ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 3767

Die Lücke im PowerMac-Sortiment

Was passiert mit dem kleinen PowerMac?

Autor: flo - Datum: 16.06.2005

Gestern berichteten die aufmerksamen Franzosen, dass im US-Store der kleinste PowerMac nicht mehr gelistet wird. Im deutschen Laden hat sich indes nichts getan, die Single 1,8 GHz Maschine soll auch binnen 24 Stunden versandfertig sein. Im US-Sortiment klafft nun aber eine riesige Lücke. Die Single-Variante wurde beim letzten PowerMac-Update unberührt gelassen -- keine schnellere CPU, keine neue Grafik, kein schnellerer Bus. Dies lässt vermuten, dass Apple seitdem diese Modelle nur noch abverkauft, was in den USA scheinbar schon geschehen ist während es hierzulande noch genügend Vorräte gibt.

Das könnte auch noch eine gute Weile so bleiben, denn technisch macht der kleinste PowerMac nicht unbedingt eine glückliche Figur, was ihn dann auch preislich nicht mehr sonderlich attraktiv erscheinen lässt -- auch wenn immer noch vom Umrechnungskurs und absoluten Preis einer der günstigsten PowerMacs ever. Allerdings ist das Modell eher ein iMac im PowerMac-Kleid. Nein, nicht ganz: Ein Vorgänger-iMac im PowerMac-Kleid. Zwar teilen sich beide noch dieselbe CPU und denselben, reduzierten Bustakt (ein Drittel des CPU-Taktes), aber das war es dann schon. Der PowerMac kann noch punkten mit PCI-Steckplätzen, einem Superdrive (das fehlt dem kleinsten iMac) und einem zusätzlichen Raum für eine Festplatte. Dafür ist die eingebaute Platte beim iMac schon doppelt so groß und selbst der iMac kommt mittlerweile mit 512 MB RAM, während der PowerMac mit -- Apple, begreift das endlich -- völlig inakzeptablen 256 MB RAM auskommen muss. Erbärmlich. Da hilft es nichts, dass RAM günstig ist, und wenn man selbst kauft, sei es billiger, als wenn Apple das gleich verbaue -- lasse ich nicht gelten. Das Ding heißt PowerMac, also gehört Power rein, und mit 256 MB bremst man auch einen Dual Core 3 GHz aus, wenn wir einen hätten.

Bleibt ein Preisunterschied von rund 100 Euro, 100 Euro, die man für den PowerMac mehr zahlen muss, wohlgemerkt. Da stimmt also schon jetzt das Verhältnis nicht wirklich, auch wenn die Rechner trotz allem schwer vergleichbar sind. Aber die Herausnahme des Modells löst das Problem nicht. Jetzt fangen die PowerMacs bei über 1900 Euro an, mithin noch einmal 150 Euro mehr, als der größte iMac kostet -- wobei wenigstens ein technischer Vorsprung gegeben ist, der mehr als diese 150 Euro wert ist (das 20" Display immer schön außen vorgelassen...).

Nun verkaufen sich ja aber die PowerMacs nicht gerade so berauschend, wie sich das alle bei Vorstellung des G5 gedacht haben. Indem man nun wieder den Einstieg preislich erhöht, wird man nicht unbedingt mehr verkaufen. Mehr PowerMacs zumindest nicht, mehr iMacs aber vielleicht, wer günstige G5-Power sucht wird ja geradezu zu einem iMac genötigt.

Aber es kann ja nicht angehen, dass Apple die PowerMac-Linie mehr oder minder verhungern lässt. Es gibt genügend Kundschaft, professionelle Kundschaft, die noch immer auf einem immer weiter veraltendem G4-Arsenal sitzt, wo die Monitore bald jünger sind als die Rechner, die daneben stehen. Da lockt ein iMac mit seinem Preis zwar, doch nicht wenige misstrauen dem Konzept des integrierten Monitors, sei es aufgrund Bedenken ob der Langlebigkeit, weil man Doppelschirmbetrieb gewohnt ist oder schlicht gute, teure Monitore besitzt. Wer leistungsintensive Arbeitsplätze ausstatten muss, der wird sich da weniger Gedanken machen, der ordert das Top-Modell, wartet, und freut sich. Wer aber mit moderater Leistung zufrieden ist und preisbewusst einkaufen will oder muss -- dem fehlt im Moment ein attraktiver PowerMac.

Die entstehende Lücke lädt zu Spekulationen ein, was kommen könnte. Apple könnte alle Modelle auf der Preisleiter nach unten rutschen lassen, den 2x2GHz-Mac also in die Nähe des ehemaligen Einstiegs-PowerMacs platzieren (ca. 1500 Euro). Ob das aber preislich machbar ist, ist fraglich. Oben wäre denn Platz für ein neues Top-Modell, das man mit möglicherweise im Laufe der nächsten Monate zumindest spärlich verfügbaren 3GHz+ Chips bestücken könnte (man darf doch noch träumen, oder?). Oder Apple lässt sich für das untere PowerMac-Segment noch einmal etwas neues einfallen. Ja, ich höre aufgeregte "PowerMac mini" Rufe aus dem Publikum. Dual-Power, bis 4 GB RAM, ein Festplattenplatz, Superdrive und ohne lästige PCI-Steckplätze, alles in einem handlichen Gehäuse. *hach*

Is' ja schon gut, ich nehme meine Medikamente und harre der Dinge, die da (nicht) kommen mögen.

Kommentare

Mac midi

Von: oli | Datum: 16.06.2005 | #1
Auf den hoff' ich auch! Und es ist ja schon bezeichnend, dass Apple ein Modell einfach auslaufen lässt.

