ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 3310

eBay-Kauf rückabwickeln!

Vielleicht "säubert" das die Auktionsportale?

Autor: bh - Datum: 04.11.2004

Erstens weil Zahnschmerzen heute Nacht für die nötige Wachsamkeit sorgen und zweitens weil die Neuigkeit wohl jedem eBay-Nutzer die Freudentränen in die Augen treibt: der deutsche Bundesgerichtshof hat in einer gestern verkündeten Entscheidung das Widerrufsrecht des Verbrauchers auch bei Internet-Auktionen anerkannt, sofern es sich beim Anbieter um den Betreiber eines Gewerbes handelt. Es gilt somit wie eben "offline" auch die Frist des § 312 d BGB von 2 Wochen zur Rückabwicklung des Vertrages. KEIN derartiges Recht gibt es bei einem Verkauf von Privat an Privat, betroffen ist nur der Handel, bei dem ein gewerblicher Anbieter beteiligt ist.
Wer bei eBay etwas sucht, wird in vielen Kategorien bereits von nervigen kommerziellen Anbietern zugemüllt. Probieren Sie mal, wieviele USB-memory-sticks Sie auf den ersten Suchseiten finden werden, die wirklich von Privatpersonen stammen. Warum? Weil das sehr bequem ist, bei eBay kann man zum Fixpreis verkaufen, man stellt die Ware en gros rein und macht mit langatmigen Disclaimern dann den Kunden klar, dass sie online keine Rechte haben. Stimmt aber nicht - there is no "rechtsfreier Raum", um es in Abwandlung eines Zitates von Milton Friedman zu sagen.
Es darf in einem Rechtsstaat, der seine Regeln den neuen Technologien anpasst, keine Schlupflöcher geben - der Konsument hat heute wieder eine Stärkung erfahren, die sehr erfreulich ist. Hier geht es zur Meldung auf Heise, hier in den entsprechenden Beitrag der ORF FutureZone.

Kommentare

Gute Besserung!

Von: dermattin | Datum: 04.11.2004 | #1
Und ähm: Cool! :)

voellig korrekt

Von: nico | Datum: 04.11.2004 | #2
war ja eh klar, nun auch schwarz auf weiss. mit auktion im eigentlichem (rechtlichen) sinne hat es ohnehin nix zu tun, fehlen ja staatlich vereidigte auktionatoren. also normale internetgeschaefte nach fernabsatzgesetz.

Kennzeichnungspflicht

Von: thomas b. | Datum: 04.11.2004 | #3
ebay sollte alle seine Mitglieder offiziell befragen, ob sie privat oder gewerblich handeln und dann neben dem Anbieternamen eine Kennzeichnung für private oder gewerbliche Anbieter einführen.

Wer nicht innerhalb von 4 Wochen die Erklärung abgibt, wird bis auf weiteres vom handeln ausgeschlossen.

Es könnte auch nicht schaden, wenn generell der Wohnort des Anbietenden erscheinen würde, beim Artikelstandort stehen ja oft nebulöse Angaben.

Ich finde es übrigens völlig in Ordnung, dass auch Gewerbetreibende ebay benutzen - nur sollten diese nicht unter falscher Flagge segeln.

Ich finde das sehr ärgerlich!!

Von: Marcell | Datum: 04.11.2004 | #4
Seit Anfang des Jahres vertreibe ich gewerblich Artikel über ebay. Dieses Gerichtsurteil führt dazu, dass ich meine Firma wohl schließen kann! Vielen Dank! Wieder mal ein tolles Beispiel, wie der Staat gezielt und vorsätzlich Kleinunternehmer torpediert!

Verstehe ich nicht!

Von: Gast | Datum: 04.11.2004 | #5
Wieso mußt deswegen deinen Laden schließen?
Es sei denn, du verkaufst Dreck und versuchst Kunden zu leimen. Wer korrekte Ware verkauft, wird doch nur recht selten mit einer Rückgabe seitens des Kunden rechnen müssen.
Ausserdem entstehen doch dadurch keine großartigen Kosten für dich.

@ marcell

Von: johngo | Datum: 04.11.2004 | #6
Auch wenn Du mit den "besten" Absichten
eeinen gewerblichen Handel bei ebay
ohne die Einhaltung der gesetzlichen
Pflichten betrieben hast, so bist Du
derjenige, der quasi die anderen Klein-
unternehmer (ausserhalb ebays und
mit Einhaltung des Widerrufsrechts)
torpedierte.

