ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 3764

intel Glossar

Erste Hilfe für Gestörte

Autor: thyl - Datum: 28.06.2005

Kennt Ihr Neusprech? Also, auf gehts! Damit Ihr wenigstens die ersten 5 min auf Augenhöhe mit intelianern debattieren könnt, hier ein kleines alphabetisches Glossar zu Ausdrücken aus der Welt der intel-CPUs. Verstehen, auswendig lernen, die nächsten Monate auf der sicheren Seite sein. Enjoy. AMD
Letzter verbleibender ernsthafter intel-Konkurrent für Desktop-CPUs. Hat mit dem Athlon einen Prozessor aufgelegt, der schneller war als der Pentium III und als erster die magische 1 GHz-Grenze überschritt. Mit dem Athlon64 hat AMD dann den ersten PC-64 Bit-Prozessor eingeführt. Auch Hypertranport zur schnellen Verbindung von Chips auf dem Mainboard ist von AMD. So haben sie, immer knapp an der Gewinnzone entlangschrammend, intel ordentlich Dampf gegeben. Ohne AMD, wer weiß, wie schnell intel-PCs heute wären. Der beste Beweis, dass Konkurrenz die Innovation fördert.

Benchmark
Worauf alle Geeks abfahren, um zu zeigen, dass ihrer größer - äh - schneller ist. Findet sich bei Macianern eher selten. Ein beliebter Benchmark ist der SPEC, den es für alle Plattformen gibt. Kann kritisiert werden, ist aber zumindest weitgehend Hersteller-unabhängig und misst die reine CPU-Leitung (und Cache). Paar Werte gefällig (die ziemlich schwanken aufgrund der anderen Komponenten, jeweils base, nicht peak, Werte für AMD/intel außer Itanium aus der c'T 5/05, gerundet)?



CPUSPECint (Ganzzahl)SPECfp (Fließkomma)
P4 3.6 GHz 1600 1690
Xeon 3.6 GHz 1400 1330
Pentium M 2 GHz 1450 970
Power5 1.9 GHz 1390 2585
AMD Opteron 250 1500 1380
Itanium2, 1.6 GHz 1400 2550-2700
PPC970FX 2.7 GHz 1210 (geschätzt) 1445 (geschätzt)


Da sieht der PPC970FX nicht so toll aus. Ist aber nur geschätzt und ohne Altivec. Der für Apple interessante Pentium M hat tolle SPECint, aber mäßige SPECfp. Dort zeigt sich am deutlichsten die Abstammung vom Pentium III, der als typischer PC-Prozessor noch keine gesteigerten Wert auf Fließkommaleistung legte. Großer Kritikpunkt an den SPEC ist, dass sie im Cache laufen können, so dass zB der Hauptspeicherzugriff nicht berücksichtigt wird.

Celeron
Bezeichnung für eine abgespeckte Version des ->Pentium 4, max 2.8 GHz, max 256 kB L2-Cache (was zu wenig ist). Der "Celeron D" ist im Gegensatz zum ->Pentium D kein Dual Core Chip, erreicht aber max. 3.05 GHz bei schnellerem FSB.

Centrino
Ein OEM-Paket aus ->Pentium M CPU, Chipsatz (915 oder 855) und WLAN-Hardware, mit dem man Notebooks bauen kann.

Chipsatz uvw...
Genau wie bei Apple, enthält der Chipsatz die ganze Hilfselektronik zum Aufbau von Computern. intel stellt auch Chipsätze her, und das in großer Zahl in allen Leistungs- und Preisstufen. Die besten derzeit sind: E8500 für bis zu 4 Xeon 64 Bitter; 955X für den Pentium ->extreme edition (Dual Core), und der 915PM für den Pentium M. Übersichten gibts hier: Tabelle. Chipsätze bestehen heute meist aus zwei Hauptchips, der Northbridge (Speicher, CPU,VAGP) und der Southbridge (I/O). Bei AMD sind die mit Hypertransport verbunden, das auch Apple verwendet.

