ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 3650

Kakao macht Widgets stark!

Oder: Wie ich zu den MacHackers fand.

Autor: wp - Datum: 14.04.2005

Das Tor war verschlossen. Wie es nun weitergehen sollte, war mir schleierhaft. Doch die Anweisung lautete klar: Ich sollte in den Hinterhof gehen, dann würde ich schon weitersehen. Es war schwierig genug gewesen, einen Parkplatz zu bekommen. Im engen Straßengewirr der Altstadt hatte ich dann zwar die angegebene Adresse gefunden, doch das Haus sah verlassen aus. Plötzlich Scheinwerferlicht; ich duckte mich hinter einen Mauervorsprung. Das Tor schwenkte auf, leise surrte ein Elektromotor. Unbemerkt schlich ich mich hinter dem Wagen auf den Hof, dessen Ende im Dunkeln nicht abzusehen war. Mein Blick hangelte sich an der Front eines Gebäudes hoch, das nach einer Fabrik aussah, ebenso alt und verlassen wie das Haus an der Straße. Hier sollte es sein? Hinter mir schloss sich das Tor. Keine Ahnung, wie ich da wieder herauskommen sollte. Das Tor war verschlossen. Wie es nun weitergehen sollte, war mir schleierhaft. Doch die Anweisung lautete klar: Ich sollte in den Hinterhof gehen, dann würde ich schon weitersehen. Es war schwierig genug gewesen, einen Parkplatz zu bekommen. Im engen Straßengewirr der Altstadt hatte ich dann zwar die angegebene Adresse gefunden, doch das Haus sah verlassen aus. Plötzlich Scheinwerferlicht; ich duckte mich hinter einen Mauervorsprung. Das Tor schwenkte auf, leise surrte ein Elektromotor. Unbemerkt schlich ich mich hinter dem Wagen auf den Hof, dessen Ende im Dunkeln nicht abzusehen war. Mein Blick hangelte sich an der Front eines Gebäudes hoch, das nach einer Fabrik aussah, ebenso alt und verlassen wie das Haus an der Straße. Hier sollte es sein? Hinter mir schloss sich das Tor. Keine Ahnung, wie ich da wieder herauskommen sollte.

Ich ging weiter und sah schließlich ein schwaches Licht aus einem Fenster schimmern. Ein Schlagzeug setzte unverdrossen Beats in die kühle Abendluft. Doch mir wurde angenehm warm, denn durch das Fenster hatte ich - im wahrsten Sinne des Wortes - das Licht gesehen. Noch konnte ich keine Gesichter erkennen, aber sanft glühte mir eine Phalanx von Äpfeln von den Deckeln etlicher Apple Portables entgegen. Auch die Zeichen an der Wand verhießen Gutes: Ein Aqua-Screen, wenn auch etwas verfremdet durch die Projektion auf unverputztes, weiß gestrichenes Mauerwerk. Das war es also: das Treffen der Bonner MacHackers.

Drinnen: Ein Raum, der den MacHackers (siehe auch unser Interview mit dem MacHacker Angelo Laub) vom Netzladen zur Verfügung gestellt wird und von einer ganzen Reihe weiterer Initiativen genutzt wird. Und: Alexander von Below, freier Programmierer, der den inhaltlichen Teil des Abends bestritt. Sein Thema: Cocoa Plugins für Dashboard Widgets. Sprich: Wie kann die volle Power von Cocoa-Applikationen auch in die kleinen, netten Widgets eingebaut werden, die dem normalen Apple-User ja eigentlich als Light-Applikationen Ende April mit OS X 10.4 beschert werden. Auf die technischen Details von Alexanders Vortrag will ich nicht weiter eingehen (kann ich auch gar nicht ;-), aber sozusagen auf der Meta-Ebene gab es auch einiges, was bemerkens- und erwähnenswert ist: So konnte Alexander an einigen Beispielen aufzeigen, dass nicht immer alles dokumentiert ist, was man als Mac-Entwickler braucht, zumindest dann, wenn man ganz vorne an der Innovationsspitze arbeitet. Auf der anderen Seite ist der Entwickler-Support in solchen Fällen dann auch wieder ziemlich schnell - und manchmal wird dann aus einem entdeckten Bug ein dokumentiertes Feature. Eine weitere Beobachtung, die vielleicht zum Schmunzeln Anlass gibt: Die Ansätze von Kastenbewusstsein unter Programmierern, die natürlich auch in der Mac-Szene zu beobachten sind. So kann man sich mit Cocoa Plugins durchaus als "echter Programmierer" absetzen gegenüber den Entwicklern "normaler" Widgets, die auch rein mit Web-Handwerkszeug, nämlich HTML, CSS und Java Script realisierbar sind. Nett auch der "Generationenkonflikt" zwischen jüngeren Entwicklern, die mit GUI-basierten und interaktiven Entwicklungstools aufgewachsen sind, und denjenigen, die sich auch die Power textbasierter Konsolenwerkzeuge zu Nutze machen. Am interessantesten aber fand ich die kurze Debatte über Sinn und Notwendigkeit der Dashboard Widgets. Man kann durchaus der Meinung sein, dass alles, was sich als Widget machen lässt, gleichermaßen auch als kleine Applikation oder mit Web-Techniken wie z.B. RSS-Feeds umgesetzt werden kann. Möglicherweise tut sich die Widget-Nische dort auf, wo die User bestimmte Informationspartikel und -flüsse dauerhaft im Auge behalten wollen, sei es das Wetter vor der Haustür (so dass Programmierer und anderes lichtscheues Volk endlich auf das morgendliche Öffnen der Rolladen verzichten können), die Uhrzeit in "Männlich" (eigentlich Male, die Hauptstadt der Malediven - ein kleiner Lokalisierungsfehler) oder die wichtigsten Daten über die Server im LAN, über die die Administratorin zu wachen hat.

Persönliches Fazit: Danke für einen schönen Abend, für die Reminiszenzen an die eigene aktive Entwicklerzeit, an Alexander von Below für die aufschlussreichen Informationen und an die MacHackers für die offenen und netten Gespräche. Wer an Software-Entwicklung unter MacOS X interessiert ist oder/und diese aktiv betreibt und sich in konstruktiver Atmosphäre mit anderen austauschen möchte, der hat Montags um 21:00h in Bonn eine tolle Gelegenheit dazu. Anschrift: Wolfstraße 10 in der Bonner Altstadt; Wegbeschreibung: siehe oben - oder hier.

Kommentare

seltsam,

Von: nico | Datum: 14.04.2005 | #1
drei kommentare und hier stehe nur ich...

tja, . . .

Von: wolfgang | Datum: 14.04.2005 | #2
... hätte ja auch ein "hidden" artikel werden sollen ;-)