ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 3323

Windows per Zwangsverordnung des Finanzamts?

Die ELSTER lässt schön grüßen

Autor: flo - Datum: 12.11.2004

In den letzten Tagen hat so mancher wahrscheinlich Post vom lieben Finanzamt bekommen, ein Umstand, der für sich genommen schon stets für einen erhöhten Adrenalinspiegel sorgt. Aber nein, diesmal hat man nicht irgendwelche Fristen um eineinhalb Minuten überzogen oder gar einen Bleistift falsch abgerechnet. Nein, diesmal verwendet man vielleicht einfach den falschen Computer -- einen Mac.

Denn ab nächstem Jahr möchte das Finanzamt, hoch lebe der Fortschritt, USt- und/oder Lohnsteuer-Voranmeldungen gerne elektronisch übermittelt bekommen. So weit so gut, auch wenn ich darauf wette, dass die gesendeten Vorlagen ausgedruckt werden, damit die Postabteilung einen Eingangsstempel draufklatschen kann -- elektronische Übermittlung ist prima und erspart den Weg zum Finanzamt. Dumm nur, dass das zugrundeliegende System ELSTER einen Windows-Rechner voraussetzt. Aus den FAQ: Frage: Funktioniert ELSTER/ElsterFormular auch unter Linux bzw. Macintosh?
Antwort: ELSTER ist eine Schnittstelle, die auf Windows-DLLs basiert und daher nicht innerhalb einer reinen LINUX-Anwendung läuft. Für Macintosh gibt es derzeit keine Software, in welche die ELSTER-Schnittstelle integriert wurde.


Na prima! Wie die Schnittstelle funktioniert, ist mir als (Zwangs)Kunde erst mal sowas von egal, das kann sich das Finanzamt gar nicht ausmalen.

Die Finanzverwaltung arbeitet derzeit jedoch an einer Java-Online-Lösung, mit deren Hilfe Softwarehersteller dann ein Programm für das Betriebssystem Macintosh oder auch für Linux erstellen könnten. Ob eine entsprechende Version von ElsterFormular entwickelt wird, die auf diese Java-Online-Lösung aufsetzt ist noch offen.

Ist noch offen? Danke auch dafür. Außerdem lese ich da das böse Wort "online". Mit Verlaub, aber das Verfassen von Steuererklärungen im Internet abzuwickeln ist ein mindestens so dämlicher Einfall wie TollCollect mit der Maut-Umsetzung zu beauftragen. Nicht dass es sowas nicht schon gäbe -- der Steuerfuchs ist im Prinzip genau solch eine Dienstleistung, die derzeit eine USt-Voranmeldung allerdings noch nicht umfasst. Eine digitale Unterschrift kennt indes auch diese Online-Lösung nicht. Der Steuerfuchs sendet also letzten Endes auch noch ein PDF, das man ausdrucken, unterschreiben und zum Finanzamt schicken muss. Effizienz, wohin bist du nur entschwunden.

Immerhin ist eine "Vermeidung unbilliger Härten" vorgesehen, die dann nach einem gebilligten Antrag weiterhin die Abgabe einer gedruckten Vorlage erlaubt. Alsdenn, bin ich mit meiner Rechnerausstattung tatsächlich schon ein schützenswertes Individuum, welches vor der harschen Realität beschützt werden muss? Wieviel Prozent Behinderung darf ich demnächst auf dem Ausweis angeben? Müssen junge Menschen in Straßenbahnen mir den Platz anbieten, wenn ich mich gezwungenermaßen, abseits der modernen Welt der Datenübermittlung, mit konventionellen Steuerformularausdrucken bewaffnet Richtung Finanzamt begebe?

Kommentare

ach du meine güte,

Von: tante.may | Datum: 12.11.2004 | #1
...bleib ruhig... is doch klar, das man als erstes mal die breite masse abdecken möcht.

mfg

Bravo!

