ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 3301

Premiumleistung zum Premiumpreis? (1)

Adobes Creative Suite Premium mal genauer auf die Finger geschaut

Autor: roland - Datum: 30.10.2004

Lohnt sich das überhaupt in diesen Zeiten von Geiz ist geil und Hauptsache billig? Statt sich auf die guten alten Adobe-Recken des DTP und der Bildbearbeitung zu beschränken, nun doch für teuer Geld updaten auf Adobes Creative Suite Premium? Nein, wir werden weder Äpfel mit Birnen vergleichen. Noch wollen wir jede einzelne Funktion herauskitzeln, die man bereits von den Vorgängerversionen kennt. Aber kitzeln wollen wir schon. Und schauen, ob es für den geneigten Anwender was Neues zu lachen gibt, wenn er schon 2.086,84 Euro inklusive Märchensteuer abdrückt für die Neuanschaffung. Oder 1.158,84 Euro für das Update (ein registriertes Photoshop 7 vorausgesetzt). So. Genug geplaudert… Die Adobe Creative Suite ist zwar eine ganze Weile auf dem Markt, aber es braucht schon etwas Zeit, um dieses umfangreiche Programmpaket eingehender zu begutachten, bzw. auf Eignung im tagesgeschäftlichen Einsatz zu testen. Nach den ersten paar Wochen mit dem Adobe-Monster soll dies nun im Rahmen unserer ja schon bekannten grünen Anwendertests endlich geschehen. Da es sich bei dem Paket um mehrere Apps für unterschiedlichste Bereiche handelt, werde ich den Focus erst einmal auf diejenigen beschränken, die ich im Rahmen meines Broterwerbs am häufigsten einsetze. Dieser erste Teil meiner dreiteiligen Besprechung konzentriert sich deshalb ganz logisch auf...

Erste Pflicht aus Illustratorensicht: Illustrator CS

Da wäre also zunächst einmal Illustrator, das eigentlich gar nicht so viele Innovationen verpasst bekommen hat. Jedenfalls springen sie einem nicht sofort ins Auge. Was natürlich eher daran liegt, dass die Benutzeroberfläche weitestgehend beibehalten wurde und man sich sofort heimisch fühlt.
Am auffälligsten und interessantesten an den neuen Features sind vor allem die 3-D Effekte (Extrudieren Kreiseln, Drehen). Diese können nämlich weit mehr als die 3D-Werkzeuge, die man beispielsweise bereits aus dem nach meiner Beobachtung immer weiter zurückfallenden Konkurrenten Freehand MX kennt.
Beim Kreiseln besteht die Option für Werte von 1°-360°, die Funktion ist also bestens geeignet, um ganz fix mal Tortendiagrammen eine 3D-Anmutung zu verpassen. Sehr hilfreich, wenn man eine PowerPoint-Abneigung hat oder (unverantwortlicherweise!) kein Keynote zur Hand.
Besonders elegant gelöst ist dabei die Möglichkeit, bereits erstellte Artworks/Texturen etc. auf jedes beliebige 3D-Objekt als Oberflächengestaltung anzuwenden. Das Motiv muss dazu lediglich in einem Dateiformat vorliegen, das von Illustrator unterstützt wird. Das geht unglaublich einfach und nahezu selbsterklärend über ein Dialogfeld.




Rechnerschwitzen und ein Programm-Absturz

So schön diese neuen Effekte sind, der Rechner muss sich dabei ziemlich anstrengen, denn solche Operationen sind recht speicherintensiv, wobei ich hier schon den ersten Minuspunkt zu vergeben habe:
Hat man ein Artwork bereits auf ein 3D-Objekt angewendet und ändert nun nachträglich den Umdrehungswert, führt dies unweigerlich zum Absturz der Applikation! Selbiges gilt leider auch für das nachträgliche Ändern der Werte für Kontur und Farbe eines 3D-Objekts, das nicht mit 360° rotiert/gedreht wurde.
Aber das werden die Adobe’s sicher auch noch geregelt kriegen. Vielleicht ist das im zwischenzeitlich erfolgten Update bereits behoben…?
Jedenfalls kann man zu Präsentationszwecken, im Packungsdesign z.B., ganz fix mal einen schicken Dummy bauen ohne gleich ein aufwändiges 3D-Programm erwerben und beherrschen zu müssen. Dafür reicht dieses neue Feature allemal.

