ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 3701

Musikvideo - vorbei die hohe Zeit

Dreingaben im iTMS, Teuerungen bei der Konkurrenz

Autor: bh - Datum: 12.05.2005

Im Schweizer Radio DRS gibt es eine kritische Betrachtung des iTMS anlässlich seines Starts bei den Eidgenossen anzuhören. Sind denn unsere Nachbarn mit der Auswahl zufrieden? Gewartet habt ihr ja lang genug.

In früheren Zeiten hätte die Meldung, Apple lege den Alben jetzt kostenlos Musikvideos bei, ein gehöriges Rauschen im Blätterwald verursacht. Mittlerweile freuen sich ein paar Freaks, der Rest zuckt mit den Schultern. Das Musikvideo als Werbung, Kunstform und MTV-Füllstoff ist gehörig in die Jahre gekommen. Wo sind die Zeiten, als uns "Sledgehammer" vom Hocker gerissen hat?

iTunes Music Store: geht es nach der ORF FutureZone, dann greift Yahoo mächtig an. Wer einen Aboservice bevorzugt, möge doch bitte mal kurz sagen, wieso - mir fallen keine vernünftige Gründe ein. Wer zu früh die Preisschraube anzieht, steht am Ende ohne Kunden da.

Kommentare

Nicht nur schrott

Von: Thyl (MacGuardians) | Datum: 12.05.2005 | #1
Vielleicht gibt es einfach zu viele Gangsta Rappa Videos, wo schlechte Sänger ohne Ideen neben teuren (Miet)-Autos und tollen Frauen rumwackeln.

Wirklich gute Videos sind halt selten; aber es gibt sie immer noch:
Neulich habe ich eins mit tanzenden Meeresgeschöpfen gesehen; leider nicht herausbekommen, wie die Gruppe hieß, und eines, wo ein Buch ein Bibliotheksregal hochkrabbelt; gut gemacht.

Abo

Von: .mac | Datum: 12.05.2005 | #2
Bei 60 Dollar Abogebühr/Jahr (Yahoo), macht das bei gleichbleibenden Preisen in 60 Jahren gerade einmal 3.600 Dollar/Leben. Für iTunes-Nutzer wären das 360 Alben, bzw. 3600 Einzelsongs. Das rechnet sich bestimmt für einige User.
Nachteil sind die restriktiveren Rechte und die (noch) eingeschränkte Abobibliothek (+ kein iPod, aber vielleicht bietet Apple das irgendwann auch an).
Das "Pleite-Argument" (Musik weg) ist keines, da man dann eben den Anbieter wechselt und sofort wieder "alle" Lieder abonniert.

Wo sind die pro-iTMS Argumente? Der Besitz der Songs? Warum ist das wichtig, wenn man als Abonnent "alles" hat und hören kann?

Und noch was zum Abo ...

Von: .mac | Datum: 12.05.2005 | #3
Als Familie wäre es noch viel günstiger, sofern "beliebig" viele mp3-Player/iPods benutzbar wären. Man hätte eine Abogebühr und alle Familienmitglieder könnten "ihre" Musik hören. Im iTMS kauft der Sohn was anderes als die Tochter, Mutter oder Vater. Wäre das nicht viel teurer?

Pro..

Von: dermattin | Datum: 12.05.2005 | #4
"Wo sind die pro-iTMS Argumente?"

iTMS hat die besten Lizenzen.


"Der Besitz der Songs? Warum ist das wichtig, wenn man als Abonnent "alles" hat und hören kann?"

Weil es, mehr noch als die iTMS DRM Kacke, die Freiheit raubt, die seit Jahrzehnten Gang und Gebe war, mit dem Erworbenen zu tun und lassen was man will, es gehört einem ja schliesslich. Musik Abos sind nur der grausame Anfang, wenn sich die Kunden dran gewöhnt haben, wird weiteres folgen. Und da bald der Grossteil des Lebens digital ist, braucht dann nur einer auf einen Knopf drücken und essig ists.

Nicht immer nur nach wirschaftlichen Gesichtsgründen handeln, auch mal zwei Meter weiter denken.

Wie lange darf ich eigentlich...