Von: Michael | Datum: 12.11.2004 | #2
Super geschrieben.

Hä?

Von: dermattin | Datum: 12.11.2004 | #3
"...bleib ruhig... is doch klar, das man als erstes mal die breite masse abdecken möcht."

Hä? Wird jetzt Inkompetenz schon als Standard gesehen?

Belege?

Von: TaxUp | Datum: 12.11.2004 | #4
Und was macht man mit den Belegen? Einscannen und auch hochladen?

reine Polemik

Von: fontelster | Datum: 12.11.2004 | #5
nicht mehr und nicht weniger

erst mal tief durchatmen

Von: Christoph | Datum: 12.11.2004 | #6
Also
1)
[https://www.elster.de/ssl/main-anw-anw-faq-01-lk-lin.htm] lesen.

2)
Ich bin fest davon überzeugt, dass die Macgemeinde hier durchaus was bewegen kann.

Hier in Austria...

Von: karl | Datum: 12.11.2004 | #7
...mache ich schon das 2. Jahr die Steuererklärung übers Internet, bisher ohne Probleme mit dem Mac ;-)

@Christoph

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 12.11.2004 | #8
Habe ich gelesen. Und diese Seite gibt es ja nicht erst seit gestern. Nur ergibt sich nichts zählbares, und aus den Vorhaben wird nichts. Ob sich das in den nächsten zwei Monaten ändert? Da helfen dann die guten Absichten nichts mehr.

Die Finanzämter sind schließlich kein Privatvergnügen, das es sich leisten kann, ein Angebot an Voraussetzungen zu knüpfen, die nun mal nicht jeder erfüllt respektive unverbindlich auf irgendwelche Entwickler hoffen kann, die sich der Minderheiten annehmen.

Und wie steht es mit meinem BeOS ...

Von: johngo | Datum: 12.11.2004 | #9
... und dem aktuellen ZETA??? ;)
Typisch Maccie ... der sich neuerdings
nur noch im Verbund mit Linux sieht.


Gruss

johngo

@johngo:

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 12.11.2004 | #10
Steht da oben "MACguardians" oder steht da "BeOSguardians" oder etwa sogar "ZETAguardians"?

Alsdenn...

Hehe, die MAC-(Adressen)-Wächter

Von: olf rüf | Datum: 12.11.2004 | #11
MAC ist die Abkürzung für:
* Media Access Control - ein Begriff aus dem Bereich der Netzwerkkommunikation

Die MAC-Adresse (Media Access Control, auch LAN-Adresse genannt) ist die Hardware-Adresse eines jeden Netzwerkgerätes (Netzwerkkarte, Switches), die zur eindeutigen Identifikation des Geräts im Netzwerk dient. Die MAC-Adresse wird beim Einschalten gesetzt und kann danach oft nicht mehr verändert werden.

Die MAC-Adresse wird der Sicherungsschicht, Schicht 2 des OSI-Modells, zugeordnet.

Im Falle von Ethernet-Netzen besteht die MAC-Adresse aus 48 Bit, nummeriert von 47 bis 0. Die Adressen werden in der Regel hexadezimal geschrieben, wie z. B. 08-00-20-ae-fd-7e (oder auch 080020aefd7e). Die MAC-Adresse, bei der alle 48 Bits auf eins gesetzt sind (ff-ff-ff-ff-ff-ff), wird als Broadcast-Adresse verwendet.

Die ersten 24 Bits (Bits 47 bis 24) beschreiben eine von der IEEE vergebene Herstellerkennung (auch genannt OUI - Organisation Unique Identifier). Die verbleibenden 24 Bit (Bits 23 bis 0) werden vom jeweiligen Hersteller für jede Schnittstelle individuell festgelegt.