Nützliche Optimierungen im Bereich Typografie

Auch wenn ich persönlich schon mit den typografischen Fähigkeiten der Vorgängerversion recht zufrieden war, so wurde daran noch erheblich gefeilt.
Besonders im Bereich der Kompatibilität (bzw. des Dateien-Austauschs) mit Photoshop!
Zu den die Typo betreffenden Paletten hat sich nun eine weitere hinzugesellt: Open Type.
Wurde ein Text in Illustrator CS z. B. mit Ligaturen (und bedingten Ligaturen) gesetzt, siehe Beispiel, so wird er aus der Zwischenablage in Photoshop nun genauso eingesetzt – alle vorher definierten Charakteristika werden also beibehalten.
Das Allerbeste daran ist die Tatsache, dass man die in Illustrator CS erzeugten Dokumente als PhotoshopCS-Dateien exportieren und in Photoshop CS problemlos einsetzen kann, wobei sie voll editierbar bleiben und ihr Erscheinungsbild beibehalten.
Werden sie dann dort geöffnet, behalten sie sämtliche, auch Open Type Charakeristika bei und befinden sich zudem auf einer eigenen Ebene, da die Transparenz ebenfalls beibehalten wurde. Eine feine Sache.



Selbstverständlich gibt es im Bereich Typografie noch wesentlich mehr Features, die ich hier nicht extra erwähnen werden, da sie eher auf Layout-Programme zugeschnitten sind. Was hier wiederum sinnvoll ist, da sie sowohl in Illustrator zuhause sind als auch in InDesign, in dem alles problemlos zusammengefahren und druckvorstufengerecht weiterverarbeitet werden kann. Als Beispiel seien hier nur ein paar Optionen für Pfad-Texte genannt, wie sie auch in InDesign anzutreffen sind:
Regenbogen, Verzerren, 3D-Band etc. (Treppenstufen, Schwerkraft)




Aber hui! Performance- und Workflow-Beschleunigung

Auch hier gibt es jede Menge kleiner Nettigkeiten, mit denen Illustrator CS aufwarten kann. Es würde aber zu sehr ins Detail gehen, hier auf jedes einzelne Feature einzugehen. Wofür gibt’s schließlich Fachbücher? Als Beispiel sei aber kurz erwähnt:

> Sichern und Scrollen bei komplexen Dateien ist spürbar beschleunigt worden.

> Pfadtextrahmen, umfließender Text etc. lässt sich unter Beibehaltung von Transparenz (mit Alphakanälen) unproblematisch in PS CS übertragen.

> Ein neuer Effekt, Scribble genannt, mit dem sich per Mausklick ein Objekt aus Füllung und Strich in eine handillustrierte Grafik verwandeln läßt.

Eine umfangreiche Bibliothek von vorgefertigten Musterdokumenten für alle möglichen Einsatzbereiche wie Korrespondenzausstattung, Broschüren, WebPages (Internet-Präsenz) etc., sogenannte Templates also für die, die auf so etwas angewiesen sind.. Nun ja, es ist halt Geschmacksache, manch einer rümpft da sicher die Nase. Ich denke aber, dass bei sehr eingeschränktem Budget solche Vorlagen schon angenehm zeitsparend sein können.

Ja, aber... Was weniger Spaß gemacht hat

In Illustrator 10 erstellte Typo lässt sich später nicht einwandfrei in Illustrator CS kopieren. Der Vorgang dauert entweder Aeonen oder es funktioniert erst gar nicht. Ähnliche Probleme tauchen auch dann auf, will man eine ehemals in Illustrator 10 erstellte Datei in Illustrator CS öffnen und anschließend darin Änderungen vornehmen. Speziell wenn es dabei um Typografie geht, hängt die Applikation sich dann gerne mal auf. Und was ich dabei als besonders störend empfand, war der Effekt, dass die App sich in einem solchen Fall weder über ShortCut noch über das Pulldown-Menü beenden lässt! Forced Quit scheint leider die einzige Lösung zu sein, um das Problem zu beheben.

Die Einstelloptionen für unterschiedliche Auflösungsqualitäten und Papierarten beim Druck scheinen zumindest für meinen Canon i950 nicht mehr unterstützt zu werden. War es unter Illustrator 10 noch möglich, beim Druck eines CD-Labels auf glänzendem Papier mit rückseitiger Klebeschicht, genau diese Druckoption einzustellen, so fehlen in Illustrator CS sämtliche Optionen, die Papiersorten betreffen. Was soll das? Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass Adobe sich da mit Apple (und Canon) nicht abgesprochen hat.