Von: ninjaturkey | Datum: 12.05.2005 | #5
...ohne Internetzugang bleiben, bevor meine "abonnierten" Lieder das Abspielen verweigern?
(oder wie funktioniert im ABO das DRM?)

P.S.: mieten (statt abonnieren) wäre der richtigere Begriff.

Wenn ich mir jetzt im ITMS 100 Lieder kauf ...

Von: ea_ | Datum: 12.05.2005 | #6
...kann ich mir die in 10 Jahren, nachdem ich gerade mal wieder einen neuen Mac gekauft habe (meinen 6ten in der Zeitspannt, man will ja uptodate sein ;-) ) dann noch anhören ?
Beim Abo sollte das kein Problem sein vorausgesetzt die Lieder sind nach 10 Jahren noch im Abo enthalten. Oder wie ?

DRM ist generell kacke

Von: .mac | Datum: 12.05.2005 | #7
Das Rechteproblem ist kacke, klar, aber das ist ein generelles Problem bei Online-Angeboten. Wer das nicht will muss seine Musik auf ungeschützten CDs kaufen.

Und "wird weiteres folgen" ist spekulativ und kein Argument. Was könnte denn folgen?

p.s. Um hier nicht missverstanden zu werden, ich habe ein liebgewonnenes CD-Regal und würde es nicht gegen ein Abo eintauschen wollen.

an ea_

Von: .mac | Datum: 12.05.2005 | #8
Du kannst die Lieder noch hören, sofern Apple nicht pleite ist. ;-)

Du musst freilich den alten Rechnern die "Rechte" entziehen, das geht natürlich.

@.mac

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 12.05.2005 | #9
Ein Abo-Modell hat ganz sicher was für sich, und bei 60 Dollar im Jahr klngt das auch gar nicht mal schlecht.

Ein Abo bedeutet dennoch regelmäßige Zahlungen, und das nicht nur für die Möglichkeit, jederzeit neue Musik zu kaufen, sondern um überhaupt auch die bereits gekaufte behalten zu dürfen (sofern man sie nicht zusätzlich für 79 Cent/Song _wirklich_ gekauft hat).

Nun könnten sich ja irgendwann die Bedingungen ändern, so dass man sagt, uff, das Abo will ich nicht mehr, das wird mir zu teuer resp. das nutze ich ja doch nicht so oft -- whatsoever. Dann müsste man alles, was man wirklich behalten will, zusätzlich nochmal kaufen, oder alles ist weg.

Im iTMS kann man irgendwann einfach aufhören, Musik zu kaufen, sollten Lieder zum Beispiel auf einmal nen Euro fuffzich kosten. Natürlich kann einem beim iTMS auch die nachträgliche DRM-Keule erwischen (Verschärfung der Regeln, weniger Rechner etwa, oder eingeschränkte Brennrechte). Immerhin kann man dem (halbwegs) entgegenwirken, indem man sich gekaufte Songs regelmäßig auf CD brennt. Da liegen sie dann erst mal unantastbar und unabhängig von jedem Accout.

Dass das nich optimal ist, keine Frage. Es ist auch DRM, und bedeutet damit eingeschränkte Rechte und im Zweifelsfall niedrigere Qualität (Reimport als mp3 quasi undenkbar). Aber es ist, sagen wir's mal so, näher am "unantastbaren" Besitzen dran als ein Abodienst. _Mich_ hält das von Abodiensten fern. Andere nicht, und deshalb gibt es diese Dienste.

Money

Von: franknail | Datum: 12.05.2005 | #10
Ich kapiere eines nicht: bisher gebe ich zw. 30 und 100 Euro pro Monat für den iTMS aus. Dabei meckert die MI, dass ich dabei quasi viel zu billig einkaufe. Steige ich um auf ein Abo, zahle ich nur mehr 7 Dollar pro Monat. Und bei diesem Konzept verdient die MI dann also mehr, oder wie? Ich kann die Sache nicht nachvollziehen.

lg, frankie

Die spinnen, die schweizer

Von: Dr. Skiwaago | Datum: 12.05.2005 | #11
Journalisten: als Argument gegen iTMS werden tatsächlich immer noch die "wenigen" hundertmillionen verkauften Titel in 3 Jahren mit 1 Milliarde getauschten Titeln im Monat verglichen.
Hallo Jungs, aufwachen!!! Diese Diskussion hatten wir schon!!!

