ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 3778

IBM, Veritas und Symantec

Wie war das mit dem Teufel und dem Haufen?

Autor: dk - Datum: 27.06.2005

So schnell kann's gehen: Kaum hat Apple IBM den Rücken gekehrt und sich Intel als neuen Chiplieferanten ausgesucht, da kann sich IBM schon wieder auf fette Zahlen freuen. Nachdem IBM-Chips demnächst in den Konsolen von Microsoft, Sony und Nintendo für Schub und reichlich Gewinn sorgen werden, hat man sich nun auch noch mit Veritas zusammengetan. IBM darf also auch Veritas Cluster Server und andere Software auf verschiedenen Server-Modellen für Linux und Windows verkaufen. Die Jungs werden Apple wohl nicht eine Träne nachweinen. Schließlich hatte Veritas 2004 Einnahmen in Höhe von rund 2 Milliarden Dollar und versorgt nach eigenen Angaben 99 Prozent der Fortune 500-Unternehmen mit Software.

Aber hier ist die Geschichte noch nicht am Ende. Denn Veritas und Symantec fusionieren. Die Aktionäre freuen sich, und am 2. Juli sollen die Korken knallen. Infos zu beiden Unternehmen finden sich hier.

Da ist also ein Chip- und Computerhersteller, der einen Handelspartner verärgert, der sich daraufhin woanders umsehen muß, um seine Rechner ordentlich zu bestücken, dann findet ersterer einen neuen Software-Handelspartner, der mit fetter Kohle lockt und sich gleichzeitig einen weiteren Softwarepartner einverleibt. Bin ich paranoid? Oder funktioniert Wirtschaft so? Dann bin ich auf den nächsten Zug aus dem Hause Apple gespannt. Vielleicht wird das Sommerloch heißer als wir dachten…

Kommentare

schade, dass "mac since 1994" kneift

Von: tut nichts zur sache | Datum: 27.06.2005 | #1
und nicht mehr mitlesen will. ich kann noch einen drauf setzen, was ibm angeht: [Link]

"IBM: Zehntausende Jobs von Europa und USA nach Indien

Der US-Technologiekonzern IBM will mit einer massiven Verlagerung von Arbeitsplätzen die Ausgaben für Löhne senken. Während in den USA und Europa 13.000 Programmierer entlassen werden sollen, plant das Unternehmen 14.000 Neueinstellungen in Indien. Dies geht aus einem Dokument hervor, das der IT-Gewerkschaft 'WashTech' aus den USA vorliegt. Das als geheim gekennzeichnete Papier "India 2002 to 2005" wurde der Organisation von einem IBM-Mitarbeiter zugespielt. ..."

klar verlagern auch andere firmen ihre arbeitskräfte, aber als europäer find ich das trotzdem nicht so toll...

Symantec ?

Von: pm | Datum: 27.06.2005 | #2
Wen interessiert das ? Die könne nicht programmieren. Das ist eine echte unzweifelhafte Schrotttabteilung mit den Anti-Virus und sonstwie Lösungen.

Warum Veritas für die noch Geld ausgibt ist vollkommen schleierhaft.

tut nix zur sache

Von: ionas | Datum: 27.06.2005 | #3
zieh halt um. lern indisch.

das ist globalisierung, das betrifft im übrigen andere länder viel mehr als uns.

standortpolitik wie du sie machen willst hilft da wenig. binnenmärkte mit binnennachfragern und anbietern helfen.

dafür brauchen wir mehr geld in den taschen von den kleinen leuten und mittelständlern.

Tja, warum

Von: Schauvorbei | Datum: 27.06.2005 | #4
..machen nicht alle einfach schluss und lassen ihre Kisten aus, widmen sich wichtigen dingen und lassen endlich all die Spinner, Großkotze und Monopoly geschädigten ins leere laufen!?

@ pm: ganz einfach: der markenname!

Von: ionas | Datum: 27.06.2005 | #5
@ pm: ganz einfach: der markenname!