Ein Gewerbe läuft nun einmal nicht
nach den persönlichen Vorlieben, sondern
nach streng anzuwendenden Regeln.

Ich wünsche Dir - auch mit den neuen
Regeln - weiterhin viel Erfolg in ebay.

Gruss

johngo

©Gast

Von: Marcell | Datum: 04.11.2004 | #7
Das Problem ist, dass meine Ware (es handelt sich dabei um selbst produzierte Video-CDs und -DVDs) nun einfach angesehen und kopiert werden kann und die Käufer dann die CDs einfach zurückschicken. Damit ist das wohl für mich erledigt!!!

@marcell

Von: Patrick | Datum: 04.11.2004 | #8
IMHO waren gewerbliche Angebote auch auf eBay schon immer dem Fernabsatzgesetz unterworfen, mit dem netten Effekt, daß durch den fehlenden Hinweis auf das Rückgaberecht sich selbiges auf unbestimmte Zeit verlängert. Wer auf eBay gewerblich verkauft und unter Umständen sogar in die Artikeltexte reinschreibt, daß es sich um einen Privatverkauf handelt, versucht sich vorsätzlich aus der Verantwortung zu stehlen und handelt von vornherein in betrügerischer Absicht. Seriöse Anbieter auf eBay hatten das Rückgaberecht vorher schon zugestanden.

Und warum solltest Du deswegen Deinen Laden wieder zu machen? Das Ammenmärchen von Leuten, die online massenhaft Sachen bestellen, um sie hinterher wieder zurückzugeben, ist eben ein solches. Ich kenne den Internethandel recht gut und die wenigsten Leute machen das. Klar passiert das immer wieder, nur liegt das meistens an falschen oder unvollständigen Artikelbeschreibungen. Prozentual bewegt sich der Anteil unter 1%, denke ich. Und wenn Du Artikel verkaufst, die <40Euro kosten, dann musst Du auch die Versandkosten der Rücksendung nicht übernehmen.

Ansonsten: IANAL...

@marcell

Von: Patrick | Datum: 04.11.2004 | #9
Ups, da hat sich gerade was überschnitten :)

Ich bin doch etwas überrascht, daß Du nicht weisst, daß solche Ware vom Fernabsatzgesetz besonder behandelt werden:

Aus dem BGB:
§ 312 d Widerrufs- und Rückgaberecht bei Fernabsatzverträgen
[...]
(4) Das Widerrufsrecht besteht, soweit nicht ein anderes bestimmt ist, nicht bei Fernabsatzverträgen
[...]
2. zur Lieferung von Audio- oder Videoaufzeichnungen [...]

Somit bist Du erst mal aussen vor. Allerdings scheinst Du Dich bei der Gründung Deines Unternehmens über die rechtlichen Belange nicht ausreichend informiert zu haben, daher sehe ich ganz andere Probleme als das Rückgaberecht auf Dich zukommen...

Und nochmal: IANAL

Aber ändern tut sich nichts!!!

Von: Stefan | Datum: 04.11.2004 | #10
Vernünftige Händler boten doch bislang schon dieses Rückgabe-Recht, alle ändern werden per Gesetz zwar gezwungen, das schnelle Kohle abgreifen bei zwielichten Gestalten wird aber bestehn bleiben - hier ändert sich nichts!

Warum geht ebay nicht her und verlangt z.B. eine Pos-Überprüfung/Registrierung um die Daten zu kontrollieren?

@Marcell: Mach doch ein Siegel an Deine CD's.
Dann ist doch die Rücknahme bei nur ungeöffneter Originalverpackung in Ordung, oder?

@ patrick

Von: nico | Datum: 04.11.2004 | #11
was ist "i anal" - ich hintenrein?

