ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 3577

Wo liegt Europa nochmal?

Düsteres zum Frühlingsbeginn

Autor: dk - Datum: 01.03.2005

Ich warte mittlerweile seit zwei Wochen auf meinen bestellten iPod Shuffle. Frage ich bei meinem Händler telefonisch, wie es denn aussieht, klingt er nicht einmal mehr gereizt, sondern nur noch resigniert: »Ich rege mich über diese Politik nicht mehr auf, sonst würde ich den ganzen Tag mit dickem Hals rumlaufen.« Bekommen hat er Anfang Februar mal 80 Shuffles, die innerhalb weniger Tage verkauft waren. »Wir könnten den Shuffle wie geschnitten Brot verkaufen! Wenn wir nur welche bekämen…« Zwar hat er alle anderen iPod-Modelle auf Lager. Aber das ganze Interesse potentieller iPod-Kunden konzentriert sich derzeit auf den Shuffle. »Erst wird der Markt in den USA abgedeckt, dann kommt Asien und irgendwann danach denkt sich einer bei Apple "Ach, schick denen in Europa auch mal 'nen Container!"«

Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man über diese wieder mal vergeigte Chance, viele neue User zu gewinnen, scherzen. Apple treibt die Industrie an, entwickelt und fördert neue Technologien, überrascht mit tollem Design, aber den Absatz bekommen sie einfach nicht in den Griff. Was muß passieren, damit Apple genügend Stückzahlen hinbekommt und der europäische Markt endlich ernstgenommen wird? Der Apfel ist übrigens des Deutschen liebstes Obst… Und wir werden echt sauer, wenn wir auf unser täglich Obst verzichten müssen. Das sollte jemand den Jungs dort drüben mal stecken.

Kommentare

bei mir gings schnell

Von: MACGREIER | Datum: 01.03.2005 | #1
Ich habe am 15.2 beim Händler nachgefragt, wann sie den Shuffle bekommen. Antwort war in 1-2 Wochen.

Dann hab ich ihn am 16.2. bei Apple direkt bestellt und am 21.2 wurde er geliefert.

Der Apple-Händler hat übrigens heute immer noch keine Shuffle.

@MACGREIER

Von: Dirk (MacGuardians) | Datum: 01.03.2005 | #2
Dahinter könnte man fast eine Strategie vermuten. Künstliche Verknappung, damit möglichst viele User zum AppleStore abwandern…

gut das Apple nicht mehr Werbung macht…

Von: jokkel | Datum: 01.03.2005 | #3
Gut das Apple nicht mehr Werbung macht, sonst wären die Lieferzeiten ja noch furchtbarer. Der Mac mini verkauft sich ja auch wie blöde, wird aber nur dünn geliefert.

Letztes Jahr hat es nach der Einführung des mini ein ganzes halbes Jahr gedauert, bevor der Deutschland kam. :/

Dass sich Apple immer so verschätzt in der Vorproduktion ist irre. Lieferzeiten sind oft echt grausig lang, wie auch beim Dual G5 2,5 GHz.

Dass gerade die kleinen Händler drunter leiden ist natürlich extra scheisse.

@ Dirk

Von: MACGREIER | Datum: 01.03.2005 | #4
Da könntest du recht haben.
Bei so langen Wartezeiten überlegt man sich, ob man dann sogar beim Apple Store etwas mehr zahlt, aber das Produkt dafür schneller hat.

Beim Shuffle gab es für mich da kein Ueberlegen, da der Preis beim Händler nur 4 Franken weniger gekostet hätte.

Es kanns ja wirklich nicht sein, dass Apple bei jedem neuen Produkt die Nachfrage unterschätzt.

Künstliche Verknappung...

Von: Carry | Datum: 01.03.2005 | #5
...wohl kaum... Habt Ihr Euch mal den Logistik Aufwand z.B. hinter einem Mac mini vorgestellt? Da sind -zig Komponenten, die man nicht einfach aus dem Regal nehmen kann, wie die «Kistenschieber»... Oder denkt Ihr dass es 20 Lieferanten z.B. für das Gehäuse etc. gibt?
Ich kenne zwar die Verkaufszahlen des mini nicht, denke aber, dass alle paar Sekunden einer (ge)fertig(t) wird.
Übrigens... wenn sich eine(r) den neuen Porsche 911 bestellt, nimmt er ja auch in Kauf, dass er/sie 6 Monate darauf warten muss...

Vielleicht ist Eurpa ...