@ dermattin

Von: johngo | Datum: 12.05.2005 | #12
"... Weil es, mehr noch als die iTMS DRM Kacke, die Freiheit raubt, die seit Jahrzehnten Gang und Gebe war, mit dem Erworbenen zu tun und lassen was man will, es gehört einem ja schliesslich. ..."

Bei einem Mietmodell erwirbt man nur
den Nutzungszugang, weil man nicht
mehr erwerben will. Wird dieser Service
eingestellt, so verliert man auch nichts
(nichts im Sinne des Produktes).

"... braucht dann nur einer auf einen Knopf drücken und essig ists. ..."

Was für ein Knopf? Die Atombombe? ;)
Dann ist der mietende doch auch
wieder im Vorteil, weil man ihm nichts
zerstören kann.

Das Mietmodell ist nicht automatisch das
bessere Modell. Wer aber emotionslos
Kosten-Nutzen gegeneinanderstellt, der
könnte mit dem Mietmodell in einigen
Fällen nicht nur Geld sparen, sondern
auch deutlich profitieren. Dem mietenden
steht ja immerhin mehr Musik zur
Verfügung.

Nimm mal an, Du lädst 10 Freunde zur
Party ein und jeder darf für den Abend
Musik nach Wunsch aussuchen. Für den
Musikkäufer wird der Abend teuer für
den Musikmieter kostet der Abend
keinen Cent mehr (Onlinekosten etc.
mal aussen vor gelassen).

Gruss

johngo

...

Von: Arcater | Datum: 12.05.2005 | #13
Für mich gibt es da nur allofmp3.com, da Apple es ja nicht einmal gestattet mit meinem EyeHome gekaufte Lieder über meine Anlage zu hören. Unter Tiger kann z.B. auch nicht mehr mit Toast eine Audio-CD mit IMTS-gekaufter Musik gebrannt werden. Und solche Einschränkungen kommen plötzlich und schon kann ich mit meiner "gekauften" Musik nichts mehr anfangen. Daher Finger weg von allem DRM-geschützten Musikdateien.

@johngo: Das kann man heute auch...

Von: Marcus | Datum: 12.05.2005 | #14
...per Acquisition zB. Klar, das ist nicht legal...

Andere Möglichkeit: Jeder bringt seinen iPod mit...

Ich glaube das viel größere Problem kommt, wenn sich die Mietshops durchsetzen... dann wird die Möglichkeit des Konvertierens von CDs nämlich nicht nur auf Seiten des Trägers also der CD sondern auch im Computer verhindert. Denn: "Ja, warum sollte man das denn noch wollen???"

Ein Trick der Musikindustrie?

Von: Uli | Datum: 12.05.2005 | #15
Machen wir uns doch nichts vor: es gibt nichts umsonst! Man könnte das ganze auch so sehen: die Musikindustrie ist mit der Abhängigkeit von Apple unglücklich und nun wird versucht durch verschiedene andere Angebote z.B. auch die Miet-Shops mit "Subventionierten" (zumindest stark verbilligten) Preisen die Kunden von iTMS wegzulocken, um dann später besser die Preise kontrollieren zu können. Im Endeffekt werden die Preise für den Mietservice wieder drastisch steigen (da es sich für die Betreiber, wegen steigender Forderungen der Musikindustrie, nicht mehr "rechnet"), wenn sie sich erstmal durchgesetzt haben. Und der User ist dann der dumme: höhere Preise UND weniger Rechte.

@ marcus

Von: johngo | Datum: 12.05.2005 | #16
Ich persönlich bin auch nicht für DRM
in Musikdateien. Lang lebe das MP3-
Format. Aber gemietete Musik
macht mich eigentlich unabhängiger, als
DRM in gekaufter Musik.

" ... Jeder bringt seinen iPod mit ... "

Das Argument kann ja nur ein Maccie
oder Steve Jobs persönlich bringen! :D
Es hat einen ganz schönen Harken.