Fazit 1 also: Adobe Illustrator CS ist und bleibt der Goldstandard

Auch wenn noch etwas Detailarbeit notwendig ist. Siehe die kleinen Macken, die mir bei der Tagesarbeit aufgefallen sind. Möglicherweise hat aber Adobe zwischenzeitlich bereits im Rahmen eines Updates für Abhilfe gesorgt. Ich will’s mal hoffen. Und kümmere mich im zweiten Teil dieses Erfahrungsberichts dann um den zweiten Platzhirsch aus dem Adobe-Premiumstall: Photoshop CS. Stay tuned! Und wenn vorher Fragen auftauchen. Einfach mailen. Hier bei MacGuardians. Oder über meine eigene Homepage [Ende Teil 1]

Kommentare

Upgradefrage

Von: ionas | Datum: 30.10.2004 | #1
kann man von Adobe Photoshop 6 auf Adobe Studio Standard upgraden? Das Upgrade würde in Englisch nur 650 Eur kosten. Das sind die 3 Programme dann sogar wert.

BTW...

Von: ionas | Datum: 30.10.2004 | #2
Was sagst du eigentlich zu Corel Painter 8?

Link

Von: marvin | Datum: 30.10.2004 | #3
Hier nochmal der vollständige Link

PS: sorry für meine deutlichen Worte; aber wenn man seit Jahren darauf wartet, dass die Arbeitumgebung endlich mal performant wird, sich aber unter Strich nix tut, und man gleichzeitig sieht, dass es bei anderen Herstellern doch geht, wird mal halt (etwas) wütend.

Stimmt schon

Von: Roland Mueller | Datum: 30.10.2004 | #4
Hi Marvin,

Du hast natürlich schon irgendwo recht, was die ganz generelle Performance angeht. Wenn man die absolut sieht und nicht relativ zum Vorgänger, dann ist da wesentlich mehr zu erwarten als das Gebotene. Andererseits ist für Gila (sorry, dass ich antworte, aber meine geschätzte Gattinn ist gerade im Bas ;-) Illustrator CS zwar interessant, aber nicht das wichtigste Programm zum Broterwerb. Um damit auch gleich ionas' Frage zu beantworten: das ist Painter 8, im (nahezu perfekten!) Zusammenspiel mit Photoshop CS. Painter 8 hat Gila übrigens bereits ausführlich hier im grünen Reviewbereich und im Rahmen eines Zweiteilers besprochen:
hier und hier. Das bereits in USA angebotene Painter 9 folgt, sobald eine deutsch lokalisierte Version vorliegt...

w/kind regs (Roland)

PS: Wir stellen uns beide mittlerweile die Frage, was überhaupt nach der CS-Suite noch kommen kann. irgendwo scheinen die Möglichkeiten ausgelutscht. Aber ich will hier nicht vorgreifen... :-)

Wühlkiste

Von: donfritzl | Datum: 30.10.2004 | #5
Mir kommt Illustrator in der jetzigen Version wie ne Wühlkiste alter Illustrator-Funktionen (meine letzte Version war Nr. 6) und was so an schnell reinprogrammierbaren Funktionen aus Photoshop und InDesign so rumlag.
Der Workflow ist zum Teil katastrophal - wie z.B. Farbe zugewiesen wird - ist zum Teil so wie in InDesign und dann auch wieder ganz anders sieht aber genauso aus ...
Natürlich hatt Adobe keinen Zwang da besser zu sein, denn Freehand leidet ja auch unter dem Eierlegendewollmilchsau-Problem. Es ist irrsinnig viel drin aber das meiste funktioniert nicht richtig gut.
Von nem intuitiven Workflow ganz zu schweigen
Einzeln hätt ichs mir nicht gekauft ...

Zu Painter 8 kann ich nur sagen Hände weg!
Die letzte gute Version war die Nummer 6, die 7 war noch so okay und die 8 hab ich zwar gekauft, aber nicht eingesetzt, weil zu langsam und fehlerhaft.
Ich hab mir jetzt die Version IX in englisch und die läuft super! Ich hab mir die englische Version gekauft, weil seinerzeit bei der Version 8 massive Bugs drin waren und das deutsche Bugfix fast ein halbes Jahr nach dem englischen kam (und das war schon nicht schnell da).
Für die Version IX gibt's ne englische Demoversion die 30 Tage ohne Limitation funktioniert.

Zum Photoshop gibt's übrigens ne lustige Reihe von Lernfilmchen bei lynda.com die umsonst sind - der rest kost' ja nich zu knapp.