Von: MacUser | Datum: 01.03.2005 | #6
... ja nicht der Mittelpunkt der Erde!

zwei dinge

Von: Thesi | Datum: 01.03.2005 | #7
»Erst wird der Markt in den USA abgedeckt, dann kommt Asien und irgendwann danach denkt sich einer bei Apple "Ach, schick denen in Europa auch mal 'nen Container!"«

dieses verhalten von apple geht mir schon länger auf den sack

und wie jokkel schon richtig angemerkt hat sind es vor allem die kleinen Händler, die darunter zu leiden haben. jetzt kommt demnächst noch das price-matching nach D... ich befürchte die kleinen händler von um die ecke werden reihenweise das kernobst-verkaufen aufgeben...

"Könnte"?

Von: RollingFlo | Datum: 01.03.2005 | #8
Dirk schrieb:
"Dahinter könnte man fast eine Strategie vermuten."

Ich könnte nicht nur, ich vermute tatsächlich. Weil's halt zu vielen anderen Dingen passt und ich das Puzzle für mich zusammengesetzt habe. Und siehe da: Es ergab ein Abbild der Realität am Markt, wie ich sie sehe.
Kann natürlich total falsch liegen. Liebe Anwälte, nichts liegt mir ferner als irgendjemandem irgendetwas zu unterstellen.

Sind 2 Wochen lang?

Von: Androsch | Datum: 01.03.2005 | #9
Wenn man dringend auf etwas wartet, schon. Aber bei Apple gab es (und gibt es wahrscheinlich) doch immer schon diese Lieferzeitverzögerung bei neuen Produkten, das macht sie (die Produkte) ja noch interessanter. Ich finde es aber auch nicht gut, dass die europäischen Händler so spät dran kommen, auch wenn mir meiner präzise sagen konnte, dass die iPod shuffle Ende Februar ankommen, und inzwischen tatsächlich da sind.

@Carry

Von: Dirk (MacGuardians) | Datum: 01.03.2005 | #10
Wir reden über einen Flash-Player für'n Hunni und nicht über einen Porsche für mehrere zehn/hunderttausend Euro…

Seit dem 08.02. warte ich auf Mactrade n/t

Von: FB | Datum: 01.03.2005 | #11

Ich frag' mich was ganz anderes:

Von: Mathias | Datum: 01.03.2005 | #12
Wer zum Teufel kauft von Euch eigentlich geschnitten Brot? Das trocknet doch viel schneller aus, als Brot am Stück?

Was den iPod Shuffle angeht: da ist doch nix besonderes drin verbaut, das Teil müßte man doch in riesigen Stückzahlen herstellen können. Oder irre ich mich? Egal, für mich ist der eh nix - wobei, vielleicht für ins Auto? Mal überlegen....

Mathias.

Apple = Just in Time Company ;-)

Von: Karl Schimanek | Datum: 01.03.2005 | #13
Apple hat einfach nicht die Produktionskapazitäten...

Soll Apple die Lager füllen und dann nicht verkaufen können?

Oder anders ausgedrückt, wie halbiert man den Aktienkurs über Nacht ;-)

Meine 2 Cents als Händler dazu.....

Von: sag ich nicht | Datum: 01.03.2005 | #14
Vor 6 Wochen bestellte ich 20 iPod shuffle beim Distributor, bis heute keiner eingetroffen und auch kein bestätigter Liefertermin. Da mir einige Kunden von den Bestellern sehr am Herz liegen, bestellte ich am Do. den 17.2. 10 Stck. als Endkunde im Apple Store, die am Mo. den 21.2. bei uns eintrafen.
Irgendwelche Fragen..........?????
PS: Es liegt bestimmt nicht am Distributor !

@sag ich nicht

Von: Thesi | Datum: 01.03.2005 | #15
ihr händler seid die ärmsten schweine. das ist absolut nicht in ordnung, was apple da macht.

als endkunde frag ich mich, was man da machen kann... klar, trotzdem bei euch kaufen - aber reicht das?

Kommt mal wieder runter

Von: iJürgen | Datum: 01.03.2005 | #16
Zitat:

:: According to Masashi Muromachi, Toshiba's Corporate Vice President, "demand create by this new machine [iPod Shuffle] is so vast that our current capacity can in no way meet their [Apple's] needs." ::
(gefunden auf [Link]

Es ist einfach der flash Speicher des iPod shuffle und nichts weiter. Und solange wir in Sachen coolen digitalen Produkten hierzulande auf so tolle Unternehmen wie die Telekom angewiesen sind, empfehle ich uns allen, mal ganz bescheiden die Lieferzeiten abzuwarten.

Es fällt schon auf...

