ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 3763

Zur Lage der Nation

Ist etwas faul im Staate Apple?

Autor: dd - Datum: 14.06.2005

Seit Steve Jobs' Keynote am vergangenen Montag sind die (Mac-) Medien in heller Aufruhr, ist der Wechsel zu Intel nicht nur Thema Nummer eins, sondern das einzige, das die Mac-Welt beschäftigt. Entsprechend viel wurde schon gesagt und geschrieben, und ich bin nicht ganz sicher, ob das Internet wirklich noch einen weiteren Kommentar zu der Angelegenheit braucht.
Da ich mich aber bisher vornehm zurückgehalten habe, bin ich so frei, im Folgenden meine Sicht der Dinge darzulegen.
Als sich Ende letzter Woche die Gerüchte mit dem Artikel bei cNet verdichteten, da war ich, wie viele andere auch, noch skeptisch. Am Montag um 19.30 Uhr überraschte mich die Nachricht, die über die IRC-Streams tickerte, allerdings nicht mehr, ich war nicht einmal mehr beunruhigt. Und wer sich den Keynote-Stream angesehen hat, der wird festgestellt haben, dass die Entwickler im Saal die Ankündigung ebenfalls gelassen bis erfreut aufgenommen haben. Der Grund dafür ist vielleicht, dass man als Fachmann immer auch die technischen und rationalen Argumente sieht, für die sich Mac-User ganz nach dem Motto "it just works" in der Regel wenig interessieren - in diesem Zusammenhang ist es übrigens interessant zu sehen, wie gerade jene Benutzer, die mit Technik überhaupt nichts am Hut haben, sich an den PowerPC und das Marketing-Gewäsch von vor fünf Jahren klammern (gell, Bert und Dirk). Eigentlich lustig, wo es doch immer hiess, Apples Marketing sei miserabel und würde nichts bringen - offenbar hat es doch gewirkt... Wie Apple den Salto marketingtechnisch hinkriegt, wird sich erst zeigen müssen. Den ersten Schritt würde ich aber mit dem Auftritt von Otellini und dessen Präsentation des Burning Bunny-Werbespots als durchaus geglückt bezeichnen.

Klar haben die anderen Prozessoren bisher mit dazu beigetragen, dass der Mac etwas besonderes ist, doch im Grunde ist es doch die Software, die den wirklichen Unterschied macht. Sowohl der PowerPC wie auch die Intel-CPUs machen genau eines: Rechnen. Und das machen sie gut - beide. Es gibt Unterschiede in der Architektur, der Ansatz ist ein anderer - wer sich für Details interessiert, sollte sich zum Beispiel die entsprechenden Artikel bei Ars Technica durchlesen. Selbst die Einteilung in RISC und CISC ist keine in "gut" und "schlecht" - beide Paradigmen haben ihre Vor- und Nachteile - und im Prinzip lassen sich heutige Prozessoren nicht mehr klar klassifizieren. Man kann vielleicht den PowerPC als "schöner" bezeichnen, aber was nützt das, wenn IBM und Freescale nicht vom Fleck kommen?
Technisch gesehen birgt Apples Wechsel zu Intel also keine Nachteile. Wie man ersten Berichten zu den Developer Transition Kits entnehmen kann, ist MacOS X auf den Intel-Macs genauso schnell wie auf den aktuellen Macs mit PowerPC.

Um die technischen Details muss sich der Anwender aber nicht kümmern - für ihn bleibt alles so, wie es ist, denn das Betriebssystem, MacOS X, abstrahiert von der Hardware. Oder, um den obligatorischen (nie ganz passenden) Vergleich mit Autos nicht zu vergessen: ob in meinem Wagen ein Motor von BMW oder Audi steckt, spielt keine Rolle, die Benutzerschnittstelle - Lenkrad, Pedale usw. - sind die gleichen (und auch in Sachen Leistung gibt es keine Unterschiede - nein, bitte keine Auto-Diskussion).
Doch das OS ist nicht nur für den Benutzer, mittels GUI, die Schnittstelle zur Hardware, sondern auch für die übrige Software mittels APIs (Application Programming Interfaces). Kaum eine Software greift deshalb heute noch direkt auf die Hardware zu. Ob Speicher, Grafikkarte oder Netzwerkkarte, alle werden sie vom Betriebssystem angesprochen. Cocoa und Carbon sind solche Interfaces, und Apple hat in Tiger darauf geachtet, bisher undefinierte Schnittstellen zu beseitigen (Stichwort Kernel-Extensions).

Aus diesem Grund wird der Switch auch für viele Entwickler kein Problem sein. Theo von Wolfram Research hat demonstriert, dass sich der Aufwand in Grenzen hält, vorausgesetzt, die Software enthält keine Prozessor-spezifischen Optimierungen. Wer je eine Open-Source-Software aus der *nix-Welt installiert hat, wird die Erfahrung gemacht haben, dass der gleiche Code sowohl auf dem Mac wie auch unter einem beliebigen Linux/Unix kompiliert.

