ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 3772

Alles so schön bunt hier!

Die Verlockungen der intel-Welt

Autor: thyl - Datum: 21.06.2005

Wenn man sich mal so umsieht, was alles mit intel-Prozessoren gebaut wird, kann man natürlich schon ins Grübeln kommen. Tablett-PCs, kleine Tabletts natürlich auch, oder Vier-/Acht-Prozessorsysteme, oder Bladesysteme, oder Industrie-PCs mit speziellen, robusteren PCI-Bussen, oder oder oder. Die Vielfalt ist enorm.

Leider will sich Apple jetzt wieder auf eigene Rechner beschränken, was viele Möglichkeiten nimmt. Mein Vorschlag wäre daher, MacOSX auch für normale intel-PCs anzubieten. Damit das ganze funktioniert, müssten allerdings meines Erachtens einige Voraussetzungen erfüllt sein:
· MacOSX müsste so programmiert sein, dass es nicht auf einen Chipsatz zugeschnitten ist (das war am Anfang auch bei NeXTSTEP ein Problem, das stabil praktisch nur auf den intel-Pizzaboxen lief, auf denen das NeXT-Team programmiert hatte)
· Brauchbares Geschäftsmodell, um Kannibalisierung von Mac-Verkaufen zu vermeiden. Z.B. ein höherer Preis für eine freie Version, und ein Dongle zum Laufenlassen dieser Version
· Eine Test-CD, um mit wenig Aufwand festzustellen, ob eine bestimmte Konfiguration stabil (?) laufen wird, beispielsweise ein abgespecktes System, das die Hardware erkennt und ein paar Testprogramme fährt, aber ohne Finder, ohne Festplatteninstallation, ohne Speichermöglichkeit, und ohne Programme; für 20 Euronen zu bekommen.

Was meint Ihr? Könnte Apple so in den normalen PC-Markt? Sollten Sie? bräuchte es noch mehr? Talk back!

Kommentare

Utopie

Von: rudi | Datum: 21.06.2005 | #1
Natürlich gibt es Menschen, die sich zu gerne ihre Rechner selbst zusammenstellen, möglichst günstig dabei einkaufen und am Ende trotzdem Mac OS X drauf laufen lassen wollen.
(Und dann soll das auch noch so reibungslos funktionieren, wie beim Mac ... naja, siehe frühere Clone-Experimente)

Das heißt aber noch lange nicht, dass so etwas für Apple wünschenswert wäre. Auch wenn ebensolche Leute dann immer krampfhaft versuchen, sich irgendein Szenario auszudenken, in dem es für Apple angeblich doch so viel Sinn machen würde. Reines Wunschdenken.

Wenn für Apple Mac OS X als zusätzliches Verkaufsargument für die Hardware wegfällt, werden sie nur noch schwer eigene Hardware verkaufen können. Das heißt, wenn Apple anfängt Mac OS X zu lizensieren, werden sie gleichzeitig aufhören Macs zu verkaufen.

Und das halte ich für äußerst unwahrscheinlich, denn Apple ist eher dabei das Alles-aus-einer-Hand Konzept noch stärker auszureizen als zuvor. Das sieht man beim iTunes-iPod Gespann und auch an der Vielzahl der iApps, die Mac OS X und damit auch den Mac zum Gesamterlebnis machen.

Das wird ja immer schlimmer...

Von: Mac since 1994 | Datum: 21.06.2005 | #2
...ich switche von Mac OS X zu YellowDogLinux - je mehr Blödsinn ich über die künftigen intelMacs lese, umso klarer wird mir, daß ich wohl keine Alternative mehr habe:-(

This will never happen

Von: Martin | Datum: 21.06.2005 | #3
Ne, also ich halte von der Idee nix und Apple sicherlich auch nicht. Sollen doch ein paar Geeks das Ding patchen, damits läuft und wer es testet, sieht was er "verpasst" und kauft sich ne Hardware, auf der es richtig läuft. Notfalls mit "sanftem" Druck, indem Apple das hintenrumlaufenlassen immer wieder per Patch verbietet.

Apple kann nur mit dem OS einfach keine Kohle machen, das geht nur mit Hardware gescheit.

dagegen.

Von: Mr.Mike (MacGuardians) | Datum: 21.06.2005 | #4
Ich bin gegen die Masse.

Drum geh auch gleich wieder in meine Nische *g*

greeeetings ^^

Bitte besser lesen

Von: Thyl (MacGuardians) | Datum: 21.06.2005 | #5
meinen Artikel. Obwohl ich nicht unnett zu unseren Lesern sein will, kommen da mal wieder die reflexhaften Einwände, ohne konkret auf meine Voraussetzungen einzugehen.

Wegduck...

Nicht über den Anwender...

Von: Ralle | Datum: 21.06.2005 | #6
...sondern nur über die Distribution kann so etwas gelingen. Nur wenn sich Apple mit zwei bis drei großen PC-Herstellern zusammentut, kann sich ein Marktanteil entwickeln, der groß genug wäre um die Minderung des eigenen Hardwaregeschäfts zu kompensieren.

Auch wenn OS X das "Momentum" auf seiner Seite hat: was sich mit Test-CDs für 20 EUR erreichen lässt, hat man bei BeOS gesehen.

Später, später ...

Von: johngo | Datum: 21.06.2005 | #7
Ich habe die neuen Ereignisse mit
dem zünden der Raketenstufe 1
verglichen! Eine Rakete erreicht ihr
Ziel nur mit dem gut abgestimmten zünden
der vorhandenen Stufen. Und so wird
die jetzige Stufe erst einmal eine
gewisse Zeit brennen müssen, um ihre
Schubkraft unter Beweis zu stellen und
die Rakete auf die gewünschte Position
zur nächsten Zündung zu bringen.

Dann erst kommen die nächsten Stufen.
Also ist noch viel Zeit bis dahin ... aber
ich gehe fest davon aus, das eine der
Stufen "Lizenzierung von OSX auf
Intelsysteme" heisst.

