ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 3622

Dr. Spyder

Oder wie ich lernte, die Welt zu kalibrieren

Autor: roland - Datum: 26.03.2005

Ich war es leid! Jawoll, einfach leid! Dass Bilddateien, die ich ausdrucke, aus meinem Canon i950 ganz anders rauskommen, als sie auf dem Cinema-Display ausschauen. Dass Fotos, die ich mit meiner Nikon D1H aufnehme, in PhotoShop anders aussehen als bei der Aufnahme. Und was tut man, wenn man etwas leid ist? Man schafft Abhilfe. In meinem speziellen Fall bedeutete dies einen konsequenten Rundumschlag: Umstellung auf durchgängige und kalibrierte Verwendung des sRGB-Farbraumes. Und durchgängig heißt, von der Kamera über den Monitor und die Bildbearbeitungssoftware bis zu Drucker und Scanner. Wie das ging, welche Tools dazu vonnöten waren, wie schwer oder wie leicht es fiel und was es gebracht oder nicht gebracht hat, davon soll in diesem Artikel die Rede sein… Bevor ich ausbreite, welche Kalibrierungs-Software und Hardware zum Einsatz kam, scheint es mir sinnvoll zu sein, mit einigen liebgewonnenen Vorurteilen bezüglich der digitalen Farbdarstellung aufzuräumen. Dazu werden wir uns allerdings mehr oder weniger tief in die Theorie der Farbräume hineinbegeben müssen. Aber keine Bange: es wird schon nicht weh tun, und ich werde mich auch auf das unbedingt Notwendige beschränken ;-)

Des Farbpudels Kern

Der Kern des Problems einer durchgängigen gleichen Farbdarstellung liegt in den Tücken der Technik: Jedes Gerät, das Farbe aufnimmt, darstellt, bearbeitet oder ausgibt, ist Opfer seiner konstruktions- und altersbedingten Besonderheiten. Sprich: Es produziert Abweichungen. Rot ist nicht gleich Rot. Grün ist nicht gleich Grün. Und Blau ist nicht gleich Blau. Schlimmer noch: Selbst die bekannten standardisierten Farbräume, über die man beispielsweise in PhotoShop stolpert, sind geräteabhängig. RGB, CMYK oder CIELAB, hilft also auch nicht weiter bei der gewünschten Vereinheitlichung. Aber... da gibt es ja noch die gewissermaßen kalibrierte Variante des RGB-Farbraums, genannt sRGB.

Warum ich sRGB Adobes RGB vorziehe

Auf die Gefahr hin, damit womöglich einen Flamewar vom Zaune zu brechen, behaupte ich hiermit, dass der sRGB-Farbraum für den digitalpublizistischen Alltag der geeignetere ist! Damit folge ich weitgehend der Argumentation von Will Crocket (online hier zu finden), auch wenn in seinem Grundlagenartikel ein paar Fehler stecken. Also nochmal: Warum ziehe ich sRGB Adobes RGB-Farbraum vor? Ganz einfach: Weil ich erstens in der Regel der Fälle meine Fotos und sonstigen Bilder selbst ausdrucke. Und zwar auf einem Canon i950, der wie die überwiegende Mehrzahl preiswerter Farbdrucker heutzutage nicht in der Lage ist, Farbtöne darzustellen, die außerhalb des begrenzten sRGB-Farbraumes liegen. Zweitens muss man sich im Sinne eines vernünftigen digitalen Workflows für einen kalibrierten, standardisierten, genormten Farbraum entscheiden, den man dann durchzieht. Denn: Jede Konvertierung bspw. von sRGB in Adobe RGB oder umgekehrt, verändert die Sättigung und generiert Farbfehler – ein Adobe RGB-Bild (mit seinem größeren Farbtonumfang) in sRGB konvertiert, hat eine deutliche Farbverschiebung im Grünbereich des Farbspektrums zur Folge!

Nochmal für die digitale Landbevölkerung

Also: Vor jedem Aufbau eines sinnvollen digitalen Workflows vom Scanner über die Kamera, den Monitor, die digitale Bildverarbeitungssoftware bis zum Ausgabemedium Drucker, Plotter oder Beamer ist die Entscheidung zu fällen, in welchem einen Farbraum man sich bewegen will. Ist das Hauptausgabemedium der Farbdruck via Tintenstrahler oder die Publizierung via Offsetdruck, macht sRGB Sinn, da der heimische Drucker wie auch die herkömmliche Offset-Druckmaschine als beschränkendes Element eh nicht mehr als sRGB auszugeben vermag. Ist das wichtigste Ausgabemedium hingegen ein Beamer oder sonst ein Medium, das deutlich mehr Farbabstufungen wiederzugeben vermag als sRGB, dann ist Adobe RGB zu wählen. Eine Konvertierung von einem in den anderen Farbraum ist unbedingt zu vermeiden!

Kommen wir zum Eingemachten

Nach dieser etwas langen und trotzdem nur die Oberfläche des komplexen Themas Farbräume streifenden Einführung komme ich nun zum eigentlichen Thema dieses Test- und Erfahrungsberichtes. Nämlich der Installation eines durchgängigen Farbmanagementsystems auf Basis des DIN-genormten sRGB-Farbraumes sowie die Kalibrierung von (vorerst) Monitor und (später) Drucker sowie Scanner. Nach langem Herumsuchen zwischen oft sehr teuren Kalibrierungslösungen habe ich mich für folgende Kombination von Software und Hardware entschieden:

sD2P von SWS Software Support als Komplettpaket aller zur DIN-normkonformen Bildverarbeitung unter sRGB notwendiger Profile, Einstell- und Kontrolldateien (in meinem Falle insbesondere für PhotoShop, Illustrator und InDesign). Das Paket enthält CMY(K) Farbtafeln in Vierfarbdruck-Simulation, einen Lichtkontrollstreifen, eine qp-Graukarte für Digitalkamera und Scanner sowie ein digitales Testchart für DIN 33886. sD2P ist hundertprozentig normkonform gemäß DIN und damit auch für Offset-Druck bestens geeignet. Preis: Um die 350 Euro.

Spyder2PRO Studio von ColorVision, ein Colorimeter mit 8 Fotodetektoren und 7 Farbfiltern als professionelle Farbkalibrierungs-Hardware für Röhren- und TFT-Monitore, plus die dazu gehörende Kalibrierungssoftware zur Erstellung des ICC-Profils; anschließbar über einen USB-Port. Preis: Um die 325 Euro.

Installation von sD2P

Was soll ich dazu groß sagen? Die Software-Installation ist komplett selbsterklärend. Neben den erwähnten Inhalten in der Kunststoff-Schatulle finde ich die CD mit der Installationssoftware. Reinschieben. Doppelklicken.



Für viele Anwender erfreulich: Neben dem OS X Installer gibt es auch einen fürs gute alte Mac OS 9! Nach dem obligatorischen Doppelklick startet eine sehr professionelle, anschauliche und Dummie-geeignete Installationshilfe.



...Die mit der Mitteilung endet "Die Software wurde erfolgreich installiert".



Was folgen sollte, um die installierten sRGB-Normdateien zu aktivieren bzw. bspw. unter PhotoShop anwählbar zu machen, ist ein Neustart des Mac. Während diesem bestätigt ein Start-Screen die installierte DIN-konforme sD2P-Software.



Natürlich bleibt nun noch ein wichtiger weiterer Schritt zu tun: Das Starten von PhotoShop und dort dann die Aktivierung der sD2P-Profile.



Ein Blick in PhotoShop auf das Menü Farbeinstellungen werfen und dort unter Eigene den sD2P RGB-Farbraum auswählen, dito die CMYK-Variante, Graustufen und Schmuckfarbe, anschließend darunter das RGB-Farbmanagement auf Eingebettete Profile beibehalten umstellen, bei CMYK in CMYK-Arbeitsfarbraum konvertieren auswählen sowie unter Graustufen die Option in Graustufen-Arbeitsfarbraum konvertieren. Und fertig! Sprich: Wir können nun die Hardware installieren…



Die Packung zeigt, dass es sich um die (empfehlenswerte) PRO-Version des Kalibrierungswerkzeugs handelt. Der Inhalt der Packung besteht aus dem UFO-ähnlichen Kalibrator mit festen USB-Kabel und Distanzhalter zur Bildschirm-"Montage" sowie der CD mit der Installations-Software.



Schiebt man die CD ins Laufwerk und öffnet sie per Doppelklick, sehen wir dies:



Wir hängen den Spyder schon mal locker an den oberen Bildschirmrand und starten das Installationsprogramm.



Das gesamte folgende procedere benötigt seine Zeit. Auf meinem 1,47 GHz-Quicksilver 2 rund eine Viertelstunde. Denn was nun folgt, ist die Kalibrierung der RGB-Grundfarben Rot, Grün und Blau sowie abschließend des Grauspektrums. Wobei jeweils im Sekundentakt die Farbhelligkeit in definierten Stufen von dunkel nach hell hochgeregelt, gemessen, gespeichert wird.



Hat alles geklappt (und warum sollte es nicht?), wird abschließend bestätigt, dass für den besagten Monitor das Profil erstellt worden ist.



Was dann folgt, ist ein "Vorher/Nachher"-Screen, der recht drastisch vor Augen führt, was sich verändert hat. In dem Zusammenhang sollte ich vielleicht noch darauf hinweisen, dass es vor tart des ganzen Kalibrierungsprozesses dringend geboten ist, auf ein neutrales Umgebungslicht respektive Tageslichbedingungen zu achten! Also bitte nicht am Abend bei Kerzen- oder Glühlampenschein kalibrieren. Ebensowenig bei vollem Sonnenlicht. Da jedes Umgebungslicht seine ihm eigene Farbtemperatur aufweist, beeinflusst es natürlich den Kalibrierungsprozess.