Von: Tiridates | Datum: 01.03.2005 | #17
... wie unterschiedlich die Lieferzeiten sind.
Ich bin am Samstag durch Frankfurt/Main gerannt, um einen iPod Shuffle 512 MB zu bekommen und habe dann abends resigniert beim Apple Store ("Lieferzeit: 1-2 Wochen") online bestellt. Statt 14 Tagen musste ich dann aber nur 14 Stunden warten; Sonntag nachmittag wurde das gute Stück verschickt, heute miitag war es da...
Da können einem die Händler schon leid tun.

@ ut

Von: johngo | Datum: 02.03.2005 | #18
Der Vergleich mit Porsches und Bentleys
ist doch total abwegig.

Wenn es eben kein iPod sein muss, dann
kannst Du in jedem Standard-Supermarkt
die Flash-Dinger an der Kasse im Dutzend
einstecken.

Kannst Du das mit handgefertigten
Edellimousinen oder technisch eigen-
ständigen Sportwagen ebenso?
Wohl kaum? ;)

Gruss

johngo

@johngo

Von: ut | Datum: 02.03.2005 | #19
Der Vergleich soll hier auch nichts rechtfertigen. Er soll nur zeigen, dass bestimmte hochwertige Produkte, die sehr teuer sind, dennoch von Kunden bestellt werden, die bereit sind lange darauf zu warten.
Die Preisregion ist natürlich eine andere und Bentley könnte ja auch etwas an der Qualität verändern, um schneller liefern zu können. Machen sie aber nicht. ;-)

eNews

Von: M.K. | Datum: 02.03.2005 | #20
Habt Ihr schon eure Apple Store eNews bekommen, gelesen?
Da ist ein Gutschein über € 50,-- dabei für einen Einkauf im Apple Store.
Das kann kein Händler geben.
Aber man sollte sich bei Appple im klaren sein, dass manche Konsumenten die Ware auch anfingern und ausprobieren wollen.
Michael

@eNews

Von: barattolo | Datum: 02.03.2005 | #21
... ja ... bei einem Bestellwert von 499 Euro!

USA -> Asien -> Europa

Von: LoCal | Datum: 02.03.2005 | #22
Liegt vielleicht daran, dass Europa am x86igsten ist bzw sich kaum um Apple kümmert.
Ich sprech jetzt nicht von "uns", sondern von der breiten Masse. Für die ist Apple aussen vor weil
- "ist langsam"
- "ist inkompatibel"
- "gibt es nix für"
- "is weiss"
- "is für schwule"
- "gibts kein office für"
- "ist schon wieder n anderes OS"

Das ist hier ne ziemlich vorherrschende Meinung und es ist schwer das aus den Köpfen der Leute rauszukriegen.

@LoCal

Von: Dirk (MacGuardians) | Datum: 02.03.2005 | #23
Ich habe in den letzte Tage in U-Bahn, Bus und Stadt zahlreiche Menschen gesehen, die nicht zur klassischen Mac-Klientel gehören dürften (u.a. zwei Bauarbeiter), die fröhlich mit weißen iPod-Stöpseln ihren Tag vertonten. Übrigens handelte es sich bei allen um Shuffle-Nutzer… Wenn die Menge der Lieferungen nur stimmen würde, dann wäre die Stadt bald weiß… und das auch, wenn der Schnee wieder weg ist.

Seid 2 Wochen?

Von: Haiko | Datum: 02.03.2005 | #24
Hah! Ich warte seid über einem Monat (und habe jetzt meine Bestellung storniert, im Vergleich zu den neuen iPod mini Preisen lohnt sich der Shuffle ja kaum noch).

@ ut

Von: johngo | Datum: 02.03.2005 | #25
Ich glaube, Du liegst immer noch falsch.
Der iPod ist nicht hochwertig und teuer.

Tatsächlich ist er preisgünstig, schick
und modern designt, hat ein gutes
Marketing- und Bedienkonzept bei
angemessener Qualität.

Seine innenliegende Technik ist aber
absolut vergleichbar mit der Konkurrenz.
Er verwendet z. B. einen Motor (Flash-
Speicher) von der Stange.

Gruss

Hört auf zu Jammern!

Von: TwentyOne | Datum: 02.03.2005 | #26
Ich finde es fraglich Apple irgendeine Politik hinger ihren Lieferengpässen vorzuwerfen.
Die sind schlicht und einfach überfordert.
Hat sich mal jemand wirklich ernsthaft erkundigt wie die Lieferzeiten in den USA sind?
Das ein AppleStore schneller an die Geräte kommt als die kleinen Läden sollte auch niemanden verwundern, die Leute von der Produktion und vom AppleStore sitzen vermutlich im selben Verwaltungsgebäude und gehen jeden Tag zusammen Mittagessen.