einseitige Regelung

Von: Melle | Datum: 04.11.2004 | #12
Ich finde diese Regelung komplett sch....! Jeder der ne Freundin hat weiß wie das mit Online Käufen läuft. 15 Teile bestellen, 14 wieder zurückschicken. Das ganze noch kostenfrei. Was mache ich nun als Einzelhändler, der Warenüberhänge(Bekleidung) aus dem Geschäft verkauft? Der Kunde ersteigert Ware weit unter dem Einkaufpreis. Welchen Service soll man da bieten, wenn jemand ein Teil für 10€ erwirbt, was eigentlich 40€ kostet? Dann stellt er fest, das er doch zu viel am Rechner sitzt und der Bauchumfang größer ist als beim letzten Shopping. Ware zurück, kostenfrei will der Kunde. Wenn er die Rücksendung bezahlen muß, sind schlechte Bewertungen vorprogrammiert.
Anderes Szenario: Das Teil gefällt, man will es haben. Also immer hoch den Bietagenten, kann kommen was will. Die Ware geht zum Kunden, der will sie garnicht, der Preis ist viel zu hoch. Das ist absoluter Käse! Hauptsächlich sind es Versteigerungen, d.h gekauft wie gesehen. Das ist bei jeder Auktion so.

Vernünftiger Verbraucherschutz

Von: Gast | Datum: 04.11.2004 | #13
Bei einer Auktion hat man normalerweise die Möglichkeit die Ware vorher zu prüfen, während man diese Option bei einer Online-Aktion nicht hat. Die Produktbeschreibungen sind teilweise irreführend und Fotos geben keine versteckten Mängel wieder.
Ich finde diese Regelung aus Verbrauchersicht schon vernünftig.

@ Melle

Von: Collapse | Datum: 04.11.2004 | #14
Naja, eben: Gekauft, wie gesehen. Aber sehen kann man da Ersteigerte eben erst, wenn es da ist. Im Gegensatz zu "normalen" Einkäufen im Geschäft.
Deswegen gibts ja auch das Fernabsatzgesetz..., oder?

@ melle

Von: Marcell | Datum: 04.11.2004 | #15
Genau die Situation mein ich. Die Bekleidungsbranche ist da auch davon betroffen. 5 Klamotten bestellt, jedes Teil 1x getragen und dann innerhalb von 14 Tagen zurückgesendet. Auf Kosten des Verkäufers, wohlgemerkt! Da bin ich nicht der Einzige, dem diese Regelung das Genick brechen wird!

@nico

Von: Patrick | Datum: 04.11.2004 | #16
Einmal googeln hätte die Lösung gebracht: IANAL ist eine Abkürzung für "I Am Not A Lawyer", sozusagen der Standarddisclaimer für Rechtslaien wie mich, die mit irgendwelchen Gesetzestexten um sich schmeissen...

@marcell

Von: Patrick | Datum: 04.11.2004 | #17
Du bist des Lesens nicht mächtig, oder? Videoproduktionen sind von dem Rückgaberecht ausgeschlossen, somit wird sich für Dich _nichts_ ändern!

Grundsätzlich sollte sich aber jeder, der eBay als einzigen Vertriebsweg für seine Produkte gewählt hat, Gedanken darüber machen, was passiert, wenn eBay die AGBs ändert und nur noch private Angebote zulässt

@Melle

Von: Patrick | Datum: 04.11.2004 | #18
Du bist ja nicht gezwungen, auf eBay zu versteigern. Wenn Du es aber nutzt, dann darfst Du Dich auch nicht über das System beschweren und wenn Ware unter EK rausgeht, dann ist das halt unternehmerisches Risiko. Wenn Dir der Aufwand und die Kosten zu hoch sind, dann lass es doch einfach.

Ich kenne das Dilemma und hab es schon zumal durchgekaut, aber letztenendes gilt: wer gewerblich online verkauft, muß das Fernabsatzgesetz mit einkalkulieren, das eine gibt's nicht ohne das andere.

@atosch

Von: Patrick | Datum: 04.11.2004 | #19
Full ACK!

@melle

Von: atosch | Datum: 04.11.2004 | #20
da man in bezug auf deine äußerungen davon ausgehen muss, dass du dich vor der unternehmengründung nicht über die rechtlichen rahmenbedingungen informiert hast, noch ein paar hinweise.

ich nehmen mal an dass du deine videos nicht der fsk zur prüfung vorgelegt hast. in diesem fall darfst du deine filme nur fsk-18 material vertreiben.

dies bedeutet dass du dich davon überzeugen musst dass dein besteller volljährig ist. ebenso muss der versand per einschreiben zur persönlichen übergabe erfolgen.

sollten deine eigenproduzierten werke pornographischer natur sein ist jeder versandhandel damit verboten.

so und jetzt kannst du weiter auf die bösen gesetze in deutschland schimpfen.

falscher ansprechpartner

Von: atosch | Datum: 04.11.2004 | #21
mein voriger beitrag war natürlich an marcell gerichtet nicht an melle.

sorry.