Gruss

johngo

von wegen :: bitte besser lesen

Von: no quarter | Datum: 21.06.2005 | #8
@ thyl,

pah, wie waers denn dann mit ::

bitte besser recherchieren.

n-q

@thyl

Von: neo | Datum: 21.06.2005 | #9
Ich würde diesen Schritt unterstützen jedoch glaube ich kaum das einwandfei Laufen würde.
Nicht wegen abstürzen sonden wegen spziellen Problemem zum Beispiel auf dem Notebook Markt.
Ich habe hier noch ein IBM Thinkpad x20 recht lahm aber dafür geht unter Linux susspend to Ram und Suspend to Disk aber nur wenn man das BIOS Updatet.
Wenn man die ganze diskussion um ACPI auf dem PC verfolgt glaube ich das OS X erst auf Intel Rechnern mit EFI für alle geöffnet werden kann.
Sonst muß Apple eine art Test Suite zum Download anbieten die das System auf Lauffähigkeit Prüft, was wiederum bei den Endusern nicht gut ankommen wird.

Gruss Neo

Raketentechnik

Von: Ralle | Datum: 21.06.2005 | #10
Ruft man sich "Challenger" und "Columbia" ins Gedächtnis, finde ich den Vergleich mit Raketen nicht besonders gelungen.

@rudi

Von: Thyl (MacGuardians) | Datum: 21.06.2005 | #11
Ich denke nicht, dass Apple in absehbarer Zukunft compactPCI basierte Geräte anbieten wird. Wenn jemand so etwas braucht, wird er entweder Apple-Kunde, indem Apple ihm MacOSX für diese Geräte anbietet, oder er wird nicht Apple-Kunde. Wieso sollten da die Leute, die normale Apple-Rechner kaufen, nicht mehr Kunden bei Apple sein?

Oder einen Tablett-PC. Wieso sollte Apple keine Rechner mehr verkaufen, wenn Leute, die einen Tablett-PC brauchen, dafür MacOSX bekommen können? Und jetzt sag bitte nicht, dass ein Tablett-PC & MacOSX billiger ist als ein Apple. Dieses Argument zieht nicht, da Apple in der Preisgestaltung seines verdongelten MacOSX ja frei ist. Warum nicht 500 Euro? NEXTSTEP war sogar noch teurer.

@neo

Von: Thyl (MacGuardians) | Datum: 21.06.2005 | #12
Das mit der Testsuite war einer meiner Punkte; wie gesagt, genau lesen bitte. Dein Einwand, dass das bei Benutzern nicht gut ankommt, ist allerdings wirklich eine Reaktion auf meinen Artikel, danke. Wie kommst Du darauf? Wenns funktioniert, würde ich es für ein faires Vorgehen halten, bei dem man sich überzeugen kann, was geht. Am besten natürlich begleitet von zwei Listen, eine mit den eigentlichen Komponenten, für die es Treiber gibt, und eine andere mit getesteten Konfigurationen, die laufen und (ganz wichtig) die nicht laufen.

thyl dreht durch - die hitze? ;)

Von: dermattin | Datum: 21.06.2005 | #13
"Leider will sich Apple jetzt wieder auf eigene Rechner beschränken, was viele Möglichkeiten nimmt."

Was aber auch den Mac davor bewart, zu einer beschissenen DOSe zu werden, die abschmirt, wenn man eine neue Maus anstöpselt, weil minderwertige Qualität Gang und Gebe in der PC Industrie ist. Hauptsache billig.


"Mein Vorschlag wäre daher, MacOSX auch für normale intel-PCs anzubieten."

Klar, hat ja wunderbar funktioniert. Apple ist mit Clonen nur fast Pleite gegangen.

Mann Mann, was ist denn los, zu heiss heute? Da braucht wohl jemand ein Mac-freies Jahr, damit sich die Illusion legt ;)

+h n/t

Von: dermattin | Datum: 21.06.2005 | #14

...

Von: sebastian | Datum: 21.06.2005 | #15
hallo.

ich liebe macguardians.de und seit über einem jahr habe ich keinen bericht mehr versäumt aber dieser artikel war wohl etwas unüberlegt.

mac os x würde so viele stärken verlieren, wenn das zeugs auf jeder kiste funktionieren soll...

lg sebastian

Macguardian? bei diesen Ideen?

Von: Carlo | Datum: 21.06.2005 | #16
Lieber Thyl,

hoffentlich sind solche Überlegungen von Dir nur Visionstorming, rein hypothetisch. Ansonsten wüßte ich wirklich nicht, warum Du Dich noch als Macguardian bezeichnen solltest?

Wenn Apple sowas anfängt, dann können sie ihre Rechnerabteilung gleich in die Tonne stampfen und nur noch Software anbieten.
Die gesamte Firmenphilosophie hinfällig.

Ich benutze Macs aus ganz gewissen Gründen und für diese liebe ich sie auch. Bin auch der Meinung, daß die Macs trotz Intelprozessoren auch weiterhin genau das bieten können, was Macs ausmachen. Ich sehe auch nicht, daß nur das BS oder nur die Hardware für die mactypischen Eigenschaften sorgen, sondern eine gewisse Symbiose von beiden und hoffe sehr, daß die langfristigen Überlegungen bei Apple von Deinen Vorstellungen so weit entfernt sind, wie der Mars.

ps. Wenn Apple ein Patent auf einen Tablett-PC hat, dann möchten sie auch bestimmt mal so ein Teil auf den Markt bringen.

Carlo

-*Kopfschüttel*-

Von: Uli | Datum: 21.06.2005 | #17
das ist wirklich der grösste sch... den ich seit langem gelesen habe.....und das auf mac guardians...=((...kai sag doch auch mal was zu diesem mist.

zu mac os lizensieren...

Von: Chmul | Datum: 21.06.2005 | #18
ich bin seit 2000 und dem iMac DV G3 Apple User...von daher will ich mir mal das recht rausnehmen hier ein wenig mitzusprechen.

