ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 3718

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Ab 2007 wird GEZahlt

Autor: flo - Datum: 23.05.2005

Ihr Rechner ist ein Fernseher, wussten Sie das schon? Das steht so im Rundfunkgebührenstaatsvertrag, in dem auch die Gnadenfrist bis zum 31.12.2006 festgehalten ist. Aber dann...

Wie schon berichtet enthält der am 1. April in Kraft getretene Vertrag den Passus, dass auch "Internet-PCs" -- also alles, was ins Web gehen kann -- als Rundfunkempfänger gelten (als Fernseher, um genau zu sein), und daher bei der Berechnung der GEZ-Gebühren relevant werden. Auch heute zahlt man unter Umständen schon Gebühren für den PC, so eine TV-Karte installiert ist. Das wird ab 2007 nicht mehr zwingend notwendig sein. Auf Telepolis findet sich ein zwar schwer polemischer, aber doch so manche Blüte der neuen Regelung aufzeigender Artikel von Wolf-Dieter Roth (ohja, genau der) zum Thema. Kurz und prägnant die dazugehörige Erklärung bei der GEZ.

"Danach ist grundsätzlich davon auszugehen, dass Internet-PCs zum Empfang von Rundfunksendungen geeignet sind."

Ist jedoch bereits ein Fernsehgerät angemeldet, kostet der PC (oder auch der Mac, wie Wolf-Dieter Roth uns rücksichtsvoll mit in die Masse der Leidenden aufnimmt) nichts zusätzlich. Es sei denn...

... man ist nicht verheiratet und lebt "wild" mit dem Lebenspartner zusammen, während beide verdienen. Dann muss jeder für seine Geräte bezahlen. Ob auch beide für dasselbe Gerät bezahlen müssen, habe ich nicht verstanden (wohl nicht?). Da werden in zwei Jahren die Besitzstände von Computern heftig fluktuieren.

... man ist selbständig und hat sein Arbeitszimmer in der Wohnung. Während für Angestellte nämlich der PC, selbst wenn er auch beruflich genutzt wird, zum Privathaushalt gezählt wird (und somit bei Vorhandensein eines Fernsehers nicht zusätzlich gebührenpflichtig ist), muss der Selbständige für seinen Arbeitsrechner zusätzlich bezahlen.

Und da wären wir auch schon bei den Hauptleidenden, wenn man so möchte: Selbständige, Freiberufler, kleine Unternehmen. Die zahlen dann für ihre Rechner im Büro Gebühren, sofern sie Internet-fähig sind. Und nachdem man ja seine USt-Erklärung bittesehr online abgibt seit diesem Jahr, muss ja irgendwo ein PC stehen. Hat nur ein altes Modem? Macht nichts.

Zugrunde gehen wird an dieser Neuregelung niemand. Wobei WDRs Beispielrechnung mit 51 statt 5,50 Euro monatlicher Gebühr (ich habe nicht ganz durchgeblickt) schon haarsträubend wirkt. Bleibt dennoch die Unsinnigkeit einer weiteren Pauschalabgabe und die Diskrepanz zwischen 17 Euro Gebühr und dem Gegenwert, den das öffentlich-rechtliche Internetangebot bietet (oder bieten darf, man unterschlage nicht, dass die KEF die Ausweitung des Internetangebots der ARD untersagte -- welches aber auch wiederum die ARD mit zusätzlichen Gebührenmitteln finanzieren wollte).

Vielleicht würde ein geringerer Satz für Internet-PCs besser angenommen. Denn das öffentlich-rechtliche Angebot umfasst nun einmal unterschiedliche Medien (mit unterschiedlichem Angebot), warum sollte man also nicht auch das Angebot im Internet bezahlen? Wert ist es das allemal, auch wenn die alternativen Quellen im Internet noch vielfältiger sind als im Rundfunk. Und wieviele Menschen gibt es, die zwar fernsehen, aber nicht im Internet surfen? Wahrscheinlich mehr, als andersherum, also Leute, die nur surfen, aber nicht fernsehen. Insofern ist das Einbeziehen onlinefähiger "Empfänger" gerechtfertigt. Bislang zahlt ja der Glotzengucker quasi die Onlinesurfer mit (und wird sich fragen, warum). Nur lässt sich eben die Frage stellen, ob der "Nur-Surfer" denn denselben Gegenwert bezieht, überhaupt beziehen kann wie der Fernsehende. Bei Ausgaben von maximal 0,85 % aller Gebühren für den Onlinebereich scheint das fragwürdig.