Ich verstehe nur Bahnhof

Von: salco | Datum: 27.06.2005 | #6
Ähh, bin ich der einzige, dem sich die Zusammenhänge zwischen den aufgeführten Einzelmeldungen nicht erschließen?

IBM ist nicht mehr auf Prozessorbestellungen von Apple (einem 10 Mill $-Hardware-Unternehmen) angewiesen, weil sie jetzt Software von Veritas (einem 2 Mill $-Software-Unternehmen) verkaufen dürfen. Das eine hat mit dem anderen doch überhaupt nix zu tun.

Was will mir denn der Autor mit seinen Zeilen bitte sagen?

Intelswitch war längst überfällig

Von: osx_user | Datum: 27.06.2005 | #7
Jetzt hört endlich auf. Der Intel-Switch von Apple war längst überfällig und auch das einzig richtige was diese Firma tun konnte. Was kümmern sich alle eigentlich immer noch um diese Versager-IBM-Firma. Die waren doch immer schon Anti-Apple! Throw-away!

Endlich stimmt das Feindbild wieder...

Von: Omega01 | Datum: 27.06.2005 | #8
...denn wie sagte Steve schon 1984: "IBM wants it all!"

Früher oder später wird unser Weltbild doch immer wieder gerade gerückt, egal, ob Microsoft zwischendurch mal Apple-Aktien kauft oder IBM zwischendurch mal Prozessoren liefert. Jetzt sind die Fronten wieder klar - M$ und IBM auf der dunklen und wir auf der hellen Seite der Macht! Zugegeben (bald) mit einem x86-Prozessor am Bein aber hey, man kann halt nicht alles haben... ;-)

@ionas

Von: tut nichts zur sache | Datum: 28.06.2005 | #9
"zieh halt um. lern indisch."

:-) die können da auch ganz gut englisch. ich kann allerdings nicht programmieren. und ausserdem gabs da letztens ein "casting" für ne hand voll polizeijobs, da sich mehrere tausend darauf beworben hatten. ich denke bei den programmierjobs wirds nicht anders sein. jeder dritte mensch ist inder oder chinese...

"das ist globalisierung, das betrifft im übrigen andere länder viel mehr als uns."

das ist mir schon klar, dass man das globalisierung nennt und auch, dass man das nicht aufhalten kann. aber das es andere länder härter trifft als d... weiss nicht. seit ner ganzen weile gibt es wöchentlich ein unternehmen, welches ankündigt mehrere hundert arbeitsplätze in d abzubauen...

"standortpolitik wie du sie machen willst hilft da wenig. binnenmärkte mit binnennachfragern und anbietern helfen."

was will ich denn?

"dafür brauchen wir mehr geld in den taschen von den kleinen leuten und mittelständlern."

jo und die werden immer mehr in die pflicht genommen - dümpelt die binnenkonjunktur halt weiter vor sich hin... und wer richtig kohle hat, zahlt gar keine steuer...

Yess.

Von: uniMac | Datum: 28.06.2005 | #10
@Omega01: Genauso seh ich das auch! :-)

Eins bleibt mal klar: Die Underdog-Position wird Apple sobald nicht aufgeben. IBM... waren das nich die Typen, die von Gary Kildall damals für ein Butterbrot das erste DOS abkaufen wollten? Da der aber im Flugzeug paar Runden gedreht hatte, sind die Typen dann zu Bill Gates gelaufen (oder so), der hat Ihnen dann die erste freche und völlig fehlerhafte Version seines besch****** Betriebssystems MS DOS verkauft. Ich sag nur da findet zusammen was zusammen gehört: IBM und M$ stinken, jawohl!

@Omega01

Von: thomm | Datum: 28.06.2005 | #11
Ja kann so hinkommen............ :-)


und die bescheuerten Grabenkämpfe bleiben uns auch erhalten! Bei heise lernen die Dosentrolle gerade um von PPC- auf Intel-Bashing.
In Zukunft geht die alte Leier mit den Peni.. äh Benchmarkvergleichen eben mit AMD weiter :-)

Erst ein mal..