Die Adressen der Schnittstellen jedes netzwerkfähigen Geräts sind weltweit eindeutig. Dies kann zur automatischen Konfiguration von Geräten eingesetzt werden und wird von Protokollen wie RARP, BOOTP und DHCP ausgenutzt. Einige hostbasierte Softwarelizenzen basieren auf der jeweiligen MAC-Adresse der ersten Netzwerkkarte. Auch die Berechnung einer universellen Identifikation (UUID oder GUID) verwendet neben anderen Teilen diese MAC-Adresse.

Diese weltweite Eindeutigkeit führt jedoch auch zu Problemen, wenn z.B. ein Router hochverfügbar in einem Netz funktionieren soll. Aus diesem Grund hat die IANA den Adressbereich 00-00-5E reserviert. Für hochverfügbare Router ist die Kennung 00-00-5E-00-01-ID, wobei ID für die 1 Byte große Kennung des virtuellen Routers steht. Sie bleibt dann immer gleich, selbst wenn ein anderer Router den Dienst übernimmt. Außerdem ist die Herstellerkennung AC-DE-48 in der Datenbank als "Privat" gekennzeichnet.

Manche Protokolle wie beispielsweise DECnet vergeben eigene MAC-Adressen und verlangen Netzwerkkarten, deren Adresse konfigurierbar ist. Die Internet-Protokolle verwenden stattdessen eine dynamische Adresszuordnung mit Hilfe des ARP-Protokolls.

PS: Ist es nicht vollkommen wurscht, auf welchen OS dieses Software läuft? Wer die benutzen muß, hat doch egal auf welcher Plattform die (soziale) Arschkarte gezogen.
In solcher Situation ist es dann megaschnurz, ob das Elend mit ideologisch besserer GUI oder dem neustem Trojaner, der jetzt die deprimierenden Arbeitslosen- statt Kontozugangsdaten mitprotokollieren muß, beamtlich korrekt verwaltet wird...

in österreich...

Von: österreicher | Datum: 12.11.2004 | #12
...kann man das schon seit zwei jahren!
und das plattform-unabhängig....
belege werden vom finanzamt nur bei bedarf angefordert (erst im 2. jahr musste ich für eine position einen (!) beleg nachsenden. die abwicklung ging um ein vielfaches schneller als per papierformular (1 woche bis zum zahlungsbescheid bzw. wenn was übrig bleibt ca. 10 tage, bis das geld auf dem konto ist, gegenüber ca. 6 - 8 wochen bei papier)

"olf rüf" rüf

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 12.11.2004 | #13
PS: Ist es nicht vollkommen wurscht, auf welchen OS dieses Software läuft? Wer die benutzen muß, hat doch egal auf welcher Plattform die (soziale) Arschkarte gezogen.

Hmm, obwohl ich eine Umsatzsteuervoranmeldung abgeben muss, fühle ich mich nicht im Besitz einer Arschkarte... egal auf welcher Plattform ;)

Johngo

Von: dermattin | Datum: 12.11.2004 | #14
BeOs und Co sind eingestellt, du Tüte.

Äh, ja.

Von: Jens | Datum: 12.11.2004 | #15
Das Finanzamt saugt - in jedem Sinne, nur nicht in meinem. So long...

@ mattin

Von: johngo | Datum: 12.11.2004 | #16
Selber Tüte ...

... Zeta wurde erst vor ein paar Tagen
auf der Systems ausgezeichnet.

Ein in Deutschland entwickeltes Betriebs-
system könnte doch von der deutschen
Steuerbehörde berücksichtigt werden.

Das macht rein ideologisch mindestens
den gleichen Sinn, wie bei einem OSX.