Einen aktualisierten Single PowerMac G5 jetzt zu bringen ist quatsch: Dann hätten sie den zusammen mit den anderen vor kurzem vorgestellt;

Aber wann soll der neue vorgestellt werden? Bis Paris sinds noch fast 2 Monate, zu lang um die Nische unbesetzt zu lassen. Eine Vorstellung ohne großes Drumrum ist aber auch etwas unvorstellbar, no?

ohne Drumrum

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 16.06.2005 | #2
Na, das ist schon denkbar, wenn man mal davon ausgeht, dass Apple eher nur die Lücke schließt statt gleich ein ganz neuen Rechnertyp einzuführen. Aber selbst so einer ließe sich per kurzfristig anberaumter Pressekonferenz vorstellen. Das iceBook wurde seinerzeit am ersten Mai 2001 auf einer Pressekonferenz vorgestellt.

Mac midi

Von: b.chic | Datum: 16.06.2005 | #3
Ich rechne schon lange mit einem Mac midi G5. Ein Single G5 Rechner im kompakten Gehäuse.

Der PowerMac bietet Platz für zwei Prozessoren mit ihren riesigen Kühlkörpern. Diesen Raum füllt ein Single G5 nicht aus. Er steckt im (räumlich und preislich)überdimensionierten Gehäuse. Auch ist die Preislücke zwischen Mac mini und PowerMac Dual G5 zu groß. Der Single PowerMac schließt diese Lücke nur provisorisch. Also war ich mir schon lange sicher, dass da eine Art Mac midi oder Cube G5 kommen muss.

Die Ankündigung, auf Intelprozessoren zu wechseln, hat meiner Sicherheit einen schweren Dämpfer erteilt. Jetzt noch eine neue Modelllinie für einen sterbenden G5 herausbringen? Warum aber eigentlich nicht? Apple brachte ja auch einen Mac mini mit G4 raus, lange nachdem der G5 das Maß aller Macs ist.

Außerdem herrscht bei vielen Macusern auf Grund des Wechsels zu Intel eine tiefe Verunsicherung, die zu einer Kaufzurückhaltung führen könnte. Mit einer neuen G5-Produktlinie könnte Apple ein klares Bekenntnis zugunsten des G5s geben.

Wenn ich es mir recht überlege, ist der Mac midi G5 wahrscheinlicher denn je.

<megadoofe idee> die restliche chips verhökern (2x so viel)?

Von: gast | Datum: 16.06.2005 | #4
Verkaufe ich nur Dual PPC, verkaufe ich doppelt so viele Chips ausm IBM Lager als wenn ich immer nur _einen_ ins Gehäuse schraube…-

Jaaa, kommt jetzt nicht mit kaufmännisch-sachlichen Argumenten… ;-)

PRO POWER MAC

Von: guest400 | Datum: 16.06.2005 | #5
"wer günstige G5-Power sucht wird ja geradezu zu einem iMac genötigt"

Das stimmt absolut! Selbst Profis greifen zu den günstigen, leistungsstarken und platzsparenden Dingern. Die PowerMacs haben ihren Nimbus als Pro-Maschine eingebüsst, das ist die traurige Wahrheit. Bis jetzt.

günstiger Intel Kisten?

Von: Moods | Datum: 16.06.2005 | #6
Wer hat denn sowas gesagt. Also ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass die neuen Macintels so eine riesen Preisdifferenz zu den heutigen Macs aufweisen werden. Warum auch? Ist doch ein Mac und keine DOSe ;)

warum eigendlich ...

Von: tante.may | Datum: 16.06.2005 | #7
warum gibs kein 2,5 oder 2,7 singel?

wenn schon sigel, dann doch wenigstens einen der was taugt.


gruss daniel

Die 1-Mio-Dollar-Frage lautet:

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 16.06.2005 | #8
Wenn Apple keine PPCs mehr verbaut, wo kriegt M$ dann noch seine Xbox2-Entwicklungsrechner her?

Und: Auf der E3 hat sich jeder drüber lustig gemacht, dass die Demos viel langsamer liefen als die Concept-Renderings suggerierten. Ist ja auch klar: Grafikkarte nicht so gut, keine Triple 3.2 GHz. Entwickeln macht auf nem Rechner der deutlich schwächer ist als die Zielmaschine einfach nicht wirklich Spass, also können wir wohl davon ausgehen, dass die Powermacs mindestens noch so leistungsfähig werden wie eine Xbox2!

"wer würde im Dezember 2005 noch einen sündhaft teuren PPC-PowerMac kaufen, wenn es ein paar Monate später Pentium M-Books und Mac minis zu relativ günstigen Preisen gibt?"

Äh - dieselben Leute, die jetzt auch schon einen Powermac statt Mac mini oder Notebook kaufen wegen den PCI-Slots, dem AGP-Bus und den HD-Plätzen?
Geforce 6800 und X800 sind so schwer in ein Powerbook zu kriegen, da muss man richtig sägen...
Mac mini und Notebook sind für solche Leute keine Alternative, Intel hin oder her!

Ich kauf mir jedenfalls den fettesten letzten Powermac wo gibt und werde versuchen, den Alptraum auszusitzen! ;-) Denn wenn der 5 Jahre hält wie mein (damals kleinster) G4 heute isses vielleicht schon wieder vorbei!

Noch mal ...

Von: johngo | Datum: 17.06.2005 | #9
... es geht nicht nur um den Speed!

Es geht darum, das es einfach bestimmte
Produkte für PCI-X dann nicht mehr
geben wird. Mal die Hardware ... mal
die Software. Ich kann mir nicht vor-
stellen, das eine auslaufende Technologie
noch optimal unterstützt wird.

Gruss

Zum Beispiel

Von: Karl Schimanek | Datum: 17.06.2005 | #10
Rendern auf der GPU müsste möglich sein

@thesi

Von: core icke | Datum: 16.06.2005 | #11
und damit waeren wir wieder bei core image *gaehn*

nochmal: ich kann mir gut vorstellen, dass core image von pci express profitiert. gerade wegen des rueckkanals ...