Wie würde sich OS X auf einem reinen intel System (ich nehme mal beispielhaft einen dell) anfühlen? In meinen Augen ist es nicht nur DAS Mac OS X das mir so spass macht sondern auch noch die ganzen kleinen Geschichten drum herum, z.B. der Target Disk Modus, das sind in meinen Augen Features die einen höheren Preis gerecht fertigen und die die Wertigkeit meines Apple Systems rechtfertigen und somit auch den (höheren) Preis, der allerdings gar nicht mal mehr so viel höher ist.

Um euch mal vor Augen zu führen wie miserabel das UserExperience auf solchen Systemen wäre kauft euch mal bitte nen Mac mini, eine normale standard USB Logitech Tastatur und Maus, dazu nen Belnea TFT Bildschirm. Ehrlich gesagt, dass ist das letzte Popelsystem und die Zielgruppe geht in die gleiche Richtung...(leider) -
der Mac mini ist in meinen Augen ein ekelhaft billiges System, das mich persönlich abstösst...warum?
Apple hat sich keine Mühe gemacht, z.B. das Einschalten über Apple Displays beim Mac mini zu ermöglichen, Einschalten über alte Mac USB tastaturen mit Einschaltknopf geht auch nicht, es gäbe noch viele weitere Dinge, die einfach beweisen würden, dass sich Apple einfach keine Mühe beim Mac mini gegeben hat. Sicherlich werden viele das Weglassen solcher Features aus Preisgründen begründen - aber genau das macht für mich Apple Produkte aus, mein iMac G4 hat einen eingravierten Apfel auf dem Bodenblech, da schaut nie jemand hin - aber ich weiss, dass er da ist.
Beim ersten Mac haben sie ihre Unterschriften auf der Innenseite reingebruzzelt - man verstand computer als Kunstwerke sicherlich zu ideologisch, aber ein wenig mehr Produkt liebe würde Apple sicher gut tun. Z.B. bessere Displays im 12" Powerbook, nicht so billige Farben bei den neuen iPod minis....u.v.m.

Also die Frage ist, seit ihr mit den jetzigen Apple Produkten 100% zufrieden, wollt ihr noch mehrere Proll-Auswüchse wie Mac mini und konsorten...gehts euch nur ums Geld, oder seid ihr einfach so neerdy geworden, dass ihr beim Bastler um die Ecke wollt um euch Mainboards zu kaufen und OS X draufzuspielen?

zu dem Punkt von oben, warum so ein Artikel von einem "macguardian" kommt - Zum Verfasser des Artikels: Ein bißchen weniger Euphorie was die ganze Sache angeht wäre angebracht und deine Dongle Lösung riecht mir zu arg nach Quark X Press, ein Scheißprodukt von einer Scheiß-Firma...:-)

Warum sollte ich mir das wünschen?

Von: Kabe | Datum: 21.06.2005 | #19
Fehler würde es aufgrund höherer Hardwarediversität in weit größerem Ausmaß geben, und zwar auch auf Applikationsebene.

Als nächstes geht bei jedem Fehler das Pingpong zwischen Hardware- und Softwarehersteller los.

Und mit dem durchdachten Apple-Design ist dann auch Schluss.

Neee, lasst mal stecken.

Kabe

Multiplattform

Von: sunsparc | Datum: 21.06.2005 | #20
Hallo zusammen,

da ich die Inteldiskussion nun schon einige Zeit mitverfolge und nun den o.a. Artikel gelesen habe, fiel mir folgendes auf:

"MacOSX müsste so programmiert sein, dass es nicht auf einen Chipsatz zugeschnitten ist (das war am Anfang auch bei NeXTSTEP ein Problem, das stabil praktisch nur auf den intel-Pizzaboxen lief, auf denen das NeXT-Team programmiert hatte)"

Also mir ist neu, daß der NeXT Computer und die Nachfolgeversionen (Cube, Mono und ColorStation, sowie die Turbos) einen Intelchip intus hatten. Zum anderen ist es so, daß ich, mit Ausnahme von Sun, NeXTSTEP auf allen verfügbaren Plattformen laufen hatte und sagen muß, daß die Intelversion mich nicht gerade vom Hocker gehauen hat (wobei der schlechteste Port angeblich die Sun Version gewesen sein soll). Was hier, trotz compatibilty guide auffiel ist, daß die Treiber nicht gerade besonders stabil liefen, was IMHO auf die große Hardwarevielfalt, die man unbedingt unterstützen wollte, zurückzuführen ist. Die HPs waren IMHO das einzig Wahre - schnell und stabil. Ist aber auch kein Wunder, wenn man sich die "Auswahl" der verfügbaren Chipsätze, Grafikkarten etc. seitens HP ansieht. Allerdings hatten die bekanntlich auch ihren Preis...

"Brauchbares Geschäftsmodell, um Kannibalisierung von Mac-Verkaufen zu vermeiden. Z.B. ein höherer Preis für eine freie Version, und ein Dongle zum Laufenlassen dieser Version"

Ich dachte, so etwas hätte Apple bereits schon mal versucht und ist damit auf die Nase gefallen? Ok, mit einem Rechner für den "Massenmarkt" wie dem Mac mini hätte auch niemand gerechnet, wenn ich so an Performa und PM 4400 zurückdenke....
Ich lass mich aber gern überraschen :)

Was die Chipdiskussion im allgemeinen angeht: Sicher ist es nicht gerade eine Ruhmestat von Apple erst den PPC als den Intel überlegeneren Chip zu propagieren, nur um ihn dann einzusetzen. Schließlich könnte man so ein ganz kleines Glaubwürdigkeitsproblem bekommen ;-)
Allerdings muß ich ehrlichweise sagen, daß ich erstaunt bin, was man in manchen Channels und Foren für ein Gejammer hört. Solange die Maschine tut was sie soll und das entsprechend schnell, ist es doch egal, was für ein Chip drinsteckt - ein Alpha wäre mir auch recht gewesen (aber die sind ja jetzt auch bei Intel) ;-)
Schließlich ist OS X die treibende Kraft und wenn der Rechner sauber aufgebaut ist und das OS und die Programme ohne Probleme laufen - wo ist das Problem?

sunsparc

@ sunsparc's "wo ist das Problem?"