Warum braucht Apple dann ein Jahr, um auf Intel-Chips umzustellen? Ganz klar: damit die Entwickler auch ganz bestimmt genügend Zeit haben ihre Software in Universal Binaries zu packen, und die Umstellung für den Anwender nicht (oder wenigstens kaum) spürbar über die Bühne geht. Rosetta ist da ein weiterer Baustein, aber es gibt eine nicht unbeträchtliche Zahl von Programmen, die unter Rosetta nicht, oder nicht richtig, laufen werden. Die Anwendungen aus dem Profi-Bereich (Grafik, Audio, Video, etc.) sind wohl zu einem grossen Teil AltiVec-optimiert und würden im Vergleich zu den aktuellen Rechnern auf den Intel-Macs nicht schnell genug laufen. Darum werden die Powermacs (wenn man den Gerüchten glauben darf) wahrscheinlich auch als letzte einen Intel-Chip erhalten.
Auch alle Programme, die direkt mit dem Betriebssystem kommunizieren, funktionieren nur nach einer Überarbeitung (im einfachsten Fall einer Neu-Kompilierung).
Ein weiterer Grund ist Classic - mit dem Switch zu Intel schneidet Apple endgültig die letzten Bande zu MacOS 9 ab, denn Classic wird es auf den Intel-Macs nicht mehr geben. Dieser Zeitpunkt musste irgendwann kommen, und es ist positiv, dass Anwender, die immer noch alte Programme benutzen, Zeit bekommen, sich nach einer Alternative umzusehen.
Ausserdem, darüber wurde in der vergangenen Woche schon ausgiebig spekuliert, wird Apple auf den "richtigen" Chip warten, wie auch immer der dann heisst - Yonah ist momentan recht hoch im Kurs. Übrigens glaube ich nicht, dass Apple sich von Intel fertige Mainboards liefern lassen wird, denn sonst könnte Apple die Abteilung, die jetzt die Boards macht, komplett vor die Türe setzen.

Aber was geschieht mit Apple in der Zwischenzeit? Der Osborne-Effekt wurde schon von vielen zitiert, und ich frage mich, ob tatsächlich alle, die darüber geschrieben haben, auch wussten, worum es sich da handelt.
Anfang der 80er Jahre gab es eine Firma, Osborne Computer Corporation, die erfolgreich einen PC namens Osborne 1 verkaufte. Der Gründer, Adam Osborne, begann aber das Nachfolgemodell zu bewerben, bevor es überhaupt entwickelt war. Seine Werbung war so erfolgreich, dass niemand mehr den Osborne 1 kaufte, und die Firma Konkurs ging, bevor der neue Rechner fertig war.
Es dürfte klar sein, dass Apple nicht vergleichbar ist mit Osborne. Selbst wenn die Mac-Verkäufe massiv einbrächen, gibt es noch den iPod, der bekanntlich einen nicht zu vernachlässigenden Teil zum Umsatz beiträgt. Und wenn das nicht hilft, kann Apple immer noch auf einen recht ansehnlichen Haufen Bargeld zurückgreifen (was bei Osbourne nicht der Fall war).

Abgesehen davon ist Apple im Moment nicht schlecht aufgestellt, abgesehen vielleicht von den Powerbooks, die aber sowieso bereits unter den Erwartungen auf ein Powerbook G5 gelitten haben (so vermute ich jetzt zumindest mal - genaue Zahlen sind ja aus Apples Statistik nicht mehr ersichtlich). Steve Jobs hat an der Keynote gesagt, dass Apple längerfristig beide Plattformen unterstützen will. Mindestens Leopard wird noch auf den PowerPC-Macs laufen, und das kommt in anderthalb Jahren. Bis zur nächsten Version geht es dann noch einmal zwei Jahre - einen Rechner den man heute kauft, kann man also sicher noch vier Jahre mit der aktuellsten Software nutzen - ich würde sogar auf länger tippen. Die Software-Hersteller sehen das übrigens genauso.

Bleibt die Frage, warum Apple den Switch überhaupt wagt. Trotz der von Apple angeführten Gründe bleibt natürlich ein Restrisiko, dass die Aktion nicht den gewünschten Erfolg bringt. Aber Apple könnte sich mittelfristig einen nicht zu unterschätzenden Vorteil verschaffen: Sollte es sich bewahrheiten, dass auf den Intel-Macs ohne grosses Gebastel auch Windows läuft, könnte das Apple neue Kunden einbringen - zum Beispiel iPod-User, die sich trotz der guten Erfahrungen mit dem MP3-Player nicht trauen, die Plattform zu wechseln. Vielleicht sehen wir in einigen Monaten den wirklichen Halo-Effekt.
Und schliesslich: weil Apple Apple ist. Steve Jobs sagte an der Keynote "We want to build the best personal computers in the world". Das klingt nach einer Phrase aus der Marketing-Abteilung, ist es aber meiner Meinung nach nicht. Vielleicht erinnert sich jemand an die Markteinführung des iBooks und dieses Interview - da sagte Steve die exakt selben Worte. Den besten Computer der Welt zu bauen, ist Firmenphilosophie. Doch das ist nur erreichbar durch ständige Neuerung und Weiterentwicklung. Und dass Apple der Innovation Willen gerne Risiken eingeht, hat die Firma in der Vergangenheit oft genug bewiesen.

So, und nun ist es an der Zeit, dass wir das Thema Intel ? Apple beiseite schieben und uns wichtigeren Dingen zuwenden: Was wird Leopard wohl für neue Features bringen?

Kommentare

Wirrwarr

Von: Thorben | Datum: 14.06.2005 | #1
ups ... da ist wohl was schiefgelaufen bei dem Link am Ende, oder?