EM64T
Von AMD lizensierte 64 Bit-Erweiterung; ähnlich wie die 64 Bit Erweiterungen vom PPC970 gleichzeitig mit 32 Bit verwendbar. In vielen ->Pentium 4 vorhanden; leider noch nicht im Pentium M. Die Erweiterung stellt einen theoretischen Adressraum von 64 Bit und entsprechenden Pointer zur Verfügung, 16 64-Bit Universalregister, 8 Fließkommaregister mit 80 Bit, und 16 ->SSE Register mit 128 Bit.

Extensible Firmware Interface, EFI
Ein möglicher Nachfolger der doch recht arg in die Jahre gekommenen Firmware-Software ("BIOS") für intel-kompatible Rechner. Geht auf eine Initiative von intel zurück und kann eindeutig mehr, beispielsweise booten von externen Vorrichtungen, Netzwerkverbindungen (d.h. ohne laufendes Betriebssytem) und BIOS-Emulation. Technokraten gucken hier.

"Extreme Edition"
spezielle Versionen des ->Pentium 4 HT meist mit vergrößertem L2-Cache und schnellerem ->FSB; zwei Arten mit 1 und 2 Kernen (Pentium D) erhältlich
als Dual Core mit 2 x 1 MB L2 Cache, 3.2 GHz; Chipsatz 955X Express; Sockel LGA775; Typenbezeichnung 840; und als Pentium 4 HT mit 2 MB L2-Cache, max 3.73 GHz; FSB 1066 MHz; Chipsatz 955X (für das Spitzenmodell); Sockel LGA775.

FSB
Front Side Bus. Wird von intel auch als System Bus bezeichnet. Das ist der Anschlussbus zur Kommunikation des Prozessors mit dem Chipsatz. Bei intel derzeit auch noch zur Anbindung des Hauptspeichers, die über den Chipsatz erfolgt, während AMD diese Schnittstelle in den Prozessor gelegt hat.

Hyperthreading
intels Bezeichnung für Multithreading-Prozessoren, bei denen die zahllosen Rechenwerke nach Bedarf zwei verschiedenen Hardware-Threads zugewiesen werden, so das gleichzeitig zwei Threads (kleine Programmteile) abgearbeitet werden können. Sieht für Betriebssysteme wie zwei Prozessoren aus. Ist aber nicht so gut.

Itanium
auch Itanic genannte CPU. Tut hier nichts zur Sache, da sie weder von Apple noch von irgendjemand anders verwendet wird ;-)

LaGrande
Ist eine intel-Technik zur Kapselung und Kontrolle von Software. Sie umfasst verschiedene Aspekte, so im Prozessor die Partitionierung von Prozessen (was das gleichzeitige (!) Laufenlassen mehrerer Betriebssysteme ermöglicht), Speicherschutz, Schutz des Zugriffs auf die Graphikkarte, usw. LaGrande ermöglicht das Schützen von Software und Daten vor Zugriff. Anscheinend bedarfsweise (auch wenn das so nicht im Whitepaper steht) auch vor dem Zugriff des Anwenders. Und das bedeutet, dass mit LaGrande beliebig Kopier- und Abspielschutz für Videos, Musik oder eben Betriebssysteme implementiert werden kann. Aus diesem Grunde vermuten manche, dass Apple LaGrande verwenden will, um zu verhindern, dass MacOSX auf Nicht-Apple-Rechnern läuft. Aufgrund der engen Hardware-Einbindung von LaGrande denke ich, dass ihnen das gelingen wird.