Gruss

johngo

Kritische Schweizer

Von: pm | Datum: 12.05.2005 | #17
Es ist schon auffällig, dass neben DRS, der Blick und durchaus auch schon in Internetforen die Schweizer recht stark den iTMS kritisieren.
Prinzipell liegen sie damit relativ richtig und damit gibt es allenfalls auch grosse Unterschiede in den Hör und Sammelgewohnheiten von Musik Fans.
Der Blick (Bild ähnlich) hat heute von 10 Hitparaden Songs gesucht, Resultat mindestens 70% sind überhaupt nicht vorhanden.

Dazu kommt die Kritik am Audio Format. Warum muss ich mich auf AAC beschränken, wenn ich bei einer CD .wav Dateien in maximaler Qualität erhalte. Tendenziell kauft man dann doppelt CD + iTMS.
Das der Blues und Jazz hoffungslos unter-vertreten ist im iTMS das hatten wir schon kurz angesprochen.
Dass noch nicht mal die wichtigsten Schweizer Musiker vertreten sind ist ein wirklich schlechtes Zeichen. iTMS ist ein "Middle of the road" Musikshop ohne jeden Qualitätsanspruch.

Lang lebe die CD kann ich da nur sagen.

@pm

Von: kaos | Datum: 12.05.2005 | #18
hast du das gefühl der itms schweiz wird sich nicht mehr verändern?

lang lebe die cd? nein danke. was soll ich mit den ganzen datenträgern, wenn ich musik eh nur auf dem ipod höre?

kaos

Ich stell mir ein iTMS-Abo so vor:

Von: Nimra | Datum: 12.05.2005 | #19
Die 30 Sekunden Schnipsel reichen mir oft nicht. ich würde gerne das ganze Album hören können. Prima fände ich also folgendes Modell:
Gegen eine geringe Abogebühr darf ich im Store ALLES KOMPLETT per Streaming hören. Will ich die Lieder besitzen, brennen oder auf den iPod kopieren, muss ich sie kaufen. Bei vielen Alben würde es mir vollkommen reichen, diese zwei, drei mal zu Hause hören zu können. Musik ist in vielen Fällen so austauschbar geworden und auch die Alben die ich gekauft habe höre ich nach einigen Wochen intensiven Musikgenusses kaum noch. Per Abo kann ich mir dafür immer wieder anderes anhören (= mehr Vielfalt) und kaufe nur das, was mir wirklich gefällt. Vor allem könnte man auch Alben und Künstler entdecken, die einem sonst nicht aufgefallen wären.
Schade wäre halt nur, dass die Abo-Musik dann nicht transportabel wäre - bei entsprechend geringem Preis wäre das aber ok. Vor allem: Mit dem vorhandenen DRM ließe sich der Service leicht umsetzen.

Angebot

Von: franknail | Datum: 12.05.2005 | #20
@ nimra: trifft meine meinung zu 100%

Was das Anbot im Store betrifft: ich kann mich nicht beschweren. Zu Beginn war der iTMS Austria natürlich auch recht mager. Mittlerweile wünschte ich oft, ich fände nicht alles was ich suche - rein finanziell betrachtet ;-)
Ich lese im Abo die deutsche Zeitschrift VISIONS (http://www.visions.de", und die empfehlen in der Regel immer ganz anständige Platten: es ist erstaunlich, wieviele von Visions empfohlene Platten ich im iTMS finde! Ich bin durchwegs zufrieden.

lg, frankie

Statt Musikvideos

Von: dirk (1812) | Datum: 12.05.2005 | #21
... hätte ich lieber das Booklet als PDF dabei. So befindet sich das PDF (mit allen Songtexten) z.B. beim aktuellen Jack Johnson-Album automatisch als erster "Track" in der Playlist und kann in der Vorschau geöffnet werden. Ich finde das viel sinnvoller als ein Musikvideo zu bekommen.

Zum Thema Mieten vs. Kaufen:
Mir ist DRM grundsätzlich nicht sehr sympathisch. Den iTMS mag ich aber trotzdem, v.a. weil er eben nicht allzu restriktives DRM hat. Mieten würde ich nicht, weil man in einer ständigen Abhängigkeit vom Anbieter lebt. Man stelle sich nur mal vor, man möchte sich die monatlichen Kosten, die durch das Abo entstehen, sparen z.B. wg. Arbeitslosigkeit. Sofort ist auch die ganze Musik (und damit auch ein Stück Identität) verschwunden. Wenn sich dieses Modell auch bei Filmen durchsetzen würde, dann befänden wir uns in einer ständigen Abhängigkeit von Medienkonzernen. Für mich ist dieser Gedanke beunruhigend.
Abgesehen davon zieht man sich beim Mieten (z.B. bei Filmen) dann einfach alles rein - vor einem Kauf überlegt man, ob er sich lohnt.