Gammawert, Luminanzbestimmung, Weißabgleich, etc., all das geht mit dem Spyder locker von der Hand. Was ich zu dem Preis erstaunlich finde. Da ich hier nicht in die wissenschaftlichen Feinheiten der unterschiedlichen Farbtemperaturen einsteigen kann und will, mache ich es mir einfach und weise auf die im Anhang zu findenden Links hin. Wer fachspezifische oder physikalische Fragen hat, wird dort die Antworten finden.

Fazit: Professionelle Kalibrierung zum Einstiegspreis

Ich habe anschließend noch mit Hilfe der sD2P beiliegenden Hilfsmittel, Farbkeile etc. den Drucker auf sRGB kalibriert und dann einen Testausdruck eines mit der Nikon D1H unter sRGB aufgenommenen und anschließend in PhotoShop unter sRGB bearbeiteten Fotos gemacht. Der Workflow ist reibungslos. Das Ergebnis war eine geschätzt etwa 95-prozentige Übereinstimmung zwischen Bildschirmdarstellung und Ausdruck. Und mehr kann man ohne teure Highend-Prooflösung nun wirklich nicht verlangen. Wenn man bedenkt, dass alleine ein hochwertiges Colorimeter einen runden Tausender kostet, kann man da wirklich nicht meckern. Beide Tools machen eine Materie, die bis dato als extrem komplex und ausschließlich Profis vorbehalten galt, auch für Normalsterbliche bezahl- und nutzbar. Deshalb gebe ich abschließend eine klare Kaufempfehlung – insbesondere für jeden, der selber häufig ausdruckt oder im Rahmen der Druckvorstufe beruflich Bilder für den Offsetdruck weiterreicht.

Abschließend noch ein Tipp: Es empfiehlt sich generell und unabhängig vom Kalibrierungstool, den jeweiligen Monitor in gewissen Zeitabständen (bei dem einen kürzer, bei dem anderen länger, bei mir etwa alle vier Wochen) nachzueichen, da sich Displays erstaunlich kurzfristig in ihren Eigenschaften verändern, altern, etc.

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Anhang: Links

Der RGB-Farbraum
ICCView Informationen zum Colormanagement
Kurzübersicht zu den RGB-Farbräumen

Dann natürlich das vorzügliche

ColorVision Tutorial zum Thema Farbräume

sowie

Will Crockets Überlegungen zu sRGB und Adobe RGB

und speziell für Nikon-Fotografen

Nikon pro Color-Management

Kommentare

Für solche Artikel...

Von: Marcel_75 | Datum: 26.03.2005 | #1
...liebe ich MacGuardians! :)

Während andere Seiten über den x-ten Build von 10.3.9 oder Tiger berichten, konzentriert ihr euch lieber auf wirklich interessantes.

sehr gut!

Von: nico | Datum: 26.03.2005 | #2
der erste beitrag, der es geschafft hat, auch ausgedruckt zu werden.
habe mich inhaltlich noch nicht naeher mit beschaeftigt, tendenziell aber einfach erklaert und gewisse probleme erklaert, die auch mich betreffen.
moeglicherweise eine investition wert.

super!

Von: psh | Datum: 26.03.2005 | #3
wirklich ein guter artikel. den druck ich auch aus. aber erst, wenn mein hp deskjet wieder eine farbpatrone drin hat. und auf meinem schreibtisch hat's auch kein platz um noch mehr abzulegen…
gibt es eigentlich im einsteigerbereich auch etwas, um beamer zu kalibrieren? das wird bei mir nämlich demnächst anstehen und ich möchte das nicht von hand machen, wenn's irgendwie geht.

@psh

Von: Roland Mueller | Datum: 26.03.2005 | #4
Mit dem thema habe ich mich neulich auch beschäftigen müssen ;-) Da hier jeder Beamer sein eigenes Süppchen kocht, empfehle ich Dir mal ein paar hilfreiche Links:
Heimkino-Forum
Cine4Home
und natürlich als vielleicht hilfreichste Adresse Projektor-Tuning.
Speziell letztere Adresse ist die mit Abstand empfehlenswerteste zum Kalibrieren von Beamern hier in Deutschland. Entweder zum Selbernachmachen. Oder zum Einschicken und machen lassen!

Für zuhause OK

Von: Jagga | Datum: 26.03.2005 | #5
Respekt für die kurzgefasste Vermittlung eines solch schwierigen Themas! Der Artikel ist gut geschrieben, und bestimmt brauchbar für Leute, denen die Materie fremd ist.

Für gute Ergebnisse - wie beschrieben - auf dem eigenen Tintenstrahler ist diese Anleitung sehr gut brauchbar, aber ich kritisiere, dass gleichzeitig die "professionelle" Anwendbarkeit für Druckvorstufe und Druck empfohlen wird. Ganz so einfach ist es nicht. Allerdings wäre es schon ein Fortschritt, wenn die Hobbyisten ihre Bilder auf diese Art zum Druck anliefern würden...

In Amerika hat man sich auf sRGB eingeschossen, aber dieser Farbraum ist im Prinzip nur für preiswerte Heimkameras zu gebrauchen, die eh nichts anderes rausgeben. Und in sRGB konvertierte Bilder sind eher ein Garant für eine Druckergebnis, dem man das "Homemade" ansieht.

Professionelle Bildverarbeitung und der Workflow über Druckvorstufe zum Offsetdruck läuft zumindest in Europa anders ab. Unter den Digitalfotografen gibt es heftige Diskussionen über den "richtigen" RGB-Farbraum, und die Tendenz geht auf alle Fälle in Richtung eines großen Farbraums (aber auch nicht Adobe RGB!), und nicht zum kleinsten gemeinsamen Nenner, der sRGB nämlich ist.

Stichworte "Farbmanagement" zum googeln verwenden, und dann findet man schnell heraus, dass es immer noch (und wahrscheinlich immer) kein Patentrezept zum für Fotos geben kann.

@Jagga

Von: Roland Mueller | Datum: 26.03.2005 | #6
Du hast natürlich im Prinzip recht. Insbesondere auch, was die heißen Diskussionen unter Fotografen angeht, die oft genug schon in den Bereich der Weltanschauung fallen ;-) Da es hier aber in der Tat um eine bezahlbare und deshalb sinnvolle Einsteigerlösung handelt, die zumindest den ersten, wichtigen Schritt zu einem vernünftigen Farbmanagement ermöglicht, wollte ich keinen professionell in die Tiefe gehenden Artikel produzieren. Man könnte zu dem Thema in der Tat ein ganzes Buch schreiben. Deshalb meine Bitte an mitlesende Druckvorstufenprofis und Berufsfotografen: kurz wegschauen, wenn ich Dinge raffe und vereinfache, um des Verständnisses willen. Danke :-)

OT: Vielleicht interessant

Von: Karl Schimanek | Datum: 26.03.2005 | #7
[Link]

Tipp: ECI-RGB

Von: ürsu | Datum: 27.03.2005 | #8
guter artikel. aber: bei uns in der druckvorstufe arbeiten wir mit dem ECI-Arbeitsfarbraum. LINK: [Link] Wurde uns auch in der Schule für Gestaltung Bern empfohlen, dort wird auch mit dem gearbeitet. ECI-RGB hat einen grossen Farbraum und ist gut geeignet für anschliessende konvertierungen in CMYK (Eurostandard (Coated), 10%, UCR, 340%).

@Roland Mueller

Von: Jagga | Datum: 27.03.2005 | #9
Ja, einverstanden, man sollte nicht alles so kritisch betrachten. Es kommt immer auf den Rahmen an, und Dein Artikel hat ja die Zielgruppe klar angesprochen.

Es wäre schön, wenn es noch viel mehr Aufklärung zu diesem Thema gäbe. Jeder, der sich einigermaßen auskennt, weiß selbst wie viele Jahre das gedauert hat, bis man nicht nur Bahnhof hörte, sondern auch aufs Gleis fand :-)

Ein gutes Buch für ambitionierte Anwender wäre wirklich nicht schlecht. Zur Zeit gibt es meiner Meinung nach nur ein einziges gutes und aktuelles für den Bereich Printmedien, das allerdings einiges an Fachwissen voraussetzt: "Real World Color Management" von Fraser, Murphy, Bunting (Peachpit Press, ISBN 0-201-77340-6).

@ürsü

Von: Jagga | Datum: 27.03.2005 | #10
Also wenn ich mir noch eine Fachsimpelei erlauben darf, dann halte ich wieder die Klappe :-)

Mit ECI-RGB haben wir auch die besten Erfahrungen gemacht, wenn es darum geht, vor der Konvertierung in CMYK ein passendes Profil für unprofilierte oder falsch profilierte RGB-Bilder zu finden. Für die Profilierung und die Ausgabe in einem reinem RGB-Workflow oder in einem neutralen Workflow für verschiedene Medien muss das nicht genau so sein.

Für die Profilierung von digitalen Bildern aus Profi-Kameras zeigt sich zur Zeit folgender "optimale" Weg: Da es um Qualität geht und die Größe der Speichermedien nebensächlich ist, sichert man die Bilder in der Kamera im RAW-Modus ab und weist Ihnen erst hinterher Profile zu. Und zwar *eigene* RGB-Profile, die man je nach Lichtverhältnissen angefertigt hat. In solchen Fällen ist das natürlich das Quellprofil für die CMYK-Konvertierung.