Kommentare

Internet? zahlen?

Von: Gasp | Datum: 23.05.2005 | #1
Häh, ist das Euer Ernst? Wenn die Öffentl. rechtl. Krake mit ihren 1000 Angeboten dafür Geld will, dann soll sie doch einfach ein Abo für ihre Website anbieten.

Ich les meine Nachrichten aber weiter bei faz.net und spiegel.de - kostenlos.

ich schätze das wird eu-recht zu fall bringen können,

Von: clemotion | Datum: 23.05.2005 | #2
... denn das fernsehen war bislang ja wirklich (fast) nur in brd zu empfangen. aber mit welchem recht darf die gesamte welt und eben im besonderen alle eu-bürger "internetfernsehen" kostenlos empfangen, aber ein in deutschland lebender eu-bürger muss dafür zahlen. abgesehen von der wirklich schwachsinnigen logik, internetfähige computer wären fernseher. (tv-karten sind das) außerdem könnte doch, falls es einmal tatsächlich ein fernsehgleiches angebot im web gäbe, jeder gez-zahler einen onlinezugang dazu bekommen, die nichtzahler sehen sehen dann eben "schwarz". auch wenn das gesetz rechtskräftig ist, verfassungsgemäß ist es sicher nicht.

Die spinnen

Von: Geier | Datum: 23.05.2005 | #3
Was macht dann ein Konzern mit 10.000 PC's.

Die per Gesetz verordnete Existenzsicherung gewisser Institutionen ist zum Kotzen. Egal ob Wort und Bild oder die GEZ!

Haha

Von: Baphomet | Datum: 23.05.2005 | #4
Die Herren von der GEZ können ja mal versuchen die Gebühren von mir einzutreiben *gg*..wirklich lusige Vorstellung...aber was eigentlich das Elend ist, der kleine Privatnutzer kann ja die "Herren" an der Tür abwimmeln, aber die selbständigen und Firmen müssen bluten...wieder ein Sargnagel mehr im "Standort Deutschland"

@Geier

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 23.05.2005 | #5
Für Firmen gilt eine grundstücksbezogene "Flatrate". Da wird dann nicht jeder Rechner bezahlt, sondern pro Niederlassung, und auch nur, wenn nicht schon ein Rundfunkempfänger da steht und bezahlt wird.

Wie schon zuvor gesagt:

Von: pönn | Datum: 23.05.2005 | #6
Ich zahlte nicht, ich zahle nicht, ich werde nicht zahlen.

Verkehrte Welt

Von: Joe | Datum: 23.05.2005 | #7
Ich finde das ist das bei weitem krassesete Beispiel dafür, wie die Logik vom Gesetzgeber (oder den dahinter stehenden Interessensgruppen) verbogen wird. Denn die Medien sind doch freiwillig im Internet, weder wurde das Internet für die Medien erschaffen noch gibt es ein übergeordnetes Interesse, dass die Präsenz rechtfertigen würde. Außerdem sind sie auch völlig freiwillig kostenlos, es hindert sie doch keiner, Geld für ihr Angebot zu verlangen. Wo gibt es das denn sonst, dass jemand freiwillig eine Leistung erbringt, gegen die sich der Empfänger gar nicht wehren kann, um dann nachher dafür Geld zu verlangen? Nach dem selben Prinzip könnte der Museumsdirektor seine Bilder in der Fußgängerzone aufhängen und dann von den Passanten Geld verlangen – das Museum kostet ja auch Eintritt. Oder ich wasche meinem Nachbar ungefragt das Auto und verklage ihn dann auf Zahlung von 15 EUR.

Das ist so schräg, dass man gar nicht fassen kann, dass so etwas Gesetz werden konnte. Für mich zeigt das leider einmal mehr, das man mittlerweile nicht mehr davon ausgehen kann, dass Gesetze im Interesse der Allgemeinheit und nach gesundem Menschenverstand erlassen werden. Hier sind Lobbyisten am Werk, und das mittlerweiler völlig schamlos ohne Tarnung.