Grüsse

Steuerlos

Von: Gerd | Datum: 12.11.2004 | #17
"Denn ab nächstem Jahr möchte das Finanzamt, hoch lebe der Fortschritt, USt- und/oder Lohnsteuer-Voranmeldungen gerne elektronisch übermittelt bekommen."
Cool, und was ist mit den Steuerzahlern die keinerlei Zugang zu Computern haben? Von dieser Spezies solls ja auch noch einige geben.
Die werden dann von jeglicher Steuer befreit,
die Glücklichen! ;-)

Johngo

Von: dermattin | Datum: 12.11.2004 | #18
Sag mal, du willst ernsthaft Zeta mit dem Mac OS vergleichen? Noch blau von gestern?;)

Finanzamt und deutsch

Von: Sebastian | Datum: 12.11.2004 | #19
Schön am von Christoph angegebenen Link ist auch, daß auf der Seite jedes einzelne Possessiv-S apostrophiert ist.

Soviel zur Intelligenz in der öffentlichen Verwaltung.

Hör mir damit auf...

Von: dermattin | Datum: 12.11.2004 | #20
"Soviel zur Intelligenz in der öffentlichen Verwaltung."

Hört mir dort bloss mit Intelligenz auf, wären die Ämter Firmen, würden sie keinen Monat existieren, so viel Dämliches muss man mit denen erleben. Bisher waren alle Ämter, die ich besucht habe, weltfremd :)

Hoffnung

Von: Oliver | Datum: 12.11.2004 | #21
Ich hoffe, dass jene, die sich über die mangelnde Unterstützung des Macs aufregen, nicht die gleichen Leute sind, die auf dieser Website immer behaupten, Marktanteile spielten keine Rolle.

Ich und andere Diskutanten sind hier schon oft runtergeputzt worden, weil wir die Meinung vertraten, ein gesunder Marktanteil müsse ein Ziel von Apple sein, damit die Plattform funktionieren kann. Andere Leute vertraten hingegen die Ansicht, dass der Marktanteil egal ist, sondern es käme darauf an, dass der einzelne User zufrieden sei.

@ dermattin

Von: johngo | Datum: 12.11.2004 | #22
Ich bin halt der Meinung, man kann
nur eine Art der Argumentation anwenden.

Entweder die Fakten des Marktes
bewerten oder im Wunschdenken der
Ideologie die Argumente suchen.

Nun habe ich ausnahmsweise mal die
Sache umgedreht (eben aus dem Bauch
argumentiert) und schon hat wieder
jemand ein Problem damit.

Ich bin der Meinung, wer A sagt, der
muss auch B sagen. Wer OSX sagt, der
muss auch ZETA sagen. Wer bestimmt
denn sonst, wo die Grenze gezogen
wird ... welche Plattform "wertig" ist?

Gruss

johngo

Kein Widerspruch...

Von: dermattin | Datum: 13.11.2004 | #23
Eine Plattform mit hunderttausenden Anwendern IST ein Faktum des Marktes, im Gegensatz zu einem Zeta Dingsbums.

Zudem ist es ebenfalls im Interesse des Marktes, kein Monopol zu unterstützen.

@johngo

Von: LoCal | Datum: 13.11.2004 | #24
Bitte hör mir auf mit ZETA. ZETA die grösste Augenwischerei schlechthin, es ist nichts anderes als BeOS R5.1d0 aka Dano. Dieses ganze gelabber von YT bzw Bernd, dass sie die R6-Sourcen verwenden.. lachhaft. Würden die die R6-Sourcen wirklich haben, glaubst du es gäbe dann immer noch das 1GB-RAM Problem? Würden die die R6-Source wirklich haben, glaubst du es würde dann wirklich immer noch so R5ish ausschauen? Das mit den "Themes" ging schon in Dano.. Würden die die R6-Sourcen wirklich haben, glaubst Du es gäbe dann nicht vll endlich mal HW-OGL? Wenn dus nicht glaubst, ich hab einige BeOS-Betas hier... Wenn Dus genauer Untersuchst wirst Du merken, dass da nit viel zu ZETA fehlt.
Ich war seit dem ersten x86-Release von BeOS dabei und ich hab viel dafür getan...aber BeOS bzw ZETA kannst Du vergessen. Und lies mal die Reviews der Ex-Be'ler über Zeta... vernichtend sag ich dir... die sprechen auch nur von "ZETA == R5"

