ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 3666

Macrobe und die Folgen (Upd.)

Der Koloss von San Jose

Autor: flo - Datum: 19.04.2005

Onkel Heinz hat weitere, weiterhin aber spärliche Informationen aus der gestrigen Telefonkonferenz Adobes veröffentlicht. Demnach werde Adobe nach der Übernahme beide Marken weiterführen, was marketingtechnisch keine große Überraschung sein sollte, was jedoch auch rein gar nichts über die Weiterführung spezifischer Applikationen aussagt. Zu dieser Thematik gab es erwartungsgemäß keine weiteren klaren Aussagen, lediglich dass Flash eine zentrale Technologie bleibe, drang gestern im Laufe des Tages durch -- ist aber auch keine Sensation. Interessanterweise liegt Adobes Kaufpreis (über einen Aktientausch) deutlich über dem aktuellen Marktwert Macromedias (25 %), geht man zumindest vom Aktienkurs aus. Daraus könnte man folgern, dass sich die Chefs ziemlich sicher sind, dass sie mit der Übernahme ein gutes Geschäft machen (werden). Man könnte es aber auch für eine versteckte Abfindung möglicher Gegner einer Übernahme seitens Macromedia halten. Immerhin bedarf es nach der Zustimmung der Vorstände (die ohne Frage mit dicken Aktienpaketen ausgestattet sind) auch noch des Jas der Aktionäre. Sämtliche Investoren und Großaktionäre werden bei einem 125%-Deal sicher nicht Nein sagen und selbst Zusammenschlüsse von Kleinaktionären, wenn nicht gerade von Hardcore-FreeHandern oder Entwicklern angeführt, dürften da in Versuchung geraten.

Die prognostizierten Zahlen hingegen versprühen nur vorsichtigen Optimismus. Erwartet wird ein Gesamtumsatz von 2,1 Milliarden Dollar -- das schafft jedoch Adobe fast alleine (letztes Quartal: 490 Millionen). Neben den unvermeidlichen Reibungsverlusten bei der Einverleibung Macromedias Strukturen ins Adobe-Gefüge rechnet also auch bei Adobe kaum jemand damit, dass von heute an Macromedia noch viel Umsatz generieren wird.

Wo sollte der auch herkommen. Zwar wird Macromedia wahrscheinlich noch im Laufe des Jahres weitere Produkte erneuern/vorstellen, doch die Euphorie seitens der Kunden dürfte sich in überschaubaren Grenzen halten. Zwar wird der Support von Macromedia fortgeführt, doch auf eine aktive Unterstützung der Wackelkandidaten wie etwa FreeHand wird niemand vertrauen -- FreeHand ist ja jetzt schon scheintot genug.

Dazu wird bis zuletzt die Unsicherheit der Anwender kommen, wie denn überhaupt die Kartellämter auf die Übernahme reagieren. FreeHand/Illustrator, ImageReady/Fireworks, GoLive/Dreamweaver sind klare Überschneidungen, wobei die Argumentation in den letzteren beiden Fällen wahrscheinlich auf "genügend Konkurrenz" hinauslaufen wird. Selbige Strategie auch bei FreeHand/Illustrator anzuwenden dürfte hingegen schwierig werden, denn den in der Konferenz erwähnten "Killustrator" tatsächlich als (den Markt aufrecht erhaltende) Konkurrenz anzuführen mutet doch reichlich hanebüchen an -- dieses Produkt wird, wie Onkel Heinz bemerkt, gar nicht weiterentwickelt. Bliebe Corel, wobei sich trefflich darüber spekulieren lässt, wann die Kanadier a) endgültig pleite gehen oder b) selbst übernommen werden.

Oder c...? Corel übernimmt FreeHand? Die Kartellämter könnten immerhin den Verkauf der FreeHand-Abteilung fordern, um einer Monopolisierung im Bereich der Vektorzeichner vorzubeugen -- hatten wir ja alles schon einmal (Aldus). Für Corel könnte, so finanziell möglich, FreeHand in der Tat eine lukrative Angelegenheit sein, wenn sie auch die entsprechenden Entwickler übernehmen und unterhalten können und nicht durch allereli Patente behindert werden. Dann nämlich könnte Corel FreeHand zu einem Illustrator/InDesign-Hybriden ausbauen und vielleicht einige Ecken und Kanten in FreeHand ausbügeln, die vielleicht eher aus Gründen der Firmenstrategie zu Zeiten Macromedias entstanden sind/nicht entfernt wurden. Corel hätte dann neben dem Zugpferd Painter ein weiteres starkes Produkt im Portfolio, welches auch sehr interessante Interaktionen bieten könnte. Der Entwicklungsaufwand jedoch wäre sehr hoch, und dazu ist Corel vielleicht schon zu abgewirtschaftet.