NetBurst
Ist vom Teufel. Vielleicht. Die dem ->Pentium 4 zugrundeliegende Pipeline-Architektur (das ist der Bereich vom Prozessor, wo die Daten und Befehle aufbereitet werden). 20 Stufen, Weltrekord. Zugleich aber auch ein Problem, denn um die Pipeline voll zu halten, müssen auch Befehle reingeschmissen werden, bevor man sicher sein kann, dass sie überhaupt ausgeführt werden. Wenn nicht, kann man alles wegschmeißen. Der Grund für Netburst ist, dass man damit den Takt des Prozessors hoch bekommt, wenn auch eben teilweise nur heiße Luft und keine Rechenergebnisse erzeugt werden. Trotz dieses brutalen und uneleganten Ansatzes muss man allerdings einräumen, dass es intel mit Netburst geschafft hat, praktisch alle anderen Konkurrenten auch in der Rechenleistung hinter sich zu lassen (->Benchmarks). Ach, und der PPC970 hat auch schon 16 Pipeline-Stufen.

Pentium Pro
Der pentium pro stellt das Fundament der vorletzten Intel Architektur dar ("P6") und dieses Design wurde durch die ->NetBurst Architektur abgelöst. Der Pentium M aber basiert wieder darauf, bzw im speziellen dann dem Pentium-III Core. Damit erschliesst sich, dass der Pentium 4 mit NetBurst die erste einigermassen neue Architektur seit den Zeiten von PentiumPro/P2, Xeon, Celeron etc ist! "Darauf basieren" meint aber nicht, dass der Yonah ein aufgebohrter Pentium Pro ist...

Pentium III
Die gute alte Zeit, als RISC noch schneller war als CISC und Computer weniger Strom brauchten als Herde...

Pentium 4
Taktratenoptimierte Stromfresser-Version der Pentium-Architektur von intel (->NetBurst). Zahlreiche Versionen erhältlich. Hier eine Übersicht der Ausführungen in 90 nm Strukturbreite: Tabelle

Pentium 4 mit HT
mit ->Hyperthreading, max 3.8 GHz bei 2 MB L2-Cache, FSB 800 MHz; eine Horde von ->Chipsätzen ist verfügbar.


Pentium D
Dual Core Version des Pentium 4, eigentlich wirklich nur zwei komplette P4, die über den normalen, externen Bus miteinander reden. Keine elegante, aber eine schnelle Lösung, um AMD das (Kühl-)Wasser reichen zu können. Geeigneter Chipsatz ist der 945G

Pentium M
stromsparender, performance-optimierter Prozessor, basierend auf ->Pentium III, aber erweitert. Kein HT, keine 64 Bit-Erweiterung, keine "Extreme"-Version, trotzdem verdammt schnell. Bis 2.13 GHz, FSB max. 533 MHz, max 2 MB L2-Cache
Chipsätze sind 915, 855. Eine Version mit kleinerem L2-Cache heißt Celeron M.

Prescott, Northwood, Gallatin, Willamette, Tualatin, Coppermine usw.
intel verwendet für seine Basisarchitekturen komische Codenamen. Experten unterhalten sich über die Prozessoren gerne mit diesen Codenamen, da sie am ehesten Technologiebündel kennzeichnen. "Prescott" ist die derzeit aktuelle Version des Pentium 4 mit 90 nm Strukturbreite.

quad pumped
eigentlich quadruble data rate ist ein Verfahren zum Steigern des Durchsatzes des ->FSB. So hat ein von intel als FSB 800 oder 800 MHz bezeichneter Bus (sogenannte Marketing-MHz) eine Taktrate von 200 MHz, eben mal 4 Signale pro Takt. Das ist eine Technik, um mit langsam getakteten Chipsätzen schnelle Prozessoren betreiben zu können. Dies macht es viel einfacher, schnelle Busse zu implementieren, da man zwar schnell fährt, aber die Strasse die es dafür eigentlich braucht, gar nicht gebaut werden muss. ääh also ich kann damit 800 fahren auf einer Strasse, die nur für 200 gemacht ist, und weil eine 800er Strasse sauteuer ist, ist das eben super toll. So wie ein Pendolino, alte Gleise, flotte Fahrt.

SSE, SSE2, SSE3
SIMD-Erweiterungen der Prozessoren, ähnlich Altivec. Manche sagen, schlechter. Mit SSE stehen 8 (im 64 Bit Betrieb 16) eigene 128 Bit XMM-Register zur Verfügung, die späteren Versionen sind Detailverbesserungen.