Das Grundproblem ist die GEZ

Von: Chrischle | Datum: 23.05.2005 | #8
Ich halte einen öffentlichen Rundfunk für absolut notwendig und wichtig, um eine Berichterstattung und Meinungsbildung fern von kommerziellen Interessen zu ermöglichen. Dabei halte ich insbesondere das Argument, dass man bestimmte Medien nicht nutzt und deshalb nicht zahlen möchte für total absurd. Man sollte zwar immer mit solchen Vergleichen vorsichtig sein, aber es zahlen auch nicht nur die Eltern von schulpflichtigen Kinder für Schulen oder Leute ,die auch nach 22 Uhr draußen sind, für die Straßenbeleuchtung. Es handelt sich nämlich um öffentliche Aufgaben, die bitteschön auch öffentlich bezahlt werden sollten. Die GEZ gehört abgeschafft und der öffentlich-rechtliche Rundfunk sollte steuerfinanziert werden. Dann wäre man dieses ganze Hickhack um die paar Kröten los und würde meines Erachtens auch noch fairer handeln.
(Jaja, ich weiß...wenn die Steuern steigen, dann bricht in Deutschland endgültig alles zusammen. Genauso wie letzte Woche und letztes Jahr und eigentlich immer...) ;-)

@ Chrischle

Von: odD | Datum: 23.05.2005 | #9
Darüber, dass ein Schulsystem und Straßenbeleuchtung unverzichtbare "Leistungen" sind, brauchen wir wohl nicht zu diskutieren. Aber Onlineangebote von privaten Rundfunksendern? Meinst du nicht, dass dein Vergleich äußerst schwach daher krückt...?

Äääh...

Von: odD | Datum: 23.05.2005 | #10
... natürlich öffentlich Rechtliche Dingsbumseumel... Asche auf mein Haupt :D

stars

Von: bertzobert | Datum: 23.05.2005 | #11
Vor allem hochpreisige Stars (Kerner, Schmidt - auchg wenn ich ihn gutfinde, etc.) sind niemals unverzichtbare leistungen.

Gier ist GEIL

Von: Ich | Datum: 23.05.2005 | #12
Geistlos steht in meinem Schatten
ein Extremo lauert geil
Exkremente abzufassen
zu verschlingen seinen Teil!

Das Gesicht im stumpfen Spiegel
alle Kraft dem Geld geweiht
Kein Gedanke bricht das Siegel
nichts, was die GEZ nicht vorwärts treibt.

>>>Frei nach Exkremento von Tanzwut<<<

Letzter Satz wegen kompletter Unmäßigkeit gestrichen. flo (macguardians)

Wenn schon GEZ für Internet-Computer GEZahlt werden soll,

Von: thomas b. | Datum: 23.05.2005 | #13
...dann wäre es doch das mindeste, alle ÖR-TV- und Hörfunkprogramme per Live-Stream ins Internet zu stellen.

Für das Online-Angebot allein die volle Gebühr zu kassieren, ist doch absurd und nicht zu vermitteln. (wie so vieles...)

Als Alternative schlage ich der GEZ vor, dass das Internet-Angebot der ÖR nur noch mit login (GEZ-Nummer) und Passwort erreicht werden kann. Dann sind die "Schwarzsurfer™" erst mal draussen. ;-)

ist doch einfach ;-)

Von: sven | Datum: 23.05.2005 | #14
es haben doch viele eine flatrate und einen breitbandanschluß, oder?

dann sollten alle, die dies haben, einfach sich auf jeden stream von den ard und zdf klinken, bis denen die server in die knie gehen. danach bittere beschwerdemails an die intendanten, daß man nun, da der rechner zu hause ja jetzt ein fernseher ist, nicht mit ihm fernsehen kann und sie gefälligst ihre bandbreite ausbauen.

mal schauen, was dann passiert!

sven

Weiß jemand...

Von: Marcel_75 | Datum: 23.05.2005 | #15
...ob es schon eine Petition im Web gegen diese Internet-GEZ-Gebühren gibt?

@marcel

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 23.05.2005 | #16
Der Zug ist seit letztem Sommer/Herbst schon abgefahren. Eigentlich schon länger, denn die "Besteuerung" von Internet-PCs ist bislang ja nur ausgesetzt gewesen, dass das kommt ist schon länger Plan und eben seit letztem Jahr auch beschlossene Sache (musste noch von den Ländern abgenickt werden).

Internetzugan != Internetfernsehen

Von: Kurdwubel | Datum: 23.05.2005 | #17
Ich kann mit meinem Amiga4000 via 56k-Modem surfen und eMails lesen und FTP-Server quälen... aber mir soll mal einer zeigen, wie ich auf meinem Amiga einen Real-Videostream angucken soll. Erst wenn das einer geschafft hat, zahle ich für den Amiga "Rundfunk"-Gebühr...