@Rüdiger Goetz

Von: Thesi | Datum: 16.06.2005 | #12
schönen dank für deine erklärung, aber den meisten die nach PCIe schreien geht es imho nur um grafikkarten. so auch johngo, siehe hier:



von: johngo - am 16.06.05 um 14:27:29 Uhr

...

Was ist z. B. mit der Grafik?
Ist es relatistisch, das Apple z. B. jetzt
noch die Schnittstelle für die PCI-E
Grafikkarten einbaut?

Ich würde erst einen G5 kaufen
(oder nicht kaufen), wenn ich dies
wüsste - also mich heute nicht
festlegen.

Gruss

maz

Von: pm | Datum: 16.06.2005 | #13
Also ganz korrekt ist das nicht mit den Mac's und der neuen Technologie. Unter Apple hatten wir

6100 Serie extrem gut, stabil PPC
7500 -do-
9600 -do-

Alle Serien ab iMacs waren vollkommen OK.

Nicht optimal waren

Blue and White Serie
iMac Biondi

Oft ist es nicht die Technolgie sondern eine neue Bauform der Mac's die allenfalls von einem neuen Produzenten produziert wurden.

nochmal senf

Von: core icke | Datum: 16.06.2005 | #14
ich denke die naechsten powermacs sehen so aus:
[Link]

steve hat auch nicht gesagt, dass man die powerpc roadmap derzeit nicht ertragen koennte - man kann ja mit leben (obwohls fuer portable schon bescheiden aussieht). er meinte ja nur in zukunft siehts bei intel rosiger aus.

jonah soll im uebrigen eine 20-20% verbesserte FP-leistung bringen, um einen der kritikpunkte mal abzumildern.

pci-express

Von: core icke | Datum: 16.06.2005 | #15
habe gerade den link von thesi gelesen. da wird geschrieben, dass PCIe gar nicht soviel bringt, weil ja zum beispiel moderne grafikkarten den rueckkanal gar nicht nutzen. dem muss ich widersprechen:
CORE IMAGE sach ich nur. die daten die reingeschoben werden in den grafikchip (theoretisch) genauso schnell wieder zurueckzubekommen ist doch sensationell!

@Roger und @Thesi

Von: Rüdiger Goetz | Datum: 16.06.2005 | #16
Hallo,

@Roger,

Das Bus-System von Intel ist mitnichten dem des G5 deutlich unterlegen. Lies mal was ich hier @kux geschrieben haben (und les ggfs bei ars technica nach).

@Thesi

Bei Notwendigkeit PCIe geht es weniger um Grafikkarten, als um andere Pereferie, wie U320-SCSI, Gigabit und demnächst 10GBit-Ethernet, Firewaire800, FibreChannel etc. Spätestens wenn wenn mehr als eine solcher Karten auf dem PCI Bus sitzen wirds eng. Apple hat daher im G5 PCI-X verbaut. Nur leider ist dieser Standard kaum im PC Bereich verbreitet, statt dessen wird PCIe (mit ein bis 4 lanes) eingesetzt. Als Ersatz für AGP(x8) bringt PCIe (als PEG) in der Tat bis jetzt nahezu nix, da AGPx8 ohnehin schon 16x mehr Bandbreite hat als alle Geräte an einem PCI-Bus zusammen.


Bis dann

R"udiger

....

Von: maz | Datum: 16.06.2005 | #17
ich für meinen teil werde den letzten g5 kaufen
1. weil ich nicht die erste generation der apple-intel hardware haben will - bisher gab es bei apple oft kinderkrankheiten bei ganz neuer hardware
2. weil ich noch vor 2007 einen neuen powermac brauche
3. weil pci-x und agpx8 für meine bedürfnisse sicher noch 10 jahre mehr als genug sind
4. weil der wertverlusst eines macs, mit einem g5 sehr gering sein wird - ist jetzt eine behauptung, aber ich glaube das apple den marktanteil in zukunft steigern wird können. auch wenn nicht wird es genug verrückte mac-user geben
wer weiss wie es in 10 jahren aussehen wird, wenn der g5 verscherbelt werden soll - vielleicht bringt er dann mehr als den einkaufspreis *träum*
5. aus sentimentalen und irrationalen gründen :-)

Powermac G5

Von: Roger Hasler | Datum: 16.06.2005 | #18
Ich habe mir einen Powermac G5 Dual 2.3 GHZ mit 2.5 GB RAM und einer Geforce 6800 Ultra Grafikkarte vor 2 Wochen gekauft.
Bin mir sicher, dass ich mit dieser Konfiguration in 3 Jahren noch genug Power unter der Haube habe.

Bis alle Programmhersteller einen Programm- Code für Intel CPU's geschrieben habe, der auch hunderprozentig läuft, vergehen noch ein paar Jahre.

Dann werde ich mir wieder einen neuen Rechner kaufen, wenn's dann überhaupt nötig ist.

Mein G5 wird in 3 - 4 Jahren sicherlich viel Wert haben, weil es die G5's dann nicht mehr zu kaufen gibt. Ist etwa gleich wie bei den SGI Kisten. Für einen 10 Jährigen OCTANE bekommst du heute noch 300.- Euro im Ebay mit der Minimalausstattung.

Alle schreien nach PCI-Express, aber bis jetzt konnte sich die Schnittstelle im PC Markt punkto Leistung noch nicht etaplieren. Weil der Bustakt von Intel immer noch sehr träge ist.

Da sind wir mit unserem Bustakt von 1 - 1.35 GHz in einem Powermac G5 noch Gut bestückt.