Gleiches Recht für alle

Von: Geier | Datum: 04.11.2004 | #22
Es wurde höchste Zeit, dass der gewerbliche Handel in ebay genau den selben gesetzlichen Bestimmungen unterliegt wie der übrige gewerbliche Handel.

ohje

Von: Borbarad | Datum: 04.11.2004 | #23
...dann haben jetzt die Spaßbieter bei Ebay einen Freibrief bekommen.....

Die Idee dahinter ist gut, nur bei ebay nicht wirklich gerecht umsetzbar.

B

Ich finde das neue Gesetz auch gut...

Von: gast2 | Datum: 04.11.2004 | #24
... denn somitt sind die Verbraucher auch besser geschützt.

Dennoch fände ich ein zusätzliches Feld in dem Profil ob gewerblich oder privat recht sinnvoll, wenn dieses auch in den Auktionen angezeigt wird.


@atosch

Aus der e-bay AGB:
§2 Anmeldung
2.
Die Anmeldung ist nur juristischen Personen und unbeschränkt geschäftsfähigen natürlichen Personen erlaubt. [b]Insbesondere Minderjährigen ist eine Anmeldung untersagt.[/b]

Von daher kann er davon ausgehen, dass alle seine Käufer 18 Jahre oder älter sind. Von daher braucht er sich auch keine Gedanken machen, ob der Käufer minderjährig alt ist oder nicht. Deswegen sollte es damitt keine Probleme geben. Denn wenn ein Kind etwas ersteigert ist es nicht nachvollziehbar für den Verkäufer, dass der Käufer minderjährig ist. Denn sonnst ist der Minderjährige keine natürliche Person, wenn er falsche Jahrgangsdaten angegeben hat. Sprich: ebay ist etwas für Erwachsene und nicht für Kinder.

Sinn des Ebay Tätigkeit

Von: Melle | Datum: 04.11.2004 | #25
Jeder hat andere Gründe bei Ebay zu verkaufen. Meine liegen in der schlechten Wirtschaftslage. Der Umsatz im Geschäft ist rückläufig, ich bleibe auf Teile der Ware sitzen. Da ich das gebundene Geld wieder "flüssig" machen will, verkaufe ich diese Ware bei Ebay. Troztdem ich nur mit Neuware verkaufe, nehme ich es in Kauf, das die Ware sehr selten zum VK, eher zum EK und weniger weg geht. Geld verdienen ist da garnicht drin. Allein der Aufwand mit Fotos und Beschreibung sowie Anfragen ist ernorm. Viel Arbeit wenig Geld. Der Kunde bekommt echte Schnäppchen. Nun soll ich es auch akzeptieren, das der Käufer, egal welchen Preis er zahlt, vom Kauf zurücktreten kann. Der Wasserkopf an Aufwand mit der Rückabwicklung und Gebührenkram mit Ebay, macht diese Verkaufsschiene unkalkulierbar.

@atosch

Von: Melle | Datum: 04.11.2004 | #26
Da hast du ja schön den Acker der Weisheiten gefplügt und das was nicht unter die Erde wollte aufgeladen. AYSOS

Es darf in einem Rechtsstaat, der seine Regeln den neuen Technologien anpasst, keine Schlupflöcher geben

Von: rumbarumbatätärräää | Datum: 04.11.2004 | #27
"Es darf in einem Rechtsstaat, der seine Regeln den neuen Technologien anpasst, keine Schlupflöcher geben"

oh ja, natürlich. Nur ausgerechnet dafür ist das Urteil nicht geeignet. Denn es besagt nichts darüber, wer als Betreiber eines Gewerbes anzusehen ist. Vermutlich werden in Zukunft eine ganze Reihe von Händlern als Privatverkäufer auftreten.

@rumba etc.

Von: Bert | Datum: 04.11.2004 | #28
Irgendeinen Spielraum haben sich die Gerichte doch auch verdient, oder? Um eine in kurzer Zeit gefestigte Judikatur in diesem Punkt mache ich mir keine Sorgen. Herzliche Grüße,
Bert

hier wird etwas verwechselt...

Von: Mathias | Datum: 05.11.2004 | #29
der BGH hat sein Urteil aufgrund geltender Gesetze gefällt.
Hier entsteht bisweilen der Eindruck, der BGH hätte einfach festgelegt, daß die Rücknahmeverpflichtung ab jetzt so sein müsse. Falsch. Das Gesetz war vorher da, um es mal so zu formulieren.