...das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: eMail als Rundfunk definiert! Die haben es wohl nicht mehr alle!

Gilt dann auch für Mobiltelefone!

Von: ionas | Datum: 23.05.2005 | #18
Fazit: fast jedeR muss zahlen.
Ich finde die GEZ mist.
Ich finde sowas regelt man über Steuern.

und was ist mit...

Von: Thesi | Datum: 23.05.2005 | #19
w-lan? wird das dann abgeschafft, da es ja gewissermaßen einen piratensender darstellt?

na ja, is mich egal. ich gucke mal in die röhre, höre mal radio (auch wenns da immer weniger sehens-/hörenswertes gibt) und zahle gez, aber da bin ich hier wohl der einzige (- der zahlt).

Ich denke auch........

Von: Schauvorbei | Datum: 23.05.2005 | #20
das dies eine Sache für EU-Recht ist. Geht nicht an, dass ein Staat ( nach wie vor hemmungslos) seine Leute abzieht und der Rest der Welt guckt kostenlos! Aber wegen war bepist.....cent im IT store, gehen sie auf die Barikaden. Ganz schön Bescheuert, die Menschheit. Wird zeit für sogen. Bürgerlichen-Ungehorsam.

Einfache Lösung

Von: Jagga | Datum: 23.05.2005 | #21
Jeder Deutscher erhält per Verfassung das Recht auf einen persönlichen Rundfunk-Account, und um Klagen zu vermeiden, wird jedem ein solcher ab 01.01.2007 automatisch eingerichtet. Unkenntnis schützt nicht vor Gebühren.

@sven ... bin dabei ... und klagen

Von: neo | Datum: 24.05.2005 | #22
Erst mal klagen wegen fehlender Quicktime Unterstützung und das nicht alles in HD über Netz zu empfangen ist! Schliesslich muss ein Rundfunk Gerät auch die Daten empfangen und nicht nur abrufen.

Dann durch über mäßigem Gebrauch die Kosten in die höhe treiben bis das Online Angebot abgeschafft wird und dann wieder klagen weil ich dafür zahle.

Am Ende sind die Gebühren noch höher.

Gruss neo

alle kein radio & fernsehen

Von: flip | Datum: 24.05.2005 | #23
wieso gibt es eigentlich noch radio & fernsehtechniker... so wir ihr alle jammert, scheint ja keiner so ein gerät zu haben.. kein mp3 player mit radio, keiner hört die streams die ör im internet, kein autoradio, keine tv-karte, kein dvb-empfänger.... armes deutschland.. kauft empfangsgeräte und dann sollte die wirtschaft wieder anziehen.. oder seht ihr etwa alle schwarz??

@flip

Von: neo | Datum: 24.05.2005 | #24
Ja ich sehe schwarz seid dem in Berlin nur noch DVB-T existiert kann ich kein TV mit meinem Fernseher empfangen er ist sozusagen Technisch nicht in der lage ein Rundfunkprogram zu empfangen.
Und warum sollte ich mir jetzt eine DVB-T Box kaufen?
Dann lieber HDTV über das Internet. Vielleicht sollte man das jetzt ein klagen wenn man dafür Zahlt.

Gruss Neo

wie ist das in österreich??

Von: flo | Datum: 24.05.2005 | #25
weiss das wer?

fakt.

Von: bertzobert | Datum: 24.05.2005 | #26
der mündige bürger veweigert sich offensichtlich schwachsinnigen gesetzen oder verordnungen, so läuft demokratie.

@ neo

Von: johngo | Datum: 24.05.2005 | #27
Natürlich ist Dein Fernseher technisch
auch weiterhin in der Lage Rundfunk-
programme zu empfangen*. Du wohnst
jetzt nur in einem Funkloch für Analog-
empfang.