Von meiner Seite kann ich nur von Sydney berichten wo ein kleiner Laden eine ganze Menge Shuffles hatte die in wenigen Tagen weg waren.
Wann er neue bekommen könne konnte er mir nicht sagen: Lieferschwierigkeiten

Bei Gravis innerhalb einer Woche

Von: Jörg | Datum: 02.03.2005 | #27
Hallo, ich hatte am 21. Februar zwei iPod Shuffle bei Gravis in Düsseldorf bestellt. Am 23. habe ich den Anruf bekommen, dass sie abholbereit sind. Wirklich inspirierend der iPod Shuffle. Ich nutze ihn jetzt vor allem für Sprachtraining und Datenaustausch.

Sprachtraining??

Von: Jörn (der andere) | Datum: 02.03.2005 | #28
Interessant. Erzähl mal, wie da der Shuffle ins Spiel kommt...

Wie die Amis...

Von: Stevo07 | Datum: 02.03.2005 | #29
Ich habe mich immer gefragt, ob die Leute die in den Store-Videos die Sackkarre vom Storemitarbeiter hinterhergeschoben bekommen, echt sind.

In ol' Germany würde doch niemand seinen G5 + Logitech Mouse + HP Drucker + 5 Softwarepakete + Mousepad + Externe Festplatte im Applestore kaufen!

Das kriegt man doch bei Saturn und Blöd viiiel billiger!!!

Und jetzt müssen sie beim Applestore den iPod kaufen, weil nur die liefern können.

La la lass dich nicht verarschen, vor allem nicht beim Preis.

--Satiremodus aus---

nur Apple hat sie

Von: Matthias | Datum: 02.03.2005 | #30
Ich wollte ihn auch über Mactrade.de bestellen. Die haben mir aber gesagt, das würde ewig dauern. Im AppleStore stand zwar 1-2 Wochen Lieferzeit dran, war aber 4 Tage später da. Ich hab einen 512er. Ich kann sie Sammelklagen in den USA mittlerweile gut verstehen. Apple hat genug, nur eben für ihren eigenen Store. Die Partner dürfen warten.

Porsche

Von: anando | Datum: 02.03.2005 | #31
>Übrigens... wenn sich eine(r) den neuen >Porsche 911 bestellt, nimmt er ja auch in Kauf, >dass er/sie 6 Monate darauf warten muss...

Der Vergleich ist gar nicht so schlecht. Geht man in den USA einen Porsche kaufen kann man ihn nämlich wirklich und tatsächlich sofort mitnehmen. Lange warten muss man in den USA auf gar nichts, ansonsten geht man nämlich zu einem anderen Händler / Marke. Und genau deswegen muss Apple erst in den USA ausliefern, die Europäer haben das anstehen scheinbar im Blut.

Gut zu merken

Von: Jörg | Datum: 02.03.2005 | #32
Danke für's Feedback, Jörg. Sprachtraining mit iPod Shuffle ist ideal, weil sich Vokabeln und Aussprache gut einprägen, selbst wenn man unaufmerksam ist. (als ich heute morgen den Tag begann habe ich spontan ein paar Sätze im Kopf gehabt) Ich habe eine CD zum Buch "Norwegisch - Wort für Wort" im iTunes digitalisiert und auf den iPod kopiert. (Würde gerne in dem Land mal arbeiten. Offene Kultur und innovative Softwarefirmen) Das kleine Buch zur CD passt auch in die Tasche, wenn ich es mitnehmen will. Besonders gut finde ich, dass die Sprache mehr praxisnah, holistisch vermittelt wird, weniger als Vokabeltrainer.

@ anando

Von: johngo | Datum: 02.03.2005 | #33
" ... die Europäer haben das anstehen
scheinbar im Blut ..."

Warst Du schon einmal in den USA?
Wohl kaum! Die sind quasi die Welt-
meister im ruhigen Anstehen.

Die Europäer machen das ganz anders.
Die kaufen dann einfach was anderes.
Deshalb ist der iPod hier nicht so stark
vertreten.

Gruss

Gut Ding...

Von: amerigo | Datum: 02.03.2005 | #34
...will Weile haben.

Es wartet ja jeder, bis er dann den iPod Shuffle endlich hat. Das ist Teil des Kultes und ich glaube nicht, dass irgend einer wegen dem ein anderes Produkt kauft.

Also, hört auf zu jammern. It's the way it is and you'll just have to sit and wait.

Auf Englisch nennt man das "whining".

@Jörg - holistisch?

Von: Haiko | Datum: 02.03.2005 | #35
Was heißt denn Sprache "holistisch" vermitteln?