Von: Mac since 1994 | Datum: 21.06.2005 | #21
Das Problem ist neben der mit Intel weitaus gefährlicheren DRM-Perspektive, daß dieser Prozessorwechsel eine Marketingentscheidung für die ModeMacUser und iPodKiddies ist - in Verbindung mit DRM selbstverständlich auch hin zu einem iMovieVideoStore.

Wer professionell mit dem Mac arbeitet kotzt natürlich ab, wieder warten zu müssen, bis neue Versionen von Quark, Indesign, Photoshop oder noch viel speziellere Software rund laufen, für die dann wieder neu zu bezahlen ist, mal ganz abgesehen davon, daß alte Datenbestände nicht mehr lesbar sein könnten - mußte zB kürzlich feststellen, daß schon der Import von alten WordPerfect-Dateien am besten mit OpenOffice/NeoOffice klappt. Und an alte Daten ranzukommen, ist für Profis nunmal wichtig - zB wenn eine LP/CD neu aufgelegt wird und man die Daten zum Cover nochmal braucht.

Da wäre Abwärtskompatibilität angesagt, die der PowerPC immerhin gewährleistet hätte, zumal ich von einer besseren Roadmap von Intel gar nicht überzeugt bin - im Gegensatz übrigens zu der des PowerPC: [Link]

Und weil es hier eigentlich um Mac OS X auf nichtMacs geht: Ich wäre natürlich dafür, daß sich Apple auf seine eigenen Computer beschränkt anstatt den Massenmarkt mit Mittelmaß zu bedienen. Ein Mac OS X allein für PowerPC wäre jedenfalls eine Gewährleistung gewesen, daß hochkomplexe Software auch gebrauchstauglich funktioniert - mit diesem ProzessorenSwitch wird das wieder ungewiß...

Intel, und jetzt?

Von: MichaelK | Datum: 21.06.2005 | #22
Hat übrigens schon jemand Informationen über aktuelle Verkaufstrends? Z.B. bei den PowerMacs?

Was soll ich gross rumreden

Von: ERNIE | Datum: 21.06.2005 | #23
NEIN, es waere das ENDE des Macs, wie wir ihn kennen!
Nix gegen Intel-Prozessoren in Macs, aber etwas gegen MacOS auf DOSen!

wozu?

Von: pep | Datum: 21.06.2005 | #24
apples ziel ist es, die besten computer der welt zu bauen und nicht die billigsten bzw. software für die billigsten...

und ich glaube auch die schönsten computer zu bauen - damit schreibt apple auch designgeschichte - für was und wen sollte apple damit aufhören?

@thyl

Von: Thesi | Datum: 21.06.2005 | #25
" Bitte besser lesen


von: Thyl (MacGuardians) - am 21.06.05 um 15:56:48 Uhr


meinen Artikel. Obwohl ich nicht unnett zu unseren Lesern sein will, kommen da mal wieder die reflexhaften Einwände, ohne konkret auf meine Voraussetzungen einzugehen."

je mehr ich von deinem artikel lese, desto sicherer werde ich mir, dass dir die hitze zu schaffen macht.

"· Brauchbares Geschäftsmodell, um Kannibalisierung von Mac-Verkaufen zu vermeiden. Z.B. ein höherer Preis für eine freie Version, und ein Dongle zum Laufenlassen dieser Version
· Eine Test-CD, um mit wenig Aufwand festzustellen, ob eine bestimmte Konfiguration stabil (?) laufen wird, beispielsweise ein abgespecktes System, das die Hardware erkennt und ein paar Testprogramme fährt, aber ohne Finder, ohne Festplatteninstallation, ohne Speichermöglichkeit, und ohne Programme; für 20 Euronen zu bekommen."

das (dongle+test-cd) halte ich für totalen humbug.

Virenautoren und Pseudomacht...

Von: Kabe | Datum: 21.06.2005 | #26
"Diesen Leuten geht es doch hauptsächlich um (Pseudo-)Macht, die sie sonst nicht haben."

Na, dann könnte der erste Virenautor eines funktionierenden OS-X-Virus aber doch wirklich etwas für sein Ego zun, oder nicht?

Ich kann dieses ganze Gelaber zum Einfluss des Marktanteils nicht mehr hören. Wir reden hier von einem Verhältnis von 0 zu einigen 10.000, da kann man nicht so tun. als gäbe es nicht auch genug Macs, damit sich sowas lohnen könnte.

Im Heise-Froum brüllen se auch alle "Erster", nur beim Mac halten sie sich zurück? wer's glaubt...

Kabe

..,-

Von: Heico | Datum: 21.06.2005 | #27
Hi,

-------------
Ein Computer kann nur dann stabil laufen, wenn: Das Board stabil läuft, die CPU stabil läuft, die Karten stabil laufen, das System stabil läuft und der User zumindest ungefähr weiss was er tut.
Nehme ich jetzt also einen Intel Celeron, auf einem billichst Asrock, ECS, oder so, Board, mit billich Future 3D Ultra $%& billich 3D Karte und Bananen Speichermodule hat dieses "System" !(niemals nie nich nie) eine Chance stabil zu laufen, es geht einfach nicht,
-----------

... ein solches Billig-System habe ich hier schon öfter einige Tage am Stück problemlos durchrechnen lassen.
Aber im Grundsatz hast Du schon Recht - nur beschränkt sich das eben (leider) nicht auf Billig-Komponenten : teure Komponenten können ganz genauso darunter leiden ... wenn sie nicht miteinander harmonieren.
Zudem werden auch auf ... oder in teuren Komponenten Billig-, bzw. Masseneinzelteile verwendet.


