ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 3733

Apple und die Batterien

Das wird teuer…

Autor: dk - Datum: 03.06.2005

Als wir alle noch einen Walkman mit uns rumtrugen, um überall unsere persönliche Hitparade hören zu können, war das Nervigste, daß man am besten auch immer gleich ein paar Ersatzbatterien mitnehmen mußte. Doch dann kam der iPod, und plötzlich sollten acht Stunden ohne Aufladen möglich sein. Theoretisch schon, aber in der Praxis aber meist nicht erreicht. Und was machen Amerikaner, wenn ihnen etwas nicht paßt? Richtig, sie klagen.

Eine solche Sammelklage könnte Apple demnächst richtig viel Geld kosten, bis zu 100 Millionen Dollar. Denn Käufer der ersten iPod-Generation wollten die versprochene Akkuleistung. Nun will Apple entweder die Akkus ersetzen oder einen Gutschein über 50 Dollar ausstellen. Kein Wunder, daß sowas auf den Aktienkurs drückt…

Kommentare

das kommt gut

Von: nik | Datum: 03.06.2005 | #1
sehr gut - ich wollte Aktien von Apple kaufen. Jetzt warte ich ein bisschen ab und bekomme sie günstiger....

cheers nik

…einfach die Fresse halten!

Von: Calafati | Datum: 03.06.2005 | #2
Dirk lass es doch einfach sein, du bringst es nicht. Das Abschreiben von drei Tage alten Geschichten geht mir und vielen anderen Lesern so langsam auf den Keks.

Sei brav, verpiss dich aus der Medienlandschaft ;-)

Zensur? - !

Von: lars | Datum: 03.06.2005 | #3
Bisher haben wir gut damit leben können Kommentare nicht zu zensieren. Das wollen wir auch beibehalten.
Also sollten sich anonyme Schreiber überlegen in welcher Form sie Kritik loswerden wollen. Wenn schon giftig, dann bitte auch mit _gültiger_ eMail-Adresse.
Diese Art der Kommentierung verbitte ich mir allerdings. Sollte dir Dirks Schreibe nicht passen, mach doch mal einen Thread im Forum auf, frage die anderen Leser, ob ihnen Dirks kritische Berichte wirklich nicht passen, wie du zu wissen glaubst.
Würdest du uns und unsere Seite kenne, wüsstest du auch, dass wir selten tagesaktuelle Meldungen bringen und nicht mit heise oder macnews.de verglichen werden _wollen_.
Also, ruhig wieder hinsetzen, durchatmen und nett bleiben.

lars

AppleCare

Von: Stephan aus B. an der S. | Datum: 03.06.2005 | #4
Habe einen G3-iPod, mit AppleCare. Habe nun gelesen, dass man auch bei einem Austausch innerhalb des Programms 50 Dollar bekommt (bzw. 55€, wenn ich nicht irre). Weiss da jemand was genaueres?

Wieviel?

Von: Mr.Mike (MacGuardians) | Datum: 03.06.2005 | #5
Würd mich wundernehmen, von wievielen Minuten wir da sprechen ? Ist schon OK, wenn die Kunden sich wehren - das einzige halbwegs interessante daran finde ich aber nur: Sind die Batterien seitens Apple's Zulieferer innerhalb der dort versprochenen Specs angekommen? Anders gesagt: Sauft der iPod mehr als "erwartet" oder sind die Akkus zu billig ?

Es würde MIR einfach nicht in den Sinn kommen, den Hersteller zu verklagen, wenn die Batterie nicht so lange hält wie versprochen - mit AUSNAHME wenn es so deutlich weniger ist, dass man das Gerät nicht wie gewünscht benutzen kann.

Oder verklag ich SONY, weil Stamina bei denen länger hält als hier, ... einer erhöhten Gravitation die Schuld geben wär allerdings auch was ;-)

Mr.Mike

Von: Stephan aus B. an der S. | Datum: 03.06.2005 | #6
Verstehe Deinen Beitrag nicht ganz, erklär mal. Warum darf man sich denn nicht aufregen (amerikanisch: jemanden verklagen), wenn ein versprochenes "Feature" nicht da ist? Ich rege mich darüber auf, dass eine Woche nach dem Aufladen mein iPod-Akku noch halb voll ist, das ist nochmal was anderes als 8 Stunden Dauerspielfähigkeit.