@Haiko - Sprache lernen

Von: Jörg | Datum: 02.03.2005 | #36
Hallo Haiko, ich meine dass die Sprache im Zusammenhang von Alltagssituationen und ganzen Sätzen vetmittelt (und nicht mit Vokabeln und Regeln vorgestellt) wird. Die Systematik kommt dann im zweiten Schritt. Der iPod Shuffle ist übrigens auch für Musiker interessant Ich habe früher viel mit MCs trainiert, die Drum und Bass enthielten. Dazu konnte man das improvisieren üben. Mit dem iPod kommt man schnell wieder zum Anfang eines Stückes, wenn man aus dem Tackt gekommen ist.

noch mal

Von: Thesi | Datum: 02.03.2005 | #37
wer hier argumentiert, dass apple nicht genug iPods produziert, hat einfach nicht aufgepasst: der apple store kann sehr wohl relativ kurzfristig liefern! nur bei den kleinen händler kommt nix an.

es gilt bei der auslieferung nur reihenfolge: apple store > usa > asien > europa

fragt euch mal selber, wie oft ihr noch bei nem händler aufkreuzen werdet, wo man einen mp3player nicht sofort mitnehmen kann (iPod-hype hin oder her) bzw. ihr wochenlang drauf warten müsst...

Sind Applehändler wichtig?

Von: Stevo07 | Datum: 02.03.2005 | #38
Gibt es DELLhändler? Ist DELL deshalb schlecht und wird nicht gekauft?

Wenn DELL prächtig verkauft (75,- EUR Versand und keiner jammert).-Kann Apple das doch auch, oder?

@Stevo07

Von: meta | Datum: 02.03.2005 | #39
Dell kalkuliert ja auch seine Preise etwas härter, setzt mehr auf den Umsatz und die Folgekosten. Da stört es dann kaum, wenn der Versand komplett extra berechnet wird. Allein die vielen Displays, die nur mit einem Dell-Schriftzug und -Gehäuse so billig mit den Rechnern zusammen verhökert werden. Da schlagen natürlich die vielen Unwissenden zu.


Ich glaube einfach, Apple hat so einen krassen Kultfaktor, dass die gegen solche Lieferengpässe eigentlich nichts ausrichten können.

you gotta wait.. you gotta w...

moderne Produktion

Von: macschrauber | Datum: 02.03.2005 | #40
Apple macht es wie viele anderer Unternehmen auch. Man entwickelt ein Produkt und lässt es da produzieren wo es am günstigsten ist.
Ein wenig noch im eigenen Hause und der Rest meist bei anderen.

Da wird Quantität, Qualität, Liefertermin und der Preis festgelegt und solange der Vertrag läuft ist kaum was zu drehen.

Ist alles nicht so einfach

meine theorie: in 5 Jahren..

Von: Swissapple | Datum: 02.03.2005 | #41
gibts keine apple händler mehr. in jedem land mit genügend kaufkraft stehen einige apple stores und massenware wie den shuffle gibts auch im aldi, lidl oder so

AppleStore vs. Händler

Von: Jan | Datum: 02.03.2005 | #42
In mir reift derzeit der Gedanke, einen Mac mini in der Standardkonfiguration und einen iPod shuffle im AppleStore zu kaufen.

Erstens weil ich beide gerade brauche und zweitens aus Interesse, ob das mit der schnelleren Lieferung im Vergleich zum Händler tatsächlich wahr ist. Denn ich habe vor ca. 6 Wochen zwei minis für unsere Agentur bei einem kleinen Händler bestellt - und da tut sich überhaupt nichts.

Nichts gegen die Händler, aber in vielen Fällen des Hard- und Softwarekaufs sind diese ein kaum benötigter Zwischenschritt.

Wer benötigt zum Kauf eines iPod shuffle einen Fachhändler? Das ist ein technisch nicht besonders erklärungsbedürftiges Produkt, noch dazu recht günstig und eignet sich optimal zum Post-Versand. Es wird weder etwas aufgerüstet, noch könnte ein Händler eine Komponente vor Ort tauschen, da es ja nur den USB-Stick an sich gibt. Ist dieser defekt, fliegt er wahrscheinlich in die Tonne und der Kunde bekommt einen neuen.

Natürlich böte sich eine schöne Produkt-Inszenierung im Apple-CD beim Händler an, da das Einkaufen eines Lifestyle-Produktes ja auch ein Erlebnis sein soll. Aber die meisten deutschen Apple-Händler sitzen eben nicht im Stadtzentrum in einem schicken Glaspalast – sondern irgendwo an der Peripherie in schnöden Bürobauten. Da ist nix mit trendigem Shopping.