Kommentar
Selbst aber wenn sich die Situation bei FreeHand/Illustrator auf die ein oder andere Weise entspannen sollte, so bleibt die Übernahme aus Sicht eines Grafikers ein herber Schlag. Selbst wenn man einmal wohlwollend unterstellt, dass beide Firmen in der Tat das Ziel verfolgen, das Beste aus beiden Welten zu einem zu verschmelzen, so dürfte es ein entwicklungstechisches Mammutprojekt sein, nicht nur die jeweiligen Code-Basen zusammenzubringen, sondern auch die GUI-Konzepte. Wie lange etwa hat GoLive nach der Übernahme durch Adobe gebraucht, um auch nur halbwegs brauchbar zu werden? Aus meiner persönlichen Sicht stehen uns, sollte es tatsächlich zu dem Versuch kommen, die überlappenden Programme zusammenzuführen, einige Versionen ins Haus, die zwar mit einigen verführerischen Funktionen aufwarten, die aber technische Krücken sein werden (aka langsam und teilweise instabil) und ein bedienungstechnisches Desaster. Adobe bekommt ja nicht einmal innerhalb der gehypten Creative Suite ein durchgängiges Bedienkonzept hin (mein Lieblingsbeispiel: Verhalten der Paletten, vom Pfadwerkzeug iin PS/Illu/ID ganz zu schweigen). Auch "Bridge", formerly known as "Version Cue", formerly known as "Web Workgroup Server" ist ein solches Beispiel für technisches Gepfriemel, welches zwar interessante Ansätze zeigt, aber in den jeweiligen Entwicklungsstadien nur einen äußerst begrenzten Nutzen hat (Version Cue) und eine Bedienung aufweist, dass man sich im Mittelalter wähnt (leicht übertrieben ausgedrückt). Ich für meinen Teil halte weder etwas von dem Koloss im Sinne von marktbeherrschendes Unternehmen, noch im Sinne von Entwicklungshämmendes Ungetüm etwas. Dass sich mit dem Integrationswillen von der Videobearbeitung über die klassische Bildbearbeiung und das DTP hin zum Web-Publishing -- das Ganze auch noch von der kleinen Endkunden- bis zur riesgen Unternehmenslösung verteilt, und das alles letztlich noch garniert über die Grenzen zweier ehemals konkurrierender Unternehmen hinweg -- die Entwicklungsarbeit nicht ständig selbst im Weg liegt oder von "Unternehmensstrategien" in kleine, unpassende Fömchen gedrückt wird, das muss mir das neue Adobe erst beweisen.

Update: Auf The Register findet sich ein lesenswerter Kommentar zur Übernahme.

Kommentare

... dreckfuhler ...

Von: solaris | Datum: 19.04.2005 | #1
[klugscheiss]
ääh flo, was sind "Infomtaionen"? :-)
[/klugscheiss]

solaris

supergau

Von: mein name | Datum: 19.04.2005 | #2
Das ist fuer mich der Supergau auf dem Grafiksoftwaremarkt. Ich nutze inzwischen zwar ausschliesslich adobe, aber so ganz ohne Konkurrenz? nein danke. Man kann nur hoffen die Kartellbehoerde stellt sich quer. Ganz ueble Nummer, die da abging!

Full Ack!

Von: Michael | Datum: 19.04.2005 | #3
Sehe es genau so. Letztendlich ist Adobe nur heiss auf Flash und den Dreamweaver, die konkurrierenden Graphik Apps wird man sterben lassen. Dabei ist gerade Fireworks eine sehr schöne Alternative zum mächtigen aber übergrossen und teuren Photoshop. Ich benötige jedenfalls nicht die ganzen Funktionen von PS für meine Projekte. Und über die Preise von Adobe braucht man wohl auch kein Wort zu verlieren. :(

Freehand soll an Apple gehen... biiiiiiitte!

Von: Darius | Datum: 19.04.2005 | #4
Freehand wäre doch als iDraw wirklich die perfekte Erweiterung für iWork. *Träum*

@Darius

Von: -rw-r--r-- | Datum: 19.04.2005 | #5
Sehe ich (leider) nicht so...

Viel zu komplex, sowohl in Funktionsumfang und Bedienung als auch in den Aufgabenstellungen, die mit einem solchen Programm betreut werden.

iWork halte ich für eine Suite, die mehr Menschen als nur dezidierte Grafiker, Publisher und Webbastler anspricht; normales Volk nämlich.