@Calafati

Von: Mario | Datum: 03.06.2005 | #7
Nur ganz nebenbei:

Die Meldung kam auch erst heute morgen mit dem RSS-Newsfeed der Tagesschau...

Von daher ist die Meldung hier vollkommen ok,im Gegensatz zu Deinem Kommentar.

@ Stephan aus B. an der S.

Von: Mr.Mike (MacGuardians) | Datum: 03.06.2005 | #8
Ist für mich was anderes, ob der Akku nicht die versprochene Kapazität hat, oder ob er sich - wie du sagst - nach einer woche halb entladen hat. Bei letzterem liegt - sachegemässes Laden vorausgesetzt - der Fehler wohl in Leckströmen im iPod.

Aber ich kenne Li-Ionen gut genug um zu wissen, dass eie einzige Tiefentladung reicht, um sie zu zerstören. "zerstören" meint hier, Reduktion der Kapazität um bis zu zwei Drittel oder mehr. Jede Minute, in der er "leer" rumliegt, geht er ein bisschen mehr kaputt. (Die Zeitdauer, in der mein alter PowerBook Akku von "100% in Ordnung" nach "Totalschaden" migrierte, betrug 48h. Tiefentladung durch Modem"bug")

Aber nicht falsch verstehen jetzt: Wenn Apple zugibt, dass da was ist, dann sicher nicht weil Steve Jobs schon immer mal was Gutes tun wollte :-D

Mr.Mike

Von: Stephan aus B. an der S. | Datum: 03.06.2005 | #9
Ok, habe Deinen Beitrag nochmal gelesen. Du sagst da aber selber, dass Du Aufregung verstehen kannst, wenn es DEUTLICH (Zitat) weniger Kapazität gibt. Theoretisch könnte ich den iPod ja auch Netzteil betreiben, aber hier geht es um einen massiven Einschnitt. Wie bei mir übrigens... :-( Das kann ja nicht ok sein. Du fragtest nach einer Zeit, über die wir sprechen. Ich finde, selbst 2/3 innerhalb einer (Garantie-)Jahres schon viel, aber weniger als 50% bei normaler Benutzung sind wohl nicht ok, oder?

zzZZzz

Von: dermattin | Datum: 03.06.2005 | #10
Also dass Heise und Co den Blödsinn abschreibt war klar, aber dass ich auch hier den Witz des Tages lesen muss... ;)

"Eine solche Sammelklage könnte Apple demnächst richtig viel Geld kosten, bis zu 100 Millionen Dollar."

Ja, wenn ALLE (!!!) 2 mio iPods, die in dem betroffenen Zeitraum verkauft wurden, kaputte Akkus haben...


"Und was machen Amerikaner, wenn ihnen etwas nicht paßt? Richtig, sie klagen."

Wieviel waren es denn? Nur die 8 Kläger, oder alle Amerikaner?;)

...nur so...

Von: imaginetics | Datum: 03.06.2005 | #11
aber ob calafati, kritiker oder bill g.... alles ein und derselbe xxxxxxxxxx (setzt ein was euch gefällt)

@dermattin

Von: b.chic | Datum: 03.06.2005 | #12
Danke das es mal einer sagt. Mein iPod gehört zu den ersten 2 Mio. verkauften und hat KEINEN defekten Akku. D.h. der Schaden für Apple beträgt maximal 99.999.950 Dollar. Nur um den Schaden mal weiter einzugrenzen.
Ansonsten ist der Artikel O.K., im Gegensatz zu mancherlei Kritik hier (das jetzt nicht @dermattin).

Kann Apple nicht seinen Zulieferer dafür belangen?

