ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 3440

Kommunisten bedrohen Urheberrecht!

Kommunisten: auf wienerisch liebevoll zu "Kummerln" verballhornt

Autor: bh - Datum: 07.01.2005

Microsoft-Gründer Bill Gates soll bei einem seiner jüngsten Auftritte zu einem beispiellosen Rundumschlag ausgeholt haben. In einer wie gewohnt vor Inhalt und Visionen strotzenden Rede verblüffte der reichste Mann der Erde mit der Feststellung, dass "wer die Regeln zum Umgang mit geistigem Eigentum reformieren wolle, zu einer neuen Art von Kommunisten zähle". Leider konnte ich die Belegstelle bei ZDnet (wo sie laut Austria Presse Agentur herkommt) nicht finden, daher hier der Link zum Standard - was eine Bewertung erschwert. Immerhin könnte es ja einen Zusammenhang geben, in welchen diese Äusserung verständlich wäre. Was rede ich da? Kann es eigentlich nicht geben! Microsoft dreht und wendet sich in Fragen von Softwarepatenten und OpenSource, wie es gerade günstig ist. Wenn man sich nicht mehr auskennt, fährt man über die Gegner pauschal drüber und holt die McKarthy-Attitüde aus der Kiste. Jene Kerle, die eine Lockerung der Urheberrechtsgesetze fordern, wollen unter verschiedenen Vorwänden das abschaffen, was Musiker, Regisseure und Software-Programmierer zum Schaffen anreizt. Hm, also Geld? Ruhm? Sex, Drugs und auch den Rock ´n Roll wollen die abschaffen? Da haben sich diese düsteren Reformierer aber ordentlich was vorgenommen!
Ernsthaft: - sofern das bei derartig substanzlosen Panikattacken überhaupt möglich ist - was blüht uns denn da? Nach einer etwas ruhigeren Phase geht die Hetze gegen "Kommmunisten" wieder los, wobei alles rotchinesisch/russisch riecht, was irgendwie für OpenSource oder faires DRM ist. Die Einschränkung - oder vielleicht auch nur die Verhinderung der weiteren Ausdehnung der Leerkassettenabgabe? - vernichtet nämlich Arbeitsplätze! Die "Schaffung von Arbeitsplätzen" kriegt aber sogar die Rüstungsindustrie hin, billiger gibt es Argumente also nicht.
In den USA, wo bereits "liberal" ein Schimpfwort ist, eine Diskussion mit dem Vorwurf des Kommunismus abzuwürgen, ist einerseits hilflos und andererseits böse. Dieser Versuch, Vertreter einer Gegenmeinung oder Konkurrenten generell zu diskreditieren, setzt herrlich fort, was bereits beim iPod von Steve Ballmer begonnen wurde. Sie erinnern sich: die Musikstücke auf den iPods sind mehrheitlich gestohlen, wer einen iPod hat, trinkt gerne Vodka, findet Lenin erotisch und sollte dringend irgendwo interniert werden. An ihren weißen Kopfhörern sollt ihr sie erkennen!

Kommentare

da fällt mir ein...

Von: ffbler | Datum: 07.01.2005 | #1
ich mag die szene bei south park,

bill gates, ein bluescreen, und ein kopfschuss...

Naja, ich weiss nicht was BG genau gesagt hat...

Von: Jochen | Datum: 07.01.2005 | #2
ich finde allerdings auch, dass die Leute die
immer Raubkopien nutzen; egal ob nun Musik, Photos, Videos, Programme usw.
schon ein besonderer Menschenschlag sind.

Beachten solte man allerdings auch, dass im Falle einer Monopolisierung von Informationen, d.h. ein Anbieter von Musik, Photos, Videos, Programme die Beurteilung anders wird.

Jochen

Wer hat denn mit dem Mist angefangen?

Von: tomvos | Datum: 07.01.2005 | #3
Ich will nun nicht Bill Gates verteidigen, aber Raubkopien sind leider ein Problem. Und all die Beschönigungen ändern nichts an der Tatsache, dass der erste Stein von einigen Anwendern (alias Raubkopierer) geworfen wurde.

Ich kann es der Industrie nicht verdenken, dass Sie versuchen, ihre Interessen zu schützen. Ob der Weg über DRM und Kopierschutz richtig ist, ist eine andere Diskussion.

Leider werden bei den meisten Argumentation zu diesem Themengebiet die wildesten Vorurteile zitiert, wird generell pauschalisiert und der gesunde Menschenverstand wird gerne abgeschaltet.

