ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 3522

Mac mini - the next big thing!

Apple erneut von hoher Nachfrage überrascht?

Autor: andy - Datum: 02.02.2005

Wie macminute.com meldet, hat sich ein Analyst von Piper Jaffray in einigen Apple Stores schlau gemacht und kommt zu folgendem Schluss: iPod shuffle und Mac mini können bei weitem nicht der Nachfrage entsprechend zur Verfügung gestellt werden. Mitarbeiter empfehlen den Kunden die Ware im Online Store zu bestellen, anstatt sich auf die sowieso schon sehr langen Wartelisten setzen zu lassen. Hat Apple die Anfangsnachfrage wieder einmal falsch eingeschätzt, ist der Erfolg der neuen "Kleinen" so gross dass selbst Apple überrascht wurde oder ist diese ganze "Nichlieferbarkeits"-Situation einfach eine total berechnete Sache der Strategen in Cupertino?

Kommentare

Wer so feine Dinge macht...

Von: Reinard Schmitz | Datum: 02.02.2005 | #1
... ist nicht so doof sondern plant selbst den Mangel...

Wartezeit auf Mac mini: 4 Wochen

Von: solaris | Datum: 02.02.2005 | #2
Ich hab mir vorgestern den Mac mini 1.42 bestellt. Lieferdatum gemäss Auftragsbestätigung: 28.02.2005 :-/

solaris

Kann ich nicht nachvollziehen

Von: uldox | Datum: 02.02.2005 | #3
".....oder ist diese ganze "Nichlieferbarkeits"-Situation einfach eine total berechnete Sache der Strategen in Cupertino?"

Soweit ich das bis jetzt beobachtet habe, geht es bei Apple eindeutig immer ums das ganz große Geschäft. Was soll denn daran berechnete Sache sein, ein großartiges Produkt nicht ausreichend "lieferbar" zu machen ??

Langsam frage ich mich echt, ob die Marktforschungsabteilung bei Apple schläft. Die Leute warteten seit Jahren (nach Einstellung der Cubeproduktion) auf einen headless Mac.

Mit besten Grüßen
uldox ;)

Wie war das nochmal mit Angebot-Nachfrage-Preis?

Von: Michael Kreuzer | Datum: 02.02.2005 | #4
verfügbare Menge ist klein (niedriges Angebot),
immer mehr wollen einen (steigendes Angebot).

Derjenige, der mir sagt, wie sich sowas auf den Preis auswirkt, bekommt 'nen Keks!

=D

gruß,
Michael

Unternehmer?

Von: StevesBaby | Datum: 02.02.2005 | #5
”Wir waren echte Schmalspur-Unternehmer, wie jemand, der nebenbei Kunstgewerbeartikel verkauft.”
Steve Wozniak über die Anfänge von Apple

So ist es leider :-)

die Kirch-Gruppe ist u.a. pleite gegangen wg zu hoher Vorbestellungen

Von: gast | Datum: 02.02.2005 | #6
… Kirch, damals kein kleiner Verein, meinte unbedingt 1 Million Dekoder bei Nokia (?) ordern zu müssen - die wollte aber keiner…-

Da kommen ja noch so Kleinigkeiten wie Werkzeuge zur Serienherstellung, "Rohmaterial" etc. zu - müßte man mal n Fertigungsspezialisten fragen, was da die Vorserie allein kostet.

Außerdem: "Schicke" Sachen gibt's nicht auf'm Grabbeltisch bei Wal-mart <damn!>, den Mini gibt's ja doch da!!! ;-)

BTO dauert lange

Von: Tobias | Datum: 02.02.2005 | #7
BTO Ware dauert einfach lange. Wir haben vorgestern 2 standard Minis "ganz normal" beim Händler kaufen können, ohne Vorbestellung. Allerdings ist der jetzt auch ausverkauft und weiß nicht wann neue Ware kommt.


Wesentlich schlimmer waren die Alu Books vorletztes Jahr, das hat Monate gedauert bis die lieferbar waren.

@Michael

Von: Bert | Datum: 02.02.2005 | #8
Ich will den Keks! Der Preist steigt! Keks für mich! Aufschlag Bert...

Wer die "Tante Jolesch" von Friedrich Torberg gelesen hat, wird sich erinnern, was das Geheimnis ihrer Krautfleckern war: sie hat nie genug davon gemacht...
Herzliche Grüße,
Bert

zweimal ging es Apple richtig schlecht ...

Von: struffsky | Datum: 02.02.2005 | #9
... Als Performas auf Halde lagen und als der Cube in zu hohen Mengen produziert wurde ...