Sockel xyz
Anschluss für den Prozessor auf dem Mainboard. Hat's reichlich. Mit fast jeder neuen Prozessortechnologie gibt's auch gleich einen neuen Sockel, damit man CPU und Mainboard (intel macht ->Chipsätze!) zusammen austauschen muss. Vielleicht auch durch technischen Fortschritt bedingt. Topmodelle mit den meisten Löchern sind derzeit der LGA775 (für den Pentium 4 HT), Sockel 604 für Xeons und 479 für Pentium M.

Xeon
So heißen die Prozessoren, die intel für Server anbietet: Meist ein Hauch langsamer (3.66 GHz) in der Spitze (vor allem auch beim ->FSB, derzeit max. 667 MHz), dafür für Dauerbetrieb getestet und mit zusätzlichem, externen L3-Cache (bis zu 8 MB). Die 90 nm Versionen haben die 64-Bit Erweiterung und ->Hyperthreading. Meines Wissens sind die Xeons die einzigen Pentium 4 Prozessoren, die in Multiprozessorsystemen verwendet werden können, und dafür brauchen sie einen speziellen Sockel, den 604. Teuer.

Yonah
Kot, äh Codename für Geplante Dual Core Variante des ->Pentium M, die im Gegensatz zum ->Pentium D einen Cache und einige andere Funktionen teilt, also ein richtiger Dual Core im klassischen Sinne ist. Heißer Kandidat für Apples Rechner. Meinung

Dank an den Redaktionskollegen Mike für Mithilfe. Ich stelle mir vor, dass dieses Glossar ab und an aktualisiert wird. Also bitte ggfs. Input!

Kommentare

Hyperthreading

Von: blutfink | Datum: 14.06.2005 | #1
Die Erklärung für HT ist eher undeutlich. Der wichtige Punkt ist, dass mehrere Threads/Prozesse ihre Befehle "gleichzeitig" die Pipelines stopfen. Ohne HT läuft das sehr deutlich abwechselnd.

Der Vorteil mit HT ist, dass die stark parallelisierten Rechenwerke weniger hungern müssen nach unabhängigen Daten -- voneinander abhängige Rechnungen kann man ja nicht gleichzeitig ausführen. Und da verschiedene Thread eh meist ziemlich unabhängig Daten beackern, kann das die Löcher in den Pipelines häufig stopfen. An sich nicht so dumm.

Der Grund, warum es oft nicht viel bringt ist der, dass gut optimierter Code die Pipelines schon füllt, weil genügend viel unabhängige Operationen zur Berfügung stehen. HT nutzt also nur bei eher unoptimiertem Code in mehreren Threads gleichzeitig.

Hauptspeicherzugriff

Von: blutfink | Datum: 14.06.2005 | #2
Zum Glück für den 970 fällt der Speicherzugriff nicht so stark ins Gewicht bei SPEC...
In der Disziplin stinkt so ein Power Mac G5 nämlich mächtig ab gegen die Intel- und AMD-Architekturen, wenn das Zugriffsmuster nicht gerade nach Streaming aussieht.

Xeon -> DP und MP

Von: Heico | Datum: 14.06.2005 | #3
Hi,

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Xeon
So heißen die Prozessoren, die intel für Server anbietet: Meist ein Hauch langsamer (3.66 GHz) in der Spitze (vor allem auch beim ->FSB, derzeit max. 667 MHz), dafür für Dauerbetrieb getestet und mit zusätzlichem, externen L3-Cache (bis zu 8 MB). Die 90 nm Versionen haben die 64-Bit Erweiterung und ->Hyperthreading. Meines Wissens sind die Xeons die einzigen Pentium 4 Prozessoren, die in Multiprozessorsystemen verwendet werden können.
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das ist nicht falsch, aber irgendwie auch nicht ganz richtig.
Die Xeons gibt es als DP (Dualprozessor) und als MP (Multiprozessor) ... u.a. sind Cache und FSB unterschiedlich ...
[Link]

Gruß, Heico

Pendolino?