Die neuen Dual Core-Xeon Prozessoren die in nächster Zeit (Ende 2005) kommen werden, haben nicht einmal die Hälfte des Bustaktes von einem 2.7 GHz G5 (1.35 GHz).

Bevor wir uns mit Intel Prozessoren anfreunden, sollen sie mal schauen, dass ihr Bussystem schneller wird.

Die neuen Dual Core Prozessoren sind momentan alles andere als Schnell.

PCI-Express

Von: Thesi | Datum: 16.06.2005 | #19
meine empfindung ist, dass eine neue technologie mal wieder vollkommen übertrieben gehyped wird, die letztlich gar nicht sooo viel bringt.

ein schöner artikel (wenn auch schon etwas älter):

[Link]

senf

Von: core icke | Datum: 16.06.2005 | #20
2007 bringt intel wohl cpus mit integriertem speichercontroller.
angeblich sogar fuer den neuen seriellen sdram. gerade passend fuer die powermacs.

wohl bekomms ;-)

Jaja... blabla

Von: Karl Schimanek | Datum: 16.06.2005 | #21
@Jan: "wer würde im Dezember 2005 noch einen sündhaft teuren PPC-PowerMac kaufen, wenn es ein paar Monate später Pentium M-Books und Mac minis zu relativ günstigen Preisen gibt?"

Ich. Freue mich schon auf die ersten Benches, AppTel vs. PPC :-D

Johngo: Gilt das auch, wenn der erste Intel
Pro-Mac dem Powermac zeigt, wo der
Mostricht fliesst?


Träum weiter!
2009 oder 2010 vielleicht. Kann man verkraften :-)

@johngo

Von: njyo | Datum: 16.06.2005 | #22
Dies Roadmap wird wohl eben das Problem sein, besonders nun am Anfang dieses Umstieges. Ich nehme an, dass auch für Apple noch vieles Unbekannt ist und dass sie eben nicht alles bekanntgeben wollen. Es weiss ja auch im Prinzip keiner, was die Konkurrenz (ob's nun Dell, HP, Sony, Lenovo oder SGI ist) vorhat in 2 Jahren zu bringen, weil das ja strategisches Wissen für die Konkurrenz ist.

Klar wäre es schön zu wissen, dass in 2 Jahren die Produktlinien so weiterexistieren, wie sie im Moment tun. Doch selbst diese Annahme ist vage, weil 2 Jahre für Computer schon eine recht lange Zeit sind. Aber stell dir vor, Apple sagt nun, dass sie in 2 Jahren ein Mini-Cluster für Pro-Video-Schneider und Grafik-Renderer bringen wollen. Oder eben ein Heim-und-Media-System für daheim. Das wäre zwar schön zu wissen und wir würden alle schon die tage dahin (wie auf den Leoparden) zählen, aber die Konkurrenz würde sich noch mehr freuen.

Daher bleibt das ganze ein Glücksspiel. Greetz,
_W

@rüdiger

Von: kux | Datum: 16.06.2005 | #23
danke für die erklärung.

@kux

Von: Rüdiger Goetz | Datum: 16.06.2005 | #24
Hallo,

Ganz so einfach und ganz so überlegen ist der FlexBus- des G5 dann doch nicht:

Er arbeitet bei bis zu 675 MHz DDR mit 32bit Busbreite (Apple schreibt 1.35GHz wegen der zwei übertragenen32bit-Worte pro Takt)`. Der Bus der Standard-P4 arbeitet bei 200MHz Quad-pumped mit 64bit. Der Bus des P4 ist bidirektional, der G5 hat je einen für Input und Output.

Damit hat der P4 eine maximale theoretische Datenrate von 200MHZ x 4 Worte a 8 Byte = 6.4GByte/s (die ganz neuen mit 266MHz sogar 8.5 GB/s).

Der G5 hat eine maximale theoretische Datenrate von bis zu 675MHz x 2 Worte a 4 Byte = 5.4 GB/s, das aber pro Richtung. (die anderen PowerMac haben 4.6 GB/s, 4 GB/s bzw. 3.6 GB/s).

Hinzu kommt das der P4-Bus besser syncron zum Speicher läuft (DDR400 bzw DRR2-533 bei den neusten) und so weniger durch Latenzen verliert.

Damit hat der G5 je nach Anwendung mehr oder weniger I/O-Bandbreite als der P4 . (Die aktuiellen DualCores von Intel sind in dieser Hinsicht in der Tat mies. AMD macht das besser. Dort hat jeder Core seinen eigene HT-Link. Wobei noch keiner weiss, ob sich beim PPC970MP (so er jemals kommt) nicht auch beide Cores den Bus teilen müssen).

Und bei PCIe geht es mitnichten nur um schnellere Grafikkarten, sondern vor allem auch um schnelle Perepherie, z.B. Ethernet-Karten treiben PCI ans Limit, SCSI U320 überfordern PCI, dito aktuelle FibreChannel-Karten etc. Firewire800 bei Volllast liegt auch schon an der Grenze (100 MB/s). Und wenn dan mehrer PCI-Karten auf einem Bus sitzen 9üblciherweise sitzen 3 Karten auf je einem Bus und teilen sich die Bandbreite) wird es eng.

Apple hat daher bei den G5 PCI-X statt PCI eingebaut (damals war der PCIe Standard noch nciht fertig) , ein evolutionäre Fortentwicklung von PCI. Die dort erreeichten bis zu 8 mal so großen Datenraten reichen zwar für erste, aber PCI-X ist ein wenig gut etablierter Standard als PCI es ist und PCIe es wohl sein wird. Im PC Sektor findet man nur wenige Board mit PCI-X aber mittlerweile hat nahezu jedes neue Board PCIe.

Damit wird es in absehbarer Zukunft bezhalbare Perepheriekarten fast nur mit PCIe (oder noch mit PCI), aber nicht mit PCI-X geben.