[Link]

freehand vs illu

Von: Bertzo | Datum: 30.10.2004 | #6
freehand vs illustrator.... immer noch.

ich kann es auch nur bestätigen, dass beide Programme darunter leiden alles können zu müssen. Die Abstürze und Langsamkeitsanfälle von Illustrator sind nicht state-of-the-art, inakzeptabel.

Mit dem entrümpeln oder grundelegend neu konzipieren hat es adobe nicht so, die machens einfach immer mächtiger. Macromedia ebenso (wo sind bloss die altsys-leute?)...

Macromedia hat es JAHRELANG nicht hinbekommen eine halbwegs intelligente erkennungsfunktion für plazierte objekte einzubauen (man durfte schön jedes pic einzeln wiederfinden und anklicken, wenn freehand es suchte)
in mx geht das glaub ich... Nunja, hat ewig gedauert.
Das Bilder/Screen-Caching bei Freehand ist auch Jahre nicht optimiert worden. Es wurde immer ein Neuaufbau nötig, nunja, bei kleinen TIFFs etc, egal, aber bei mehreren größeren Objekten wurds extrem nervig.

Illustrator bietet nach wie vor besseres EPS-Handling finde ich...

Irgendwie braucht man doch beide Apps....

Das Grundübel scheint mir, beide Programme haben ihre feste Kundschaft, beide entwickeln sich so so la la weiter, der grosse Konkurrenzdruck ist irgendwie weg, da doch beide gekauft werden. Hmmm.. Alles IMHO.

Evtl. müsste mal ein wirklich frisches Konzept her, dass in Sachen Workflow den alten Recken mal den Kopf wäscht.

Nach wie vor im Einsatz: Freehand 5.0 :-)

No Netpaint in Painter...

Von: Bertzo | Datum: 30.10.2004 | #7
Leider: Painter hat kein Netpaint-Modus mehr, ich glaube seit 5.5, warum nur ? Ist eine echt geile Funktion!

Petition for Netpaint!

@donfritzl

Von: Gila Mueller | Datum: 30.10.2004 | #8
Das sehe ich eigentlich genauso, mit einer kleinen Einschränkung.
Version 6 war bisher die beste, die 7 war so grottenschlecht, dass ich sie nie eingesetzt habe, die 8 ist hervorragend, setzt aber einen schnellen G5 voraus.

lg Gila

Ich mag den Illustrator einfach nicht

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 30.10.2004 | #9
Ich weiß auch nicht, ich werde einfach nicht warm mit ihm. Liegt sicher auch daran, dass ich auf FreeHand "groß geworden bin", sprich FreeHand das Programm war, das ich als erstes auch während der Ausbildung vorgesetzt bekam. Allerdings hasse ich FreeHand mittlerweile auch, denn was da nach Version 8 kam war für meinen Geschmack jedes Mal ein herber Rückschlag hinsichtlich Stabilität und Performance, und in MX kann ich die Oberfläche nicht ab, wie generell in Macromedia-Produkten.

Zum Glück allerdings sind weder FreeHand noch Illustrator Programme, die ich sonderlich oft benutzen muss, umso ärgerlicher ist für mich dann aber, dass Illu auch in der aktuellsten Version immer noch anders funktioniert als eben der Rest der Adobe-Familie. Mit der Suite verspricht Adobe einen besseren Workflow. Von mir aus kann es sein, dass die nativen Formate untereinander besser übertragen werden können, doch für mich gehört da auch dazu, dass die grundlegende Bedienung, die Oberfläche sich ähnlich oder gleich verhält. Doch Adobe hat es tatsächlich geschafft, die Paletten in jedem einzelnen Programm (selbst zwischen PS und ImageReady!) unterschiedlich aussehen und funktionieren zu lassen. Da werde ich echt krank bei. In InDesign lassen sich Paletten zur Seite wegklappen, in anderen Apps nicht, mal gibt es das Dock oben (PS), mal nicht, mal klappen Menüs zusammen, wenn man in den Reiter doppelklickt, mal muss man auf die Titlebar klicken, mal minimiert eine Palette so, mal anders. Und wie schon donfritzl erwähnte verstehe ich bis heute nicht, wieso Adobe mindestens drei verschiedene Farbzuweisungswege implantiert (PS - Illu - InDesign). Nein, Adobe macht es einem Illu-Selten-Nutzer wie mir nicht unbedingt leicht, sich in den gelegentlichen Ausflügen in Illu zurechtzufinden.