Link

Von: Rio1906 | Datum: 14.06.2005 | #2
[Link] das ist der Link

uups

Von: daniel | Datum: 14.06.2005 | #3
danke, ist korrigiert

Think different

Von: stö | Datum: 14.06.2005 | #4
Ich denke, dass Steve diesen Slogan bis zum Exzess lebt - immer unter dem Vorbehalt (wirtschaftlicher) Zwänge natürlich. Und letzte Woche hat er damit nicht nur seiner Konkurrenz einen Schrecken eingejagt, sondern auch uns, den gemeinen usern. Er hat uns auf dem linken Fuss erwischt und uns vorgeführt, dass er auf dem Weg zur Befriedigung seines Ehrgeizes - best personal computers in the world - keine ideologisch begründete Rücksicht nehmen will. Für einmal hat er selbst mich überrascht mit seiner Art, different zu denken. Und er hat uns Angst gemacht, indem er knallhart die Austauschbarkeit (um nicht zu sagen Beliebigkeit) einer wenn auch zentralen Hardware-Komponente vorgeführt hat. Der PPC Powermac ist für ihn offenbar eine weniger heilige Kuh als für uns, und das bringt vielleicht den einen oder anderen hier in Erklärungsnotstand, auch sich selbst gegenüber. Jobs Ziel ist das Gesamtsystem OS X, welchem er den Aspekt Hardware unterordnet, und das ist zumindest für mich neu. Auf Dauer gesehen aber wohl nicht falsch. Ich freu mich jedenfalls auf wieder leistungsfähigere Maschinen, damit OS X fliegen kann. Wenn dazu in drei Jahren Intel Prozessoren besser geeignet sind - so what?
Danke für den schönen Artikel.
Gruss
stö

Man muss sicherst daran gewöhnen..,

Von: Ironic | Datum: 14.06.2005 | #5
...aber ich denke, dass es ein guter Schritt ist. Sicherlich wäre mir z.B. AMD lieber gewesen, da diese Firma auch das Image eines Underdogs hat, aber ich denke, es ist auf lange Sicht besser. Apple steht - wie o.g. - z. Zt. recht gut dar, hat mit dem G5 gegenüber dem PC aufgeholt und muss weiter mithalten. Wenn IBM nicht aus dem Knick kommt, ist es nur folgerichtig, dass Apple zusieht, dass sie weiterkommen und nicht wieder zurückfallen. Das Gspött über das nicht erreichen der 3 GHz-Marke im letzten Jahr müssen wir nicht haben. Ausserdem, ist die Plattform in diesem Sinne identisch, kommt das zum Zuge, was wirklich zählt, nämlich das OS, gerade aus der Sicht des "Digital Hubs". MS ist der eigentliche Gegner, und man stelle sich vor, wie blöd Bill aus der Wäsche guckt, wenn selbst unter gleichen Hardwarevoraussetzungen Longhorn, oder wie es dann heissen mag, gegenüber Jaguar - oder der Nachfolger - aussehen wird!

Mein erster Frust ist vergessen und ich bin jetzt frohen Mutes. Attacke!

Mittlere Ueberraschung

Von: pm | Datum: 14.06.2005 | #6
Die Ueberraschung ist etwa mittelgross. Es ist nicht so, dass Intel Chips nie zur Diskussion standen. Gerade die NeXT Entwickler hätten lieber diesen Zug genommen 1997. Die Ueberraschung besteht effektiv darin, dass sie seit 5 Jahren dran sind und wirklich nur ein grösserer Artikel auftauchte.
Die Qualität des Entwicklerteams steht ausser Diskussion. Betrachten wir mal den Weg von Metrowerks und PowerPlant als Werkzeuge bis Code 2.1 Am Anfang besass Apple noch nicht mal ein Werkzeug um OS X zu portieren. Hier ist einiges an Resourcen und Zeit drauf gegangen. Seit XCode 1. und mit der Integration von Webobjects wird eigentlich wieder das alte stark modifizierte "Openstep" Entwicklungssystem aktiviert in voller Stärke inklusive Java und Datenbankanbindung.
Der Macmini ist ein effektives "Muster" der alle Schnittstellenprobleme auf dem Weg beseitigt hat und der auch viel schneller produziert werden kann mit Intel als Lieferanten.
Der Finder fällt spätestens bei 10.6 weg, die Classic Altlasten sowieso. Ich denke, dass Apple von Intel stärker auch Embedded Chips einsetzen wird. "Apple Phone ist noch ein offenes Projekt". Ebenso sehe ich noch was im Bereich "Satelitenradio" kommen.

Nachteile von Intel

Von: Rüdiger Goetz | Datum: 14.06.2005 | #7
Hallo,

Technisch birgen inbesondere die Intel-CPU (AMD steht hier im Moment besser da) einige Nachteile, die nicht nur mit der etwas verkorksten internen Architektur zu tun haben (wie gesagt AMD macht es besser).

1. Apple setzt wohl auf den Pentium M, zumindest für die Consumer und mobil-Geräte. Guckt man sich die Benchmarks an, so bringt der Pentium M zwar wesentlich mehr Integer-Perfomance pro Watt als der Pentium 4, aber die FlotingPoint-Perfomance ist lausig, eben auf Pentium III-Niveau. Der P4 war der erste x86-Intel der hier etwas Vernünftiges zu Stande brachte. Alle anders ware bestenfalls mässig. Der G5 dagegen ist ein FPU-Monster (siehe eben auch den Virginia-Cluster). Apple dürfte im wissenschaftlichen Bereich hier Kunden an AMD verlieren. Und auch in Multimedia-Bereich dürfte es Sachen geben, die sich nicht so gut vektorisieren lassen und damit kein Fall für SIMD als SSE oder AltiVec sind.

2. Da Apple auf den Pentium M setzt gibt es zunächst einmal einen Rückschritt auf 32bit-Computing. Laut Intel-Roadmap werden die nächsten Pentium M (Yonah etc.) noch ohne x86-64/AMD64/M64T auskommen müssen. Damit stehen zwei(!) Plattformwechsel ins Haus, nämlich der auf x86-32 und dann weiter auf x86-64. Zwar dürfte die 32bit-Apps auch auf den 64bit-CPUs unter einem 32bit System laufen (Linux auf Athlons 64 macht es vor das es geht), aber es müssen zumindest 3 Version in den Unified-Binarys enthalten sein, nämlich PPC, x86-32, x86-64 (gar nicht zu Reden von PPC64), machbar wäre es, nur heisst das ggfs. für viele mehrfaches Kaufen von Updates (PPC->x86-32/PPC + x86-32/PCC -> x86-64/x86-32/PPC).