Von: svenc | Datum: 14.06.2005 | #4
hoffentlich läuft das Apple-Intel-Gebilde stabiler, als dieses Bahn-Projekt.

Soweit ich mich erinnere, sind diese Kisten doch alle wieder von der Schiene genommen worden, bzw. diese Pendeltechnik wurde abgeschaltet, weil fehleranfällig. Oder irre ich mich da?
:-)

Gruss

svenc

Danke

Von: Bauer Ewald | Datum: 15.06.2005 | #5
für den Artikel, jetzt verstehe ich wenigstens die c't

@Thyl Ergänzungen

Von: tjp | Datum: 15.06.2005 | #6
Es bliebe noch zu erwähnen, daß Du die Spec Base Werte angegeben hast, bei den Peak Werten darf der Compiler massiv optimieren. Der Wert für den Itanium 1.6GHz ist für ein Variante mit weniger Cache, der mit 9MB L2 kommt auf SpecInt 1590. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Itaniums mit 1.6GHz zeigen ersten die Anfälligkeit von Spec für einen großen Cache, als auch die Abhängigkeit des Itaniums von demselben.

Es finden sich für IBM JS20 Blade mit 2.2 GHz PPC970FX Werte in der Tabelle. BaseWerte int986 fp1178

Fehlen Werte für den PIII/Pentium-M

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 15.06.2005 | #7
Da würde man dann mal sehen, wie sehr der hochgelobte Pentium-M (ob seiner P-III Verwandschaft) bei floating point untergeht.

Und zu den Speicherzugriffen und "PIV ist so toll"... Der PIV jagt wahrhaft Tonnen von Daten über den Bus und nutzt das kränkliche Gebilde eines 200 MHz-Busses, der mit vier Datenworten bestückt werden kann und sich somit wenigstens augenscheinlich auf 800 MHz hieft, so gut wie möglich aus (was man ihm zugute halten kann). Muss er auch, damit seine Pipelines nicht leerlaufen. Reine Messung der Busauslastung sind allerdings prinzipiell verfälscht, da der PIV in hohem Maße spekulativ Daten lädt. Das tut natürlich jede CPU (burst), der PIV jedoch sehr ausgeprägt. Das heißt, er jagt Gigabyteweise Daten über den Bus, von denen er spekuliert, dass sie möglicherweise demnächst gebraucht werden könnten. Trifft manchmal zu, oft auch gar nicht. Bei der sehr hohen Speicherbusauslastung ist also ne Menge Sperrmüll dabei, weswegen man solchen Messungen nicht sonderlich viel Gewicht beimessen sollte. Es ist, wie vieles in der Netburst-Architektur, einfach nicht besonders elegant, sondern eher der brute-force-Ansatz. Aber, auch das sei angemerkt, es funktioniert innerhalb der Architektur ziemlich gut. Was mithin an der gut entwickelten Sprungvorhersage und Logik in CPU und Chipsatz liegt, da hat Intel schon seit Zeiten des 440BX immer was gutes produziert.

gibts einen extranamen für mac-trolle?

Von: dodgeR_dose | Datum: 15.06.2005 | #8
die meisten von euch sind keinen deut besser als die trolle von heise die bei 3dbenchmark sitzen und sich an 1% frameratenzuwachs aufgeilen...

Troll (Internet)

Von: Kultobjekt | Datum: 15.06.2005 | #9
"In Internet-Medien wie dem Usenet werden Menschen als Troll bezeichnet, die Beiträge verschicken, mit denen sie erkennbar nur provozieren wollen, ohne einen wirklichen Beitrag zur Diskussion zu leisten. Die Beiträge selbst werden meist als Troll, Troll-Post oder Troll-Posting bezeichnet." (aus Wikipedia)

Trifft eher auf dich zu, oder?