-------
Was aber auch den Mac davor bewart, zu einer beschissenen DOSe zu werden, die abschmirt, wenn man eine neue Maus anstöpselt, weil minderwertige Qualität Gang und Gebe in der PC Industrie ist. Hauptsache billig.
--------
... oder man evtl. mit Datenverlust konfrontiert wurde, wenn man bestimmte Firewire-800 Festplatten angeschlossen hat.
Ouuuups .... ;-)

Gruß, Heico

Ängste sind selten real!

Von: johngo | Datum: 22.06.2005 | #28
Es scheinen immer noch einige (oder besser gesagt:
viele) nicht verwunden zu haben, was der Mac-
Hardware bevorsteht. Das wundert mich nicht ...

... aber ich wundere mich, das die Mehrzahl mit
voller Überzeugung immer nur das Qualitätslied der
(ich nenn sie jetzt mal) klassischen Mac-Hardware
posaunt und auf der anderen Seite den Untergang
im Form des Mactels herannahen sieht.

Ich bin Mac-user seit 1990 und habe ca. jeden
zweiten seitdem existierenden Mac bedient oder
besessen. Und in Folge dieser Erfahrung bin ich
mit der Entwicklung der letzten Jahre noch lange
nicht einverstanden oder gar überzeugt, das die
Macs "immer die besseren" Rechner sind (bzw. waren).

Ich erwarte mir mit dem Wechsel konkrete
Verbesserungen in den Bereichen, in denen
es mittlerweile fast zum Stillstand gekommen
ist. So kann ich zum Beispiel auch gar nicht
verstehen, wie just Heute der neue FreeScale G4
als die paukenschlagartige Antwort aus dem
PPC-Lager gesehen wird. Das Teil soll im
Herbst mit 1,7 GHz daherkommen. Wie heiss
wird es dabei? Wie performant ist es? Wie
lieferbar ist es? etc. etc.

Meine Erfahrungen mit G4 sagen mir, das diese
zwar spezielle Vorteile besitzen aber nicht sonderlich
performant sind. Ist es möglich, das die Angst
vor dem drohenden Gesamtswitch hier etwas verklärt?
Wer klärt mich auf, was wir verpassen?

Und ist es vielleicht dieselbe Angst, die dazu
führt, das man mit Intel und sonstiger PC-Hardware
immer nur den symbolischen Aldi-Rechner in
Verbindung bringt? Ich weis, das ich mich auf
einen Intel-Mac freue (hauptsächlich wegen der
erweiterten Möglichkeiten) und ich weis, das ich
keinerlei Angst davor hätte, wenn Apples OSX auf
einem meiner PCs laufen würde. Warum habe ich
diese Angst nicht? Weil ich eben keinen Billigst-
40.--Euro-Gehäusepreis-Rechner verwende und deshalb
auch weis, das auch andere Hersteller die Qualität
von Apple liefern können. Für mich ist das ein Erfahrungs-
Fakt.

Die einzige "Befürchtung", die ich hier sofort anerkennen
würde ist der Umstand, das der Mac vielleicht aus
Anpassungsgründen einige spezielle Besonderheiten
verlieren würde. Aber er bekommt andere hinzu. So what?

Zumal mir folgendes auffällt! Irgendwo zuvor hat jemand
den Mac seit 2000 beschrieben und was sich seitdem
geändert hat. Als täglicher User seit 1990 weis ich,
das sich noch vielmehr seitdem (1990) geändert hat. Und das
zu einer Zeit, als noch lange nicht die Rede war von
OSX oder den kommenden Intel-Chips.

Sind also die Intel-Ängste künstlich projezierte Ängste?
Es scheint mir so!

Gruss

johngo

@johngo

Von: Thesi | Datum: 22.06.2005 | #29
ganz normales verhalten a la: "was der bauer nicht kennt, dass frisst er nicht!"

ausserdem wurden wir macuser doch immer drauf eingeschworen, dass ppc mehr power hat x86. mit jeder generation (g3 => g4 => g5) stimmte das ja wohl auch, aber zwischendrin stagnierte die entwicklung derppcs gewaltig. erst bei moto (g4) und jetzt bei ibm (g5).

zeiten ändern sich, doch menschen klammern sich an das was sie haben/kennen.

ausserdem

Von: Thesi | Datum: 22.06.2005 | #30
haben viele macuser keine ahnung von computern. braucht man ja auch nicht - funktioniert ja alles out of the box.

Der Mob unter den MacUsern erstarkt wieder

Von: Mac since 1994 | Datum: 22.06.2005 | #31
Man sieht's auch hier wieder, daß Steve Jobs seine Kundschaft spaltet in jene, die ihn vergöttern und jene, die eigene Meinungen haben - dabei glaube ich nichtmal, daß ihn erstere tatsächlich interessieren, auch wenn er sie praktisch finden wird.

@ Mac since 1994

Von: fränk | Datum: 22.06.2005 | #32
Wunderbar.
Auf den Punkt gebracht.

@dermattin

Von: MichaelK | Datum: 22.06.2005 | #33
Ich hoffe, daß sich Dein Optimismus langfristigt bestätigt und wir von Viren etc. verschont beleiben (weil Deiner Meinung nach niemand in der Lage ist, solche zu schreiben). Auch wenn es Ausnahmen gibt, und Programmierer dank ihrer Fähigkeiten in gut bezahlte Positionen gekommen sind, so wirst Du die Tatsache der Pseudomacht durch Destruktivität nicht entkräften können - zumindest dann nicht, wenn Du Dich schon ein wenig mit Psychologie beschäftigt hast.

@Mac since 1994

Von: sunsparc | Datum: 22.06.2005 | #34
"Das Problem ist neben der mit Intel weitaus gefährlicheren DRM-Perspektive, daß dieser Prozessorwechsel eine Marketingentscheidung für die ModeMacUser und iPodKiddies ist - in Verbindung mit DRM selbstverständlich auch hin zu einem iMovieVideoStore."

Ok, aber 1) ist es legitim, wenn Apple mit letzterem Geld verdienen möchte und 2) es gab und wird IMHO auch immer Mittel und Wege geben DRM zu umgehen - vielleicht wird es etwas aufwendiger...