Vektorprogramme

Von: johngo | Datum: 19.04.2005 | #6
Da fielen mir - neben Corel - auch
noch Xara und Expression ein.

Somit sind schon mindestens
5 Programme auf dem Markt.

Qualitätsgründe dürften bei Monopol-
burteilungen wohl eine untergeordnete
Rolle spielen!?

Gruss

johngo

Viva Freehand

Von: hukl | Datum: 19.04.2005 | #7
Freehand darf nicht sterben, trotz aller Macken und dem Scheintot ... es ist das einzige Programm mit dem man wirklich mit Vektoren arbeiten kann - da liegt Illustrator einfach immernoch hinten!

Ich habe in einigen Foren zum Thema quergelesen ...

Von: johngo | Datum: 19.04.2005 | #8
... aber ein Gedanke zur Zukunft
von "Adobe Systems Incoporated"
- der mich beschleicht - wurde noch
nirgends geäussert.

Vielleicht bereitet Adobe hiermit den
grossen Einstieg in das Linux-Geschäft
vor? Der Vorteil wäre ja jetzt, das man
bei einer Plattform-Entscheidung gleich
einen ganzen Haufen mehr an
brauchbaren und eingeführten
Applikationen an den Start schicken
kann.

Hätte die bisherige Adobe dies getan und
Macromedia hätte nicht mitgezogen,
dann wäre das ein viel riskanteres
Manöver gewesen.

Was meint ihr?

Gruss

johngo

@johngo

Von: trial&error | Datum: 19.04.2005 | #9
wäre Macromedia nicht mitgezogen, hätte Adobe wenigstens einen Vorsprung gehabt. Das hätten sie also auch eher haben können.

@-rw-r--r--

Von: Darius | Datum: 19.04.2005 | #10
Hast schon recht, aber: Apple Works liegt schließlich auch eine Vektor-basierte Zeichenanwendung bei, wenn auch wesentlich rudimentärer.
Dann soll Apple es wie z.B. bei Final Cut machen und eine Express- sowie eine Pro-Version anbieten.
Der Umfang von iWork wird mit Sicherheit auch noch erweitert, sowohl in der Anzahl der Anwendungen als auch in deren Funktionsumfang. Soll ja mal Apple Works komplett ersetzen... irgendwann... oder? Hach wär das schön... iDraw Pro von Apple. ;)

@ trial&error

Von: johngo | Datum: 19.04.2005 | #11
Einen Vorsprung?

Sie hätten doch die "Lücke" nicht
füllen können!

Zumindest für professionelle Anwender
gilt folgendes: ein Plattformwechsel
kommt erst in Frage, wenn alle
Anforderungen möglichst verlustfrei und
sofort konvertiert werden können. In der
Medienbranche geht kein Weg an
Flash, Shockwave und dem Director
vorbei.

Selbst "Willige" würden dann nicht wechseln!

Gruss

Linuxeinstieg

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 19.04.2005 | #12
Ich denke, dass sie mit ihren Kerntechnologien Linux nicht weiter links liegen lassen werden, und möglicherweise ist es da geschickter, wenn man vorher sämtliche Konkurrenz aufkauft und gemeinsam diesen Weg beschreitet denn allein und sich aufzureiben (und den anderen den Weg zu bereiten). Ja, das ist ein netter Gedanke, nicht abwegig.

Allerdings dürfte das nur wenige spezielle KErnkomponenten betreffen und weniger die Produktionssuiten, denn Linux ist (und bleibt und wird auf Dauer nicht sein) keine (Kreativ-)Umgebung. Der Aufwand für ein paar verrückte Idealisten ganze Apps wie PS und Co. zu portieren wäre unsinnig. Das wird also nicht kommen.

PDf und Flash, das sind dann natürlich solche Themen... was wird draus? Wenn ich das recht verstanden habe, ist im Flash-Entwicklerumfeld doch schon viel für Linux zu haben, oder nicht? Flash ist mir fremd, daher die unbekümmerte Frage ;) Dachte ich, weil das mit plattformübergreifend gestern von Macromedia so sehr betont wurde...

Grafik- und DTP-Apps (@gast)

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 19.04.2005 | #13
Mangels Hintergundwissen bleibt für mich die Frage: Wie komplex sind Pixel- und Vektorgrafik-Applikationen?