@dermattin

Von: tante.may | Datum: 13.11.2004 | #25
habe ich irgendwo das wort "standart" benutzt. ?

und ja, inkompetens ist wohl der standart.

mfg

Das Problem der Sinngrenze

Von: johngo | Datum: 13.11.2004 | #26
@ dermattin

Schön, das Du bestimmst, was ein Markt und was
ein Dingsbums ist.

zum Glück haben wir uns mit unseren Apples
nicht für das Dingsbums entschieden, wenn
es auch beinahe so geendet hätte.

By the way: So ca. 1985 bis 87 hatte ich an
verschiedenen Messen mich immer um das Thema
BeOS informiert. Dabei kam heraus, das die
Mehrheit (es gab auch einmal eine Umfrage auf
der MacWorld/Frankfurt) bei der die Maccies
sich das BeOS (oder zumindest desssen Features)
als Nachfolge des klassischen OS wünschten.

Und wie gesagt: Es geht mir nicht darum, das
Zeta nun das Tool der Wahl wäre, sondern das
es einem Maccie nicht ansteht, hier die
Sinngrenze zu ziehen. Ich finde das deplaziert.




@ LoCal

Das mag alles stimmen ... aber ich wüsste nicht,
wieso eine 1GB-Grenze für das Thema Steuer-
software relevant wäre. Ich kann ja auch mit
meiner Schreibmaschine (ca. 500kb-Speicher)
eine Steuererklärung abgeben! ;)


@ tomvos + oliver

So sehe ich das auch. Am "sinnvollsten"
(weil auch am ehesten wirklich so zu realisieren)
sind wohl browserbasierte Lösungen.
Ansonsten gefallen mir Olivers Gedanken am
Besten.


@ flo

Der richtige Gedanke (von wegen Ideologie
versus Realitäten/finanzamt/Staat) ...

... aber imho mit dem falschen Ergebniss.
Das Mac-OS ist in Deutschland auf niedrigstem
Marktanteilniveau seit es relevante Zahlen gibt.

Denn wieviele Betriebe gibt es, die wirklich
ausschliesslich auf Macs setzen? Waren das
vor 10 Jahren nicht mehr... als Heute?
Ich habe Einblick in ca. 100 Betriebe, die
Macs einsetzen: "KEINER" davon ist ausschliessich
mit dem Mac unterwegs.

Ausserdem reden wir von der Zukunft. Die
Zukunft schliesst Millionen Alt-Maccs ohne
OSX aus. Da nützt die "installierte" Hardware-
Basis wenig. Die OS7,8,9-Maccs, von denen wir
hier reden sind die Hälfte der installierten
Basis.

Und ich glaube kaum, das man der Steuerbehörde
die Unterstützung eines "eingestellten"
Betriebssystemes einreden kann (oder sollte).

Ich finde, es ist eine der knallharten
Realitäten, denen man ins Auge sehen sollte,
das der Mac "in Deutschland" deutlich an Boden
verloren hat.

Gruss

johngo

@MacGonzo

Von: tomvos | Datum: 13.11.2004 | #27
Ich weiß nur eins, wenn ich eine Firma hätte, würde ich mich Fragen:"Wenn ich einen eigens bestellten Administrator einstellen müsste, der mich Geld kostet, das ich erstmal verdienen muss, habe ich da nicht was falsch gemacht - erst recht wenn es dann nicht bei dem einen bleibt ????"

Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ein Admin gewisse Aufgaben schneller lösen kann, als ein Mitarbeiter der Buchhaltung?
Oder andersherum, warum muss ich erst mal eine Sekretärin einstellen, die mich Geld kostet, dass ich erstmal verdienen muss?

Thomas

@ flo

Von: johngo | Datum: 13.11.2004 | #28
... Ob es da helfen würde, wenn 3 Mio Menschen mehr (nur) Macs einsetzen? ...