@dirk(1812)

Von: Nimra | Datum: 12.05.2005 | #22
Ich weiß nicht ob das wirklich so beunruhigend ist. Ich kaufe auch selten Bücher oder DVDs, weil es für mich viel billiger ist die Medien aus Bücherei und Videothek zu leihen (=mieten). Warum sollte das mit Musik nicht funktionieren? Es geht ja dabei nicht um das Jäger-und-Sammler-Prinzip (=alles besitzen wollen). Chartmusik von heute interessiert mich morgen doch gar nicht mehr. Und bei einem Mischmodell kann man eben die kurzfristig interessanten Sachen mieten, die langfristig Interessanten kaufen. Da ist für jeden etwas dabei.

@ dirk 1812

Von: johngo | Datum: 12.05.2005 | #23
Jetzt stell' Dir mal vor', Dein iPod fällt
mit den Liedern drauf in den Bach
dann verlierst Du sogar noch mehr
Identität ;) und wenn Du noch einen
Arbeitsplatz, kannst Du Dir einen neuen
leisten.

Gruss

johngo

By the way: Ich weis, das Du Dir die
Lieder wieder ziehen kannst. Ob mit -
oder ohne Flatrate - dürfte das neue
Downloaden jedoch mehr als ne
Monatsmiete kosten. Besitzen ist häufig
die teuere Methode.

@ nochmal dirk 11812

Von: johngo | Datum: 12.05.2005 | #24
" ... vor einem Kauf überlegt man sich,
ob er sich lohnt ..."

Und wenn er sich "nicht" lohnt? Dann hast
Du für den gekauften Film mehr Geld
für umsonst gelöhnt! ;)

Gruss

Abo? hab ich doch schon!

Von: Thesi | Datum: 12.05.2005 | #25
und zwar bei der gez.

ansonsten:
jedes drm ist kagge
jeder kopierschutz ist kagge

Album-Preise im iTMS nicht mehr einheitlich?

Von: Nimra | Datum: 12.05.2005 | #26
Ich stelle in letzter Zeit vermehrt fest, dass Alben nicht mehr für pauschal 9,99 EUR den Besitzer wechseln (naja, einen weiteren Besitzer hinzufügen wohl eher). Bisher sind mir vor allem teurere Alben aufgefallen (11,99 - 17,99) oder solche, bei denen man trotz Album 99 Cent pro Song bezahlt. Aber soeben habe ich das heute neu hinzugefügte Album von Klee:JeLängerJeLieber für 7,92 EUR erstanden! Es hat 12 Tracks und ist 44 Minuten lang. Qualität wie üblich. Leider fehlt das auf der CD enthaltene Video. Schade. Dafür günstig... Jemand ne Idee warum? Bei Music-Load kostet es 11,95.

@johngo

Von: André | Datum: 12.05.2005 | #27
Hmh, also wenn mein iPod in den Bach fällt, würde mich das bestimmt ärgern um den Defekt, aber meine Musik habe ich ja zum Glück noch zu Hause auf dem Rechner. Oder löschst du die Musik aus iTunes, sobald sie auf den iPod übertragen wurde? Mir kann sogar am selben Tag noch der Rechner abqualmen, die Musik muss ich immer noch nicht erneut kaufen. Sicherungs-CD. Ich bin 'n Fuchs, was ;-)

Gruß, André

@ André

Von: johngo | Datum: 13.05.2005 | #28
Du Fuchs ;-) Du alter.

Das dumme dabei ist, das Du - gegenüber
einem Mietmodell - trotzdem nur per
Investition (Download, Plattenplatz,
Verwalten der besitzenden Musik ...)
den Verlust minimieren kannst.

Das kann Dir eben bei einem Mietmodell
so grundsätzlich nicht passieren.