@ Jan

Von: johngo | Datum: 03.03.2005 | #43
Tja ... "wer braucht was" wirklich?

Dumm dabei ist nur, das der Händler,
der beim Erfolg des Mac mini und der
iPods aussen vor bleibt, dann auch
nicht bei einem G5 mit Profisoftware
und einem X-Serve inkl. Wartung* zur
fachlichen Verfügung steht.

Gruss

johngo

* wegen geschäftlicher Pleite

Applestore vs Händler (Teil 2)

Von: Honcho | Datum: 03.03.2005 | #44
Tja, aber bei meinem Fachhändler kann ich mir "mal eben" etwas reparieren lassen, wenn denn mal ein Defekt auftritt, und kulant ist der Laden auch. Mein iBook Akku, der nur noch 3,5 Stunden hielt, wurde umgehend ausgetauscht. Normalerweise müsste die Laufzeit unter 2 Stunden fallen, damit getauscht wird. Da warte ich lieber ein paar Wochen auf ein neues iBook, als dass ich es zur Reparatur versende, wenn ich es gerade dringend benötige.

@johngo, Honcho

Von: Jan | Datum: 03.03.2005 | #45
Beim Xserve läuft der Service grundsätzlich über Apple direkt, da macht der Händler im Garantiefall nichts, zumindest nicht unter eigener Flagge. Unser Xserve G5 stammt von Cancom, aber ein eventueller Service (den es zum Glück noch nicht gab) wird von Apple-Leuten bzw. Subunternehmern erledigt.

Bei den Laptops darf sowieso fast kein "normaler" Händler ran, die werden zum Apple-Service-Dienstleister nach Holland geschickt (z. B. CARD Services), um dort repariert zu werden.
Und da geht es wesentlich schneller, bei AppleCare anzurufen und das Gerät abholen zu lassen. Meist kommt TNT noch am selben Tag, spätestens aber am darauffolgenden, um das Laptop kostenlos mitzunehmen. Der Händler muss hierbei ohnehin das gleiche Prozedere durchführen, hier gibt es also keinen Zeitvorteil.

Und zum "Austausch-Akku": Schön, dass dein Händler tatsächlich einen solchen ab Lager hat. Ich warte hier seit 8 (!) Wochen auf einen iBook-Akku, den der Distributor unseres Händlers schlichtweg nicht herbekommt.

Das geht überhaupt nicht gegen die Händler. Diese sind sehr wichtig zur Betreuung spezifischer Zielgruppen. z. B. im Audio- oder Video-Bereich. Aber es gibt z. B. bei den "kleinen" Händlern oft große Defizite, welche auf simple kaufmännische Grundsätze zurückzuführen sind.

1.) Lagerhaltung
Ein kleiner Händler lagert in der Regel wenig bis gar nichts. Sprich: Abholen ist nur bei absoluten Standardprodukten überhaupt möglich (z. B. iBook oder 15" PB). Bei BTO-Konfigurationen gilt warten, bis der Distributor liefern kann. Der wiederum wartet auf Apple. Das sind schonmal zwei Bremsklötze in der Supply-Chain.

2.) Vor-Ort-Service
Da viele Händler sich auf einen ruinösen Preiskampf mit Online-Shops eingelassen haben, wurden die ohnehin schon kleinen Margen noch weiter dezimiert. Das Geld muss also mit Zubehör und Service verdient werden, was nicht immer kundenfreundlich abläuft. Große Händler wie Cancom bieten 3 Jahre kostenlose Vor-Ort-Garantie, die tatsächlich auch als solche bezeichnet werden kann. Diesen Service können die "kleinen" Händler schlicht nicht bieten, da sie wie oben beschrieben von Reparaturen u. ä. abhängig sind.

Aus diesen beiden Gründen gehe ich davon aus, dass wir in 5, 6 Jahren neben den Apple Retail Stores, Mini Stores und dem Online Store noch einige wenige große und entsprechend mächtige Apple Händler wie z. B. Cancom haben werden.
Letzere benötigt Apple vor allem, um ihre nibelungentreue Agenturkundschaft halten zu können. Für die kleinen sehe ich allerdings leider schwarz.

@Jan

Von: Goofy | Datum: 03.03.2005 | #46
Das mit den Powerbooks stimmt nicht ganz, inzwischen dürfen wieder alle Laptops von den Händlern repariert werden ("Portable-Zertifizierung" wird vorausgesetzt). Das Service-Center in Holland ging konkurs, beim neuen dürfen nicht mehr alle Modelle eingeschickt werden.

Wir bekommen sämtliche Ersatzteile (wenn auf Lager) innerhalb von 1 (!) Tag - von dem her macht eine Reparatur beim Händler durchaus Sinn.