Gruss


johngo


* oder hat Dir jemand etwas ausgebaut?

pauschale

Von: xKillah | Datum: 24.05.2005 | #28
wieso zahle ich nicht einfach eine pauschale gebühr, egal wieviele empfangsgeräte ich (privat) besitze? ich bin nämlich bisher immer wieder gescheitert, beim versuch gleichzeitig im auto radio zu hören, im wohnzimmer fern zu sehen und in der küche ein paar interntstreams mit dem ibook abzugreifen.
grundsätzlich finde ich es gut, dass es ein paar dinge gibt, zu denen jeder etwas geld beiträgt, auch wenn er in dem einen oder anderen fall nicht davon profitiert. aber wenn alle zahlen bleiben ingesammt die gebühren niedrig.
the xKillah

In Österreich

Von: halessa | Datum: 24.05.2005 | #29
Ich zahle beim GIS (Gebühren-Info-Service), nur ne nette andere Umschreibung, für meinen TV und meinen Radio. Wir werden ja auch zwangsbeglückt mit den Gebühren. Radio höre ich nur kaum, und wenn, dann Internet-Radio. Wenn die anfangen würden, so ein Gesetz auch in Österreich zu entwerfen, würde ich deshalb meinen Mac auch nicht als TV anmelden, ganz einfach weil ich keine TV Karte eingebaut habe. Und das Angebot der ÖR hier in Österreich sich in Grenzen hält...

@ xKillah

Von: André | Datum: 24.05.2005 | #30
Du zahlst eine Grundgebühr von 17,03 Euro im Monat. Dafür darfst du im Wohnzimmer fernsehen, gleichzeitig auf dem Zweitgerät im Schlafzimmer fernsehen, gleichzeitig in der Küche radiohören, gleichzeitig aufem Klo und in deinem privat genutzten Auto auf einem Zweitgerät radiohören, UND zuguterletzt gleichzeitig über dein iBook einen Internetstream empfangen. Das kommt doch einer Pauschale fast nahe.

Wie hier schon erwähnt wurde, wer schon GEZ-Gebühren zahlt, muss nicht weitere Gebühren für den Internet-PC berappen.

Gruß, André

Wird Zeit...

Von: Jens | Datum: 24.05.2005 | #31
... sich einen guten Anwalt zu holen. Den, oder eine Handfeuerwaffe.
Soll sich bloss mal einer von denen blicken lassen!

Das Cafe unten die Strasse runter bäckt jetzt auch Kuchen, der Dir schmecken könnte. Und steht ploetzlich vor Deiner Tür, um dafür Geld zu kassieren.
"Aber ich esse ihren Kuchen doch gar nicht. Er wuerde mir gar nicht schmecken! Ich gehe überhaupt in ein ganz anderes Café..."

Das ist so lächerlich..

Von: Michael Kreuzer | Datum: 24.05.2005 | #32
..wie der Rest von dem Kartenhaus, das gerade zusammenfällt.

gruß,
Michael

PS: @flo (MG): Zensur schadet mehr als sie bringt, wie ich finde

Danke für alles, GEZ

Von: Anonymer GEZ-Hasser | Datum: 24.05.2005 | #33
Neulich war ich im Kino. Da kam eine Werbung, die ich noch nicht kannte. Richtig lustig, einer liegt im Krankenhaus und will nicht raus, weil es da gutes Essen und v.a. kostenloses TV gibt. Immer wenn er entlassen wird, sorgt er umgehend dafür, dass er doch dableiben kann. Gott hab ich gelacht! Und dann kam der Hammer - die lustige Werbung ist von der GEZ! Und billig war die sicher nicht. Gebühren dafür zahlen, dass sie Werbung machen, über die der Schwarzseher nur lacht (soll er offensichtlich auch, die Werbung ist lustig) und die der Nichtseher nicht sieht.

Kommen dann auch überall im Web Banner mit "schon GEZahlt?" - ich glaub ich häng!

Die GEZ ist übrigens nachgewiesener Maßen eine einzige Drücker-Kolonne. Wer mehr darüber wissen will, dem empfehle ich Spiegel 16/2004, S.100ff.

Macht doch einfach eine Unterhaltungssteuer auf Geräte, die den Empfang ermöglichen. Wer ein solches Gerät kauft, zahlt gleich da die Gebühr. Wenn im gleichen Zug die GEZ wegfällt, soll mir das recht sein.

Schönen Gruß an all die braven Zahler dieser Erde. Ich zahle immer gerne - aber nur für Leistung! Und Fernsehen hab ich seit Jahren nicht mehr richtig genutzt - 99% Müll.

Gedlgeilheit

Von: macsmac.de | Datum: 24.05.2005 | #34
Das Onlineangebot der öffentlich rechtlichen Sender ist wesentlich geringer als in Radio & Fernsehen.
Fernsehbeiträge kann ich mir kaum kostenfrei herunter laden, auch wenn ich GEZ bezahle...