Ich habe (nicht nur deshalb) auch nicht die Suite, sondern Einzelupdates. Illu habe ich ausgelassen (ich habe nur die Demo mal studiert). Wobei ich ja zugeben muss, dass die 3D-Funktionen sehr nützlich sind (für des Zeichnens unfähigen Menschen wie mich ;).

Ich weiß daher schon ganz genau, was nach der CS noch kommen kann: Endlich _wirklich_ aneinander angepasste Oberflächen.

@ionas

Von: Terrania | Datum: 30.10.2004 | #10
Du kannst vom PHOTOSHOP 5.5 ab upgraden. Allerdings musst Du dann mit Adobe telefonieren und eine NEUE Seriennummer telefonisch beantragen, da die 5.5er Nummern vom INSTALLER/Updater nicht erkannt werden. Klappt aber prima. Und das Upgrade ist sein Geld wert. Vor allem INDESIGN CS ist vieeel perfomanter geworden.

Freehand 7 rulez :-)

Von: StevesBaby | Datum: 30.10.2004 | #11
Illu, bäh!

Illustrator vs FeeHand

Von: Elroy | Datum: 30.10.2004 | #12
Für mich gabe es eigentlich nie eine Zeit, zu der mir eines von beiden gereicht hätte (seit FreeHand 2/Illustrator 88). Insofern rulete da keines von beiden.

Illustrator war immer dann gefragt, wenn es um komplexes und präzises Arbeiten mit Pfaden ging oder das verträglichere Postscript und FreeHand für den Rest. Für manchen Job habe ich zeitweise mehrmals hin- und hergewechselt, was anfangs ja nicht ohne Hilfsmittel ging.

Das hat sich für mich erst durch InDesign geändert, das den Platz von FreeHand an der Seite von Illustrator eingenommen hat. Aber eigentlich würden mir die Fähigkeiten von Illustrator 6 als Unterfunktion von InDesign CS - vielleicht sogar in einem Editor - am besten gefallen.

Was mich wieder zu einer alten Thema bringt: Open Doc. So, wie ich das Konzept seinerzeit verstanden habe, wäre das die wirkliche Innovation im Handling von Dokumenten gewesen. Dass es nie dazu gekommen ist war für mich immer ein Zeichen, dass ein innovatives Konzept nie besser ist, als der Markt es zulässt.

?Aber irgendwo?

Von: FritzBlitz | Datum: 30.10.2004 | #13
...muß es doch ein Preis-Leistungs verhältnis geben.
Wenn ich mir Software angucke wie Vectorworks, Cinema4D etc. mit solche einem gewaltigen Funktionsumfang...und dann Adobe und Macromedia Produkte ( oder gar Quark), versteh ich deren Preispolitik echt nicht mehr.

die Politik hab ich immer verstanden ...

Von: donfritzl | Datum: 30.10.2004 | #14
... einfach schauen wo die Schmerzgrenze ist - finanziell gesehen.
Im Gegensatz zu Cinema 4D hängt da ja am Ende oft eine Druckerei (evtl. noch ein Belichtungsstudio dazwischen), und das ist ein eigenes Kapitel in Punkto Fehlerquellen. Wenn da was schiefgeht kostet das oft nicht wenig und da wollen die Beteiligten einfach auf Nummer sicher gehen und kaufen sich eine überteuerte (Quark war ja schon immer der Hammer!) sogenannte Profisoftware. Das Ganze funktioniert dann nicht weil die Programme so gut wären, sondern weil's nur 2 Layout- und 2 Vectorprogramme gibt - da kennt man sehr schnell alle Fehler und kann darum herum arbeiten.
Adobe hat ja inzwischen auch erkannt, daß es keine Not hat ein vernünftiges Handbuch oder Hilfe zu liefern - die User kaufen sich schon Literatur dazu.
Microsoft hat's vorgemacht und mit MicrosoftPress nen eigenen Verlag der die fehlenden bzw. schlechten Handbücher gegen Gebühr ersetzt.

Update von Photoshop 3.0 ist möglich

Von: svenc | Datum: 30.10.2004 | #15
Das Update auf die CS Suite setzt eine Photoshop 3.0-Version voraus.
Für diese benötigt man dann eine neue Seriennummer, die es dann von Adobe gibt.

Ich finde das als Upgradepolitik sehr fair, auch wenn man vielleicht Upgrades von PS7 hätte etwas günstiger machen können, aber sei es drum, man erhält für den Preis ein Gesamtpaket, mit dem man als Grafiker/Layouter eigentlich komplett ausgestattet ist.
Alleine für den Quark auf dem gleichnamigen Hause zahle ich ja für jeden BugFix 1.000 Euro.