"Wer professionell mit dem Mac arbeitet kotzt natürlich ab, wieder warten zu müssen, bis neue Versionen von Quark, Indesign, Photoshop oder noch viel speziellere Software rund laufen,[...]"

Mal davon abgesehen, daß ich lt. Deiner Definition dann auch u.a. zu den professionellen Macarbeitern gehöre, hast Du Quark jemals rund laufen sehen? ;)
Andererseits ist das "rund laufen" (sofern keine besonders hardwarenahe Programmierung) hauptsächlich vom OS und nicht von der CPU abhängig. Also unter NeXT hatte/habe ich da recht wenig Probleme, was "plattformübergreifende" Datenverarbeitung angeht...

"[...]daß alte Datenbestände nicht mehr lesbar sein könnten - mußte zB kürzlich feststellen, daß schon der Import von alten WordPerfect-Dateien am besten mit OpenOffice/NeoOffice klappt."

Das liegt aber meistens am Format und nicht an der CPU.

" Und an alte Daten ranzukommen, ist für Profis nunmal wichtig - zB wenn eine LP/CD neu aufgelegt wird und man die Daten zum Cover nochmal braucht."

Ist alles ok - die Probleme sind mir auch bekannt - aber eben selten in Zusammenhang mit Wechsel einer Hardwareplattform, sondern nur, weil ein Programm sein eigenes altes Format nicht mehr erkennt, oder weil es eben jenes nicht mehr gibt...

"Da wäre Abwärtskompatibilität angesagt, die der PowerPC immerhin gewährleistet hätte, zumal ich von einer besseren Roadmap von Intel gar nicht überzeugt bin - im Gegensatz übrigens zu der des PowerPC:"

Also wenn Du sagst, daß Du alte Daten brauchst und dann nur den PPC anführst - es gibt bekanntlich auch noch Daten aus der pre-PPC Ära. Die wären dann ja alle nicht mehr kompatibel, lt. Deiner Definition.
Es gibt hier noch Datenbestände, die 15 Jahre alt sind und nicht gelöscht werden dürfen, weil es morgen schon einen unveränderten Nachdruck geben kann (allerdings handelt es sich hier um Buchumschläge) - und ja, das kommt öfters vor...
Was die Roadmap angeht: Die von AMD gefällt mir auch besser ;)

"Ein Mac OS X allein für PowerPC wäre jedenfalls eine Gewährleistung gewesen, daß hochkomplexe Software auch gebrauchstauglich funktioniert - mit diesem ProzessorenSwitch wird das wieder ungewiß..."

Abwarten und Tee trinken - es wird nix so heiß gegessen, wie's gekocht wird... :-)

MichaelK

Von: dermattin | Datum: 22.06.2005 | #35
"Ich hoffe, daß sich Dein Optimismus langfristigt bestätigt und wir von Viren etc. verschont beleiben (weil Deiner Meinung nach niemand in der Lage ist, solche zu schreiben)."

Hallo? Wo habe ich das gesagt?



"Auch wenn es Ausnahmen gibt, und Programmierer dank ihrer Fähigkeiten in gut bezahlte Positionen gekommen sind, so wirst Du die Tatsache der Pseudomacht durch Destruktivität nicht entkräften können -"

Habe ich das versucht?



"zumindest dann nicht, wenn Du Dich schon ein wenig mit Psychologie beschäftigt hast."

In dem Gebiet bist du ganz gross, was? Oder warum verdrehst du meine Aussagen?

Mac since 1994

Von: dermattin | Datum: 22.06.2005 | #36
"Man sieht's auch hier wieder, daß Steve Jobs seine Kundschaft spaltet in jene, die ihn vergöttern und jene, die eigene Meinungen haben - dabei glaube ich nichtmal, daß ihn erstere tatsächlich interessieren, auch wenn er sie praktisch finden wird."

Mehr als ein "Mac User sind blinde Sektenanhänger von Steve Jobs" schafft ihr Trolle auch nicht mehr oder? Mac User sind blind und Gelddruckmaschinen; eine andere Meinung als die eure zählt nicht. Ganz schön arrogant...

Immer das Gleiche. Irgendwie langweilig...

@ sunsparc

Von: Mac since 1994 | Datum: 22.06.2005 | #37
Sicher hatte Quark immer seine Probleme mit dem Rundlaufen, was aber nichts daran ändert, daß viele Menschen damit viele Druckerzeugnisse erarbeiten und darauf angewiesen sind, daß das wenigstens nicht total eiert. Und das Problem an alte Daten ranzukommen liegt zwar am Format und an der Verfügbarkeit der entsprechenden Software, aber selbstverständlich auch an der CPU, wenn wegen deren Wechsels alte Programme nicht mehr portiert und eingestellt werden. Genau das ist ein Problem der Abwärtskompatibilität, das sich mit dem Wegfall der ClassicUmgebung verschärfen wird.

Auch wenn's hier eigentlich um Mac OS X auf PC gehen sollte und doch wieder um den Wechsel vom PowerPC zu Intel geht: Ich habe bisher kein überzeugendes Argument für Intel gelesen, was diese diesen großen Aufwand des Wechsels sinnvoll erscheinen läßt - außer halt die Marketingstrategie, Geld über DRM-geschützten Filmverleih/-verkauf zu scheffeln, was selbstverständlich legitim ist, aber es ist nunmal eine eindeutige Marketingstrategie gegen die professionellen MacUser und für die iPodKiddies und ModeMacUser. Da habe ich zwar noch genug Zeit, mir das genau anzusehen, aber diesen Weg werde ich wohl nicht mehr mitgehen.