Damit gibt Apple ausserdem die Vorreiterrolle beim Desktop 64bit-Computing wieder auf. Bis 2006/2007 wird Miscrosoft die 64bit Version weitgehend etabliert haben, wärend Apple noch hinterherhinkt.

Ein Schritt direkt auf x86-64 wäre meines Erachtens besser gewesen. Und AMD liefert ja auch ansprechende mobil-CPUs (z.b> den Turion) mit vergleichbaren Verbrauchswerten wie der Pentium M (der in seiner neusten Version auch wieder mehr verbraucht)

3. Technisch wäre somit ein Schritt auf AMD im Moment sinnvoller gewesen.
- Die Turions verbrauchen nicht (wesentlich mehr) als die Pentium M.
- Die Athlon64/Opterons haben mehr Performance (integer und FPU) als der Pentium M und der Pentium 4 (der zudem heißer wird)
- Bei AMD bekommt man heute bereits in allen CPU-Klassen (mobil, Desktop, Workstation, Server) x86-64-Varianten (Turion64, Athlon64, Opteron).

Was für Intel spricht ist sicher die größere Sicherheit, das Intel der größere Konzern ist und im Zweifelsfall das größere Potenzial hat, aus einer Krise wieder herauszukommen. Warum sich allerdings Apple an einen CPU-Lieferanten binden musste, ist mir nicht ganz klar.


Das alles unter dem Vorbehalt, dass Intel nicht noch etwas aus Hut zaubern wird bis Mitte 2006 und Apple schon heute davon weiss, z.B. eine Yonah-Variante mit EM64T.

Bis dann

R"udiger

TCPA

Von: exi | Datum: 14.06.2005 | #8
Und was ist mit der DRM-Integration in Intel-Chips? Intel gehört der TCPA [Link] an, die eine "Überwachung" ihrer Nutzer wollen. IBM und Apple gehört diesem Verein nicht an.
Mir ist meine Privatsphäre schon wichtig. Dir nicht?

Das Thema ist zwar arg überstrapaziert....

Von: Yemeth | Datum: 14.06.2005 | #9
... aber ein schöner nüchterner Artikel. Thx.

Nokia entwickelt mit Apple Safari fürs Handy

Von: Spalatin | Datum: 14.06.2005 | #10
soeben aufgeschnappt - auch nicht schlecht, und nach QuickTime, iTunes etc. einer der vielen kleinen Schritte Richtung Software-Bude?

Nokia wird gemeinsam mit Apple einen neuen "Series 60"-Browser auf Basis der gleichen Open-Source-Komponenten wie Safari entwickeln. Das teile Nokia [Link] heute, Montag, im Rahmen der Nokia Connection 2005 in Helsinki mit. Apples Safari-Browser basiert auf den Open-Source-Komponenten WebCore und JavaScriptCore des KDE-Projekts "Konqueror" [Link] .

Open-Source-Software sei eine ideale Basis um gemeinsam mit Innovatoren wie Apple auf neue Entwicklungen zu reagieren, so Pertii Korhonen, Technologie-Chef von Nokia. Der neue "Series 60 Safari-Browser" wird ab der ersten Jahreshälfte 2006 für alle "Series 60"-Lizenznehmer verfügbar sein und alle Standard-Applikationen sowie bisherigen Features unterstützen. Darüber hinaus soll der neue Handy-Browser aber auch eine bessere Performance beim Aufbau von Websiten via Smartphones und neue Features bieten. Die "Series 60"-Plattform von Nokia baut auf dem Symbian-Betriebssystem auf. (Ende)

apple is' done

Von: bertzobert | Datum: 14.06.2005 | #11
apple ist fertig, mit einem fiesen egozentriker am ruder, löst den laden einfach auf und macht mal was wirklich neues. steve kann in rente gehen.

@thomm

Von: Rüdiger Goetz | Datum: 14.06.2005 | #12
Hallo,

Kleine Anmerkung:
Plug & Play ist bei Linux weiter als viele denken (dafür funktioniert wesentlich mehr Hardware, man könnte sagen unter Lionux hackelt das, was OS X erst gar nicht läuft. O.K. das war zu stark vereinfacht).

Drag & Drop läuft momentamn nur innerhalb der DesktopEnvironments (d.h zwischen KDE-Apps einerseits und Gnome-Apps anderseits).

Und um zurück gehässig zu sein: OSX beherrscht kein: Mark &Paste, Focus follows mouse ;-)

Aber wie du letztlich selbst sagst: Für jeden und jeden Zweck das jeweils am besten geeingnete System. Trotzdem muss ein Vergleich erlaubt sein (in beide Richtungen ;-) )

Bis dann

R"udiger

schon klar

Von: thomm | Datum: 14.06.2005 | #13
Ich war auf der WWDC und bezüglich OpenSource ist der Tenor in etwa so bei Apple: Wir haben großen Respekt vor OpenSource und nutzen diese, um das Rad nicht zweimal zu erfinden. Unsere Stärke liegt aber darin, Projekte zu straffen, besser koordinieren und zum Ziel führen zu können da es uns möglich ist, im Gegensatz zur OpenSource - Welt, Unwichtiges aussondern zu können und damit die "Usability" für unsere Kunden zu verbessern.