Und das CMYK-Profil, das Du angibst (Eurostandard Coated, 10%, UCR, 340%), ist gar keins, sondern eine ziemlich schlechte Pseudo-Profilierung von Photoshop aus "in Profil konvertieren... - eigene Einstellungen", die man nie verwenden sollte (nur stand das leider jahrelang in allen Fachbüchern, weil es bis zur Version 6 kein richtiges Farbmanagement in Photoshop gab). Sondern stattdessen eins der ISO-Profile für Standard-Offset oder ein anderes - aber eben echtes - Farbprofil für andere Druckbedingungen. Und wenn eigene Separationseinstellungen nötig sind, sollte man die Originalprofile mit einem geeigneten Tool wie PrintOpen oder ProfileMaker modifizieren.

MG halt ...

Von: fazzur | Datum: 27.03.2005 | #11
Ich glaube die Mischung aus eigenen Meinungen, Fachwissen und dem gewissen Etwas findet man nur hier.
Super Artikel !
Super Diskussion !
Wie oft ich hier oder im Forum schon auf Dinge gestoßen bin, von denen ich vorher gar nicht wußte dass sie mich interessieren würden.

Ein paar Anmerkungen

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 27.03.2005 | #12
Ja, da könnte man Glaubenskriege entfachen, aber für den beschriebenen Einsatzzweck ist die Konfiguration sehr empfehlenswert. Ich möchte zwar sRGB prinzipiell keine sonderliche Eignung zusprechen, da es ein verkrüppelter Farbraum ist, aber viele Tintenstrahler (ohne vorgeschaltetes RIP) rechnen im Treiber mit sRGB und bereiten so die Daten auf. Da hat man dann von wesentlich besseren Farbräumen (bezüglich einer "Tauglichkeit" zur späteren CMYK-Separation) nicht viel. Und wenn man meist eh mit sRGB-Quellmaterial arbeitet, dann kann man gut und gerne eciRGB oder andere Farbräume als Arbeitsfarbraum haben, aber wie erwähnt wären Konvertierungen kaum sinnvoll, und wenn man nicht konvertiert, sondern für eben jene Bilder dann immer das sRGB-Profil beibehält (was richtig ist), dann sind wir wieder beim Ausgangspunkt ;)

Prinzipiell jedoch rollen sich bei mir die Zehennägel auf, wenn ich sRGB und Offset in einem Satz höre. eciRGB oder L*RGB sind hier die besseren Farbräume, da sie den CMYK-Bereich sehr gut abdecken. Ergo kommt es bei der Separation zu weniger notwendigen Verschiebungen. Aber wie erwähnt: Liegt das Quellmaterial eh in sRGB vor (von einer DigiKam), dann lohnt eine Konvertierung in einen solchen (größeren) RGB-Farbraum nur, wenn man _signifikante_ Bearbeitungen vornimmt. Geht es nur um eine Farbkorrektur, schadet wahrscheinlich die Mehrfachkonvertierung mehr.

Dann noch ein Wort zu sD2P. Wenn das noch irgendwas mit dem früheren Dienstleister D2P zu tun hat,, und wenn die ihre Profile nicht wesentlich besser in den Griff bekommen haben (und vor allem immer noch mit dem wahnwitzigen Gammawert 1.1 rechnen), dann kann ich von dieser Lösung nur dringendst abraten, dann insbesondere der Gelbaufbau, dementsprechend auch die Grauachse sind in CMYK nachgerade abenteuerlich. Ich kenne D2P von vor einigen Jahren, da war zugegebenerweise Farbmanagement noch eher in den Babyschuhen (jetzt isses immerhin schon in Kinderschuhen ;), und wir haben damals mit D2P experimentiert und kurze Zeit auch produziert. Solange man aufpasst und man mit den Bildern richtig umgeht (sprich die eingebetteteb Profile berücksichtigt), konnte man mit den Bildern leben, auch wenn in den Tiefen der Gelbanteil haarsträubend war -- was an den Profilgradationskurven aber auch deutlich ablesbar war, denn Gelb brach schon bei 70% ein gegenüber den anderen Farben. Auch die Grauachse war etwas... naja, schwer zu bändigen. Das Fatale war (seinerzeit), dass sich D2P _sehr_ weit von anderen Farbräumen bewegte, und dass die Daten daher enorm verbogen waren. Wenn da jemand an die Bilder gerät und Profile missachtet, ist ein völliges Desaster unausweichlich, da sind falsch behandelte "SWOP-Bilder" ein Kinderkram dagegen.

Aber ich denke doch, dass, wenn die beiden überhaupt etwas miteinander zu tun haben, auch D2P mittlerweile das in den Griff bekommen hat.

Bleibt für mich, dass ich dennoch die geschilderte sD2P-Schiene für überflüssig halte. Monitor kalibrieren, Drucker kalibrieren und profilieren, und ein RIP vorschalten (eh klar), das Ganze auf eciRGB/ISO COATED laufen lassen (im Falle der hier vorliegenden Quelldaten ist sRGB völlig legitim) und gut. Denn hier hat man meines Erachtens den Vorteil, noch einen Tacken "standardisierter" vorzugehen, so dass beim eventuellen Datenaustausch weniger passieren kann (weil der andere wahrscheinlich mit den gleichen oder zumindest ähnlichen Bedingungen arbeitet). Aber der geschilderte Einsatzbereich ist ja auch eher in sich abgeschlossen, und da zählt, was funktioniert -- was es ja scheinbar tut ;)

Und prinzipiell sind sämtliche Artikel zu diesem Thema gut, denn die Mehrheit (??) sieht in jedwedem Anflug von Farbmanagement immer noch den Belzebub höchstpersönlich :/

nette hobbylösung...

Von: Juergen | Datum: 27.03.2005 | #13
aber mehr auch nicht. das geschilderte messgerät wurde von uns ausführlichst getestet und mit dem kommentar: "macht eure hausaufgaben" - an den hersteller zurückgesandt. (wir bekommen solchen kram immer zum testen).
colorvision softwarelösungen sind hobbykram und gaukeln dem anwender irgendwelche normen vor. nichts da. völlig verbogene profile (profiler doc), die keiner gebrauchen kann.

wenn ihr euch schon mit cmm beschäftigt, was sicher sehr zu empfehlen ist (obwohl es ein alter hut ist) - dann bitte produktionstauglich und schickt die leser nicht in die wüste. nicht dass ich als prüfer nachher wieder solchen quatsch höre...:-)

Hi DJ, doch, gibt's!

Von: Roland Mueller | Datum: 27.03.2005 | #14
...von Apple selbst, allerdings auf Englisch, dafür aber bebildert. Gut 3 MB großes PDF zum Direkt-Download hier!

@Juergen

Von: Roland Mueller | Datum: 27.03.2005 | #15
Klar, dann argumentieren wir auf Basis eines GretagMacbeth Spectralphotometers plus ein ProfileMaker Package für runde 3000 Euro. Und niemandem ist geholfen. Geschweige denn, dass eine Sensibilisierung für die grundsätzliche Notwendigkeit eines durchgängigen Color-Workflows zu erreichen wäre. Ich wäre schon zufrieden, wenn die Werbeagenturen, mit denen ich beruflich zu tun habe, überhaupt einsehen würden, dass Kalibrierung der Kette notwendig ist, um vernünftige Ergebnisse zu erhalten. Und ich rede hier nicht von den Kleinen der Branche...

@Roland

Von: Stephan Fürnrohr | Datum: 27.03.2005 | #16
Erstmal Danke für Deinen gelungenen Artikel. Ein paar Amerkungen/Fragen hierzu:

Thema Monitorkalibration:

"Klar, dann argumentieren wir auf Basis eines GretagMacbeth Spectralphotometers plus ein ProfileMaker Package für runde 3000 Euro"

Das stimmt so nicht, es gibt in der 300 € Klasse durchaus brauchbare Alternative (Gretag EyeOne, Monaco, XRite, ColorEyes Display, etc...)


Thema Kamerakalibration:

Hast Du ein individuelles Kameraprofil erstellt nd wenn ja, mit welchem Softwareprodukt?

Ciao,
Stephan

@ Roland

Von: Juergen | Datum: 27.03.2005 | #17
natürlich, da hast du recht.
sensibilisierung sollte nach über 10 jahren erfolgreichem cmm auch mal in d greifen.
nein, weisst du woran es liegt. die berufschullehrer vermitteln meistens mist und machen einen grossen bogen um die thematik - weil sie´s selbst nicht raffen.
cmm kann so simpel sein, wenn man es nicht künstlich aufbläst.

trotz allem ist die colorvision lösung vortäuschung falscher tatsachen und nutzt im produktionsalltag nichts.
gutes handwerkszeug kostet geld - das war schon immer so (und ist selbst dann nicht fehlerfrei - siehe profilemaker 5)

gruss

@Stephan

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 27.03.2005 | #18
Richtig, das Gretag Gerät (EyeOne) ist wahrscheinlich besser als das Spyder, und letzteres kenne ich nun auch nicht aus dem täglichen Gebrauch, aber neben dem Messgerät spielen so viele andere Faktoren noch hinein, dass man dann doch in Regionen gerät, die Roland nannte. Wer wirklich die Kette durchkalibrieren und profilieren möchte, wird ja nicht beim Monitor aufhören, sondern der braucht ein Messgerät (und die nötige Software), um auch den Proof einzumessen etc. pp. Ist eben eine Frage des Anspruchs, und bei manchen kommerziellen Agenturen wäre schon diese Lösung besser als nichts. In manchen wäre eine Normlichtlampe schon mal eine Investition :)

Zum Kameraprofil: Ich hatte mal die Lösung von basiccolor zum Testen, dcam, samt Target mit Lichtfalle und Graukarte. Das war schon eine leckere Lösung, die -- eine gute Kamera vorausgesetzt -- sehr gute Ergebnisse lieferte. Lohnt aber nicht für jeden, das sollte man sich gut durchrechnen, ist, wie so vieles von basiccolor, nicht ganz billig. Meines Erachtens tut es eine Graukarte meist auch nicht schlecht, eine passende Grauachse ist ja auch was ;)

@DJ

Von: iwo | Datum: 27.03.2005 | #19
Einen Beitrag "light" habe ich noch via qxm.de bei Apple gefunden: [Link]
Ansonsten war das ein sehr gelungener Beitrag von Roland. Hat mir sehr geholfen. Danke.

