ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 379

Interview mit PR-Chef von Apple

Georg Albrecht stand MacPomm Rede und Antwort

Autor: bh - Datum: 26.03.2002

Viel Aufmerksamkeit hat Apples ÑMobile Classroomì gefunden, der elf per Funk vernetzte iBooks samt Drucker in einem Rollwagen umfaßt. Aber es wurde auch Kritik geäußert. Für MacPomm und die MacGuardians sprach Robert Haberer mit Georg Albrecht, Pressesprecher von Apple Deutschland. Das Interview erscheint in einer gekürzten Fassung in der jüngsten Ausgabe von MacPomm, dem regionalen Anwendermagazin. Herzlichen Dank an die eifrige Usergroup dort für das Interview!

MacPomm: Ein Klassensatz Computer für fast 24000 Euro - wer soll das bezahlen?

Wenn Sie die immensen Kosten nehmen, für die Schulen zum Teil über 100 Kilometer an Kabel verlegen, dann sieht die Rechnung sofort wieder anders aus. Wir bringen den Mac zum Schüler und nicht den Schüler zum Computer in den Keller, wo sich häufig Computerlabors befinden.

MacPomm: Hebt sich das Angebot denn hinreichend von denen der Mitbewerber ab?

Absolut, bei uns ist alles kompakt und sofort startklar. Wenn Sie sich mit Lehrern unterhalten, die für Ihren Einsatz zum Thema Computer ja keine Arbeitszeit angerechnet bekommen, dann wissen Sie, was sofortige Einsatzbereitschaft heißt. Auch das Zusammenspiel der Rechner untereinander läuft sehr einfach, was unschätzbare Vorteile für die Lehrkraft bedeutet.

MacPomm: Wie steht es denn mit der Wartung des mobilen Klassenraumes - können den die Lehrer selbst bewältigen? Und wer schult sie entsprechend?

Die mobilen Klassenzimmer werden ja über Händler verkauft, die ihre Kunden schulen. Die Wartung ist sehr simpel, auch das ist Teil der Schulung.

MacPomm: Aber an deutschen Schulen regiert der Rotstift. Da spielt der Einkaufspreis eine ganz entscheidende Rolle...

Immer mehr Schulen und Eltern erkennen, dass sie in die Zukunft der Kinder investieren müssen. Seit PISA begreifen es immer mehr. Wenn man die Kosten von ähnlichen Modellen aus dem PC-Lager nimmt, sind wir absolut vegleichbar.

MacPomm: Wäre ein echter Kampfpreis nicht eine sinnvolle Investition in die Zukunft?

Nein, wir wollen mit normalen Preisen in den Wettbewerb gehen.

MacPomm: Ein anderes Problem sind die Ausschreibungsbedingungen, denn die sind häufig Windows-fixiert. Was tut Apple gegen diese Benachteiligung von Amts wegen?

Wir stellen uns diesen Bedingungen und versuchen in allen laufenden Ausschreibungen auch auf unsere Plattform aufmerksam zu machen. In vielen Bundesländern hat sich in letzter Zeit da einiges positiv geändert. Wir versuchen alles mögliche, teilweise gelingt es, teilweise rennt man
noch gegen Wände.

MacPomm: Haben sich denn schon Interessenten für das mobile Klassenzimmer gemeldet?

Natürlich, in Deutschland wurden schon über 20 verkauft. Das Interesse ist sehr groß.

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