Es gibt in der Linux-Welt sehr viele interessante Projekte aber es fehlt oft auch der "Tritt in den Ar... bzw. die ordnende Hand" um daraus Easy-To-Use- Produkte zu machen....

Apple vorreiter?

Von: neo | Datum: 14.06.2005 | #14
Apple ist im 64 Bit bereicht kein Vorreiter, genau so lange wie es die G5 gibt kann man AMD 64 Bit Rechner kaufen, und wenn man jetzt noch den Serverbereicht sich anschaut, Solaris ist seid ca 1999 nur noch 64Bit auf 64Bit Prozessoren.
Linux kann 64 ist meist aber nicht 64Bit. Der Kerne vonl ja aber der Userspace nein. Genau so wie 10.4, FreeBSD ist es so ähnlich.
Und ob AMD oder Intel, warten wir es ab. Die Leistung die ich von den Centrino Rechner sehe ist nicht schlecht.


Gruss Neo

@ Rüdiger

Von: johngo | Datum: 14.06.2005 | #15
Der Blick in die Zukunft bedeutet auch
den Blick auf "schnellere" Systeme.
Nur die sind wirklich gut verkaufbar!

Und was hätte das für 64bittige
iMacs, eMacs, Mac minis, iBooks und
Powerbooks bedeutet?

Wasserkühlung?

Das kann's ja auch nicht sein! Oder? ;)

Gruss

johngo

Ich finde das der Artikel

Von: Schauvorbei | Datum: 14.06.2005 | #16
...es auf den Punkt bringt.

@ Rüdiger

Von: johngo | Datum: 14.06.2005 | #17
Gemeint waren natürlich
"schnellere G5-Systeme"!

Switch from Apple

Von: Mac since 1994 | Datum: 14.06.2005 | #18
Also meine Roadmap ist klar, daß ich mir noch einen der letzten Mac Mini mit PowerPC kaufen werde und per YellowDogLinux switchen werde, weil mir die DRM-Perspektive mit Intel einfach zu heiß ist - das ist eine klare Entscheidung von Apple für die ModeMacUser und iPodKiddies, und ich glaube kaum, daß das im nächsten Jahr noch eine andere Entwicklung nimmt.

ein paar Anmerkungen

Von: mcj | Datum: 14.06.2005 | #19
Hi, ich finde, ein paar Sachen sind zu kurz gekommen, die durchaus diskutierwürdig sind:

- Spekulation 1: Das DRM in den Intelchips "Palladium" ist für einen MP3-Verkäufer wie Apple super-wichtig, ich denke, das Power pro Watt Argument auf der Keynote ist bloss Augenwischerei. Die haben ja auch keine Formel zur Berechnung oder Quellen angegeben. das war super-wischi-waschi!

Ich sage dass deshalb, weil ich die G5 Einführung heranführen möchte: Wenn Apple es schafft mit IBM den G5 in einen Desktop Computer zu bringen (mit Northbrdige und dem Elastic Bus und tralala), warum schaffen die keinen Mobilprozessor? IBM hat da keinen Bock drauf, das DRM in seine Chips einzubauen und bei AMD setzt man auf einen wackleigen Kandidaten.

Spekulation 2: Dass das "Intel-Ding" in einem Jahr starten wird, ist zwar freundlich von Apple aber hält auch die Tür auf, sich nochmal umzuentscheiden. Wie man in der Presse las, hat Jobs in der letzten Zeit die Gespräche mit IBM ignoriert.

Vielleicht war alles auch ein Schuss von den Bug von Jobs, um IBM und Moto zu zeigen, dass Apple das "Undenkbare" auch durchzieht. Ich finde das deshalb ein realistisches Szenario, weil Apple jetzt auch nicht den grossen Run auf's Portieren der ganzen Anwendungen plant. Weiss jemand, der auf der WWDC war, mehr von der Stimmung zu berichten - fangen jetzt alle an, Ihre Softwareprojekte umzustellen?

Und das Portieren ist bitter nötig, denn nicht alle Anwendungen sind Cocoa/XCode Projekte, die sich dann so "mit 20 Zeilen Code Modifikationen" in einer halben Stunde als Fat Binary kompilieren lassen.

Ich finde, dass die beiden Überlegungen noch zu kurz gekommen sind - aber das sind auch nur Spekulationen ...

Gruss, m.

PS. und alle Pragmatiker mit "Hauptsache-Es-Läuft-Allüren": was ich Apple vor allem cool war, ist das mit dem "Think Different" - was jetzt wohl in zynischer Weise umgekehrt wurde.

@mci kleiner Irrtum deinerseits

Von: thomm | Datum: 14.06.2005 | #20
Du liegst etwas daneben bzgl DRM/Palladium/Trusted Computing

Sowohl IBM als auch AMD sind dort Mitglied uns soweit ich weiß, ist es auch bei IBM teilweise hardwaremäßig schon drin, nur nutzt es wohl nicht jeder

https://www.trustedcomputinggroup.org/about/members/


Das compilieren zu Universal Binaries geht erstaunlich problemlos (vorher aktualisieren auf Xcode 2.1)

Back to the NeXT?

Von: uniMac | Datum: 14.06.2005 | #21
Steve ist vermutlich jemand der innerhalb von Apple ziemlich rücksichtslos zu Werke geht. Aber offenbar auch fair genug, damit die Mitarbeiter gern dort arbeiten, anderenfalls wäre soetwas wie Mac OS X wohl nicht möglich gewesen.

Sogesehen mach ich mir um die Zukunft von Apple keine Sorgen. Ich denke es geht wieder so ein wenig Richtung NeXT. Man sollte vermutlich in der NeXT Historie ein wenig kramen, um zu sehen, was demnächst kommt. Immerhin war NeXT das was Steve nach Apple gemacht hatte und heute ist es das was er vor Apple gemacht hat. Es wird sicher einige Dinge geben die er an NeXT besser fand als an Apple, sonst hätte er NeXT nicht gegründet.