Sehr ;) Natürlich ist die Geschichte von InDesign eine erfolgreiche und sie zeigt, dass man einem Platzhirschen wie XPress mit einer guten App in der Tat Marktanteile abknüpfen kann. Aber ganz so glatt ist das auch nciht gelaufen, und ein "Beginner" ist Adobe in DTP ja nun auch nicht. Zum einen kann Adobe auf langjährige Erfahrung mit PageMaker zurückblicken und was für Entwickler (KnowHow) sie sich für InDesign zugekauft haben, möchte ich nicht wissen. Dennoch war ID 1 komplett und völlig unbrauchbar. ID 1.5 war etwas besser, aber da musste man schon leidensfähig sein, um da umzusteigen. ID 2 war schon sehr viel konkurrenzfähiger, war aber in einigen Belangen, teils in sehr _grundlegenden_ Dingen noch so dumm und umständlich, dass man sich die Haare raufen musste. Erst ID 3 würde ich als bedenkenloses "Kannste wechseln" empfehlen. Und welchen Marktanteil ID nun wirklich hat, dazu habe ich noch keine Zahlen gesehen. Wenigstens ist die Akzeptanz des Formats bei Weiterverarbeitern langsam erträglich, was sich durch die Einbürgerung von PDF als Druckdatei-Format natürlich noch wesentlich entschärft hat.

Bei Photoshop liegt der Fall noch viel komplizierter, denn PS liegt nun in der neunten Version vor, es ist über Jahre und Jahrzehnte gewachsen, und es gab _zu keinem Zeitpunkt_ je einen ernsthaften Konkurrenten. Es gibt also keinen Mitspieler, der auch nur annähernd über genug KnowHow verfügt, um binnen, sagen wir mal, zwei bis drei Versionen ein Programm auf die Beine zu stellen, von dem man sagen kann, dass es ein größtenteils ebenbürtiger Gegner ist. Es gibt seit jeher in bestimmten Einzelgebieten Spezialistenprogramme, die sich wenigstens teilweise mit PS überschneiden und dabei PS sicher überlegen sind, aber zu einem Allrounder wie PS ist es da ein viel zu weiter Weg.

Zudem müsste ein solches Programm selbstredend für beide Plattformen zur Verfügung stehen, und es müsste 1000&ig kompatibel zu PS sein. Allein letzteres dürfte sich patentrechtlich ausschließen. Und ersteres würde Apple komplett überfordern, dazu reichen die Ressourcen nicht aus.

Schade eigentlich, denn Apple bietet mit CoreImage eine Technologie an, mit der Bildbearbeitungen sicher sehr viel schöne (non-destruktive!) Dinge anstellen könnten. Während vielen anderen Herstellern es sicher zu kompliziert wäre, ihre Routinen so zu basteln, dass sie auch auf CoreImage zugreifen können, wäre das für Apple(-nahe) Entwickler sicher wesentlich einfacher, da nahe liegender. selbst für die würde es aber bedeuten, quasi zwei völlig unterschiedliche Routinen zu schreiben, es sei denn, CoreImage-Abschnitte ließen sich vergleichsweise simpel auf andere Technologien umstricken bzw. bei Nichtvorhandensein ignorieren und durch "Standardabläufe" ersetzen...

@flo

Von: gast | Datum: 19.04.2005 | #14
Zudem müsste ein solches Programm selbstredend für beide Plattformen zur Verfügung stehen, und es müsste 1000&ig kompatibel zu PS sein. Allein letzteres dürfte sich patentrechtlich ausschließen. Und ersteres würde Apple komplett überfordern, dazu reichen die Ressourcen nicht aus.

Das Bsp Indesign hatte ich wählt, um zu demonstrieren, dass eben _nicht_ eine 100Tsd% Kompatibilität von Nöten ist. Und FCP ist "selbstredend" _nicht_ für beide Plattformen erhältlich… ;-)

Im Prinzip natürlich FULL ACK, Adobe is ja schon ein Weilchen länger auf dem Acker… Ich seh das auch eher leidenschaftslos, s. Schluß meines postings, für Ottonormaluser evtl. "light" Versionen; und der schmale Apple Markt muss nicht durch 2 geteilt werden… kann, muss aber nicht von Vorteil sein…

Atomisierung der Möglichkeiten

Von: mac | Datum: 19.04.2005 | #15
Herrlich: nachdem über Jahre beide Hersteller erfolgreich und gezielt ihre Software diversifiziert haben und auf jedem Gebiet halbwegs befriedigende Teil-Lösungen zu überteuerten Preisen auf dem Markt sind, soll nun alles in einen großen Topf geschmissen werden. Viel Spaß beim Umrühren!

