Inhalte, die tatsächlich aktuell sein müssen. Die meisten Inhalte sind auch nach Wochen (oder Monaten) noch interessant. Dort, wo es brandaktuell sein muss, versorgen sich die Leser längst aus dem Internet, und die Nachrichten sind dann nach einem Tag "abgefrühstückt". Wo immer Metamac mit Aktualität glänzen will, wird es gegen die Websites verlieren. Das PDF-Magazin wird daher in den meisten Fällen keinen Vorteil haben von der wöchentlichen Erscheinungsweise.

Der Preis von knapp 8 Euro ist derzeit das mit Abstand teuerste Web-Angebot. Andere Pay-Websites wie Macwelt und Mac-TV bieten deutlich billiger an:

- Im Falle der Macwelt gibt es tägliche Inhalte (also aktueller, außerdem in der Menge mehr) und einen Dot-Mac-Ersatz als Zugabe. Preis: ab 2,90 Euro monatlich (beim Jahresabo), Heftabonnenten bekommen es noch billiger.

- Mac-TV bietet Mac-TV. Es ist eben ein Unterschied, ob man (wie im Metamac-Magazin) ein paar Fotos vom iMac zeigt, die von Usern eingeschickt wurden, oder ob man mehrere längere Filme mit allen Details sehen kann und außerdem noch die Live-Übertragung von der Keynote aus Paris miterlebt. Preis: ab 1,99 Euro.

So gesehen relativiert sich das Angebot und der Preis von metamac deutlich. Ich persönlich würde mir wünschen, dass es Web-Magazine gibt, die über das hinausgehen, was kostenlos möglich ist. Aber mir scheint, dass das Recyceln von älteren Newsmeldungen und englischen Artikeln nicht genug ist, um am Markt bestehen zu können. Ich glaube außerdem, dass die vorhandenen Pay-Angebote ihre Zeit gut genutzt haben. Damit zu konkurrieren, wird nicht einfach sein.

Trotzdem wünsche ich dem Projekt viel Erfolg.

metamac magazin

Von: Michael Preidel | Datum: 19.10.2004 | #5
Der Preis steht noch nicht fest, wird sich aber eher bei 6 Euro einpendeln als bei 8, die Inhalte der Website, an deren Umfang sich auch mit Erscheinen des metamac magazins nichts ändern wird, werden weiterhin kostenlos sein (metamac wird also keine Pay-Site werden), die zusätzlichen Inhalte des PDF-Magazins werden keine Zweitverwertung von kostenlosem Web-Content sein.

Und Samstag gibt es die Nullpunkteinsnummer.

Grüße
Michael Preidel

wozu eigentlich PDF?

Von: mahakk | Datum: 20.10.2004 | #6
so sehr ich michael wünsche, daß das ding ein erfolg wird, so sehr wundere ich mich über die form. warum PDF? welchen vorteil bietet mir das als nutzer gegenüber einer website für die ich zahlen muß?

ich kann nur -- unfairerweise -- vermuten, daß hier die funktion der form folgt, weil jemand unheimlich gerne mal ein magazin designen will und gleichzeitig nicht davon überzeugt ist, daß jemand geld für ein online-angebot zahlt... aber ich lasse mich natürlich gerne überraschen. :)

Die Vorteile

Von: Michael Preidel | Datum: 20.10.2004 | #7
Die Vorteile liegen doch auf der Hand: Die Nutzer, die nichts bezahlen wollen, können weiterhin auf das komplette metamac Angebot zugreifen. Die anderen bekommen sozusagen metamac offline-Ausgaben mit Zusatzartikeln, Tipps und Tutorials, die man ausgedruckt bzw. auf dem iBook-Screen in der U-Bahn, beim Mittagessen oder von mir aus auch auf dem Klo lesen kann.

Wir sind da von uns selbst ausgegangen: Für den reinen Zugang zu einer Website würden wir ungern etwas zahlen; für ein PDF, dass auf dem eigenen Rechner liegt, das man archivieren, sammeln, ausdrucken und jederzeit lesen kann, allerdings schon.

Wir sind selbst gespannt, was aus dieser Idee wird, aber dass sich fast alle Nullnummer-Tester die Mühe gemacht haben, unsere Fragen zu der ersten Ausgabe ausführlichst zu beantworten, stimmt uns optimistisch.

Samstag gibt es, wie erwähnt, die zweite Nullnummer – Mail an info(at)metamac.de genügt.