ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 3717

Von alten Gerüchten, alten Bekannten und alten Rivalitäten

Apple goes Intel, iTunes goes Podcasts, SSD gibt's noch, aber was bitteschön ist "Europa"?

Autor: flo - Datum: 23.05.2005

So ist das, wenn ein Magazin eine Konferenz veranstaltet -- von der gestern mit einem Interview mit Steve Jobs begonnenen D: All Things Digital gibt es bislang nur wenige Berichte, fscklog fasst zusammen, was im O'Reilly Radar an Winzigkeiten zu lesen ist. Demnach ist Jobs mal wieder skeptisch ob des Podcasting-Hypes ("Wayne's World for radio"), aber freut sich dennoch so darüber, dass die nächste iTunes-Version wohl Podcasts (dann von weniger "Wayne's-World"-igen Radiosendern) anbieten wird. Ob man allerdings beliebige eigene Podcast-Streams verwalten können wird?

Ob wohl auch dieses olle Gerücht, welches heute unter anderem im Wall Street Journal von Reuters zitiert wurde, Teil des Jobs-Interviews war? Apple habe mal wieder mit Intel gesprochen. Schwenk auf x86, bla, alles billiger, bla, konkurrenzfähiger, blubb. Demnächst kommen dann noch Quadro-G4-PowerMacs...

Zurück zur Realität, in der Hitachi verkündet, die 7K100 auszuliefern. Diese Notebookplatte dreht mit 7200rpm und verspricht damit sehr hohe Transferraten (im Idealfall) von beinahe 80 MB/s und verkürzte Zugriffszeiten. Auf das Laufgeräusch dieser Platten darf man gespannt sein, die 26 dB aus dem Datenblatt lesen sich akzeptabel, aber die Frequenz macht im wahrsten Sinne des Wortes die Musik. Wer sich also diese Platte demnächst einmal zulegt, Erfahrungsberichte nehmen wir gerne an. Die Leistungsaufnahme im idle-Modus liegt im Übrigen immerhin fast 30% über der 5400rpm-Variante. Das könnte sowohl deutlich mehr Wärme produzieren als auch die Batterielaufzeit verkürzen.

Verlängern will diese hingegen Samsung mit einer -- ja, die gibt's noch, lange nichts mehr davon gehört -- Solid State Disk (SSD). Von dieser Art Massenspeicher erhofft man sich seit jeher schnellere Zugriffe, weniger Strombedarf und höhere Zuverlässigkeit durch das Fehlen beweglicher Teile. Samsung will seine SSD aus Flash-Speicher-Modulen aufbauen und im 1,8- sowie 2,5"-Format Größen bis 16 GB realisieren (1,8", das iPod mini-Format: bis 8 GB). Preise stehen noch aus.

Und letztlich noch Neues von Galileo: Da schmollt Verkehrsminister Stolpe ob der Ankündigung der bislang konkurrierenden Konsortien iNavSat und Eurely, nun ein gemeinsames Angebot zum Aufbau der GPS-Alternative abzugeben. Da den Konsortien vor allem spanische, französische und italienische Firmen angehören, sieht Stolpe deutsche Firmen ins Hintertreffen geraten -- und will das von der EU und der ESA gestartete Projekt notfalls blockieren. Hoch lebe der europäische Gedanke (eines zu großen Teilen privat finanzierten Projekts). Aber naja, lange wird Stolpe so oder so kein Verkehrsminister mehr sein...

iPodstudiesOh, da war doch noch ein Knoten im Taschentuch: Bis heute nacht kann man noch an der Umfrage bei iPodStudies teilnehmen. Ein Interview mit Alexander Reppel, einem der Initiatoren des Projekts, über die Beweggründe und Ziele der Umfrage, führte am Wochenende macnews.de.

Kommentare

Versteh' ich den Satzbau nicht?

Von: Soeren Kuklau | Datum: 23.05.2005 | #1
"Samsung will seine SSD aus Flash-Speicher-Modulen aufbauen und im 1,8- sowie 2,5"-Format Größen bis 16 GB realisieren (1,8", das iPod mini-Format: bis 8 GB). Preise stehen noch aus."

Soweit ich das lese, sagt das aus:
- im 2,5"-Format gibt es die SSD bis zu 16 GB
- im 1,8"-Format gibt es sie bis zu 8 GB
- der iPod mini ist im 1,8"-Format

Letzteres jedoch ist falsch; das ist der iPod regular. Der iPod mini kommt im 1,0"-Format.

Recht hast du

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 23.05.2005 | #2
man streiche das "mini", 1,8" misst die Platte im "echten" iPod.

warum nicht?

Von: icke | Datum: 23.05.2005 | #3
bald:

ibooks mit Intel Pentium M 1,8 und 10.4.2
powerbooks mit G5 Mobile: G5 1,8/2,0
iMacs mit G5 und 10.4.1
eMacs mit Intel Pentium M 1,8 und OS X 10.4.2
PowerMac G5 mit OS X 10.4.1 Tiger
und PowerMac 64 mit Intel/AMS x64 und vollwertiger 64 Bit IMplementierung in OS X 10.4.3

Vielleicht ja auch bald Clones?

Wer weiß weiß.

ich denke Apple wird erkannt haben, dass sie den Marktanteil steigern müssen, un dd as nicht nur mit einem mac mini, sondern mit allen Modellen.
Das heißt Stückkosten runter! Und Produktionszahlen erhöhen, beide sgeht mit der Intel/AMD Hardware.

Mal sehen was kommt.

Angst macht sich breit

Von: Kritiker | Datum: 23.05.2005 | #4
Die Erkenntnis, dass ein Wechsel zu Intel/AMD der bessere Weg gewesen wäre, kommt spät hoffentlich nicht zu spät.
IBM will Apple am ausgestreckten Arm verhungern lassen, obwohl nie ausgesprochen ist es Insidern doch schon lange klar.

@icke

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 23.05.2005 | #5
Wo soll denn das OS für x86 herkommen?

Im Übrigen hat sich das Gerücht ja schon etwas relativiert. Man bedenke, dass Apple ja auch beispielsweise schon Chips von AMD nutzt. In der AirportBasis zum Beispiel. Chips werden ja nun nicht nur in Computern verbaut.

@flo

Von: Patrick | Datum: 23.05.2005 | #6
Nicht nur in der AirportBase, auch bei den normalen Rechnern. Genauso wie dort teilweise auf Intel-Chips zu finden sind.

Selbst wenn es ein solches Treffen gegeben haben sollte: Intel stellt nicht nur CPUs her...

jaja, . . .

Von: wolfgang | Datum: 23.05.2005 | #7
... jedes jahr das gleiche gerücht

träumer !

@icke @kritiker

Von: Thesi | Datum: 23.05.2005 | #8
imho seid ihr da auf dem holzweg

osx für intel => software für osx schon wieder neu programmieren (remeber: umstellung von classic nach x) ? da macht doch kein entwickler mit !

@Thesi

Von: flynn | Datum: 24.05.2005 | #9
Und welche Software soll das sein, die PPC Assembler derart massiv einsetzt? Ansonsten sehe ich nämlich keinen Grund warum man bei einem OSX für Intel Switch etwas neuprogrammieren sollte.

Wahrscheinlicher wird das ganze dadurch allerdings tatsächlich nicht.