Pendolino

Von: Thyl (MacGuardians) | Datum: 15.06.2005 | #10
Soweit ich weiß, fahren die Pendolinos seit Jahren zuverlässig auf Nebenstrecken.

Das deutsche Pendent der Neigetechnik hingegen...

Da fehlt noch eine Eklärung in der List: Intels LaGrande

Von: nobby | Datum: 16.06.2005 | #11
Will Apple use LaGrande to lock down OS X?
[Link]

MacOS on Intel ist tatsächlich nichts neues

Von: oldMACdonald | Datum: 21.06.2005 | #12
Man entdeckt doch immer wieder Details, die einen verblüffen.

The project to bring the Mac OS to the Intel 486 began on Valentine's Day in 1992 and was named "Star Trek".
[Link]

OT: Pendolino Nachtrag

Von: Kurdwubel | Datum: 22.06.2005 | #13
Die Neigetechnik der 611er/612er ist eine ziviltechnische Abwandlung der zu erst in Panzern eingebauten Technik (Leopard 2). Deswegen dürfen die Regionalzüge auch nur innerhalb der EU und das unter besonderen Vertragsregeln verkauft werden.

ADtranz (mit z ist richtig) wurde von Bombadier gekauft. Fiat gehört heute zu Alstom (die unter anderem die TGV-Familie bauen).

PS: Vielen Dank für die Aufmerksamkeit, ich störe jetzt nicht weiter diesen Artikel.

SPEC

Von: dermattin | Datum: 28.06.2005 | #14
"Ein beliebter Benchmark ist der SPEC, den es für alle Plattformen gibt. Kann kritisiert werden, ist aber zumindest weitgehend Hersteller-unabhängig und misst die reine CPU-Leitung (und Cache)."

...und hat mit der Realität nichts zu tun.

@dermattin

Von: Thyl (MacGuardians) | Datum: 28.06.2005 | #15
Böse böse ;-)

Aber leider habe ich auch keine besser Idee für plattformübergreifende Benchmarks. Wenn man einen griffigen Wert haben will, ist SPEC schon sinnvoll. Klar ist, dass man bei bestimmten, spezifischen Anforderungen Benchmarks anhand dieser Anforderungen fahren muss.

Nein, Neusprech!

Von: Jan Bätzner | Datum: 28.06.2005 | #16
Oh Mann,
man hätte das Buch nie übersetzen dürfen!

Thyl

Von: dermattin | Datum: 28.06.2005 | #17
Ja, das ist ja die Problematik beim Vergleichen der Systeme. Wollte dir da auch nicht reinreden, was soll man sonst nehmen? Ich wüsste auch nichts.

Wollte auch nur erwähnen, dass SPEC Werte gar nichts, wirklich rein gar nichts mit der realen Anwendungswelt gemein haben, nichtmal tendenziell. Von daher sind die Werte für den Popo... :)

SPEC & FP:

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 28.06.2005 | #18
SPEC testet inzwischen primär eines: Wie gut der Compiler auf die SPEC-suite optimieren kann! ;-)
Die Leistung gibt's dann auch nur, wenn der eigene Code dem der SPEC-suite möglichst ähnlich ist.
Intels Compiler sind schon scheissgut, aber SO gut wie die SPEC-Werte suggerieren halt auch lange nicht. Böse Zungen behaupten gar, dass die neuen Befehle von SSE3 primär für gute SPEC-Ergebnisse taugen.

Was den Pentium-M und Fließkomma-Performance angeht: Intel hat für die Dualcore-Pentium-M irgendwelche "Fließkomma-Verbesserungen" geplant, hat aber noch nix genaues verlauten lassen! Weiss hier irgendjemand schon näheres?

P.S: Bin ich der einzige, der bei dem Artikel ein Deja-Vue hat? ;-)

Umgehen von Benchmark-Beschiss:

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 28.06.2005 | #19
Benchmark-Beschiss kann man ganz einfach umgehen: Jede Test-Institution stellt ihre eigene Benchmark-Suite aus selbst ausgesuchtem für ihre Zielgruppe repräsentativen Code zusammen! Ganz einfach! Schon kann keiner mehr bescheissen!