Natürlich würde das helfen. ... Aber
genau das ist nicht der Fall. Immer
mehr Unternehmen haben eine
gemischte Umgebung. Wenn ich von
100 Betrieben sprach, dann waren 90
davon grafische Betriebe. Ob es die
Druckkostenabrechnung unter SAP ist
oder das RIP zum Belichten. PCs
everywhere.

Und jede heterogene Umgebung kann
man nicht auf die Mac-Seite stellen.

Zumal das die Firmen selbst ja so sehen.
Im normalen Geschäft zählt doch selten
die Plattformideologie, sondern der
praktische Nutzen. Und deshalb wird für
einfache Arbeiten auch gerne der PC
genommen. Ist ja nicht gerade die Regel,
das ein teurer Alu-G5 hinter dem
Kopierer die Printjobs rippt.

Gruss

Wenn...

Von: sebastian|6S | Datum: 13.11.2004 | #29
...das mit der Java-Anwendung klappt, gibt's doch sowohl fuer Mac als auch fuer Zeta (genau wie fuer jedes Betriebssystem mit funktionierender Java-VM und GUI) kein Problem, das zu benutzen - was soll das Rumgeflame also...?

@johngo

Von: ERNIE | Datum: 13.11.2004 | #30
Bevor der BeOS/Zeta-Anwender von dritten verlangt, dass sie etwas entwickeln, sollten sie lieber erstmal vom verkaeufer ihres betriebssystems eine brauchbare treiberauswahl bekommen !

Komischerweise liesst man in den diversen BeOS- und Zeta-Foren immer nur Hilferufe (bei mir funktioniert das nicht, wie bekomme ich jenes zum laufen, BeOS/Zeta laesst sich nicht installieren, etc.), aber so gut wie nie hilfreiche antworten - falls ueberhaupt antworten kommen.

Ich denke, bevor ZETA unterstuetzung bekommen sollte, gibt es da etliche andere Plattformen/Betriebssysteme, die bevorzugter behandelt werden sollten !

Ich vermute mal die installierte Basis an Amigas, AtariSTs, ja vielleicht sogar an C=64/128-Usern duerfte der von BeOS/Zeta in wenig nachstehen, wenn nicht sogar ueberfluegeln !

Auch wenn sich Linux und MacOS derzeit naeher denn je sind, hat wohl kaum ein Macuser zu MacOS 8/9-Zeiten die Existenzberechtigung von Linux-/Unix-Distributionen in Frage gestellt.

Auch die ANSAETZE von BeOS/Zeta stelle ich nicht in frage ! Aber in meinen Augen ist dieses Betriebssystem derzeit nicht mehr, als ein kostenpflichtiges oeffentliches Experiment - aehnlich wie damals MacOS X 10.0 (und dessen BETA).

@ ernie

Von: johngo | Datum: 13.11.2004 | #31
Wie schon weiter oben angemerkt:
ich wollte keineswegs eine Grenze vor
dem OSX oder hinter ZETA ziehen.

ZETA war nur ein Beispiel. Du kannst das
geschriebene auch auf ATARI etc.
projektzieren.

Gruss

@tomvos- bzgl. Sekretärinnen

Von: MacGonzo | Datum: 14.11.2004 | #32
Sicher Du hast recht und ich gebe zu, dass meine Behauptung etwas straight ist und ein gutes Unternehmen zeichnet sich sicher dadurch aus, dass jeder seine Job macht und zum Gesamtergebnis das seine beiträgt.
Aber genauso, wie ich dem "Admin" nicht in seine Arbeit als solches reinreden würde und ihm vorschreibe auf welchem Weg und mit welchem "Werkzeug" er seine Arbeit zu erledigen hat, genauso erwarte ich von ihm, dass er seine Funktionen als Dienstleister zu verstehen hat.
Ein von mir gewünschtes "Werkzeug", was mich in meiner Arbeit unterstützt und ich entsprechend begründet benötigte, hat er einfach für mich zu intergrieren. Das ist mein "Werkzeug" von dem der Admin keine Ahnung hat. Er soll es installieren nicht mehr und nicht weniger.