Ich persönlich verkaufe gar keine Vollversionen der CS-Suite, sondern ne 6er-Version (davon habe ich nämlich noch nen Karton hier stehen) mit dem Upgrade. Das spart einige hundert Euronen.

Wie schon beschrieben, hat Adobe es leider nicht geschafft, die Programme zu anzugleichen, dass die Benutzung einheitlich ist.
Selbst als Administrator ist es nervig, dass jedes Programm eine andere Form der Aktualisierung nutzt, bzw. diese gar nicht vorhanden ist (Photoshop springt nur auf die WebSeite. Hier wäre eine zentrale Application für alle CS-Suite-Programme doch sehr sinnvoll, ähnlich, wie es Norton ja schon seit vielen Jahren hat. Aber nein, in der CS-Suite muss ich jedes Programm einzeln updaten).

Desweiteren ärgert, dass der Bug aus Photoshop 7 (bei dem viele Kurzbefehle nicht mehr funktionieren (erst nach aus-/einloggen geht es wieder)) auch in der CS-Version noch nicht behoben wurde.
Desweiteren sollte Adobe mal die Manpower, die Sie für die Entwicklung der Startfenster mit 3D-Bild und Transparenzen genutzt haben, in die Code-Optimierung stecken. Das Photoshop auf nem G5 Dual 2Ghz mit 4GB RAM beim Start länger braucht, als ein Photoshop 3 auf nem 7500/100Mhz, ist schon peinlich.
Vielleicht sollte sich Adobe mal mit Apple unterhalten. Zumindest hat es Apple geschafft, die OS Vesionen seit 10.0 trotz erheblichem Funktionszuwachs durchweg immer schneller zu machen (auch wenn hier noch viel viel Raum für Optimierungen bleibt).
Auch der Distiller bzw. der Adobe PDF-Drucker ist ne lahme Krücke.
Kleines Beispiel:
Die Erzeugung eines PDFs aus einer 29 Seiten starken PowerPoint-Datei (800k; vorwiegend Text eine Handvoll Graphiken, Text teilweise mit Schatten) mit der Einstellung "geringste Dateigröße" und 300dpi erzeugt einen über 10MB großen PDF-File und das dauert mal eben so über 2min (ab Fertigstellung des Druckjobs durch PP).
Erzeuge ich das PDF mit dem Apple-eigenen Distiller bin ich nach 45 Sekunden fertig, solange braucht PP um den Druckjob zu schreiben.
Das Ganze auf nem Dual 1.8 G5 mit 2GB RAM
Und....das Apple-PDF ist auch noch kleiner (9.2MB gegen 10.3MB).

Man sollte eine Petition ins Leben rufen:
1 Jahr keine Funktionsergänzungen mehr programmieren, sondern nur mal den Code optimieren und wenn es handgeklöppelter Code ist..., Hauptsache, das Ding wird schneller.
Gerade im G5-Prozessor stecken noch enorme Potentiale, wie man schon in verschiedenen Tests sehen konnte, bei denen auf G5 optimierte Compiler genutzt wurden.
Das Ganze als FAT-Paket installiert (Code für G4 und G5 in einem Paket) und gut ist.

Gruss

svenc

ot: endlich mal wieder

Von: nico | Datum: 30.10.2004 | #16
[Link]

kalauer der woche

Von: nico | Datum: 30.10.2004 | #17
indesign! alles andere ist quark!

Achtung! Schriftdarstellungsbug in Illustrator CS

Von: Stevo7 | Datum: 30.10.2004 | #18
[Link]

Hier ist ein Bild zum Kerning und Fontsmoothing in Illustrator CS im Vergleich zu Apple "Vorschau". Katastrophal schlecht schneidet AI CS dabei ab.

Adobe US führt das auf das neue DDR Grey 256 Rendering der Typeengine zurück.

Schlechter geht's nicht, oder?

Genauso schlecht...

Von: HHII | Datum: 30.10.2004 | #19
... das Text-Werkzeug in Photoshop mit seiner "ich schiess bei nicht 100% vergösserung und geöffneter Info Palette die Text Eingabe ab"-Problematik.

Warum kennen den Fehler eigentlich die wenigsten, mich nervt der dauernd (und er wurde mir vom Apple-Support als Programmier-Fehler bestätig)t.