Aber anstatt nach Lösungen zu suchen, die für Anbieter und Interessenten tragbar sind, wird ein medialer und technischer Kleinkrieg geführt, dessen Kämpfer einen erstaunlichen Fanatismus an den Tag legen. Hin und wieder Frage ich mich schon, wie man in Palästina Frieden fordern kann, und gleichzeitig lauthals Hasstiraden gegen Medienverlage/Raubkopierer verkündet.

sehr gut geschrieben!

Von: poenn | Datum: 07.01.2005 | #4
Oh, Initialenvetter,

danke hierfür: "In den USA, wo bereits "liberal" ein Schimpfwort ist,..." :-)

poenn

was hat Raupkopie mit opensource zu tun?

Von: Cyrus Mobasheri | Datum: 07.01.2005 | #5
Was haben Anwender damit zu tun, wenn sich Softwareentwickler über die Patentwürdigkeit von Software streiten?
Wenn ich hier einige Kommentare lese, dämmert mir das die Zybries vielleicht wirklich nicht in Böser Absicht gehandelt hat, sondern einfach vom Verständnis vollkommen unbeleckt, wirklich der Meinung war, das richtige zu tun, als sie für Softwarepatente gestimmt hat.

tomvos

Von: dermattin | Datum: 07.01.2005 | #6
"ch will nun nicht Bill Gates verteidigen, aber Raubkopien sind leider ein Problem"

Abgesehen davon, dass Gates viel Scheiss redet, wenn der Tag lang ist, war er es doch, der Raubkopieren voll in Ordnung fand.

Die Industrie möchte vielleicht Ihre Produkte schützen, Gates will die Kontrolle über den Computermarkt. Bisher hat er sie nur über die Software.

genial!

Von: Dirk | Datum: 07.01.2005 | #7
"Sie erinnern sich: die Musikstücke auf den iPods sind mehrheitlich gestohlen, wer einen iPod hat, trinkt gerne Vodka, findet Lenin erotisch und sollte dringend irgendwo interniert werden. An ihren weißen Kopfhörern sollt ihr sie erkennen!"

Zergeht auf der Zunge, danke dafür :-)

Wer hat damit begonnen

Von: dusan | Datum: 07.01.2005 | #8
Es ist schon länger her, aber irgendwo habe ich gelesen (über die Geschichte der Entstehung der Computerindustrie oder besser über Entstehung des Microsoft Imperiums) Mr. Gates war einer der ersten die mit der Verteilung der Raubkopien angefangen hat, weil es ihm damals nur wichtig war das alle sein System verwenden um später an den Lizenzen zu verdienen.

Schöne Grüsse euch allen

Btw: Schöner Artikel, bh,..

Von: dermattin | Datum: 07.01.2005 | #9
..ein paar Absätze wünschte ich mir nur ;)

Bill Gates war schon immer gegen Raubkopierer

Von: neversleep | Datum: 07.01.2005 | #10
[Link]
hier nachzulesen.

Er hat sogar einen Brief an die Basic Benutzer geschrieben, dass Sie sein Eingentum stehlen würden.

Klar,...

Von: dermattin | Datum: 07.01.2005 | #11
...Gates hat ja auch das Internet erfunden und niemals gesagt "Wenn sie schon kopieren, dann sollen sie unseren Scheiss kopieren"...

Herr Gates kann sagen/ tun, was er will...

Von: ich | Datum: 07.01.2005 | #12
..immer wieder erinnert er mich in seinem Handeln an das, was er auch im Film "The Silicon Valley Story": anno 198x war: ein arme, leicht dickliche Wurst, die gut (über)reden kann... ich würde mich doch nicht immer wieder als der permanent Zweite blamieren - eher hielte ich mal mein Maul und fänge nicht mit Gemaule über bspw. iPod/ iTunes an.... hat der denn gar keinen Stolz??!! Bill Gates ist gegenwärtig der menschgewordene Fuchs in "Der Fuchs und die Trauben".

Wie war das damals mit CP/M, MS DOS und IBM?

Von: Maxipeg | Datum: 07.01.2005 | #13
Es werden Gerüchte herumgereicht, nicht gerade Schmeichelhaft für den Herrn Gates. Wenn wir schon beim Thema "geklautes geistiges Eigentum" sind. Jemand müsste ihn vielleicht an die Zeit um 1975 erinnern... Oder war das bloss "jugendlicher Leichtsinn"?