Von: LoCal | Datum: 03.06.2005 | #13
und @Calafati verpiss dich doch selbst.. nach Wien?

humpf

Von: Bob Zilla | Datum: 03.06.2005 | #14
ipod - sowieso langweilig... gute cash cow für apple und das wars. OS X schnarcht weiter vor sich hin....

Die angegebene Akkulaufzeit für das

Von: marvin | Datum: 03.06.2005 | #15
aktuelle 12"-Powerbook soll "bis zu 5 Stunden" betragen. Wenn das PB frisch aufgeladen ist, und die maximal Stromspareinstellung gewählt ist und keine App läuft, zeigt es mir eine Laufzeit von etwas über vier Stunden an. Wenn ich jetzt noch damit arbeiten würde, wäre sie noch geringer. Wie kommt Apple auf "bis zu 5 Stunden"?

Dauerläufer

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 03.06.2005 | #16
Gut, 8 Stunden krieg ich auch nicht mehr hin, aber bei etwas über 3,5 Jahren darf man das vielleicht auch nicht mehr erwarten ;)

Leider läuft mein iPod irgendwann _so_ leer, dass er nicht mehr startet. Ich habe mich mittlerweile daran gewohnt, dass, wenn er tatsächlich mal wieder so leer gelaufen ist (was nur vorkommt, wenn man ihn mal ein bis zwei Wochen einfach liegen lässt -- das kommt zum Glück selten vor), ich den iPod aufmachen muss, Akku abstöpseln, wieder anstöpseln -- und schon lebt er wieder.

Vielleicht gibt's zum vierten Geburtstag mal nen neuen Akku ;) (gekauft, nicht erklagt)

So genial ich den iPod finde, so sehr stört mich

Von: marvin | Datum: 03.06.2005 | #17
die geringe Akkulaufzeit. Im Urlaub schaffte meiner nicht mal mehr 'nen Tagesausflug. Und das Powerbook hatte anscheinend noch Probleme, ihn zu laden (das geht wohl nur bei laufenden PB, nicht im Sleep). Ich bin dann auf meinen "singenden" USB-Stick ausgewichen, den ich zufälligerweise auch noch dabei hatte. Der hat zudem noch den Vorteil, dass, wenn der Akku alle ist, man einfach an der näxten Tanke oder im Supermarkt 'ne neue Batterie kauft.

Wenn Apple beim iPod ein Problem hat, dann ist's in der Tat der Akku.

So genug aufgeregt ...

hmm...

Von: Malte | Datum: 03.06.2005 | #18
Ich hab just Heute (und Gestern) festgestellt das mein 3G iPod bei nur 4 Stunden ist. Nach genau 13 Monaten. Hab mal ein Reset gemacht und lass ihn jetzt ordentlich laden (was er im Dock ja eigentlich immer tut) und dann mal schauen.

Sollte der Akku aber nur noch bei 4 Stunden sein und bleiben, dann ist das wirklich enttaeuschend. Und just einen Monat ausserhalb der Garantie...

Die Frage ist nur ob diese Garantieverlaengerung weltweit gilt. Das glaube ich persoenlich kaum, denn schon in der Klagevereinbarung ist nur die Rede von US-Buergern. Mal sehen was in naechste Zeit so offiziell kommt.

Sollte ich einen neuen Akku brauchen: Kennt jemand einen Laden wo es Newer Technology Akkus gibt? In Deutschland meine ich. Die no-name Dinger bei eBay will ich ehrlich gesagt nicht in meinen iPod schrauben (was vielleicht ne Glaubensfrage ist...).

... ich habe nie begriffen,

Von: turdupil | Datum: 03.06.2005 | #19
warum die iPods keine vom Anwender problemlos zu öffnende "Akku-Klappe" besitzen, die den Stromspender leicht austauschbar machen. (Jeder Digitalphotoapparat zeigt, wie das funktioniert). Dies hätte Apple (und uns) eine Menge Ärger erspart. Oder kann mir jemand erklären, welche Vorteile die im Gerät verkapselte Akkuversion zeitigt?