Noch ein Nachtrag

Von: Roland Mueller | Datum: 27.03.2005 | #20
Beim Nachrecherchieren habe ich noch eine gut gemachte Seite bei Nikon Europe gefunden, auf der sehr leicht verständlich die Grundlagen und begrifflichkeiten von Farbmanagement erläutert werden: hier!

empfehlenswertes Tutorial

Von: MetaVampire | Datum: 27.03.2005 | #21
siehe [Link]

@jürgen

Von: fred | Datum: 27.03.2005 | #22
Deinen "laden" möcht ich kennenlernen scheinst ja wirklich ausgewiesenster experte zu sein dass Du jemandem hardware mit dem vermerk "macht hausaufgaben" zurückschicken kannst. vielleicht wurmit Dich aber auch nur die tatsache dass es nicht immer vermeindliche experten (vielleicht wie Dich) für teures geld samt ihrer hardware kaufen muss um einen vernünftigen druck hinzubekommen. aber ich werd mal bei cv nachfragen ob jemand tatsächlich so adressiert hat ;)

mann ihr Nieten,

Von: alex | Datum: 28.03.2005 | #23
was soll das ständige rumgenerve? Wenn man nicht zig tausend Euro ausgeben will ist der Artikel vielleicht garnicht so schlecht. Und wenn ihr etwas besser wisst einfach dazu schreiben, und nicht immer nur "alles völliger Mist".

Erstmal selber besser machen! Aber es gibt halt immer Leute, die immer nur zu Meckern haben, aber selbst nichts auf die Reihe kriegen. Armseliges Leben.

Digitaler Schrott

Von: held | Datum: 28.03.2005 | #24
Wenn ich den ganzen Schwachsinn der digitalen Bildbearbeitung betrachte kann ich jedem Nichtprofi nur empfehlen im analogen Bereich zu bleiben.Schon mal die Qualität, Schärfe und Farbintensität von heutigen digitalen Kameras, die nicht gerade mehr als 10000 € kosten mit der von guten "alten" Leicas, Canons verglichen?! Und diesen Aufwand nur um Bilder auszudrucken, nein vielen Dank, Lebenszeit sollte einem wichtiger sein als ein kalibrierter Monitor wenn man nicht gerade sein Geld damit verdienen muß.

@Vollted: kauf dir mal 'ne Tüte Deutsh...

Von: Mathias | Datum: 28.03.2005 | #25
...mir hat 's auch gehelft.

Und dann komm wieder und trage sachlich etwas zur Diskussion bei.

Mathias

Arrogantes Arschloch

Von: Mitleser | Datum: 28.03.2005 | #26

Welches Gerät denn nun nehmen?

Von: Dr. Waters | Datum: 28.03.2005 | #27
Ich bin auf der Suche nach einem Kalibriergerät für den Monitor. Das Spyder hatte ich ins Auge gefasst, aber es wird hier in der Kommentaren so schlechtgemacht. Mehr als 300 Ocken sind aber nicht drin, sonst muss ich weiter ohne arbeiten.

@held

Von: Dr. Waters | Datum: 28.03.2005 | #28
Höhö, wenn ich das immer lese. Zur Information hier mal gucken. Und inzwischen gibt es noch bessere Kameras: [Link]

Hey! Mitleser ist mein Nick

Von: mitleser | Datum: 28.03.2005 | #29
Lass den mal in Ruhe!!!! Und beschimpfungen sind uncool...

@Vollted

Von: Mathias | Datum: 28.03.2005 | #30
Wow, schon wieder so viel Konstruktives. und ganz ohne Fehler....

Mathias.

Nicht druckvorstufentauglich

Von: nic-n | Datum: 28.03.2005 | #31
Tut mir leid, aber der Artikel steckt voller Halbwahrheiten und Fehler, und von der Druckvorstufe hat der Autor anscheinend wenig Ahnung. Sicher ist eine Bildschirmkalibrierung äußerst wichtig, und bestimmt kann man als Web-Designer auf dem beschriebenen Weg gute Ergebnisse erzielen. Der sRGB-Farbraum ist z.B. besonders klein und nicht zuletzt DESHALB der "kleinste gemeinsame Nenner" der Systemwelten. Kein professionell arbeitender Scan-Dienstleister wird Ihnen Rohdaten in sRGB liefern. Wenn ja, sollten Sie ihn sofort wechseln.

Ein absoluter Witz sind die Photoshop-Voreinstellungen für CMYK, jeder Fachmann weiß, dass man tunlichst nicht unkontrolliert CMYK-Bilder in ein beliebiges CMYK-Profil konvertieren darf, sondern erstmal versucht herauszubekommen, wie die separiert werden.

Wo sich Farbexperten wie die Leute von der Fogra oder eci.org seit über 10 Jahren für medienübergreifendes Farbmanagement stark machen und eine wirklich komplexe Thematik bearbeiten, will uns der Autor weismachen, dass es doch so einfach ist. Es wäre gut gewesen, wenn er sich mal grundlegend mit der Materie beschäftigt hätte, und zwar nicht nur in der Theorie; dafür gibt es übrigens Color Consultants, die machen sowas jeden Tag. Und von so einem habe ich mir auch bei der Kalibrierung meines Workflows helfen lassen.

nicht böse sein...

Von: Juergen | Datum: 28.03.2005 | #32
aber der artikel und das propagieren von srgb ist wirklich absoluter quatsch.
auch wer die gelegenheit hat, den spyder zu testen und mit anderen lösungen zu vergleichen wird sich entweder furchtbar ärgern oder kringelig lachen. das teil ist unnütz.
wer nicht so viel kohle hat, sollte sich das i-one monitor 2 kaufen. das ist halbwegs gut.
gute spektralphotometer fangen beim spektrolino an.
mit messtechnik ists aber nicht getan. im unternehmen muss dann auch jemand spezialisiert sein. und farbe ist ein weites feld - sehr weites :-)
also wenn gutgemeinte artikel, dann sauber recherchieren. ostergruss

@juergen

Von: fred | Datum: 28.03.2005 | #33
damit erklärst Du macworld uk & us für blöd & Dich für unkompetent ... zitiere: der eye-one monitor ist eine brauchbare einsteigerlösung ... aber der spyder hat uns überzeugt - ergo hat der eye-one 3 mäuse bekommen und der spyder 4,5. - ich glaub Du wirst von gretag bezahlt ;) falls ja, wohl bekomms. ausserdem führen mehrere wege nach rom.

@jürgen (nachtrag)

Von: fred | Datum: 28.03.2005 | #34
ausserdem müsstest Du mir bitteschön erklären welchen vorteil ein spectralphotometer bei der monitorkalibrierun haben sollte & warum die referenz von minolta colorimeter basiert ist. srgb hat seine berechtigung wenn ich in der (consumerwelt) durchgehend mit srgb arbeite(n) will. natürlich wird der profil rgb (egal ob eci oder adobe) vorziehen. ich glaub Du machst Dich schlauer als Du wirklich bist.

@nic-n et al

Von: Roland Mueller | Datum: 28.03.2005 | #35
Ich habe in der Tat wenig Ahnung von der Druckvorstufe (jedenfalls nicht mehr, als sich nach 25 Jahren in der Werbung so ansammelt).

Das einzige, was ich in meinem Beitrag behauptet habe, ist, dass sich in meiner Kette (Nikon D1H > PhotoShop CS > Apple Cinema Display > Canon Drucker i950) die getestete low-budget Hardware/-Softwarelösung bewährt hat. Wobei in der Hauptsache Webdarstellung und Print-Outs auf besagtem Canon-Drucker anfallen. Ich habe zudem den ambivalenten Artikel von Will Crocket bezüglich sRGB/Adobe RGB zur Diskussion gestellt (hat den jemand gelesen? Nein? Hm.).
Dass diese Lösung um einiges davon entfernt ist, unter professionellen Druckvorstufenbedingungen konkurrenzfähig zu sein, bestreite ich nicht.

Mit dem Einwand bezüglich der CMYK-Umwandlung hast Du allerdings recht. Auch wenn der Effekt dann so gravierend auch wieder nicht ist.

Aber nochmal: Dies ist eine Consumerlösung und als solche allemal besser als gar kein Farbmanagement! Und vor diesem Hintergrund kann ich bestens mit den notwendigen Einschränkungen leben, die sich ergeben, wenn ich durchgehend in sRGB arbeite. Zudem werden zumindest auf dem Printout 9 von 10 Nichtprofis den Unterschied nicht bemerken!


Ansonsten: Frohe Ostern! (Roland "Dr. Frankenmac" Mueller)

Unterstreich

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 28.03.2005 | #36
Aber nochmal: Dies ist eine Consumerlösung und als solche allemal besser als gar kein Farbmanagement!

Exakt. Einige Einwände mögen durchaus korrekt sein, und ich selbst habe so meine Vorbehalte, aber das beschriebene Vorgehen enthält keine gravierenden Fehler, so dass man also nicht von verschlimmbessertem Farbmanagement reden kann. Ob es besser geht sei immer dahingestellt. Aber es geht sowas von leicht und drastisch schlechter, das muss ich leider tagtäglich in der Arbeit feststellen, wo ich mich gerade für ein Magazin (mit Myriaden von Fremddateien) mit aberhunderten Bilddaten abmühen darf -- unterschiedlichster Quelle und mit wahrhaft aberwitzigen Einstellungen (meist gar keine, eh klar ;).

