ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 3513

iPod therefore I am?

Apples Hybrid Entertainment Matrix im Fokus von HighTech Consumer-Research (gulp!)

Autor: roland - Datum: 28.01.2005

Apple bewegt so einiges. Mittels iTMS und diversen iPötten wird nun auch hochwissenschaftlicher Marketingsprech der technotranszendenten Art entstehen (siehe oben!), na prima. Gewissermaßen im rahmen einer akademischen Bewegung. Denn da geht nun ein offenbar recht renommierter Marketingprofessor hinaus in die Applewelt und beginnt iPod-Stories einzusammeln. Mit dem Ziel, diese wissenschaftlich auszuwerten, um... äh, ja, um was eigentlich herauszufinden? Selbst Wired scheint diese Frage nicht eindeutig beantworten zu können. Außer, dass am Ende eine ethnografische Studie mit dem Titel "ichPodde, also bin ich" herauskommen soll. Faszinierend! Würde ein spitzohriger Vulkanier hier wohl anmerken. Nicht ohne eine natürlich vollkommen logische Begründung dafür liefern zu können. Aber egal. Wenn jemand dem guten Prof helfen möchte, kann er's gerne tun und eine eigene Geschichte hier abliefern :-)

Kommentare

Hoffnungsloses Unterfangen

Von: b.chic | Datum: 28.01.2005 | #1
iTunes und iPod: einfach etwas tun ohne lange darüber nachzudenken. Ob er die Voraussetzung mitbringt, das zu verstehen?

naja

Von: kaos | Datum: 29.01.2005 | #2
"korrekt" wäre die übersetzung wohl eher mit "ichPodde, also bin ich". sonst geht dann doch der gag des englischen ganz verloren.

(ihr berichtete ja trotz des namens nicht über ich arbeite 1.0... wenn dann schon über ichArbeite 1.0)

gruss

@kaos

Von: Roland Mueller | Datum: 29.01.2005 | #3
Okay, überredet ;-)

ipod und marketing

Von: pm | Datum: 29.01.2005 | #4
@b.chick, natürlich ist die absolut einfache Musikhaltung etwas vom erfolgreichsten für den ipod. Was aber hier hinzu kommt, dass eine Grosszahl von Marketingfirmen welche für Cola, Pepsi und Co. arbeiten dies noch nicht erkannt hat.
Dramatisch unterschätzt wird die Anzahl der ipods bei den 35 - 50 jährigen Mac Benutzern. Viele von denen haben gesehen, erstmalig ihre Plattensammlung mit diesem Teil sauber aufräumen zu können. (Zugegeben echte Sammler konnten das schon vorher aber der durchschnittliche CD Halter ?)
Die Hauptfrage für das Marketing
Verändert sich durch den ipod die Haltung nur noch auf digitale Musik zu bauen ohne Stereoanlage ?
Diese Frage ist für Firmen wie B&O, NAD, Sony eine Ueberlebensfrage. Seit 1950-60 war diese Frage so geklärt, dass ab ca 20 wer genug Geld besass als erstes oder zweites vor oder nach dem Auto eine Stereoanlage kaufte.
Persönlich brauche ich den Kontakt zu einem Gut. Wenn mein ipod oder die Festplatte den Geist aufgibt möchte ich ja nicht mit Hilfe von Quittungen (falls vorhanden) meine Musik-sammlung komplettieren. Da sind CD oder LP's doch einfacher zu handhaben auch wenn es Plattz braucht.

iTunes und die veränderte Musiksammlung

Von: b.chic | Datum: 29.01.2005 | #5
@pm, wenn die Studie die Auswirkung auf die heimische Stereoanlage untersucht, o.k. ... so habe ich es aber nicht verstanden.
Auch ich denke, dass die eigentliche Revolution hier stattfindet. Musik zum mitnehmen ist kein Markt, der auf Dauer parallel und völlig unabhängig von der Musik zu Hause existieren kann. Noch träumen einige Mobilfunkbetreiber, von einem großen Markt für Musik auf Handies. Doch das ist Unsinn. Ich kaufe mir doch nicht auf Dauer das Album meines Lieblingsmusikers auf CD für die heimische Stereoanlage und im iTMS noch einmal für den iPod und dann noch ein drittes mal bei Vodafon&Co. fürs Handy. Ich kaufe mir Musik EINMAL, um sie dann zuhause, im Auto und sonst unterwegs zu hören. Nur wer hier ein integriertes Konzept anbieten kann, wird auf Dauer das Rennen machen. Die Mobilfunkbetreiber bieten hier nur eine Insellösung ohne Zukunft. iRiver lobt Features wie Musik direkt ins mobile Gerät importieren - die kapieren es nicht. Bisher zeigt nur Apple mit ihrem "Digital Hub" einen solchen integrierten Ansatz. Sony hätte als klassischer Stereoanlagenbauer zwar das Potential, ihnen fehlt aber (noch) jegliche Strategie.
iPod ist nur der Anfang, gewonnen wird die Schlacht aber an der heimischen Stereoanlage. Mit iTunes, iTMS, iPod und Mac mini ist Apple hierfür bestens gerüstet.

@pm: Apple und B&O

Von: b.chic | Datum: 29.01.2005 | #6
Zustimmung, Kooperationen oder Übernahmen, könnten Apples Position weiter stärken. Aber B&O? Zugegeben, das hätte was, nur ist Apple mit iPod und Mac mini doch eher auf dem Weg raus aus der Nische. Wäre da B&O nicht ein Rückschritt?
Aber geil wär's trotzdem.

der integrierte ansatz liegt m.E. woanders:

Von: k_munic | Datum: 29.01.2005 | #7
erstens, geht es ja wohl um's geld verdienen - wer setzt sich also mit SEINEM drm durch?

zwotens, ist der erfolg eines drm aber davon abhängig, welche nutzung der endverbraucher (<<dämliches wort, gibt es auch zwischenverbraucher?) mit dem drm erlebt - meines erachtens sind zB alle abo dienste zum scheitern verdammt.
die wirkliche geniale leistung eine SJ (oder wer auch immer da verhandelt hat) ist dieser passus mit "5 computer, iPods und 8 playlists" (<<oder so ähnlich)
das bewegt sich m.M.n. auf dem niveau eines durchschnittlichen users - er wird also drm NICHT als beschränkung _erleben_.
nb: der usb flash stick als player UND musik transporteur - kein doofer schachzug.

next step:
diese lizenz zu lizenzieren. akzeptiert sony hardware apple-drm-aacs… weia! bzw., behalten wir die größenverhältnisse im auge, verwendet sony content den apple-schutz = BIG business.

übernext:
… video ;-)

Bestens

Von: Oliver | Datum: 29.01.2005 | #8
Ich finde solche wissenschaftlichen Untersuchungen sehr. Schließlich haben wir sonst keine Probleme.

Bitte nicht den Troll füttern!

Von: Calafati | Datum: 30.01.2005 | #9