-> Turdupil

Von: Marty | Datum: 03.06.2005 | #20
dann wäre er was grösser. Du musst innen als abschirmen. Diese kompakte Bauweise hätten sie sonst nicht hinbekommen. Natürlich kann man fragen ob es dann so schlimm gewesen wäre, wenn er was dicker ist

Die Japaner zeigen wies geht

Von: Soundwave | Datum: 03.06.2005 | #21
Das Akkupack des GameBoy Advance SP z.B. ist auch hinter einer Klappe und das ding ist auch nicht viel dicker als ein Ipod bzw. Ipod Mini.
Damit hat sich Apple keinen Gefallen getan, der iPod ist ein absolutes Top Produkt, aber diese Akku-Stories die nun schon seit Jahren existieren zeigen das Apple da was gründlich falsch gemacht hat.

Das geht beim GameBoy Advance aber nur...

Von: Ralle | Datum: 04.06.2005 | #22
... weil die Festplatte ins negativ unendliche gefaltet wurde.

Was die Japaner alles können!

Verständnisfrage....

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 04.06.2005 | #23
Klagen die jetzt, weil der Akku den Geist aufgibt (doh! Electronics 101?) oder weil man ihn nicht einfach austauschen kann?
Letzteres fände ich nachvollziehbar, ersteres nicht. Zwei bis drei Jahre alte Akkus verlieren nun mal Kapazität, das sind die Gesetze der Physik und ich behaupte jetzt mal ganz frech, dass Apple nirgendwo behauptet hat, dass der Akku ewig hält!
Mein 2G kommt immer noch auf so ca. 6 Stunden, das ist echt vollkommen in Ordnung!... Und SO schlimm ist das Austauschen nun wirklich nicht, die Akkus kosten ja auch echt nix mehr (v.a. im Vergleich zu normalen Preisen für Akkus in anderen Geräten!) und so nen Akkutausch macht man auch nicht täglich...

Noch was:

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 04.06.2005 | #24
Wenn man seinen Akku scheisse behandelt (Stichwort Tiefentladungen) geht er nun mal früher übern Jordan. Kann ich jetzt auch den Hersteller meiner Stereoanlage verklagen, weil die es nicht verträgt, wenn ich ein Glas Cola reinschütte? Kann ich den Auto-Hersteller verklagen, wenn ich mein Auto verkommen lasse und damit im Dreck rumgurke, so dass es nach 4 Jahren im Arsch ist?
Überall ist klar, dass man die Lebenszeit eines Geräts durch schlechte Behandlung verringert, nur ausgerechnet ein hochintegriertes, hochmodernes Gerät wie der iPod soll dagegen gefeit sein?
Echt lächerlich, die Klage... Gibt der "Frau verklagt Mikrowellen-Hersteller weil nicht draufsteht, dass man seinen Hund nicht reintun soll"-Urban Myth nur neue Glaubwürdigkeit!...

Kai

Von: dermattin | Datum: 04.06.2005 | #25
Wenn Apple nicht explizit gesagt hat, dass die Akkus Kapazität verlieren können, können sie im Deppenland eben verklagt werden ;)


"Stylet euch mal das rein:" <-- stylet? erm, warst wohl zu lange alleine unterwegs was?;)

So einfach isses nicht...

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 04.06.2005 | #26
Die Gesetze der Physik gelten ja nicht nur für Apple. Hiermit könnte ein gefährlicher Präzedenzfall geschaffen werden, der ALLE Hersteller betrifft, denn ich kann mich an keinen einzigen Hinweis in irgendeinem Handbuch erinnern, dass Akkus über Zeit Kapazität verlieren...
Und warum steht's nicht drin? Weil es JEDER WEISS! Ausser ein paar Deppen, die in Physik gepennt haben!
Floppies und Festplatten mögen keine Magneten, Festplatten keine Schläge und Akkus geben mit der Zeit den Geist auf. Wer behauptet, er wüsste besonders letzteres nicht sagt damit indirekt, dass er die letzten 30 Jahre in ner Zelle verbracht hat und vor dem iPod niemals ein einziges Gerät mit Akkus verwendet hat!