Grüsse
Goofy


P.S Auch xServe Ersatzteile lassen sich natürlich beim Händler beziehen, auch im Garantiefall (ausser eben mit speziellem Service-APP direkt mit Apple)

@Jan

Von: Dirk (MacGuardians) | Datum: 03.03.2005 | #47
Eines stimmt auch nicht: Apple braucht Cancom nicht. Cancom hat, so berichten es mir gute Quellen, oft genug schon von Apple was zwischen die Hörner bekommen… Auf lange Sicht soll alles über die Stores laufen… Apple will Dell werden…

@Honcho

Von: meta | Datum: 03.03.2005 | #48
"Mein iBook Akku, der nur noch 3,5 Stunden hielt, wurde umgehend ausgetauscht."
++++++++++
Da wäre ich froh, wenn mein Akku auch mal ausgetauscht würde. 3,5 Stunden... so viel hat der ja bei Auslieferung kaum geschafft (PB 15")! :-D
Irgendetwas geht bei Apple mächtig schief, wenn ein iBook mit gleicher Rechenleistung doppelt so lang mit einem Akku durchhält. :-(

@Dirk Cancom/Apple

Von: Jan | Datum: 03.03.2005 | #49
Da könnte etwas dran sein. Unser Key-Account-Manager bei Cancom berichtet, dass Apple gerade bei Großkunden gerne direkt anklopft und Preise unter den Händler-Einkaufspreisen anbietet...

Dennoch glaube ich, dass es sich Apple nicht leisten kann, ganz auf Cancom zu verzichten, da diese wohl einen gewissen Einfluss auf Investitionsentscheidungen von langjährigen Stammkunden haben werden. Und zu diesen gehören zahlreiche große Agenturen und Verlage. Insofern spielt Apple ein gefährliches Spiel, und das wollte ich mit meinem Post zum Ausdruck bringen.

@Goofy

Von: Jan | Datum: 03.03.2005 | #50
Sollte die Situation bei den PowerBooks mittlerweile (wieder) so sein, bin ich recht froh, da gerade CARD Services nicht unbedingt für den pfleglichen Umgang mit den Geräten bekannt waren.

Mein Kommentar bezog sich jedoch auf die Situation der letzten Jahre. Und da war ich als Admin stets gezwungen, bei Apple direkt anzurufen, eine Case-ID zu holen und die Abholung des Gerätes zu vereinbaren. Der einzige Kommentar des Händlers war hier immer: "Bitte wenden Sie sich direkt an Apple." Wohl auch, weil dieser schlichtweg keine Ersatzteile auf Lager hat und sich die Reparatur dadurch verzögern würde. Also ist der Gang über Apple direkt gar nicht so übel. Es ging auch immer recht zügig, meist lagen zwischen Erstkontakt und Anlieferung des reparierten Books nur 3 Tage.

Apple zerschlägt die kleinen Händler

Von: svenc | Datum: 04.03.2005 | #51
...und das wird auch das Ende von Apple sein, zumindest vermauert sich Apple damit die Chance Switcher zum Umstieg zu bewegen.

Gerade in D tun sich die Leute äußerst schwer die Plattform zu wechseln. Die wollen vor-Ort-Service, den Apple nicht bieten kann, selbst beim teuren Wartungspaket für den Xserve. Da kann Apple noch nicht mal binnen 24h in Aachen eine Reparatur am Xserve durchführen.
Gerade die kleinen Händler, die den vor-Ort-Service, die Beratung und das Know-How mitbringen, bewegen Kunden zum "Switchen".
Der Kunde kennt einen Ansprechpartner, der ihm bei den ersten Stolpersteinen, die ihm unter OS X begegnen, auf die Sprünge hilft. Jemand der ihm seinen offiziell nicht von OS X supporteten Drucker per GimpPrint installiert.