Obwohl das gewerbliche Nutzen von eBay wahrscheinlich nicht der Idee gerecht wird, die ursprünglich hinter eBay stand, wird es sich nicht verhindern lassen - und sollte es auch nicht. Aber: gewerbliche und private Auktionen sollten grundsätzlich voneinander getrennt werden, am besten durch verschiedene eBay-Portale.
Das wäre auf jedenfall verbraucherfreundlicher.

Mathias.

Gefährliches Spiel

Von: atosch | Datum: 05.11.2004 | #30
"Vermutlich werden in Zukunft eine ganze Reihe von Händlern als Privatverkäufer auftreten."

die sich auf ein gefährliches spiel einlassen. weist der "händler" nämlich nicht auf das rückgaberecht hin, beginnt die 14 tage frist nicht. der kunde kann dann auch noch nach einem jahr oder später sein rückgaberecht einklagen. sicher ist die beweisführung nicht einfach. wer aber regelmäßig neuware zum verkauf anbietet hat sicher schwierigkeiten als privater verkäufer durchzukommen.

Ich kann´s nicht mehr hören/lesen

Von: thomm | Datum: 05.11.2004 | #31
dieses ewige Gejammer der "Unternehmer" ach ich Ärmster, wenn ich pleite gehe auweia, wie böse :-(!!!!

Wenn man Unternehmer wird, sollte man neben den höherem möglichen Einkommen auch das Risiko einplanen!!!!
Ich habe noch keinen Unternehmer/keine Firma gesehen, die jammert, wenn sie massig Profit macht, d.h. seine/ihre Angestellten ausbeutet bzw. viel verkauft.


Es interessiert keinen! Und wenn wir es mal kraß ausdrücken, dann kann man in Analogie zur Beschimpfung der knapp 7 Mio von Arbeitslosigkeit Betroffenen sagen: Ihr seid nur zu doof und zu faul, Ihr wollt doch nur auf anderer Kosten einen Reibach machen und die Leute nur über den Tisch ziehen, um dann per cleverer Steuertricks den Staat dann nochmal zu bescheißen!!!!


Wenn Ihr Pleite geht: Pech gehabt!!
Im Kapitalismus gilt eben der Stärkere frißt den Schwächeren!!!

@Melle - diese Verkaufsschiene unkalkulierbar

Von: Norbert | Datum: 05.11.2004 | #32
Nachdem jedem klar sein sollte, das unter 40 Euro der Kunde den Versand bezahlt und das Videos, etc. von diesen Regelungen ausgenommen sind, noch ein Wort zu deiner Vermutung, dass jetzt diese Verkaufsschiene unkalkulierbar ist.

Ist sie das denn wirklich? Diese regeln gelten ja für alle. Also müssen alle jetzt überlegen, ob sich ein Verkauf zu einem bestimmten Preis überhaupt lohnt. Es müssen die zusätzlichen Kosten mit hineingerechnet werden. Ergo, die Preise werden steigen. Das mußt du auch machen. Das heißt aber in der Konsequenz, dass jetzt wieder die nicht Online-Verkäufer wettbewerbsfähiger sind.

Es wird etwas viel gejammert, oder ist das nur mein Eindruck?

OT: Müssen wir alles demütig schlucken

Von: Gast | Datum: 05.11.2004 | #33
Kann der Mossad eigentlich machen was er will?
Niemand wagt etwas zu sagen, obwohl alle wissen was Sache ist.
Möllemann, Arafat...usw.
Wir sind kein freies Land, wir sind Sklaven der USA und Israels!!!

ebay als DL / warenwirtschaftssystem

Von: k_munich | Datum: 05.11.2004 | #34
ich denke, man sollte ebay aus zwei perspektiven betrachten:
als einfache plattform, wo ottonormalverbraucher seine sachen vom speicher weltweit verticken kann… für diese nutzer ändert sich nix.

und:
als kommerziellen webshop.

erstaunlicherweise lässt ebay beides gleich bezahlen (oder lieg ich da falsch??). wenn ich als mini unternehmen einen eigenen webladen betreiben will, brauchts weichware, n externen dienstleister serverpark, zahlungssysteme, etc.pp. datt kost' alles n haufen geld - ebay is da - gerade für starter - unschlagbar billich.