Hey Kai, Du gehts aber nur auf das eine Argument

Von: marvin | Datum: 04.06.2005 | #27
ein. Es bleiben dann immer noch die von mir genannten Probleme (Werbeangaben einer Akkulaufleistung, die nicht der realen Nutzung entsprechen). Wie gesagt beim Benzinverbrauch bei Autos ist sowas mittlerweile ein Rückgabegrund!

Noch was 2:

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 04.06.2005 | #28
Zum Thema: "did not have the battery life represented" - Solange die Helden nicht exakt dasselbe Verfahren verwendet haben zur Zeitmessung wie Apple ist die Behauptung Mumpitz. Auch hier gilt: Präzedenzfall, jeder Hersteller gibt Idealwerte bei der Akkulaufzeit an, das gilt ja nichtmal für Computer sondern für ALLE Geräte mit Akku! Genauso wie die Hersteller optischer Laufwerke nur die maximale Drehzahl angeben, die gerade mal in den äußersten Ringen der CD/DVD erreicht wird und die Scanner-Hersteller "interpolierte DPI" anführen, obwohl der Photoshop eh viel besser interpolieren kann! Und die Festplatten und DVD-Hersteller geben die Bytes irreführenderweise mit 1000er-Basis statt 1024 als "Gigabytes" an und die 60GB-Platte hat dann eigentlich nur 55 GB, die 4,7 GB DVD nur 4,3 GB!

Wollen die Helden jetzt die gesamte Technikindustrie umkrempeln mit der Klage?

mattin/kai

Von: Heico | Datum: 04.06.2005 | #29
Hi,

----------
"Eine solche Sammelklage könnte Apple demnächst richtig viel Geld kosten, bis zu 100 Millionen Dollar."

Ja, wenn ALLE (!!!) 2 mio iPods, die in dem betroffenen Zeitraum verkauft wurden, kaputte Akkus haben...
----------
... weiß ja nicht wie das in den USA ist, aber möglicherweise kann man dort dann auf einen gewissen Nutzungsausfall klagen, wenn das Versprochene nicht eingehalten wurde.

=============
----------
Wenn man seinen Akku scheisse behandelt (Stichwort Tiefentladungen) geht er nun mal früher übern Jordan
.
nur ausgerechnet ein hochintegriertes, hochmodernes Gerät wie der iPod soll dagegen gefeit sein?
----------
... weswegen moderne E-Werkzeuge mit Lithium-Ionen-Akkus mit 'integrierte Elektronik schützt Schrauber und Akku gegen Übertemperatur, Überlastung und vor Tiefentladung der Zellen' ausgestattet sind. Die Kontrolle darüber dürfte ein kleiner Chip übernehmen. Wenn so ein 'hochmodernes Gerät wie der iPod ' sowas nicht besitzt, wäre das schon recht ärmlich - aber möglicherweise ist die im iPod eingesetzte Elektronik einfach nicht besonders hochwertig, bzw. feinfühlig.

'Scheisse' behandeln können (wie Du es formuliert hast), sollte man den Akku bei einem Gerät für den absoluten Elektronik-Laien eigentlich überhaupt nicht (zumal der Akku ja 'eigentlich' bei diesem Gerät kein Tauschteil, - sondern fester Bestandteil ist).

