ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 3569

EU-Kommission überprüft iTunes GB

Verbraucherschützer klagen überhöhte Preise an

Autor: dk - Datum: 25.02.2005

Eben bei zdf.heute entdeckt: »Der britische Zweig des Online-Musikangebots iTunes von Apple ist wegen möglicherweise überhöhter Preise ins Visier der EU-Kommission geraten. Es werde geprüft, ob iTunes-Nutzer in Großbritannien zu viel bezahlen müssten, erklärte EU-Sprecher Jonathan Todd.

Apple verlangt in Großbritannien für jedes aus dem Internet heruntergeladene Lied 79 Pence, das sind 1,14 Euro oder 1,50 Dollar, auf dem europäischen Festland sind es nur 99 Euro-Cent, was rund 20 Prozent günstiger ist. Die Prüfung sei aber noch in ihrem Anfangsstadium, betonte Todd. Britische Verbraucherschützer hatten gegen die Preise geklagt.«

Kommentare

Wer den Euro nicht will und auf einer Insel lebt ...

Von: Dieter | Datum: 25.02.2005 | #1
kT

matte sache

Von: Manfred | Datum: 25.02.2005 | #2
hast du gut abgeschrieben, dk.

Ist das immer noch die gleiche Klage?...

Von: dermattin | Datum: 25.02.2005 | #3
...die keine Aussicht auf Erfolg hat? Soll das hier so eine Art Heise Freitag werden?;)

@Manfred

Von: Dirk (MacGuardians) | Datum: 25.02.2005 | #4
Dir ist nicht zu helfen… Hauptsache motzen…

geht nicht nur um Preise

Von: macschrauber | Datum: 25.02.2005 | #5
konnte man übrigens gestern schon bei macgadget nachlesen und es geht nicht nur um die unterschiedlichen Preise sondern auch darum daß die Briten nicht in den anderen Stores kaufen dürfen

[Link]

Ist doch klasse

Von: Thomas | Datum: 25.02.2005 | #6
wenn so die MI von der EU zerbröselt wird und wir auch in anderen Stores einkaufen könne.
Manchmal mag ich die EU :-)

Tja, wenn die EU die nationale Verwertung der Rechte auf's Korn nimmt...

Von: Kabe | Datum: 25.02.2005 | #7
...dann wird das ein lustiges Spielchen mit der MI. Während jeder Bürger Platten in der ganzen EU kaufen darf, hofft man im grenzenlosen Internethandelauf noch auf die klassiche Abschottung der Märkte.
Apple wird sich da in aller Ruhe zurücklehnen, denn wenn das getoastet wird, dann haben sie alle EU-Staaten im Körbchen. Nur den Schweizern wird das nichts nutzen :-/

Kabe

Apple ist der falsche Adressat

Von: thomas b. | Datum: 26.02.2005 | #8
Letztendlich ist es doch die nationale Rechtevergabe der MI, die es unmöglich macht, dass ein Engländer z.B. im deutschen Musicstore einkaufen kann bzw. darf.

Wa die Preise in England betrifft - möglicherweise ist da auch mehr an Abgaben an die MI zu zahlen, ich weiss es nicht. Nur für den Fall, dass Apple zu tatsächlich über Gebühr kassieren würde, könnte ja eine andere Firma die Musik (dann zwar WMA) billiger anbieten - der Wettbewerb würde es schon richten.

Musicload ist ja übrigens auch teurer als der iTMS - hat sich da schon wer bei der EU beschwert?

Und - was kostet in England nicht mehr als in D oder Kontinental-Europa?

@thomas b.

Von: macschrauber | Datum: 26.02.2005 | #9
Apple verlangt für die gleichen Produkte in GB mehr als in anderen EU-Staaten. Warum daß so ist ist ja Gegenstand der Untersuchung.

Weiterhin wird untersucht warum man aus GB nicht auch in D einkaufen darf.

Apple verkauft an den Endkunden und um die Vertragskonditionen zwischen diesen beiden geht es.

Was die Beschränkungen der Musikindustrie angeht steht es Apple ja frei gegen deren Beschränkungen zu klagen.

Apple immerzu als Unschuldslämmchen zu sehen ist wohl recht naiv.

macschrauber

Apple soll die MI verklagen???

Von: Kabe | Datum: 26.02.2005 | #10
Apple sehe ich sicher nicht als das Unschuldslämmchen, aber den Vorschlag, Apple möge doch bitte die MI verklagen, halte ich für *reichlich* naiv.
Warum sollte Apple sich einen Lieferanten verklagen, dessen Bedingungen der EU nicht passen? Und wegen welcher Verstöße? Es war schwer genug, den Deal unter Dach und Fach zu bringen, da muss man sich nicht auch noch mit langwierigen Klagen unbeliebt machen, wenn die überhaupt möglich sind.

Wenn sich herausstellt - was zu vermuten ist - dass die MI als "Hersteller" den Vertrieb ihrer Produkte über EU-Grenzen hinweg behindern, dann werden die auch am Ende verknackt. Das war damals im Automobilbereich nicht anders, auch hier haben VW und Konsorten die Strafen zahlen müssen, nicht die von ihnen abhängigen Händler!

Für Apple hat das durchaus den Vorteil, dass sie falls die EU damit gegen die MI durchkommt, auch in GB günstigere Preise machen können, bis dahin können die dem ganzen Konflikt mit Gelassenheit entgegensehen.

Kabe

@Kabe

Von: macschrauber | Datum: 27.02.2005 | #11
genau warum auch mit jemandem vor Gericht streiten mitdem man gemeinsame Sache macht.