Gerade Kunden, die heterogene Netze haben, sind potentielle Switcher, weil die Hemmschwelle zum Mac nicht so groß ist (man kennt das ja schon ein bißchen). Aber trotzdem ist hier noch viel viel Überzeugungsarbeit notwendig. Den kann Apple selbst mit einem MegaStore in der Größe des Funan-Centers in Singapore (das ist ein Geschäftskomplex mit mehreren Etagen voller Computerhändler) nicht erreichen, selbst wenn dieser Store an der nächsten Straßenecke wäre.
Die könnten 24h Dauerwerbung machen, die Leute tun sich schwer.
Unsere Kunden schätzen den vor-Ort-Service, die kennen auch den AppleStore oder sonstige Billigheimer im InterNet. Sie bestellen bei uns, weil Sie wissen, sie bekommen alles aus einer Hand. Das Vertrauensverhältnis spielt da auch eine große Rolle. Man wird bei der Planung neuer Geschäftsfelder oder Änderungen von Geschäftsprozessen um Rat gefragt, wie sich das realisieren lässt und welche Maßnahmen im EDV-Bereich notwendig sind. Da scheitert jeder Online-Vertrieb, da im AppleStore nur verkauft wird, was es von der Stange gibt. Und
1. hat Apple nicht alles "auf der Stange", was es gibt
2. gibt es Produkte, die für den Kunden erst angepasst werden müssen
Ich kenne keinen Firmeninhaber, der sagt, komm lasse uns zu Gravis fahren, wir kaufen da jetzt mal 10 neue Arbeitsplätze und switchen die gesamte Produktion auf Mac.
Genauso wird kein Geschäftskunde im AppleStore seinen "Switch" durchführen. Das "Gequatsche" (OTon meiner Kunden) "am Telefon hilft mir auch nicht weiter, ich brauche jemanden, der mir mit Rat und Tat zur Seite steht und notfalls auch innerhalb von ein paar Stunden vorbeikommen kann, wenn es brennt."
Und die Jungs aus dem FirstLevel-Support, teilweise sogar aus dem 2ndLevelSupport von Apple sind nicht in der Lage Probleme zu lösen, die außerhalb von "zugriffsrechten reparieren, PRAM zappen" etc.. liegen.
Selbst wir als Händler müssen da anrufen, wenn wir nen DOA (Death on Arrival) haben und dort werden ausgebildete ACSEs von Apple-Supportern hingestellt, als ob Sie 6 Jahre alt sind und zum ersten Mal nen Mac einschalten:
A: "haben Sie die Kabelverbindungen geprüft"
T: "das Display ist defekt, es zeigt Streifen, die interne Kabelverbindung am iMac G5 haben wir geprüft. Wir haben Firmware-Reset, Board-Reset, PRAM-Reset, RAM-Tausch durchgeführt, ohne Erfolg."
A: "das ist mir alles zu schnell. Vielleicht hilft es, wenn wir den PRAM resetten"
:-/

Der Verkauf von AppleProdukten darf man nicht als Grundlage für den kaufmännischen Geschäftserfolg nehmen.
Die 3-5 Euro Netto-Marge an einen Shuffle oder die 12-15 Euro an einem Mac mini decken nicht mal die Kosten für die Erstellung der Rechnung, deren Prüfung und Buchung. Gerade die Versandkosten machen bei diesen Produkten jegliche Marge kaputt. Wie will man einem Kunden klarmachen, dass er bei uns Versandkosten für einen Mac mini zahlen muss, den er im AppleStore kostenfrei geliefert bekommt?
Ich mag Apple, nur würde ich gerne mal mit ein paar Verantwortlichen sprechen und die fragen, ob die jemals "an der Front" gearbeitet haben und überhaupt einen Einblick in die typische Mac-Klientel und deren Anforderungen in D haben? Die Welt dort findet jenseits von iLife & Co. statt.

gruss

Sven C.

@Sven

Von: Jan | Datum: 04.03.2005 | #52
Da steckt viel Wahrheit drin.
Gerade die Jungs von der Apple Service Hotline wissen oft nur die Standard-Tricks, die jeder gut informierte User ohnehin aus dem Netz oder der Knowledgebase kennt.

Leider gibt es auch bei vielen so genannten "Fachhändlern" große Defizite bezüglich des Informationsstandes der Mitarbeiter. Wie oft habe ich Vertriebs-Leute erlebt, die von mir als Kunde erfahren haben, was Apple gerade so treibt oder welche Macs Zicken machen. Tut mir leid, aber die tägliche Lektüre der gängigen Mac-News-Dienste und der Apple-Website sollte einfach Standard sein bei Fachpersonal.

Deutlich besser schneiden hier die Techniker ab, die fast immer sehr kompetent und aufgeweckt waren, wenn es galt, rasch ein Mac-Problem zu lösen. Ich möchte Cancom hier deutlich hervorheben, deren Vor-Ort-Service ist wirklich top und ich möchte diese "Gewissheit" nicht missen. Daher würde ich nur ungern Macs für die Agentur im Apple Store kaufen.

Aber sollte Apple tatsächlich die Händler endgültig "killen" wollen, was ich nicht glaube, gibt es mit Sicherheit einen Plan B für den Pro-Support. Seien wir ehrlich: Ich kann keine teuren Server-Produkte und High-End-Produktions-Software wie Shake verkaufen ohne ein schlüssiges Kundendienst-Konzept für Firmenkunden.