Also ich lass mich da mal überraschen wie es weitergeht. Vom damaligen Amiga zum Apple zum OS7.0.1 (68000er) zu OS9 (PowerPC) und dann zu OS X (Unix) hab ich schon einige OS Transitions mitgemacht da schreckt mich auch die kommende nicht wirklich.

Vielleicht kommt in Leopard "DirectToObj-C Client" als WebObjects-Technologie-Erweiterung das wäre verdammt cool. Aber mit dem Switch zu Intel hat man als WebObjects Developer eh kein Problem, weil eigentlich alles in Java läuft.

meine 2 cent.

@thomm

Von: chris | Datum: 14.06.2005 | #22
Rüdiger Goetz hat Recht, die Sache mit den 64 Bit ist vorerst gelaufen. Apple sagt ganz klar in:

"This book uses the term x86 as a synonym for IA-32 (Intel Architecture 32-bit)"

Da brauchen wir auch nicht über zukünftige Intelprozessoren zu spekulieren, denn das ist die Architektur auf die die Software jetzt portiert wird, nix anderes. M.E. ist es tatsächlich ein Fehler jetzt nicht ein modernes ABI zu benutzen sondern auf ein 10 oder 20? Jahre altes umzustellen.

Zahlen

Von: Heico | Datum: 14.06.2005 | #23
Hi,

---
AMDs Zahlen sehen immer noch nicht gut aus
---
weil sie durch die Speicherverkäufe heruntergezogen werden :
-----------
"Im Geschäftsbereich Mikroprozessoren erzielten wir im ersten
Quartal einen Rekordumsatz, obwohl dieses Quartal normalerweise
saisonal bedingt schwach ist. Dabei stieg der Umsatz in allen
Produktsegmenten," so Robert J. Rivet, Chief Financial Officer. "Die
positive Dynamik im Prozessorgeschäft setzte sich mit einem
Umsatzwachstum von 31 % gegenüber dem Vorjahr weiter fort.
Ausschlaggebend für diese Entwicklung waren die Umsätze mit AMD
Opteron[TM] und AMD Athlon[TM] 64 Prozessoren, die sich gegenüber dem
Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelten. Bei NOR-Flash-Speichern
waren auch im ersten Quartal ein Überangebot und damit hoher
Preisdruck zu verzeichnen. Obwohl wir im ersten Quartal mehr
NOR-Flash-Speicher verkaufen konnten, fiel der Umsatz wegen des
weiterhin bestehenden Drucks auf die durchschnittlichen
Verkaufspreise (ASPs) niedriger als erwartet aus."
[Link]
----------

Gruß, Heico

Nun ja

Von: Mr.Mike (MacGuardians) | Datum: 14.06.2005 | #24
Zurück zu NeXT ?

... für mich ist NeXT = black hardware, und ganz, ganz sicher nicht eine Intel Kiste. Tut mir leid =)

Wir müssen einfach sehen dass es Anwender und Geeks gibt, und deren Vorlieben überschneiden sich bestenfalls ein wenig ;-)

Für jemanden, der schonmal Schaltpläne von Steve Wozniak gesehen hat ist es komisch, mit anzusehen, wie ein Mac-Teil nach dem anderen "industrialisiert" wird in dem Sinne, dass man es gegen einen "generic" part aus der Halbleiterindustrie austauscht, der halt nie wirklich passt, und man hofft, dass der kleinste gemeinsame Nenner irgendwie noch Sinn macht.

(P4 kann man m.E. nur gutschreiben, dass er bei der gegebenen Komplexität der Ansätze und Technologien, die in ihn eingeflossen sind, noch funktioniert. Ist quasi das paradebeispiel eines BORG Chips ;-) Der erste gute Pentium war der PPro, davor der letzte interessante der i386. Reine "Ausgangsleistung" wie beim P-4 zählt für mich sekundär. Guckstu Opteron.. )

Da muss jetzt keiner damit einverstanden sein übrigens *lach*

Wirtschaftliche Gründe?!

Von: Habich | Datum: 14.06.2005 | #25
Es fehlen m.E. zwei weitere Gründe, die durchaus eine Rolle spielen können. In diesem Jahr hat der Absatz der Notebooks den der Desktops überholt. An diesem Trend konnte man nicht partizipieren, weil keine aktuellen G5-Notebooks am Start waren. Alte Suppen werden demnach noch von MS neu aufgewärmt (5 Jahre XP!).

Intel entwickelt Chips aus eigenem Antrieb und verkauft diese, während IBM Auftträge zur Entwicklung bekommt und sich offenbar nicht schlecht bezahlen läßt. Intels Kasse ist gut gefüllt und sie können und werden sich dauerhaft auf ihr Kerngeschäft "Prozessoren" konzentrieren.
AMDs Zahlen sehen immer noch nicht gut aus.

@ thomm

Von: johngo | Datum: 14.06.2005 | #26
Die Antwort ist natürlich etwas
unsinnig, denn hätte Apple sich mit
AMD verbündet, so wäre dieser
"Teilbereich" explosionsartig
expandiert ...

... also das Gesamtergebniss sofort
und wahrscheinlich sogar nachhaltig
deutlich verbessert.

;)

Gruss

???? sicher???

Von: thomm | Datum: 14.06.2005 | #27
Machen wir uns doch nichts vor!
Apple hat derzeit nur zwischen 2 und 3 % Marktanteil, da explodiert nix bei AMD, dafür sind die Stückzahlen einfach zu gering!