[Link]

P.S:OK, Steve hat vermutlich auch nicht alles was er sein geistiges Eigentum nennt auch selbst erfunden

grins

Von: Heico | Datum: 08.01.2005 | #14
Hi,

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Leider konnte ich die Belegstelle bei ZDnet nicht finden
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*grins*
.... es ist ja bei zdnet äußerst schwierig sowas zu finden : man gibt Bill Gates ganz oben unter 'search' ein und wählt den aktuellsten Bericht - dann findet man sofort den hier :
[Link]
und auch die entsprechende Stelle :
Frage :
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In recent years, there's been a lot of people clamoring to reform and restrict intellectual-property rights. It started out with just a few people, but now there are a bunch of advocates saying, "We've got to look at patents, we've got to look at copyrights." What's driving this, and do you think intellectual-property laws need to be reformed?
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Antwort :
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No, I'd say that of the world's economies, there's more that believe in intellectual property today than ever. There are fewer communists in the world today than there were. There are some new modern-day sort of communists who want to get rid of the incentive for musicians and moviemakers and software makers under various guises. They don't think that those incentives should exist.

And this debate will always be there. I'd be the first to say that the patent system can always be tuned--including the U.S. patent system. There are some goals to cap some reform elements. But the idea that the United States has led in creating companies, creating jobs, because we've had the best intellectual-property system--there's no doubt about that in my mind, and when people say they want to be the most competitive economy, they've got to have the incentive system. Intellectual property is the incentive system for the products of the future.
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Incentive System

Von: gast Flugel | Datum: 08.01.2005 | #15
Exactly, if there is no incentive, there will be no innovation, progress. etc. The incentive system is the ' motor', if you like, which keeps things moving ahead. The lack of incentives is one of the major problems with the communist model. We all are aware of the results.

tomvos:

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 08.01.2005 | #16
"Ich will nun nicht Bill Gates verteidigen, aber Raubkopien sind leider ein Problem."

Komisch, das sieht Bill aber ganz anders.

Zitat Gates 1998: "As long as they are going to steal it, we want them to steal ours. They'll get sort of addicted, and then we'll somehow figure out how to collect sometime in the next decade."

"Und all die Beschönigungen ändern nichts an der Tatsache, dass der erste Stein von einigen Anwendern (alias Raubkopierer) geworfen wurde."

Mal ehrlich: M$ druckt ihr eigenes Geld. Ist so, da braucht man nicht drum rumreden! Ob die 1 Mio oder 1000 verkaufen ändert unterm Strich rein gar nix an ihren Kosten! So nen Zustand kennt sonst nur die Notenbank, die das Geld druckt. Werte (naja, "Werte" ist bei M$-Software sicher nicht das richtige Wort, aber ihr wisst wie's gemeint ist! ;-) ohne zusätzlichen Aufwand aus dem Nichts erschaffen.
Insofern finde ich es gerade bei M$ so lächerlich, wenn sie sich gegen die Raubkopierer wenden und irgendwelche Phantasie-"Verluste" in die Welt kotzen. Denn die Raubkopierer haben M$ grossgemacht, und wie man oben sehr schön sehen kann war das exakt genau so ganz klar Gates' Plan!

Wenn M$ also jetzt gegen die Raubkopierer wettert ist das irgendwie genauso verlogen und planlos wie wenn Gerhard Schröder nachdem er gewählt wurde erstmal die Gewerkschaften abschaffen will!

Mal ehrlich: Gibt es IRGENDJEMANDEN auf dem Planeten (ausserhalb von Redmond mein ich jetzt!) der findet, dass M$ zuwenig Geld verdient?

Pfau mit fremden Federn

Von: robin | Datum: 08.01.2005 | #17
…die sogenannt "materiell Mächtigen" der Geschichte zeichneten sich grösstenteils schon immer primär dadurch aus, mit altem Geld erworbene bis gestohlene fremde Federn im A**** spazierenzuführen.

Da der Kapitalmarkt solchen Gockeln -- huch, das fängt ja auch mit G an -- das Geld immer noch nachschmeisst, dagegen echte Primärsubstanz-Schaffer eher ausnimmt, wen wundert der Habitus dieser G-Person?
Ein sich bestohlen fühlender Kriminelle reagiert immer um Quanten heftiger als ein rechtschaffener Bestohlene.