Insofern wäre es für die Profimaschinen gut wenn sie allmählich PCIe statt PCI-X bekämen. Nur scheint es fraglich, ob es noch ein neues G5-Board (dann mit PCIe) geben wird. Damit ist aber für viele Anwendungen ein neuer PowerMac G5 keine Option, da mittelfristig kaum aufrüstbar.


Darauf wollte Johngo wohl hinaus.

Bis dann

R"udiger

@ thomm

Von: johngo | Datum: 16.06.2005 | #25
Dämlich ist, das Du mein Statement
wieder nur auf den Prozessor runter-
brichst. Es geht darum, ob es noch
eine Rechnergeneration* geben wird,
die den Namen Generation wert ist und
wie diese technisch aussehen wird.
Ich habe es vorher beschrieben. Neben
dem Prozessorwechsel stehen auch
andere Änderungen an.

Und hier wurde die letzten 3 Jahre so
oft der Apples Vorstoss in das
professionelle Umfeld beschworen, das
sich dies auch in der Planungssicherheit
niederschlagen muss.

Ich rede hier z. B. also von Erweiterungen
für Photostudios, Tonstudios, Videostudios, Digital-Printstudios,
Animationsstudios etc. etc.

Es kann ja nicht sein, das jetzt 2 Jahre
lang (die meisten hier behaupten, das
die Pro-Macs am Schluss switchen) die
Frage nach Schnittstellen und (vor allem)
den passenden Teibern offen bleibt!

Sollte Apple hier schweigen, dann ist
das "unprofessionell". Hast Du nun ver-
standen, das ich von Apple sprach ...

... und nicht von AMD oder Intel!

... und auch nicht vom Schnellsten,
Grössten oder Längsten! ;)

Gruss

johngo

* hauptsächlich bei den PRO-Rechnern

Tja.. Was tun?, sage auch ich.

Von: macRay | Datum: 16.06.2005 | #26
PCIe ist ein gemeines Schlagwort.

Ich warte (eigentlich) immer noch auf einen G5 mit einem solchen Anschluss und jetzt wird es immer unwahrscheinlicher, daß Apple noch vor seiner Intelmacs (sorry, für mich immer noch kein schöner Gedanke), das komplette Boarddesign umstellt.

Auf der anderen Seite will ich auf jeden Fall einen G5 in meiner Sammlung. Den Intelausflug schaue ich mir lieber von der Ferne an, während mein G5 zuverlässig, stromsparend und hochperformant arbeitet.

Aber ein G5 ohne PCIe macht für mich eigentlich wenig Sinn, weil ich mir schlecht vorstellen kann, dass es dafür in x Jahren noch aktuelle Karten gibt. Und nochwas: Sind die G5 eigentlich gesockelt? Das heisst: Kann ich den Proz. eigentlich mittelfristig austauschen? Schließlich bin ich mir regelrecht sicher, daß das bei den IntelMacs möglich sein wird.

Ich frage mich ernsthaft, ob man sich eigentlich dann einfacher einen Apple-Rechner selbst zusammenstellen kann, als heute. Oder werden die (speziellen) Appleboards das verhindern?!

Ach, die G4–Architektur mit austauschbarem Kram ohne Ende und vielen PCIs war schon schön. Nur das Cooling, das war schließlich für den A...bend.

Gruß macRay

So ein Blödsinn!!

Von: thomm | Datum: 16.06.2005 | #27
Von welchem Computerhersteller bekommst Du eine Roadmap über 2 Jahre?!


Selten so einen Quatsch gelesen!!

Apple hat ja wohl eindeutig gesagt, wohin der Zug geht (also bis 2007 Umstieg auf Intel).
Auch Intel/AMD/IBM geben in ihren Roadmaps nur mehr oder weniger unverbindliche Angaben.

Es weiß niemand, wer in zwei Jahren die schnellsten Prozessoren baut bzw. inwieweit Apple es sich freistellt, weiterhin die Prozessorfrage nicht endgültig festzuschreiben.
Zwar sind derzeit die AMD-Proz. wohl sher schnell aber das muß ja nicht ständig so bleiben, zwischenzeitlich waren ja PPC bzw. Intel schneller.

Wir sitzen hier alle außerhalb dieser großen Konzerne und haben keinen Einblick in deren Interna. Vor diesem Hintergrund ist Deine Aussage reichlich dämlich!

@Kai

Von: Falko | Datum: 16.06.2005 | #28
"Wenn Apple keine PPCs mehr verbaut, wo kriegt M$ dann noch seine Xbox2-Entwicklungsrechner her?"

Ist keine 1-Millionen-Dollar-Frage. Die PowerMac-Devkits waren sogenannte Alpha-Kits, d.h. nur eine Plattform, die ungefähr den Spezifikationen der Zielplattform entspricht.

Beta-Kits sind wohl schon unterwegs - das könnten wieder angepasste PowerMacs sein, vielleicht aber auch nicht.

Bald wird es finale Devkits geben wie bei jeder anderen Konsole - nämlich sozusagen die Konsole selbst plus Schnittstellen für Standard-PCs. Dann ist auch der PowerMac in der Xbox-Welt nur noch eine dunkle Erinnerung.

@ Thyl

Von: johngo | Datum: 16.06.2005 | #29
Richtig! ...was tun?!

Ich gehöre ja zu denen, die es Apple
gar nicht übel nehmen, das sie einen
(W-)intelkompatiblen Weg einschlagen.

So weit - so gut!

Was aber - angesichts der besonderen
Anwender-Gemeinde, deren bisherige
Leidenfähigkeit und die überdurch-
schnittliche Produkttreue betrifft -
jetzt auf den Tisch gehört ist folgendes:
eine anständige und frühe Roadmap für
die nächsten 2 Jahre - das ist es, was
Apple (imho) seinen Fans schuldig ist.