Man sollte immer auf dem Teppich bleiben :-)!

Hätte der Hund nicht geschi..en, hätte er den Hasen gekriegt.

Apple hat (vorerst) Intel gewählt, da nutzen alle "AMD ist viel schneller" Postings gar nichts. Wir werden wohl kaum auf die Entscheidung Einfluß nehmen....

ich sag auch mal was

Von: egal | Datum: 14.06.2005 | #28
mal ganz ehrlich - apple ist mit seinen 4-5% (wieviel waren es noch) am ende einer langen kette die von hinten aufgefressen wird....

ich würd sagen dieser wechsel war ein verzweiflungsakt (ja VERZWEIFLUNGSAKT), in dem steve boy hofft sich die nächsten jahre über wasser zu halten. nur leider ist das ein verlust von 2 jahren in technischer sicht - den apple nicht mehr aufholen wird.

sein wir mal ganz ehrlich - die mac verkäufe werden keinen mehr wirklich vom hocker reissen.

apple wird in zukunft das machen müssen was sie können. gute software produzieren und ipods verkaufen... hoffen wir nur, dass da nicht jemand ein os auf den markt wirft, das einmal nicht vor fehlern strotzt und sich die anderen muscistores weiterhin nicht behaupten können. sonst ists irgendwann aus mit dem apfelkuchen

naja...

Von: Killa | Datum: 14.06.2005 | #29
...das Intel "betriebswirtschaftlich fähiger" sei, das ist eine gewagte These. man darf nicht vergessen, wo AMD als Herausforderer herkam. Das hat enorme Investitionen und Anstrengungen gefordert. Man musste nach und Nach in Bereiche eindringen, in denen man zunächst nicht präsent war...
Von daher würde ich AMD, wenn man die Entwicklung der letzten jahre ansieht als extrem kompetent ansehen.

ah ja:

Von: Killa | Datum: 14.06.2005 | #30
Übrigens: AMD will den defizitären Flasspeicher-Bereich ausgliedern und an die Börse bringen.
[Link]

tja

Von: thomm | Datum: 14.06.2005 | #31
da Apple keine AMD-Chips verwendet: Who cares? :-) oder auch Keller und Schippe umgefallen oder China und Sack Reis.....

Nicht, dass Du das falsch verstehst aber es ist aktuell für Apple völlig ohne Belang.



Aber ich seh schon den Wechsel der Grabenkämpfe zwischen PowerPC und x86 hinzu Intel versus AMD, schließlich bracht man ja wohl ein Thema zum Kloppen :-)

Klar, deshalb zurück zum Pentium M

Von: Killa | Datum: 14.06.2005 | #32
Wir hatten halt kurz das Thema: AMD und Defizit, darum gings.

Zurück zum Thema:
Ein Artikel, der sich mit Pentium M und Pentium 4 Architektur beschäftigt ist momentan sicher für viele von euch interessant.
Den hier darf man dazu gerne mal lesen, sehr schön gemacht:
[Link]

:)

@thomm

Von: mcj | Datum: 14.06.2005 | #33
thomm:

- Nochmal: Wieviel Software da draussen sind eigentlich Cocoa-XCode-Projekte? Bzw. was ist Deine Meinung dazu? ich würde sagen, dass es weniger als die Hälfte sind. Von daher sind marketing-wischi-waschi-nummern von wegen "nur auf" XCode 2.1 updaten nicht zutreffend. Die Mac Unit von Microsft hatte ja schon angedeutet, dass das bei denen nicht ganz einfach wird mit dem Office 2004 "Anpassen".

- Soweit ich weiss, plant IBM das nicht in die 970er/980 er whatever ein, obwohl die da drin sind.

ich meinte ja ausserdem, dass meine Sachen nur Spekulationen sind.

gruss, m.

:-)

Von: thomm | Datum: 14.06.2005 | #34
Stimmt, der Cocoa-Anteil ist noch relativ gering. Aber mit dem Umstieg auf Intel wird für Xcode Cocoa richtig wichtig (deshalb ja die Konvertierungsanleitungen).

CodeWarrior ist tot, Classic-OS auch.


Apple drängt auf Cocoa, diesmal ziemlich nachdrücklich ;-)


Was plant IBM nicht in 970/980 ein??

Natürlich bleibt immer noch Java

nicht ganz der aktuelle Stand bei Dir:

Von: thomm | Datum: 14.06.2005 | #35
"Metrowerks recently sold its Intel x86 compiler and debugger technology to a third party. As a result, Metrowerks will no longer create and sell products that include this technology. Metrowerks will offer support for these products by hosting on-line discussions on newsgroups and on our web site.

This sale does not affect the right to use CodeWarrior or create x86 code by customers currently licensed to use CodeWarrior x86 compilers."

Also CodeWarrior ist tot für Mac +Intel.

Der Anteil der Cocoa - Programmierer steigt langsam aber stetig, Carbon wird vorwiegend bei vorhandenen großen Projekten verwendet aber wenn man neu anfängt, erspart man sich besser das umständliche Carbon.
Man kann natürlich beides kombinieren.

Deine Meinung

Von: thomm | Datum: 14.06.2005 | #36
ich hab eine andere. Kein Problem, muß jeder selbst wissen.

@ thomm

Von: johngo | Datum: 14.06.2005 | #37
Der "Teilbereich" wäre explodiert.
Die Gewichtung "innerhalb" von AMD
wäre eine ganz andere. Deshalb gäbe
es eine ganz andere Rendite und eine
ganz andere Markenbewertung ...
sehr wahrscheinlich deutlich schwarze
Zahlen.

