ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 3563

Eisberg Apple

Ein Preis für das, was man nicht sieht

Autor: dk - Datum: 24.02.2005

Ernest Hemingway beschrieb einmal das Geheimnis guten Schreibens so: »Ich versuche immer nach dem Prinzip des Eisbergs zu schreiben. Sieben Achtel davon liegen unter Wasser, nur ein Achtel ist sichtbar. Alles, was man eliminiert, macht den Eisberg nur noch stärker. Es liegt alles an dem Teil, der unsichtbar bleibt.«

Nach Hemingways Theorie hat Jennifer Rade alles richtig gemacht. Denn Rade ist die verantwortliche Kostümdesignerin für die iPod-Silhouetten-Spots, in denen man die Kleidung der tanzenden Protagonisten nur erahnen kann. Doch dieses Schattenspiel war für die Jury des Costume Designers Guild Awards überzeugend in Szene gesetzt. Herzlichen Glückwunsch! Weniger ist oft eben viel mehr.

Kommentare

Ich liebte ihre Locken,

Von: RollingFlo | Datum: 24.02.2005 | #1
und ihr Humor
war auch schön trocken.

Hätte nie an die Kostüme gedacht, daß die einer aussuchen muss usw. Aber stimmt natürlich, je weniger man sieht, desto wichtiger wird das, was da ist, gell.

Farbenblind? Kein Problem.

Von: exi | Datum: 24.02.2005 | #2
Diese Kostümbildnerin musste wegen ihrer überraschend auftretender Farbenblindheit nicht gleich umgeschult werden. Danke Apple. :D