und damit sehr gut kalkulierbar!

ich finde, ebay hilft sehr vielen existenzgründern beim startup; im grunde ist DAS die iNet hysterie, von der wir alle vor jahrenden träumten…-
möchte aber nicht wissen, was DA an steuern "gespart" wird - schätze, dies ist der wirkliche grund, warum eine kennzeichnung schwierig durchzusetzen sein wird - auch wenn ich mich als verbraucher/kunde freuen würde.

das größere problem wird der moderierung der angebote bleiben, phantasieangbote zu schnäppchenpreisen aller art....- etc.pp.
my 5 €ct

@Gast

Von: amerigo | Datum: 05.11.2004 | #35
zu Gast: da kann ich grad was in diesem Forum heute gelerntes anwenden: AYSOS?

Vespucci: Wieso?

Von: Gast | Datum: 05.11.2004 | #36
Weil ich den Mut habe, die Wahrheit zu sagen?

@Marcell

Von: icke | Datum: 05.11.2004 | #37
machs doch wie viele Inet Verkaufshäuser:
Rückgabe von Ton- und Bildträgern nur bei Originalverpackung.
Diese OVP könnte dann eine Folie sein- ich weiß aber nicht wieviel so ein Folienverpackgerät kostet.
nur so als Tipp.

Zum Thema Fernabsatz

Von: icke | Datum: 05.11.2004 | #38
Man kann so schön dem Kunden Ware andienen, ohne auch nur einen Cent für Personal, Miete, Heizung der Verkaufsräume, Strom,... usw. zahlen zu müssen. Dann bleibt man einfach 10 % unter den Vk, der Ladengeschäfte und sahnt kräftig ab.
Oh, da gibt es das böse Fernabsatzgesetz, welches den Verbraucherdavor schützt, dass im Mist angedreht wird. u.a. auch der Mist, der nicht der Artikelbeschreibung des Kataloges/Internet- verkaufs entsprach. und nun muss ich als FErnabsätzer auch noch die etwaigen kosten für eine Rückabwicklung einkalkulieren-
Scheiß Bundesregierung.
;-)

@icke

Von: Patrick | Datum: 05.11.2004 | #39
Moment: wenn eine Ware nicht der Beschreibung entspricht, mit der Sie beworben wurde, greift nicht in erster Linie das Fernabsatzgesetz, sondern das Schuldrecht, da der Verkäufer dem Käufer die offerierte Ware schuldet. Das Fernabsatzgesetz wurde vor allem dafür geschaffen, um Spontankäufe, die man später bereut, rückgängig zu machen und weiterhin dem Umstand Rechnung zu tragen, daß man aus der Ferne eine Ware nicht genauer in Augenschein nehmen kann.

Fahrlässige oder vorsätzliche Falschdarstellung von Ware dürfte AFAIK auch im privaten Bereich unzulässig sein...

Aber wie ich schon oben mehrfach erwähnte...

Geschaeft vs. Ebay -- Rueckgaberecht

Von: Aeris | Datum: 07.11.2004 | #40
Ich muss ganz ehrlich sagen: ich kaufe zwar nicht soooo viele Klamotten bei ebay, sondern geh dazu dann doch lieber shoppen, aber wenn ich etwas kaufe, dann isses bislang noch nicht vorgekommen, dass ichs wieder zurueckgegeben hab. Das gleiche trifft auch auf meine Freundinnen zu, die ab und an mal bei ebay shoppen. Liegt wohl auch an dem Aufwand des Zurueckschickens. Und mal ganz ehrlich: ob man sich nun im Geschaeft 15 Teile kauft und 14 davon wieder zurueckbringt, einmal getragen natuerlich, oder ob das gleiche bei ebay passiert - neben den ebaykosten hat der Verkaeufer eh die Kosten zu tragen.
Und eigentlich sind ja die Geschaeftsbesitzer aermer dran, weil die muessen ja noch Raummiete fuer den Laden zahlen, im Gegensatz zu den ebayern. Ja, ich weiss, dass die ebaygebuehren nicht zu unterschaetzen sind, trotzdem.

Das Aufhebens ist darueber echt zu gross. Viel gewichtiger fand ich naemlich z.B. dass das BVerfG gesagt hat, dass es sich nicht an Urteile vom EGMR und EUGH zu halten braeuchte.