Job's letztlich aufgebaute Marketing-Lineup ist die Sprache eines ehemals Ausgenommenen. Das dabei auch Instrumente der Gegenseite eine Rolle spielen müssen ist schon rein abstrakt gedacht kaum vermeidbar.

Mit dem Aufbau der Stores hatte Apple erstmals in seiner Geschichte -- G-bedingt -- einen freien Marktzugang. Was jetzt folgt, erst jetzt so richtig Anläuft ist diese mit einer entsprechenden Produkte-Palette zu bedienen.

Und glaubt mir, so eine Store-Kette, 200 sollen's ja werden, nur für den Prosumer- bis Pro-Markt aufzubauen rechnet sich kaum…

ot

Von: nico | Datum: 08.01.2005 | #18
[Link]

zu DRM

Von: Peter Klein | Datum: 08.01.2005 | #19
ich habe so vor ca. 5 oder 6 Jahren das erste MP3 File geladen. Das war damals ganz schön cool.
Seitdem hat es die milliardenschwere Musik-Industrie nicht verstanden, mit diesem Problem auch nur ansatzweise fertig zu werden. Zu Beispiel sich mal zu Fragen, was mit ihrem eigenen Produkt nicht stimmt und zu überlegen, wie man es attraktiver machen kann. Ich kaufe auch heute noch sehr viele CDs, einfach, weil ich auf den Wert einer guten Verpackung und eines Booklets Wert lege. Die Industrie hat meiner Meinung nach immense Probleme damit, die Verteilung digitaler Medien überhaupt zu verstehen. Heute ist die Verwirrung doch komplett, zum einen gibt es die CDs mit Zusatzmaterial, die man auf dem Rechner nutzen kann ("leg mich ein") und dann das kopiergeschützte Zeug ("legt mich bloss nicht ein"). Das ist für einen Kunden einfach nur ein Witz.
Und jetzt tritt MS auf den Plan und will stellvertretend und ungefragt eine Problem lösen, dass nicht ihr eigenes ist und erklärt das zum Wohle des Kunden. Meiner Meinung nach ist MS selbst in hohem Masse ausserstande, die Bedürfnisse ihrer Kunden zu verstehen. Das sieht man sehr schön an jeder neuen Office-Version, die Features bietet, die keiner benötigt und alte Fehler immer noch nicht behebt. Lustig: bei MS gibt es einen schönen Artikel in der KB, wie man Office flotter machen kann. Dieser Artikel hat 6 Seiten.
Zum Uhrheberrecht und MS: BG hat schon früh dagegen gemeckert, das nicht alle für seine Programme zahlen wollen. Allerdings hat man es auch gleichzeitig immer gerne in Kauf genommen, das Programme kopiert werden können. Solange es Konkurrenz-Produkte gibt, wird es immer ein absolutes Kinderspiel sein, MS-SW zu kopieren, und das ist sicher auch so gewollt.
Wie kann man denn einer Firma zutrauen, die Verbreitung digitaler Inhalte kontrollieren zu wollen, die es nicht schafft, die Verbreitung ihrer eigenen Inhalte zu kontrollieren.
Jedes mal wenn ich länger mit MS Zeug gearbeitet habe, habe ich den Eindruck, dass die gesamte Strategie dieser Firma auf Kontrolle basiert, man möchte am liebsten zu jeder Zeit bestimmen können, was der Anwender gerade tut, welche SW er verwendet usw. und natürlich will man sich nicht mit der blossen Beobachtung zufrieden geben, sondern auch jeden dieser Parameter beeinflussen.
Darum macht es irgendwie null Vergnügen mit dem Kram zu arbeiten.

ROFL

Von: dermattin | Datum: 08.01.2005 | #20
[Link] Guckt euch diesen Gollum im Sessel an. Die Präsentation bringt das Thema M$ auf den Punkt: Wasn Scheiss!

Das BitTorrent Video: [Link]

"Hmm das funzt net!" "Öhm, sicher die falsche Fernbedienung..." LOL!

@Kai

Von: tomvos | Datum: 08.01.2005 | #21
Es ist sicherlich einfach, Bill Gates als den bösen Big Brother hinzustellen. Punkt.

Aber ich finde es nett, dass du zugibst, dass die Raubkopierer an dem Problem Schuld sind. Sie haben MS groß gemacht, und jetzt liefern sie MS eine Rechtfertigung, den Anwender zu gängeln.

Möchtest du MS dafür zur Verantwortung ziehen, dass ihre Produkte raubkopiert werden? Wer ist denn für dich das größere Problem? MS als Softwareanbieter - oder die Millionen an Raubkopierern, die MS zum Standard gemacht haben?