(Zu Gestalten, für die solche Argumente "Trollerei" sind, schreibe ich nichts.)

osx auf aldi pc -wird kommen ob man will oder nicht

Von: olli | Datum: 22.06.2005 | #38
da die architektur der mactel rechner sich kaum von der eines aldi rechners unterscheiden wird ist es nur mehr eine frage der zeit bis eine pc version rauskommt

ob legal erwerblich oder eine illegal über tauschbörse obliegt apple

ich glaub manche hier im forum(wie auch ich) wollen es nicht wahr haben, es wird aber definitiv osx auf einem aldi pc laufen werden

Nachtrag zur DRM-Perspektive, weil das immer mißverstanden wird

Von: Mac since 1994 | Datum: 22.06.2005 | #39
...denn es geht bei dieser DRM-Perspektive mit Intel nicht vorrangig um die "Raubkopierbarkeit" von HollywoodSchinken (dafür hätte ich sogar noch eingeschränkt Verständnis, wenn das unterbunden wird, was über Privatkopien hinausgeht). Es geht darum als Konsument per DRM in die Zange genommen werden zu können, etwa wie Bill Gates mal schwadronierte, daß Software nicht mehr gekauft, sondern nur noch gemietet werden soll. Es geht um die Konditionierung auf bestimmte Dienstleistungen für alle möglichen geschäftlichen Abwicklungen so wie man heute schon .mac bezahlen muß, um überhaupt iChat zu nutzen. Und es geht um effektiven Wettbewerb der Hersteller proprietärer Software. Wer sowas leichtfertig preisgibt, wird sich schneller im 1984-Werbespot wiederfinden als er träumen kann...

eheheh

Von: dermattin | Datum: 22.06.2005 | #40
"(Zu Gestalten, für die solche Argumente "Trollerei" sind, schreibe ich nichts.)"

Hups, hast du jetzt ja doch was geschrieben ;)

Trollen tust du aber weiterhin, denn ich habe mich ganz eindeutig auf einen Abschnitt bezogen. Zeig mir doch bitte, wo in diesem, deinen Satz ein Argument zu finden ist:

"Man sieht's auch hier wieder, daß Steve Jobs seine Kundschaft spaltet in jene, die ihn vergöttern und jene, die eigene Meinungen haben - dabei glaube ich nichtmal, daß ihn erstere tatsächlich interessieren, auch wenn er sie praktisch finden wird."

Egal welches Thema, plötzlich wird Jobs eingebraucht, der Sektenchef, der die Mac User ausnutzt, die doofen. Und wer gut findet, was Jobs so produziert, wird zur hirnlosen Hülle ohne Meinung stilisiert. Verhaltensweise Muster Nummer 3, glaub ich, der Trolle. Erbärmlich.

@ den, der andere "Troll" schimpft und keine Argumente hat

Von: Mac since 1994 | Datum: 22.06.2005 | #41
Scheiße, ist "dermattin" ein penetranter Wadenbeißer. Wie unangenehm. Daß er auch noch ein verlogener Demagoge ist, zeigt seine Aufforderung, ich sollte ihm in einem Satz, der eine Feststellung enthält, das Argument zeigen - aber für die Argumente, deren Nichtwiderlegung zu dieser Feststellung geführt hat, hätte ihm wohl jemand den Scrollbalken erklären müssen:

[Link]

@Thyl

Von: MichaelK | Datum: 22.06.2005 | #42
Hallo Thyl,

mit meinem Kommentar habe ich jetzt nicht speziell Deinen Beitrag bzw. Dich persönlich gemeint. Gerade weil dies hier ein demokratisches Forum ist, in dem kontrovers diskutiert wird, bin ich gerne dabei.

Was ich jedoch meine, ist, daß an vielen Stellen der Wechsel zu Intel m.E. nach oft sehr unkritisch gesehen wird (damit meine ich jetzt nicht Dich!!). Warum? Viele, die bis vor kurzem noch "PowerPC Hardliner" im Sinne der Apple-Kommunikation waren (denn, wir erinnern uns, bis vor zwei Wochen war IBM noch Top, zumindest offiziell), sind doch sehr schnell umgefallen und seit dem ist IBM nur noch der Böse, der nicht liefern konnte bzw. nicht wollte (weil Apple keine zusätzlichen Entwicklungsgelder zahlen wollte). Nun, das ist zunächst Firmenpolitik und ich habe nicht genug Informationen, um zu entscheiden, wer hier letztlich die Verantwortung trägt (wahrscheinlich liegt die Wahrheit wieder in der Mitte). Hiervon abgesehen, glaube ich jedoch, daß IBM durchaus CPUs hätte bauen können, die sich ohne weiteres mit denen geplanten Intels hätten messen können. Aber was solls, die Entscheidung ist gefallen. Trotzdem halte ich die Vorgehensweise von Apple nicht für ideal (telefonische Verleugnung, erst einen Arbeitstag vor der Keynot zurückgerufen; sofern dies stimmt), denn ich glaube, daß dieser "harte" Wechsel nur dazu führt (oder bereits geführt hat) daß die Zeit, bis die ersten Macintels im Handel sind, die sich mit aktuellen PowerPCs messen können (also im Profi-Bereich) eine lange Durststrecke wird, weil IBM möglicherweise keine verbesserten CPUs mehr liefern wird. Damit würde der 2 x 2,7 GHz die Spitze der PowerPCs bleiben, was ich persönlich sehr schade finde. Denn zum Abschluß dieser Linie hätte ich mir schon noch eine optimierte Version (auch mit PCI express) gewünscht, damit dieser Rechner einfach auch längerfristig state of the art bleiben könnte. Aber hier stehen wir derzeit alle ohne Informationen da und dies stört mich am meisten. Nun kann man zwar einwerfen, daß auch dies nicht neu ist, doch unter aktuellen Gesichtspunkten haben wir derzeit eine außergewöhnliche Lage und ich denke, daß es nur im Interesse von Apple sein kann, wenn wir alle besser informiert wären, da wir dann auch besser planen könnten. So weiß ich nicht, ob ich mir jetzt einen PowerPC kaufen soll, oder ob im Herbst doch noch ein neuer kommt. Eines ist doch sicher, je länger wir auf ein mögliches Upgrade warten müssen, je geringer sind die Chancen für Apple, diesen noch in ausreichender Stückzahl abzusetzen. Letztlich wollen wir doch alle, daß Apple diese Phase gut übersteht, damit wir auch morgen noch sinnvoll auf diesen Seiten miteinander diskutieren können. Ich wünsche mir das jedenfalls.