Ich persönlich werde in nächster Zeit keine Updates kaufen - die Macken der ersten Zusammenführ-Versionen muss man sich ja nicht antun. Ab 2007 dürfte es vielleicht interessant werden. Bis dahin komme ich mit den heutigen Suiten (MX und CS) locker über die Runden.

Meine Einschätzung: InDesign und Photoshop werden zu Monster-Apps, in denen mittelfristig die fehlenden Funktionen aus FreeHand, Illustrator, ImageReady und Fireworks implementiert werden. Beides wird als Standard- und Pro-Version erhältlich sein. Flash- und PDF-Funktionen werden in beiden Paketen verstärkt vorhanden sein.

Vielleicht ein Trost: es besteht zumindest die Hoffnung, das die Atomisierung der Funktionen (die sich heute unsinnigerweise auf viele Programme verteilt) in 2 guten Anwendungen mündet. Zumindest was Vektor- und Bitmap betrifft.

Wenn es eben einfach wäre ...

Von: johngo | Datum: 19.04.2005 | #16
... an Photoshop sind ja schon einige
Versuche gescheitert. Und ich frage
mich (ich habe es in dem Parallelthread
schon angesprochen) wieso ich überhaupt
noch einen Switch in Betracht ziehen
sollte?

Weil ein Monopol in eine Programmlethargie
führt? Zu einem immer schlechteren Angebot
und gleichzeitig immer höheren Preisen?

In der Theorie folgt dieser Gedanke logischer-
weise immer diesem Pfad. In der Praxis haben
mich alle meine Ausbruchversuche mehr
gekostet, als die nächsten 10 Updates von
Photoshop kosten werden. So what?
Ich könnte mir eine positiven Switch nur noch
ideologisch gutrechenen. Praktisch geht das
nicht mehr.

Bezogen auf den "Markt":
Ich sehe nur eine "unaufhaltsame" Entwicklung.
Das anteilige Wachstum der "freien Software"
rund um den Linuxgedanken ...
... und in diesem Falle GIMP. Irgendwann wird es
genug Features haben, um dem Platzhirsch das
Leben schwer zu machen. Bis dahin ist wahr-
scheinlich nicht mehr genug Zeit, um einen
adäquaten Photoshopkonkurrenten auf die
Beine zu stellen. Wenn ich die Millionen für
eine solche Entwicklung hätte, dann würde ich
sie nicht in ein solches Abenteuer werfen.

Gruss

johngo

"Macrobe"? - das Ding heisst AdobeMedia!

Von: ionas | Datum: 20.04.2005 | #17
Macrobe klingt doch mal kacke.
und Acrobat != Adobe

Madobe wenn schon.
Und das klingt wie gimme ma'dobe.

FW und anderes

Von: ionas | Datum: 20.04.2005 | #18
"Sehe es genau so. Letztendlich ist Adobe nur heiss auf Flash und den Dreamweaver, die konkurrierenden Graphik Apps wird man sterben lassen."

Flash, Director, Dreamweaver - 3 Programme die es so oder so gut nicht von Adobe gibt.

"Dabei ist gerade Fireworks eine sehr schöne Alternative zum mächtigen aber übergrossen und teuren Photoshop."
Ne ist n mieses Mixprogramm dass nix ganz und alles nur 1/4 kann.

"Adobe braucht man wohl auch kein Wort zu verlieren. :("
Die sind in letzer Zeit auch nicht teurer als die von MM - die von MM sind wirklich unverschämd.

und btw. FW sux.

@ ionas

Von: johngo | Datum: 20.04.2005 | #19
Dann sag' mir mal, mit welcher
Photoshop-Alternative Du ein
professionelles EBV-Studio
betreiben willst? Und das "nicht
mit" Alternativen, sondern "ganz
ohne" Photoshop.

Ausserdem weisst du, das ich auch
sehr gerne XP verwende ... eben da, wo
es (imho) besser ist.


EBV mache ich - nach wie vor - mit
dem Mac und in ein paar Jahren
alles wahrscheinlich nur noch mit Linux.*

Gruss

johngo


* wenn die Entwicklung so weitergeht

XP gut?

Von: ionas | Datum: 20.04.2005 | #20
Für Minesweeper oder watt?

@ ionas

Von: johngo | Datum: 20.04.2005 | #21
Nachdem ich mir letzte Woche extra
eine Radeon 9800 Pro gekauft habe, um
Motion testen zu können, bin ich in
der Annahme bestärkt, das ich Partikel-
systeme lieber weiterhin auf XP einsetze. ;)

Gruss

johngo

@ Johngo

Von: ionas | Datum: 20.04.2005 | #22
in dem Punkt hast du sicher Recht,
Grakatreiber unter OS X => Tonne.