Von: tonidigital | Datum: 28.06.2005 | #12
abwarten und Tee trinken, die meisten Steve Entscheidungen waren goldrichtig. Außerdem wer sagt, dass IBM erfolgreicher mit der Herstellung der Prozessoren sein wird? Vielleicht haben die genauso viele Probleme mit den neuen und werden ihre neuen Partner auch enttäuschen?

@tjp

Von: Ulrich | Datum: 28.06.2005 | #13
Würde mich doch mal interessieren, woher du dei exquisites Halbwissen nimmst!

Und noch allgemein ...

Von: Ulrich | Datum: 28.06.2005 | #14
[erst mal ein "n" nachreich :-ƒ]

Also mir erschließt sich auch nicht ganz, was der Erwerb einer Softwarefirma, so groß sie auch immer sein mag, mit der PowerPC Prozessorsparte zu tun haben soll.

@Ulrich

Von: thomm | Datum: 28.06.2005 | #15
Du kannst seine ausgelutschten Finger nicht sehen.... der Ärmste :-)

@thomm

Von: Ulrich | Datum: 28.06.2005 | #16
*LOOOL*

*Brüll*

Von: frank | Datum: 28.06.2005 | #17
he,
ich globalisier jetzt auch :
meinem Stromversorger sage ich : ich will Kosten wie in Indien.
Wasser, bitte zu Preisen wie in England.
Steuern ? Soll ich hier bleiben oder Auswandern, also bitte : max. 15%, wie in Lettland.
Rentenkasse ? Nö, zahl mal aus. Das Investment loht nicht.
Krankenkassenbeiträge : bitte 35% weniger, können die nciht in Indien sich rechnen lassen ?
Wie jetzt, wenn das jeder macht ?
Das macht jeder : bei Aldi, Lidl und Norma.
Gruss Frank
PS : übrigens : ganz Fettfrech fragen kostet nichts und selbst bei Stromversorgern geht tarifmässig auf einmal was......

@ tonidigital

Von: Mac since 1994 | Datum: 28.06.2005 | #18
"die meisten Steve Entscheidungen waren goldrichtig"

Ich sach nur: Newton.

...denn die Firma Apple hat sich noch immer selbst ins Knie geschossen, wenn es ihnen gerade mal zu gut ging.

Übrigens muß man Globalisierung nicht gut finden, aber auch die derzeitigen vergleichsweise günstigen Preise für Apple-Computer verdanken "wir" dem Umstand, daß diese Firma halt nicht mehr in den USA oder Cork/Irland fertigt, sondern im (offziell) zu China gehörenden Taiwan.

Ansonsten kann ich weiterhin nicht sehen, daß IBM oder Freescale/Motorola sich irgendwie oder mit irgendwem gegen Apple verbündet hätten. Die sind beide zu groß und zu etabliert, als daß sie Apple nicht als willkommene PR für ihren PowerPC mitgenommen hätten. Aber ich fürchte eher, daß Mr Jobs sich da in Verhandlungen ein kleinwenig überschätzt haben wird und dann trotzig abgerauscht ist.

xbox360, ps3, ibm => entwicklerfrust

Von: Thesi | Datum: 30.06.2005 | #19
[Link]

Entwickler von Rechen-Power der PS3 und Xbox 360 frustriert

[Link]

The Xbox 360 and the PS3: late bloomers or complete failures?

@Thesi

Von: thomm | Datum: 30.06.2005 | #20
Das deckt sich doch mit den Aussagen von einigen Analysten, dass Sony Jobs überzeugen wollte, den Cell-Prozessor einzusetzen aber Jobs ablehnte, weil dieser Proz. im Vergleich zum normalen PowerPC nicht leistungsfähig genug wäre.

Auch der heutige Bericht
[Link]
zeigt doch, dass sich Apple wegen der nochmals anderen Struktur des Cells neuen Ärger eingehandelt hätte...