Darüber hinaus kann ich die Argumentation über die Kosten nicht verstehen. Nur weil ein Programm teuer ist, habe ich noch lange nicht das Recht, mir dieses illegal zu kopieren. Egal wie viele Milliarden MS an seinen Produkten verdient, es gibt Gesetze, die das Leben in der Gemeinschaft regeln. Und die beinhalten auch ganz klare Aussagen zum Thema: Mein und Dein.

MS mag ein Teil des Problems sein, aber im Endeffekt zeigt die Geschichte, dass man im Leben nie etwas wirklich umsonst bekommt.

ich denke, das es auch geügend Leute gibt,

Von: Peter Klein | Datum: 08.01.2005 | #22
die von der Verbreitung von solchen Inhalten profitieren.
Ich bin mir sehr sicher, das die Popularität des Mediums Internet zu einem erheblichen Teil damit zusammenhängt, das sich jedermann schnell jeden beliebigen Inhalt beschaffen können. Dazu haben die Leute Rechner, SW, Medien und Breitbandanschlüsse gekauft. Und daran haben verdammt viele Konzerne verdient, indem sie genau diese Umstände zumindest billigend in Kauf genommen haben. Einseitig nur die Profite einstreichen und anschliessend die eigenen Kunden zu kriminalisieren ist doch dann ein wenig zu einfach. Man muss sicherlich die Situation insgesamt wieder ins Lot bringen. Dazu gehört aber auch, dass die Hersteller von Software ihre Produkte überarbeiten. Das fängt ja schon bei so banalen Sachen wie gutem Support oder guten gedruckten Handbüchern an.
Es ist aber doch seltsam, wenn MS besonders durch das attraktive Medium Internet Milliarden gemacht hat und sich jetzt zum Retter aufspielen will. Das wäre ja ungefähr so, als würden die jetzt für viel Geld Anti-Spyware verkaufen (und davon sind sie ja nicht mehr weit entfernt).
Das beste Beispiel für die Schizophrenie ist doch etwa Sony: einerseits gehen die Profite ihrer Musik-Sparte zurück , andererseits profitieren sie wie kaum eine andere Firma an dem Verkauf von CD-Brennern. In deren Fall bleibt es sozusagen "in der Familie". Man sitz in der Industrie nur dem Irrglauben auf, man könnte den Anwendern an bei den Enden melken.

Er tut mir fast leid

Von: Aufmerker | Datum: 08.01.2005 | #23
Dieser Mr. G hat es trotz dieser kriminellen Raubkopierer dennoch geschafft als Monopolist zum reichsten Mann der Welt zu werden.
Jetzt wird er mit Longhorn im nächsten Jahr auch noch das beste OS auf den Markt bringen, den besten Browser und das beste Officepaket hat er eh schon. Was will der eigentlich mit der ganzen Kohle machen?

Selber "Kommunist"...

Von: Maxipeg | Datum: 09.01.2005 | #24
"Was Dein ist ist auch mein - und was mein ist, das geht Dich einen Dreck an"

Könnte noch passen, zu Bill G und M$?

@Kai

Von: tomvos | Datum: 10.01.2005 | #25
Sorry für die Unterstellung - war nicht böse gemeint.
Deine Kommentare zwischen den Zeilen will ich nicht alle kommentieren, die Thematik haben andere Leute in anderen Foren auch schon ewig durchgekaut. Nur zum letzten Abschnitt sei mir eine Anmerkung erlaubt. (BTW - etwas als »Quatsch« zu bezeichnen ist imho leider auch kein Statement.)

MS mag ein Teil des Problems sein, aber im Endeffekt zeigt die Geschichte, dass man im Leben nie etwas wirklich umsonst bekommt.

Quatsch. Fünf Mark ins Phrasenschwein bitte. Mplayer, VLC, Linux und noch vieles sind beispielsweise komplett umsonst und es gibt exakt gar nix mit dem du mir beweisen kannst dass dem nicht so ist...

Videolan kostet irgend jemanden Geld. Oder erklär mir bitte mal diese Seite.

Oder bei MPlayer bitte diese Seite.

Diese Software ist zwar umsonst, aber nur weil man nicht gezwungen wird, etwas dafür zur bezahlen. Es gibt wohl genug andere Bespiele - entstehende Kosten lassen sich nicht immer am Preisetikett auf der Pappschachtel ausmachen.