Aber bei den Pappenheimern müsste man noch viel weiter vorn anfangen ;)

Ebenfalls Unterstreich

Von: Jagga | Datum: 29.03.2005 | #37
Ich schließe mich flos Unterschreichung an. Und weil hier so schön geschimpft wurde, mag ich auch noch was sagen.

Beim ersten Lesen des Artikels hatte mich der Bezug zum Offsetdruck ziemlich gestört. Ohne diese Formulierungen hätte es hier bestimmt nicht so ein vehementes Aufhusten gegeben.

Eigentlich sollte jedem MG-Leser klar sein, wen diese Seiten ansprechen und welches Fachlevel man ansetzen kann. Für das Profi-Druckvorstufen-Publikum gibt es ganz andere Foren und Newsgroups. Deswegen ist es nicht fair, dem Autor mangelnde Recherche anzukreiden.

Was anderes als Spectrolino verwende ich für Farbmessungen zwar auch nicht - aber bei der Arbeit! Für die Heimanwendung den qualitativen Start bei einem solchen Gerät anzusetzen ist lächerlich.

Sachlich ist der Artikel begründet - es geht um den Heimbereich. Wie wärs denn mit einem Folge-Artikel, der allen Interessierten weitere Informationen zu RGB-Farbräumen für den *Alltag* auf ebenso einfache Weise erklärt?

@fred

Von: Juergen | Datum: 29.03.2005 | #38
macworld uk - soso. die beschreiben ja sehr genau die testbedingung. der test ist für dau only - wie meist in diesen blättern.

wenn du den unterschied zwischen einem kolorimeter und einem spektralfotometer nicht kennst (und die verknüpften unterschiede) - mach einen kurs.

eye-one display 2 ist eine brauchbare lösung. (vernünftiger monitor vorausgesetzt). in dem preissegment ungeschlagen.
nein, ich werde nicht von gretag bezahlt, verdiene aber mein geld mit farbe und dazugehöriger technik. und das seit 25 jahren recht erfolgreich.

du schreibst:ich glaub Du machst Dich schlauer als Du wirklich bist.

im thema farbe weiss ich täglich, das ich nichts weiss - trotz 25 jahren praxis.

noch eins...

Von: Juergen | Datum: 29.03.2005 | #39
auch die restlichen produkte von colorvision taugen nichts.
am schärfsten ist die doctor-pro software. keine verarbeitungslösung der welt kann mit den erzeugten profilen zuverlässig arbeiten. reine augenwischerei.

Juergen

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 29.03.2005 | #40
Wenn du sagst, dass das Colorimeter von Colorvision nichts taugt -- inwiefern zeigt sich das dann? Ist die Messung dann also ungenau (und nicht-linear -> verbeulte Grauachse), und mit welchem Delta-E muss ich da dann leben? Oder liegen die Fehler anderweitig? Oder Oder oder? Mehr konstruktive Info dazu bitte, das interessiert mich ja schon.

@jürgen (nachtrag)

Von: fred | Datum: 29.03.2005 | #41
blas Dich ruhig weiter auf - macworld war nicht der einzige test in dem das 3 filter gerät von gretag arm dastand aber darum geht es nicht - bei doctor pro denk ich einfach mal Du kannst nicht damit umgehen ..... etwas ps kenntnisse sind voraussgesetzt um damit arbeiten zu können & vielleicht bist Du damit ja nicht gesegnet. vor 25 jahren hatt ich wirklich noch keine ahnung was digitale farbe ist, aber den ersten mac & sehr wohl die ersten 10 kameras. seit 8 jahren arbeit ich voll digital mit mf & back. "farbexperten" wie Du haben den umstieg erst wirlich sauer gemacht - leute wie colorvision haben tools gebracht, die für den fotografen verständlich sind - das ist wirklich wichtig - die menschen von gretag haben nichtmal eine supporthotline - sie müssen ja leute wie Dich bezahlen - ich hatte eine menge davon im studio. nochmal die vorgestellte kombination funktioniert. mehrere wege führen nach rom & das wichtigste (zumindest in der fotografie) ist einen stabilen ausgangspunkt zu haben. selbst mit 3500 gretag oder x-rite wurde ich nicht glücklich, denn der experte dazu, der die soft & hardware zu erklären versuchte (irgendwann zog(en) er/sie damm immer geheimnisvoll murmelnd ab, ohne wirklich ein vernünftiges schwarz auf dem epson grossformatdrucker gefunden zu haben) kostete mich wesentlich mehr. die colorvision lösung schafften es als einzige mehrere monitore so anzugleichen dass mein fotografisches (nicht colorimetrisches) auge zufrieden war & dass ich zu vernünftigen profilen kam (profilerpro) - keine gretaglösung hat mich auch nur in die nähe dessen gebracht (schon mal versucht mit dem eye-one ein studio zu kalibrieren - viel spass).

& jetzt darfst wieder Deine expertise verprühen, grosses prepress-genie.

@jürgen (noch einer)

Von: fred | Datum: 29.03.2005 | #42
"wenn du den unterschied zwischen einem kolorimeter und einem spektralfotometer nicht kennst (und die verknüpften unterschiede) - mach einen kurs."

ja - wahrscheinlich bei Dir 499 inklusive colorimeter von gmb ;)

sicher doch.

ganz kurz...

Von: Juergen | Datum: 29.03.2005 | #43
in keinem der angeführten "tests" stand die gretag lösung arm da. die tests als solche waren bedenklich.
doctor pro bearbeitete profile - in welchen workflowlösungen laufen die denn?
DoctorPRO zeigt derzeit keine in Ihren Druckerprofilen befindlichen Linearitätskurven an und nimmt an diesen keine Änderungen vor. ergo: rätselraten
zum x-ten mal: ich bin nicht mit der firma gretag verbandelt und werde von denen nicht bezahlt. ich berichte genauso offen über fehler bei gmb produkten. was allerdings gut ist - sollte auch so benannt werden.
wer mir erzählen will, dass man mit profilerpro ein vernünftiges profil erhält hat im matheunterricht geschlafen. profilerpro nimmt 120 patches zur berechnung.
bei einer vernünftigen berechnung sollten dies 1400 patches sein. ich mache das dann 3 mal und ziehe den mittelwert. ist zwar aufwendiger - dafür aber sehr genau.
viele supporter sind zwar im fachbereich gut, kennen jedoch die tücken der zum einsatz kommenden software nicht. das ist ein manko - da hast du recht. man braucht oftmals mehrere ansätze, bis eine lösung stabil läuft.
eine produktionsstätte mit gmb produkten einzurichten ist kein problem und wird von uns permanent gemacht. vielleicht hast du ja neben den hobbylösungen einen guten tipp für bessere produkte?
---ja - wahrscheinlich bei Dir 499 inklusive colorimeter von gmb ;)

nein, du liegst falsch. eine trainingseinheit (8 zeitstunden) kostet bei mir 750 euro netto - ohne irgendwelche geräte aber mit genauer dokumentation.

---(irgendwann zog(en) er/sie damm immer geheimnisvoll murmelnd ab, ohne wirklich ein vernünftiges schwarz auf dem epson grossformatdrucker gefunden zu haben

welche rip lösung?

An alle

Von: Roland Mueller | Datum: 29.03.2005 | #44
Die Anregung von Jagga, hier bei MaGu einen Folgebeitrag zu bringen, der sich alltagstauglich und für Normaluser verständlich mit dem Thema Farbräume auseinandersetzt, greifen wir gerne auf. Wie ja auch die ziemlich engagierte Diskussion hier zeigt, scheint der Bedarf dafür da zu sein.

Farbräume

Von: DC | Datum: 29.03.2005 | #45
Für eine Schulung habe ich versucht, die unterschiedlichen Farbräume und Umrechnungsfunktionen visuell darzustellen:

RGB vs. CMYK: [Link]
Umrechnungen: [Link]
Arbeitsfarbräume (sRGB, AdobeRGB etc): [Link]

Soft- und Hardware

Von: DC | Datum: 29.03.2005 | #46
Die schlechten Erfahrungen mit Spider und sD2P kann ich nur bestätigen. Einfache Oberfläche, aber ungenau, geringe Wiederholbarkeit, schlechte Ergebnisse im Vergleich zu anderen Produkten.

basICColor, Gretag und Monaco spielen in einer wesendlich anderen Liga, wobei die Einstiegsversion für die Monitor-Kalibrierung bei Gretag (rund 300 EUR) auch nicht so toll ist, die Software von basICColor ist da eine Ecke besser, braucht aber für jeden Rechner eine eigene Lizenz.

Das Sequel Messinstrument (unter EyeOne Display 2, Squid und anderen Namen vertrieben) ist streng genommen ein Colorimeter, benutzt Filter und hat seine Grenzen. Funktioniert bei normalen Monitoren recht gut, liegt bei dem einen oder anderen LCD-Schirm aber daneben. Die Kalibration ist in jedem Falle besser als mit einem Spider...

Richtige Spektralmessinstrumente sind die beiden großen EyeOne Monitor (nur Monitor) und EyeOne Pro (Monitor und Drucker), die unter verschiedenen Namen vertrieben werden, und das neue X-Rite Pulse ColorElite (konnte ich noch nicht testen). Hier wird das Licht spektral auseinander gedröselt, Filterabweichungen etc. haben keine Chance. Der Einstieg liegt hier bei knapp unter 1.000 EUR für den Monitor.

volle zustimmung DC

Von: Juergen | Datum: 29.03.2005 | #47

Workflow, oder Welcher Farbraum ist der richtige ?

Von: DC | Datum: 29.03.2005 | #48
Bevor man diese Fragen beantworten kann, muss man sich 2 Fragen stellen:

- Was für Geräte stehen zur Verfügung ?