Wer´s testen will (PS 7 und CS): Neues Dokument, Zoom auf z.B. 50%, Info-Palette im Vordergrund und dann mal wild einen kurzen Text eingeben und dann editieren - ich liebe es...

Wie kann´s solche Fehler (noch dazu in zwei Versionen) geben?

Adobe-Support...

Von: HHII | Datum: 30.10.2004 | #20
...nicht Apple-Support.

Illustrator CS

Von: boskopp | Datum: 30.10.2004 | #21
Illustrator und auch ID CS sind Klickerprogramme… gewisse grundlegende Probleme lassen sich auf Freehand meiner Ansicht nach einfacher und direkter, intuitiver und damit schneller lösen. Was nützt mir da das Extrudieren? Erwähnte Funktionen erleichtern zwar das Präsentieren (die Augenwischerei am Kunden), aber nicht das Entwerfen (das entwickeln eines Konzeptes).
Freehand ist - obwohl inzwischen gegenüber Illustrator CS tatsächlich ein altes Programm - ein ideales Bastelprogramm … das Handling stimmt einfach.
PS: FH 8 war in meinen Augen das beste Programm, das jemals auf dem Mac lief: schnell, mit neuen Funktionen, extrem robust (kein Vergleich mit Illustrator). Seither geht's bergab. Mein FH 10 werde ich solange nicht erneuern, bis es sich wieder lohnt.

Destiller langsam????

Von: Terrania | Datum: 30.10.2004 | #22
Kann ich nicht bestätigen: Bei mir destilliert das Dingen eine 240 MB Postscriptdatei im Schnitt unter einer Minute (DUAL 1.8er). Und das Postscript aus Indesign dauert auch nicht länger. Liegt wohl eher dran, welches Programm das PS rausschreibt.

+Ähem....*

Von: FritzBlitz | Datum: 30.10.2004 | #23
Also ich finde, das in bezug auf " Workflow-Sickness" Macromedia auch nicht ohne sind. Neues Flash- neue Tastaturkürzel. Bei Freehand warens ja wohl die dauernd neuen icons, die die Leute in den <Wahn> trieben.
Vielleicht sollte man als user die Firmen mal ordentlich <zumailen>, so wies bei Apple auch gemacht wird.........

Adobe PDF Printer

Von: André | Datum: 30.10.2004 | #24
Ich glaube, er meint den Adobe PDF Printer. Der ist wirklich entsetzlich langsam. Den Distiller finde ich auch okay, setzt aber eine PS voraus, die auch erst erstellt werden will. Insgesamt geht das aber deutlich fixer als mit dem PDF Printer.

Upgrade

Von: Pmueller | Datum: 30.10.2004 | #25
Ja, man kan von JEDER Photoshop Vollversion (keine OEMs) upgrade auf die Suite. Also auch Photoshop 1.0 oder CS

@Pmueller, auch OEMs gehen

Von: svenc | Datum: 31.10.2004 | #26
doch auch OEM-VOLLversionen, z. B. Photoshop-Versionen, die bei Scanner beigelegt wurden (aber halt Vollversionen sind, also meist bei Scannern auf dem etwas teurerem Segment beigelegt wurden, oder teuren DigiCams) sind upgradeberechtigt. Nur halt Photoshop Elements und Konsorten nicht.
Diese OEM-Vollversionen dürfen sogar einzeln verkauft werden (ausser man hat nen direkten Vertrag mit Adobe, der das untersagt).
Photoshop 1.0? Ist mir nicht bekannt. Ich kenne von Adobe nur die Info: ab 3.0 aufwärts.

Gruss

svenc

Gimp

Von: ionas | Datum: 31.10.2004 | #27
Gimp ist keine "Zumutung" Gimp ist einfach "different", weder ist es an die "1-Menu" Logik von Apple Programmen angelehnt, noch ist die GUI unter OS X besonders schick.

Aber ne Menge Funktionen hat es und unter Linux ist es auch SCHÖN, worauf es aber eigentlich nicht ankommt.

Ich schrecke nur aus Gewohnheit vor Gimp zurück.

Nach CS

Von: ionas | Datum: 31.10.2004 | #28
"Ich weiß daher schon ganz genau, was nach der CS noch kommen kann: Endlich _wirklich_ aneinander angepasste Oberflächen."

Naja die Jungs könnten ja Photoshop, Illustrator und In-Design in eine Applikation mit verschiedenen Modes integrieren. Eben modularen Modes (und dann auch häppchenweise verkaufbar machen).