Info's über die Probleme und Funktion findet man im Netz eigentlich recht schnell :
----------------------
Eine Lithium-Ionen-Batterie wiegt bei gleicher Kapazität rund 20 bis 35% weniger als der entsprechende Nickel-Metall-Hydrid-Akku. Allerdings stellt dieses Konzept eine noch höhere Anforderung an die Lade-ICs und das gesamte Batteriemanagement. Neben dem Lademanagement kommt hier auch der Aspekt des Batterieschutzes voll zum Tragen. Dabei schützt der IC den Akku vor Überladung, Tiefentladung, hohen Lade- und Entladeströmen und hohen Temperaturen, wobei bei einer Gefährdung der Zellen der Stromfluss über einen in Serie geschalteten Feldeffekttransistor (FET) abgeschaltet werden.
Bereits eine fehlerhafte Beladung der Lithium-Ionen-Akkus führt dazu, dass diese nicht nur rasch an Ladekapazität verlieren, sondern sogar explodieren können. Dies liegt daran, dass bei Lithium-Ionen-Batterien molekularer Sauerstoff mit im Spiel ist. Bei Überladung oder zu hohen Strömen kann die Zellentemperatur zügig ansteigen und es bilden sich vermehrt Sauerstoffbläschen, die sich an den Elektroden absetzen.
„Im Extremfall erhöhen diese Gasbläschen den Innendruck so stark, dass entweder ein brennbares Gasgemisch austritt, das sich durch die hohen Temperaturen entzünden kann oder das Gerät sogar explodiert“, bemängelt Luis Fischer. Aber auch wenn es nicht zur Entflammung oder Explosion komme, so führen Gasbläschen dazu, dass die aktive Fläche des Akkus reduziert werde und somit die Kapazität sinke. Das führe den schleichenden Tod des Akkus herbei.
Exakte Ladebilanzierung schützt den Akku
Quelle : [Link]
-------------------

Gruß, Heico

Heico:

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 04.06.2005 | #30
Wie man mit Elektronik die Selbstendladung von Li-Ionen Akkus verhindert das zeigst du mir mal! 8) Unterbricht die Elektronik den unvermeidlichen Oxidationsprozess?

Das einzige was man machen kann ist, den Zeitpunkt der Tiefentladung noch etwas weiter rauszuzögern! Und das geht auf Kosten der Batterielaufzeit, weil der Controller-Chip (hat auch der iPod, denn ohne gibt's ja gar keine Li-Ionen-Akkus!) dann halt einfach früher abschaltet!

"'Scheisse' behandeln können (wie Du es formuliert hast), sollte man den Akku bei einem Gerät für den absoluten Elektronik-Laien eigentlich überhaupt nicht (zumal der Akku ja 'eigentlich' bei diesem Gerät kein Tauschteil, - sondern fester Bestandteil ist)."

Hallo Heico, das ist die Physik. Physik, das ist Heico. Ihr kennt euch offensichtlich noch nicht, deshalb hab ich euch mal vorgestellt! ;-)

Es ist VÖLLIG irrelevant ob der User ein Laie ist oder nicht: Wenn der User den iPod monatelang ohne Strom liegenlässt dann WIRD EINE TIEFENTLADUNG AUFTRETEN! Unwissenheit schützt vor Konsequenzen nicht, und auch Apple hat nicht den verschleißfreien Wunder-Akku erfunden!
Apple sollte ne Möglichkeit einbauen, das Ding _komplett_ abzuschalten, das wäre echt supersinnvoll! Aber sie zu verklagen weil der Akku über die Zeit schlechter wird ist einfach nur albern!...
Aber dadurch zögert man die Tiefentladung nur raus, denn selbst im Lagerzustand verliert ein Akku graduell Kapazität bis zur Tiefentladung... So ist das nun mal! Wenn man Akkus lagert sollte man sie deswegen alle 1-2 Monate einmal entladen (nicht Tiefentladen) und wieder laden.
Glaub mir, ich hab schon genügend Leute getroffen die sich gewundert haben, warum der völlig unbenutzte Laptop-Ersatzakku, den sie vor 2 Jahren zusammen mit ihrem Laptop gekauft haben so scheisse ist, obwohl sie den NIE BENUTZT haben! ;-)

marvin

Von: dermattin | Datum: 04.06.2005 | #31
Also ich habe einmal drauf geachtet, mein iPod mini hat da mind. 9 Stunden geschafft (Batteriesymbl leer, spielt aber noch), obwohl er (der alte) mit 8 Stunden angegeben wurde.