Und deshalb war Dein Argument nicht
überlegt. Zumal wir selbst wissen, mit
welchen kleinen Anteilen man (z. B.
Apple ;) ) hochprofitabel sein kann.

Das dies nicht viel für den Gesamtmarkt
bedeutet bestreite ich nicht und ich
bin ja selbst schon lange für den
- jetzt eingeschlagenen - Intel-Weg.

Gruss


johngo

Eine Frage bleibt trotzdem...

Von: MichaelK | Datum: 14.06.2005 | #38
nämlich die, was in der Zwischenzeit passiert? Spekuliert wird viel. Einige gehen davon aus, daß die ersten Macintel bereits zum Anfang Januar 2006 da sind. Vielleicht. Doch die Profi-Maschinen werden wohl kaum vor Ende 2006 kommen und auch nur dann, wenn Intel die hierfür geplanten CPUs auch rechtzeitig fertig bekommt. Also gehen wir mal lieber vom 1. oder 2. Quartal 2007 aus, womit wir eigentlich auch die Ankündigung von Steve aufgreifen. Also bleiben für die Zwischenzeit doch "nur" die PPCs. Doch was ist, wenn die Gerüchte stimmen und Steve IBM wirklich erst Freitag gegen 16.00 Uhr vor der Keynote informierte. Unter solchen Bedingungen, die also eindeutig emotional belastet sind, wird IBM keinen großen Drang verspüren, sich für die zwischenzeitliche Prozessorlieferung einzusetzen Verträge hin, Verträge her. Wie paßt dies mit der Ankündigung von Steve zusammen, daß noch tolle PPCs in der Pipeline sind?

in der...

Von: jochen | Datum: 14.06.2005 | #39
pipeline kann viel drin sein.

Entscheidend ist, wann es raus fliesst ;-)

Jochen

Intel muss auch erst liefern!

Von: foo | Datum: 14.06.2005 | #40
Eigentlich war der G5 bisher nicht so schlecht. Aber wie geht es weiter? Apple zahlt wohl nicht für die weitere Entwicklung, da hat IBM die Lust verloren.

Aber auch Intel muss erst noch liefern. Wenn man sich an die WWDC-Keynote erinnert, dann hat Steve nicht das aktuelle Intel-Angebot umgehauen, sondern die Intel-Roadmap für die nächsten Jahre.

Kann Intel die Roadmap umsetzen? Zur angekündigten Zeit? Man stelle sich folgendes Szenario vor: Apple hat von IBM keine neuen G5-Varianten bauen lassen. Es gibt schon einen Mac mit Standard-Intel. Intel kommt mit den neuen Prozessoren nicht zurecht und kann nicht liefern. Was dann?

Eine so ambitionierte Prozessor-Roadmap muss Intel erst einmal realisieren ... auf PowerPoint sieht das klasse aus, aber wenn man die Chips noch designen und produzieren muss, dann hat man vermutlich noch das meisste vor sich...

Man erinnere sich, vor nicht allzulanger Zeit hat Intel eine ganze Reihe von Problemen gehabt. Man denke nur an die falsch rechnenden Prozessoren...

Ich hätte es besser gefunden, wenn Steve sich noch nicht festgelegt hätte, sondern erst einmal ein erstes Intel-basiertes System geliefert hätte und dann hätten wir (die Kunden) mal gesehen, ob das Zeugs etwas taugt.

Insbesondere dürfte man zwar irgendwann Intel-Macs kaufen können, aber die ersten Käufer werden wohl eher Versuchskaninchen gleichen, bis Hardware und Software stabil läuft. Und bis die entsprechende Software portiert ist... Bis dahin würde ich jedem Kunden, der stabile und funktionierende Systeme braucht, empfehlen bei PowerPC-basierten Macs zu bleiben. Hoffentlich verkauft Apple dann noch die alten Modelle eine Weile weiter...

@foo

Von: tjp | Datum: 14.06.2005 | #41
IBM wird garantiert weiter an den PowerPCs entwickeln. Da haben sie ein großes eigenes Interesse daran. Was definitiv kommen wird ist eine verbesserte POWER5 Variante, der POWER6 ist auch in der Entwicklung. Für den embedded Markt wird der PPC440 weiterentwickelt, eine abgewandelte Version steckt in BlueGene, und so nebenbei entwickelt IBM noch an Cell, was auch ein Ableger der PowerPC Plattform ist.

Ich sehe da ehrlich keine Probleme bei IBM in Bezug auf zukünftige PPC Entwicklungen. Nur scheint es so, daß Apple und IBM sich darüber nicht verständigen konnten.

tja,

Von: Killa | Datum: 15.06.2005 | #42
Der Knackpunkt dürften Mobilprozessoren sein. IBm scheint in dem Bereich (geringe Verlustleistung) einfach zu wenig Drive haben.

Letztlich ist IBM ein Auftragsfertiger, im gegensatz zu Intel. Die leben von ihren Prozzis und müssen sie voranbringen. Das wird Apple letztlich zum Vorteil gereichen. Ob nun Intel in den letzten Jahren Fehlentscheidungen und Probleme hatte hin oder her...

@DD

Von: alterMaccie | Datum: 15.06.2005 | #43
Na geh doch und schieb dir nen P4-Lüfter in den Hintern, dann kannst auch rufen "Intel Inside! Hurra!"

Idiot! Redest deinen Untergang schön!

Oder glaubst du dass da noch ein Herz drin ist in den Profitoptimierten Kisten?

Ich wär froh wenn Tiger nicht so ein Müll wäre, Spotlight hin oder her!

Na dann, geh und mach ne Flasche auf, du Pfeife!

wo

Von: name1 | Datum: 26.06.2005 | #44
findet man den? :)