Die lernen aus Fehlern.

@ StevesBaby

Von: matz (MacGuardians) | Datum: 02.02.2005 | #10
Hi,
ja richtig, aber lieber ein Unternehmer mit Soul und Visionen als diese Schmalspur-Typen die sich nur für Bilanzen begeistern können und in deren Herz nur das Wort "Optimierung" schlägt.

Steve ist der letzte seiner Klasse und wir sollten ihn hüten wie eine teure Pflanze.

cu matz

Ja, wie schon öfters ausgeführt ...

Von: bodo | Datum: 02.02.2005 | #11
... halte ich diese Aussagen wie "...von der Nachfrage total überrascht; Planungsfehler ...." für vollkommen unzutreffend und viele zu kurz gedacht.

Apple ist damit in der glücklichen Lage, auch bei (Konsum-) Massenartikeln einen Kultstatus aufrecht zu erhalten, kann vergleichsweise hohe Preise verlangen, und die Zulieferer (Hersteller) schön im Zaum halten (was deren monetären Forderungen angeht), da es bei den jeweiligen um nicht allzugroße Chargen handelt - und wenn über einen absehbaren Zeitraum mehr Bedarf besteht, dürfen sich gerne weitere Farbiken darum bewerben, die netten Sachen "auch" herstellen zu dürfen (zu entsprechend günstigen Konditionen für Apple).

Denn eines haben wir ja als langjährige Macintosh-User gelernt:
Steve Jobs gibt um keine Preis der Welt das Heft aus der Hand;-)

Überrolltß

Von: cws | Datum: 02.02.2005 | #12
Ich halte apples knappe Mengenplanung auch für vernünftig.

Man denke an die Problematik, wenn Lidl oder Aldi plötzlich bei einem kleinen Hersteller bestellen. Der erweitert seine Produktion gnadenlos, Aldi/Lidl springen nach zwei Jahren wieder ab, die Produktionsstätten sind nicht bezahlt und plötzlich nicht mehr ausgelastet --> Pleite.
Das Risiko vermeidet apple. Nicht alles auf eine Karte gesetzt, sondern gesund wachsen.

Vielleicht auch an die Analysten denken....

Von: roser | Datum: 02.02.2005 | #13
die mögen doch keine hohen Lagerbestände.
Man kann die Kerle mögen oder nicht, es ist halt so.

@ CWS

Von: johngo | Datum: 02.02.2005 | #14
Appe ist in diesem Beispiel aber
Aldi/Lidl und die sind daran bekannter-
massen nicht Peite gegangen!

Apple "lässt" den Mini "produzieren"!

Gruss

johngo

Und es bleibt das Modell, ...

Von: apprendi | Datum: 02.02.2005 | #15
dass man einfach nur produziert was abgesetzt werden kann. Davon profitiert auch der Kunde der immer ziemlich gute Preise für den gebrauchten Mac kriegt, weil nichts neues verramscht wird.
Mir ist das alles ziemlich recht. Der moralische Verschleiß eines Mac ist sehr gering, was die Ausbildung neuer Kaufbedürfnisse bei mir bremst - und das spart Geld:-)

der hinkende cws

Von: cws | Datum: 02.02.2005 | #16
@johngo
klar, das Beispiel "hinkt" deutlich.

struffsky: ..:: zweimal ging es Apple richtig schlecht ...
sagt, worauf es mir ankommt, Überkapazitäten und unverkäufliche Lagerbestände sind ein Horror.

(at) matz (MacGuardians)

Von: StevesBaby | Datum: 02.02.2005 | #17
Ich bin doch sein Nachkomme :-). Hoch lebe Steve!

Die Produktion auf Halde zu legen, wäre doch sinnlos...

Von: Kabe | Datum: 03.02.2005 | #18
...ist doch 'ne ganz einfache Sache:

Die Nachfrage nach einem neuen Produkt übersteigt die Fertigungskapazität immer, wenn's was taugt (sonst hätte man zu viel Fertigungskapazität aufgebaut, was richtig teuer ist).

Also muss man vorproduzieren - aber diese Produkte können plötzlich verfrüht auftauchen, und außerdem sind sie totes Kapital.
Wenn der Verkaufs-Start dann los geht, dann mildert das zwar die Liefersituation, aber behebt sie nicht.

Außerdem hält das den Wert der Geräte hoch, sichert die Margen und damit die Profitabilität.

Kabe

man kann . . .

Von: wolfgang | Datum: 03.02.2005 | #19
.... auch so lange die volle produktion hinhalten, bis die einzelnen komponenten von fremdlieferanten im preis weiter fallen ;-)