Ich hatte ihn nur spielen lassen, je nach Anwendung schwankt also auch Greifbarkeit der Herstelleraussage. Nichts, was man einklagen können sollte.

kai

Von: Heico | Datum: 04.06.2005 | #32
Hi,

----
Hallo Heico, das ist die Physik. Physik, das ist Heico. Ihr kennt euch offensichtlich noch nicht, deshalb hab ich euch mal vorgestellt! ;-)
---
Danke für das Bekanntmachen. Dummerweise sprichst Du aber scheinbar immer mit den falschen. Daher mache ich Dich auch gerne bekannt :
Hallo Kai, das ist die Chemie. Chemie, das ist Kai. Ihr kennt euch offensichtlich noch nicht, deshalb hab ich euch mal vorgestellt! ;-)

Was versteht man unter "Selbstentladung" ?
Die Selbstentladung ist ein temperaturabhängiger, ständiger chemischer Reaktionsprozess an den Elektroden des Akkus/Batterie, ohne Anschluss an einen elektrischen Verbraucher.

Was ist eine "Tiefentladung" und ist das gefährlich für den Akku ?
Bei einer Tiefentladung werden die jenigen Zellen eines Akkus umgepolt, die die geringste Kapazität haben.
Schon durch eine einzige Tiefentladung kann ein Akku zerstört werden. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn der Stromverbraucher sich bei zu geringer Spannungsversorgung nicht selbsttätig abschaltet.

-----------
LiIon-Akkus werden bei einer Tiefentladung fast immer zerstört.
D.h. wenn Du schreibst der Grund für ein Nachlassen der Kapazität wären Tiefendladungen, wird das sicher nicht stimmen, da dann der Akku i.d.R. eh' ganz kaputt geht. Zudem sind wohl die Leute etwas ärgerlich, die das Teil ständig benutzen .... und nicht ungeladen einige Monate hinlegen und warten das der Akku sich selber tief-entlädt.

Die Rede aber war von nachlassender Kapazität. Das Akkus mit zunehmenden Alter in der Leistung nachlassen - das allerdings dürfte bekannt sein.
Jetzt kommt es darauf an, wie hochwertig die verwendeten Akkus sind/waren - z.B. werden in den billigen Baumarkt-E-Maschinen auch keine hochwertigen Panasonic-Zellen eingebaut.
Da die ältesten Geräte inzwischen aber 3,5 Jahre alt sein dürften, könnte Apple sich sicher problemlos weigern irgendwelche Kulanz zu zeigen.
Andererseits ist es z.Zt. *das* Zugpferd des Herstellers.

Gruß, Heico

Man kann das oben geschriebene aber auch...

Von: dermattin | Datum: 04.06.2005 | #33
...nochmal in Ruhe auf [Link] 1:1 nachlesen. Es geht doch nichts über ein Google Wissen :)

Was das jetzt an Kais Beitrag zu tun haben soll erschliesst sich mir irgendwie nicht, ich Google einfach mal weiter,... ;)

erm, an = mit. n/t

Von: dermattin | Datum: 04.06.2005 | #34

@mattin

Von: Aufmerker | Datum: 04.06.2005 | #35
Da wollte sich ein sogenannter Experte schlau machen und musste mit Entsetzen feststellen, dass sich genau an der Stelle schon ein anderer Experte schlau gemacht hatte, wie ärgerlich.

"...nochmal in Ruhe auf [Link] 1:1 nachlesen. Es geht doch nichts über ein Google Wissen :)"

Aber das setzt dem ganzen dann die Krone der Dummheit auf. Vielleicht hättest du besser den Schnabel gehalten, das war ein Eigentor, Dummerchen ;-)

stimmt

Von: Heico | Datum: 04.06.2005 | #36
Hi,

----
...nochmal in Ruhe auf [Link] 1:1 nachlesen. Es geht doch nichts über ein Google Wissen :)
----
stimmt - aber man muß das Rad ja nicht jeden Tag neu erfinden - will sagen : Copy&Paste geht schneller als selber Texte verfassen ;-)
..... man muß nicht alles wissen ... nur wissen wo es geschrieben steht ;-)

----
Was das jetzt an Kais Beitrag zu tun haben soll erschliesst sich mir irgendwie nicht
----
... nur weil er so die Physik betont hat
'Hallo Heico, das ist die Physik. Physik, das ist Heico. Ihr kennt euch offensichtlich noch nicht'

.... dummerweise sind die von ihm erwähnten Vorgänge nicht physikalischer Natur, sondern chemischer - und deswegen lernt man die Sachen auch im Chemieunterricht, bzw. sie werden dort abgefragt : [Link]

Gruß, Heico

So isser halt der mattin

Von: Chemiker | Datum: 04.06.2005 | #37
Du hast ihn mit deiner intellektuellen Überlegenheit und deinem Fachwissen so sehr beeindruckt, dass er es gar nicht mehr wagt sich mit dir auf eine Diskussion einzulassen.