Gruss

johngo

@johngo

Von: Thyl (MacGuardians) | Datum: 16.06.2005 | #30
das mit PCIe sehe ich auch als Problem, denn es würde einen neuen Chipsatz erfordern oder zumindest einen zusätzlichen Hypertransport-Tunnel, oder wie das heisst, der PCIe Steckplätze ansteuern kann. Jedenfalls ziemlich Aufwand.

Und ich glaube wirklich, dass wir uns an einem Transitionspunkt befinden, was Steckplätze anbelangt. Die lange kontinuierliche Linie der parallelen Steckplätzen mit PCI-Basis, wozu ja auch AGP und PCI-X irgendwie gehören, ist am Ende angekommen (war nicht die Einführung irgendwann 1994 oder so?).

Die PCIe Steckplätze funktionieren fundamental anders. Es ist anzunehmen, dass ähnlich wie bei PCI zukünftige PCIe Steckkarten in alten PCIe Slots funktionieren und umgekehrt (ein Prinzip, das bei PCI erst mit AGP und in den letzten Jahren mit PCI-X etwas aufweichte), aber es gibt keine Querverbindung zu PCI (na ja, so in etwa).

Der Umschwung kommt gerade heftig,was man bei den intel Mainboards sehen kann. Ein Rechner, der einen ein paar Jahre tragen soll (meinen G4 habe ich 2000 gekauft!) sollte heuten PCIe aufweisen. Das war bis vor zwei Wochen auch eine Überlegung, noch ein bisschen mit einem G% zu warten. Aber das dürfte sich ja erledigt haben. Was tun?!

@ Local

Von: johngo | Datum: 16.06.2005 | #31
Falls Du mich damit meinst ...
ich wollte nur hören, welches Kai's
Beweggründe sind.

Natürlich kann man mit einem G5
dann noch 10 Jahre arbeiten aber
ebenso wahrscheinlich wird der erste
Intel-Pro-Mac Features haben, die
sich in einem G5 dann nicht einmal
mehr nachrüsten lassen.

Was ist z. B. mit der Grafik?
Ist es relatistisch, das Apple z. B. jetzt
noch die Schnittstelle für die PCI-E
Grafikkarten einbaut?

Ich würde erst einen G5 kaufen
(oder nicht kaufen), wenn ich dies
wüsste - also mich heute nicht
festlegen.

Gruss

PPC

Von: MichaelK | Datum: 16.06.2005 | #32
Auch ich warte (immer) noch auf einen 2 x 3 GHZ G5. Und sollte der im Herbst endlich erhältlich sein, so kaufe ich den - definitiv. Ist mir eh lieber, als diese Macintel-Prototypen - und bis 2007 möchte ich auch nicht warten. Falls Intel überhaupt den Umstieg auf 65 nm ohne weiteres schafft und alle (plötzlich)-Intelbegeisterten nicht doch noch etwas länger warten müssen. Ich hoffe nur, IBM liefert überhaupt noch.

Ich kanns nimma hören......

Von: LoCal | Datum: 16.06.2005 | #33
.... dieses "wer kauft noch einen PPC wenn in ein paar Monaten intel-Macs kommen"!

1. Lassen sich PPC-Macs auch nach dem 06.06.06 noch einschalten. Das ist ganz sicher, Macs haben keine eingebaute Zeitbombe.
2. Die PowerMacs werden wohl erst 2007 auf intel umgestellt.. also noch recht lange Zeit.
3. OS X wird PPC noch rechtlange unterstützen. Und dank FatBinaries, die sich für die meisten Programme spielend leicht erstellen lassen, wohl auch die meisten Anwendungen.
4. Haben Macs im allgemeinen eine wesentlich längere "Halbwertszeit" als PCs (kommen ja fast an SGIs ran) und schon allein deshalb sind Apple und die Softwarefirmen gezwungen PPC noch länger zu unterstützen.

single g5

Von: Thesi | Datum: 16.06.2005 | #34
ich fänd es absolut falsch den singel g5 einzustellen. apple sollte den lieber billiger machen (richtung 1000 euro), dann würd er sich auch (viel) besser verkaufen.

momentan kann man als consumer (mit etwas anspruch) nur nen iMac kaufen, aber nicht jeder ist von all-in-one überzeugt oder kann/will auf agp-/pci-steckplätze verzichten.

@ kai

Von: johngo | Datum: 16.06.2005 | #35
" ... Ich kauf mir jedenfalls den fettesten letzten Powermac wo gibt und werde versuchen, den Alptraum auszusitzen! ;-) ..."

Gilt das auch, wenn der erste Intel
Pro-Mac dem Powermac zeigt, wo der
Mostricht fliesst?

Ich kann mir keinen einzigen Grund
ausdenken, warum Apple die auslaufende
Modellreihe schneller gestalten sollte,
als die dann folgende neue! Immerhin
hat man ja damit fest definierte Ziele!

Und bedenke: ein System besteht nicht
nur aus einem Prozessor. Das ist ja
der Hauptgrund, warum ich mir keinen
G5 gekauft habe!