Kann eine Kamera oder ein Drucker nur sRGB oder so ähnlich ausdrucken, sind Spekulationen über andere Farbräume völlig sinnlos. Man sollte auch bedenken, dass wo sRGB drauf steht, nicht wirklich sRGB drin sein muss:

- Sony "verbessert" bei einigen Kameras z.B. die Leuchtkraft von gesättigten Farben und verliert dafür Details in hellen Bidbereichen (und produziert damit definitiv kein sRGB).
- Minolta dImage 7i und A1 produzieren ein sehr gutes sRGB, aber ein schlechtes AdobeRGB. Hier ist sRGB sicherlich die bessere Wahl.
- Canon EOS 20D liegt sowohl bei sRGB als auch bei AdobeRGB farblich daneben. Hier helfen nur eigen erstellte oder z.B. die CaptureOne Profile von PhaseOne.

Wichtig ist auch die Kalibration der Kamera. Der Sensor der Kamera sieht das Licht anders als das Auge (z.B. Rotstich im Bild bei Halogenlicht ohne Blitz). Wichtig ist der Weisspunktabgleich mit einer Graukarte (Warnung: die Kodak Graukarte aus der Analog-Fotografie hat eine Metamerie und sollte nicht verwendet werden. Besser ist die Graukarte von basICColor).

- Was soll produziert werden ?

Ist das Ziel der Produktion eine Internet-Seite ? eine PowerPoint Präsentation ? Dann ist sicherlich sRGB die beste Wahl. Gleiches gilt für viele Tintendrucker mit deren Standard-Treibern, die sich, wie der Artikel richtig sagt, an sRGB orientieren.

Anders sieht es aus, wenn man ein Software-RIP mit ColorManagement für den Tintendrucker verwendet oder für den Offset-Druck arbeitet. Hier gelten L-Star und ECI-RGB als neutrale Richtschnur, wenn man mit RGB arbeitet, und die ISO Profile (in der Regel ISO coated) für den CMYK-Bereich (siehe Links zum Thema Farbräume weiter oben). Die Möglichkeiten dieser Farbräume erschließen sich im vollen Umfang bisher aber nur dem Fotografen, der im RAW-Format arbeitet.

---------
Fazit:

Die Kamera macht ein brauchbares sRGB ? Der Monitor ist kalibriert (vielleicht nicht per Spider, sondern etwas besser) ? Der Tintendrucker macht sRGB ? Es wird keine professionelle Produktion für Offset etc. benötigt ? Wunderbar - Sie haben ihre Lösung gefunden.

Für alle anderen Anforderungen sollte man sich gut beraten und trainieren lassen. Eine pauschale Lösung gibt es hier nicht, es stecken zu viele Probleme im Detail.

Sehr guter Artikel...

Von: Psychofreak | Datum: 29.03.2005 | #49
... und sehr gute und lehrreiche Kommentare. Ich erspare Euch ausnahmsweise das Trollen. ;)

@Vollted: toll argumentiert!!

Von: Mathias | Datum: 29.03.2005 | #50
Aber schrei nicht so. Was sollen denn deine Nachbarn von dir denken?

Schöne Woche,

Mathias.

@jürgen

Von: fred | Datum: 29.03.2005 | #51
nur zur vollstädigkeit - es gibt keine 120 patch lösung für profiler pro - Du kannst, wenn Du willst mit 127 patches rechnen oder auch mit 729 oder auch mit mehr - genauso kannst Du zur messung ein gmb oder x-rite spectro hernehmen - profilerPro nutzt nur die lab daten aus der messung um ein profil zu schreiben & ich bin damit immer sehr gut gefahren - wir können ja mal rgb profile zum vergleich tauschen. es geht mir nicht um irgendeinen hardwarehersteller - alle haben ihre spezialitäten - aber es geht mit nicht in den kopf dass ihr überteuerte spectrolösungen in anwenderbereiche propagiert wo sie einfach nicht gebraucht werden. Klar brauchen auch colormanager auch eine existenzberechtigung & vielleicht sind mir immer nur die falschen über den weg gelaufen bisher. arrogant, alleswissen & letztendlich doch dann immer mit halblösungen aus dem studio abgezogen.

frohe ostern.

Siehste? Geht doch!!

Von: Wer wohl? | Datum: 29.03.2005 | #52
Das mit dem Schreien. ;-) Jetzt noch ganze Sätze bilden...

@DC

Von: fred | Datum: 29.03.2005 | #53
ich würde noch gerne wissen welchen spyder Du getestet hast ? Spyder2Pro oder den "alten" Spyder ?

@fred

Von: DC | Datum: 29.03.2005 | #54
Selbst getestet den alten Spyder, ein sehr guter Freund den alten und den neuen. Der neue ist besser, liegt aber immer noch weit weg von den anderen Lösungen. Laut seiner Aussage scheint es mehr eine Software-Verbesserung zu sein als eine Hardware-Änderung.

Ich habe am Anfang mit einem Sequel gearbeitet. Zum reinschnuppern und ausprobieren OK und besser als unkalibriert, aber als ich das EyeOne Pro das erste mal verwendet habe - den Unterschied sah man sofort.

Das Sequel liegt in meiner PowerBook Tasche und wird noch bei Schulungen eingesetzt, wenn das EyeOne nicht dabei ist oder noch ein zweiter Schulungsrechner verwendet wird. Wirklich gearbeitet hab ich damit aber nicht mehr.....

@ dc

Von: fred | Datum: 29.03.2005 | #55
ich hatte den "alten" bei röhren im einsatz - ok. für lcs hab ich mich nur auf das minolta meter verlassen - bis ich dann einen "neuen" spyder serviert bekam & für meine arbeit jedenfalls bis dato noch nichts besseres gefunden habe - sei es für einzelplatz oder für mehrere arbeitsplätze (notiz am rande: ipc media, jede 10 mensch in uk hält eine derer publikationen täglich in den händen) hat über 300 arbeitsplätze mit dem spyder kalibriert - nach evaluierung der anderen lösungen ... .so falsch kann das ding wohl nicht sein. aber nochmal - mir ist das ergebniss & auch die verständlichkeit der lösung wichtig, weniger die hw.

der gmb pro ist mir einfach zu klobig & teuer für den monitor auch wenn zugegeben gut - mit dem "halben" eye hatt ich leider druch die bank nur negative erlebnisse & wunderbarstes pink in den graubereichen - natürlich sehr interessant für einen fotografen.

@fred, juergen & co

Von: DC | Datum: 29.03.2005 | #56
- Die Anzahl der Messpunkte:

Je mehr Messpunkte, desto besser. 127 Patches reichen für eine Linearisierung, also eine Nachkalibrierung eines existierenden Profils, nicht aber für eine Charakterisierung eines Druckers. RGB-Drucker werden typischerweise mit rund 700 Messpunkten, CMYK-Drucker mit 1.200 bis 1.400 Messpunkten (je nach Software) gemessen.

Wichtiger für die Profilerstellung ist aber das Handwerkliche: wurde der Drucker zuvor richtig mit seiner eigenen Software kalibriert ? Ist das Druckraster richtig eingestellt ? Wurde auf schwarzem oder papierweißem Untergrund gemessen ? Wurden mehreren Druckbögen ausgemessen und die Ergebnisse gemittelt ?

-----------

- Anzahl der Stützstellen im Profil:

Definieren die mathematische Genauigkeit der Profile (mit ColorSync Utility von Apple überprüfbar):
- Profile mit RGB 8/CMYK 16 Stützstellen sind meist uralt und sollten nicht mehr verwendet werden (Ausnahme: RGB Arbeitsfarbräume wie sRGB, etc.).
- Profile mit RGB 16/CMYK 32 Stützstellen sind OK, können aber entlang der Grau-Achse Farbabweichungen besitzen, da diese Interpoliert werden muss.
- Profile mit RGB 17/CMYK 33 Stützstellen definieren auch die Grauachse genau.

Ist die Messung OK, können trotzdem durch falsche Einstellungen in der Profilierungssoftware (z.B. unsachgemäßer Farbaufbau für bestimmte Kombinationen Papier/Druckfarbe bei CMYK, falscher Weisspunkt und Gamma bei RGB) Profile generiert werden, die nicht richtig funktionieren.

@fred

Von: DC | Datum: 29.03.2005 | #57
Das halbe Eye (aka Sequel) basiert auf Filtern. Passen diese zum verwendeten Phospor oder den Basisfarben des LCDs, hat man Glück und die Kalibration stimmt. Passen sie nicht - Pech gehabt. Allerdings haben Sie jetzt ein paar Änderungen an den Filtern gemacht und das neue halbe bzw. der Squid sind besser geworden. Für den Hausgebrauch und zum Layouten OK, für seriöse Bildbearbeitung nicht gerade optimal.

Das neue X-Rite ist etwas kleiner als das ganze EyeOne. Vielleicht solltest Du das mal ausprobieren, wenn Dir das andere zu groß ist. Aber der Spyder ist für mein Gefühl nicht wirklich kleiner als das große EyeOne, nur etwas weniger fummelig, wenn man das EyeOne in der Original-Verpackung lässt. Ich hab mir bei Saturn einen Foto-Koffer geholt, den Schaumgummi ausgeschnitten und zusätzlich zum Messinstrument Platz für Pantone & HKS Fächer und die Altona Suite eingebaut. Super praktisch: alles an einem Ort, und kein gefummel mehr.

--------

Was UK und Farbqualität betrifft, gruselt es mir. Ich habe selten wirklich gute Farbwidergabe in UK-Produktionen gesehen. Schau Dir einfach mal die Formel 1 Heftchen an, die fast alle in UK gedruckt werden. Übersättigte Farben, Gesichter mal pink, mal blass, mal mit Gelbsucht - grausam.

Und wissen wir, ob die 300 Arbeitsplätze für die Bildverarbeitung genutzt werden oder für das Layouten ?