Gruss

@johngo

Von: meta | Datum: 13.05.2005 | #29
"Das dumme dabei ist, das Du - gegenüber
einem Mietmodell - trotzdem nur per
Investition (Download, Plattenplatz,
Verwalten der besitzenden Musik ...)
den Verlust minimieren kannst."

Mag sein, aber bei einem Abo muss auch eine Sicherung gemacht werden. Das macht dann zwar der nette Anbieter für dich und sich, aber nachher kommt der böse Hacker und knackt die Datenbank vom Anbieter. Der Anbieter ist lahmgelegt, deine Musik wird nicht mehr abgespielt, weil die Authorisierung nicht mehr möglich ist. (kurz- oder längerfristig)

Solange es Leute gibt, die sich verarschen lassen, solange werden es andere Leute mit immer neuen Methoden auch tun, das Verarschen.

@ johngo

Von: André | Datum: 13.05.2005 | #30
Hallo johngo.

Wie kommt denn beim Mietmodell die Musik auf deinen Rechner? Ich nehme an, ebenfalls per Download. Verwalten werde ich Mietmusik ebenso müssen, oder genügt es, dass ich ins TFT rufe: "Hallo, mach mal Britney Spears"? iTunes wiederum gestaltet die Verwaltung puppeneinfach, ich muss da nicht endlose Zeit investieren, eigentlich kaum welche. Plattenplatz ist zum Glück bei den Rechnern dabei ;-), bleibt die Sicherungskopie, die mit iTunes per Knopfdruck vonstatten geht (plus ein Rohling). Der Aufwand/die Investition hält sich doch in dem Punkt in Grenzen.

Ich gebe zu, ich habe mich noch nicht länger mit Abomusik auseinander gesetzt. Wie kommt diese z.B. auf meinen externen Player und woher weiß der, dass er die Musik nicht mehr spielen darf, sobald ich keine Gebühren mehr zahle? Steht mir das Recht zu, die Musik aufzunehmen, entweder per AudioHijack oder doch nur mit Kassettenrecorder? Dann wäre das ja in etwa vergleichbar mit dem Fernsehen und einer Sammlung steht nichts mehr im Weg - vom Aufwand her natürlich noch größer. Wenn die Musik nur an den autorisierten Rechner gebunden ist oder sie nur als Stream vorliegt, der nicht aufgezeichnet werden kann bzw. darf, ist das für mich persönlich völlig uninteressant. Vielleicht mal bei Yahoo nachforschen, bevor ich dich und andere hier zutexte ;-)

Gruß, André

@ andré

Von: johngo | Datum: 14.05.2005 | #31
Vollkommen richtig. Ein Mietmodell
(oder gar ein Streamingmodell) ist
nichts für den Sammler. Und genauso
wenig für denjenigen, der nur wenig
Musikauswahl immer wieder abspielen will.
Aber es ist für den von Vorteil, der
vielleicht etwas spontaner mit der
Auswahl umgeht. Der erforscht,
ausprobiert ... and so on.

Dabei könnte man jetzt auch schnell
finanzielle Vorteile des "Mieten" aufzählen.
Denn das kann der "Käufer" bestimmt nicht
gleichwertig kalkulieren. Ausserdem
würde man (wenn man das jeweilige
Vertragsmodell auch konsequent durch-
denkt) einen kleineren Player mit
kleinerem Speicher kaufen und kann
somit schnell mal 100.- Euro sparen.

Anders herum kannst Du mir natürlich
auch ein Kaufmodell vorrechnen, bei
dem das Mietmodell widerum
deutlich schlechter abschneidet. Aber
genau darum ging es mir ja!

Das Mietmodell ist nicht "das bessere"
Modell. Es kann* aber - je nach User-
wunsch und Userverhalten - das bessere
sein. ;)


Gruss


johngo


* was hier im Thread bestritten wurde

@ johngo

Von: André | Datum: 14.05.2005 | #32
Nö, da sind wir uns einig. Das muss bitte jeder selbst entscheiden, in welchem Modell er für sich mehr Vorteile sieht. In ein pauschales Gut oder Böse bzw. Besser oder Schlechter ist das nicht so einfach einteilbar.

Gruß, André

yep!

Von: johngo | Datum: 14.05.2005 | #33
.