Gruss

johngo

wohin mit den überflüssigen G5 Chips:

Von: Nimra | Datum: 16.06.2005 | #36
„To integrate a single G5 1,8GHz into an iPod is the mother of all thermal challenges.” Aber wir kennen doch Apple. Die schaffen das schon. Und wenn das erledigt ist, werden mehr G5 Prozzies als jemals zuvor verkauft. Können die Macs also getrost schon dieses Jahr auf Intel umgestellt werden. :)

@ tjp

Von: johngo | Datum: 18.06.2005 | #37
Wenn ein fehlerfreier paralleler Betrieb
von PC-X- und PCie-Grafik möglich ist,
dann soll's mir recht sein. :)

Gruss

@johngo PCI-X <-> PCIe

Von: tjp | Datum: 17.06.2005 | #38
Zur Zeit gibt es im HighEnd Sektor (Workstation, Server) fast ausschließlich PCI(-X) Karten. Bei den Graphikkarten zeichnet sich bei PCs ein Wandel ab. Aber Graphikworkstations von IBM oder SUN benutzen meist noch PCI(-X) Slots für die Spezialgraphikkarten für CAD und andere Anwendungen. Da diese Karten über zum Teil riesige Speicherbänke auf der Karte verfügen, ist es nicht so wichtig wie schnell die Anbindung ist. Da zählt mehr, daß PCI gegenüber AGP sich besser ins System integrieren läßt. AGP versaubelte das Timing auf dem Bus.

Wie die Entwickung mit PCIe weitergeht muß man abwarten. Ideal wäre ein Rechner von Apple der sowohl PCIe wie PCI-X Slots hätte. Z.B. PowerComputing einen Clone mit NuBus und PCI Slots im Angebot während Apple die Kunden zum Umstieg zwang.

Apple , Überraschungen und die Zukunft...

Von: Karl Schimanek | Datum: 17.06.2005 | #39
Überraschungen von Apple wird es in Zukunft nicht mehr geben. Man kennt die Roadmap von Intel.

In Zukunft wird es auch alle 2 bis 3 Monate n Speedbump geben.

Steve wollte Verlässlichkeit und die hat er jetzt...

@ Thesi

Von: johngo | Datum: 17.06.2005 | #40
Na das ist doch einfach: PCIe ermöglicht
all die Erweiterungen, die es eben nur
mit PCie-Schnittstelle geben wird.

Das ist der Vorteil! Ich dachte, wir haben
das oben schon erwähnt!? Und ich war
auch mit einem Beispiel recht konkret!

Es geht auch nicht darum, was PCI-X
theoretisch könnte, sondern welche
Produkte zur jeweiligen Technik real
auf den Markt kommen (bzw. gekommen
sind).

Immerhin wird sehr viel Software für
Mac- "und" PC-Plattform entwickelt. Da
möchte man schon, das man die
bessere Version erwischt.

Oder verstehe ich Deine Frage nicht?

Gruss

@Kai Pro-User und Steckplätze

Von: Jan | Datum: 17.06.2005 | #41
Natürlich wird es immer Pro-User mit einem Bedarf für viele Erweiterungssteckplätze geben – das wollte ich mit meiner Aussage nicht in Frage stellen.

Ich hatte ja auch am Ende meines Beitrags angemerkt, dass die wenigen absoluten High-End-User ihre Maschine genau dann kaufen werden, wann sie diese benötigen – unabhängig von Preis und CPU. Wenn ich mitten in einer Millionen-Dollar-Filmproduktion oder einem bahnbrechenden Forschungsprojekt mit mörderischer Deadline stecke, kann ich weder auf Apples, IBMs oder Intels Roadmaps Rücksicht nehmen und lange auf etwas Neues warten, da die entsprechende Power-Maschine eben sofort benötigt wird.

Bei vielen Arbeitsplätzen (z. B. in Agenturen und Verlagen) ist das natürlich etwas anderes, hier gibt es lange Produkt- bzw. Einsatz-Zyklen. Und genau aus diesen Gruppen kommt doch der Großteil der Apple-Pro-Klientel, welche nicht unbedingt Dual-Core-Chips und High-End-Grafikkarten benötigen, um mit InDesign oder QuarkXPress zügig arbeiten zu können. Ein flotter Pentium M in einem platzsparenden Gehäuse plus schnelle Festplatte und eine ordentliche Standard-Grafikkarte sind da meist ausreichend. Zudem wollen viele Grafiker nicht mehr unbedingt einen Desktop-Rechner, es ist immer häufiger die Kombination PowerBook + externer Monitor anzutreffen.

In unserer Agentur ist das Verhältnis schon jetzt 50/50 (PowerMac/PowerBook) - und zwar an ganz regulären Produktionsarbeitsplätzen. Daher mein Hinweis.



"wer würde im Dezember 2005 noch einen sündhaft teuren PPC-PowerMac kaufen, wenn es ein paar Monate später Pentium M-Books und Mac minis zu relativ günstigen Preisen gibt?"

Äh - dieselben Leute, die jetzt auch schon einen Powermac statt Mac mini oder Notebook kaufen wegen den PCI-Slots, dem AGP-Bus und den HD-Plätzen?
Geforce 6800 und X800 sind so schwer in ein Powerbook zu kriegen, da muss man richtig sägen...
Mac mini und Notebook sind für solche Leute keine Alternative, Intel hin oder her!

@johngo

Von: Thesi | Datum: 17.06.2005 | #42
und wo ist dann jetzt der vorteil von PCIe gegnüber PCI-X ?

wer ein tablet-computer haben will/wollte muss halt nehmen, was da ist. für apple lohnt das nicht (man nehme 12" i-/powerbook). genauso wie sich ein reiner pda (der markt schrumpft) und ein apple-handy (der wettbewerb ist bereits zu hart) nicht lohnen würden. und ein iPod video ist noch nicht reif für den massenmarkt (das kann sich in den nächsten jahren evtl. ja noch ändern, aber selbst der iPod photo verkauft sich ja nicht sooo toll). ich hätte auch gern das iKlo (spielt meine lieblingsplaylist, wenn ich drauf platz nehme) von onkel steve, aber verdammt... er baut es mir einfach nicht. ich glaub ich starte mal ne petition... btw. es gibt schon eine für nen tablet mac.