@Stefan, floh - Kamera-Kalibrierung

Von: DC | Datum: 29.03.2005 | #58
Das Thema Kamera-Kalibrierung ist sehr heikel - man verspricht sich eine 100% Lösung, ohne genau zu wissen, was man da macht.

Kamera-Profilierung lößt andere Probleme als Monitor- oder Druckerkalibration: Drucker und Monitor schwanken bei der Wiedergabe von Farben, eine Kamera ist jedoch im Vergleich weitgehend konstant. Bei der Kamera verändert sich das Licht (Sonne, Wolken, Glühbirne etc.)

Für den "normalen" Alltag sind Graukarte und ein gutes Kamera-Profil ausreichend, bei Studio- und Objekt-Aufnahmen, bei denen eine möglichst originalgetreue Farbwiedergabe der Objekte (unter Ausschluß der Beleuchtung!) gefordert wird, sind individuelle Profile notwendig und die Lösung von basICColor sicherlich eine der besten.

In den letzten Heften der digit sind einige interessante Artikel zu diesem Thema erschienen.

Noch mehr Fachliteratur

Von: Jagga | Datum: 29.03.2005 | #59
Gerade zu Ende gelesen:

"Messen in Vorstufe und Druck", 2004, bvdm
ISBN 3-936442-17-7

Etwas besseres in deutscher Sprache habe ich bis jetzt nicht gelesen. Das Werk besteht aus zwei Teilen und ist in Mitarbeit der Initiatoren des Farbmanagements entstanden, also Informationen aus erster Hand. Der Schwerpunkt sind Standardisierung und Messung, aber natürlich nicht herstellerbezogen.

Wer in der Druckvorstufe mit Farbe zu tun hat, sollte es sich unbedingt besorgen. Es hat eine ISBN-Nummer, also sollte es auch für Nicht-Mitglieder erhältlich sein.

@DC

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 29.03.2005 | #60
Vielen lieben Dank für die zahlreichen, informativen Beiträge. Muss ja auch mal gesagt sein.

Graukarte basiccolor

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 29.03.2005 | #61
Wie ist denn eigentlich die separate Graukarte von basiccolor beschaffen? Damit meine ich Größe und Material. Ich kenne nur das Target mit Schwarzfalle, da ist die Grau"karte" ja schlicht die Rückseite des Targetkastens (und damit riesig und nicht wirklich transportabel ;). Denn über die Qualität kann ich nicht meckern, unter unterschiedlichsten Lichtbedingungen klappt der Abgleich damit wirklich sehr gut (in den Grenzen der Kamera).

Oder hat wer weitere Empfehlungen für eine Graukarte für unterwegs?

Noch was zur Kamera

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 29.03.2005 | #62
Was gibt es denn eigentlich sonst noch für Kameraprofilierungslösungen? Außer der basiccolor-Lösung habe ich noch nichts getestet (ist für meine Zwecke reichlich überdimensioniert, was will ich denn bei einer Powershot da anfangen). Gibts was "kleineres"?

@flo

Von: DC | Datum: 29.03.2005 | #63
Kamera-Kalibrationen gibt es von fast allen Color Management Herstellern. Die von basICColor ist die erste brauchbare gewesen und hat ein paar nette Features mehr als andere. Probleme sind hier weniger die verwendete Software, sondern die Targets und die handwerkliche Seite. Kennen sich halt nicht so viele damit aus...

basICColor hat im übrigen mit der digit! zusammen eine Baby-Version herausgebracht. Das Target ist in einem speziellen Verfahren gedruckt und nicht klassisch produziert und hat daher ein paar Einschränkungen, ist aber zum Experimentieren geeignet. Einfach mal Anrufen und fragen, ob die davon noch was haben...

Was die Grau-Karte betrifft: die ist genauso groß wie die Rückseite der Lichtfalle, also etwa DIN A4 und besteht aus einem speziellen Kunststoff. Wem das Teil zu groß ist, kann es leicht mit einem Teppichmesser passend schneiden. Die Größe hat den Vorteil, dass man auch auf eine Entfernung von 10 Metern noch eine ausreichend große graue Fläche bekommt :-)

@flo - p.s.

Von: DC | Datum: 29.03.2005 | #64
p.s. 1: Danke für das Lob
p.s. 2: Ich hab 2 Graukarten, eine komplette und eine auf Kamera-Tasche zurechtgeschnittene

Graukarte

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 29.03.2005 | #65
Hmmm, A4 ist vielleicht gar nicht blöd, die kann ich in so viele Teile schneiden, dass ich endlich mindestens eine immer dabei habe ;)

@jan

Von: DC | Datum: 29.03.2005 | #66
Hallo Jan,

Dein Ansatz ist für Leute mit wenig Erfahrung ein Problem. Du hast, wie man auf Deiner gut gestalteten Internet-Seite sehen kann, schon lange Erfahrung mit Farbe. Um ein Bild zu beurteilen, nutzt Du die Pipette und schaust Dir die RGB oder CMYK-Werte an und weist, was Du zu erwarten hast. Du hast Druckereien, die Deine Arbeitsweise kennen und Erfahrung mit Deinen Daten haben.

Für Leute, die Deine Erfahrung nicht haben, ist Dein Weg gefährlich. Ein einfaches Beispiel [Link] zeigt, wie gefährlich eine visuelle Kalibration ist.

Re: @jan

Von: Jan | Datum: 30.03.2005 | #67
Hy DC,

sorry, meine Beschreibungen waren etwas unvollständig. Visuell kalibrieren meinte: Kontrollfeld "Monitore" - "Farben" - "kalibrieren". Dort wird Gamma etc. ja über Schieberegler und ein Testfeld "nach Augenmaß" eingestellt und führt zu recht brauchbaren Ergebnissen. Beim Zweitmonitor (besagter Apple) ist nicht einmal das notwenig, da er sich selber einstellt. Auf dem also theoretisch out of the box eine korrekte Darstellung.

Mit den Druckereien, die nach ISO arbeiten, kann man seine bisherigen (oft leidvollen) Erfahrungen mit Farben getrost vergessen (siehe meinen Beitrag oben).

Um den Farbdrucker, im meinem Fall einen Canon, zu stimmigen Ausdrucken zu bewegen mußte ich etwas probieren. Gesetzt dem Fall, daß Papiersorte usw. richtig gewählt ist habe ich die passenden Profile und ggf. Gammakorrekturen nacheinander durchgetestet. Auch hier ist mit vorhandenen Möglichkeiten ein sehr genaues Ergebnis möglich.

In Verbindung mit InDesign hatte ich auf diesem Weg mal eine Farbbroschüre ausgedruckt. Im Vergleich mit dem Ergebnis aus dem Offsetdruck (ISO) kann man fast von Digitalproof sprechen, so gut passte das.

Alles in allem ist der ganze Weg dorthin meiner Meinung nach von Benutzerfreundlichkeit noch meilenweit entfernt, da viel zu umständlich. Und gefährlich natürlich auch, denn in der vielzahl der Möglichkeiten, die sich mit jedem Programm auch noch multiplizieren, kann mehr falsch und kaum etwas richtig gemacht werden. Am liebsten wäre mir ein Schalter "aus allen Geräten und Anwendungen die Farben passend ausgeben" und gut.

Weniger ist mehr!

Von: clairon | Datum: 30.03.2005 | #68
Nach meiner Erfahrung, die ich so über die Jahre sammeln durfte, gilt für mich die Formel: weniger ist mehr.
Da jedes Programm mit seinem eigenen Farbmanagement daherkommt ist die Fehlerquelle kaum mehr auszumachen.
Der Anfang aber ist der Monitor, vor dem man sitzt. Meiner z.B. geht leicht ins grünliche.
Hierzu gibt es eine sehr günstige Lösung zur Kalibrierung, die excellente Ergebnisse bringt:
"supercal" nennt sich die Software, zu finden unter: [Link]

Damit habe ich das beste Ergebnis hinbekommen, mit absolut neutralem Farbraum, die so manche Hightech Lösung bei weitem übertrifft.
Mußte ich mich schon einige Male wundern, was für seltsame Farbdarstellungen der eine oder andere Hightech kalibrierte Barco so bringt.

Diese Software ist auch die einzige Lösung einen LCD-Monitor zu einem vernünftigen Farbraum zu verhelfen, womit aber professionelle Grafiker wohl kaum arbeiten werden, da man immer noch auf die gute alte Röhre setzen muß.

Ansonsten muß man wirklich unterscheiden ob man nun für den Hausgebrauch oder für die Druckvorstufe kalibrieren will.

Hausgebrauch: RGB Farbraum der Kamera, meist sRGB bei Midrange-Kameras.

Druckvorstufe: Adobe RGB Farbraum, da default Einstellung in Photoshop. Damit kann man relativ sicher sein, daß keine unfreiwilligen umkonvertierungen passieren, da die meisten Agenturen es bei diesen Einstellungen belassen.
Ansonsten kann man seine Überraschungen erleben.

Das beste ist natürlich, wenn man sich diesbezüglich mit der Druckerei abspricht.

Ansonsten alles andere abschalten, was sich irgendwie in den Farbraum einmischt.

Mit dieser Formel fahre ich nun schon seit Jahren problemlos und meine Kunden danken es mir mit voller Zufriedenheit.

Umfassender Test...

Von: derschmiegel | Datum: 31.03.2005 | #69
Hatte noch keine Zeit den Beitrag zu lesen, also ohne Kommentar, aber solch umfassende Tests findet man ja selten:

[Link]

Schönen Dank auch für die -kompetenten- Beiträge hier.

@derschmiegel

Von: DC | Datum: 31.03.2005 | #70
Danke für den Link.