Sicher wäre das Aufwand, sicher wäre da eine Menge "Denkarbeit" dabei, aber machbar wäre es. Und solange es Modular ist sollte es auch keine all zu großen Probleme geben (zur Not startet man nur ein Modul, wenn andere "buggy" sind)

Shortcuts - Tastaturbefehle

Von: Boris | Datum: 31.10.2004 | #29
Schade, daß hier bis jetzt niemand es erwähnenswert findet, das die Tastaturbefehle in Illu CS (und vorher auch) überhaupt nicht mit Photoshop/Indesign übereinstimmen. Also ich persönlich finde es total unintuitiv wenn ich statt des gewohnten Apfel-+ zum Zoomen Apfel-Shift-0 drücken muss.
Das ist neben der umständlichen Farbzuweisung eines der Hauptprobleme vom Illustrator.

textfehler in photoshop

Von: druid | Datum: 31.10.2004 | #30
@HHII

nervt mich genauso. gerade wenn man "mal eben" irgendetwas hochauflösendes einfach in photoshop machen will (wegen schatten, transparenz und gedöns) ist das (hier auf 'nem dual 2.5 gig, 2,5gig RAM) absolut inakzeptabel, das man um ein ergebnis sehen zu können erst in ein anderes werkzeug wechseln muss. das ist kein texteditor-werkzeug sondern ein ganz schlimmer unfall.

@ Yemeth

Von: marvin | Datum: 31.10.2004 | #31
Bildbearbeitung? Guxtdu Photoline oder Photoshop Elements (da kommt bald die Version 3 raus). Das Programm ist eigenlich viel zu gut für den günstigen Preis.

Shortcuts

Von: marvin | Datum: 31.10.2004 | #32
Und wie mich das nervt. Da hast Du vollkommen recht! Leider sind die Probleme der Programme sooo vielfältig, dass, wenn man sie alle erwähnen wollte, hunderte ;-) Seiten Text damit füllen könnte. Und -- was noch viel schlimmer ist -- wir haben uns schon dermaßen an die Macken oder Umständlichkeiten gewöhnt, dass wir sie nicht mal mehr bemerken.

Am meisten ärgere ich mich aber über die Frechheit mit der Adobe bewirbt, wie identisch doch die Bedienung der Programme wäre. Abgesehen von der optischen Aufmachung ist da aber nix identisch. Nicht mal die Shortcuts, und das sollte ja nun das geringste Problem sein.

@marvin

Von: Yemeth | Datum: 31.10.2004 | #33
Hmmm, gibt es irgendwo eine Übersicht, was bei Photoshop Elements im vergleich zu Photoshop fehlt?

Das "Elements" hat mich bisher irgendwie davon abgehalten, mich näher damit zu beschäftigen. Derzeit arbeite ich mit PS 6.0 auf einer Dose... Elements wäre nur dann eine brauchbare Alternative, wenn es nicht an zu vielen essenziellen Features fehlt.

Und gibt es etwas brauchbares für (hauptsächlich pdf) Publikationen? Word ist zum Layouten nun gar nicht geeignet, und Quark und Co sind mir nicht nur zu teuer, sondern bieten mir auch zu viele Features aus dem Pro-Bereich, die ich nicht wirklich benötige.

multifunktional

Von: nico | Datum: 31.10.2004 | #34
"Word ist zum Layouten nun gar nicht geeignet, und Quark und Co sind mir nicht nur zu teuer"

schau dir mal ragtime an. ist echt toll, fuer privat sogar kostenlos.

@Yemeth

Von: peter | Datum: 31.10.2004 | #35
Bei PS Elements fehlt glaube ich nur der CYMK Farbmodus. Die Filter sind sogar besser erklärt, da sie eine art "Vorschaumodus" haben.

Shortcuts

Von: Dr. Waters | Datum: 31.10.2004 | #36
habe ich mir in Illu auch auf Apfel+ und - zum Zoomen gestellt. Kann man ja zum Glück auch alles anpassen. Und als Ex-Quark-User habe ich mir F7 auch wieder eingerichtet in Indesign und es auch in Illu so eingestellt.

Shortcuts @Dr.Waters

Von: Boris | Datum: 31.10.2004 | #37
... aber wer will schon immer alles anpassen. ich muss schliesslich damit mein Geld verdienen!

Bo.

@ nico, peter, marvin... DANKE FÜR DIE INFOS n/t

Von: Yemeth | Datum: 31.10.2004 | #38
...
...
...
wie gesagt
...
...
...
n/t