In meinem Umfeld habe ich leider zu oft die Erfahrung gemacht, dass "solche" Admins sich mehr als Ober-Ordner darstellen und ihre eigentliche Kernkompetenz weit überschreiten.


Des wegen sagte ich ja, vielleicht hat sich diesbezüglich ja eine Allergie bei mir ausgebildet ;-)


Aber vielen Dank für Deinen berechtigten Einwand.


MfG,
MacGonzo.

Für die Mac-User bleibt doch alles beim alten...

Von: Marcus | Datum: 14.11.2004 | #33
...nur daß man das beantragen muß:

Aus dem Merkblatt für Arbeitgeber und Unternehmer:

"(..)Zur Vermeidung unbilliger Härten kann das Finanzamt in Ausnahmefällen auf Antrag weiterhin die Abgabe der Lohnsteuer-Anmeldung bzw. der USt.-Voranmeldung in herkömmlicher Form (Papier oder Telefax) zulassen. Ein Härtefall kann vorliegen, wenn und solange es dem Arbeitgeber bzw. Unternehmer nicht zumutbar ist, die notwendigen technischen Voraussetzungen (z.B. PC-Ausstattung, Internetanschluss) für die elektronische Übermittlung zu schaffen. (..)"

Damit ist doch alles gesagt: Wir machen das so wie bisher, bis es einen kostenlosen Client für MacOS gibt.

Bis dahin können wir schauen, ob das elektronisch so alles auch wundrbar läuft...

dafür habe ich jetzt also 42 Wochenstunden!!

Von: jirjen?! | Datum: 15.11.2004 | #34
Dann mach ich meine Steuer doch in der Arbeit aufm Dienst-PC }:->

@Roland

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 15.11.2004 | #35
Vielen Dank für die Infos und Richtigstellungen. Jetzt das Ganze auch noch auf die der Öffentlichkeit zugänglichen Seiten, und schon ist (fast) alles gut ;)

PS: Den Seitenhieb auf das Ausdrucken konnte ich mir nicht verkneifen ;)

@johngo

Von: LoCal | Datum: 17.11.2004 | #36
Was ich meinte war nicht die primäre eignung von zeta, sondern das BeOS/Zeta eigentlich komplett veraltet ist und jeder der sich das kauft, weil er ein "modernes" Betriebssystem kaut eigentlich nur verarscht wird. Und Zeta fällt für mich in die sparte "hobbistOS"... genau wie z.B. SkyOS. Aber eines scheinen die von YT drauf zu haben: Marketing. Und das sogar besser als M$.

ELSTER auf dem Mac -> MonKey

Von: Stefan Kremer | Datum: 19.11.2004 | #37
Moin,

[Link]

ganz nach unten scrollen. Ab gesehen davon gibt's selbstverständlich Ausnahmegenehmigungen des Finanzamts das ganze auch nach alter Väter Sitte abzuarbeiten. Man denke nur an die, die keinen Internetzugang haben, bzw. nicht mal mit einem Computer arbeiten. Weder das eine noch das andere ist Vorausstzung für eine erfolgreiche Selbständigkeit (manchmal eher im Gegenteil ;-)).

Gruß Stefan

Blöde Diskussion

Von: TUL | Datum: 19.11.2004 | #38
Ich habe heute von einer Studentin eine Mail erhalten mit einer Adresse von den Adventisten. Ich war echt etwas stutzig und nachdenklich. Amish-people?? Wenn ich hier so manche Postings lese mit Neon-OS (oder war es Zeon??), na ja?? Wenn es weiter keine Probleme in der Welt gibt.

Gute Nacht

Tul