@ Thesi

Von: johngo | Datum: 17.06.2005 | #43
Für mich geht es weniger darum, ob die
derzeitige PCI-X Technik in 3 Jahren
noch unterstützt wird, sondern vielmehr
darum, ob die heute schon gewünschte
PCI-e Technik überhaupt kommt und
wann.

Das ist (für mich) ein grosser Unterschied.

@ thomm

Von: johngo | Datum: 17.06.2005 | #44
Klaro! :)

Das war verständlicher!

Wobei Du die "Forderung (den Wunsch)
an sich" schon verstehen solltest.
Aber Du liegst natürlich völlig richtig,
das es bei Apple durchaus so laufen
wird wie immer und wir diese Roadmap
nicht bekommen werden.

Das dies irgendwie gut für Apple wäre
kann ich mir aber nicht vorstellen.

Ich will nur in 2-3 Sätzen auf die
besondere Situation der Firma Apple
eingehen:

Wenn eine neue Technik
oder die nächste Stufe (Gerätegeneration)
einer bestehenden Technik eingeführt
wird, dann steht man bei Apple immer
wieder vor einem strickten "Ja" oder
eben einem "Nein".
Bei der PC-Industrie verhält es sich
anders! Hier wird jede Technik immer
irgendwo oder irgendwie verwendet.
Gibt es das eine Produkt nicht bei
Firma A, so kaufe ich es eben bei
Firma B. Deshalb kann man keinen direkten
Vergleich zu z. B. Dell ziehen.

In den letzten Jahren wurde sehr viel
darüber diskutiert, ob Apple (auch wieder
nur ein symbolhaftes Beispiel) einen
Tablet-Rechner auf den Markt bringen
sollte. Apple hat das bisher nicht getan
und wahrscheinlich auch der Grossteil
der PC-Schmieden nicht. Aber als
PC-Anwender war das Produkt "Tablet"
die letzten 4 Jahre jederzeit irgendwie
verfügbar ... eben für den, der es braucht,
haben will ... was auch immer. Für den
Maccie war (ist) das Produkt nicht
verfügbar.

Deshalb tue ich mich immer schwer,
wenn Apple-Produkte mit "denen eines
bestimmten" Wettbewerbers verglichen werden.

Gruss

johngo

man-o-man

Von: Thesi | Datum: 17.06.2005 | #45
anstatt sich den kopp so über alle eventualitäten der zukunft zu zerbrechen (stichwort opportunitätskosten) sollte man einfach jetzt nen g5 kaufen (und damit geld verdienen).

falls es dann in ein paar jahren keine pci-x karten mehr dafür geben sollte, dann kann man den rechner noch schön bei epay verhökern (es ist immer wieder erstaunlich, was da noch für gebrauchte macs gezahlt wird) und sich wieder was neues gönnen.

afaik ist ein mac doch nach drei jahren abgeschrieben und 2008 dürften auch die powermäcs mit intel inside ausgereift sein..

Neue Rechnergeneration

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 17.06.2005 | #46
In der Tat darf man nicht immer alles an der CPU fest machen -- die ist gar nicht so sehr das Problem momentan, denn ein 2-2,7 GHz G5 ist sehr wettbewerbsfähig, und auf der anderen Seite (x86) bewegt sich ja momentan sehr wenig, zumindest wenn man mal auf Intel schaut. Auch beim Rest sieht es nicht schlecht aus, einzig und allein PCI-X ist in der Tat eine Sackgasse -- early adopters setzen halt auch mal aufs falsche Pferd, PCIe scheint das Rennen zu machen. Andererseits ist PCI-X _momentan_ noch kaum ein Nachteil (ein bisschen höchstens bei Grafikkarten), aber es _wird_ ein Nachteil werden, wenn es zukünftige Karten nur noch für PCIe geben wird.

Frage ist also, ob Apple noch in die PPC-G5s PCIe verbaut oder nicht. Da werden sie abwägen, ob sie damit genug Kunden zu einem Kauf bewegen können, oder ob das keinen Unterschied macht. Denn sie müssen ein bisschen was in die Entwicklung stecken, um das Mainboard umzustricken.

Aber mal eine Zahl: Angenommen ein überarbeiteter G5 PPC mit PCIe kann die Verkaufszahlen im Quartal auf 150.000 Stück halten -- bei einem Durchschnittspreis von 2000 Euro macht das pro Quartal 300.000.000 (300 Millionen!) Euro Umsatz.

Daher meine ich lohnt sich _jeder_ Aufwand, den Apple jetzt noch in den PPC PowerMac steckt, egal welche Komponente er betrifft. Außer Apple entschließt sich entweder auf 300 Mio zu verzichten oder stattdessen eben pro Quartal je rund 1 Mio iPods zusätzlich zu verkaufen ;)

Warum nicht ?!

Von: ERNIE | Datum: 19.06.2005 | #47
Wenn ich das richtig verstanden habe, dann kommt naechstes jahr der erste Mac mit intel-cpu... und erst mitte 2007 soll dieser wechsel dann auf alle rechner ausgeweitet worden sein,
was spricht also dagegen, nochmal einen compact-g5 zu bringen ?! mitte 2007 ist immerhin noch 2 jahre hin ! :-)
hinzu kommt, dass apple mit sicherheit kein komplett neues board entwickeln muesste, sondern nur ein vorhandenes board umdesignen muss... und das uebernimmt zu einem recht gorssen teil eh ein computer.. ist ja nicht, wie vor 30 jahren, wo sich da einer mit bleistift und papier hinsetzt und stundenlang zeichnet - radiert - neu zeichnet.. etc. :-)

PCI-X und PCIe

Von: tomvos | Datum: 20.06.2005 | #48
Hallo, zum Thema PCI-X und PCIe ist hier ein guter (englischer) Artikel. Danach sollten viele der Fragen hier geklärt sein. :-)

[Link]