Zwar ist das Internet streng genommen auch ein "Funkmedium", wenn man an die Ausbreitung elektromagn. Wellen denkt, aber Struktur und Regulation in diesem Medium ist doch sehr verschieden vom herkömmlichen Rundfunk.

Das Internet ist ein freies Medium, in dem man nicht zwangläufig Inhalte anbieten muss. Müssen die Öffentlichrechtlichen dort anbieten?

Ich sehe nicht ein, warum ich als Deutscher GEZ für PC bezahlen muss und Ausländer (nicht nur 20km nach Frankreich oder Polen rein) auch auf ARD.de oder ZDF.de surfen dürfen - kostenfrei!

Großer Unsinn ist auch Firmen belangen zu wollen. Wer am Arbeitsplatz "rumsurft" riskiert diesen! Hauptsächlich werden PCs zu produktiven Zwecken eingesetzt und nicht um Öffentlichrechtliche Inhalte zu betrachten!

Ich denke, dass die Öffentlichrechtlichen hier eine zusätzliche Einnahmequelle sehen und sich um ihre Rechtmäßigkeit zu drücken versuchen.

Für das gesetzlich festgeschrieben Medium Rundfunk bin ich breit zu zahlen, für das Kommunikationsmedium Internet möchte ich bitte nur meine Onlinegebühren entrichten.

Die Öffentlichrechtlichen sollten ihre Argumente und die Gebührensätze nochmal überdenken.

Wie wär's denn mit 'ner Settop-Box???

Von: Stollentroll | Datum: 25.05.2005 | #35
Wie wärs - ÖR-Funk als Bezahlabo mit Settopbox! -wäre doch fair, oder? Würden Omi und Opi Musikantenstadl-Gucker, die Stammkundschaft des Alten- und Rentnerfunks Deutschland (=ARD) aber dankend drauf verzichten - und schwups würde die Zuschauerschaft zur Marginalie eindampfen! Konkurrenzfähig sind diese beamteten Fersehtröten nämlich nicht - genausowenig wie alle Staatsunternehmen. Und das mit dem Internet ist nur ein Vorwand, alle abzumelken.

Allerdings sind sie genauso fähig zur Korruption, Gehirnwäsche und Desinformation. Und das tun sie ja auch. Es wird nämlich nur ein ganz bestimmtes Weltbild vermittelt, und was da nicht reinpaßt, wird angekreischt.

Ich zahl meine Gebühren nicht, nein, meine Gebühren zahl ich nicht!

ÖR muss bleiben

Von: Marty | Datum: 25.05.2005 | #36
Die Öffentlich Rechtlichen müssen weiter existieren und auch über eine Gebühr ( keine Steuern) finanziert werden. Über Steuern wäre es dann ja ein Staatsfernsehen und wäre noch mehr im Einfluss der Regierung.

Nur ist die Frage, wie man die Finanzierung gestaltet. Mein Vorschlag ist eine Art von Haushaltsabgabe. Jeder Haushalt zahlt dann eine X€ Gebühr. Ob wir auch 2 Voll... X Sparten und X Regionalsender und XX Radiosender brauchen kann man sich wirklich fragen.

Wie hier ja schon angemerkt, wer jetzt schon seine GEZ bezahlt, für den ändert sich in 99,9% der Fälle sowieso nichts.

Hab 'ne Brille und muss ich jetzt ...

Von: Brill_Gates | Datum: 25.05.2005 | #37
... da mir diese ja rein theoretisch die technische Möglichkeit bietet, alle vor mir auftauchenden Zeitungen und Zeitschriften (z.B. bei meinem Frisör oder Zeitungsladen) zu lesen allen deutschen Verlagen deren Abo-Gebühren überweisen?

Oder was?

Oder vielleicht auch noch GEZ, weil ich könnte ja möglicherweise (wg. d. Brille), wenn ich bei Freunden eingeladen bin, dort am Fernsehprogramm teilhaben?

Bitte ebenfalls Gebühren für meine Netzinhalte

Von: Tice | Datum: 01.06.2005 | #38
Klare Sache. Wer glaubt mir eine Rechnung für nicht verlangte und nicht gesehene Internetinhalte zu stellen, bekommt eine Rechnung für meine nicht georderten und evtl. auch nicht gesehenen Internetinhalte. Wenn meine Rechnung bezahlt wird zahle ich selbstverständlich auch ; )

Oder sag es mit Hermann

Von: Tice | Datum: 01.06.2005 | #39
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