Ist halt ein bisschen blöd, der ;-)

eingebaute Akkus sind Blödsinn

Von: Rumbarumbatätärräää | Datum: 05.06.2005 | #38
und waren für mich immer schon ein Grund, derart betriebene Geräte nicht zu kaufen. Erstens weiß man, daß Akkus nur eine begrenzte Lebensdauer haben und zweitens, daß die von Akku zu Akku unterschiedlich lang oder kurz sein kann - abhängig auch vom Ladeverhalten des Users. Ist der Akku hin, wird ein teurer Tausch notwendig, wenn das Teil fest eingebaut ist. Das verteuert das Gerät inakzeptabel. Das sind Kosten, die beim Kauf solcher Geräte für Kunden erst mal nicht ersichtlich sind.

Ich habe Apples iPod auch deshalb nicht gekauft. Der fest eingebaute Akku ist einfach Blödsinn - wie man ja jetzt wirklich sehen kann. Wären die Akkus von Anfang an austauschbar und im normalen Handel erhältlich gewesen (also keine proprietäre Lösung), hätten die meisten User sich zwischenzeitlich einfach einen neuen gekauft und es wäre möglicherweise überhaupt nicht zu dieser Klage gekommen. Außerdem hätte man die Kunden nicht mit teuren Austausch"reparaturen" verärgert.

Quatsch

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 05.06.2005 | #39
"... dummerweise sind die von ihm erwähnten Vorgänge nicht physikalischer Natur, sondern chemischer - und deswegen lernt man die Sachen auch im Chemieunterricht, bzw. sie werden dort abgefragt :"

Soso, definiere du mal bitte, wo die Chemie aufhört und die Physik anfängt! Da streiten sich nämlich schon seit Jahrhunderten die Gelehrten, würde ich gerne sehen wie du den Streit ein für alle mal beendest! ;-)

Das erste, was ich im Chemieunterricht gelernt habe war, dass die Chemie nur eine Untermenge der Physik ist. Aber vielleicht lehren sie ja was anderes wo du herkommst!

Wikipedia sagt:
"Die Physik (griechisch ??????, physikí „die Natürliche“) ist die Naturwissenschaft, welche die grundlegenden Gesetze der Natur, ihre elementaren Bausteine und deren Wechselwirkungen untersucht [z.B. von Lithium-Ionen und Elektroden? ;-]. Sie befasst sich sowohl mit den Eigenschaften und dem Verhalten von Materie [sic!] und Feldern in Raum und Zeit als auch mit der Dynamik von Raum und Zeit selbst."

gibts hier Punkte für Massenposts?

Von: Rumbarumbatätärräää | Datum: 06.06.2005 | #40
oder liegt hier übertriebener apple-missionarischer Eifer vor?

kai

Von: Heico | Datum: 06.06.2005 | #41
Hi,

... ich wußte das Du Dich versuchst irgendwie herauszureden ;-)

- nee, nee Kai, die von Dir angesprochen Vorgänge gehören zum chemischen Teil, da kannst Du noch so viel versuchen irgendwelche Dinge in Frage zu stellen.
Ach ja, ... und wenn Du schon im Wikipedia herumsuchst, dann gib dort doch mal 'Akku' ein ... oder Oxidation (die Du ja erwähnt hast) oder 'Galvanische Zelle' ... und dort zählst Du dann die Wörter, die mit physik- und die mit chemie- beginnen oder diese Worte beinhalten. Du wirst vermutlich was für Dich ganz neues feststellen ;-)

Gruß, Heico