Beschissen wird in Benchmarks doch immer nur, wenn die Testumgebung bekannt und erwartet ist: SPEC-Suite, 3Dmark (nVidia), Quake3 (ATI)....

Itanium / Itanic wird eingesetzt!

Von: ionas | Datum: 28.06.2005 | #20
Und ist sicherlich jeder x86 Arch überlegen, wenn nativer Code ausgeführt wird. Halt dumm von Intel einen neuen Codestandard zu entwerfen anstatt irgendeinen breit(!) vorhandenen anderen ausser x86 zu nehmen und diesen ggf. zu erweitern.

[Link]
Platz 7 - Ein Itanic

ionas:

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 28.06.2005 | #21
Und? Das Ding lost mit 5.1 GFLOPS/CPU gegen die 2.2 GHz G5 (5.8 GFLOPS/CPU) von IBM auf Platz 4!

Dir ist darüberhinaus schon bekannt, dass Intel die Rechner quasi verschenkt oder zumindest massiv subventioniert? ;-)

StadlerRail rocks !!

Von: asd | Datum: 28.06.2005 | #22
-

DRM, TCG und TPM fehlen!

Von: Mac since 1994 | Datum: 28.06.2005 | #23
Es fehlen noch die Stichworte DRM und alle, die mit "Trusted" beginnen, also TrustedComputingGroup, TrustedPlatform bzw TrustedPlatformModule: [Link]

@ionas

Von: Thyl (MacGuardians) | Datum: 29.06.2005 | #24
iirc, hat der Itanium durchaus so etwas wie einen direkten Vorläufer, nämlich PA-RISC. Von da kommende PRogramme bereiten wenig Bauchschmerzen. Aber der Itanium ist auch ein neues Konzept, das erstmals zu Silizium geworden ist, und da war es vermutlich unvermeidlich, ein neues ABI zu entwickeln.

Im übrigen ist der Itanium, glaube ich, bei den Tests so schnell wegen seines Compilers (s.o.). Compiler für Itanium zu entwickeln, muss eine Qual sein.

VLIW:

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 29.06.2005 | #25
Jo, Compilerbau und die Itanic.... Geeks erinnern sich, dass sie die Sprüche von "dummer aber schneller Prozessor, Intelligenz und Optimierung erledigt der Compiler" schonmal gehört haben, damals als RISC noch neu war! ;-)
Heute haben "RISC"-Prozessoren Befehle die unterschiedliche Längen haben, einen umfangreichen Befehlssatz und machen genauso Instruction Decoding wie die x86-"CISC"s.

Aber Intel glaubt halt ernsthaft, dass es DIESMAL endlich klappen hätte sollen! ;-) Man lernt ja nicht aus der Geschichte, weil man ist ja Intel, gell?

Sehr interessant zu lesen ist übrigens AMDs PDF zur Klage gegen Intel! Unbedingt reinschauen, und wen die Intel-Horrorstories langweilen der kann sich ja an den ebenfalls enthaltenen echt geilen Markt-Infos ergötzen!

alles für itunes! es lebe TCPA!

Von: ö | Datum: 01.07.2005 | #26
Was macht die intel-roadmap eigentlich soviel vertrauenswürdiger als die schlacksigen beteuerungen ibm's? oder hatte steve vor zwei jahren einfach nur großmäulig verkündet, was ibm so nie behauptet hat? ein mißverständis gar?

ich sehe noch keine performancezuwächse für die powermacs - auch nicht in zwei jahren - schon gar nicht in final cut pro!

käme es apple so wahnsinnig auf performance an, so hätten sie wenigstens Motion 2.0 so optimiert, das einfache typo-animationen mit schlagschatten so flüssig laufen wie in quartz composer. aber apple scheint zunehmend mehr bwl- und jura-studenten einzustellen, statt designer und ingenieure.