ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 3533

Keine Polymerspeicher von intel

Schwerer Schlag für die Zukunft

Autor: thyl - Datum: 07.02.2005

Wie Onkel Heinz berichtet, wird intel die geplante Pilotanlage zur Herstellung von Polymerspeicher, der von vielen als interessantester Nachfolger von Hauptspeicher UND Massenspeicher angesehen wird, nicht in Betrieb nehmen.

Da von der "technischen Situation" genuschelt wird, kann man wohl annehmen, dass es nicht gelungen ist, die noch vorhandenen technischen Probleme, entweder grundlegender Art oder bei der Fertigungseffizienz, zu lösen, und intel, die ja auch ein bisschen ins Schwimmen gekommen sind, die Ausgaben für eine anscheinend nicht erfolgversprechende Technologie kürzen wird. Dies ist natürlich ein schwerer Schlag für Opticom, aber auch für die Datenverarbeitung im allgemeinen. Die Teilung zwischen Arbeitsspeicher (schnell verfügbar, wahlfreier Zugriff, flüchtig und teuer) und Massenspeicher (langsam, blockweiser Zugriff, permanent und billig) gibt es nun seit den Anfängen der Computerei und sie erscheint langsam nur noch nervig. Eigentlich erwarte ich von einem Computer, wie von einem Fernseher, das er nach dem Einschalten sofort funktioniert. Statt dessen haben wir mittlerweile teilweise die umgekehrte Situation, dass nämlich Satellitenempfänger erst "booten" müssen. Die Überwindung der Teilung von Haupt- und Massenspeicher ist m.E. eine der beiden grossen Zukunftsaufgaben in der DV (die andere ist die Verbesserung der verteilten Rechenleistung, so dass endlich auch Desktop-Systeme mit zB 256 CPUs möglich werden). Die Lösung dieser Aufgabe scheint nun wieder in weite Ferne gerückt zu sein. Ein schwarzer Tag für die DV.

Kommentare

Tja...

Von: Yemeth | Datum: 07.02.2005 | #1
Irgendwie auch egal, oder?
Dann dauerts halt etwas länger bis zum nächsten grossen Durchbruch in der IT.

Oje :-(

Von: flippidu | Datum: 07.02.2005 | #2
Hoffentlich macht Opticom dann wieder alleine weiter und schmeißt nicht hin. Wäre schade um meine Opticom Aktien :-)

Idiotenapostroph

Von: Kurdwubel | Datum: 07.02.2005 | #3
Bitte mal das 'ins' korrigieren. Tut ja weh beim Lesen!

Bei 'ins' gibt es keine Auslassung eines oder mehrerer Buchstaben, deswegen ist auch das Auslassungszeichen fehl am Platze.

es gibt ja noch MRAM und FeRAM

Von: core icke | Datum: 07.02.2005 | #4
koennte ja auch helfen.

ins

Von: Thyl (MacGuardians) | Datum: 07.02.2005 | #5
in das Schwimmen: ausgelassen "da". Hast aber trotzdem Recht, Mist.

Na und?

Von: Nimra | Datum: 07.02.2005 | #6
Idiotenapostroph *hihi* ist mir auch aufgefallen, aber kann ja mal passieren :)
Also ich seh das als kein so großes Problem an. Wenn Satelitenreceiver von Platte (?) booten müssen, hat das nichts mit Trennung von Haupt- und Massenspeicher zu tun sondern schlicht mit einer Fehlkonstruktion. Übrigens konnten alte Heim-PCs aus dem Rom "booten" (Atari XL, Commodore C64 etc) und waren innerhalb weniger Sekunden betriebsbereit. Das gabs also schon. Und mein Powerbook? Alle zwei Wochen ein Reboot, ansonsten Deckel zu und Ruhezustand. Deckel auf, alles da (inkl. geladener Dokumente, Programme, Webseiten etc). So what? :)
Haupt- und Massenspeicher zusammenzulegen halte ich für gefährlich, was Betriebssicherheit und Zuverlässigkeit angeht. Sie weiter zu beschleunigen und noch sicherer gegen Datenverlust zu machen (ergo: keine Mechanik mehr) ist dagegen eine schöne Sache.

@Nimra

Von: ElRhodeo | Datum: 07.02.2005 | #7
Das mit dem Ruhezustand mach ich eigentlich auch gerne, es gibt nur ein kleines Problem: Ich hab ein USB-Midi-Interface angeschlossen (Bus-Powered), und wenn ich das abzustöpseln vergesse und danach das PB wieder aufklappe, kommt: "Ihr Computer muß neu gestartet werden"... keine Ahnung, ob das speziell am Gerät liegt oder ob jedes busgepowerte Ding solche Probleme macht.

OT: Apostroph

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 08.02.2005 | #8
Um ganz bei der Wahrheit zu bleiben: Bei "ins" kann man tatsächlich ein Apostroph setzen, denn, wie thyl sagte, da wird etwas ausgelassen, nämlich das "da" von "in das". Oder anders herum gesagt, man muss eigentlich ein Apostroph setzen, nur bei diesen Verkürzungen hat sich (seit langem) eingebürgert, eben _keines_ zu setzen.

Mit Idiotenapostroph hat das also beim besten Willen nichts zu tu'n ;)

Apostroph

Von: Kurdwubel | Datum: 09.02.2005 | #9
Von [Link] kopiert:

Es kommt im Deutschen sehr häufig vor, dass an eine Präposition einer der Artikel das oder dem einfach fugenlos angehängt wird: aus „in das“ wird „ins“, aus „unter dem“ wird „unterm“.

In diesen Fällen steht kein Apostroph. Zwar wird etwas ausgelassen, aber die Beziehung zwischen den Wortresten ist schon so eng, dass sie keinen Apostroph mehr zwischen sich dulden:

ins Klo
ans Fenster
zum Licht
unterm Bett

Wenn ein es an ein Verb oder ein Pronomen angehängt wird, ist ein Apostroph üblich, muss aber nicht gesetzt werden:

sich’s gemütlich machen
ich sag’s dir