Also, um dies alles kurz auf einen Nenner zu bringen: mich stört weniger der Wechsel zu Intel an sich, als vielmehr, wie er praktiziert wird!

@dermattin

Von: MichaelK | Datum: 22.06.2005 | #43
Mein lieber dermattin,

ich habe nicht versucht, Dir Deine Worte umzudrehen. Möglich ist, daß ich Dich nicht verstanden habe, aber folgende Zitate geben mir dann ein Rätsel auf:

Dein Zitat aus meinem Kommentar:
"Ich hoffe, daß sich Dein Optimismus langfristigt bestätigt und wir von Viren etc. verschont bleiben (weil Deiner Meinung nach niemand in der Lage ist, solche zu schreiben)."

Zitat:
"Hallo? Wo habe ich das gesagt?"

Antwort:
Hier:

"...es liegt an OSX, dass es dort keine gibt"

und hier:

"Richtig. Keine Chance, kein einziger Vorfall seit 4 Jahren."

Ferner unterstellst Du den Virenschreibern primär finanzielle Gründe: "Es geht ums Geld..."

Ich habe nur versucht, die m.E. nach primären Gründe zu benennen. Vielleicht täusche ich mich.

Letztendlich könne wir alle nur hoffen, daß OSX möglichst virenresistent ist (zumal .mac wohl ab sofort auf Virex verzichtet) und bleibt oder daß die Virenschreiber keine Lust bekommen, es ernsthaft auszuprobieren.

Also...

Von: dermattin | Datum: 22.06.2005 | #44
Was ich meinte und meiner Meinung nach auch sagte ist, dass OSX es den bösen Buben echt schwer macht, funktionierende Viren für OSX zu schreiben.


"Ferner unterstellst Du den Virenschreibern primär finanzielle Gründe: "Es geht ums Geld..."

Eigentlich schrieb ich:

"Es geht ums Geld, auch in abgeschwächter Form bei Virenautoren. Es werden ja nicht nur Viren geschrieben."


"Letztendlich könne wir alle nur hoffen, daß OSX möglichst virenresistent ist (zumal .mac wohl ab sofort auf Virex verzichtet) und bleibt oder daß die Virenschreiber keine Lust bekommen, es ernsthaft auszuprobieren."

So weit ich das aus den Chaos Computer Club Veröffentlichungen ersehen konnte, haben sehr viele Leute sehr wohl Lust, da was zu schreiben, OSX boomt unter den "Hackern" und die wissen alle, was gespielt wird, es ist eben dank UNIX und Apple nur verdammt schwierig.

Aber wer weiss...

@dermattin Viren & OS X

Von: tjp | Datum: 23.06.2005 | #45
Ganz in Gegenteil, dank Objective-C kann man unter MacOS X leichter Viren schreiben, als auf jedem anderen UNIX. Dort muß man sich damit herumschlagen, wo welche Datenstruktur liegt (sprich Dissambler, Version des Programms beachten etc.), um dann Schadcode einfügenzukönnen. Objective-C ermöglicht es dank dynamic binding direkt mit dem Methodennamen diesen mit einer Schadroutine zu überdecken.

Leichter kann man es Virenschreibern nicht machen. Wenn es erst ausreichend Verbreitung gibt, wird es auch entsprechende Malware, Viren & Co. geben.

@tjp und dermattin

Von: MichaelK | Datum: 23.06.2005 | #46
Nicht das ich mich darüber freue, doch ich hatte mir es gedacht.

Mac since 4711:

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 24.06.2005 | #47
Noch ein Nachtrag zum Thema "Argumente":
"..so wie man heute schon .mac bezahlen muß, um überhaupt iChat zu nutzen"

Selten falscher Bullshit. Auf aim.com gehen, Account anmelden, login/passwort in iChat eintragen, iChat benutzen!

@Kai

Von: tjp | Datum: 24.06.2005 | #48
IBM stellt seit der S/360 sicher, daß Software (Binaries) von damals noch auf den neuen zSeries Maschinen läuft. Die S/360 kamen vor 40(!) Jahren auf den Markt. Man sieht, wenn man will, kann man so etwas schon gewährleisten.

Aber vielleicht ist das auch gerade der Unterschied zwischen Computern und Spielzeug (PCs allgemein).

@Claudius

Von: Thyl (MacGuardians) | Datum: 27.06.2005 | #49
Prinzipiell hast Du Recht, was die Schwierigkeiten bei der unterstützen Hardware angeht. Allerdings ist das wieder ein Argument, das etwas an meinen Überlegungen vorbeigeht. Die vorgeschlagene Test-CD dient ja gerade dazu, bereits im Vorfeld abzuklären, ob eine Konfiguration laufen wird. Zusammen mit der Kompatibilitätliste sollte ein schneller Überblick möglich sein.

Es besteht keine Notwendigkeit, sämtliche Hardware zu unterstützen. Das war bei NeXTETP auch nicht anders, NeXT wählte einen Satz mit Hardware aus, der ihnen gefiel und entwickelte dafür Treiber.

War damals ziemlich heftiger Aufwand, der auch mit zum Scheitern von NeXT beigetragen hat. Aber die Situation ist heute anders. Apple ist größer als NeXT, und es gibt erstaunlicherweise weniger Hardware. Anfang der Neunziger gab es so ca. ein Dutzend Hersteller von Graphikchips (Tseng, VideoSeven, und wie sie alle hießen). Von denen sind noch 3 übrig, von denen Apple bereits jetzt Treiber für zwei hat, die sicher leicht portiert werden können. Sollte reichen. Und die ganzen SCSI-Hersteller sind alle wech. Es ist sogar fraglich, ob noch ein Treiber für SCSI entwickelt werden sollte. Auch bei den Ethernet-Chips ist es weniger geworden, oder?