Hier noch ein paar Infos zum Test:
- ColorEyes benutzt die Mathematik von basICColor, hat aber eine andere Oberfläche.
- Das getestete EyeOne ist das einfache Colorimeter (das Teil mit den Filtern von Sequel). Wie schon oben berichtet funktionieren die Filter nicht bei jedem Monitor, daher auch die beschriebenen Probleme mit den etwas schlechteren Monitoren. Mit dem großen EyeOne treten diese Probleme nicht auf.

???

Von: matz | Datum: 31.03.2005 | #71
hmm, irgendwie wundern mich die Kommentare zu diesem Artikel schon ein wenig. Es scheint so als ob die meisten Leser, bzw. Schreiber entweder Ihre Farbbearbeitung nach reinen Zahlenwerten machen (da ziehe ich dann meinen Hut!) oder alle schon Farbdisplays haben, die in der Lage sind einen Farbraum grösser sRGB oder gar grösser AdobeRGB darzustellen. Weil wenn ich nach visueller Beurteilung farbige Bilder am Monitor nachbearbeite, die in einem Farbraum mit gesättigteren Farben ist, als wie sie der Monitor darstellen kann , habe ich ein Problem: Ich kann die Farben zum Teil gar nicht sehen! Farben die ich nicht sehen kann, können aber bei der Separation durchaus zu Überraschungen führen, oder ? Warum dann nicht einen sRGB Farbraum nutzen, der von seiner Sättigung in der Nähe des Offset liegt und auch noch von den meisten Displays dargestellt werden kann. Und dann auch noch den Anspruch der Medienneutralität ( Internet, Rasterdruck, Fotobelichtung ) damit erfüllen würde. Zumal er in der BRD mittlerweilen tatsächlich DIN Norm ist. Zu allen ISO Coated Anhängern in der Diskussionsrunde: Habt Ihr sD2P mal ausprobiert ? Die sD2P Separation ist zur Verwendung der CMYK-Daten nach DIN/ISO 12647-2 ausgerichtet. Und auch von der DIN registriert als DINEN 61966 konformes Produkt. In einem einfachen Test in Photoshop kann man mit der entsprechnden Gammut umfassenden Datei gut darstellen wie in den verschiedenen Kombinationen aus RGB und CMYK Profil die Gammutwarnung mehr oder weniger grosse Warnbereiche zeigt. Dammit kann ich mir verdeutlichen wie stark bei den meisten Empfehlungen diverser Verbände und "Consultants" sich die Farbwerte bei der Transformmation verändern. Eine sD2P basiernde Einstellung hat dort noch mit die besten Ergebnisse erzielt.

@matz

Von: DC | Datum: 31.03.2005 | #72
Schau Dir bitte mal meine Links zum Thema Arbeitsfarbräume weiter oben an, dann kennst Du einen Teil der Probleme. sRGB ist sehr gefährlich, wenn man anschließend in den Offset gehen will, weil weder der colorimetrische, noch der fotografische Rendering Intent gute Ergebnisse liefern.

Ein Monitor, der nur sRGB leistet (fast jeder Monitor kann mehr), ist zum Proofen nicht geeignet. Ein zum Proofen geeignetter Monitor muss einen entsprechend grossen Farbraum haben. Das ist nicht ganz einfach, deswegen sind die "guten" Monitore ja so teuer.

Steht ein entsprechender Monitor nicht zur Verfügung, kann man durch einen Trick trotzdem noch einigermaßen arbeiten: das Monitorprofil arbeitet in den wichtigen Bildbereichen exakt, nur bei den extrem gesättigten Farben streckt man die letzten 5% des Farbraums, um auch hier noch Details erkennen zu können.

Eine gute Monitor-Kalibration beinhaltet daher immer eine Überprüfung des Profils (aka Vergleich mit ISOcoated), um zu wissen, an welcher Stelle die Abweichungen liegen.

Noch eine Anmerkung: sehr viele Bildröhren können, wenn sie neu sind, ISOcoated darstellen, aber nur wenige LCD-Schirme.

@matz - Nachtrag

Von: DC | Datum: 31.03.2005 | #73
Versuch einfach mal, einem Bild, was in sD2P ISO definiert ist, das offizielle ISOcoated zuzuweisen. Ups....

Workshop zum Thema

Von: J. Thomas Schmelzer | Datum: 31.03.2005 | #74
Leute die wirklich wissen wollen was Sache ist, können sich bei einem Workshop (englisch) der Bundesanstalt für Materialforschung und Prüfung in Berlin informieren - Thema:

Efficient Scanning and Output on Displays and Printers

Programm und abstracts siehe:
[Link]

Bei kurzfristiger Anmeldung ist die Teilnahme kostenlos.

@Herr Schmelzer

Von: DC | Datum: 01.04.2005 | #75
Hallo Herr Schmelzer,

Vielleicht hätten Sie dazuschreiben können, das der Vortrag, auf den Sie linken, Ihr eigener Vortrag ist, und warum die Bundesanstalt für Materialforschung und Prüfung mehr Ahnung hat von Farbe als die ECI, der BDVM, die Fogra u.a.

Viele Grüße
DC

@DC: was heisst hier "ofizielles ISO Coated"

Von: matz | Datum: 01.04.2005 | #76
was ist mit "offizielles ISOcoated" gemeint ? Fakt ist, dass die ISO bis heute kein einziges ICC-Farbprofil veröffentlicht hat. Alle so genannten "ISO-Profile" sind bisher als Interpretation der ISO Norm für den Druck von Verbänden, Einzelfirmmen wie Druckereien und Forschungsgesellschaften veröffentlicht worden. Aber hier keinesfalls als "offizelles ISO - Profil" zu bezeichnen. Was uns zu dem "Ups" führt: Stimmt ! Bei mir auch "ups!" Schon ganz schön schlimm, was das ISOcoated da mit der Darstellung der Druckfarben macht. Wenn ich mir vorstelle, dass tatsächlich manche Experten mit dem Profil separieren und dann behaupten, dass der Fotograf für die fehlende Brillianz und die Verschwärzlichung in den Druckfarben, besonders im Cyan, verantwortlich ist, weil er Daten statt Dias abgeliefert hat. Schade! Nur gut, dass es Farbwertebücher gibt, in denen jeder Nachschlagen kann wie die Druckfarben in echt aussehen. Aber ich will ISOCoated ja auch keinem ausreden. In Zeiten von 5deltaE Toleranz, wie von einem Verband vorgeschlagen, kann man sicher auch mit ISO-coated "richtige" Ergebnisse erzielen. Es ist halt schön mit sD2P sich deutlich vom Wettbewerb qualitativ in der Separation nach oben abzusetzen.
Weiterhin empfehle ich gemessene Monitorfarbprofile, bzw. Hersteller-eigene Monitorprofile mal mit dem sRGB Farbraum zu vergleichen, bevor man Behauptungen aufstellt die schlicht weg nichts mit der Realität zu tun haben. Ein entsprechender Adobe RGB darstellender Monitor kostet zu Zeit noch 5000 Euro!
Weiterhin viel Spass bei der Diskussion. Ich freue mich auf meinen nächsten Kunden, dem ich dann Druckvorlagen liefern kann die beweisbar ISO12647-2 entsprechen und auch noch gut aussehen.

Richtigstellung

Von: J. Thomas Schmelzer | Datum: 01.04.2005 | #77
Sehr geehrter dc,

eigentlich beteilige ich mich nicht an der Diskussion mit einem anonymen Kürzel, in diesem Fall möchte ich dennoch eine falsche Aussage richtigstellen.

Der Link, des von mir gegebenen Veranstaltungshinweises [Link] geht nicht auf einen Vortrag, sondern auf das Programm einer Veranstaltung, an deren Ausrichtung sich die im folgenden gelisteten Firmen beteiligen.

Autronic-MELCHERS GmbH, Karlsruhe
BAM, Berlin
Callas Software, Berlin
Deutsches Farbenzentrum e. V.
Deutsche Gesellschaft für zerstörungsfreie Prüfung e.V.
Deutsche Farbwissenschaftliche Gesellschaft e. V.
DIN, Deutsches Institut für Normung e. V.
EIZO NANAO CORPORATION (JP)
Embatex AG, Feldkirchen, Austria
EPSON, Deutschland
Fraunhofer Institute, Fuerth
Lasersoft Imaging AG, Kiel
SWS Software Support, Goeppingen
TUB Technische Universität Berlin, Bereich Lichttechnik
Technische Universität Berlin, Fachgeb. Lichttechnik Fakult.IV
TÜV Rheinland Group, Koeln
Universität Erlangen, Abt. Computer Science 9 (Graphics)
Volkswagen AG, Wolfsburg
Yxlon International X-Ray GmbH, Hamburg

Alle diese Firmen sind seit vielen Jahren an der Entwicklung, Prüfung, Standardisierung und Anwendung von Technologien zur Aufnahme, Kennzeichnung, Visualisierung, Kontrolle und Wiedergabe von Farben und Farbwerten beteiligt.

Wenn Sie fundierte Information erwarten, sind Sie bei dem Workshop richtig. Zur Teilnahme an einer Verkaufsveranstaltung müssen Sie woanders hingehen.

Die Abstracts (Inhaltsangaben) der Vorträge sind auf dem Link enthalten, Sie können dort auch die originale Einladung und Anmeldung der BAM bzw. des DIN downloaden, ausdrucken und sich anmelden.

Herr Drümmer, der auch einen Vortrag beisteuert, ist übrigens der Vorsitzende der ECI.

Für Interessierte: [Link]

Mit freundlichen Grüßen

@Herr Schmelzer

Von: DC | Datum: 01.04.2005 | #78
Vielen Dank für die weiteren Informationen und viel Erfolg auf der Veranstaltung.

DC

Danke

Von: christophe | Datum: 10.04.2005 | #79
Sehr hilfreicher Artikel, danke für die Tipps !!!